Umfrage: Soll die Verlängerung in den K.O.-Spielen abgeschafft werden, bzw. nur im Finale stattfinden?

Soll die Verlängerung in den K.O.-Spielen abgeschafft werden, bzw. nur im Finale stattfinden?

  • Ja

    Stimmen: 4 33.3%
  • Nein

    Stimmen: 8 66.7%

  • Umfrageteilnehmer
    12
Warum lässt man im Fußball eigentlich überhaupt 2 Mannschaften 90 Minuten gegeneinander spielen, so dass sie in dieser Zeit aus dem Spiel heraus Tore erzielen?
Das ginge ja nur mit Elfermeterschiessen schneller und es gäbe auch einen Gewinner.
Checkichnich.
 
Wenn du aus dem Spiel heraus absolut bis sehr chancenlos bist, ein Tor zu erzielen, dann sind die Chancen im Elfmeterschießen zu gewinnen, höher.

Aus 11 Metern ins Tor zu treffen ist verhältnismäßig einfach, sodass sich die talentbasierten Unterschiede angleichen.
Das trifft aber auf beide Seiten zu. Wobei die Spieler der höherklassigen Mannschaft wohl das Elfmeterschießen intensiver geübt haben.
Man kann als unterklassige Mannschaft auch auf einen positiven Entscheid nach Münzwurf hoffen. Da stehen die Chancen dann 50:50.
Und "talentbasierte Unterschiede": Da steht der Torwart eines Kreisligisten -Kreisliga hast du hier reingebracht - im Tor und Harry Kane am Elfmeterpunkt. Der Torwart rechnet bestimmt fest damit, dass er den Schuss hält... ;)
Andersherum genauso: Der Kreisligaspieler tritt an und rechnet fest damit, dass Manuel Neuer seinen Schuss nicht hält.
 
Es geht um Chancenentwicklung. Desto weniger Können erforderlich ist, desto eher setzt sich der Außenseiter durch.

Ein Kumpel von mir ist deutscher Meister in Bierpong gewesen - trotzdem gewinne ich gegen ihn. Mindestens ab und an. Ich spiel(te) auch Tennis und das gar nicht so schlecht. Trotzdem würde ich vermutlich nicht einen Punkt gegen einen Profi machen.

Und für ein Elfmeterschießen ist nun mal weniger Können erforderlich, als für ein Spiel über 90 Minuten.

Münzwurf hat ja nix mit der Frage zu tun, warum sich Underdogs bei einem Elferschießen mehr Chancen ausrechnen.

Natürlich gewinnen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit die Profis - aber auch die verschießen mal einen Elfer.

Mal plastisch Zahlen in den Raum geworfen:

Stehen die Chancen im Spiel 99:1 und im Elferschießen 90:10, hat man seine Chancen immerhin verzehnfacht. Und dabei ist das eine Prozent wohl eher zu hoch angesetzt als die 10 - auf das Kreisligabeispiel gesehen.

Theoretisch müsstest du dann noch reinnehmen, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit auf ein Unentschieden, wenn...

...sich die Kreisligamannschaft hinten reinstellt und mit Mann und Maus verteidigt.

...sich nicht auf ein Elferschießen verlassen will und daher auf Sieg spielt.
 
Es geht um Chancenentwicklung. Desto weniger Können erforderlich ist, desto eher setzt sich der Außenseiter durch.

Ein Kumpel von mir ist deutscher Meister in Bierpong gewesen - trotzdem gewinne ich gegen ihn. Mindestens ab und an. Ich spiel(te) auch Tennis und das gar nicht so schlecht. Trotzdem würde ich vermutlich nicht einen Punkt gegen einen Profi machen.

Und für ein Elfmeterschießen ist nun mal weniger Können erforderlich, als für ein Spiel über 90 Minuten.
Ich verstehe deine Argumentation.
Belassen wir es dabei.
 
Aber zum eigentlichen Thema: Es muss am Ende einen Sieger geben. Ob nach 90 Minuten , nach weiteren 30 Minuten Verlängerung oder erst nach Elfmeterschießen. Letztlich ist es im Sinne des Spiels egal, ob nach Verlängerung oder direkt nach 90 Minuten das Elferschießen startet. Daher kann man die Verlängerung auch weglassen.
 
(...) Letztlich ist es im Sinne des Spiels egal, ob nach Verlängerung oder direkt nach 90 Minuten das Elferschießen startet. (....)
Nein, ist es eben nicht.
Der Sinn des Spiels Fußball ist sich Chancen auf Tore aus dem Spiel zu erspielen und nicht jeweils 5 Leute einer Mannschaft bei unterbrochenem Spiel vom Elferpunkt auf's Tor schiessen zu lassen.
Das Elferschiessen ist ein Kompromiss, da man Spiele nicht immer und immer weiter verlängern will.
 
Nein, ist es eben nicht.
Der Sinn des Spiels Fußball ist sich Chancen auf Tore aus dem Spiel zu erspielen und nicht jeweils 5 Leute einer Mannschaft bei unterbrochenem Spiel vom Elferpunkt auf's Tor schiessen zu lassen.
Das Elferschiessen ist ein Kompromiss, da man Spiele nicht immer und immer weiter verlängern will.
Der Kompromiss ist also notwendig, wenn
man Spiele nicht immer und immer weiter verlängern will.
Was spricht dagegen, den Kompromiss bereits ohne Verlängerung zu nutzen?
Jetzt schreibe nicht, dass nichts dagegen spricht. Ich erwarte jetzt Argumente von dir. :cool:
Für mich ist es der Sinn eines KO-Spiels am Ende des Spiels einen Sieger zu haben und diesen möglichst während der regulären Spielzeit zu ermitteln.
 
Man könnte auch was ganz anderes bei KO-Spielen in Tunieren: Bei Unentschieden kommen beide nicht weiter.
 
Wäre auch in Sinn des Spiels: Der Gewinner kommt weiter. Man spart sich sowohl die Verlängerung als auch das Elfern. Und es gibt kein Motiv mehr um auf Unentschieden zu spielen. Die perfekte Lösung.
 
Was spricht dagegen, den Kompromiss bereits ohne Verlängerung zu nutzen?
Jetzt schreibe nicht, dass nichts dagegen spricht. Ich erwarte jetzt Argumente von dir. :cool:
Für mich ist es der Sinn eines KO-Spiels am Ende des Spiels einen Sieger zu haben und diesen möglichst während der regulären Spielzeit zu ermitteln.
Du schriebst was vom "Sinn des Spiels Fußballs". Darauf habe ich geantwortet, samt Argument; mittlerweile in diesem Zusammenhang schon zweimal.
Zudem habe ich mich mittlerweile oft genug, lang und breit dazu geäußert, warum man die Kröte Elferschiessen wohl schlucken muss.
Außerdem geht es ja bei Verlängerungen und Elferschiessen genau darum, dass der Gewinner nicht innerhalb der zweimal 45 Minuten ermittelt werden konnte. Der Unterschied ist schlicht der, dass in der Verlängerung Tore aus dem Spiel heraus erzielt werden können, im Elferschiessen nicht. Jetzt hab ich das zum dritten Mal in einem Thread geschrieben. 😂
Der Gewinner des KO-Spiels steht außerdem auch mit einem Elferschiessen nach einer Verlängerung fest; sprich, damit ist auch Dein "am Ende des Spiels einen Sieger zu haben" erfüllt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das wird ein ganz schön dröges Finale, wenn da nur eine Mannschaft spielt...

Das entfällt dann und und der Sieger des einen Halbfinales ist schon Meister. Spielen alle Halbfinalisten unentschieden, dann gibt es in dem Jahr keinen Meister. Das sollte nun wirklich Motivation genug sein, um ein Spiel zu gewinnen!
 
Je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr gefällt mir die Idee. Warum sollte ein Team weiterkommen, dass seinen Gegner in 90 Minuten nicht bezwingen konnte? Und was ist das für eine Meister, der seinen Gegner nicht bezwingen konnte? Gar keiner. So ein Team steht dann aber auf einer Stufe mit Team, die ihr Spiel in 90 MInuten gewonnen haben. A- und B-Meister auf einer Stufe? Nein Danke! (n)
 
Der Logik zufolge ist weder Argentinien Weltmeister, noch Frankreich Vizeweltmeister.
Diese Argumentation entbehrt aber jeglicher Logik.
 
Der Logik zufolge ist weder Argentinien Weltmeister, noch Frankreich Vizeweltmeister.
Diese Argumentation entbehrt aber jeglicher Logik.

Nein, sie folgt der Logik, dass nur der Meister in einem Tunier ist, der das Endspiel innerhalb von 90 Minuten, also der regulären Spielzeit, gewinnt. Wer das nicht schafft ist kein Meister, da er nicht besser ist als sein Oponent. (Gilt analog für weiterqualifizierende Ko-Spiele.) Alternativ könnte man den Titel auch teilen, man hätte dann 2 Meister, aber das würde wohl die Anzahl der Finale, die unentschieden ausgehen, enorm in die Höhe treiben.

Die andere Logik: Wir müssen unbedingt einen Meister haben, deshalb führen wir mehr Spielzeit ein, und wenn das nichts nutzt, lassen wir Elfmeter schießen, so lange bis jemand gewinnt - hat mit der Spiellogik weniger zu tun.
 
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