SV Elversberg Thread

Und was habe ich anderes geschrieben? 85 Millionen für Zuschauereinnahmen der kommenden 24 Jahre. Von 60.000 pro Spiel find ich bei mir nix.
 
Und was habe ich anderes geschrieben? 85 Millionen für Zuschauereinnahmen der kommenden 24 Jahre. Von 60.000 pro Spiel find ich bei mir nix.
Fuer einen Teil der Zuschauereinnahmen. Das Weglassen der wichtigen Einschraenkung macht einen Unterschied aus.

Abgesehen davon wurde besagte Anleihe ("Schechter-Anleihe") schon 2010 komplett abgeloest und durch regulaere Bankkredite (hinter denen angeblich irgendwie Toennies stand, aber das nur nebenbei) ersetzt.

"[...] 2002 hatte der US-Banker Stephen Schechter dem Club eine Anleihe über insgesamt 85 Millionen Euro vermittelt. «Es ist uns 2010 gelungen, den Restbetrag von 65 Millionen Euro abzulösen und mit Hilfe einer international tätigen Großbank umzufinanzieren», sagte Peters. Zinsersparnis: zwei Millionen Euro pro Jahr. «Die Fesseln, die uns eingeschränkt haben, sind Geschichte», so Peters.

«Damals hat uns die Anleihe das Leben gerettet, als sich die Banken aus dem Fußball-Geschäft zurückgezogen haben. Aber heute haben wir ein anderes Zinsniveau», erläuterte Tönnies nach intensiven und schwierigen Verhandlungen. [...]"



Aber auch das sind natuerlich nur Details, die auf keinen Fall Deiner vorgefertigten Meinung im Weg stehen sollten!
 
Es geht um "sportlich auf Augenhöhe!"
Was erwartest du denn? Soll ein Verein erstmal ein teures NLZ bauen und dann in die Profiligen aufsteigen? [...]
Richtig, die Infrastruktur muss zuerst kommen. Einen aufstiegs- und letztendlich bundesligatauglichen Kader kann sich naemlich jeder Milliardaer zusammenkaufen. Ist ganz einfach, wenn man das passende Kleingeld hat.

Familie Quandt oder die Aldi-Albrechts koennten das von heute auf morgen. Wenn die Albrechts wollen, dann spielt die SpVg Schonnebeck (der Aldi-Gruender hat 1913 in Essen-Schonnebeck seinen ersten Tante-Emma-Laden eroeffnet) in spaetestens 10 Jahren in der Buli, ohne dass da da irgendjemand gute Arbeit leisten muss. Die koennten naemlich einfach so lange neue Spieler kaufen und Minus machen, bis sie mit dem Verein da sind, wo sie hin wollen. Wenn sich aber jemand Erfolg erkaufen will, dann sollte dabei wenigstens ein Nutzen fuer den deutschen Fussball abfallen, naemlich in Form von Infrastruktur.

Darin unterscheidet sich Hoffenheim uebrigens von Elversberg und Konsorten: In Hoffenheim hat Hopp von Anfang an auch in neue Infrastruktur investiert.
 
1. Richtig, die Infrastruktur muss zuerst kommen. Einen aufstiegs- und letztendlich bundesligatauglichen Kader kann sich naemlich jeder Milliardaer zusammenkaufen. Ist ganz einfach, wenn man das passende Kleingeld hat.

Familie Quandt oder die Aldi-Albrechts koennten das von heute auf morgen. Wenn die Albrechts wollen, dann spielt die SpVg Schonnebeck (der Aldi-Gruender hat 1913 in Essen-Schonnebeck seinen ersten Tante-Emma-Laden eroeffnet) in spaetestens 10 Jahren in der Buli, ohne dass da da irgendjemand gute Arbeit leisten muss. Die koennten naemlich einfach so lange neue Spieler kaufen und Minus machen, bis sie mit dem Verein da sind, wo sie hin wollen.
Ja, könnten sie. Ist aber nicht das gleiche. Die aus meiner Sicht bessere Arbeit in Elversberg gegenüber den anderen Zweitligisten liegt ja für mich darin, dass sie mit ungefähr gleichem finanziellen Aufwand wie die Konkurrenz den Aufstieg geschafft haben. Hätte da einer soviel Geld wie jetzt VW in Wolfsburg reingepumpt, wäre die Bewertung logischerweise negativer ausgefallen. Wie jetzt schon x-mal geschrieben bedeutet gute Arbeit für mich ein positives Verhältnis von Aufwand zum Ertrag. Um einen Vergleich zur Wirtschaft zu ziehen: Wenn jemand mit 3 Mio Einsatz 1 Mio Gewinn erwirtschaftet, ist das höher zu bewerten, als wenn er dafür 300 Mio braucht.
2. Wenn sich aber jemand Erfolg erkaufen will, dann sollte dabei wenigstens ein Nutzen fuer den deutschen Fussball abfallen, naemlich in Form von Infrastruktur.
2. Fußballvereine sind heutzutage Wirtschaftsunternehmen. Da macht bis auf vielleicht wenige Ausnahmen keiner was, um dem deutschen Fußball zu nützen.
 
[...]
2. Fußballvereine sind heutzutage Wirtschaftsunternehmen. Da macht bis auf vielleicht wenige Ausnahmen keiner was, um dem deutschen Fußball zu nützen.
Deshalb muss man sie dazu zwingen. Mindestanforderungen an z.B. Stadien und Nachwuchsfoerderung stellen DFL und DFB ja nicht aus Spass. Die Anforderungen sind halt nur nicht hoch genug bzw. DFL und DFB sind viel zu sehr bereit, Ausnahmen zu machen. Holstein Kiel beispielsweise spielt seit 2017 mit einer Ausnahmegenehmigung in einem zweit- und erstligauntauglichen Stadion und tut das auch naechste Saison. Das sind dann 10 Jahre Ausnahmegenehmigung! Was soll sowas?
 
Naja, für Kiel lohnt sich so'n NLZ nicht wirklich. Da grast der HSV die Umgebung schon nach Talenten ab. Abgesehen davon ist es mit dem Bau nicht getan, das muss ja auch unterhalten werden. Und wer soll das stemmen, wenn Holstein irgendwann nicht mehr 1./2. Liga spielt? Immerhin haben wir kein geschlossenes Ligasystem. Einige Ex-Bundesligisten sind inzwischen in der 5. Liga gelandet.
 
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Hahaha, geile Argumente: "Ist uns zu teuer, fick Dich, DFB!" Wieso sollten DFB und DFL ein Interesse daran haben, einen solchen Verein im Profifussball spielen zu lassen? Der Verein bringt dem deutschen Fussball genau was, also z.B. verglichen mit einem der normalen Traditionsvereine?

Kiel ist uebrigens ein ganz extremes Beispiel eines Vereins, der nur "lutscht". Ich hatte das an anderer Stelle hier im Forum schon mal zusammengefasst:


Und jetzt nochmal: Wieso sollte ein solcher Verein anstelle eines Vereins, der selber in Infrastruktur und Nachwuchs investiert, in der Buli spielen duerfen? Wieso darf so ein Verein einem anderen Verein, der dem deutschen Fussball etwas bringt, einen Platz wegnehmen?
 
Weil es bei den Vereinen halt nicht darum geht, dem deutschen Fußball was zu bringen. Und es ist halt nicht für jeden Verein sinnvoll.

Abgesehen davon wäre dann Deutschland ziemlich voll mit NLZ, wenn jeder angehende 1./2.Bundesligist erstmal ein eigenes hätte bauen müssen, bevor er überhaupt in eine der ersten beiden Ligen aufsteigen darf. Ich zähl hier mal nur die 1. Liga auf...

Berlin - 5 Vereine in der 1. Liga: Hertha, Union, Tasmania, Blau-Weiß 90, Tennis-Borussia

NRW fallen mir spontan erstmal 9 ein - Dortmund, Schalke, Gladbach, Köln, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Wattenscheid, Aachen

Hamburg, München, Stuttgart jeweils 2 Vereine.

Wie gesagt, nur 1. Liga. Wo sonst noch überall eins stehen müsste, kannste ja den ewigen Tabellen der 1. und 2. Ligen entnehmen. Und dann überlegen, wieviele Vereine davon die laufenden Kosten jetzt noch stemmen könnten - und wo jetzt überall Bauruinen übrig wären.

Am Ende zieht man so'n Ding hoch - und scheitert dann in den Relegationsspielen oder wird nur 4. Oder steigt gar aus der 3. Liga ab, weil die Baukosten das Budget soweit dezimieren, das für die Mannschaft nicht mehr genug übrig bleibt. Nach deiner Meinung soll das NLZ ja Bedingung für die Lizenz sein. Kannste locker 1-2 Jahre vor dem geplanten Aufstieg schon mal anfangen zu bauen.

Die 3. Liga wäre die reine Lachnummer. Und ich befeix mich dann, wenn der 1. von deinen armen Traditionsvereinen wg. fehlendem oder unzureichendem NLZ nicht aufsteigen darf.
 
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Weil es bei den Vereinen halt nicht darum geht, dem deutschen Fußball was zu bringen. Und es ist halt nicht für jeden Verein sinnvoll.

Abgesehen davon wäre dann Deutschland ziemlich voll mit NLZ, wenn jeder angehende 1./2.Bundesligist erstmal ein eigenes hätte bauen müssen, bevor er überhaupt in eine der ersten beiden Ligen aufsteigen darf. Ich zähl hier mal nur die 1. Liga auf...
[...]
Du bist echt schlecht informiert, Schroeder. Alle Vereine der 1. und 2. Liga muessen ein NLZ haben, sonst gibt es keine Lizenz. Ist womoeglich seit fast 20 Jahren so. Die Frage ist eben, wie gut das NLZ vor Ort dann ist bzw. mit welcher Ueberzeugung der entsprechende Verein die Sache angeht. Wenn, wie z.B. in Kiel, der Verein nicht einmal die Unterhaltskosten des Leiztungszentrums selber zahlt, dann kann man davon ausgehen, dass da auch sonst nur das absolute Minimum gemacht wird, um die Kriterien zu erfuellen. Und genau wegen solcher Vereine sollte man dann die Mindestanforderungen eher hoeher als tiefer ansetzen.

Hier gibt es eine (nahezu aktuelle) Liste der NLZ in Deutschland:

 
Zuletzt bearbeitet:
Weitere Neuigkeiten vom sympathischen Dorfverein: Field-Logen. Erst mal ein bisschen Gewaesch:

"[...] die SV Elversberg steht für Innovationen gepaart mit einer langfristigen Entwicklung, familiäre Nähe und den Mut, immer den nächsten Schritt zu gehen.
[...]
Über 500 Unternehmen und mehr als 1.500 VIP-Gäste nutzen aktuell die Heimspiele als Treffpunkt, um Fußball zu erleben, Beziehungen zu pflegen und neue Verbindungen zu knüpfen. [...]"


Hach, schoen. Ums Knuepfen und Pflegen von Geschaeftsverbindungen geht es schliesslich beim Fussball. Jetzt aber zur Sache:

"Einzigartig im deutschen Fußball — Field-Logen mit spielfeldnaher Perspektive

- Exklusive Logen an der Seitenlinie des Spielfeldes.
- Hochwertige BBQ-Pakete oder sonstige buchbare Cateringkonzepte in Kombination mit Stadion-Klassikern.

Saisonbuchung (17 Heimspiele)
Leistungen*:

Exklusive Nutzung der Field-Loge an allen 17 Heimspielen
12 Plätze pro Spiel (Zubuchung von bis zu 2 Flanier-Tickets** pro Loge möglich)
Hochwertiges BBQ-Catering oder sonst. saisonales/themenbezogenes/anlassbezogenes Catering (Auswahl aus 3 Paketen)
Getränke inklusive
Halbzeit-Snacks und Dessert
Spielfeldnahe Sitzplätze
Einzigartige Perspektive auf das Spiel
Recht zur individuellen Gestaltung der Loge
Logopräsenz: Nicht TV-relevante Platzierung von einer statischen Bande oberhalb der Unternehmensloge (Farben: Schwarz / Gold)
Logopräsenz-Paket inkl. Unternehmenslogo im Stadionmagazin, auf den LED-Screens im Business-Bereich und der offiziellen Webseite
Ein (1) reserviertes Parkticket pro 2 VIP-Dauerkarten im erweiterten Stadionumfeld der URSAPHARM-Arena
Einladung zu Business-Events der SV 07 Elversberg
Zugang zur SVE-Business App

Mindestbuchungsdauer: 3 Saisons
Preis:

79.200 Euro pro Saison (für die 1. Bundesliga)
72.000 Euro pro Saison (für die 2. Bundesliga)
"

Alles nachzulesen hier: VIP Nordtribüne - SV 07 Elversberg

Um das mal schnell durchzurechnen: 79.200 Euro / 17 Spiele = 4659 Euro/Spiel. 4659 Euro / 12 Plaetze = 388 Euro pro Platz.

Sympathischer Dorfverein eben!
 
Redest Du jetzt von den Vereinen oder den ausgelagerten Profifußballfirmen?
Von beiden, wenn du mit der Unterscheidung meinst, dass die Vereine neben den ausgelagerten Fußballfirmen auch Kinder- und Jugendfußball anbieten. Das wird ja nun auch nicht gemacht, um der Nationalmannschaft zu helfen, sondern um selber Spieler zu finden, die später für die ausgelagerten Fußballfirmen spielen.
 
Weitere Neuigkeiten vom sympathischen Dorfverein: Field-Logen. Erst mal ein bisschen Gewaesch:

"[...] die SV Elversberg steht für Innovationen gepaart mit einer langfristigen Entwicklung, familiäre Nähe und den Mut, immer den nächsten Schritt zu gehen.
[...]
Über 500 Unternehmen und mehr als 1.500 VIP-Gäste nutzen aktuell die Heimspiele als Treffpunkt, um Fußball zu erleben, Beziehungen zu pflegen und neue Verbindungen zu knüpfen. [...]"


Hach, schoen. Ums Knuepfen und Pflegen von Geschaeftsverbindungen geht es schliesslich beim Fussball. Jetzt aber zur Sache:

"Einzigartig im deutschen Fußball — Field-Logen mit spielfeldnaher Perspektive

- Exklusive Logen an der Seitenlinie des Spielfeldes.
- Hochwertige BBQ-Pakete oder sonstige buchbare Cateringkonzepte in Kombination mit Stadion-Klassikern.

Saisonbuchung (17 Heimspiele)
Leistungen*:

Exklusive Nutzung der Field-Loge an allen 17 Heimspielen
12 Plätze pro Spiel (Zubuchung von bis zu 2 Flanier-Tickets** pro Loge möglich)
Hochwertiges BBQ-Catering oder sonst. saisonales/themenbezogenes/anlassbezogenes Catering (Auswahl aus 3 Paketen)
Getränke inklusive
Halbzeit-Snacks und Dessert
Spielfeldnahe Sitzplätze
Einzigartige Perspektive auf das Spiel
Recht zur individuellen Gestaltung der Loge
Logopräsenz: Nicht TV-relevante Platzierung von einer statischen Bande oberhalb der Unternehmensloge (Farben: Schwarz / Gold)
Logopräsenz-Paket inkl. Unternehmenslogo im Stadionmagazin, auf den LED-Screens im Business-Bereich und der offiziellen Webseite
Ein (1) reserviertes Parkticket pro 2 VIP-Dauerkarten im erweiterten Stadionumfeld der URSAPHARM-Arena
Einladung zu Business-Events der SV 07 Elversberg
Zugang zur SVE-Business App

Mindestbuchungsdauer: 3 Saisons
Preis:

79.200 Euro pro Saison (für die 1. Bundesliga)
72.000 Euro pro Saison (für die 2. Bundesliga)
"

Alles nachzulesen hier: VIP Nordtribüne - SV 07 Elversberg

Um das mal schnell durchzurechnen: 79.200 Euro / 17 Spiele = 4659 Euro/Spiel. 4659 Euro / 12 Plaetze = 388 Euro pro Platz.

Sympathischer Dorfverein eben!
Na schau an, ein Bundesligist mit VIP-Logen! Und die kosten auch noch teuer Geld!

Hat es ja noch nie gegeben.

Was willst du eigentlich? Auf der einen Seite modernste Infrastruktur, auf der anderen aber keine VIP-Logen. Und auch die Eintrittspreise so dorfvereinsmäßig wohl höchstens auf Bezirksliganiveau. Und wehe, da werden Schulden gemacht, wie bei den Traditionsmannschaften eben auch. Oder der Präsi buttert da Geld rein. Das dürfen ebenfalls nur Traditionsklubs.

Ansonsten weiterhin die Frage, was du immer mit deinem "sympathischen Dorfverein" hast?

Ich wiederhole nochmal:
Elversberg ist mir nicht sympathisch! Und ob das ein Dorfklub ist, ist mir sch...egal! Ich muss einen Verein nicht mögen, um seine Leistung anzuerkennen. Woraus die besteht, hab ich hier hinlänglich beschrieben.

Wenn du das nicht kannst: Gut, dass du kein Lehrer geworden bist.
 
Du bist echt schlecht informiert, Schroeder. Alle Vereine der 1. und 2. Liga muessen ein NLZ haben, sonst gibt es keine Lizenz. Ist womoeglich seit fast 20 Jahren so. Die Frage ist eben, wie gut das NLZ vor Ort dann ist bzw. mit welcher Ueberzeugung der entsprechende Verein die Sache angeht. Wenn, wie z.B. in Kiel, der Verein nicht einmal die Unterhaltskosten des Leiztungszentrums selber zahlt, dann kann man davon ausgehen, dass da auch sonst nur das absolute Minimum gemacht wird, um die Kriterien zu erfuellen. Und genau wegen solcher Vereine sollte man dann die Mindestanforderungen eher hoeher als tiefer ansetzen.

Hier gibt es eine (nahezu aktuelle) Liste der NLZ in Deutschland:

Ja, hast Recht, ein NLZ müssen alle haben. Aber genau um die Größe und Qualität geht es eben, das ist nunmal ein Kostenfaktor. Was soll ein NLZ mit 5 Spielplätzen, wenn da am Ende 30 Jugendliche trainieren? Warum muss ein Klub aus einer 50.000-Seelen-Stadt gleiche Anforderungen erfüllen, wie ein anderer aus einer Stadt mit 2 Mio Einwohnern? Muss wirklich ein neuer hochmoderner Komplex hochgezogen werden, oder kann man evt. schon vorhandene leerstehende Gebäude nutzen?

Und vergiss mal bitte, dass Schalke oder der HSV sein NLZ betreibt, um dem deutschen Fußball zu helfen. Wenn da wirklich mal 'n Nationalspieler raus kommt, soll der bei Verkauf ordentlich Kohle einbringen.
 
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[...] Warum muss ein Klub aus einer 50.000-Seelen-Stadt gleiche Anforderungen erfüllen, wie ein anderer aus einer Stadt mit 2 Mio Einwohnern? [...]
Ganz einfach: Weil der Klub aus dem 50.000-Seelen-Stadt mit dem aus der 2 Mio-Stadt konkurrieren will, und das aus freien Stuecken. Niemand zwingt Elversberg, Profifussball oder gar Bundesliga zu spielen. Wieso sollte man an so einen Klub also geringere Anforderungen stellen und ihm so sogar einen Konkurrenzvorteil gegenueber dem Verein aus der 2 Mio-Stadt gewaehren?

Ach, und nur um das nochmal explizit zu sagen: Ein Verein wie Elversberg will in den Profifussball, um dort Geld abzugreifen, welches von Anderen (naemlich den Grossklubs) erwirtschaftet wird. Elversberg greift Fernsehgeld ab, welches durch das Interesse an anderen Klubs generiert wird. Ich finde schon seltsam, wieso gerade Fussballfans solch parasitaeres Verhalten verteidigenswert finden.
 
Von beiden, wenn du mit der Unterscheidung meinst, dass die Vereine neben den ausgelagerten Fußballfirmen auch Kinder- und Jugendfußball anbieten. Das wird ja nun auch nicht gemacht, um der Nationalmannschaft zu helfen, sondern um selber Spieler zu finden, die später für die ausgelagerten Fußballfirmen spielen.

Das ist eine recht unterkomplexe Betrachtung und enthält zudem Denkfehler. Es kann etwas einen Effekt haben auch wenn dieser nicht intendiert ist. Ein Verein mag gute Judendabend aus rein egoistischen Gründen machen, dies kommt aber trotzdem insgesamt dem Fußball zu Gute, da dadurch das Niveau insgesamt angehoben wird, andere Vereine ihre Jugendarbeit ebenfalls verstärken müssen - aus Konkurrenzdruck, was wiederum zur allgemeinen Niveauhebung beiträgt und die Anzahl an guten Spieler erhöht usw. usf.
 
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Ganz einfach: Weil der Klub aus dem 50.000-Seelen-Stadt mit dem aus der 2 Mio-Stadt konkurrieren will, und das aus freien Stuecken. Niemand zwingt Elversberg, Profifussball oder gar Bundesliga zu spielen. Wieso sollte man an so einen Klub also geringere Anforderungen stellen und ihm so sogar einen Konkurrenzvorteil gegenueber dem Verein aus der 2 Mio-Stadt gewaehren?

Ach, und nur um das nochmal explizit zu sagen: Ein Verein wie Elversberg will in den Profifussball, um dort Geld abzugreifen, welches von Anderen (naemlich den Grossklubs) erwirtschaftet wird. Elversberg greift Fernsehgeld ab, welches durch das Interesse an anderen Klubs generiert wird. Ich finde schon seltsam, wieso gerade Fussballfans solch parasitaeres Verhalten verteidigenswert finden.
Weil Anforderungen nunmal bedarfsgerecht sein sollten. Was soll Elversberg mit einem NLZ für - was weiß ich - 300 Nachwuchskicker, wenn am Ende da nur 100 trainieren? Das ist eben aus meiner Sicht kein Konkurrenzvorteil, sondern gleicht allenfalls den Standortnachteil aus. Im übrigen dürfte dann ja auch der Output kleiner ausfallen.

Gleiches gilt für die TV-Gelder. Wenn die Großklubs das unter sich aufteilen wollen, müssen sie ihre Vorteile (höhere Zuschauereinnahmen, bessere Werbeverträge, mehr Merchandising) gegenüber den kleineren Vereinen eben besser nutzen. Dann steigen die kleinen auch nicht auf. Oder da müsste soviel Geld reingepumpt werden, dass es durch die TV-Gelder nicht refinanzierbar ist.

Elversberg hat übrigens die Bestimmungen für die Verteilung der TV-Gelder nicht beschlossen.
 
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Um mal bei den Fernsehgeldern zu bleiben: Aus den unten verlinkten Quellen kann mich sich zusammensuchen, wieviel Fernsehgeld Schalke und Heidenheim in den letzten 3 Jahren insgesamt erhalten haben. Heidenheim bekam in den letzten 3 Jahren insgesamt 111 Mio, Schalke 51 Mio. Jetzt die Quizfrage: Glaubst Du, dass Heidenheim in diesen 3 Jahren tatsaechlich mehr Zuschauerinteresse generiert hat als Schalke?


Fuer die letzte Saison liefert uns ein Artikel der Sport-Bild (hab leider nichts besseres gefunden) die Antwort auf die Quizfrage:

"[...] Da aber nicht alle Teams zu dieser Anstoßzeit gegen die Quotengaranten Bayern und Dortmund antreten, werden diese für die „wahre Quotentabelle“ rausgerechnet. So bekommt man das klarste Bild, wer die meisten Fans hat. Hinter Bayern und dem BVB kommt hier der HSV mit 275.000 Zuschauern. Dahinter liegen Köln (265.000), Stuttgart (259.000) und Frankfurt (235.000). Die letzten Drei sind Heidenheim (113.000), Augsburg (109.000) und Hoffenheim (108.000).

Die niedrigste Zuschauerzahl gab es am 13. Spieltag bei Heidenheim gegen Freiburg auf Sky mit 20.000. Der Saisonrekord im Pay-TV wurde beim „Klassiker“ zwischen Dortmund und Bayern am 24. Spieltag mit 2,45 Millionen erzielt. [...]

In der 2. Liga ist der Quotenmeister in die Bundesliga aufgestiegen. Schalke 04 lag hier mit im Schnitt 405.000 Zuschauern bei Sky auf Platz eins. Das war mit Abstand der beste Wert. Dahinter folgen Hertha BSC (285.000), Nürnberg (243.000), Düsseldorf (230.000), Kaiserslautern (214.000) und Hannover (212.000). Hier sind die Konferenzzahlen proportional eingerechnet.

Das beste Einzelspiel auf Sky war Schalke gegen Düsseldorf, als am 32. Spieltag der Aufstieg klargemacht wurde, mit 592.000 TV-Zuschauern. Dieses lief parallel auch im Free-TV bei Nitro, wo noch einmal 1,15 Millionen einschalteten. RTL und Nitro übertrugen insgesamt 33 Top-Spiele am Samstagabend: elf bei RTL mit im Schnitt 1,22 Millionen Zusehern und 22 bei Nitro mit 556.000. Den Top-Wert für RTL erzielte Kaiserslautern gegen Schalke mit 1,73 Millionen."



Wieso ist es doch gleich verteidigenswert, dass Heidenheim in der ersten Liga doppelt soviel Geld vom Fernsehen bekam wie Schalke in der 2.Liga, wenn es doch viel weniger Fernsehinteresse generierte?

Noch zum weiteren Vergleich: Heidenheim wies im Geschaeftsjahr 2024 einen Gesamtumsatz von 87,9 Mio Euro auf. Fernsehgelder in Hoehe von 35 Mio machen dort also gleich mal 40% des Gesamtumsatzes aus. 40%! (Bei Schalke machten die TV-Gelder etwa 25% des Umsatzes aus.) So sehr finanzieren sich solche Vereine nur ueber das von Anderen, naemlich den Gross-/Traditionsklubs, generierte Fernsehgeld.
 
Weil TV-Gelder halt nach sportlicher Leistung gezahlt werden. Hätten Schalke und die anderen Großklubs ihren Standortvorteil gegenüber Heidenheim besser genutzt, würde sich die Frage gar nicht stellen, dann wären die nämlich statt Heidenheim in der 1. Liga (inzwischen hat Schalke das ja korrigiert bekommen).

Viele Fans zu haben ist ja nun eher vom Standort und von der Historie abhängig und keine Leistung des jetzigen Vereins, die man honorieren müsste.

Vielleicht sollten sich Schalke und Co lieber an die eigene Nase fassen und sich fragen, wie Vereine die vor ein paar Jahren noch viel weniger TV-Gelder, Sponsoreneinnahmen, Zuschauereinnahmen etc. kassiert haben einen sportlich so abhängen konnten. Wäre sinnvoller als mit dem Finger auf die zu zeigen, die trotz dieser Nachteile einen dann sportlich überholt haben. Und nein, 2 Jahre Corona sollten da nicht ausreichen als Entschuldigung, denn trotzdem hatte man ja auf anderen Gebieten teils deutliche Mehreinnahmen.
 
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