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Fuer einen Teil der Zuschauereinnahmen. Das Weglassen der wichtigen Einschraenkung macht einen Unterschied aus.Und was habe ich anderes geschrieben? 85 Millionen für Zuschauereinnahmen der kommenden 24 Jahre. Von 60.000 pro Spiel find ich bei mir nix.
Richtig, die Infrastruktur muss zuerst kommen. Einen aufstiegs- und letztendlich bundesligatauglichen Kader kann sich naemlich jeder Milliardaer zusammenkaufen. Ist ganz einfach, wenn man das passende Kleingeld hat.Es geht um "sportlich auf Augenhöhe!"
Was erwartest du denn? Soll ein Verein erstmal ein teures NLZ bauen und dann in die Profiligen aufsteigen? [...]
Ja, könnten sie. Ist aber nicht das gleiche. Die aus meiner Sicht bessere Arbeit in Elversberg gegenüber den anderen Zweitligisten liegt ja für mich darin, dass sie mit ungefähr gleichem finanziellen Aufwand wie die Konkurrenz den Aufstieg geschafft haben. Hätte da einer soviel Geld wie jetzt VW in Wolfsburg reingepumpt, wäre die Bewertung logischerweise negativer ausgefallen. Wie jetzt schon x-mal geschrieben bedeutet gute Arbeit für mich ein positives Verhältnis von Aufwand zum Ertrag. Um einen Vergleich zur Wirtschaft zu ziehen: Wenn jemand mit 3 Mio Einsatz 1 Mio Gewinn erwirtschaftet, ist das höher zu bewerten, als wenn er dafür 300 Mio braucht.1. Richtig, die Infrastruktur muss zuerst kommen. Einen aufstiegs- und letztendlich bundesligatauglichen Kader kann sich naemlich jeder Milliardaer zusammenkaufen. Ist ganz einfach, wenn man das passende Kleingeld hat.
Familie Quandt oder die Aldi-Albrechts koennten das von heute auf morgen. Wenn die Albrechts wollen, dann spielt die SpVg Schonnebeck (der Aldi-Gruender hat 1913 in Essen-Schonnebeck seinen ersten Tante-Emma-Laden eroeffnet) in spaetestens 10 Jahren in der Buli, ohne dass da da irgendjemand gute Arbeit leisten muss. Die koennten naemlich einfach so lange neue Spieler kaufen und Minus machen, bis sie mit dem Verein da sind, wo sie hin wollen.
2. Fußballvereine sind heutzutage Wirtschaftsunternehmen. Da macht bis auf vielleicht wenige Ausnahmen keiner was, um dem deutschen Fußball zu nützen.2. Wenn sich aber jemand Erfolg erkaufen will, dann sollte dabei wenigstens ein Nutzen fuer den deutschen Fussball abfallen, naemlich in Form von Infrastruktur.
Deshalb muss man sie dazu zwingen. Mindestanforderungen an z.B. Stadien und Nachwuchsfoerderung stellen DFL und DFB ja nicht aus Spass. Die Anforderungen sind halt nur nicht hoch genug bzw. DFL und DFB sind viel zu sehr bereit, Ausnahmen zu machen. Holstein Kiel beispielsweise spielt seit 2017 mit einer Ausnahmegenehmigung in einem zweit- und erstligauntauglichen Stadion und tut das auch naechste Saison. Das sind dann 10 Jahre Ausnahmegenehmigung! Was soll sowas?[...]
2. Fußballvereine sind heutzutage Wirtschaftsunternehmen. Da macht bis auf vielleicht wenige Ausnahmen keiner was, um dem deutschen Fußball zu nützen.
Weil es bei den Vereinen halt nicht darum geht, dem deutschen Fußball was zu bringen. Und es ist halt nicht für jeden Verein sinnvoll.
Du bist echt schlecht informiert, Schroeder. Alle Vereine der 1. und 2. Liga muessen ein NLZ haben, sonst gibt es keine Lizenz. Ist womoeglich seit fast 20 Jahren so. Die Frage ist eben, wie gut das NLZ vor Ort dann ist bzw. mit welcher Ueberzeugung der entsprechende Verein die Sache angeht. Wenn, wie z.B. in Kiel, der Verein nicht einmal die Unterhaltskosten des Leiztungszentrums selber zahlt, dann kann man davon ausgehen, dass da auch sonst nur das absolute Minimum gemacht wird, um die Kriterien zu erfuellen. Und genau wegen solcher Vereine sollte man dann die Mindestanforderungen eher hoeher als tiefer ansetzen.Weil es bei den Vereinen halt nicht darum geht, dem deutschen Fußball was zu bringen. Und es ist halt nicht für jeden Verein sinnvoll.
Abgesehen davon wäre dann Deutschland ziemlich voll mit NLZ, wenn jeder angehende 1./2.Bundesligist erstmal ein eigenes hätte bauen müssen, bevor er überhaupt in eine der ersten beiden Ligen aufsteigen darf. Ich zähl hier mal nur die 1. Liga auf...
[...]
Von beiden, wenn du mit der Unterscheidung meinst, dass die Vereine neben den ausgelagerten Fußballfirmen auch Kinder- und Jugendfußball anbieten. Das wird ja nun auch nicht gemacht, um der Nationalmannschaft zu helfen, sondern um selber Spieler zu finden, die später für die ausgelagerten Fußballfirmen spielen.Redest Du jetzt von den Vereinen oder den ausgelagerten Profifußballfirmen?
Na schau an, ein Bundesligist mit VIP-Logen! Und die kosten auch noch teuer Geld!Weitere Neuigkeiten vom sympathischen Dorfverein: Field-Logen. Erst mal ein bisschen Gewaesch:
"[...] die SV Elversberg steht für Innovationen gepaart mit einer langfristigen Entwicklung, familiäre Nähe und den Mut, immer den nächsten Schritt zu gehen.
[...]
Über 500 Unternehmen und mehr als 1.500 VIP-Gäste nutzen aktuell die Heimspiele als Treffpunkt, um Fußball zu erleben, Beziehungen zu pflegen und neue Verbindungen zu knüpfen. [...]"
Hach, schoen. Ums Knuepfen und Pflegen von Geschaeftsverbindungen geht es schliesslich beim Fussball. Jetzt aber zur Sache:
"Einzigartig im deutschen Fußball — Field-Logen mit spielfeldnaher Perspektive
- Exklusive Logen an der Seitenlinie des Spielfeldes.
- Hochwertige BBQ-Pakete oder sonstige buchbare Cateringkonzepte in Kombination mit Stadion-Klassikern.
Saisonbuchung (17 Heimspiele)
Leistungen*:
Exklusive Nutzung der Field-Loge an allen 17 Heimspielen
12 Plätze pro Spiel (Zubuchung von bis zu 2 Flanier-Tickets** pro Loge möglich)
Hochwertiges BBQ-Catering oder sonst. saisonales/themenbezogenes/anlassbezogenes Catering (Auswahl aus 3 Paketen)
Getränke inklusive
Halbzeit-Snacks und Dessert
Spielfeldnahe Sitzplätze
Einzigartige Perspektive auf das Spiel
Recht zur individuellen Gestaltung der Loge
Logopräsenz: Nicht TV-relevante Platzierung von einer statischen Bande oberhalb der Unternehmensloge (Farben: Schwarz / Gold)
Logopräsenz-Paket inkl. Unternehmenslogo im Stadionmagazin, auf den LED-Screens im Business-Bereich und der offiziellen Webseite
Ein (1) reserviertes Parkticket pro 2 VIP-Dauerkarten im erweiterten Stadionumfeld der URSAPHARM-Arena
Einladung zu Business-Events der SV 07 Elversberg
Zugang zur SVE-Business App
Mindestbuchungsdauer: 3 Saisons
Preis:
79.200 Euro pro Saison (für die 1. Bundesliga)
72.000 Euro pro Saison (für die 2. Bundesliga)
"
Alles nachzulesen hier: VIP Nordtribüne - SV 07 Elversberg
Um das mal schnell durchzurechnen: 79.200 Euro / 17 Spiele = 4659 Euro/Spiel. 4659 Euro / 12 Plaetze = 388 Euro pro Platz.
Sympathischer Dorfverein eben!
Ja, hast Recht, ein NLZ müssen alle haben. Aber genau um die Größe und Qualität geht es eben, das ist nunmal ein Kostenfaktor. Was soll ein NLZ mit 5 Spielplätzen, wenn da am Ende 30 Jugendliche trainieren? Warum muss ein Klub aus einer 50.000-Seelen-Stadt gleiche Anforderungen erfüllen, wie ein anderer aus einer Stadt mit 2 Mio Einwohnern? Muss wirklich ein neuer hochmoderner Komplex hochgezogen werden, oder kann man evt. schon vorhandene leerstehende Gebäude nutzen?Du bist echt schlecht informiert, Schroeder. Alle Vereine der 1. und 2. Liga muessen ein NLZ haben, sonst gibt es keine Lizenz. Ist womoeglich seit fast 20 Jahren so. Die Frage ist eben, wie gut das NLZ vor Ort dann ist bzw. mit welcher Ueberzeugung der entsprechende Verein die Sache angeht. Wenn, wie z.B. in Kiel, der Verein nicht einmal die Unterhaltskosten des Leiztungszentrums selber zahlt, dann kann man davon ausgehen, dass da auch sonst nur das absolute Minimum gemacht wird, um die Kriterien zu erfuellen. Und genau wegen solcher Vereine sollte man dann die Mindestanforderungen eher hoeher als tiefer ansetzen.
Hier gibt es eine (nahezu aktuelle) Liste der NLZ in Deutschland:
Liste der Nachwuchsleistungszentren – Wikipedia
de.wikipedia.org
Ganz einfach: Weil der Klub aus dem 50.000-Seelen-Stadt mit dem aus der 2 Mio-Stadt konkurrieren will, und das aus freien Stuecken. Niemand zwingt Elversberg, Profifussball oder gar Bundesliga zu spielen. Wieso sollte man an so einen Klub also geringere Anforderungen stellen und ihm so sogar einen Konkurrenzvorteil gegenueber dem Verein aus der 2 Mio-Stadt gewaehren?[...] Warum muss ein Klub aus einer 50.000-Seelen-Stadt gleiche Anforderungen erfüllen, wie ein anderer aus einer Stadt mit 2 Mio Einwohnern? [...]
Von beiden, wenn du mit der Unterscheidung meinst, dass die Vereine neben den ausgelagerten Fußballfirmen auch Kinder- und Jugendfußball anbieten. Das wird ja nun auch nicht gemacht, um der Nationalmannschaft zu helfen, sondern um selber Spieler zu finden, die später für die ausgelagerten Fußballfirmen spielen.
Weil Anforderungen nunmal bedarfsgerecht sein sollten. Was soll Elversberg mit einem NLZ für - was weiß ich - 300 Nachwuchskicker, wenn am Ende da nur 100 trainieren? Das ist eben aus meiner Sicht kein Konkurrenzvorteil, sondern gleicht allenfalls den Standortnachteil aus. Im übrigen dürfte dann ja auch der Output kleiner ausfallen.Ganz einfach: Weil der Klub aus dem 50.000-Seelen-Stadt mit dem aus der 2 Mio-Stadt konkurrieren will, und das aus freien Stuecken. Niemand zwingt Elversberg, Profifussball oder gar Bundesliga zu spielen. Wieso sollte man an so einen Klub also geringere Anforderungen stellen und ihm so sogar einen Konkurrenzvorteil gegenueber dem Verein aus der 2 Mio-Stadt gewaehren?
Ach, und nur um das nochmal explizit zu sagen: Ein Verein wie Elversberg will in den Profifussball, um dort Geld abzugreifen, welches von Anderen (naemlich den Grossklubs) erwirtschaftet wird. Elversberg greift Fernsehgeld ab, welches durch das Interesse an anderen Klubs generiert wird. Ich finde schon seltsam, wieso gerade Fussballfans solch parasitaeres Verhalten verteidigenswert finden.
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