Gestern Abend stand endlich, und man mag es als Delmenhorster immer noch nicht wirklich glauben das erste Flutlichtspiel in Delmenhorst statt. Und zum Nachholspiel vom 9. Spieltag gegen den TuS Bersenbrück kamen sie ins Stadion. Fans, Verantwortliche sowie Politik waren vor Ort um in der Halbzeitpause gemeinsam das Licht zu entzünden.
Die Voraussetzungen waren optimal, die Tribüne hat sich schnell gefüllt, zudem wurde ein weiterer Bierstand bereit gestellt. Endlich bekamen die Fans auch wieder den zutritt zur Gegenüberliegenden Seite. Die Atlasfans gaben so richtig Gas und feuerten ihre Mannschaft durchgehend an. Trainer Riebau schickte eine Identische Mannschaft auf dem Platz wie zur Partie zuvor, lediglich auf 2 Positionen veränderte er etwas. Die erste Halbzeit verlief zunächst anders als gewohnt, spielten sie sonst von links nach rechts verlief es nun anders herum. Dies tat dem Tatendrang aber keinen Abbruch. Atlas dominierte von Beginn an das Spiel, die beste Abwehr der Liga stand auch gestern wieder kompakt und ließ nicht viel anbrennen. Der Torwart hatte eine recht ruhige erste Halbzeit, die Bersenbrücker spielten zu harmlos und Schobert #1 bekam es nur mit Rückpässen aus seiner Abwehr zu tun. Die Anwesenden sahen eine Halbzeit wie sie besser nicht sein könnte, das 4-3-3 das Aufgeboten wurde funktionierte bestens, Sanchez Romero #4 zeigte erneut eine ansprechende Leistung und ist in der Abwehr nicht mehr weg zu denken. Er spielte unauffällig effizient und war zur Stelle wenn der Gegner etwas versuchte. Mit einsetzen der Dunkelheit, etwa ab der 40. Minuten kam Atlas ins Schwimmen. Innerhalb weniger Minuten hatte der TuS Bersenbrück zwei 100%ige Chancen. Nach einem Rückpass fasste sich Sanneh ein Herz und lief vom Mittelkreis auf das Tor zu. Im Abschluss war er zu harmlos und schoss Schobert an der somit die Null hielt, dies wurde von den Fans lautstark gefeiert. Die Gefahr war aber nicht gebannt, kurz darauf bekamen sie die nächste Chance, Schobert #1 wurde gelupft, war geschlagen und Sanchez Romero #4 kratzte den Ball in letzter Sekunde von der Linie. Dies war die Phase in der die Dunkelheit einsetzte. Atlas raffte sich wieder auf und stürmte auf das Gegnerische Tor und Siech #30 gab die passende Antwort indem er das 1:0 schoss mit dem es in die Pause ging.
In der Halbzeitpause fand der offizielle Part zur Flutlichteinweihung statt. Wie erwähnt, es kamen Vereinsverantwortliche sowie Politiker zur Wort die etwas aus der Mottenkiste heraus holten.
Die zweite Halbzeit begann auf beiden Seiten personell unverändert und erstmals war in einem Delmenhorster Stadion ein Flutlicht in Betrieb. Atlas blieb das aktivere Team und Bersenbrück kam nicht aus ihrer Defensive heraus. Mit der ersten Chance in Halbzeit zwei erzielte Rohwedder das 2:0, gleichzeitig sein 9. Saisontor und sorgte für klare Verhältnisse. Das machte dann Planungen der Gäste zunichte. Mit der beruhigenden 2:0 Führung und der Tribüne ging es weiter voran, jeder einzelne Spieler ergänzte sich zu einem und wusste was er zu tun hatte. Auf der rechten Seite lieferte Stefandl #32 eine dominierende Partie ab und war zudem gewohnt lauffreudig. Im Sturm hatte Diop #16 einen schwächeren Tag erwischt und hatte nur wenige Gefährliche Situationen auf seiner Position, er wurde gegen Fagerström #9 ausgewechselt der von der Spielweise agiler ist. An dieser Stelle muss ich sagen das mir in Halbzeit zwei kein Bersenbrücker aufgefallen ist den ich hervorheben kann, so dominant spulte Atlas das Spiel herunter. Abgesehen davon das sie tief in die eigene Hälfte gedrängt wurden gibt es nichts zu erwähnen. Vereinzelt schafften sie es über die Mittellinie, weiter als zum Strafraum ließ Atlas aber nicht zu. Den sogenannten "Heimfluch" hatte Atlas mittlerweile abgelegt und zuletzt kein Spiel mehr verloren, in den letzten Spielen gelang den Gegnern kein Gegentor mehr, das bekamen die Bersenbrücker auch in der kürzlich stattfinden Rückrundenpartie zu spüren. nach etwa einer Stunde fand der nächste Spielerwechsel statt, Trainer Riebau tauschte in der Abwehr Berling #18 für Siech #30 der eine gute Partie in der Abwehr lieferte. Wenig später hatte Stefandl #32 genug Kilometer auf seinem Tacho und wurde ausgewechselt, für ihn kam Urban #22 der sich nahtlos einfügte. Im Gegenzug wechselten die Gäste aus, James sorgte für frischen Wind und Winter verließ den Platz. Dieser verpuffte aber schnell. Für die Bersenbrücker war dieser 9. Spieltag ein mehr als gebrauchter Tag so konsequent verfolgte n die Delmenhorster ihren Plan. Hinzu kam noch ihre Spielphilosophie der Bersenbrück nichts entgegen zu setzen hatte, Schoberts #1 einzige Aufgabe bestand mittlerweile daraus seine Männer lautstark vor ihm zu ordnen, gepaart mit einigen Ausflügen an die Mittellinie für die er berühmt, berüchtigt ist. In der Schlussphase kam neues Spielermaterial auf den Platz. Zunächst für die Gäste, Schmidt und Manneh gingen, für sie kamen Traore und Ebeling. Auf der anderen Seite kam Temin #5 zu einigen Minuten, Widiker verließ den Platz. Dieser wechselt zahlte sich für Atlas aus, Joker Fagerström #9 erzielte das allesentscheidende 3:0, für ihn ebenfalls das 9. Saisontor. Nach langer Verletzungspause kam Winterneuzugang David #33 zu seinen ersten Spielminuten, die Partie war ohnehin gelaufen und alle im die im Stadion waren schienen zufrieden. Unter den 1.450 Zuschauern war kein Gästefan auszumachen. Nachdem es 5 Minuten oben drauf gab, sagte ich zu meinem Nebenmann "Das reicht für 2 Tore". Das kam auch fast hin denn David #33 zeigte mit dem 4:0 weshalb er verpflichtet wurde. Dabei blieb es dann auch.
Mein Fazit: Atlas zeigte eine nahezu perfekte Partie und ist voll auf Meisterschaftskurs. Direkter Verfolger ist der Heeslinger SC der den Relegationsplatz inne hat, die Hildesheimer könnten noch eine kleine Rolle spielen die einige Nachholspiele haben. Atlas wirkt nach 5 Siegen in Serie und 14:0 Toren so gestärkt das nicht mehr viel passieren kann.
Tore
1:0 Siech #30 45. Minute
2:0 Rohwedder #28 47. Minute
3:0 Fagerström #9 86. Minute
4:0 David #33 90. + 3. Minute
Ein-/Auswechselungen
Fagerström #9 für Diop #16 53. Minute
Berling #18 für Siech #30 63. Minute
Urban #22 für Stefandl #32 67. Minute
Temin #5 für Eidiker #19 81. Minute
David #33 für Rohwedder #28 87. Minute
Zuschauer ca 1.450
