Schiedsrichter und VAR

3. Liga, kein VAR


2024/25 über 20 Prozent mehr Fehlentscheidungen in der 3. Liga

Was auffällt. Im letzten Jahr hat die Quote der Fehler um über 20 Prozent zugenommen. Auch in der laufenden Saison ist man schon wieder bei weit über 40 Fehlentscheidungen, wobei der achte Spieltag nicht einmal ausgewertet ist. Zwei Fehler kommen auf jeden Fall hinzu.

Denn die schon fast unverschämte Schwalbe von Mannheims Sascha Voelcke gegen RWE und der Platzverweis von Essens Klaus Gjasula in Mannheim werden sicher auch als Fehlentscheidung von Rafati beurteilt.

Sie haben in Mannheim nichts am Ausgang geändert, sie verstärken aber den Eindruck, dass die 3. Liga ein Schiedsrichterproblem hat. Man darf gespannt sein, wie der DFB sich dazu äußert, wenn die nächste Bilanz ansteht.
Deckt sich auch mit meinen Vermutungen, das die Schiedsrichter ohne VAR immer mehr Fehler machen
 
3. Liga, kein VAR



Deckt sich auch mit meinen Vermutungen, das die Schiedsrichter ohne VAR immer mehr Fehler machen

Weil der VAR die Feldschiedsrichter immer schlechter macht: Der VAR nimmt ihnen ja einen Teil der Arbeit ab, da braucht man nicht mehr so genau und richtig pfeiffen können, kann ja nix passieren, denn der VAR wird's schon richten. An diesen Effekt hat vor und bei Einführung des VAR niemand gedacht. Und nun ist das Kind in den Brunnen gefallen und keiner mag es da wieder rausholen.
 
Aha, der Herr Rafati entscheidet jetzt also darüber was eine Fehlentscheidung ist und was nicht? Und das wird dann als unbestechliche Datengrundlage genommen. Interesssant.
 
3. Liga, kein VAR



Deckt sich auch mit meinen Vermutungen, das die Schiedsrichter ohne VAR immer mehr Fehler machen

Dem stimme ich zu. Ich behaupte ebenfalls, dass es in der 3. Liga ohne VAR mehr Fehlentscheidungen gibt, als mit VAR in den oberen Ligen.
Kann man natürlich auch als die gute und alte Tatsachenentscheidung abtun. Wenn der VAR Fehler macht, ist das natürlich um so dramatischer.
 

"Ich habe es nur auf der Bank gesehen und ich weiß nicht - die Handregel ist ja eh ein bisschen kompliziert -, aber wenn der Arm so weit abgestreckt ist und so weit in der Luft steht, könnte man schon Elfmeter pfeifen, glaube ich", führte Newcastles Torschütze aus - und wurde im Anschluss noch deutlicher: "Also ich wüsste ehrlicherweise nicht, wo es klarer ist, einen Elfmeter zu pfeifen."

Dem VAR war es aber egal. Kein Hand! :LOL:
 
Werfe ich einfach mal kommentarlos hier rein.

 
Werfe ich einfach mal kommentarlos hier rein.

Ja, auch die gestrigen Pokalspiele haben gezeigt, ohne VAR geht es nicht mehr. Da ist Zuviel Kohle im Spiel als das es durch einen falschen Elferpfiff oder einem gegebenen Abseitstor einfach so mit "kann halt passieren" relativiert werden kann
 
Urs Meier erklärt es uns

Meier fordert im Interview mit RTL/ntv und sport.de den DFB dazu auf, seine Unparteiischen endlich zu Profis zu machen. "Die Schiedsrichter tun schon viel - beruflich, Familie, nebenbei. Die Zitrone ist ausgepresst. Der Saft muss von außen kommen - durch Entlastung", sagt der Schweizer: "Es gibt keine professionellen Strukturen, keine echten Profi-Schiedsrichter in Deutschland. Das wäre längst überfällig." Aktuell haben die Schiedsrichter einen Hauptberuf und pfeifen quasi im Nebenjob.

Der Schweizer nimmt auch die Profiklubs in die Pflicht, diesen Prozess voranzutreiben: "Die Bundesligavereine müssten mehr Druck auf den DFB ausüben. Die 19. Mannschaft - das müssten die Schiedsrichter sein. Punkt. Aber das sind sie nicht. Deshalb reden wir jedes Jahr über dieselben Versäumnisse, dieselben Probleme."

Meier sieht auch darin einen Grund, dass die Unparteiischen nicht mehr zu den besten Europas und der Welt zählen würden. "International gehören die deutschen Schiedsrichter nicht zu den Top drei Nationen. Das sollte zu denken geben", so der 66-Jährige: "Eigentlich müssten sie Top eins oder zwei sein. Das müsste der Anspruch sein - sind sie aber nicht." Wichtige internationale Spiele würden von anderen gepfiffen: "Bei den letzten zwei Weltmeisterschaften, wo Deutschland früh ausgeschieden ist, hätten deutsche Schiedsrichter im Viertel-, Halb- oder Finale stehen müssen. Waren sie nicht."

Dabei ist in Meiers Augen "die Bundesliga für mich eine der besten Ligen der Welt - Top drei" und "Deutschland hat die größte Anzahl an Schiedsrichtern. England, Italien, Spanien haben weniger. Also müsste auch die größte Qualität herauskommen." Stattdessen aber nehme er Stagnation wahr, während die Unparteiischen anderer Nationen sich weiterentwickelten und die Deutschen überholten. "Manche sind fünf, zehn Jahre in der Bundesliga, haben immer noch die gleiche Körpersprache, die gleichen falschen Laufwege."

Neben der Einführung des Profiwesens empfiehlt Meier weitere Maßnahmen, die der DFB ergreifen sollte, um die Schiedsrichter besser zu machen. Er würde "den Schiedsrichtern mehr Mut geben, mehr Eigenverantwortung. Sie sollen Entscheidungen treffen. […] Die wurden durch den VAR entwertet. […] Alles wurde zum VAR verlagert, der diese Situationen nicht abdecken kann. […] Fouls, Karten, Spielgefühl, Chemie im Spiel: Das muss der Schiedsrichter übernehmen." Der Videoassistent müsse viel mehr "ein Fangnetz für klare Fehlentscheidungen" sein: "Den Rest soll der Schiedsrichter entscheiden, weil er mehr Informationen hat. "

Insgesamt müssten die Unparteiischen "mehr Fußballverständnis tanken", wie Meier es formuliert: "Sie müssen in Körpersprache und Stellungsspiel geschult werden. Auch der Umgang mit Spielern ist entscheidend - Kommunikation, Präsenz. Das bringt drei, vier, fünf Prozent Verbesserung." Dazu müssten auch ehemalige Fußballprofis in die Aus- und Weiterbildung einbezogen werden. Warum, veranschaulicht Meier mit einem Vergleich: "Wer nie auf dem Mount Everest war, kann nicht erklären, wie es sich dort anfühlt. Deshalb: Holt ehemalige Profifußballer dazu. Sie können erklären, was im Kopf eines Spielers passiert."

Viele gute Ideen, die der Urs da ins Spiel bringt. Allerdings muss man diese Umsetzung(en) auch wollen und das sehe ich beim DFB nicht
Da wird man sich am Donnerstag hinsetzten, sich ärgern das es soviel Trouble über falsche Entscheidungen gab, sich einschwören auf "das darf nicht nochmal passieren", 6 Flaschen Rotwein leeren, sich über das ungebührende Verhalten etlicher Spieler, Trainer und Verantwortlicher echauffieren um sich anschließend selbst zu feiern wie geil man doch ist
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Thema, dass man im Profifußball auch Profischiedsrichter einsetzen sollte, hatten wir schon einige Male hier im Forum, besser in seinem Vorgänger, und da war recht oft der Einwand zu lesen: "Die bekommen sowieso schon eine fürstliche Vergütung."
 
Das Thema, dass man im Profifußball auch Profischiedsrichter einsetzen sollte, hatten wir schon einige Male hier im Forum, besser in seinem Vorgänger, und da war recht oft der Einwand zu lesen: "Die bekommen sowieso schon eine fürstliche Vergütung."
Wobei die Vergütung an sich weniger mit der Leistung zu tun hat, eigentlich in dem Zusammenhang völlig irrelevant ist. Im Verhältnis zu dem was die Kicker auf dem Platz da "verdienen" max. ein Pausenbrot.
Ein Profi-Schiedsrichter muss sich um nichts anderes mehr nen Kopp machen, kann sich voll darauf fokussieren. Ob er dadurch auch besser wird kann ich nicht beurteilen, einen Versuch wäre es aber wert. Denn so Unrecht hat Urs Meier mit seiner Kritik nicht. Man darf aber auch nicht außer Acht lassen dass das Spiel an sich immer schneller, immer athletischer wird. Da müssen sich auch die Schiedsrichter drauf einstellen und, vor allem, auch mithalten können. Wenn ich teilweise sehe wo der Linienrichter steht und wo der Spieler steht der gerade den Ball zugespielt bekommt; wie soll da noch ein Abseits erkannt werden? Klar, jetzt bügelt das im Zweifel der VAR aus; gestern aber nicht

Ob es durch die Einführung vom Profi-Schiedsrichter besser wird? Wie gesagt, einen Versuch wäre es wert
 
Zuletzt bearbeitet:
Wobei die Vergütung an sich weniger mit der Leistung zu tun hat, eigentlich in dem Zusammenhang völlig irrelevant ist. Im Verhältnis zu dem was die Kicker auf dem Platz da "verdienen" max. ein Pausenbrot.
Ein Profi-Schiedsrichter muss sich um nichts anderes mehr nen Kopp machen, kann sich voll darauf fokussieren. Ob er dadurch auch besser wird kann ich nicht beurteilen, einen Versuch wäre es aber wert. Denn so Unrecht hat Urs Meier mit seiner Kritik nicht. Man darf aber auch nicht außer Acht lassen dass das Spiel an sich immer schneller, immer athletischer wird. Da müssen sich auch die Schiedsrichter drauf einstellen und, vor allem, auch mithalten können. Wenn ich teilweise sehe wo der Linienrichter steht und wo der Spieler steht der gerade den Ball zugespielt bekommt; wie soll da noch ein Abseits erkannt werden? Klar, jetzt bügelt das im Zweifel der VAR aus; gestern aber nicht

Ob es durch die Einführung vom Profi-Schiedsrichter besser wird? Wie gesagt, einen Versuch wäre es wert
Und im Vergleich zu einer Krankenschwester, die bei einer "Fehlentscheidung" nicht etwa einen falschen Elfmeter sondern evt. ein Menschenleben auf dem Gewissen und ggf. ein Gerichtsverfahren am Hals hat, ist es absurd viel. Welcher normale Arbeitnehmer hat schon eine Grundgehaltsgarantie von 70 bis 90 Tausend im Jahr? Selbst Vollzeit kommen viele nicht mal auf die Hälfte.

Es muss sich doch jeder Busfahrer verhöhnt vorkommen, wenn der Urs Meier behauptet, er und seine Kollegen würden mit 150.000 bis 200.000 € Jahresverdienst im "Nebenjob" noch einen Hauptjob brauchen, weil sie sonst ihre Familien nicht ernähren können.

Profischiedsrichter? Ja, gerne. Professionelles Verhalten sollte bei dem Gehalt aber schon mit drin sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und im Vergleich zu einer Krankenschwester, die bei einer "Fehlentscheidung" nicht etwa einen falschen Elfmeter sondern evt. ein Menschenleben auf dem Gewissen und ggf. ein Gerichtsverfahren am Hals hat, ist es absurd viel. Welcher normale Arbeitnehmer hat schon eine Grundgehaltsgarantie von 70 bis 90 Tausend im Jahr? Selbst Vollzeit kommen viele nicht mal auf die Hälfte.

Es muss sich doch jeder Busfahrer verhöhnt vorkommen, wenn der Urs Meier behauptet, er und seine Kollegen würden mit 150.000 bis 200.000 € Jahresverdienst im "Nebenjob" noch einen Hauptjob brauchen, weil sie sonst ihre Familien nicht ernähren können.

Profischiedsrichter? Ja, gerne. Professionelles Verhalten sollte bei dem Gehalt aber schon mit drin sein.



Im MIttel verdienen Krankenschwestern 52.000 E in Jahr.
 

Im MIttel verdienen Krankenschwestern 52.000 E in Jahr.
Ja. Mit Nachtzuschlägen, Schichtarbeit, Bereitschaft etc. Ein Schiedsrichter hat das + 25.000 bis 30.000 als Grundvergütung, ohne auch nur 1 Spiel gepfiffen zu haben.
 
Ja. Mit Nachtzuschlägen, Schichtarbeit, Bereitschaft etc. Ein Schiedsrichter hat das + 25.000 bis 30.000 als Grundvergütung, ohne auch nur 1 Spiel gepfiffen zu haben.

Welcher Schiedsrichter pfeifft denn kein Spiel?

Diese Krankenschwesternnummer als Vergleichsgröße für Verdienste im Sport ist der größte Mumpitz. Und Schuld daran ist Marco Bode...
 
Welcher Schiedsrichter pfeifft denn kein Spiel?
Wenn der verletzt ist, kann er nicht pfeifen.
Die Krankenschwester bekommt nach 6 Wochen 70 % vom Brutto Krankengeld. Das Grundgehalt vom Schiri läuft ungekürzt weiter.

Es geht ja auch nicht darum, denen ihre Vergütung zu neiden, sondern um die Behauptung vom Urs, sie wären praktisch gezwungen, noch einen Hauptjob auszuüben und könnten deswegen mit dem Gehalt keine Profi-Schiedsrichter sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn der verletzt ist, kann er nicht pfeifen.

Welcher Schiedsrichter hat sich denn so stark verletzt, dass er kein einziges Spiel pfeiffen konnte?

Die Krankenschwester bekommt nach 6 Wochen 70 % vom Brutto Krankengeld. Das Grundgehalt vom Schiri läuft ungekürzt weiter.

Und was hat das mit Fußball oder dem Schiedsrichterwesen im kommerziellen Fußball zu tun?

Richtig: gar nix. Dieser Krankenschwerstervergleich ist reiner Populismus.

Und wieviel kriegt eigentlich ein Schiedsrichter in der Oberliga? Und wieviel ein Dachdecker?
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben