Investoreneinstieg in der Bundesliga (inkl. Tennisbälle & Co.)

Blaubarschbube

Fan(atiker) seit 1972
Ich befürchte, dass da viele Schnapsideen dabei sind und die Vereine am Ende sogar miese machen.

Nehmen wir mal Punkt 1:
"164 Millionen Euro sind für eine eigene digitale Plattform geplant: Hier sollen Videoinhalte präsentiert und teilweise über Abos direkt an die Fans verkauft werden. Dabei sollen auch die Klubs mitwirken und Inhalte liefern. Eine solche Plattform kann auch dann nützlich sein, wenn im In- oder Ausland ein Sender oder Streamingdienst finanziell nach Ansicht der DFL zu wenig bietet oder gar nicht zur Verfügung steht. Dann kann die DFL sich direkt an die Fans wenden und Abos verkaufen - wie es beispielsweise die NBA im Basketball macht. Teil der Plattform soll ein internationaler Fanshop sein."

Werder zum Beispiel - und ich vermute mal, dass andere Bundesligisten das auch machen - produziert sowie schon eigene Videos und vertickt die als Werder-TV an seine Fans weltweit. Welche Fans brauchen denn dan noch das "DFL-pay-youtube"?
 
Eigentlich ist das doch ganz einfach. Solange jeder einzelne den Markt bedient, solange ist er für Investoren attraktiv. Die Verbände haben das Monopol und leben es halt aus. Ist es eigentlich möglich, dass Vereine einen alternativen Verband gründen, nur mal so in den Raum gedacht? 🤷‍♂️
Ich wüsste jetzt nicht warum es nicht möglich sein soll. Allerdings wäre es ungleich schwerer hier Geldgeber zu finden denn was man nicht kennt bedient man nicht gerne. Zumal der "Werbeeffekt" und die "Reichweite" nicht messbar wären
 
Gladbach hat auch dafür gestimmt. Schippers meint das wäre alternativlos, ich sehe das jedoch völlig anders.

In diesen Punkten die da beschrieben werden, sehe ich nichts was irgendwie ein großes Ding werden könnte, und uns den Milliarden der Premiere League auch nur im Ansatz näher bringt.

Ein Drittel der Bundesliga Clubs sind inzwischen Plastikvereine die auswärts keine 500 Fans mobilisieren können. Wer bezahlt da Geld um Hoffenheim gegen Wolfsburg sehen zu dürfen? Da müsste man eher mir Geld zahlen, damit ich mir sowas anschaue.

Ein schlechtes Produkt (seit 10 Jahren der gleiche Meister), zudem noch aufgesplittet, auf 3 oder 4 Anbieter und von daher in der jetzigen Form für mich immer uninteressanter.

Wir hatten letztens Weihnachtsfeier vom Gladbachfanclub. Das ist ja im Prinzip genau die Zielgruppe, und von ca. 50 Leuten, hatte genau einer Dazn abonniert.

Alle Gladbach Spiele, das wäre für mich ein interessantes Produkt. Oder pay per Game.

Aber Montagsspiele, Sonntagsspiele, Samstagsspiele jucken mich halt gar nicht, vor allem wenn da wie gesagt, Heidenheim, Hoffenheim, Wolfsburg oder was weiß ich wer spielen. Da guck ich lieber ne Serie auf netflix.

Aber scheinbar haben die Herren der DFL da Schwierigkeiten sich in ihre Zielgruppe reinzudenken, und dann wird es halt schwierig.
 
Ich finde das mittlerweile auch eine gewisse Sättigung vorhanden ist. Mittlerweile gibt es doch täglich irgendein Spiel zu sehen. Dann ist sowas hier mehr als verständlich:

Partie zündete nicht: Schwächste Quote im Free-TV für BVB gegen Mainz


Wie der übertragende TV-Sender Sat.1 am Mittwochvormittag mitteilte, hat das Match vergleichsweise wenig Zuschauer vor den Fernseher gelockt. Lediglich 2,9 Millionen Menschen schalteten ihr Gerät an und sorgten nach Angaben des Senders für einen Marktanteil von 11,0 Prozent.

Wie Sat.1 mitteilte, lieferte das Spiel BVB gegen Mainz die bisher schwächste TV-Quote bei Fußball-Übertragungen in dieser Saison. Selbst das Zweitliga-Spiel des Hamburger SV gegen Schalke 04 am ersten Spieltag hatte mit einer Reichweite von 3,5 Millionen und einem Marktanteil von 15,0 Prozent deutlich bessere Werte. Den Erstliga-Auftakt von Werder Bremen gegen Bayern München hatten Mitte August sogar 5,35 Millionen Menschen gesehen (Marktanteil: 24,6 Prozent).



Hohe Quoten zu Saisonbeginn, schwache Quote zur Winterpause hin.

Für mich klar ne Übersättigung erkennbar
 
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Ein Drittel der Bundesliga Clubs sind inzwischen Plastikvereine die auswärts keine 500 Fans mobilisieren können. Wer bezahlt da Geld um Hoffenheim gegen Wolfsburg sehen zu dürfen? Da müsste man eher mir Geld zahlen, damit ich mir sowas anschaue.
Kann man so stehen lassen

Ein schlechtes Produkt (seit 10 Jahren der gleiche Meister), zudem noch aufgesplittet, auf 3 oder 4 Anbieter und von daher in der jetzigen Form für mich immer uninteressanter.
2 Anbieter (Sky, DAZN). Oder hab ich was übersehen? 2. Liga komplett bei Sky, ab der kommenden Saison aber mehr Spiele (Konferenz?) bei sport1

Liga 3 komplett bei Magenta Sport - Samstags 2 ausgewählte Spiele in den Regionalprogrammen der ARD
 
Ich prophezeie mal, dass die BuLi nicht mehr einnimmt und dem Investor am Ende mehr zahlt als diese Quatschinvestitionen in einen Fan-Shop und gesponsorte Auslandreisen von BuLi-Clubs einbringen werden.

Gespannt bin ich auch auf den neuen Namen der Bundesliga. Im Rennen sind ja u.a. Advent, Blackstone, Bridgepoint, CVC, EQT, KKR Q - wobei 2 wohl schon raus sind und einer schlechte Karten hat. Welche 3 im engeren Rennen sind weiß ich.

Rein Namenstechnisch wäre ja die Advents-Bundesliga am dollsten! 🎅
 
Ich prophezeie mal, dass die BuLi nicht mehr einnimmt und dem Investor am Ende mehr zahlt als diese Quatschinvestitionen in einen Fan-Shop und gesponsorte Auslandreisen von BuLi-Clubs einbringen werden.
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Da stellt sich zuerstmal die Frage: Nicht mehr einnimmt zu welcher Bezugsgröße?
 
Da stellt sich zuerstmal die Frage: Nicht mehr einnimmt zu welcher Bezugsgröße?

Zu den 8 Prozent, die jedes Jahr an den Investor abgegeben werden. In den ersten 4 Jahren rechnet selbst der DFB nicht damit, dass das ein Plusgeschäft wird:

Die weiteren 300 Millionen Euro sind dafür eingeplant, zumindest für vier Jahre das Loch zu stopfen, das der Deal reißt. Denn die Klubs müssen im Gegenzug für die Milliarde nun langfristig auf rund acht Prozent ihrer Einnahmen verzichten - die gehen im Gegenzug für die Milliarde 20 Jahre lang an den Investor. Die DFL schreibt voraussichtlich im zweiten Quartal 2024 die Medienrechte für die vier Saisons 2025/26 bis 2028/29 aus und will vorher einen Abschluss mit einem Investor vollzogen haben.


Ich nehme mal an mit den "Einnahmen" sind die Einnahmen für die Medienrechte gemeint.

Ob es danach ein Plusgeschäft wird?
 
DFL - ein Favorit für den Investor, ein Sponsor und Schalke 04

Stand: 22.12.2023 17:01 Uhr
Drei Investoren sind noch im Rennen, um als Investor bei der Deutschen Fußball Liga einzusteigen. Der Favorit ist indirekt schon jetzt Partner der DFL. Verbindungen gibt es auch zum FC Schalke 04.
Im Rennen sind noch CVC, Blackstone und EQT. Das wurde der Sportschau aus Kreisen der Vereine bestätigt. Darüber hinaus hieß es, dass CVC der Favorit sei.

CVC agiert mit Geld aus saudischem Staatsfonds

Der Vorteil von CVC sei außer einem zufriedenstellenden Gebot von etwa einer Milliarde Euro das Knowhow, das das Unternehmen einbringe. Das Unternehmen CVC, das unter anderem mit Millionen aus dem saudischen Staatsfonds PIF Beteiligungen kauft, ist im Bereich Fußball schon in der französischen Ligue 1 und der spanischen La Liga engagiert. Auch im Rugby, Tennis und Volleyball engagiert sich die Gesellschaft mit Sitz in Luxemburg.

Jetzt kann ich auch das "ja" von Schalke 04 besser nachvollziehen. Wird ja schließlich Hefers neuer Arbeitgeber
 
Das wird doch `n Schuss in den Ofen. Der Markt ist doch jetzt schon gesättigt, wer soll sich denn da noch Bilder aus`m Mannschaftsbus und aus der Kabine anschauen? und vor allem: Dafür auch noch mehr Geld bezahlen, als der Spaß jetzt schon kostet? `n Chinese versteht doch eh nicht, was die da reden.

Verkauft wird, was spannend ist. Ein feststehender Sieger vor Beginn der Veranstaltung ist da nunmal kontraproduktiv. Und es ist halt zu befürchten, das die meiste Kohle aus einem höheren Ertrag bei der Auslandsvermarktung dann wieder in München landet, was deren Vormachtstellung weiter zementiert.

Außerdem wäre mal nett zu erfahren, von welchen Einnahmen genau diese 8 % berechnet werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
(...)

Außerdem wäre mal nett zu erfahren, von welchen Einnahmen genau diese 8 % berechnet werden.
"Die DFL will mit dem Deal keine Anteile an der GmbH verkaufen, sondern Investoren an den künftigen Einnahmen aus Fernsehrechten beteiligen – und das für die kommenden 20 Jahre. Für diese Beteiligung von sechs bis acht Prozent erwartet die DFL Erlöse zwischen 900 Millionen und einer Milliarde Euro."
 
Das wird doch `n Schuss in den Ofen. Der Markt ist doch jetzt schon gesättigt, wer soll sich denn da noch Bilder aus`m Mannschaftsbus und aus der Kabine anschauen? und vor allem: Dafür auch noch mehr Geld bezahlen, als der Spaß jetzt schon kostet? `n Chinese versteht doch eh nicht, was die da reden.

Verkauft wird, was spannend ist. Ein feststehender Sieger vor Beginn der Veranstaltung ist da nunmal kontraproduktiv. Und es ist halt zu befürchten, das die meiste Kohle aus einem höheren Ertrag bei der Auslandsvermarktung dann wieder in München landet, was deren Vormachtstellung weiter zementiert.

Außerdem wäre mal nett zu erfahren, von welchen Einnahmen genau diese 8 % berechnet werden.
Sollen wir das ganze schöne Geld diesen ganzen Dilettanten vom Rest der Liga in den Hals werden die dann eh nix mit anfangen können?
 
Auch mit Investoren wird es sich Scherenartig verteilen. Die erfolgreichen Clubs der Liga mit der meisten Präsenz, ob im Fernsehen oder wo auch immer, kriegen die Größten Stücke der Torte.

Wer ist denn jetzt der Investor?
 
Weiter geht's.
Die DFL will den Vertrag mit dem zukünftigen Investor (Blackstone oder CVC) bis Mitte April geschlossen haben.
Das schaut schwer danach aus, dass das von Hannover 96 monierte Abstimmverhalten von Martin Kind wohl keinen weiteren Einfluss auf die Entscheidung pro Investor haben wird.

Auch wenn's bös klingen mag: Dem Kind kann's eh recht wurscht sein, was sich da dann in ein paar Jahren anbahnt oder nicht, denn das wird ihn schon altersbedingt wahrscheinlich kaum mehr sehr berühren.
 
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