Na denn. Da fragt man sich, wieso die deutschen Profivereine, u.a. auch in Karlsruhe, solche Kosten in Kauf nehmen um ihre Tribuenen zu ueberdachen, wenn man als Zuschauer eben mit schlechtem Wetter rechnen muss.
Ich weiss ja nicht, wie alt Du bist, aber ich kann mich gut daran erinnern, wie die Zuschauerzahlen in Deutschland aussahen, bevor die komplett ueberdachten Stadien kamen. An der fehlenden Kapazitaet der Stadien lagen diese eher nicht. Insbesondere im Spaetherbst und Winter, und dann natuerlich abends unter der Woche, herrschte da gaehnende Leere. Aber das lag sicher nicht daran, dass es scheisskalt und regnerisch war, denn mit schlechtem Wetter muss man als Zuschauer schliesslich rechnen... Koennte aber natuerlich auch sein, dass bei unueberdachten Tribuenen und schlechtem Wetter ein Grossteil der Zuschauer einfach zuhause bleibt.
Mal als beliebiges Beispiel: Hinspiel im Viertelfinale im Landesmeisterpokal 85/86 zwischen Bayern und Anderlecht. Gespielt wurde am 5. Maerz. Zuschauerzahl im Olympiastadion: 35.000 laut Kicker, 23.000 laut Wikipedia. Man achte auf die Raenge im Hintergrund.
Noch viel "besser" ist das Achtelfinale im DFB-Pokal derselben Saison zwischen Bayern und Bochum, damals noch unabsteigbarer Bundesligist. Gespielt wurde am 18.12., einem Mittwochabend. Zuschauerzahl im Olympiastadion: 6.500 laut Kicker.
EDIT: Noch ein Bundesligaspiel mit Anpfiff Samstag 15:30 Uhr dazu:
10.000 Zuschauer. Bayern wurde in der Saison uebrigens Meister, d.h. die geringen Zuschauerzahlen gehen nicht auf fernbleibende Erfolgsfans zurueck.