Frauen Fußball Bundesliga

Ergebnisse 14.Spieltag Teil 2:

Bayer 04 Leverkusen : TSG 1899 Hoffenheim 1:2
FC Bayern München : SGS Essen 2:0
MSV Duisburg : 1.FC Köln 0:0
 

In einem Zeitraum von nur vier Jahren haben sich die Clubfrauen von einem Regionalligisten, der in kleinen Fußballstadien spielt, zu einer Spitzenmannschaft entwickelt, die gegen hochkarätige Teams wie Bayern München und Wolfsburg antreten kann.

Statistische Analyse des Nürnberger Teams.
 
Mindestgehalt, VAR, Stadien: So will der DFB die Frauen-Bundesliga reformieren

Mindestgehalt in der Frauen-Bundesliga geplant
Rahmenbedingungen sollen deutlich besser werden
Größere Bundesliga geplant
Ambitionierte Pläne: Bundesliga soll beste Liga der Welt sein
Abspaltung vom DFB wird abgelehnt

Ab der Saison 2025/26 nur noch Stadien mit mindestens 5.000 Plätzen, davon 2.000 Sitzplätze
Nur Stadien mit Rasenheizung und Flutlicht (mindestens 1.200 Lux)
Light-Version des VAR ab 2026/27
Größere Mitarbeiterstäbe: Cheftrainer, Assistenz- Torwart- und Athletiktrainer, Physiotherapeut und Videoanalyst in Vollzeit verpflichtend
 
Sehr geil, dieser patriarchalische Haufen.
Ein Mindestgehalt fällt ihnen jetzt mal ein, im Jahr 2024 und das soll zwischen 2.190 und 3.650 Euro liegen. Quelle: Der Artikel, den Pele Garrincha verlinkt hat.
Unfassbar.
 
Kommentar zu den geplanten DFB-Reformen der Frauen-Bundesliga: Plötzliche Kehrtwende

Der DFB hat offenbar einen Wachstums- und Professionalisierungsplan in der Schublade. Ein Mindestgehalt, höhere Anforderungen für die Klubs und eine größere Liga sollen kommen. Eine abrupte Kehrtwende des DFB, der damit auch auf die Kritik reagiert. Der Plan könnte die Frauen-Bundesliga von Grund auf verändern.

Von Helene Altgelt | 5:50 PM GMT+1
Kommentar zu den geplanten DFB-Reformen der Frauen-Bundesliga: Plötzliche Kehrtwende


Zu den DFB Plänen mal ein paar Anmerkungen von mir mit Fakten die mir aus diversen Bundesligavereinen bekannt sind:

1.Mindestgehalt in der Frauen-Bundesliga geplant
Im zum Thema verlinkten Artikel ist unter anderem die Rede vom spanischen Verband, die ihren Spielerinnen einen Mindestlohn zahlen. Es wird aber nicht erwähnt, dass damals alle Spielerinnen aller Vereine dafür gestreikt haben und dafür sogar den Ligastart riskiert haben und sich erst drei Tage vor Saisonbeginn über die Modalitäten des Mindestlohn einigen konnten.

Bei uns in Deutschland wurde nur geredet. Die Spielerinnen, die über eine gewisse Reichweite und Bekanntheit verfügen, in der Regel die Nationalspielerinnen, haben immer nur geredet weil ihnen ihr eigener Geldbeutel wichtiger war als die Solidarität zu ihren Kolleginnen aus den kleinen Vereinen. Immerhin wurde das Prädikat Nationalspielerin auch von den Vereinen und dem Verband in den letzten Jahren immer stärker vergütet. Wer aufmuckt fällt beim DFB und in den Vereinen ganz schnell durch das Raster.

Laut (in)offiziellen Vereinsangaben von Finanzvorstand Oliver Leki liegt das durchschnittliche Gehalt der Spielerinnen des SC Freiburg, mit geringfügigen Abweichungen nach unten so wie nach oben, bei 3.200,- Euro monatlich. Ob sich diese Angaben auf Brutto oder Netto beziehen ist mir nicht bekannt, ich gehe aber davon dass vom Bruttogehalt die Rede ist.

2. Rahmenbedingungen sollen deutlich besser werden
Das die Rahmenbedingungen verbessert werden sollen ist nun auch keine weltbewegende Neuigkeit. Und dass dies vom DFB verpflichtend in Form von Lizenzierungsauflagen ist ist auch gängige Praxis als eine Drohung an die Vereine.

Schon jetzt müssen die Vereine der Frauenbundesliga bestimmte Anforderungen wzB Flutlichtanlage, eine bestimmte Anzahl an festangestelltem Trainer- und Betreuungspersonal erfüllen. Alles was in den neuen DFB Plänen gefordert wird ist nur eine Ausweitung der bereits bestehenden Pflichtauflagen.

Was die Verbesserung der Infrastrukturen betrifft investieren bereits einige Vereine mehr oder weniger freiwillig in die Verbesserung ihrer Infrastruktur.

Die Eintracht Frauen trainieren auf dem Trainingsgelände der Eintracht Profis. Um die Infrastruktur für die Frauen zu verbessern hat der Verein von der Stadt Frankfurt eine Wintersporthalle gemietet, die sie für die Frauen umbauen wollen und Umkleiden, Räumlichkeiten für die Reha und zum Aufenthalt der Spielerinnen schaffen wollen. Geplante Investition: ca. 6,5 Millionen Euro

Werder Bremen erhielt erst letzte Woche nach jahrelangem Streit mit Anwohnern an deren NLZ und der Stadt Bremen grünes Licht vom Bauamt, um ihr in die Jahre gekommenes NLZ zu modernisieren. Geplant war zwar ein Neubau des NLZ am bisherigen Standort, dieser wurde jedoch auf Grund eins alten aber immer noch rechtskräftigen Grundbucheintrags, das den Anwohnern ein Mitbestimmungsrecht beim Bebau des Areals einrääumt, blockiert. Mittlerweile konnten sich die Parteien auf eine Modernisierung bei Erhalt der bestehenden Gebäude einigen. Geplantes Investitionsvolumen 8 bis 10 Millionen Euro, wovon ein Viertel die Stadt Bremen übernimmt, die sie die Räumlichkeiten und Trainingsplätze am Osterdeich für Schul- und Breitensport zu 25% der Trainingszeiten mitnutzen. Die restlichen 75% trägt Werder Bremen selbst.

Das Problem für Werder Bremen wird aber das Stadion an Platz 11. Ein ursprünglich geplantes Ministadionkit einem Fassungsvermögen von 5000 Zuschauern ist nach dem von der Stadt und den Anwohnern genehmigten Bebauungsplan nicht mehr möglich.

Im November letztes Jahr bekam der SC Freiburg von der Stadt Freiburg endgültig grünes Licht zur Weiternutzung des Dreisamstadions. Um die gesamte Frauen- und Mädchenabteilung am Standort Dreisamstadion unterzubringen, bis sind nur die Bundesligafrauen dort fest untergebracht, investiert der SC bis Ende 2025 ca. 6,5 Millionen am Areal Dreisamstadion und baut zusätzliche Kabinen und Sanitärräume so wie eine Flutlichtanlage am Trainingsplatz und am noch neu zu bauenden Kunstrasenplatz so wie weitere Verbesserungen der Infrastrukturen.

Auch der 1.FC Köln will mehrere Millionen zur Verbesserung der Infrastrukturen unter anderem auch für die Frauenabteilung investieren.

3. Größere Bundesliga geplant
In dem Punkt halte ich es mit dem Schreiber des Kommentars. Der DFB orientiert sich zu sehr an den Rahmenbedingungen, die man in England und neuerdings in noch größerer Form in den USA vorfindet, ohne zu erklären, wie sie das hochgesteckte Ziel finanzieren wollen. Mit dem neuen TV Vertrag den der DFB zu Beginn der laufenden Saison abschließen konnte und der über insgesamt fünf Jahre läuft, konnte man zwar einen Rekordabschluss feiern. Aber im Vergleich zu dem, was in England und erst recht ab der neuen Saison in den USA an TV Geldern eingenommen wird, ist das Verhältnis der TV Gelder etwa so als würde man einen ausgetrockneten Baggersee mit einem Tropfen Regen füllen wollen.

Da die TV Gelder in den Vereinen bereits fest verplant sind, werden sich die Vereine mit Händen und Füßen gegen eine Vergrößerung der Liga vor 2027 wehren, weil sie dann weniger TV Gelder auf Grund der neuen Verteilung ausbezahlt bekämen.

4. Ambitionierte Pläne: Bundesliga soll beste Liga der Welt sein
Auch dieses Vorhaben wird am Geld scheitern, sofern allgemein in Deutschland weiterhin an erzkonservativen und erztraditionalistischen Denk- und Verhaltensmustern festgehalten wird. Wir wären von anderen Ländern sportlich wie auch wirtschaftlich nicht überholt worden, wenn diese an ihren alten Denk- Verhaltensweisen festgehalten hätten, so wie wir in Deutschland. Unabhängig der laufenden Diskussion und der Proteste gegen den Einstieg eines Investors in die DFL halte ich es für einen Fehler an alten. längst überholten Methoden der Vereinsführung festzuhalten und sich externer aber legitimer Wege der Kaptalbesschaffung selbst zu berauben.

Der DFB eifert der Entwicklung imn England nach, hat aber selbst kein schlüssiges Marketingkonzept, die Vereine weigern sich beharrlich, bis auf wenige Ausnahmen, ausländische Märkte zu erschließen um eine höhere Bekanntheit und Reichweite zu erreichen. Im Gegenteil, man ist sogar noch stolz darauf, im eigenen muffigen Sud zu brodeln und wundert sich warum das Ausland in ihrer Entwicklung uns enteilt.

Bis bei uns in Deutschland Reformen umgesetzt werden, werden erst mal zig Ausschüsse gebildet die jeder für sich, über Jahre beraten wie was wann und wo gemacht werden muss und sehr viel und unnötige Gelder verschlingen. Bis dann endlich ein Entschluss gefasst und darüber abgestimmt wurde, hat die ausländische Konkurrenz länst ihre Maßnahmen umgesetzt und erste Erfolge eingefahren.

Den Vorsprung den besonders die WSL und nun die UWSL geschaffen haben werden wir in Deutschland nicht mehr aufholen, weil wir zu sehr traditionalistisch veranlagt sind. Die deutschen Fußballunternehmen selbst sind nicht gewillt, auch nur einen Cent zu viel und schon gar nicht freiwillig aus eigener Innovation in den Frauenfußball zu investieren, weil sie selbst in der heutigen Zeit auch immer noch der verkappten Meinung sind, Frauen gehören an den Herd.

5. Abspaltung vom DFB wird abgelehnt
Klar wehrt sich der DFB gegen eine Abspaltung der Frauenbundesliga, ist sie doch neben der 3.Liga die einzige Profiliga unter ihrem Dach, die ein paar alte, senile und profilierungssüchtige Herren mit fragwürdiger Entscheidungsfindung gegen die Wand fahren können. Die 3-Liga lässt grüßen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Werder Bremen erhielt erst letzte Woche nach jahrelangem Streit mit Anwohnern an deren NLZ und der Stadt Bremen grünes Licht vom Bauamt, um ihr in die Jahre gekommenes NLZ zu modernisieren. Geplant war zwar ein Neubau des NLZ am bisherigen Standort, dieser wurde jedoch auf Grund eins alten aber immer noch rechtskräftigen Grundbucheintrags, das den Anwohnern ein Mitbestimmungsrecht beim Bebau des Areals einrääumt, blockiert.
Dieses Mitbestimmungsrecht wurde den Anwohnern (Straße Osterdeich) vom Verein gegeben, um überhaupt an dem Standort ein Stadion bauen zu dürfen. Der Standort ist komplett Überschwemmungsgebiet und durfte daher eigentlich gar nicht bebaut werden. Das Mitbestimmungsrecht ist auch ein Veto-Recht, d. h. wenn Werder etwas zu bauen plant, dann müssen alle berechtigten Anwohner zustimmen. Stimmt auch nur einer dagegen, dann darf das nicht gebaut werden.
Die aktuellen Gebäude sind so marode, dass sie abgerissen werden müssten. Erlauben die Anwohner nicht. Also bleiben die Grundmauern stehen und alles andere wird neu gebaut. Das ist teurer und ein besserer Hochwasser- Überschwemmungsschutz (den die Anwohner eigentlich wollen) ist dadurch nicht möglich.
Mittlerweile konnten sich die Parteien auf eine Modernisierung bei Erhalt der bestehenden Gebäude einigen. Geplantes Investitionsvolumen 8 bis 10 Millionen Euro, wovon ein Viertel die Stadt Bremen übernimmt, die sie die Räumlichkeiten und Trainingsplätze am Osterdeich für Schul- und Breitensport zu 25% der Trainingszeiten mitnutzen. Die restlichen 25% trägt Werder Bremen selbst.
Werder trägt die restlichen 75%... :)
 
Leider eine 1:2 Niederlage für das deutsche Team ,jetzt muss im Spiel um Platz 3 gegen die Niederlande gewonnen werden.
Nix da, verlieren müssen se. Der DFB und alle seine Teams muss in Schutt und Asche liegen damit sich der Inzuchtverband von selbst auflöst und endlich Spieler und Spielerinnen die sich selbst überschätzen und die N11 nur zu Selbstzwecken nutzen entsorgt werden können. Wenn die Stolperer die Olympiateilnahme schaffen kommt das einer Beleidigung derer gleich, die was mit dem Ball am Fuß anfangen können gleich.
 
Nix da, verlieren müssen se. Der DFB und alle seine Teams muss in Schutt und Asche liegen damit sich der Inzuchtverband von selbst auflöst und endlich Spieler und Spielerinnen die sich selbst überschätzen und die N11 nur zu Selbstzwecken nutzen entsorgt werden können. Wenn die Stolperer die Olympiateilnahme schaffen kommt das einer Beleidigung derer gleich, die was mit dem Ball am Fuß anfangen können gleich.
Wow, was ist denn da los bei den Mädels? Ich interessiere mich eigentlich null für den Damenfuppes, aber ich dachte wir sind da so geil? Scheint ja doch einiges im Argen zu liegen.
 
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3. Größere Bundesliga geplant
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Da die TV Gelder in den Vereinen bereits fest verplant sind, werden sich die Vereine mit Händen und Füßen gegen eine Vergrößerung der Liga vor 2027 wehren, weil sie dann weniger TV Gelder auf Grund der neuen Verteilung ausbezahlt bekämen.
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Meiner Meinung nach zieht das Argument nicht. Der gefeierte TV-Vertrag fuer die Frauenbundesliga bringt gerade einmal 5,17 Mio pro Saison - fuer die ganze Liga. Verteilt auf 12 Frauschaften sind das im Schnitt 431.000 Euro pro Verein pro Jahr. Aus der Sicht des Maennerfussballs ist das absolut Portokasse. Soll heissen: Angenommen, der DFB entscheidet, dass die Liga um beispielsweise 2 Vereine aufgestockt werden soll. Dann gibt es zwei Moeglichkeiten, um diese in die Liga aufzunehmen, ohne die TV-Erloese der anderen Vereine zu reduzieren:

a) Die beiden Neuen erhalten direkt vom DFB eine Ausgleichszahlung von 431.000 Euro pro Jahr. Das ist Portokasse fuer den DFB, denn dieser nimmt jaehrlich mehrere Hundert Millionen Euro ein.
b) Die beiden Neumitglieder der Frauen-Buli bekommen eben fuer den schon ausverhandelten Zeitraum kein Geld aus der TV-Vermarktung und muessen selber zusehen, wie sie diesen Nachteil auffangen. Wenn es sich bei diesen Neumitgliedern um Frauenmannschaften von etablierten Maenner-Profiklubs handelt (was ja ganz offensichtlich gewuenscht ist, denn in der Frauen-Buli gibt es ja kaum noch "althergebrachte" traditionelle Frauenmannschaften wie Siegen, Bergisch-Gladbach o.ae.), dann handelt es sich auch im Vergleich zu den Einnahmen der Maennermannschaft wieder nur um Peanuts.
 
Wow, was ist denn da los bei den Mädels? Ich interessiere mich eigentlich null für den Damenfuppes, aber ich dachte wir sind da so geil? Scheint ja doch einiges im Argen zu liegen.
Es gibt da keine rechte Weiterentwicklung. Daher ist @Pele Garrincha auch nicht gut auf den DFB zu sprechen.
Ohne etwas gegen Horst Hrubesch zu haben, aber dass er wieder den Trainerjob machen muss, liegt nur daran, dass der DFB nicht in der Lage ist, jemand anders zu finden.
Wer den Frauenfußball voran bringen möchte, der muss auch innovativ handeln. Stattdessen werden "Männerfußballvereine/-mannschaften" bevorzugt. Ich meine jetzt nicht nur die Gehaltszahlungen.
 
Nix da, verlieren müssen se. Der DFB und alle seine Teams muss in Schutt und Asche liegen damit sich der Inzuchtverband von selbst auflöst und endlich Spieler und Spielerinnen die sich selbst überschätzen und die N11 nur zu Selbstzwecken nutzen entsorgt werden können. Wenn die Stolperer die Olympiateilnahme schaffen kommt das einer Beleidigung derer gleich, die was mit dem Ball am Fuß anfangen können gleich.
Naja ganz so schlimm wie @Pele Garrincha seh ich es nicht aber ich bin wahrscheinlich auch nicht so nah dran.
Sicher ist es ernüchternd das ein Horst Hrubesch nochmal als Bundestraier einspringen muss.Auch die letzten Ergebnisse waren bestimmt nicht zufrieden stellend , trotzdem hoffe ich das die Damen den Sprung zu Olympia schaffen.
 
Meiner Meinung nach zieht das Argument nicht. Der gefeierte TV-Vertrag fuer die Frauenbundesliga bringt gerade einmal 5,17 Mio pro Saison - fuer die ganze Liga. Verteilt auf 12 Frauschaften sind das im Schnitt 431.000 Euro pro Verein pro Jahr. Aus der Sicht des Maennerfussballs ist das absolut Portokasse. Soll heissen: Angenommen, der DFB entscheidet, dass die Liga um beispielsweise 2 Vereine aufgestockt werden soll. Dann gibt es zwei Moeglichkeiten, um diese in die Liga aufzunehmen, ohne die TV-Erloese der anderen Vereine zu reduzieren:
Der TV Vertrag wurde über einen Zeitraum von 4 Jahren abgeschlossen und bringt insgesamt einen Erlös von 20,7 Millionen Euro. Das ergibt auf vier Jahre umgelegt eine Auszahlung von 5.17 Millionen Euro. Ergäbe eine Auszahlung pro Verein von 431.000 Euro pro Jahr. Soweit ist deine Ausführung richtig.

An die Vereine werden aber nicht die von dir genannten 431.000 Euro ausgeschüttet, sondern nur 388.000,- Euro/Jahr. Die Differenz sackt der DFB ein.

Zum Vergleich, der letzte TV Vertrag brachte dem DFB 1,3 Millionen pro Jahr ein und an die 12 Vereine wurden je 60.000 Euro/Jahr ausgezahlt.

Quelle:

a) Die beiden Neuen erhalten direkt vom DFB eine Ausgleichszahlung von 431.000 Euro pro Jahr. Das ist Portokasse fuer den DFB, denn dieser nimmt jaehrlich mehrere Hundert Millionen Euro ein.
Das wäre dann eine Benachteiligung der anderen 12 bereits in der Buli vertretenen Vereine, die dann alle schreien würden, warum bekommen die Geld vom DFB und wir nicht.
b) Die beiden Neumitglieder der Frauen-Buli bekommen eben fuer den schon ausverhandelten Zeitraum kein Geld aus der TV-Vermarktung und muessen selber zusehen, wie sie diesen Nachteil auffangen. Wenn es sich bei diesen Neumitgliedern um Frauenmannschaften von etablierten Maenner-Profiklubs handelt (was ja ganz offensichtlich gewuenscht ist, denn in der Frauen-Buli gibt es ja kaum noch "althergebrachte" traditionelle Frauenmannschaften wie Siegen, Bergisch-Gladbach o.ae.), dann handelt es sich auch im Vergleich zu den Einnahmen der Maennermannschaft wieder nur um Peanuts.
Das wäre dann umgekehrte Fall zu Option a), und eine Benachteiligung der Aufsteiger, die für ein oder gar mehrere Saisons auf 380.000 verzichten müssten. Ein ähnlicher Fall wäre es gewesen, wenn die DFL ihren Investorendeal durchgebracht hätte. Die Aufsteiger aus der 3.Liga, die nach dem Termin der Einmalzahlung aufgestiegen wären, hätten dann kein Geld von der DFL erhalten, aber für den Zeitraum ihrer Zugehörigkeit in Liga 2 auf 8% ihrer eigenen Einnahmen verzichten und an die DFL abführen müssten. Um bei der Frauenbundesliga zu bleiben, wäre das aus Vereinssicht ein sehr schlechter Deal und würde mögliche Aufsteiger eher von einem Aufstieg abhalten, weil sie den zusätzlichen finanziellen Aufwand in der Bundesliga nicht annähernd ausgleichen könnten und mit einem Verbleib in der zweiten Liga finanziell besser fahren.

Es gibt da keine rechte Weiterentwicklung. Daher ist @Pele Garrincha auch nicht gut auf den DFB zu sprechen.
Dito, aber nicht nur deshalb. Die gesamte Vetternwirtschaft, Heuchelei und Korruption in dem Laden ist mehr mehr als nur ein Dorn im Auge. Dazu kommt noch der Lobbyismus einzelner Vereine, die so eine Macht im DFB haben, dass sie bevorzugt behandelt werden.

Beispiel, was ich schon längst vermutet habe, nun aber auch durch eine sichere Quelle bestätigt bekam: unserer Spielerin Janina Minge wurde vom DFB nahegelegt, wenn sie ihre N11 Karriere nicht gefährden will, dass sie den Verein wechseln muss. Prompt war sie weg. Dieses Muster kann man auf alle Vereine anwenden, die eigene Nachwuchsspielerinnen bis zur N11 Spielerin entwickelt haben, aber nicht aus dem Dunstkreis München,Wolfsburg und Frankfurt kommen. Selbst die Spielerinnen aus Hoffenheim gehen vorzugsweise den Weg nach München oder Wolfsburg um ihre N11 Karriere nicht zu gefährden. Ein Blick auf die Kaderzusammenstellung der DFB Frauen genügt. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis auch Elisa Senß die Bayer Frauen verlässt und sich einem der drei großen Vereine anschließt. Ich wette, das wird schon im Sommer der Fall sein.

Beim DFB setzt man aus unerklärlichen Gründen lieber auf Spielerinnen, die bei den Big 3 auf der Bank sitzen, als zum Beispiel auf Spielerinnen, die bei der SGS Stammspielerinnen sind.
Ohne etwas gegen Horst Hrubesch zu haben, aber dass er wieder den Trainerjob machen muss, liegt nur daran, dass der DFB nicht in der Lage ist, jemand anders zu finden.
Auch wenn meine Äußerungen anderes vermuten lassen, habe ich nichts gegen Horst Hrubesch. Im Gegenteil, ich schätze ihn als Person und seine Leistungen als Spieler und Trainer sehr.

Wenn aber einem Verband nach völlig verkorksten Turnieren (bei Männern und Frauen) nichts besseres einfällt, als auf eine Aufarbeitung des Desasters völlig zu verzichten und dringend erforderliche Neubesetzungen aller wichtigen Posten in Führung und Trainerstab durch Personen erfolgt, die ihren Zenit überschritten haben oder schon seit Jahren selbst Teil des Problems sind, dann fehlt mir jegliches Verständnis, diesen Verband und seine handelnden Personen ernst zu nehmen, geschweige den zu respektieren.

Auch hier nochmal, schaut euch die Kaderzusammenstellung der N11 für die WNL an. Das sind in großer Mehrheit Spielerinnen, die bereits die WM versaut haben und in der CL grandios gescheitert sind. Spielerinnen die dem DFB weiterhelfen könnten, sortiert man unter fadenscheinigen Gründen aus und/oder lässt sie ganz unberücksichtigt, nur weil sie das falsche Vereinstrokot tragen. Da ist auch unter Hrubesch keinerlei Wille und Bereitschaft zu einem dringend erforderlichen Umbruch in Mannschaft und der Verbandsführung zu erkennen.
Wer den Frauenfußball voran bringen möchte, der muss auch innovativ handeln. Stattdessen werden "Männerfußballvereine/-mannschaften" bevorzugt. Ich meine jetzt nicht nur die Gehaltszahlungen.
Und genau dieses innovative und kreative Handeln wird beim DFB mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln blockiert, weil man Macht und Kompetenzen an andere, hoffentlich fähigere und externe Führungskräfte, abgeben müsste.
 
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