Fanszene

Vielleicht darf es noch ein Banner sein: "Gegen personalisierte Tickets - Ticketkäufer haltet durch".
Mit meiner DK bin ich seit vielen Jahren quasi personalisiert. Probleme damit - Keine!
Wer nichts zu verbergen hat, sollte damit auch kein Problem haben.
Sich benehmen und an Regeln halten ist natürlich schwer. Für selbstgefällige Ultras sowieso.
In Holland werden die Karten übrigens seit mehr als einem Jahrzehnt personalisiert. Probleme damit - Keine.
Selbst wenn ich bei Eventime Tickets für ein Konzert kaufe, hinterlege ich meine Daten.
Ach ja, Stadionverbote sind natürlich immer unberechtigt, überzogen und willkürlich.
 
Ach so: andere sind schlimmer. Dann ist ja alles gut.
Sich nur einen Punkt rauszusuchen und nicht auf den Gesamtkontext einzugehen, ist natürlich einfach.

Ich teile auch mit Sicherheit nicht alle Punkte der Ultras und zugehörigen Gruppierungen, aber trotzdem darf man hinterfragen, warum sich eine Innenministerkonferenz mit dem Thema beschäftigt, obwohl die Zahlen in Relation zu den Gesamtzuschauerwerten extrem niedrig und zudem noch rückläufig sind?

@Stefan Du magst Recht haben, dass bei den Dauerkarten sowieso der Name steht, was übrigens auch bei fast allen Ultra-Mitgliedern der Fall ist. Personalisierte Tickets haben aber den Unterschied, dass du beim Einlass deine Identität mit einem gültigen Ausweisdokument nachweisen musst. Das bedeutet allein beim Stadioneinlass einen viel größeren organisatorischen Aufwand und wird zwangsläufig zu einem langsameren Einlass führen. Zudem kannst du deine Dauerkarte nicht mehr an Freunde oder Bekannte weitergeben, wenn du mal selbst nicht ins Stadion gehen kannst.

Hinsichtlich Stadionverbote reicht zukünftig dann schon das Stadionverbotsverfahren aus, dass du nicht mehr ins Stadion darfst, bevor das Verfahren überhaupt offiziell abgeschlossen wurde. Das trifft den Otto-Normal-Stadionbesucher in der Regel vielleicht nicht. Hier in Mainz gab es aber erst kürzlich einen Fall, wo ein Bekannter von uns ein Stadionverbotsverfahren bekommen hat, weil er angeblich einen Becher geworfen hätte. Das ging 3 Monate und er wurde schließlich freigesprochen, weil auf Aufnahmen klar erkenntlich war, dass er es nicht war. Nach den neuen Regeln hätte er dementsprechend in der kompletten Zeit trotzdem nicht ins Stadion gedurft.
 
Natürlich sind die Maßnahmen zum Teil überzogen. Darf man gerne kritisieren. Dagegen darf man auch protestieren und den Mund aufmachen.
Heißt für mich aber nicht, dass ich mich mit den Ultras solidarisiere. Deren Gehabe ist nämlich auch nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen.

Du magst Recht haben, dass bei den Dauerkarten sowieso der Name steht, was übrigens auch bei fast allen Ultra-Mitgliedern der Fall ist. Personalisierte Tickets haben aber den Unterschied, dass du beim Einlass deine Identität mit einem gültigen Ausweisdokument nachweisen musst. Das bedeutet allein beim Stadioneinlass einen viel größeren organisatorischen Aufwand und wird zwangsläufig zu einem langsameren Einlass führen. Zudem kannst du deine Dauerkarte nicht mehr an Freunde oder Bekannte weitergeben, wenn du mal selbst nicht ins Stadion gehen kannst.
Asso. Dachte bei der Personalisierung geht es denen um das Sammeln der persönlichen Daten, bzw. den Datenschutz. Das wäre nämlich Killefiz
 
Anscheinend fanden es die Eintracht Fans ne gute Idee noch ein kleines Feuerchen zu machen um den Protest etwas deutlicher zu untermauern. Kannste dir nicht ausdenken.
 
Anscheinend fanden es die Eintracht Fans ne gute Idee noch ein kleines Feuerchen zu machen um den Protest etwas deutlicher zu untermauern. Kannste dir nicht ausdenken.
Ja, die Bilder habe ich auch gesehen und viel dümmer geht es nicht. Damit haben die Frankfurter den restlichen Fanszenen einen Bärendienst erwiesen. Man muss aber auch anmerken, dass Frankfurt sich an der Fandemo nicht beteiligt hat. Die machen in der Regel ihr eigenes - komisches - Ding.
 
Anscheinend fanden es die Eintracht Fans ne gute Idee noch ein kleines Feuerchen zu machen um den Protest etwas deutlicher zu untermauern. Kannste dir nicht ausdenken.
Du meinst das Feuerchen nach Spielschluss.
Das soll ein Anti FC Banner gewesen sein, welches von Kölnern angzündet wurde.
SGE Deppen also ausnahmsweise unschuldig.

Edit: Stimmt wohl nicht so ganz. Das besagte Banner wurde wohl doch von den SGE Fans in Brand gesteckt, außerdem wurden die Toilettenanlagen demoliert und Handtuchspender angezündet. Also doch - Frankfurter Asis.
 
Zuletzt bearbeitet:

Im Vorfeld der am Donnerstag beginnenden Sportministerkonferenz gehen die Innenminister weiter auf Konfrontationskurs gegenüber Fußballfans. Mithilfe gefühlter Wahrheiten, haltloser Behauptungen und Drohungen machen die Innenminister Herbert Reul (CDU) und Armin Schuster (CDU) öffentlich Stimmung. Der zuletzt versprochene Dialog mit Fans auf Augenhöhe fehlt weiterhin.

So hatte nicht nur der bisherige IMK-Vorsitzende Ulrich Mäurer (SPD) noch Anfang Dezember einen Dialog mit den Fans angekündigt, sondern auch Schuster selbst machte ein solches Angebot. Nichts dergleichen wurde jedoch eingehalten – weder der versprochene Dialog noch die nötige Transparenz bei der Erarbeitung nächster Schritte. Ganz zu schweigen von einer wirklichen Teilhabe von Fanvertretungen. Stattdessen präsentieren sich Reul und Schuster in der Öffentlichkeit weiterhin als unnachgiebige Hardliner. Behauptungen, dass jedes Wochenende Spiele wegen Pyro unterbrochen würden oder Menschen dadurch verletzt werden, entbehren jeglicher Grundlage. Auch die Aussage, jeden Samstag und Sonntag würde seitens der Fans in die ausgestreckte Hand geschlagen werden, irritiert in diesem Zusammenhang massiv. Gleichzeitig nehmen Repressionen gegen Fans immer weiter zu, ohne jede Selbstkritik der Polizei. Schon jetzt zählen wir 32 überzogene und gewalttätige Übergriffe von Einsatzkräften gegen Fans in dieser Saison und es sind noch rund ein Viertel der Spiele zu absolvieren.


Politiker ohne Ahnung - oder soagr mit, das ist denen aber bekanntlich egal! - verbreiten Fakefacts.

Anstatt sich an eigene Zusagen zu halten und den Worten auch Taten folgen zu lassen, stellen die Innenminister lieber Fans öffentlich an den Pranger. Sie verweigern sich dem Dialog und der versprochenen Transparenz. Erneut verspielt hier die Politik das Vertrauen von Fußballfans und damit von zahlreichen wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern. Dieses Vorgehen ist schlicht beschämend! Die weiterhin auf dem Tisch liegenden realitätsfernen Vorschläge zu Verschärfungen, beispielsweise personalisierte Eintrittskarten und Gesichtsscanner an den Eingängen, müssen endlich zurückgenommen werden. Nur eine konstruktive und entlang der Fakten gemeinsam mit Fans geführte Debatte kann zu tragfähigen Lösungen führen.“

 
Das Thema kam letztes Jahr schon mal auf und zumindest damals gab es eigentlich gar keinen Grund für das Vorgehen der Innenminister, da die Zahl der Vorfälle und Gewalttaten im Stadion sogar abgenommen haben. Ich habe die Quellen leider nicht mehr griffbereit, kann sie bei Bedarf aber gerne raussuchen.

Gerade der Vorschlag mit den personalisierten Eintrittskarten ist halt wirklich nur schwer umsetzbar. Man stelle sich nur vor, dass beim Einlass nun jeder nochmal ein Ausweisdokument zücken muss. Das funktioniert heute bei einigen Eingängen ja schon nur mittelmäßig und man steht teilweise ewig. Das wird den Prozess nochmal erheblich verlangsamen. Und seien wir mal ehrlich, die Polizei hat in der Regel doch sowieso schon die meisten Personalien der "Problemfans". Hier scheitert es doch meist eher an der Nachweisbarkeit, als an der Unwissenheit, wer nun die Pyro-Fackel in der Hand gehalten hat.
 
Irgendetwas muss doch endlich passieren, damit wir solche Szenen wie gestern Abend beim Spiel Dynamo Dresden gegen Hertha BSC künftig nicht mehr sehen müssen.
Diese Ultragruppierungen bei vielen Vereinen gehören endlich in die Schranken gewiesen.
 
Irgendetwas muss doch endlich passieren, damit wir solche Szenen wie gestern Abend beim Spiel Dynamo Dresden gegen Hertha BSC künftig nicht mehr sehen müssen.
Diese Ultragruppierungen bei vielen Vereinen gehören endlich in die Schranken gewiesen.
Dafür braucht man aber keine "Erweiterte polizeiliche Befugnisse". Das könnten die Vereine auch selber regeln, wenn sie den wollen.
Die puckeln aber lieber, nehmen weiterhin Strafen in Kauf und zahlen sie auch.
Letztendlich bezahlen die restlichen Stadionbesucher diese Strafen mit ihren Eintrittsgeldern mit.
 
M.M. hilft da nur konsequente Täterermittlung (durch die Polizei) und dann empfindliche (Haft-)strafen und lebenslange Stadienverbote
 
Deutschland ist (noch) ein demokratischer Rechtsstaat. Es gibt Verfahrensweisen und Gesetze. Verstößt jemand gegen Gesetze, wird ermittelt, Anklage erhoben und ggffs bestraft. Jeder dieser Schritte ist geregelt. Populistisches Geschrei nach Kollektivstrafen, Law & Order und ähnlicher Unsinn hilft nicht weiter, zeigt aber wess' Geistes Kind jemand ist.

Vereine können jede Menge tun. Manche machen das, andere nicht. Daher passiert bei einigen Vereinen auch mehr als bei anderen. Warum die einen da eher nix machen, ist natürlich eine interesannte Frage. Die Antwort reicht von Unwillen über Unvermögen bis die finden, das gehört dazu.
 
Wenn man sich so eine Bengalofackel mal anschaut kann ich mir nur schwer vorstellen dass man die in irgendwelchen menschlichen Öffnungen ins Stadion schmuggeln kann.
 
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