Fanszene

Wer zu dem Thema auf dem Laufenden bleiben will, kann sich bei Faszination Fankurve informieren. Entweder direkt auf der Webseite oder über die verschiedenen Social-Media Kanäle. Sie berichten regelmäßig über die verschiedenen Szenen, Vorkommnisse an Spieltagen, aber auch über alle Choreos innerhalb Deutschlands und in Teilen Europas.
 
Allerdings sind die nicht so schlimm wie CB oder HRO

Ich zitiere dich mal hier, da es besser in diesen Thread reinpasst. Wen meinst du mit CB? Energie Cottbus?

Hansa stimme ich dir zu. Auf der großen Bühne innerhalb DE sehe ich Dynamo Dresden aber trotzdem ganz weit oben und mindestens unter den Top 5 der Fans, die am meisten Krawall machen und am Negativsten auffallen. Persönlich gehört in die Kategorie auch die Szene der SGE sowie natürlich Hansa Rostock (gerade in der jüngeren Vergangenheit).
 
Hansa stimme ich dir zu.

Ich war vor ungefähr 4 Jahren 1 Woche lang in Rostock, weil meine damalige Partnerin dort lebte. Dort habe ich in dem Wohngebiet sehr viele Hansa Rostock Logos in Verbindung mit einem gewissen Kreuz gesehen. Die waren zumindest in dem Stadtteil nicht rar. Mir haben dann da ein paar Leute erzählt, dass diese ... ich nenne sie mal Community ... unter den Hansa Ultras durchaus breit vertreten ist.

Ob das stimmt, kann und weiß ich nicht zu beurteilen. Ich teile lediglich meine Beobachtung hinsichtlich meines Rostock Aufenthalts.
 
Die von @Moguntia oben angeführte Website faßt meine persönlichen Probleme mit Fußballultras ganz vortrefflich zusammen:

Trotz brisanter sportlicher Lage gab es keine organisierte Stimmung der Gästefans.

"Organisierte Stimmung", so eindrucksvoll sie in Fernsehen und Stadion auch aussehen mag, beraubt das Fansein meiner Meinung nach um die wichtigste Komponente, nämlich das Emotionale. Wenn Mittanzen und Nachrufen einen mit echter Reaktion auf das laufende Fußballspiel auch nur annähernd gleichwertigen Rang erreichen, und danach klingt es bei vielen Texten auf der verlinkten Website, dann wird das Schauspiel wichtiger als der Sport. Das ist dann so echt wie ein Gottesdienst, in dem alle brav dem Liederbuch folgen.

Ich empfinde das als bedauerlich.
 
"Organisierte Stimmung", so eindrucksvoll sie in Fernsehen und Stadion auch aussehen mag, beraubt das Fansein meiner Meinung nach um die wichtigste Komponente, nämlich das Emotionale. Wenn Mittanzen und Nachrufen einen mit echter Reaktion auf das laufende Fußballspiel auch nur annähernd gleichwertigen Rang erreichen, und danach klingt es bei vielen Texten auf der verlinkten Website, dann wird das Schauspiel wichtiger als der Sport. Das ist dann so echt wie ein Gottesdienst, in dem alle brav dem Liederbuch folgen.

Ich empfinde das als bedauerlich.

Das lässt sich meiner Meinung nach nicht pauschal sagen. Durch die Adaptierung der Ultra-Kultur aus Italien gibt es in Deutschland definitiv eine Stimmung, die zum Teil unabhängig vom Spielgeschehen stattfindet. Das unterscheidet die Atmosphäre in den Stadien z.B. klar von der englischen Kultur. Dort findest du kaum bis keine organisierten Szenen und dementsprechend hast du ausschließlich spielbezogenen Support auf den Rängen. Wer diese Art des Supports besser findet, wird in Deutschland nicht unbedingt glücklich. Es hat aber auch den nachteiligen Effekt, dass bei manchen Spielen überhaupt nichts los ist. Ich war vor Jahren bei Fulham gegen Norwich und war echt schockiert, wie langweilig die Atmosphäre dort war.

Das ist in Deutschland anders und hier hast du permanent einen lautstarken Support, um die Mannschaft zu unterstützen. Trotzdem bin ich zum Teil bei dir, denn nicht alle Fanszenen bekommen es hin, in entscheidenden Momenten, das Spielgeschehen mehr in den Fokus zu ziehen und von langen Liedern, auf spielbezogenen Support zu wechseln. Das ist schade und ein Trend, den ich auch in Mainz beobachte, denn gerade in der Schlussphase von Spielen ist es halt mal besser, kurz aber dafür extrem laut zu sein. Kriegen die Jungs leider nicht immer hin. Im Endeffekt ist es aber von Stadion zu Stadion und von Szene zu Szene unterschiedlich. Und ja, bei einigen Szenen spielt auch die Selbstdarstellung eine Rolle. Da wird dann lieber 10-15 Minuten ein Lied gesungen, was kaum jemand im Stadion kennt oder kein Bock hat mitzusingen, als mal zu wechseln und ein paar spielbezogene Schlachtrufe einzubringen.

Ohne Szenen und Ultras wäre es in deutschen Stadien aber auch recht trostlos. Keine Choreografien, kein durchgehender Support (auch bei schlechten oder langweiligen Spielen) und keine Aktionen im Stadion (Merch-Verkauf, Spendensammlung für soziale Zwecke usw.)
 
(...)
und keine Aktionen im Stadion (Merch-Verkauf, Spendensammlung für soziale Zwecke usw.)
So schaut's aus. Ohne eine aktive und organisierte Fanszene, gäbe es wohl auch solche Aktionen nicht.
Bsp. 1860 München:
 
So schaut's aus. Ohne eine aktive und organisierte Fanszene, gäbe es wohl auch solche Aktionen nicht.
Bsp. 1860 München:
Ja, das kommt medial leider auch oft viel zu kurz. Natürlich veranstalten einige Szenen auch genug Mist über den berechtigterweise berichtet wird, allerdings kommt das soziale Engagement vor allem in Grundsatzdiskussionen über Ultras & Fußballfans oft viel zu kurz. Da sind es dann immer nur die fackelnden und zerstörenden Fußballidioten. In Mainz sammelt die Szene auch jedes Jahr, in einem eigens veranstalteten Weihnachtsmarkt am Bruchweg, viel Geld für soziale Zwecke.
 
Das waren laut Aushang die Kosten für die Choreo am Sonntag (1860 München gg. MSV Duisburg).

Was sagt ihr dazu?
"Normale" Kosten einer geplanten Choreo. Kann man drüber streiten ob sinnvoll oder nicht.
Die Ultras GE hatten im Heimspiel gegen Holstein Kiel zu Choreo-Spenden aufgerufen, es kamen sage und schreibe 63.872,95 Euro zusammen, welche für kommende Choreos eingesetzt werden sollen

Für soziale Zwecke wird an anderer Stelle gesammelt:

 
Zuletzt bearbeitet:
Es wurde nach dem Spiel auch gesammelt für die Choreokosten. Keine Ahnung wieviel da zusammengekommen ist.
Aber der Posten "Ponchos 7.350 €" ist für mich nicht nachvollziehbar bzw. irre hoch. Das waren einfach nur Mülltüten mit einem Loch für den Kopf.
 
Es wurde nach dem Spiel auch gesammelt für die Choreokosten. Keine Ahnung wieviel da zusammengekommen ist.
Aber der Posten "Ponchos 7.350 €" ist für mich nicht nachvollziehbar bzw. irre hoch. Das waren einfach nur Mülltüten mit einem Loch für den Kopf.
Meines Wissens nach muss das Material, welches für Choreos verwendet wird, schwer entflammbar sein
Daher könnte es dann doch stimmen. Gibt es denn überhaupt "Müllsäcke", die schwer entflammbar sind?
 
Bei den Ponchos macht es wahrscheinlich einfach die Menge. Oder wie viele haben die da benötigt?
 
Weil diese Choreopyromanen ohne Zündelei keine Freude empfinden können. Das ist ein großes Problem.
Nein, weil es sich bei Stadien um Versammlungsstätten handelt, sofern sie mehr als 5.000 Plätze bieten. Jetzt gibt es keine Spezialvorschrift für Choreos, könnte aber unter Ausschmückungen laufen, da wäre die Anforderung tatsächlich "schwer entflammbar" (§33 Absatz 4)
 
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