Diese Teams haben sich qualifiziert

Surinam (ja, Surinam) ist nur noch einen Sieg von der WM entfernt, denn Surinam fuehrt seine Quali-Gruppe punktgleich vor Panama an und weist dabei die bessere Tordifferenz (+5 zu +2) auf. Am letzten Spieltag (Dienstag) muss Surinam beim komplett ausgeschiedenen Guatemala ran, waehrend Panama zuhause das ebenfalls schon ausgeschiedene El Salvador empfaengt.

Noch besser dran ist Curacao(!), denn Curacao braucht in einer anderen Gruppe nur ein Auswaertsunentschieden bei Verfolger Jamaica, um sich fuer die WM zu qualifizieren. Ich vermute, dass Curaco das bevoelkerungsaermste Land waere, das sich je fuer eine WM qualifiziert hat, denn Curacao hat nur 156.000 Einwohner. Zum Vergleich: Trinidad & Tobago hat 1,5 Mio Einwohner, und selbst Island weist fast 400.000 Einwohner auf. Selbst Kap Verde hat (je nach Quelle) etwa 500.000-600.000 Einwohner.
 
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Erling Haaland hat in der europaeischen WM-Quali uebrigens 16 Tore erzielt. Die naechstbesten Torjaeger (u.a. Kane) kommen auf 8.
 
Surinam hat in Guatemela verloren und so die direkte WM-Quali verpasst, weil Panama gleichzeitig zuhause gegen El Slavador gewonnen hat. Aber immerhin zieht Surinam in das interkontinentale Playoff ein. Da dieses Playoff voll mit Gemuese ist (s.u.), gibt es noch eine echte Chance fuer Holland B.

Dagegen hat sich Curacao durch ein 0:0 in Jamaica tatsaechlich direkt fuer die WM qualifiziert. Krasse Sache, das. Falls sich jemand fragt, ob Curacao ein eigener Staat ist: Nein, ist es nicht. Curacao bildet mit Aruba und Bonaire die ABC-Inseln und gehoert zu den Niederlanden. Holland C ist also bei der WM am Start. Uebrigens spielt bei Curaco ein gewisser Jordi Paulina vom BVB mit.

Im Interkontinental-Playoff treten diese Laender an: Irak, DR Kongo, Bolivien, Jamaica, Surinam und Neukaledonien. Aus diesen 6 Mannschaften werden 2 WM-Teilnehmer gesucht, wobei der Irak und die DR Kongo jeweils fuer eines der beiden Finales gesetzt sind.
 
Nu ja, bei nem 48er Teilnehmerfeld ist zwangsläufig jede Menge „Gemüse“ dabei. Um mal bei deiner Wortwahl zu bleiben. Zumal ja Europa nur 3 Plätze plus bekommen hat und deutlich weniger Mannschaften schicken darf, im Verhältnis gesehen.

Bei Surinam sind ja auch einige Niederländer am Start, ist dass dann Holland B??
 
Ich hab doch selber schon Surinam als Holland B bezeichnet. Als genereller Tipp zu Nationalmannschaften: Wenn man auf die englischen Wikipedia-Seiten zu Fussballnationalmannschaften guckt, dann findet man da meist auch die aktuellen bzw. letzten Kader. Dabei wird dann auch gelistet, fuer welche Vereine die Spieler spielen. Bei Surinam sieht man jede Menge niederlaendische Namen, die bei Vereinen kreuz und quer durch Europa spielen, u.a. Jean-Paul Boetius und Sheraldo Becker:


Curacaos Spieler spielen zum grossen Teil in den Niederlanden. Neben dem vorher erwaehnten Jordi Paulina findet sich dort auch Juergen Locadia, der ja auch mal in der Buli gespielt hat.


Die in diesem Beitrag namentlich erwaehnten Spieler spielen alle auch erst "seit gestern" fuer ihre Nationalmmanschaften:

- Boetius seit 2025 fuer Surinam
- Becker seit 2021 fuer Surinam (da war er aber schon 26 und sicher schon jahrelang gut genug fuer Surinam)
- Paulina seit 2025 fuer Curacao (aber gut, der ist auch erst 21 Jahre alt)
- Locadia seit 2023 fuer Curacao (da war er schon 30)

Das sieht also stark danach aus, als haetten die beiden Verbaende da in den letzten Jahren verstaerkt angeworben.
 
Noch zum Gemuese im interkontinentalen Playoff. Nach der aktuellen FIFA-Weltrangliste sieht das so aus:

Irak 57.
DR Kongo 60.
Jamaika 68.
Bolivien 76.
Surinam 126.
Neukaledonien 150.

Zum europaeischen Vergleich: Albanien und Irland liegen auf den Plaetzen 61 und 62, Finnland auf Platz 72. Unter den Top 48 der Weltrangliste befinden sich uebrigens gleich 26(!) Laender aus Europa. Ich kann nicht einschaetzen, ob das die Staerke verhaeltnismaessig richtig widerspiegelt oder ob die Europaeer im FIFA-Ranking punktemaessig ueberbewertet werden.
 
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Dass sich Haiti in einer Gruppe mit Honduras und Costa Rica durchgesetzt hat, finde ich auch durchaus erwähnenswert. Nach über 50 Jahren ist man somit wieder bei einer WM dabei.
 
Es nehmen diesmal ja auch gleich mindestens 6 Mannschaften aus dem CONCACAF-Raum an der WM teil, weil sich neben den 3 Ausrichtern noch 3 weitere Laender direkt qualifizieren durften. Das ist natuerlich fuer die ganzen "kleinen" Nationen (also alles ausserhalb von den USA und Mexiko) eine einmalige Chance. Ich vermute, dass das auch erklaert, wieso Surinam und Curacao in die grosse Anwerbeoffensive gegangen sind: Dort hat man einfach die Zeichen der Zeit richtig erkannt. In 4 Jahren gibt es vermutlich wieder business as usual: 3 oder vielleicht 4 Startplaetze fuer CONCACAF, groesstenteils blockiert durch die USA, Mexiko und (angesichts juengster Leistungen) womoeglich auch Kanada.
 
Auch 2030 bekommt die Concacaf 6 Startplätze.


So sehr die anderen Verbände bei früheren Turnieren unterrepräsentiert ware, so sehr sind sie heute überrepräsentiert. Am Beispiel Concacaf

Bis 1978, als noch 16 Mannschaften an der WM teilnahmen hatten die 1 fixen Teilnehmer. MIt der Eerhöhung auf 24 Teilnehmer ab 1982 waren es dann 2, ab 1998 wurde auf 32 Mannschaften erhöht, und Concacaf bekam seinen dritten Teilnehmer. Und nun eben 6 fixe Teilnehmer.
 
Im entsprechenden englischen Wikipedia-Artikel wird kein Verteilungsschluessel erwaehnt (ebensowenig wie bei der FIFA selbst), und ich halte es fuer extrem unwahrscheinlich, dass der deutsche Artikel hier richtig liegt. Beispielsweise wuerde Europa durch die beiden Ausrichter ja zwei ausspielbare Qualiplaetze verlieren, was (ohne Nachzugucken) sehr wahrscheinlich im Gegensatz zu frueheren Turnieren steht. Auch Afrika verloere so einen ausspielbaren Qualiplatz. Da sag ich einfach mal: Not gonna happen.
 

Kuckst du. Steht ausdrücklich AB 2026, gilt daher auch für 2030. Kann natürlich noch geändert werden.
 
Im Englischen steht da "as of 2026", und "as of" ist nicht eindeutig. "As of today" kann beispielsweise sowohl "ab heute", "bis heute" oder auch "Stand heute" bedeuten.

Wir koennen uns aber auch fragen, welche Regionen und Laender fuer die FIFA von Interesse sind. Sind die CONCACAF-Laender ausserhalb von Mexiko, den USA und Kanada tatsaechlich von speziellem Interesse? Das halte ich fuer sehr unwahrscheinlich. Ich vermute, dass eher das Gegenteil gilt: Jede andere Konfoederation (abgesehen von Ozeanien) ist fuer die Vermarktung der FIFA interessanter als die mittelamerikanischen und karibischen Klein(st)staaten, selbst Afrika. Aus Afrika beispielsweise haben diesmal u.a. Nigeria und Kamerun die Quali verpasst. Deren Fehlen tut der FIFA sicher mehr weh, als ihr die 3 Mannschaften aus Panama, Haiti und Curacao bringen.
 
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So, jetzt noch ne dritte Quelle


Wir dir auch nicht reichen. Mach daraus was du willst. Und ja, ich finde das auch nicht sonderlich logisch, aber so isses halt. Wir werdne ja dann rund 2 Jahren sehen mit wie viel Startplätzen CONCACAF in die Quali geht. Ich lege es mir mal auf Wiedervorlage.
 
Auch da heisst es im Englischen "as of". Ich wuerde mal davon ausgehen, dass das Original die englischsprachige Pressemeldung ist.

Abgesehen davon passt die angegebene Aufteilung so natuerlich nicht, denn die Zahlen dort addieren sich zu 48,5 Startplaetzen. Im aktuellen Verteilungsschluessel sind sind das nicht halbe Startplaetze, sondern es ist jeweils ein Drittel eines Startplatzes, und CONCACAF hat zwei davon. Aber wie Du schon gesagt hast, wir werden es ja sehen.
 
(...)
Aus Afrika beispielsweise haben diesmal u.a. Nigeria und Kamerun die Quali verpasst. Deren Fehlen tut der FIFA sicher mehr weh, als ihr die 3 Mannschaften aus Panama, Haiti und Curacao bringen.
Si, wenn man von der Bevölkerungsanzahl ausgeht, gerade in Nigeria, und v.a. davon wie stark die Bevölkerung da noch in den nächsten Jahrzehnten wachsen wird, auf alle Fälle.

Was man natürlich aber fragen kann, ist, ob das dem Infantino nicht recht wurscht ist, denn der ist ja der Mann des Geldabsaugens und -ergaunerns im Zeitraum von bis zu 10 Jahren und fokussiert sich damit gerade ja sowieso darauf, dass er von seinen fragwürdigsten Partnern maximal viel Geld bekommt, möglichst unabhängig davon wer bei einer WM als Teilnehmer am Nasenring durch die Manege gezogen wird und Geld für die Korrupsis reinholt.

Was ich damit sagen will:
Zum jetzigen Zeitpunkt tut es der FIFA nicht wirklich weh, ob nun Nigeria 2026 nicht dabei ist dafür aber Panama, denn das Ding ist ja schon durch und USA, Mexiko, Argentinien, Brasilien, England, Spanien, Frankreich, Deutschland, etc. machen ja gerne die willfährigen Darsteller für diese würdelose Show und werden auch genug Zuschauer davon überzeugen, dass das schon eine geile Sache ist da in USA.
Mich wundert eher, dass Saudi-Arabien nicht schon 2030 drankam, denn die sind für Infantino sicher attraktiver als das olle, arme Europa mit Marokko.
 
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