Ich glaube das wurde in der ARD-Doku ganz gut beleuchtet. Die Fallhöhe aus der zweiten Liga war damals natürlich noch deutlich höher als heute. Ich glaube man hätte kaum jemanden vermitteln können, dass man den Verein freiwillig den Bach runtergehen lässt, zig Mitarbeitende entlassen muss und einen Neustart in der Oberliga oder tiefer wagt. Da greift man eben zum letzten Strohholm, um den Verein zu retten. Zumal sicherlich niemand daran geglaubt hat, dass die Entscheidung pro Ismaik und Erhalt des Vereins in so einem langwierigen Desaster endet.
Die Frage die ich mir bis heute stelle, ist, wie Ismaik angeblich nicht wissen konnte, dass es in Deutschland 50+1 gibt und er im Prinzip nichts zu sagen hat. Fairerweise muss man sagen, dass ich in so einer Situation wahrscheinlich auch angepisst wäre, wenn ich so viel Geld investiere und am Ende den Verantwortlichen zuschauen muss, was sie damit fabrizieren. Entweder hat es Ismaik nicht verstanden, wollte es nicht verstehen oder die Vereinsvertreter haben bewusst Informationen zurückgehalten. Wobei wahrscheinlich jeder x-beliebige Rechtsanwalt es im Handumdrehen herausgefunden und Ismaik hätte informieren können.
Zur aktuellen Situation: Was man derzeit liest, klingt wirklich nicht gut und Ismaik scheint sie wohl tatsächlich ein zweites Mal in die Regionalliga zu schicken. Was auf allen Ebenen überhaupt keinen Sinn macht und auch ihn Geld kosten wird. Sein geforderter Neuanfang mit neuen Strukturen wäre auch in der dritten Liga möglich -> mit dem Vorteil, dass der Weg nach oben bedeutend kürzer ist. Naja Haching wird sich freuen, wenn sie sich dann nächstes Jahr mit Sechzig rumschlagen müssen. Sollte Würzburg noch die Relegation vergeigen wird es in der Regionalliga Bayern richtig bunt.