Zuschauerschnitt im europäischen Vergleich

K

kthesun

Guest
Da geht es sicher auch darum, dass man für ein volles Stadion halt auf die Einnahmen von 10.000 Zuschauern mehr verzichtet.
Es ist immer besser wenn man sagen kann: Vor ausverkauften Haus.
Zum einen wegen der Atmosphäre, zum anderen für die Publicity (steht in jedem Artikel, dass das Stadion ausverkauft war, achtet mal darauf). Außerdem ist es für die langfristige Preispolitik viel einfacher wenn höhere Nachfrage als Angebot herrscht.

Kann auch sein, dass das Stadion größer geworden wäre, wenn es von Anfang an nur für den FCB, und nicht auch für 1860 gebaut worden wäre.

Würde mich aber auch interessieren ob es irgendwo eine schlüssige, belegte Antwort darauf gibt warum man nicht gleich das größte Stadion Deutschlands gebaut hat, wenn man schon gerade ein neues baut.
 
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K

kthesun

Guest
Nein, ungefähr so:


Du hast einfach unrecht. Im Profilfussball werden Torwärte nicht gewechselt wie Feldspieler. Keiner macht das, weil es psychologisch schlecht fürs Team und für den Spieler ist. Wenn sich der Torwart nicht verletzt, dann beendet man das Spiel mit dem Torwart mit dem es angepfiffen wurde. Und hat die Konsequenzen zu tragen.

Und auch wenn du der Meinung bist, dass das nicht nötig ist. Leider sind offenbar alle Profi-Trainer nicht so schlau wie du. Sonst hätte man z.B. den VFB-Torwart ausgewechselt, nachdem er gegen Bayern gleich 2,5 Gegentore verschuldet hat und bei jedem Ball ein Risiko darstellte.

Das fett gedruckte ist übrigens das Zitat, dass du aus dem Zusammenhang gerissen hast.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Da geht es sicher auch darum, dass man für ein volles Stadion halt auf die Einnahmen von 10.000 Zuschauern mehr verzichtet.
Es ist immer besser wenn man sagen kann: Vor ausverkauften Haus.

Das ist mit Sicherheit falsch, weil es kaum eine, um nicht zu sagen keine, Sau interessiert, ob ein Spiel ausverkauft war oder nicht. Und kein Verein der welt würde sich wohl den Luxus gönnen (oder so blöd sein), auf Huntertausende Euro Zuschauereinnahmen pro Spieltag zu verzichten, nur um sagen zu können, es war ausverkauft. Das ist nun wirklich völlig abwegig.
 

Aiden

Kölsche Fetz
Gibt es da irgendwelche Quellen mit Zahlen, das würde mich mal interessieren. Ich hab leider nix gefunden.

Dafür so tolle infos wie: 3.985 Blockstufen auf den Tribünenfertigteilen! :D

Ich hab auch keine Quelle dafür, aber ein vergleichbares Beispiel.
In Köln geistert auch immer wieder der Gedanke um, das Stadion auszubauen. Hier gibt es sogar 3 Möglichkeiten, dies zu tun:
1. Man baut in die Höhe aus
2. Man versenkt das Spielfeld und baut an
3. Man schließt die Ecken.

Pläne dafür liegen schon seit 2 Jahren sowohl beim FC, als auch bei der Kölner Sportstätten GMBH und beim Amt für Bauwesen vor.
Möglichkeit 3 fällt bei den Bayern weg.
Jetzt können wir wieder Milchmädchenrechnungen machen.
Damit sich ein Ausbau des Stadions lohnt, müsste man um mindestens 10.000 Zuschauer, sprich auf 60.097 ausbauen. Wieviel soetwas kostet, lässt sich allein mit Abschätzen nachvollziehen. Denn die Kosten würden hier sicherlich im zweistelligen Millionenbereich liegen.
Rechnen wir nun mit einem durchschnittlichen Ticketpreis von 25 Euro, wären das 250.000 Euro pro Spiel, die mehr eingenommen werden würden. Natürlich unter der Vorraussetzung, dass diese Spiele auch ausverkauft sein werden.
Hinzu kommt ein höheres Aufkommen an Sicherheitspersonal, höhere Unterhaltskosten, etc.

Beim FC würde dann auch eine höhere Stadionmiete fällig (ok, die fällt bei den Bayern weg). Nach Abzug dieser Punkte komme ich zu dem Entschluss, dass mindestens 10 Ligaspiele pro Saison ausverkauft sein müssen, damit sich das ganze rentiert.

Ob das für die Bayern realistisch ist, weiß ich nicht. Für den FC wäre das ein zu hohes Risiko. Deshalb zögert man hier auch mit dem Ausbau.
 

Aiden

Kölsche Fetz
Das ist mit Sicherheit falsch, weil es kaum eine, um nicht zu sagen keine, Sau interessiert, ob ein Spiel ausverkauft war oder nicht. Und kein Verein der welt würde sich wohl den Luxus gönnen (oder so blöd sein), auf Huntertausende Euro Zuschauereinnahmen pro Spieltag zu verzichten, nur um sagen zu können, es war ausverkauft. Das ist nun wirklich völlig abwegig.

Da gebe ich dir Recht. Der Fan ist nicht erstmal Fan, sondern Kunde. Und je mehr Kohle man durch einen Kunden generieren kann, desto besser.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Die Allianzarena ist ja noch nicht alt. Ich meine ja nicht, dass die Bazis die jetzt umbauen sollen, sondern ich wundere mich, dass die nicht gleich ein größeres Stadion gebaut haben. Aber - wie gesagt - die einzig nachvollziehbare Erklärung wäre, dass sich das einfach nicht lohnt. Die andere, dass die sich bei der Nachfrage verkalkuliert haben, und diese unterschätzt haben. letzteres glaube ich aber nicht.
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
Die Allianzarena ist ja noch nicht alt. Ich meine ja nicht, dass die Bazis die jetzt umbauen sollen, sondern ich wundere mich, dass die nicht gleich ein größeres Stadion gebaut haben. Aber - wie gesagt - die einzig nachvollziehbare Erklärung wäre, dass sich das einfach nicht lohnt. Die andere, dass die sich bei der Nachfrage verkalkuliert haben, und diese unterschätzt haben. letzteres glaube ich aber nicht.

Ich denke, es ist eine Mischung aus dem Irrtum über die konstant hohe Nachfrage und einer komplizierten Grenzwertprognose. Nämlich der, welches das optimale Verhältnis zwischen Baukosten und Zuschauer (zw. Ertrag) ist.

In den Jahren vor der Allianz-Arena war der Schnitt im Olympiastadion auch nicht "übermäßig" dolle. 1999/00 bei knapp 43.000 (dabei 2 mal ausverlauft, insgesamt 9 mal über 60.000), danach wie folgt: 00/01: 50.000 (1/6); 01/02: 53.000 (0/8); 02/03: 52.500 (1/7); 03/04: 55.500 (0/9); 04/05: 53.500 (0/7)

Der Schnitt lag also zuletzt zwischen 52.000 und 55.000. Ausverkauft war nicht oft. Selbst wenn man nun eine Modernisierungs-Steigerung einberechnet, isses fraglich, ob ein Potential von konstant mehr als 70.000 Zuschauern absehbar war. Und ob sich das dann gerechnet hätte.
 
Was kann den Barcelona dafür, wenn in München so 'ne kleine Schüssel gebaut wird.

Wenn man die prozentuale Auslastung als Maßstab nimmt, dann ist auch Freiburg und Mainz plötzlich mit von der Partie, die kratzen auch ganz dolle an den 100%.

Wäre trotzdem mal ganz interessant, wie groß der Zuschauererschnitt in Prozent ist.
Aber das Bayern es wirklich auf eine Auslastung von 100% bringt, bezeifel ich mal. Alleine schon, weil immer mal ein Gastverein ein paar Karten zurückgibt.
Und ob wirklich immer alle Karten weggehen, wenn z.B. Mainz, Cottbus oder Hannover kommen?
Würde ja gleichzeitig bedeuten, dass die Chance kurzfristig eine Karte zu bekommen, minimal ist. :suspekt:
 
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pauli09

2. Ewige Tabelle "1gg1"
Die Allianzarena ist ja noch nicht alt. Ich meine ja nicht, dass die Bazis die jetzt umbauen sollen, sondern ich wundere mich, dass die nicht gleich ein größeres Stadion gebaut haben. Aber - wie gesagt - die einzig nachvollziehbare Erklärung wäre, dass sich das einfach nicht lohnt. Die andere, dass die sich bei der Nachfrage verkalkuliert haben, und diese unterschätzt haben. letzteres glaube ich aber nicht.
so ist es! hoeneß legt keinen wert auf 10.000 5-€-zuschauer mehr.;)
 

Es gib also keine Tageskassen? :suspekt:
Man muß, um eine Karte zu bekommen, diese Wochen wenn nicht Monate vorher bestellen, evtl. sich darum "bewerben"?
Und überhaupt, warum ist dann auf Stadionwelt (Aidens Link) ein Zuschauer Schnitt von 69.000 angegeben. Die AA fasst aber - laut Wikipedia 69.901 (der eine ist wohl Franz Beckenbauer :D)
Zum Vergleich:
Schalke: Zuschauerschnitt 61.388 Plätze Veltinsarena: 61.673
Dortmund: Zuschauerschnit: 77.385 Plätze Signal Iduna Park: 80.720
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Ich denke, es ist eine Mischung aus dem Irrtum über die konstant hohe Nachfrage und einer komplizierten Grenzwertprognose. Nämlich der, welches das optimale Verhältnis zwischen Baukosten und Zuschauer (zw. Ertrag) ist.

In den Jahren vor der Allianz-Arena war der Schnitt im Olympiastadion auch nicht "übermäßig" dolle. 1999/00 bei knapp 43.000 (dabei 2 mal ausverlauft, insgesamt 9 mal über 60.000), danach wie folgt: 00/01: 50.000 (1/6); 01/02: 53.000 (0/8); 02/03: 52.500 (1/7); 03/04: 55.500 (0/9); 04/05: 53.500 (0/7)

Der Schnitt lag also zuletzt zwischen 52.000 und 55.000. Ausverkauft war nicht oft. Selbst wenn man nun eine Modernisierungs-Steigerung einberechnet, isses fraglich, ob ein Potential von konstant mehr als 70.000 Zuschauern absehbar war. Und ob sich das dann gerechnet hätte.

So schwieig ist das mathematisch nicht. Schwieriger ist eher, die "tatsächlichen" Zuschauerzahlen vorrauszusehen. Deine Zahlen sehen ganz überzeugend aus. Da haben sich die Bayern vielleicht tatsächlich unterschätzt. (Könnte aber auch typisch Hoeness sein, der ja jegliches finanzielle Risiko scheut, auch das allerkleinste, und so ja schon länger zum Bremsklotz der Entwicklung des FCB wurde.)
 
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