WM 2014 Gruppe A: Brasilien, Mexiko, Kroatien, Kamerun

Wer schafft es in die KO-Runde? (2 Antworten möglich)


  • Umfrageteilnehmer
    17

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Die Gruppe des Gastgebers. Klar, Brasilien wird weiterkommen, als Gruppenerster. Oder doch nicht? Mit Mexiko und Kroatien haben wir zwei gleichwertige Mitmacher, die sich wohl wenigstens um Platz 2 streiten werden. Oder wird es evtl. sogar spannender, weil einer den Brasilianern ein Bein stellt? Kamerun scheint dagegen nur Kanonenfutter zu sein. Ein Endspiel ums weiterkommen könnte das Spiel am 23.6. werden.

Brasilien:Kroatien
Do 12.06.2014 22:00

Mexiko:Kamerun
Fr 13.06.2014 18:00 I

Brasilien:Mexiko
Di 17.06.2014 21:00

Kamerun:Kroatien
Do 19.06.2014 00:00

Kroatien:Mexiko
Mo 23.06.2014 22:00

Kamerun:Brasilien
Mo 23.06.2014 22:00

Nach neusten Erkenntnissen ist Kroat-ien im Vorteil ;)
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Kamerun ist mein ganz heisser Tipp fuers Viertelfinale. Mark my words!

Volker Finke traue ich auch alles zu. Kamerun also die Überraschungsmannschaft der Gruppe, die sowohl Mexiko als auch Kroatien hinter sich lässt. Und vielleicht sogar Brasilien?
 

Detti04

The Count
Mein Vertrauen in Kamerun liegt nicht an Finke, sondern an den Spielorten, denn Kameruns entscheidende Spiele finden in den Tropen statt: Gegen Mexiko spielt man in Natal, gegen Kroatien gar in Manaus. Und sollte Kamerun tatsaechlich als Gruppenzweiter weiterkommen, dann tritt man im Achtelfinale in Fortaleza an.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Ans Klima hatte ich jetzt gar nicht gedacht. Spielt das wirklich eine so große Rolle?
 

Detti04

The Count
Bist Du schon mal in den Tropen gewesen? Manaus, Fortaleza und Natal liegen nur etwa 3 bis 6 Grad suedlich vom Aequator, mehr tropisch geht also nicht. Zum Vergleich: Kameruns Hauptstadt Yaounde liegt knapp 4 Grad Nord. Die durchschnittliche Tagestiefst(!)temperatur betraegt in Manaus im Juli 22,7 Grad - als Europaeer geht man bei sowas nur noch kaputt.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Nee, in Tropen war ich noch nicht, nur mal in der Wüste. Das heißt also, Kroatien kann ich getrost abschreiben? In Mexico soll es ja auch recht heiß werden.

Aber auch jenseits des Klimavorteils: In der Vergangenheit war Kameruns Nationalelf („Die unbezähmbaren Löwen“) ja gar nicht mal so unerfolgreich.
 

huelin

Quite clear, no doubt, somehow
Hab gestern ein paarmal kurz auf RTP Internacional gezappt... Kamerun wurde von den Portugiesen ganz schön abgebügelt...
Demnach dürfte die spannendste Frage in der Gruppe sein, ob Kroatien oder Mexiko Zweiter wird.
 

Detti04

The Count
Hab gestern ein paarmal kurz auf RTP Internacional gezappt... Kamerun wurde von den Portugiesen ganz schön abgebügelt...
Demnach dürfte die spannendste Frage in der Gruppe sein, ob Kroatien oder Mexiko Zweiter wird.
Kroatien hat in der Schweiz 2:2 gespielt, Mexiko zuhause gegen Nigeria 0:0 - das sind auch nicht gerade furchteinfloessende Resultate. Ich bleibe dabei: Kamerun wird Gruppenzweiter, und Mexiko wird gar nichts reissen.
 

huelin

Quite clear, no doubt, somehow
Wenn die Mexikaner so schlecht sind, dann isset aber doch erstaunlich, dass sie gegen euch so klar gewonnen haben. :weißnich:
 

Oldschool

Spielgestalter
Moderator
Mexiko ist deswegen so oft bei WMn dabei, weil sie in ihrem Verband CONCACAF auf Gegner treffen, denen sie überlegen sind/waren. Wären sie in der CONMEBOL, hätten sie sich nicht so oft qualifiziert. Dieses mal brauchten sie sogar Schützenhilfe soweit ich mich erinnere. Mexiko wird eigentlich überschätzt, bei ihren Turnieren im eigenen Land ( 1970 und 1986 ) sind sie max. bis ins 1/4 Finale gekommen.
 

Detti04

The Count
Wenn die Mexikaner so schlecht sind, dann isset aber doch erstaunlich, dass sie gegen euch so klar gewonnen haben. :weißnich:
Neuseeland war ja auch schwach, selbst fuer die eigenen Verhaeltnisse. Am Dienstag spielten die All Whites uebrigens unter ihrem (vermutlich nur) Interimscoach Neil Emblen und mit ein paar neuen Spielern in Tokio gegen Japan - und lagen nach 17 Minuten mit 0:4 hinten. Danach hatte Japan wohl ein Einsehen und nahm den Fuss vom Gas, sodass es am Ende nur 4:2 ausging.
 
Mexiko wird eigentlich überschätzt, bei ihren Turnieren im eigenen Land ( 1970 und 1986 ) sind sie max. bis ins 1/4 Finale gekommen.

Diese Turniere dürften unglaublich viel über das aktuelle Leistungsvermögen des Teams aussagen. :D

Brasilien ist gesetzt, Kroatien hat gute bis überragende Spieler aber überzeugen konnten die in der Nationalmannschaft selten. Mexiko muss zusehen, dass nach Vela nicht noch mehr Spieler absagen. Giovani Dos Santos war beim Spiel gegen Nigeria dann doch nicht dabei, obwohl er nominiert wurde, hat er auch keine Lust mehr aufs Nationalteam? Kann dazu nichts finden. Aktuell eine Wundertüte, auch wenn der neue (naja, so "neu" ist er gar nicht mehr) Trainer ganz gut ist.

Kamerun hat keine Kreativabteilung, dafür Eto'o. Aber der ist 32, vielleicht 35. ;)
 

jambala

Moderator
@detti: in Kroatien sind solche Temperaturen im Sommer auch keine Seltenheit (kann ich aus eigenem Erleben aus SFOR-Zeiten sagen). Die Hitze ist aber im Gegensatz zu der in Brasilien trocken. Wenn sie Probleme bekommen, dann eher wegen der hohen Luftfeuchtigkeit von zu erwartenden über 80%.
 

Detti04

The Count
Wie gesagt, die durchschnittliche Tagestiefsttemperatur (also nachts) liegt im Juli in Manaus bei 23 Grad. Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass man das in Kroatien dauerhaft erreichen kann. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Tropenklima und selbst der heisseste Sommer in Deutschland kein Vergleich sind.
 

jambala

Moderator
Juni 1998 bis Ende August hatten wir in Mostar (gut, ist nicht Kroatien, aber nah an der Grenze in der Herzegovina) durchgängig tagsüber um die 43°C im Schatten, Nachttemperaturen um die 20°. Aber bei relativer Luftfeuchte um die 45%.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Naja, aber meint ihr wirklich, dass das den Profisportlern und deren professionellen Betreuern nicht klar ist und die sich da entsprechend drauf einstellen können?

Ist ja auch nicht so, dass die Südamerikanischen Mannschaften (oder Spanien/Griechenland, da isses vielleicht heiß!) Probleme haben, wenn die WM mal in sonen Kühlschrankland wie Schland stattfindet. ;)
 

huelin

Quite clear, no doubt, somehow
Naja, aber meint ihr wirklich, dass das den Profisportlern und deren professionellen Betreuern nicht klar ist und die sich da entsprechend drauf einstellen können?

Ist ja auch nicht so, dass die Südamerikanischen Mannschaften (oder Spanien/Griechenland, da isses vielleicht heiß!) Probleme haben, wenn die WM mal in sonen Kühlschrankland wie Schland stattfindet. ;)
Klar werden die sich drauf einstellen und keine körperlichen Schäden davontragen. Trotzdem wird dem Körper mehr abverlangt als bei durchschnittlichen Bedingungen, und das könnte eben den Unterschied ausmachen.

Und der Vergleich mit den Südeuropäern in Mitteleuropa ist Quatsch, da die Temperaturen z.B. in Deutschland im Sommer meist immer noch höher sind als das, was sie aus ihren eigenen Ländern im Winter gewohnt sind. :)
 
Naja, aber meint ihr wirklich, dass das den Profisportlern und deren professionellen Betreuern nicht klar ist und die sich da entsprechend drauf einstellen können?

Natürlich werden die sich darauf einstellen.

Luftfeuchtigkeit hin oder her, egal ob Hitze oder Kälte, das sind -wie du schon geschrieben hast - Profisportler und keine Touristen.
 

jambala

Moderator
Sag ich ja, die Luftfeuchte stellt eher das Problem dar. Die macht auch austrainierten Profis Probleme wie man bei diversen Olympiaden und anderen Events schon sehen konnte.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Welcher Favorit ist denn in der Vergangenheit am Klima gecheitert? Also mir fällt spontan keiner ein.
 

jambala

Moderator
Es ging doch viel mehr um die Frage, ob die Kroaten aufgrund der Temperaturen von vorne herein scheitern oder nicht. Und für mich sind diesbezüglich eben die Messen noch nicht gelesen.
 
Es ging doch viel mehr um die Frage, ob die Kroaten aufgrund der Temperaturen von vorne herein scheitern oder nicht. Und für mich sind diesbezüglich eben die Messen noch nicht gelesen.

Die Frage ist eigentlich, wieso das Klima auf die Kroaten größeren negativen Einfluss haben sollte, als auf die Spieler Kameruns. Versteh ich nämlich nicht so ganz.
 

jambala

Moderator
Weil Kamerun nun mal näher am Äquator liegt als Kroatien - und somit vertrauter mit dem Klima ist - so die Argumentation von detti, weshalb er Kamerun im Vorteil sieht.
 

GaviaoDaFiel

Last Dino Standing
Ist ja auch nicht so, dass die Südamerikanischen Mannschaften (oder Spanien/Griechenland, da isses vielleicht heiß!) Probleme haben, wenn die WM mal in sonen Kühlschrankland wie Schland stattfindet. ;)

Nope, weil die meisten NM-Spieler eh in europäischen Klubs spielen und das Klima gewohnt sind.

Das Problem ist - wie schon hier gesagt - die Luftfeuchtigkeit. Man wird sehen.
 

Detti04

The Count
Die Frage ist eigentlich, wieso das Klima auf die Kroaten größeren negativen Einfluss haben sollte, als auf die Spieler Kameruns. Versteh ich nämlich nicht so ganz.
Du saehest also umgekehrt z.B. skandinavische Teams nicht im Vorteil gegenueber afrikanischen, wenn irgendwo bei Minustemperaturen gespielt wuerde?

Kameruns Spieler treten in den Tropen unter Bedingungen an, die fuer sie normal sind, denn sie sind ja in den Tropen aufgewachsen. Ihr kompletter Stoffwechsel ist also daran perfekt gewoehnt (er entstand ja unter diesen Bedingungen), waehrend das bisschen Akklimatisierung, was ein erwachsener Mensch in 4 Wochen Vorbereitung erreichen kann, im Vergleich dazu vermutlich relativ witzlos ist. Da hilft auch Fitness nur eingeschraenkt. Zusaetzlich nehme ich an, dass das aehnlich wie bei Hoehe ist: Mancher kommt besser damit zurecht, mancher nicht so toll. Wenn man aber in der Hoehe aufgewachsen ist, dann sollte man doch Null Probleme mit ihr haben.

EDIT: Ein Ratgeber des DOSB zu den Olympischen Spielen in Peking sagt uebrigens, dass "eine spezielle Anpassung an feuchte Hitze nach bisherigen Erkenntnissen nicht moeglich ist":

https://www.dosb.de/fileadmin/fm-dsb/downloads/Peking_Geaenderte_Seite_34.pdf

Ziemlich cool finde ich uebrigens die Grafik zu Marathonsiegerzeiten und Aussentemperatur auf S. 28.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du saehest also umgekehrt z.B. skandinavische Teams nicht im Vorteil gegenueber afrikanischen, wenn irgendwo bei Minustemperaturen gespielt wuerde?

Kameruns Spieler treten in den Tropen unter Bedingungen an, die fuer sie normal sind, denn sie sind ja in den Tropen aufgewachsen. Ihr kompletter Stoffwechsel ist also daran perfekt gewoehnt (er entstand ja unter diesen Bedingungen), waehrend das bisschen Akklimatisierung, was ein erwachsener Mensch in 4 Wochen Vorbereitung erreichen kann, im Vergleich dazu vermutlich relativ witzlos ist. Da hilft auch Fitness nur eingeschraenkt. Zusaetzlich nehme ich an, dass das aehnlich wie bei Hoehe ist: Mancher kommt besser damit zurecht, mancher nicht so toll. Wenn man aber in der Hoehe aufgewachsen ist, dann sollte man doch Null Probleme mit ihr haben.

EDIT: Ein Ratgeber des DOSB zu den Olympischen Spielen in Peking sagt uebrigens, dass "eine spezielle Anpassung an feuchte Hitze nach bisherigen Erkenntnissen nicht moeglich ist":

https://www.dosb.de/fileadmin/fm-dsb/downloads/Peking_Geaenderte_Seite_34.pdf

Ziemlich cool finde ich uebrigens die Grafik zu Marathonsiegerzeiten und Aussentemperatur auf S. 28.


Nein, die Temperaturen wären meiner Meinung nach kein Vorteil. Yaya Touré spielt in Manchester auch im Winter nicht schlechter, als in Spanien. (dazu noch was in Sachen Marathon)

Der Stoffwechsel eines Menschen wird nicht von den Vorfahren geprägt und auch nicht in den ersten Lebensjahren sondern von den täglichen Gewohnheiten. Und er reagiert recht schnell auf Änderungen. Fitness und Training bei den richtigen Bedingungen ist das Wichtigste. Da das im Fußball teilweise etwas zu kurz kommt, wird das Klima überhaupt erst zum Thema. Aber Weltmeister wird durch hohe Luftfeuchtigkeit und Hitze niemand, genauso wie sich davon niemand abhalten darf. Wird hinterher als Ausrede herhalten, ich weiß, ist aber extrem unprofessionell.

Als ich als Freizeitsportler den Bangkok Marathon mitgemacht hab, war es unangenehm heiß, sehr feucht und alle haben geschwitzt wie sonst was. Auch die Kenianer in der ersten Reihe, die übrigens in Kenia leben und trainieren. Klar waren die auch hier vorne. Aber Rekordzeiten läuft dort niemand. Die Grafik und den Ratgeber werde ich mir später mal ansehen, wenn ich am PC bin. Würde aber darauf wetten, dass die (professionellen) Teilnehmer aus Afrika in kälteren Regionen nicht schlechter abschneiden, als beispielsweise in Bangkok sondern genau dort, wo es nicht so feucht und heiß ist, Weltrekorde setzen.

Wie es in großer Höhe aussieht, weiß ich nicht. Hab keine Erfahrungen damit.
 
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