Wie sehr schlägt dein Herz für die deutsche NM?

Okay, mach mach ich mich erstmal unbeliebt...

Was das Bashing von Anja und Tanja angeht: wie sieht das bei euch denn mit Handball-, Hockey-, Eishockey-, etc. WMs aus, vor allem wenn Deutschland erfolgreich ist? Selber noch nie 'nen Handball in der Hand gehabt, aber trotzdem innerhalb von 2 Gruppenspielen zum Oberexperten geworden? Und dann, wenn Deutschland gewinnt, "ole ole, super Deutschland"? Wenn schon nciht gegroehlt, dann wenigstens gefuehlt? Und laeuft das bei diversen Einzelsportart-WMs oder Olympischen Spielen nicht genauso? Was meint ihr wohl, wie sich z.B. jemand fuehlt, der mal selber aktiv Biathlon betrieben hat, wenn er in Oberhof in einer Menge von 10.000 Menschen steht, die ihm erzaehlen, dass "die Kati auf Platz 5 aber echt scheisse war heute"? Kurz und gut, mit Anja und Tanja ist es wie mit dem Stau: Du stehst nicht im Stau, Du bist der Stau. In dem Sinne: Du bist nicht von Anjas und Tanjas umgehen, Du bist Anja und Tanja. Oder um es mal im besten Bild-Stil zu schrieben:

Wir sind Anja und Tanja!

:top::top::top::top::top::top::top::top::top::top::top::top::top::top:
Mir geht diese unsägliche Arroganz so mancher auch auf den Sack. Wer nicht mindestens ne Dauerkarte für den nächstgelegenen Bundesligisten sein eigen nennt, soll gefälligst nicht mitjohlen; ist schließlich nur ne Event-Anja-Tanja.
 

andon

Glubbsau
Es geht doch gar nicht um eine Dauerkarte, aber ein winziges Grundinteresse am Fußball auch zwischen EM und WM wäre m.E. schon wünschenswert. Wobei ich Detti in dem Punkt schon recht geben muss, dass es bei anderen Sportarten ja ähnlich ist, es da nur keine Public Viewings gibt.

Wenn ich sehe, dass nach dem erreichen des ACHTELFINALES hier unzählige Menschen mit dem Auto hupend durch die Straßen fahren, fühl ich mich in meiner Event-Antipathie aber nur bestätigt.
 

andon

Glubbsau
Bejubeln ja. Gejubelt hab ich selbstverständlich auch.

Aber ich halte das dennoch für unverhältnismäßig. Und ein Autokorso nach dem Überstehen der Gruppenphase sagt für mich nur eines aus: Das Event steht über dem eigentlichen Spiel.
 
Bejubeln ja. Gejubelt hab ich selbstverständlich auch.

Aber ich halte das dennoch für unverhältnismäßig. Und ein Autokorso nach dem Überstehen der Gruppenphase sagt für mich nur eines aus: Das Event steht über dem eigentlichen Spiel.

Es ist Fusssball-WM! Das für die halbe Welt (oder besser 5/6) wichtigste Sportereignis überhaupt, das nur alle 4 Jahre stattfindet! Da ist ein Autokorso nach einem Gruppensieg in der Vorrunde irgendwie doch ein Stückchen angebrachter und verständlicher, als wenn der Glubb zum gefühlten hundertsten Mal knapp den Abstieg verhindert.

Ne Fussball-WM ist halt ein Event, aus die Maus.
 

andon

Glubbsau
Ich glaube, Deutschland hat schon häufiger den Gruppensieg bei einer WM erzielt als der Glubb den Abstieg knapp vermieden. ;)
 

Holgy

Kommischer Foggel
Moderator
Okay, mach mach ich mich erstmal unbeliebt...

Was das Bashing von Anja und Tanja angeht: wie sieht das bei euch denn mit Handball-, Hockey-, Eishockey-, etc. WMs aus, vor allem wenn Deutschland erfolgreich ist? Selber noch nie 'nen Handball in der Hand gehabt, aber trotzdem innerhalb von 2 Gruppenspielen zum Oberexperten geworden? Und dann, wenn Deutschland gewinnt, "ole ole, super Deutschland"? Wenn schon nciht gegroehlt, dann wenigstens gefuehlt?

Wir sind Anja und Tanja!

Nö, mach ich nicht und bin deswegen zum Glück weder Anja noch Tanja. Mich interessiert weder Hockey noch Handball noch Formel1 noch Tennis, da kann Weltmeisterschaft sein oder sonst was, da schaue ich mir nix an und mir ist völlig wumpe wer da wen schlägt und wer da gewinnt und ich jubel da kein Stück, auch nicht innerlich.

Wenn mich eine Sportart interessiert, dann kenne ich auch die Regln soweit das nötig ist. Ich bin völlig Pro-Anja-und-Tanja Dissing und Bashing! Die interessieren sich nicht die Bohne für Fußball, was soll das also? Die könne ja gerne feiern, gibt ja genung Anlässe. Grand-Prix, DSDS, Loveparade,Karneval, Ballermann,... Meinetwegen können die sich auch bei diesen Abfeierstellen wie am Brandenburger Tor treffen, sich verkleiden und ihren Spaß haben. Aber gut finde ich das nicht. Und ansonsten sollen die wegbleiben.
 
Zuletzt bearbeitet:

Rupert

Friends call me Loretta
(...)
Wir sind Anja und Tanja!

Kann ja nur für mich sprechen: Du willst mich aber sicher nicht im schwarz-rot-goldenen Mini sehen.

Zum Rest: Stehe weder in Handballhallen rum, noch hänge ich in Ruhpolding ab und in der Lanxess-Arena plärre ich auch nicht "schlaaaand" und beglücke meine Umwelt mit Fachwissen über Wayne Gretzky.

---> Ich zieh' weiter über Anja & Tanja her und erfreue mich in manchen Fällen an ihnen.
 
Zuletzt bearbeitet:

pauli09

2. Ewige Tabelle "1gg1"
Was wäre los, die Eventfans würden heulen weil sie nicht mehr zum PV gehen können. Und der eine oder andere Fan wäre enttäuscht.
nö, die würden einfach weiter zur nächsten party ziehen.
warum sollten die heulen? die interessiert der fußball doch gar nicht.
und bier kann man bei jedem anlass trinken.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Was das Bashing von Anja und Tanja angeht:
Mich kannst du kaum meinen, ich guck mir
- Handball gar nicht
- Eishockey nur selten und dann höchstens interessiert
- den Rest bei Gelegenheit
an, und das alles ohne Fähnchen

Die Sportart, in der ich mich noch besser auskenne als Fussball, schaue ich sogar völlig emotionslos, weil mich das Spiel aus rein regeltechnischen
und ästhetischen Gründen interessiert.

Und ein Auto hab ich nicht.

Für die Leute, die gestern "so sehen Sieger aus" singend durch die Straßen zogen hab ich nur Mitleid übrig.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Und ich Verwunderung: Wie kann man so große Selbstironie entwickeln ohne es zu merken? Bzw. Wie groß kann die Diskrepanz zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung denn werden?

Aber ich unterstelle jetzt mal den meisten der Singer: Die würden auch "Piep, Piep, Piep" singen, wenn's andere sängen und es grad in wäre. Der Text ist also recht wurscht für diejenigen, Hauptsache gesungen.
 
Zuletzt bearbeitet:

huelin

Quite clear, no doubt, somehow
Es ist Fusssball-WM! Das für die halbe Welt (oder besser 5/6) wichtigste Sportereignis überhaupt, das nur alle 4 Jahre stattfindet! Da ist ein Autokorso nach einem Gruppensieg in der Vorrunde irgendwie doch ein Stückchen angebrachter und verständlicher, als wenn der Glubb zum gefühlten hundertsten Mal knapp den Abstieg verhindert.

Ne Fussball-WM ist halt ein Event, aus die Maus.

Das sehe ich genauso. Mich stören die Event-Fans überhaupt nicht. Mir ist es ja selbst schon passiert, dass ich mir eine Handball-WM reingezogen habe, ohne viel Ahnung von dem Sport zu haben. So what?

Aber zum eigentlichen Thema, der deutschen Nationalmannschaft:
Bei mir sieht die Sache etwas differenzierter aus, weil ich ja mit 7 Jahren nach Italien gezogen bin, und erst dort begann, mich für Fußball zu interessieren. Bei WMs und EMs waren meine Sympathien daher immer bei Deutschland und Italien, mal mehr für den einen, mal mehr für den anderen.

Bei meiner ersten WM (1966) hat mich die Finalniederlage gegen England sehr geschmerzt. Damals spielte die deutsche Nationalmannschaft sehr attraktiv, wobei mir die größte Freude eindeutig die EM-Elf von 1972 mit Günter Netzer und Erwin Kremers gemacht hat. Ab 1974, als ich mich sehr für die Holländer (die ich in Dortmund live sehen konnte) begeisterte, hat diese extreme Verbundenheit mit der deutschen NM dann immer mehr nachgelassen - mit dem negativen Höhepunkt 1982, als ich im Endspiel eindeutig für Italien war.

Auch 1990 war ich für Italien und konnte mich wegen der Halbfinalniederlage der Azzurri im eigenen Land kaum über den deutschen WM-Sieg freuen, zumal ich das Endspiel abartig schlecht fand. Auch 1996 gefiel mir der Fußball der NM nicht sonderlich, trotz eines Sammer. Und danach wurde es immer schlimmer. Insgesamt waren meine Sympathien für die Mannschaft in der Zeit unter Vogts, Ribbeck und Völler nicht unbedingt sehr ausgeprägt.

Das änderte sich mit Klinsmann, der wieder attraktiver spielen ließ und junge Leute einbaute - was Löw versucht hat fortzusetzen. Und trotz der schwachen EM 2008 kann man heute sagen, das Team spielt so attraktiv wie schon lange nicht mehr. Das Spielerische steht wieder im Vordergrund, und das ist es, was ich von der deutschen Nationalmanschaft sehen möchte. Daher ist meine Verbundenheit mit der heutigen NM doch relativ hoch - und speziell gegen England steigt sie wieder schier ins Unermessliche...

Trotzdem habe ich meine Sympathien immer auf mehrere Mannschaften verteilt, und bei einer WM interessieren mich alle Spiele, nicht nur die deutschen. Wenn also eine andere Mannschaft (insbesondere Spanien oder Argentinien) Weltmeister werden sollte, bräche für mich keine Welt zusammen.

Hauptsache wir schlagen am Sonntag England! :hammer2:
 

pauli09

2. Ewige Tabelle "1gg1"
vielleicht sollte man denen untersagen, "Deutschland, Deutschland" zu singen?
oder lohnt sich das gar nicht mehr - bis sonntag?
 

kleinehexe

SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16
nö, die würden einfach weiter zur nächsten party ziehen.
warum sollten die heulen? die interessiert der fußball doch gar nicht.
und bier kann man bei jedem anlass trinken.

..na ja, aber das Top mit dem Aufdruck: "Halbzeitschnittchen" passt zum PV besser. Ebenso das Pseudofußballgequatsche dass ich mir jeden morgen in der Bahn anhören darf seit der WM. Oder das Vuvuzela-Gejaule bist um 1.00 Uhr heute Nacht.
 
Meist schlägt mein Herz nicht für Deutschlands Fußballnationalmannschaft. Wenn diese Mannschaft aber Fußball spielt (!), was sie ja noch nicht so oft getan hat, dann "schlägt mein Herz" doch ein bisschen für diese Mannschaft. Außerdem wirkt diese Mannschaft zur Zeit auch gar nicht so deutsch wie sonst (z.B. mit Ballack und Frings) - und das gefällt mir.

Seit aber Löw nach dem Spiel gegen Ghana von einem positiven "Stahlbad" gesprochen hat, durch das die deutsche Mannschaft gegangen sei, und sich somit als militaristisch-chauvinistischer Führer der Mannschaft geoutet hat (oder einfach von nichts eine Ahnung hat), "schlägt mein Herz" doch wieder nur für mich.
 

Markus

Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.
Sonst noch irgendwelche Probleme? :rolleyes:

Jedem das seine, kann ich nur sagen.

Löws "Stahlbad"-Ausdruck ist harmlos.
In der ausländischen Presse wird in Bezug auf Deutschlands Nationalmannschaft noch immer des öfteren von "Panzer" oder "Kriegsführung" gesprochen.

Ich mein', solche Kriegsbegriffe bei Welt- und Europameisterschaften sind wir gewohnt.
 

DeWollä

Real Life Junkie
Mein Herz schlägt für meine Familie, durch und durch. Fußball und die deutsche Nationalmannschaft ist für mich nichts als Unterhaltung. Manchmal gute und manchmal langweilige und schlecht Unterhaltung. Dafür bezahle ich jeden Monat einen Beitrag. Nicht mehr und nicht weniger.
Identifizieren kann ich mich mit diesem Team aus rationalen Gründen, die ich kenne, aber vom Herzen her nicht wirklich. Leider. 1990 war für mich das Jahr der 100% Identifikation, danach eigentlich nicht mehr, auch während der Euro in England war ich nicht mehr so gestrickt trotz Titel und heute ist das alles noch weiter weg. Meine Familie, ihr Wohl und meine Lebensentwicklung hängt nicht von der deutschen Nationalmannschaft ab und mein Herz
ist nicht der Platz für Nebensachen.
 

Holgy

Kommischer Foggel
Moderator
Löws "Stahlbad"-Ausdruck ist harmlos.
In der ausländischen Presse wird in Bezug auf Deutschlands Nationalmannschaft noch immer des öfteren von "Panzer" oder "Kriegsführung" gesprochen.
Ich mein', solche Kriegsbegriffe bei Welt- und Europameisterschaften sind wir gewohnt.


scheiße sind sie trotzdem. ich find das auch nicht gut. und es bleibt auch durch wiederholung kacke.
 

osito

Titelaspirant
Mein Herz schlägt für meine Familie, durch und durch. Fußball und die deutsche Nationalmannschaft ist für mich nichts als Unterhaltung. Manchmal gute und manchmal langweilige und schlecht Unterhaltung. Dafür bezahle ich jeden Monat einen Beitrag. Nicht mehr und nicht weniger.
Identifizieren kann ich mich mit diesem Team aus rationalen Gründen, die ich kenne, aber vom Herzen her nicht wirklich. Leider. 1990 war für mich das Jahr der 100% Identifikation, danach eigentlich nicht mehr, auch während der Euro in England war ich nicht mehr so gestrickt trotz Titel und heute ist das alles noch weiter weg. Meine Familie, ihr Wohl und meine Lebensentwicklung hängt nicht von der deutschen Nationalmannschaft ab und mein Herz
ist nicht der Platz für Nebensachen.

Das kann ich von Mein bis Nebensachen, genau und zu 100% so unterschreiben. 1990 war ich auch noch mit Herz dabei. Danach wurde es immer weniger. So das sich im laufe der Zeit auch die Prioritaeten verlagert haben. An erster Stelle kommt Familie, deren Wohl und keine ueberbezahlten Nationalspieler die meinen 3 oder 4 Spiele abzusolvieren und sich dann feiern lassen zu muessen. Wo bei ich dem BL Fussball noch mehr interesse zu kommen lasse wie der NM. Aber mein Herz schlaegt in erster Linie keiner NM, sondern meinen Liebsten, meiner Familie.
 

Rossi

Berliner Nachteule
Moderator
DeWölla + osito > die Frage hieß aber nicht, für wen oder was schlägt dein Herz am meisten im Leben. Da wird wohl so ziemlich jeder - wenn man die Frage ganz allgemein versteht - sowas sagen wie ihr. Hier geht es doch nur darum, wie sehr man an der DNM hängt - ob man mitbangt oder eben nicht. ;) Ihr habt euch da wohl teilweise etwas verphilosophiert. :zahnluec:

Seit der WM74 (wo sich das Wohnzimmer meiner Großeltern von Runde zu Runde füllte, weil Farbfernsehen) hängt mein Herz an der DNM. Kein Verein kommt da mit. In meiner Jugendphase gab es eine Pause (lebens- bzw. partybedingt), aber seitdem das Grün hinter den Ohren weg ist, verfolge ich sie wieder regelmäßig. Und freue mich - wie ein anderer User hier bereits - über den ansehnlicheren Fußball nach Ribbeck, Vogts & Co. und über die nachweislich besser gewordene Jugendarbeit und -förderung.

Zu erwarten, dass man gegen Mannschaften wie BRA/ARG/ITA u.a. jederzeit auf Augenhöhe ist, oder gar einen Titel gewinnt - die Leistungen der DNM immer an dieser Latte zu messen, halte ich für überzogen. Wenn es gut läuft, können sie u.U. jeden wegschlagen, heute eher als vor ca. 10 Jahren - läuft es schlecht, fliegen sie raus. So einfach ist das für mich.

Ich hatte jedenfalls nach dem Aufwachen am Morgen gestern als erstes das KO-Match gegen Ghana im Kopf, vor und während der Partie (bis zum Tor) wirklich feuchte Hände - was mir sonst NIE passiert - und konnte bei den paar Chancen gar nicht sitzen bleiben. Nach Abpfiff hatte ich ein wohliges, sattes Gefühl - die Nerven waren zunächst (bis Samstag ;) ) beruhigt.

So, nun muss ich mal schauen, was oder ob den Italienern einfällt. :zahnluec: (gehören neben ENG und FRA zu meinen Lieblings-Fußball-Feinbildern - allerdings nur auf dem Platz, möchte ich betonen)
 

DeWollä

Real Life Junkie
nee Rossi, ich denke das trifft schon den Kern, mein Herz schlägt generell nicht mehr für Menschen und Institutionen, die nicht mittel oder unmittelbar mit meinem eigenen täglichen Leben zu tun haben. Ich wollte Dir das einfach konkretisieren und um klar zu machen, daß ich für jeden Verständnis habe, bei dem das Herz fast stehenbleibt wenn Deutschland im Sport unterliegt, war bei mir ganz genauso bis 1990. Ab dann nicht mehr, warum das so ist, kann ich nicht beantworten aber wahrscheinlich ändern sich die Perspektiven wenn man älter wird.
Umgekert habe ich immer noch alte Reflexe, wenn es zum Beispiel gegen England, Holland oder Italien geht ;)
Natürlich bin ich für Deutschland, ob das Tischtennis oder Wasserball ist, egal, imme Deutschland, Deutschland....aber ich bin einfach auch fairer geworden und akzeptiere und respektiere bessere teams, bzw. kann gut damit leben, wenn wir einen mit Recht auf den Sack kriegen. Früher hätte ich das nicht können, d.h. egal ob wir unterlegen gewesen wären, schlecht gespielt, rumgefoult und gespuckt hätten, Hauptsache gewonnen.



nichtmal das, ganz ehrlich. Vielleicht gegen England kommt wenigstens diese Inkontinenz wieder, ist ja auch eine schöne Erfahrung. Aber gestern war ich im Grunde rein technisch vor dem Spiel gesessen, während mein erwachsener Sohn fast durchdreht war ich ziemlich ruhig. Ich bin einfach nicht mehr jung genug um diesen Enthusiasmus zu entwickeln.
 
Zuletzt bearbeitet:

osito

Titelaspirant
Rossi- wie Du selber schriebst hattest Du Deine Phase als Party oder andere Dinge Dir im Leben wichtiger waren als die DM. In dieser, Deiner Phase schlug mein Herz noch zu 100 % fuer die DM. Das war zu dieser Zeit auch normal fuer mich. Aber meine Fussballfieberkurve hat einen anderen Verlauf als bei Dir. Ich bin jetzt da angelangt, von mir behaupten zu koennen, von diesem ¨Hoffentlich¨oder ¨hauptsache¨Deutschland gewinnt- Wahn geheilt zu sein. Auch ich verfolge natuerlich unsere Elf, aber die Emotionen sind raus. Frueher war mir egal wie D spielt, wichtig war nur der Sieg. Heute sehe ich unsere Mannschaft, und sehe die grossen Schwaechen die anderen verborgen bleiben. Glaubt mir ich lebe ruhiger, und Familie ist fuer mich der groesste Halt.
 

Rossi

Berliner Nachteule
Moderator
Ihr seid beide Jungs bzw. Männer, gell? ;) Nicht bös' gemeint, aber vielleicht haben Frauen eine andere Sichtweise. Nie in meinem Leben (ob mit 6, 16 oder 42) hätte ich behauptet, dass mir Fußball wichtiger wäre als Familie und Freunde, Schule oder Beruf. Daher wohl jetzt dieses kleine Missverständnis. Ich kam und käme nie auf den Gedanken, den Fußball darüber zu stellen. Ich war auch nie in einem wir-müssen-Gewinnen-Wahn. Diese "Erfahrung" fehlt mir offenbar. :zahnluec:

Ich fiebere von jeher mit, habe aber noch nie geheult o.dgl., wenn wir verloren haben. Denn wichtig im Leben...ist Fußball sicherlich nicht. Das ist quasi eine pure Luxus-Wichtigkeit. :D

Ich freue mich wenn die Jungs guten Fußball spielen, breche aber nicht über sie, wenn sie es nicht tun. An diesem Gequängel beteilige ich mich von jeher nicht. Dafür fehlt mir wiederum doch der Enthusiasmus, den man dafür offenbar braucht. Ich kann schon sehen, wer wo schwächelt, aber das tut meiner Symphathie für die NM keinen Abbruch. Es bringt mir auch nix, wenn ich mich aufspulen würde - was ändert das? Wenn sie sich so wie die Franzosen verhalten würden, dann würde ich mich aufregen und schimpfen wie ein Rohrspatz - aber solange sie bemüht sind (und das sind die Jungspunde derzeit) verzeihe ich ihnen ihre Fehler. Dummerweise mag ich auch noch den Löw. ;) :D

Ihr seht, bei mir ist Hopfen und Malz verloren.
 

osito

Titelaspirant
Ihr seht, bei mir ist Hopfen und Malz verloren.

Nein, und ich bin froh das auch Frauen hier drin sind. Die tragen unweigerlich zur deeskalation bei. Haben in vielen Dingen, eine gesuendere und bessere Einstellung zum Geschehen. Aber moechte mit meinem Leben von vor 20 Jahren nicht mehr tauschen. Die frage lautet : Wie sehr schlaegt Dein Herz fuer die DNM? Auf einer Skala von 1-10, vielleicht so bei 2, wenn das messbar waere. Aber viel mehr kann ich nicht empfinden. Der Reiz fuer ein schlechtes Spiel, grosse Emotionen zu zeigen ist vorbei. Aber ich urteile oder verurteile nicht. Rossi verstehe mich nicht falsch. Bei meinem Verein Leverkusen, schaut die Sache etwas anders aus. Da faellt es mir manchmal schwer die Vereinsbrille ab zusetzen.
 

andon

Glubbsau
Hängt euch doch nicht so an dem Titel auf...

Dieser Thread wurde aus einem anderen herausgefiltert, weil sich diese interessante, aber völlig offene Diskussion eben um das "wie war das früher bei dir?", "wie gehst du mit Niederlagen um?", "Was bedeutet die NM für dich?", "wie stehts du zu dem Fußball-Hype als solchem?" u.Ä. entwickelt hat.

Ums Herz gings ursprünglich nicht, dadurch hängt das Ganze jetzt ein wenig zu hoch, was meine Schuld ist, da Holgy diesen pathetischen, aber wenig durchdachten (weil überzogenen) Titel-Vorschlag dann übernommen hat.
 

huelin

Quite clear, no doubt, somehow
In der ausländischen Presse wird in Bezug auf Deutschlands Nationalmannschaft noch immer des öfteren von "Panzer" oder "Kriegsführung" gesprochen.
Das mit der Kriegsführung war jetzt das Drecksblatt Sun, aber der Ausdruck "die Panzer" ist in vielen südeuropäischen Ländern gang und gäbe, und dabei denkt absolut niemand mehr an Krieg. Es bezieht sich einfach auf die Kampfkraft der Mannschaft, die ihre Gegner an guten Tagen mit physischer Stärke überrollt; da schwingt also auch eine Portion Respekt oder gar Furcht vor diesen Stärken durch.
 
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