... wie 50+1 legal umgangen werden kann und die Folgen

faceman

Europapokal-Tippspielsieger 2015
Bei TeBe Berlin kracht es vor Saisonbeginn gewaltig. Vorstandschef Jens Redlich hatte im Januar mit zwielichtigen Mitteln die 50+1 Regel legal ausgehebelt. Hier die Vorgeschichte dazu:

Gekapert, beerdigt! Wie ein dubioser Investor einen Berliner Traditionsclub vorführt

Seit Redlichs Einstieg hatte sich das Verhältnis zur Fanszene drastisch abgekühlt. Die Fans boykottierten Ihren Verein, in dem sie an Spieltagen u.a. bei den Wasserballern oder bei anderen Fussballvereinen auftauchten und dort die jeweiligen Vereine anfeuerten.

Gestern vermeldete nun der Verein, dass Redlich entmachtet wurde. Im Vereinsregister steht er wohl schon nicht mehr drin. Redlich selbst befindet sich in den USA im Urlaub, dementiert und weiss von nichts. Das da eine juristisches Nachspiel im Raum steht dürfte fast offensichtlich sein.

Nun darf man gespannt sein, wie es weiter geht. Ob die Entmachtung so ohne weiteres möglich ist werden wohl Gerichte entscheiden, immerhin wurde er ja ordnungsemäss gewählt.

Der Fall TeBe zeigt, dass mit allen Mitteln der Versuch unternommen wird, 50+1 zu installieren. In Vereinen mit wenigen Mitgliedern ist dies so legal möglich, wie im Link beschrieben. Leidtragende sind Vereinsmitglieder und vor allem Fussballfans.

Achja, um Fussball geht es dabei gar nicht, sondern wieder mal nur um Macht und Geld von Narzisten. Einmal mehr erbärmlich und ein Grund mehr für mich solchen Machenschaften den Rücken zu kehren.
 
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Hendryk

Forum-Freund
Es ist doch verständlich, dass ein solcher Investor auch Mitspracherecht bei der Verwendung seiner Gelder haben möchte.
Nur schade, wenn sich das schädlich für den Verein auswirkt.
Aber Herr Redlich (Nomen ist Omen, oder so) hat TeBe ja bereits vor der erneuten Insolvenz gerettet (laut Artikel). Da sollte doch etwas Dankbarkeit erwartet werden dürfen.
 

Detti04

The Count
Das hat aber doch mit einem Investor nichts zu tun, wenn ein Verein durch Neumitglieder gekapert wird. Das kann jemand, der beim FC Buxtehude Praesident werden will, in genau derselben Form machen.

Mit 50+1 hat das schon gar nichts zu tun, denn bei TeBe gibt es ja gar keinen ausgelagerten Profibetrieb, an welchem der Verein 50+1 Anteile halten koennte. Und ein Investor ist Redlich eher auch nicht, sondern ein klassischer Sponsorpraesident.
 
Es geht turbulent zu bei TeBeCe. Bin gespannt, ob der Putsch gegen Redlich nicht nach hinten los geht.
Zum einen kann die ganze Angelegenheit ein ein juristisches Nachspiel haben, zum Anderen kann der Verein vom Mommsenfriedhof in eine finanzielle Schieflage geraten, wenn Redlich sein Kapital aus den Verein zieht.
Ich weiss nicht, ob die Putschisten da einen Plan B haben. In der Berliner Zeitung steht dazu Folgendes:

Verwirrung bei TeBe Berlin: Investor Jens Redlich dementiert Rückzug

u.n.v.e.u.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Fitness-Studioketten-Cheffes sind anscheinend immer Prima-Typies, die man ganz dringend als Führungskräfte und Ratgeber in anderen Bereichen dringend braucht, damit es auch gar nicht geht.
 
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faceman

Europapokal-Tippspielsieger 2015
Es ist doch verständlich, dass ein solcher Investor auch Mitspracherecht bei der Verwendung seiner Gelder haben möchte.
Nur schade, wenn sich das schädlich für den Verein auswirkt.
Aber Herr Redlich (Nomen ist Omen, oder so) hat TeBe ja bereits vor der erneuten Insolvenz gerettet (laut Artikel). Da sollte doch etwas Dankbarkeit erwartet werden dürfen.

Klar ist das verständlich. Nur nicht verständlich ist halt, dass er mit unlauteren Mitteln versucht ein Mitspracherecht in ein Hauptspracherecht umzuwandeln. Und nichts anderes hat er versucht und das, wenn man den Berichten Glauben schenken darf, indem er über Leichen geht. Das da die Basis unruhig wird und zu Mitteln greift dies zu verhindern ist doch nachvollziehbar.
 
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Kird

Hofnarr
Es ist doch verständlich, dass ein solcher Investor auch Mitspracherecht bei der Verwendung seiner Gelder haben möchte.
Nur schade, wenn sich das schädlich für den Verein auswirkt.
Aber Herr Redlich (Nomen ist Omen, oder so) hat TeBe ja bereits vor der erneuten Insolvenz gerettet (laut Artikel). Da sollte doch etwas Dankbarkeit erwartet werden dürfen.

tja @Hendryk was für eine Dankbarkeit,,,nur weil unsere DFB die regel auf geweicht haben...
tja hätte ...hätte Farradkette unsere DFB sich an ihre regel gehalten wer wir jetzt nicht da wo wir jetzt sind,,,
und was das schlimme ist ,,,es geht weiter,,,und weiter...

bis ein Verein seine Seele Verkauf und das war kurz davor bei H96,,, ach stimmt gab es ja schon...
ich warte nur das der Verein seine Farben ändert weil der Investor kein rot mag ...und lieber liela und pink mag und das für die Vereinsfarbe hält...stimmt hast recht das ist schädlich....schau doc h nur nach England wohlen wir das....

aber stimmt unsere TV bericht über die TSG,RB usw ,als ob das Vereine sind die schon immer da waren...aber stimmt man darf ja nur Profit orentiert handeln,,,nicht ein Kultur im Verein,,, deshalb bericht man ja fast nix mehr...denn wer das Geld hat der darf entscheiden wem man übertägt und wem nicht...tolle Übertragsrechte ...toller Fiußball darf man ja schon mit erleben die letzten Jahre,,,,

gruß
 
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Hendryk

Forum-Freund
tja @Hendryk was für eine Dankbarkeit,,,nur weil unsere DFB die regel auf geweicht haben...
tja hätte ...hätte Farradkette unsere DFB sich an ihre regel gehalten wer wir jetzt nicht da wo wir jetzt sind,,,
und was das schlimme ist ,,,es geht weiter,,,und weiter...

bis ein Verein seine Seele Verkauf und das war kurz davor bei H96,,, ach stimmt gab es ja schon...
ich warte nur das der Verein seine Farben ändert weil der Investor kein rot mag ...und lieber liela und pink mag und das für die Vereinsfarbe hält...stimmt hast recht das ist schädlich....schau doc h nur nach England wohlen wir das....

aber stimmt unsere TV bericht über die TSG,RB usw ,als ob das Vereine sind die schon immer da waren...aber stimmt man darf ja nur Profit orentiert handeln,,,nicht ein Kultur im Verein,,, deshalb bericht man ja fast nix mehr...denn wer das Geld hat der darf entscheiden wem man übertägt und wem nicht...tolle Übertragsrechte ...toller Fiußball darf man ja schon mit erleben die letzten Jahre,,,,

gruß
Du hast sicher nicht komplett unrecht...
Aber die TSG (Hoffenheim) wurde 1899 gegründet. RB Leipzig ist ein "Konstrukt", schreibe und bezeichne ich immer so. Es ist ein Verein nach DFB-Regeln und wurde passend zu diesen Regeln konstruiert.
Wir erleben im Fußballsport einen Wandel, weg vom Volkssport für alle, hin zum auf Profimaximierung ausgerichteten rein kommerziell ausgerichteten Vereinen.
 

fabsi1977

Theoretiker
Wir erleben im Fußballsport einen Wandel, weg vom Volkssport für alle, hin zum auf Profimaximierung ausgerichteten rein kommerziell ausgerichteten Vereinen.
Tja, was soll man von einem Sport erwarten in dem es schon im ach so bodenständigen untersten Amateurbereich aufs Geld ankommt.
Fußball wird immer Volkssport für alle bleiben, der wie so ziemlich alle anderen Sportarten auch erst mal jedem offen steht, der sich dafür begeistern kann. Muss man halt in Verein eintreten. Im Profibereich ist es halt anders, logo. Da kommt halt auch nicht jedermann hin.
 

Hendryk

Forum-Freund
Tja, was soll man von einem Sport erwarten in dem es schon im ach so bodenständigen untersten Amateurbereich aufs Geld ankommt.
Das ist doch im Prinzip überall so. Ohne Geld läuft nichts, nicht mal das Wasser aus dem Wasserhahn.
Beim Brinkumer SV (Bremen-Liga) werden die Spieler nicht bezahlt. Die erhalten kein Geld dafür, dass sie für den Verein spielen. Habe ich diese Tage in der Zeitung gelesen.
Wenn das funktioniert...
 
Das ist doch im Prinzip überall so. Ohne Geld läuft nichts, nicht mal das Wasser aus dem Wasserhahn.
Natürlich gehts in der Bundesliga ums Geld. Nur ums Geld. Darum geht in der FussballBundesliga viel was sonst nicht geht. Während in den Stadien Körperkontakt, Zweikämpfe, Grätschen.......usw......... erlaubt sind, muss die Bevölkerung weiter Abstand halten und die Kontaktbeschränkungen einhalten.
Muckibuden und weiterer Kontaktsport/z.B. Kampfsport muss oder musste lange warten.
 
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Natürlich gehts in der Bundesliga ums Geld. Nur ums Geld. Darum geht in der FussballBundesliga viel was sonst nicht geht. Während in den Stadien Körperkontakt, Zweikämpfe, Grätschen.......usw......... erlaubt sind, muss die Bevölkerung weiter Abstand halten und die Kontaktbeschränkungen einhalten.
Muckibuden und weiterer Kontaktsport/z.B. Kampfsport muss oder musste lange warten.

Anderseits werden nun Konzerte in Hallen erlaubt und gut geregelte ( Sicherheitsabstand !! ) STADIONbesuche nicht; wie in vielen Situationen und Regionen kann man die jeweiligen Regeln nicht immer nachvollziehen.

Genauso wenig die Überprüfung und Durchsetzung der 50+1 und FFP-Regeln, die werden auch häufiger "unterlaufen"
 

Rupert

Friends call me Loretta
In ein paar Tagen ist es dann soweit und das Bundeskartellamt wird seine Einschätzung zur Anwendung von 50+1 aus kartellrechtlicher Sicht vorstellen.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Da bin ich mal gespannt, ich würde mich nicht wundern, wenn dabei raus kommt, dass die 50+1-Regel so gar nicht rechtens ist.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Kann ich überhaupt nicht einschätzen.
Ich kann mir auch vorstellen, dass das Kartellamt an das Fußballkonstrukt nicht die gleichen Maßstäbe anlegt wie an ganz normale Firmen bzw. die Kriterien anders bewertet.
Egal wie es ausgeht, ich schätze mal die Superexperten von der Säbenerstr. werden sich dann auch zu Worte melden. :D
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Für den FCB ist die 50+1 ja eine Schutzklausel. Ohne 50+1 könnte es ja aufeinmal doch echte Konkurrenz geben für die Bazis.

2 fette Investoren steigen ein, einer beim BVB und einer bei der Eintracht (nur mal so als Beispiele) - und schon hat man da auf einmal mit Raba und dem FCB einen echten 4-Kampf um die Meisterschaft, wie in der PL.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Für den FCB ist die 50+1 ja eine Schutzklausel. Ohne 50+1 könnte es ja aufeinmal doch echte Konkurrenz geben für die Bazis.

2 fette Investoren steigen ein, einer beim BVB und einer bei der Eintracht (nur mal so als Beispiele) - und schon hat man da auf einmal mit Raba und dem FCB einen echten 4-Kampf um die Meisterschaft, wie in der PL.
Da gab's aber 2018 diese Abstimmung unter den Proficlubs bei der der FC Bayern genau nicht für die unbedingte Beibehaltung der "Schutzklausel" stimmte.

Also da würde ich mich mal nicht drauf verlassen, dass die Säbenerstr. 50+1 groß verteidigen wird; es sei denn natürlich sie haben einen unmittelbaren und deutlich spürbaren finanziellen Nutzen. Dann schon. :D
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Die müssten sich dann halt auch einen Investor anlachen um weiter mithalten zu können, aber das dürfte ja kein Problem sein. Das hat natürlich auch Nachteile: Steuer-Uli und Rolex-Kalle hatten da sicher was dagegen, weil sie dann nicht mehr Alleinherrscher gewesen wären (was sicher auch eine Motivation für viele andere Fußballfirmen war, dagegen zu stimmen) - aber Uli und Rolex sind ja bald weg und Olli&Co haben als moderne Manager sicher keine solche Vorbehalte wie die Altvorderen vom FCB.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Mei, die verkaufen dann halt weiter 5 oder 10% ihrer Anteile; da dürfte sich schon ein Käufer finden. Sie müssen nur ihre Mitglieder davon überzeugen, dass sie mehr veräußern können aber das kriegen sie schon hin.
Allerdings weiß ich nicht was ein moderner Manager sein soll bzw. diesen auszeichnet.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Ein moderner Manager ist kein Patriarch so wie Uli&Rolex, der nach quasifeudalen Vorstellungen handelt.

Die FCB-Mitglieder von irgendwas in dieser Richtung zu überzeugen, da sehe ich auch gar kein Problem.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Das Bundeskartellamt hat keine grundsätzlichen Bedenken bzgl. der 50+1 Regel.



In Kombination mit der sog. Förderausnahme (betroffen sind WOB, Bayer04 und die TSG) sieht es aber Probleme, weil so eben 50+1 nicht einheitlich angewendet und durchgesetzt werden kann.

Also: In der Summe OK, zur Förderausnahme werden sich jetzt wohl dann mal die DFL, die betroffenen 3 Teams und ihre Investoren / Geldgeber äussern müssen.

Auffällig, aber das war klar:
RB Leipzig mit seinem Konstrukt der Handverlesung stimmberechtigter Mitglieder wird nicht erwähnt aber das ist ja auch weniger ein Problem des Kartellrechts sondern wohl eher eine vereinsrechtliche Frage.
 
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Hendryk

Forum-Freund
Auffällig, aber das war klar:
RB Leipzig mit seinem Konstrukt der Handverlesung stimmberechtigter Mitglieder wird nicht erwähnt aber das ist ja auch weniger ein Problem des Kartellrechts sondern wohl eher eine vereinsrechtliche Frage.
So sehe ich das auch. Für einen Verbot (nachträglich wohl schlecht möglich) von RBL hätte wohl das Vereinsrecht geändert werden müssen.
Anderes Thema (für mich) ist die Zulassung zum Spielbetrieb. Aber diese Zulassung z.B. mit einer bestimmten Zahl von Vereinsmitgliedern (mit Stimmrechten) zu kombinieren? Je nach höherer Liga dann mit einer höheren Zahl... Damit wäre die Zulassung zum Spielbetrieb von RBL so nicht möglich gewesen.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Aber diese Zulassung z.B. mit einer bestimmten Zahl von Vereinsmitgliedern (mit Stimmrechten) zu kombinieren? Je nach höherer Liga dann mit einer höheren Zahl... Damit wäre die Zulassung zum Spielbetrieb von RBL so nicht möglich gewesen.
Wieso, man muss doch kein Verein sein, um am Spielbetrieb teilnehmen zu können. Sind die wenigsten Teilnehmer. 3 meine ich.
 

faceman

Europapokal-Tippspielsieger 2015
Anderes Thema (für mich) ist die Zulassung zum Spielbetrieb. Aber diese Zulassung z.B. mit einer bestimmten Zahl von Vereinsmitgliedern (mit Stimmrechten) zu kombinieren? Je nach höherer Liga dann mit einer höheren Zahl... Damit wäre die Zulassung zum Spielbetrieb von RBL so nicht möglich gewesen.
... und weshalb sollte das so sein? Ich meine, weshalb sollte man sich darüber Gedanken machen? Oder noch deutlicher, wer würde denn auf welcher Grundlage welche Zahlen festlegen?
 

Hendryk

Forum-Freund
Oder noch deutlicher, wer würde denn auf welcher Grundlage welche Zahlen festlegen?
Eben! Das würde dann willkürlich geschehen. Daher taugt diese Idee auch nichts.
Wieso, man muss doch kein Verein sein, um am Spielbetrieb teilnehmen zu können. Sind die wenigsten Teilnehmer. 3 meine ich.
In ganz Deutschland über alle Ligen? Nur 3 Vereine?
RBL ist ja nicht gleich in der 1.Liga gestartet.
 

Hendryk

Forum-Freund
Nee, Bundesliga. Ist aber egal.
Das du die 1.Liga meintest, ist mir ja klar. Die Zulassung zum Spielbetrieb hat RBL aber ursprünglich für eine Amateurliga bekommen. Für die Zulassung zur 3.Liga musste das Logo geändert werden, wenn ich mich recht erinnere. Warum es vorher genehmigt wurde...
Ist aber letztlich alles egal. RBL existiert und spielt mit.
 

Rupert

Friends call me Loretta
(...)
In ganz Deutschland über alle Ligen? Nur 3 Vereine?
RBL ist ja nicht gleich in der 1.Liga gestartet.

Du bringst was durcheinander:
Um am Spielbetrieb teilzunehmen muss man kein e.V. sein; sind ja auch zahlreiche teilnehmende Teams nicht, wie z.B. die Gesellschaften des BVB, Bayerns, etc.
 
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