Wer wohnt noch zuhause?

huelin

Quite clear, no doubt, somehow
Ich wohn schon immer zu Hause, denn zu Hause ist da, wo ich wohne... :zahnluec:

Aber im Ernst: Von allen im Forum bin ich wahrscheinlich derjenige, der schon am längsten nicht mehr bei seinen Eltern wohnt. Genauer gesagt, seit 40 Jahren, als ich im zarten Altern von 14 Jahren ins Internat kam.
 

Ziege

Pferdehasser
ich muß jetzt mal ne lanze werfen für alle, die noch mit etwas gestiegenem alter zuhause wohnen.

ist doch gar nicht schlimm

ja sicher gibt es vor und nachteile mit dem zuhause wohnen, sicherlich mehr nachteile als vorteile, wenn man das mal so spontan durchleuchtet. man sollte sich aber immer die frage stellen, beziehungsweise genau hinschauen, aus was für gründen jemand zuhause wohnt.
 

huelin

Quite clear, no doubt, somehow
ja sicher gibt es vor und nachteile mit dem zuhause wohnen, sicherlich mehr nachteile als vorteile, wenn man das mal so spontan durchleuchtet. man sollte sich aber immer die frage stellen, beziehungsweise genau hinschauen, aus was für gründen jemand zuhause wohnt.
Als Bewohner eines Langezuhausewohner-Landes denke ich, bei den meisten gibt's da nur einen Grund: die Knete.
 

GilbertBrown

Green Bay Packers Owner
der blitz hätte mich beim scheißen treffen sollen, wenn ich ernsthaft einen auszug während des studiums in erwägung gezogen hätte. das nebenher hart verdiente geld für überteuerte mieten und lebensmittel raushauen???? are you kidding me? no way. da wusste ich wesentlich besseres damit anzufangen.

als ich das arbeiten angefangen habe, bin ich dann auch von zuhause raus, einen besseren zeitpunkt gibt es nicht.

die edith sagt zu hulle, dass es sicher wegen der knete war, aber ich hatte es zuhause zusätzlich auch sehr gut.
 
Zuletzt bearbeitet:

huelin

Quite clear, no doubt, somehow
Die Tendenz soll ja in Deutschland auch wieder zum Später-Ausziehen gehen. In den Siebzigern hatte nach der Schule eigentlich keiner mehr Bock, zu Hause zu wohnen. Ich kannte Leute aus der Unistadt Münster, die extra in eine andere Stadt zum Studieren gegangen sind, um nicht so nahe bei ihren Eltern zu wohnen... Allerdings war es da wohl auch noch einfacher, in den Semesterferien einen akzeptablen Job zu finden.
 

Detti04

The Count
ch kannte Leute aus der Unistadt Münster, die extra in eine andere Stadt zum Studieren gegangen sind, um nicht so nahe bei ihren Eltern zu wohnen...
Das haette ich auch gemacht. Meiner Meinung nach ist es ein wichtiger Schritt des Erwachsenwerdens, eigenverantwortlich zu wohnen. Spaeter hab ich Leute kennen gelernt, die nicht nur waehrend ihres kompletten Studiums, sondern auch waehrend ihrer kompletten Promotion zuhause gewohnt haben, und ich muss sagen: in ihrer persoenlichen Entwicklung waren diese tatsaechlich zurueckgeblieben.
 

huelin

Quite clear, no doubt, somehow
Das haette ich auch gemacht. Meiner Meinung nach ist es ein wichtiger Schritt des Erwachsenwerdens, eigenverantwortlich zu wohnen. Spaeter hab ich Leute kennen gelernt, die nicht nur waehrend ihres kompletten Studiums, sondern auch waehrend ihrer kompletten Promotion zuhause gewohnt haben, und ich muss sagen: in ihrer persoenlichen Entwicklung waren diese tatsaechlich zurueckgeblieben.
Dann müsste dies allerdings ein typisches Merkmal ganzer Studentengenerationen in den meisten Ländern dieser Erde sein. Und da braucht man unseren Kontinent gar nicht zu verlassen...

Aber auch in Deutschland müssen Studenten in manchen Studienfächern soviel rackern - die können doch eigentlich nur bei den Eltern wohnen, wenn die ihnen kein Studium auswärts finanzieren können.
 

Detti04

The Count
Aber auch in Deutschland müssen Studenten in manchen Studienfächern soviel rackern - die können doch eigentlich nur bei den Eltern wohnen, wenn die ihnen kein Studium auswärts finanzieren können.
In Deutschland gibt's ja Bafoeg, dessen Hoechstsatz auch davon abhaengt, ob man noch bei den Eltern wohnt oder nicht. Und ohne die Unterschiede jetzt genau zu kennen: die - sagenwamal - 100 Euro pro Monat, die man dann tatsaechlich fuer eine billige Wohnung oder ein Wohnheims- oder WG-Zimmer obendrauf braucht, die kann man sich schon verdienen. Zur Not schon vorm Studium, hab ich auch gemacht. (Bevor Du fragst: ich hab genau so ein Fach studiert, in welchem man soviel rackern muss.) Den meisten Leuten kommt das Leben ohne Eltern naemlich nicht wegen der Miete so teuer vor, sondern weil sie ploetzlich eben auch fuer das eigene Essen zahlen muessen. Dieser Anteil an den eigenen Lebenshaltungskosten faellt ja praktisch komplett unter den Tisch, solange man noch zuhause wohnt.

Hab jetzt doch noch nachgesehen: wohnt man noch bei den Eltern, dann enthaelt das Bafoeg 48 Euro Mietanteil. Wohnt man nicht bei den Eltern, dann bekommt man mindestens 146 Euro Mietanteil, selbst wenn die Miete niedriger liegen sollte, und maximal 197 Euro.
 

huelin

Quite clear, no doubt, somehow
Bafög, ok, aber da hab ich letztens noch in einem Bericht gesehen, dass man da nach dem Studium ganz schön doof dastehen kann, wenn man nicht gleich einen Job kriegt.

Trotzdem natürlich ein enormer Vorteil gegenüber anderen Ländern. Daher nochmal meine Frage: Dieses Zurückbleiben in der eigenen Entwicklung, das du beschreibst, müsste dann doch eigentlich typisch für fast alle Studenten in den meisten Ländern der Erde sein. Oder nicht?
 

Detti04

The Count
Trotzdem natürlich ein enormer Vorteil gegenüber anderen Ländern. Daher nochmal meine Frage: Dieses Zurückbleiben in der eigenen Entwicklung, das du beschreibst, müsste dann doch eigentlich typisch für fast alle Studenten in den meisten Ländern der Erde sein. Oder nicht?
Naja, ich kenn im Wesentlichen zwei Arten von nicht-deutschen Studenten: die, die zum Studium oder zur Promotion nach Deutschland gekommen sind, und die Studis hier in NZ. Die ersten haben ja per Definition nicht mehr bei den Eltern gewohnt (und waren weltoffen genug, ins Ausland zu gehen), und ueber den Entwicklungsstand neuseelaendischer Studenten willst Du gar nichts wissen. Echt nicht. Oder nur soviel: in NZ kommen die Studis in einem Alter an die Uni, in welchem man in Deutschland noch zur Schule geht, naemlich in die 12. Klasse. Noch dazu lernt man an Schulen in NZ weniger als an deutschen, daher sind die Studenten hier z.B. mit Prozentrechnung vollkommen ueberfoerdert. Und nur, damit wir uns recht verstehen: ich rede von Studenten in einem naturwissenschaftlichen Fach. Angesichts dieser Bildungsdefizite mach ich mir ueber ihren persoenlichen Entwicklungsstand keinen Kopf mehr. Kurz und gut: Studenten in NZ sind in aller Regel sehr nett, aber als Diskussionspartner nicht ernst zu nehmen.
 

Gaudloth

Bratze
Ich bin mit 18 zuhause raus, und ich kann auch wirklich überhaupt nicht verstehen wie man das freiwillig später machen kann.

Nebenbei erwähnt, normal bin ich kein Fan von derartigen Sendeformaten, aber "Schwiegertochter gesucht" ist der absolute Hammer.

Eine Stunde fremdschämen, wirklich klasse. Kaum zu glauben was für Spongos mitten unter uns leben.

Och wenn man bis 19 zur Schule geht und für 9 Monate Zivi lohnt es sich dann auch nicht, extra ne Wohnung zu suchen. Mit 20 kann man dann aber ruhig ausziehen, das hab ich dann auch getan, als Student bin ich allerdings leider nioch schwer von meinen Eltern abhängig, vielleicht auch bald nicht m,ehr, dann darf das Bafögamt für mich sorgen, also quasi ihr alle. :hammer2:
 

Gaudloth

Bratze
Bafög, ok, aber da hab ich letztens noch in einem Bericht gesehen, dass man da nach dem Studium ganz schön doof dastehen kann, wenn man nicht gleich einen Job kriegt.

Verwechselst du, das nicht mit Darlehen/Krediten? Wenn du anch dem Studium keinen Job findest musst du vom Bafög erstmal gar nix zurückzahlen.
Es gibt übrigens Studiengänge, die wirklich keinen Job nebenbei ermöglichen, alle die das bei uns versucht haben sind gescheitert. (Also außerhalb der Ferien). Es ist auch immer eine Frage, wieviel die Eltern bereit sind für das Studium der Kinder zu opfern, einklagen will man von den Eltern ja sciher weniger.
 

Detti04

The Count
Es gibt übrigens Studiengänge, die wirklich keinen Job nebenbei ermöglichen, alle die das bei uns versucht haben sind gescheitert.
Ja und Nein.

Ja, wenn man nur zum Bafoeg etwas dazuverdienen will oder muss. Es gibt die lange Pause zwischen Abi und Studium und nur sehr, sehr wenige Studiengaenge, die schon ein absolviertes Praktikum vor Studienbeginn fordern. Daher kann Kevin (nee, nicht Kevin... lieber Manu), also: daher kann Manu Normalstudent die 50 Tage, die er pro Jahr sozialabgabenfrei arbeiten darf, in diesem Zeitraum abreissen; das sollte ihm schon ein nettes finanzielles Polster liefern. (Mir lieferte das vor ca. 20 Jahren etwa 6500 DM, und das war in einer struktur- und einkommensschwachen Region). In hoeheren Semestern ist es meistens moeglich, Hiwi-Jobs direkt an der Uni zu bekommen; diese sind zwar nicht uebermaessig gut bezahlt, aber weil es direkt an der Uni ist und somit Anfahrtswege entfallen und Absprachen einfach moeglich sind, ist es trotzdem leicht verdientes Geld. Ausserdem sehen Hiwi-Jobs im Lebenslauf immer gut aus und helfen, sich an der Uni zu vernetzen, wie man heute so sagt.

Nein, wenn man sich den kompletten Lebensunterhalt verdienen muss. Das geht tatsaechlich mit den meisten Studiengaengen nicht, denke ich, und wirkt sich zumindest auf die Studiendauer aus.
 
als Student bin ich allerdings leider nioch schwer von meinen Eltern abhängig, vielleicht auch bald nicht m,ehr, dann darf das Bafögamt für mich sorgen, also quasi ihr alle. :hammer2:

Nur mit Hilfe des Bafög-Amtes wirst du aber garantiert nicht über die Runden kommen. Der Höchstsatz liegt bei etwas über 500€, aber den bekommst du auch nur dann wenn du eine eigene Wohnung und keine eigenes Einkommen hast und wenn deine Eltern praktisch nichts verdienen. Ansonsten wird gnadenlos runtergerechnet.

Mir zumindest reicht das momentan nicht, ein Job als studentische Angestellter in einem Ingenieursbüro ist bei mir aber absolut machbar. Klar, die Woche wird zeitlich deutlich stressiger, dafür bleibt am Ende des Monats aber auch was übrig. Und das ist es mir Wert. Uns selbst beim zeitintensivsten Studium bleibt Zeit für einen Nebenjob. Was hindert einen daran, einmal in der Woche zu kellnern oder sonst was zu tun? Diese Zeit hat jeder, ist halt nur die Frage wieviel seiner Freizeit man dafür investieren möchte.
 

Ziege

Pferdehasser
schau mir grad die nächste sendung von "schwiegertochter gesucht" an.

ich amüsiere mich wie immer, besonders als ich einen kandidaten gesehen hab, der regelmäßig mit seiner mutter im ehebett schläft. unglaublich. aber mal ganz ehrlich gesagt, glaube ich, das einige kandidaten eine leichte geistige behinderung haben.

wie auch immer, sehr interessant die sendung.
 

Ziege

Pferdehasser
man merkt doch immer wieder, das die kandidaten sehr schüchtern sind und von alledem eigentlich gar keine ahnung haben, was im übrigen auch bei manchen eltern zutrifft.

und die vera int vee redet auch noch die größten peinlichkeiten schön....:D

ach, eitgentlich liebe ich doch wolche sendungen.....
 

Ziege

Pferdehasser
so, es geht wieder weiter.

schwiegermütter gesucht läuft wieder und wer eine frau besitzt, wird auch sicherlich in den genuß kommen, sich diese sendung anzusehen.....:)


am sonntag hab ich die folge nicht gesehen, hab sie mir grad angesehen. altbekannte gesichter sind wieder dabei, zickige weiber......kurzum, das scheint wieder eine lustige sendung zu werden....:)
 

NK+F

Fleisch.
So ne Sendung kann wirklich ab und an ganz lustig sein.
Da sieht man mal, die verweigerte Lohnerhöhung etc. ist gar nichts im Vergleich zu dem, was diese Typen für ein leben haben.
 
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