Was mich alles aufregt

Detti04

The Count
OK, mit einem nicht angemeldeten Auto zu fahren ist in meinen Augen nun nicht gerade eine Lappalie...

Bewertet wird in diesem Fall ja die Tat an sich und nicht die Begleitumstände ( zur Arbeit müssen, Pech mit Auto B etc ... ).
Als Laie sage ich: Das Problem ist nicht das nicht-angemeldete Auto an sich, sondern der Austausch von Kennzeichen zur Vertuschung.
 

Detti04

The Count
Das Internet sagt, dass Fahren ohne Kennzeichen 1 Punkt und 60 Euro kostet. Verglichen mit einer Anzeige wegen Urkundenfaelschung ist das eine Lappalie, wuerde ich sagen.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Jetzt wäre es ja mit ohne Kennzeichen nicht dabei geblieben, war ja auch nicht zugelassen und demzufolge auch nicht versichert.
Allerdings wäre dann noch eine Ausrede in Frage gekommen, aus Gewohnheit ins falsche Auto gestiegen zu sein.
 

fabsi1977

Theoretiker
Also ne Lappalie war es mit Sicherheit nicht. Mama Keule ist immerhin mit einem nicht zugelassenen Fahrzeug durch die Gegend gefahren. HT hat ja da gleich den Knackpunkt genannt, das Fahrzeug war demnach auch nicht versichert. Bei einem Unfall nicht so günstig.

Ist zwar verständlich dass sie zur Arbeit wollte, aber ein Taxi wäre am Ende wohl günstiger gewesen. Mich wundert nur warum die Polizei am Abend auf der Matte stand. Wie sind die da drauf gekommen? Bei einer Kontrolle hätte man das Fahrzeug ja gleich aus dem Verkehr gezogen.
 

Keule

Geile Oma aus deiner Nähe
Also ne Lappalie war es mit Sicherheit nicht.

Doch, realistisch gesehen schon. Juristisch ist es dagegen 'ne ganze Menge. Das liegt beides oft weit auseinander.

Mich wundert nur warum die Polizei am Abend auf der Matte stand. Wie sind die da drauf gekommen? Bei einer Kontrolle hätte man das Fahrzeug ja gleich aus dem Verkehr gezogen.

Vermutlich sehr liebenswerte Nachbarn.

@Detti Da bleibt aber der Versicherungsbetrug nach § 6 PflVG.

"(1) Wer ein Fahrzeug auf öffentlichen Wegen oder Plätzen gebraucht oder den Gebrauch gestattet, obwohl für das Fahrzeug der nach § 1 erforderliche Haftpflichtversicherungsvertrag nicht oder nicht mehr besteht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft."
 

Detti04

The Count
@Detti Da bleibt aber der Versicherungsbetrug nach § 6 PflVG.

"(1) Wer ein Fahrzeug auf öffentlichen Wegen oder Plätzen gebraucht oder den Gebrauch gestattet, obwohl für das Fahrzeug der nach § 1 erforderliche Haftpflichtversicherungsvertrag nicht oder nicht mehr besteht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft."
Aha, das habe ich nicht bedacht. Ist denn ein abgemeldetes Auto auch automatisch nicht mehr versichert?
 

Detti04

The Count
Abenteuerliche Ansicht hast du da.
Nur als Anmerkung unter dem Gesichtspunkt "andere Laender, andere Sitten": Hier in NZ besteht keine Pflicht, sein Auto zu versichern. Ich halte das zwar auch fuer unverantwortlich, aber es belegt womoeglich trotzdem, dass es nicht unbedingt ein Verbrechen gegen die Menschheit ist, in einem unversicherten Auto zu fahren.
 
Nur als Anmerkung unter dem Gesichtspunkt "andere Laender, andere Sitten": Hier in NZ besteht keine Pflicht, sein Auto zu versichern. Ich halte das zwar auch fuer unverantwortlich, aber es belegt womoeglich trotzdem, dass es nicht unbedingt ein Verbrechen gegen die Menschheit ist, in einem unversicherten Auto zu fahren.

Solang daraus kein Schaden entsteht lässt sich das natürlich gut behaupten.
 

fabsi1977

Theoretiker
Nur als Anmerkung unter dem Gesichtspunkt "andere Laender, andere Sitten": Hier in NZ besteht keine Pflicht, sein Auto zu versichern. Ich halte das zwar auch fuer unverantwortlich, aber es belegt womoeglich trotzdem, dass es nicht unbedingt ein Verbrechen gegen die Menschheit ist, in einem unversicherten Auto zu fahren.

Moment, das hat ja auch niemand behauptet hier, aber zwischen Verbrechen gegen die Menschheit und Lappalie gibt es dann doch noch ein paar Zwischenabstufungen.
 
Es zahlt dann halt der Verursacher selber, wie das ohne Versicherung eben so ist.

Das ist mir schon klar Detti.

Wenn aber wie im Fall Mutter Keule ggf. das Geld nicht mal da ist um in dem einen Fall ein Taxi zu zahlen, stellt sich doch die Frage inwieweit kann der Schädiger denn überhaupt für den entstandenen Schaden aufkommen?

Bei Sachschäden ist das ja noch denkbar, aber bei Personenschäden?
 

Detti04

The Count
Das ist mir schon klar Detti.

Wenn aber wie im Fall Mutter Keule ggf. das Geld nicht mal da ist um in dem einen Fall ein Taxi zu zahlen, stellt sich doch die Frage inwieweit kann der Schädiger denn überhaupt für den entstandenen Schaden aufkommen?

Bei Sachschäden ist das ja noch denkbar, aber bei Personenschäden?
Personenschaeden sind hier durch ACC gedeckt, wobei es sich bei ACC um eine staatliche Unfallversicherung handelt. Diese zahlt bei allen Formen von Personenschaeden, die eine Person durch unverschuldete Unfaelle erlitten hat, also nicht nur im Strassenverkehr. Auch Touristen sind durch ACC abgedeckt. ACC wird aus allen moeglichen Quellen finanziert, z.B. als Abschlag aufs Einkommen, Aufpreis auf Benzin und als Teil der Autoregistrierung. Damit ist eine unversicherte Fahrt in Deutschland tatsaechlich riskanter als in Neuseeland.
 
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