Was ist außerhalb des Staates Süddänemark los?

faceman

Europapokal-Tippspielsieger 2015
Staaten handeln dennoch immer noch auch aus für sie „übergeordneten“ Interessen; darum geht‘s ja.
Eben ... wenn ein Staat das Interesse hat einem Bündnis beizutreten, dann machen der das nicht wegen der Mitgliedsbeiträge. Und da jedes Bündnis das Eigeninteresse hat stark und kräftig zu sein, ist es nur logisch, das Anfragende, so sie den grundsätzlichen Bedingungen zustimmen, aufgenommen werden. Das das nicht immer zur Freude anderer ist verstehe ich dabei sehr wohl. Das Russland sich ob der NATO-Osterweiterung bedroht fühlt verstehe ich dabei auch. Was also tun? Anfragen einfach ablehnen und damit jenen den Bündnisvorteilen verwehren? Was folgt denn daraufhin? Ähnliches Gebahren wie an der Krim oder der Ostukraine?
 

Hendryk

Forum-Freund
Wer in die NATO möchte und abgelehnt wird, schließt sich dann evtl. wem an?
Die NATO-Osterweiterung kam ja, weil sich die osteuropäischen Staaten vor Russland schützen wollten. Was wäre wohl geschehen, wenn die Erweiterung abgelehnt worden wäre?
Gorbatschow hat damals vorausgesetzt, dass es keine Osterweiterung geben würde. Sonst hätte er nicht zugestimmt. Das mag blauäugig gewesen sein...
 

faceman

Europapokal-Tippspielsieger 2015
Wer in die NATO möchte und abgelehnt wird, schließt sich dann evtl. wem an?
Die NATO-Osterweiterung kam ja, weil sich die osteuropäischen Staaten vor Russland schützen wollten. Was wäre wohl geschehen, wenn die Erweiterung abgelehnt worden wäre?
Gorbatschow hat damals vorausgesetzt, dass es keine Osterweiterung geben würde. Sonst hätte er nicht zugestimmt. Das mag blauäugig gewesen sein...
Genau das sehe ich eben auch, entweder macht er es freiwillig oder aber, da ein Schutz der NATO mangels Bündniszugehörigkeit gar nicht erst gegeben hat, dann eben unfreiwillig.
 

faceman

Europapokal-Tippspielsieger 2015
Das sollte man nicht als Nachteil sehen, vorausgesetzt, man ist bereit, aus Geschichte auch zu lernen. Sonst wiederholt sie sich.
Da ist was dran, man sollte sie aber eben auch nicht als Vorlage nutzen, um die Aktualität mit Vergangenem zu vergleichen und bearbeiten zu wollen. Jedes Ereignis hat nunmal seine Individualismen. Das liegt alleine schon an völlig veränderten gesellschaftlichen, regionalen und globalen Umständen. Ob die Gegebenheiten mit denen der Geschichte und der daraus resultierenden Folgen deckungsgleich sind, darf demnach durchaus diskutiert werden. Vorausgesetzt man ist bereit dazu. Sonst potentiert sich möglicherweise Geschichte.
 

Schröder

Problembär
Vorweg: Polen hat auch eine Grenze zu Russland und Flugzeugträger gibt‘s nicht so viele auf der Welt; v.a. keine, die in der Ostsee oder dem schwarzen Meer liegen und da warten.

Ich bin kein Militärstratege, da kann ich Dir sonst nix zu sagen zu Deinen Vorschlägen, außer, dass ich da so meine Zweifel habe.

Auf alle Fälle läuft es dann ja doch darauf raus, dass es ein genügend großes militärisches Potential in unmittelbarer Umgebung zu Russland braucht, will man den von Dir vorgeschlagenen Weg beschreiten.
Ja, eine kleine Grenze zu russischen Enklave Kaliningrad im Norden gibt es. Die Flugzeuge würden aber eher im Südosten Polens stehen, da von dort der Weg über die Ukraine zur fraglichen russischen Grenze am kürzesten ist, also alles andere als "grenznah" zu Russland.

Ich gebe zu, dass es mit den Flugzeugträgern schwierig wird. Aber die Türkei ist ja auch NATO-Mitglied und Flugplätze.
 

Rupert

Friends call me Loretta

So wie ich die Bezeichnung „zero click“ verstehe, entfaltet diese Spyware ihre Wirkung auf den betroffenen Smartphones ohne jegliche Benutzerinteraktion; sie kommt sozusagen einfach drauf und aus.
 

powerhead

Pfälzer
Deutschland und andere Wohlstandsländer sorgen dafür, dass man in der Atacama-Wüste in Chile nicht nur hervorragend Sterne beobachten kann, nein, der Beobachter kann auch ungestört tausende Tonnen von Bekleidung bewundern, die hier keiner mehr will.
Einfach nur unfassbar.
 

GaviaoDaFiel

Tussi Wagon
Deutschland und andere Wohlstandsländer sorgen dafür, dass man in der Atacama-Wüste in Chile nicht nur hervorragend Sterne beobachten kann, nein, der Beobachter kann auch ungestört tausende Tonnen von Bekleidung bewundern, die hier keiner mehr will.
Einfach nur unfassbar.

Kann man doch eigentlich ein feines Neujahrsfeuerchen machen...
 

powerhead

Pfälzer
Boris Johnson gibt Teilnahme an Gartenparty während des Lockdowns zu, er glaubte, es handle sich um ein Arbeitstreffen.

Zwischen Party und Arbeit zu unterscheiden, ist schwierig, wenn die Grenzen fließend sind...
 

Schröder

Problembär
Nicht nur die Amis. Auch in Deutschland und anderen Ländern wurde je kein anderer Sprit vertankt.
Ich bin Jahrgang 1971, was hätte aus mir nur alles werden können? :gruebel:
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator


Die Annahme, dass Le Pen wegen ihrer engen Verbindungen zu Russland in der Wählergunst absacken könnte, hat sich hingegen nicht bestätigt. Ihre Partei ist jahrelang von russischen Banken finanziert worden. Im Wahlkampf 2017 wurde Le Pen vom russischen Präsidenten Wladimir Putin im Kreml empfangen. Ein Foto der Begegnung schmückte sogar eine ihrer Wahlbroschüren, die sie nach dem Beginn des Ukraine-Krieges aber einstampfen ließ.


In Frankreich sind ja demnächste Präsidentenwahlen und wieder steht die von Putin finanzierte Neofaschistin Marie Le Pen zur Wahl, wohl nicht unbedingt Chancenlos. Ihre erste Wahlkampfbroschüre hat sie noch vor Verteilung wieder einstampfen lassen, weil ein Foto von ihr mit Putin drin war. :D
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Macron hat ein paar Stimmen mehr als Le Pen, aber über 50% hat er natürlich nicht geholt. Alle anderen haben noch weniger Stimmen. Daher geht es jetzt in die Stichwal Macron gegen Le Pen.
 

fabsi1977

Theoretiker
Das wird interessant. Le Pen kann zumindest mal auf die rund 7 % von Eric Zemmour bauen, der ist nämlich noch rechter als sie selber. Das größte Paket an Stimmen kommt dann vom linken Mélanchon, der hat gestern schon dazu aufgerufen auf keinen Fall Le Pen zu wählen, aber dessen Wählerschaft scheint in der Frage uneinig. Und dann gibt es noch rund 20% von einigen Sammelkandidaten von denen ich außer Anne Hidalgo niemanden kenne. Hab mir mal die näher angekuckt, nur einer ist das dem rechtspopulistischen Spektrum einzuordnen, einige dem linken und andere dem eher liberalen.

Das wird also ziemlich spannend. Eine Präsidentin Le Pen wäre eine echte Katastrophe. Und wenn Macron wiedergewählt wird dann nur, weil eben die Mehrheit der Franzosen das auch so sieht.
 

Kird

Hofnarr
tja schauen wir uns Frankreich an...hoffentlich schauen wir nicht "dumm " am Montag aus die Wasche!!!
so wie wir am Wahlttag in die USA geschaut haben wo der nette Locke gewählt wurde...tja dann hat unsere Bundesregierung spaß wenn die Dame gewinnt!!!



gruß
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Tja - wie das in Frankreich ausgeht ist echt die große Frage und was passiert, wenn Le Pen gewinnt. Dann fliegt die EU wohl endgültig auseinander.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Das wird interessant. Le Pen kann zumindest mal auf die rund 7 % von Eric Zemmour bauen, der ist nämlich noch rechter als sie selber. Das größte Paket an Stimmen kommt dann vom linken Mélanchon, der hat gestern schon dazu aufgerufen auf keinen Fall Le Pen zu wählen, aber dessen Wählerschaft scheint in der Frage uneinig. Und dann gibt es noch rund 20% von einigen Sammelkandidaten von denen ich außer Anne Hidalgo niemanden kenne. Hab mir mal die näher angekuckt, nur einer ist das dem rechtspopulistischen Spektrum einzuordnen, einige dem linken und andere dem eher liberalen.

Das wird also ziemlich spannend. Eine Präsidentin Le Pen wäre eine echte Katastrophe. Und wenn Macron wiedergewählt wird dann nur, weil eben die Mehrheit der Franzosen das auch so sieht.

Sie Sozialpolitik von Marcon ist ja eher nicht so dolle, da wird es vielen Linken schwer fallen, ihn zu wählen. Aber Le Pen wollen die wohl - hoffentlich - erst recht nicht. Blieben viele Zuhause ist das wohl auch eher für le Pen gut.
 
Zuletzt bearbeitet:

Rupert

Friends call me Loretta
Lief nun in dem Rahmen wie es die letzten Umfragen zeigten: Macron ist gewählt.

Das bleibt also Frankreich zumindest mal erspart: Eine rechtsradikale Präsidentin.
 
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