Videobeweis

Dieses Thema im Forum "Fussball Stammtisch" wurde erstellt von Rehakles, 3 März 2008.

  1. Itchy

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    Das ist doch nur eine Frage, inwieweit man sich darauf einstellt, auch von Schiedsrichterseite. Ist man sich nicht zu 100% sicher, ob Abseits, dann lässt man laufen. Je nach Konsequenz, Tor oder nicht, hat man dann die Option, die Situation mit Videobeweis neu zu beurteilen.
    Und nur, weil mit Videobeweis nicht 100% aller Fehler ausgemerzt würden, von vornherein darauf verzichten? Seltsame Einstellung. Nur weil nicht 100% aller Verkehrstoten durch die Anschnallpflicht verhindert werden, ganz darauf verzichten. Nur weil nicht 100% aller Straftäter überführt werden, keinen mehr verurteilen.
     
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  3. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Also nochmal: Bei (vermeintlichen) Abseitsstellungen Spiel laufen lassen. Wenn kein Tor, alles gut, wenn Tor, ist das Spiel eh unterbrochen, kann man ggf. Videobeweis ziehen. Ich sehe da nicht, dass das regeltechnisch kompliziert sein sollte. Nur - das räume ich ein - man müsste sich natürlich drauf einstellen. Als Angreifer, als Abwehrspieler sowieso, auch was die Abseitsfalle anbelangt, und als Schiri.

    Bei Foul, Hand oder solchen Sachen läuft das ähnlich. im Zweifel laufen lassen und bei der nächsten Gelegenheit Spiel unterbrechen. Und das muss nicht erst dann sein, wenn der Ball irgendwo ins Aus geht. Das kann z.B. auch schon dann sein, wenn der Ball verloren geht und die andere Mannschaft in Ruhe aufbaut. Warum soll man da das Spiel nicht unterbrechen können, wenn der Ball zwischen den Innenverteidigern hin- und her geht?

    Ein dritter Fall wäre, wenn es eine unübersichtliche Situation gibt und der Angreifer z.B. fällt. Dann kann man auch so pfeifen und dann den Videobeweis ziehen Bei Foul gibts dann Freistoss, bei Schwalbe auch, ansonsten Schiriball.

    Ich sehe da - ausser mit dem "Drauf einstellen" auch nicht die riesigen, unüberwindbaren Schwierigkeiten.
     
  4. uwin65

    uwin65 Tippspiel Europapokalsieger 2014

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    Ist schon durchaus nachvollziehbar was du sagst. Ich bin ja auch nicht komplett gegen den Videobeweis und natürlich auf für mehr Gerechtigkeit. Das Ganze darf aber nicht zu verwirrend werden.
    Ich bin aktuell dennoch eher der Meinung, dass eine Art Oberschiri die bessere Lösung wäre. Der beobachtet das Ganze und kann bei der heutigen Technik in kürzester Zeit dem Schiri eine Info geben, damit dieser dann unterbricht. Bei strittigen Abseitsszenen könnte der Schiri sogar zunächst laufen lassen um dann auf die Info des Oberschiris zu warten.
    Bei dem Vetorecht für die Trainer sind mir immer noch zuviele Fragen offen. Und wie schon erwähnt fürchte ich, dass dieses auch als Taktisches Mittel mißbraucht werden würde. Mag in anderen Sportarten funktionieren, aber jede Sportart hat seine Eigenheiten und die muss man berücksichtigen.
     
  5. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Mit dem Oberschiri nimmst Du dem auf dem Platz aber ein gutes Stück weit die Autorität. Es ist ein Riesenunterschied, ob Du mithilfe der Technik Dein Urteil revidieren kannst, oder ob Du überstimmt wirst.

    Und wie bereits erwähnt, die Nutzung als taktisches Mittel kannst Du unterbinden, indem die Anzahl der erlaubten Vetos begrenzt wird und für einen offensichtlich taktisch gesetzten Einspruch eine Strafe verhängst. Bspw. einen Freistoss aus 22m, den wird kaum einer riskieren.

    Beschränk die Möglichkeit für das Veto auf vermeintliche Tätlichkeiten, Erzielen oder Verhindern klarer Torchancen, wobei Du ersteres sogar auf den tatsächlichen Erfolg beschränken kannst.

    Unterm Strich, da die Möglichkeit besteht, diese aber letztendlich aktuell nur zur Aufdeckung von Fehlurteilen genutzt wird und somit die Schiris nur bloßstellt, ist es unerläßlich, sie im Positiven zu nutzen.
     
  6. uwin65

    uwin65 Tippspiel Europapokalsieger 2014

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    Oberschiri war vielleicht übertrieben. Wenn in der Champ-League die Torrichter stehen dienen die ja auch zur Unterstützung des Schiris. Genau so sollte man das auch sehen. Und ich denke die müssten ja nicht wirklich oft eingreifen.
    Das mit dem Beschränken ist doch dann auch wieder Auslegungssache. Was ist denn dann eine klare Torchance? Muss das Spiel beim Vetorecht direkt unterbrochen werden? Da halte ich es ja z.B. eher mit Boarduser, dass man erst mal weiterlaufen lässt. Grundsätzlich sind mir das aber immer noch zu viele Wenns und Abers. Fußball muss ein einfaches Spiel bleiben. Und der Fan im Stadion muss nachvollziehen können was da passiert.
     
  7. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich schrob weiter oben auch schon, dass man Spielsituationen erst einmal ausspielen lässt. Und dann den Teams die Option lässt, den Videobeweis anzufordern. Mir ging es nur darum, dass man sehr wohl einschränken kann, welche Spielsituationen Beweise zulassen und welche nicht.

    Und natürlich muss sich das einspielen, muss man gegebenenfalls noch nachjustieren. Aber es ist wirklich kein Hexenwerk und beantwortet letztlich unmittelbar viele Fragen, beileibe nicht alle. Verkomplizieren wird es das Spiel auf keinen Fall. Eher im Gegenteil.
     
  8. Holgy

    Holgy Moderator und Kommischer Foggel Moderator

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    Die Methode, dass jeder Trainer eine bestimmte Anzahl von Videobeweisen verlangen kann, halte ich nicht für gut. Erstens wird der Videobeweis dann zu einem taktischen Mittel verkommen und zweitens ist eine geringe Anzahl nicht gut, wenn es mehr strittige Situationen gibt.
     
  9. Schröder

    Schröder Problembär

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    Ich halte das Einspruchsrecht für Trainer für nicht durchführbar. Wie soll das laufen? Da müste der Trainer von seiner Coachingzone / Trainerbank ja besseren Blick auf das Geschehen haben als Schieds-und Linienrichter zusammen, was ich gerade bei Strafraumszenen doch eher anzweifeln würde. Also wenn, müsste ein bester postierter Spieler der vermeintlich benachteiligten Mannschaft dann erst zur Trainerbank rennen und dem Trainer sagen, er solle doch bitte Protest einlegen. Während des laufenden Spiels (da soll ja nicht unterbrochen werden, wenn ich hier richtig mitgelesen habe) eher unwahrscheinlich. Da wäre ein Einspruch des Mannschaftskapitäns oder eines dafür vorher zu benennenden Spielers (falls der Torwart der Kapitän ist) doch eher zu realisieren.

    Ich bin für Videobeweis durch Oberschiedsrichter.
     
  10. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Es muss aber ein Kompromiss sein. Ich gebe uwin insoweit recht, als dass das Spiel nicht völlig verändert werden darf. Und so viele Fehlentscheidungen, die wirklich direkte Auswirkungen auf das Ergebnis haben, gibt es nun auch nicht in einem Spiel. Da wir aber von Fussballergebnissen reden, die sich vornehmlich im Bereich von 0:0 bis 3:1 bewegen, können diese wenigen Fehlbeurteilungen nun einmal ausschlaggebend sein. Spielt sich das ein, werden fünfmal pro Match schon viel sein.
     
  11. Schröder

    Schröder Problembär

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    Wird ja nicht groß verändert. Wenn oben jemand sitzt, der die Entscheidungen sofort kontrollieren kann, wird nicht mal die Autorität der Schieds- Linienrichter untergraben. Der gibt dann seine "Korrekturen" per Funkspruch an Schieds- bzw. Linienrichter durch und der pfeift dann bzw. hebt die Fahne. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Linienrichter deutlich öfter das "im Zweifel für den Stürmer" berücksichtigen, wenn sie wissen, das jemand sie korrigiert, wenn es doch Abseits war. Im Moment will doch keiner Schuld sein, sollte ein Tor aus dem Abseits raus fallen, deswegen wird halt öfter "auf Verdacht" gewunken.

    Das muss doch außer den beteiligten Personen keiner mitbekommen, ob die jetzt quasi "auf Zuruf" oder aufgrund eigenen Wahrnehmung entschieden haben. Im Zweifel haben sie halt erstmal Vorteil laufen lassen oder gewartet, ob der im Abseits stehende Spieler auch wirklich zum Ball geht etc., passiert heutzutage ja auch schon, dass Entscheidungen erst nach einer gewissen Bedenkzeit getroffen werden.

    Bei einer Auszeit durch den Trainer merkt es jeder, was die Autorität des Schiedsrichters eher angreift. Der hat dann auch beim Publikum im Stadion einen schwereren Stand als jetzt schon, wenn das Heimteam 2x erfolgreich Einspruch eingelegt hat. Könnten ja welche auf den Gedanken kommen, er hätte absichtlich falsch entschieden und da wären sicherlich noch mehr Fehlentscheidungen zuungunsten der eigenen Mannschaft gewesen.

    Die Stimmung im Stadion wäre jedenfalls sicher nicht friedlicher gegenüber den Schiris.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 November 2015
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  12. Schalke-Königsblau

    Schalke-Königsblau Derbysieger 2012/13

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    Die Schiedsrichter liefern zur Zeit genügend Gründe für die Einführung des Videobeweises.

    Bayerns Costa, der beim Spiel gegen Augsburg auf den Augsburger Feulner aufgelaufen ist, 11er und 2:1. H96 Andreasens Unterarmtor beim Spiel gegen Köln - 1:0, Hoffenheims Strobl, der den Kopfball vom Kölner Modeste klar an den Arm, kein 11er - 0:0 das Endergebnis. Wolfsburgs Schürrle, der zu dem im Abseits stehenden Vierinha passt, der den Ball dann zu Bendtner kickt, und dessen Tor zählt. VW gegen die Pillen - 2:1 VW.

    Angeblich gibt es da schon einige Überlegungen. Bin mal gespannt, was am Ende dabei herauskommt.
    Vielleicht versandet das Thema einfach.
    Kommt dann aber sicherlich immer wieder mal auf.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 November 2015
  13. Schröder

    Schröder Problembär

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    Vielleicht ist das der Sinn der Fehlentscheidungen (um mal wieder eine Verschwörungstheorie aufzumachen)? :floet:
     
  14. uwin65

    uwin65 Tippspiel Europapokalsieger 2014

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    Einen Aspekt, der bei der WDR5 Sendung ebenfalls gebracht wurde, habe ich vergessen zu erwähnen. Thema Wettmafia. Für die würde es wesentlich schwieriger, vielleicht sogar unmöglich gemacht, Spiele zu manipulieren wenn es in irgendeiner Form den Videobeweis gäbe.
    Gar nicht mal so verkehrt, wie ich meine.
     
  15. Holgy

    Holgy Moderator und Kommischer Foggel Moderator

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    Didi Hamann, ist der Videobeweis sinnvoll?

    Nein, für mich ist es absolut unrealistisch, den Videobeweis im Fußball einzuführen. Wo würde man die Technik einsetzen? Nur bei Elfmetern? Oder auch bei Fouls im Mittelfeld und Abseitspositionen? Theoretisch müsste man dann jede Abseitsposition bis zum Ende durchspielen, um zu gucken, wie die Szene ausgeht. Denn nur so erfüllt der Videobeweis seinen Zweck und man bekäme die von vielen gewünschte Gerechtigkeit. Aber die ganzen Unterbrechungen würden das Spiel komplett zerreißen. Dazu untergräbt er die Autorität des Schiedsrichters, wenn seine Entscheidungen ständig aufgehoben werden.

    Fehlentscheidungen der Schiris: Warum der Videobeweis nichts bringt - SPIEGEL ONLINE

    Ich war früher eher gegen den Videobeweis, aus ähnlichen Gründen, die Hamann aufzählt. Heute bin ich eher dafür. Idealerweise sollte man den Videobeweis einfach mal ausprobieren, dann sieht man, welche Einwände tatsächlich zutreffen, ob der VB wirklich das erhoffte bringt usw. Fragt sich nur wie. Im Prinzip müsste man dafür extra Kicks ansetzen, also irgendwelche Freundschaftsspiele, denn im Wettbewerb kann man sowas ja nicht testen (falls es doch in die Hose geht).
     
  16. Schalke-Königsblau

    Schalke-Königsblau Derbysieger 2012/13

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    Ja. Aber, sind denn alle Fehlentscheidungen, letztendlich, zum Wohl der absoluten Macht des deutschen Fussballs ? Also, definitiv, zu Gunsten des FC Bayern ?

    Ähem............
    Die Bayernfans, hier, die würden sagen, Ja. Definitiv und zweifellos, ein Ja. :top:
     
  17. Nasci

    Nasci Member

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    Erschreckend was manche für absolutn Unsinn von sich geben.
    Von der Bild ins Leben gerufen geifert man diesen Blödsinn nach. Eigenes Denken rutscht immer mehr in den Hintergrund Mister Schalke-Königsblau.
    Erschwerend kommt natürlich hinzu, dass der Irrglaube, Bayern würde bevorzugt werden, bei manchen so stark manifestiert ist, dass sie sich durch jede einzelne Fehlentscheidung zu Gunsten der Bayern bestätigt fühlen.

    Und wenn man mal etwas genauer hinschaut, ist das ein bekanntes Problem auch wo die Bayern nicht mitspielen. (aber bestimmt am Ende dennoch schuld sind)

    Der Videobeweis, finde ich ein absolt gerechte und faire Sache, wenn man es schafft es so umzusetzen das es nicht das Spiel an sich behindert.
     
  18. jambala

    jambala Moderator Moderator

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    Hallo.

    Ganz so einfach wird es eben nicht mit der Einführung. Gehen wir doch mal durch, was die Bedingungen sind:

    Damit die Anwendung zulässig ist, muss zunächst ein Mal der Einsatz erlaubt sein auf Verbandsebene. Das wäre eine Änderung der Ausführungsbestimmungen, die kann die DFL über den DFB relativ easy bewirken.

    Bei der Umsetzung wird es dann schon komplizierter. Denn hier findet ein Eingriff in insgesamt drei bis vier (je nachdem, ob Abseits mit abgedeckt werden soll oder nicht) Regeln statt - und das ruft wiederum das IFAB der FIFA auf den Plan, aber dazu mehr bei den einzelnen Regeln:

    - Regel 7 Dauer des Spiels: Hier müsste der Regeltext dergestalt angepasst werden, dass die durch den Videobeweis und seine Auswertung verlorene Zeit nachgespielt werden darf. Da es den Videobeweis noch nicht gibt, ist das nach aktueller Definition noch vergeudete Zeit - und somit nicht nachzuspielen. Hieße, dass im Zweifel bei vier Unterbrechungen bis zu vier Minuten verschwendet werden. Ob dies dann dem Spiel gut tut sei dahin gestellt. Diese Änderung müsste wie angesprochen durch das IFAB umgesetzt werden und sollte auch noch relativ einfach durchgehen.

    - Regel 12 Verbotenes Spiel: Hier ist u. a. das Thema Vorteil definiert. Ließe man also eine Situation erst mal laufen und es käme, nachdem der Ball im Aus war, nur noch der SR-Ball in Frage, und zwar theoretisch dort, wo das Vergehen, welches durch den Videobeweis aufgedeckt wurde, stattgefunden hat. Einfach weil der Rahmen des verzögerten Pfiffes (etwa drei Sekunden) dann in den allermeisten Fällen schon überschritten ist. Dies müsste dann definiert werden, hebelt dann aber wieder ein Stück weit die Vorteilsauslegung aus. Was wiederum beim IFAB und hier speziell die Engländer auf wenig bis keine Gegenliebe stoßen wird, weil die Anwendung verkompliziert wird.

    Regel 11 Abseits: Siehe Regel 12. Hier werden auch die Verteidiger noch mehr diskutieren und die Auslegung für die Gespanne noch erschwert, da dann der Videobeweis eher ein früheres Heben der Fahne verhindert, um eben nicht widerlegt zu werden.

    Und zu guter Letzt Regel 5 Der Schiedsrichter: Lässt man in diesen Fällen die Entscheidung alleine durch einen weiteren Offiziellen fällen, ist das Thema Tatsachenentscheidung Geschichte. Auch wenn es explizit auf entsprechende Szenen beschränkt wird, wird bei allen strittigen Szenen, welche nicht per Videobeweis geklärt wurden, im Nachgang genau dieser als Argument für eine Fehlentscheidung her genommen werden - und damit die Glaubwürdigkeit der SR (Hier hätte eigentlich der Videobeweis angewendet werden müssen - Fehlentscheidung).

    Grundlage für die Entscheidungen des SR wird weiterhin die eigene Wahrnehmung des Spielleiters bleiben müssen. Also müsste man, damit dies erhalten bleibt, die Inaugenscheinnahme durch den SR als Bestätigung der Meinung des Videoschiedsrichters mit vorsehen, mit den vorhersehbaren Spielchen seitens der Trainer, die mit dem SR das Geschehen analysieren werden wollen und entsprechend diskutieren werden. Schließt man sie aus, wird die Entscheidung weiterhin in Frage gestellt werden - der SR hat ja potentiell versucht einen Fehler zu vertuschen. Lässt man es zu, ist eine Unvoreingenommenheit quasi unmöglich, da der SR keine unbeeinflusste Meinung bilden kann. Ob dies dann im Ganzen dem Fußball gut tun wird, soll jeder für sich versuchen zu entscheiden. Ich sehe aber in dem Punkt nicht viel Potential für eine positive Entscheidung des IFAB.

    Gehen wir trotzdem mal davon aus, dass es doch eine finale Lösung für die Regeln gibt und der Videobeweis soll eingeführt werden. Dies wird dann mindestens eine Geschichte von etwa 5 Jahren werden (siehe die Einführung von Funkfahnen, der Torlinientechnik oder auch der Torrichter). Zwei bis drei Jahre, bis die technische Ausführung des Systems definiert und zugelassen ist, und dann noch mal zwei Jahre praktische Erprobung bei Jugendturnieren der FIFA und /oder UEFA. Also kurzfristig wird nicht sein.

    Der Videobeweis könnte eine Hilfe sein - in Anbetracht der Eingriffe in das Spiel werden die negativen Folgen aus meiner Sicht in der Gesamtheit so groß sein, dass der Fußball nicht viel gewinnen wird.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 November 2015
  19. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Hachja, alles sooo schwierig.
    Komisch dass andere das hinkriegen.
     
  20. jambala

    jambala Moderator Moderator

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    Weil es eben auf einen abgegrentzen Raum beschränkt bleibt. Was aber bei Einschluß des Abseits eben nicht so einfach ist, wie es manche haben wollen. Und beschränkt man es auf den Strafraum, wird es weiterhin genug Szenen geben, die den Ruf nach einer Erweiterung laut werden lassen.
     
  21. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Das Argument kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.

    Soll das heißen: Weil das Spielfeld größer ist (als bspw. beim Eishockey) geht das beim Fussball nicht?

    Ist ja abenteuerlich.
     
  22. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Versteh ich nicht, warum man sich die Abseitse in München oder auch in Hoffenheim nicht hinterher angucken kann. Genauso den Elfer den Frankfurt nicht bekam.
    So lässt man halt den Schiri den Deppen sein.
     
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  23. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Im Prinzip waren diese Szenen Klassiker der Anwendung des Videobeweises: Die Szenen waren zu Ende gespielt, das Spiel danach eh unterbrochen. Einzig der Protest hat gefehlt.
     
  24. Detti04

    Detti04 The Count

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    Es ist doch im Prinzip ganz einfach: Ist ein Schiri sich in einer Szene nicht sicher, dann hebt er den Arm, aber es wird so weitergespielt, als waere nichts gewesen. Das Heben des Armes ist ein Signal an den Videoschiri, sich die Szene im Video anzusehen. Der tut das und meldet seine Entscheidung an den Schiri zurueck, wobei es zwei Urteile gibt:

    1. Es war nix, d.h. es gab kein Vergehen
    Alles klar, denn wir haben ja eh normal weitergespielt.

    2. Es gab ein Vergehen
    Da muessen wir 2 Faelle unterscheiden:
    a) Die Mannschaft, die das Vergehen begangen hat, ist noch im Ballbesitz bzw. im Vorteil: Dann wird unterbrochen, und es geht wegen des Vergehens mit Freistoss fuer die andere Mannschaft weiter.
    b) Die Mannschaft, die das Vergehen begangen hat, ist nicht mehr im Ballbesitz bzw. hat ihren ungerechtfertigten Vorteil verloren: Dann wird einfach weitergespielt, weil die grundsaetzlich benachteiligte Mannschaft ja inzwischen eh im Ballbesitz ist.

    Kommt es nach dem Heben des Arms und vor der Rueckmeldung des Videoschiris zu einer Unterbrechung, z.B. weil der Ball ins Aus ging, dann wird solange unterbrochen, bis der Videoschiri sich zurueckgemeldet hat, um unnoetigen Aufwand zu vermeiden.

    Das scheint mir doch ziemlich unproblematisch zu sein.
     
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  25. jambala

    jambala Moderator Moderator

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    Beim Eishockey wird er nur für die Entscheidung Tor/kein Tor herangezogen. Bei Feldhockey rein auf den Strafraum. Und beim Basketball gibt es den VB mit einbezogenen Fouls nur in der NBA.

    Die Sportart, die von der Gesamtkonstellation vergleichbar ist, ist American Football. Da hier dem Headref aber per se die Möglichkeit - im Gegensatz zum Fußball - gegeben ist, die Zeit ohne Konsequenzen für die Nettospielzeit anzuhalten hinkt der Vergleich. Von der Umsetzung mit Ansehen in einer abgegrenzten Kabine und alleine aber für den Fußball übernehmbar.

    Detti, was ist wenn er den Arm nicht hebt, weil er sich sicher ist, dass nix war?

    Noch einmal, die aktuelle Auslegung von Regel 11 und 12 lässt diese Vorgehensweise mit dem Warten auf Ausball und dann schauen wir mal nicht zu. Und da es sich um einen richtigen Eingriff in die Regeln handelt, geht das nur für die Umsetzung über das IFAB.
     
  26. cschby

    cschby Active Member

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    Im Grunde hat die Runde bei Sky 90 heute nicht wirklich neues ergeben. Im März setzt man sich mit allen die was zu sagen haben zusammen und dann wird darüber entschieden ob es den Videobeweis geben soll oder nicht und wie der dann genau aussehen soll.

    Es wäre so einfach das System einzuführen, aber es wird sich geziert ohne Ende. Versteh wer will.
     
  27. Schalke-Königsblau

    Schalke-Königsblau Derbysieger 2012/13

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    Also ich wäre für die Einführung des Videobeweises.
    Erst mal ausprobieren. Und dann wird man sehen wie es damit läuft.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 November 2015
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  28. cschby

    cschby Active Member

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    Heut wurde damit argumentiert, dass bei einer zweifelhaften Situation ja das ewig dauern würde bis der Video-Schiri das Video ausgewertet und seine Meinung weitergeleitet hat. Aber die ham anscheinend noch nie genau hingesehen, wenn es wirklich eine zweifelhafte Szene gibt, dauert das ganze doch sowieso mindestens 2 Minuten bis sich die Gemüter beruhigt haben, weil der Schiri selbst falsch entscheidet. Da kann man locker in der Zeit den Video-Schiri einsetzen. Ich versteh es einfach nicht.
     
  29. Schalke-Königsblau

    Schalke-Königsblau Derbysieger 2012/13

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    Die (meisten) Diskussionen um Bevor - und Benachteiligungen würden dann wohl im Keim erstickt.
    Allerdings, der Wettmafia würde das gar nicht gefallen.
     
  30. cschby

    cschby Active Member

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    Naja, Wettmafia. Wo ist die denn am stärksten aktiv? Doch eher unterhalb der 1. Liga oder? Und es wird wohl darauf hinauslaufen, dass der Videobeweis erstmal nur in der 1. Liga durchgeführt wird, wenn überhaupt. Da hat die Wettmafia nicht so wirklich was zu melden, zumindest ist mir nix bekannt.
     
  31. Holgy

    Holgy Moderator und Kommischer Foggel Moderator

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    Die bewiesene Bevorzugung des FCB wäre damit jedenfalls vorbei. Allein deshalb wäre die Einführung des Videobeweises schon lohnenswert.

    Allerdings denke ich auch, man müsste das erstmal ausgiebig testen.

    Dass man dafür irgendwelche Regeln umformulieren müsste, ist wohl das geringste Problem.
     
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