Video-Schieri ab der Saison 2017/18

André

Admin
1. Der VAR ist super, alles läuft prima, es gibt keine Probleme, alle sollten dankbar sein dass es diese tolle Institution gibt.

2. Und dann gibt es Fans, Spieler und sogar Schiedsrichter und ehemalige Schiedsrichter die Woche für Woche über Fehler oder unterschiedliche Auslegungen diskutieren. Mal wird eingegriffen, mal wird weggeguckt. Einheitliche Linie Fehlanzeige, Regeln werden verschlimmbessert, dann noch individuell interpretiert (Ball muss zur Mittellinie gespielt werden, damit es kontrolliert ist ...).

Diese Diskrepanz sollte ja jedem auffallen.

Und nein es ist nicht so, das die mit Ansicht 2 denen mit Ansicht 1 ans Bein pissen wollen, weil sie grundsätzlich schlechte Menschen sind. Eigentlich sollte es sogar ja auch im Interesse der Leute mit Ansicht 1 sein, dass der VAR verbessert wird und die Diskussionen weniger werden.

3 Dinge wären ein Anfang und ließen sich imo relativ leicht umsetzen.

1. Klarere Regeln mit weniger Spielraum (hier passieren imo die meisten Fehler) (Hier geht der DFB aber genau in die falsche Richtung)
2. Vetorecht für Trainer (jeden Spieltag kommt der Vorwurf, wozu schaut er es sich nicht einfach an?) z. B. Streich gestern, er hätte mit der Fahne gewunken, Schiedsrichter hätte es sich anschauen müssen, und wir müssten heute nicht diskutieren wieso der VAR nicht interveniert hat, woanders aber interveniert wenn er gar nicht zu intervenieren hätte.
3. Controlling und Transparenz zulassen. Besser erklären. Wieso macht man den Funkverkehr zwischen Keller und Schiri nicht öffentlich? Bei der F1 kann ich ja auch hören was Hamilton zu seinem Mechaniker sagt, wenn der den falschen Reifen aufgezogen hat?

So ist es ein Konstrukt, was viel zu oft nicht funktioniert, und wo es keine Konsequenzen gibt, und bei Fehentscheidungen kann man sich den Peter gegenseitig zuschieben, oder es auf schwammige Regeln abwälzen.

Kein Wunder dass sowas keine große Akzeptanz findet.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
2. Und dann gibt es Fans, Spieler und sogar Schiedsrichter und ehemalige Schiedsrichter die Woche für Woche über Fehler oder unterschiedliche Auslegungen diskutieren.
Blöd für die Glaubwürdigkeit von Trainern (Farke, Streich), Spielern (Hofmann, Kramer) und Fans (Andre, Holgy) ist es halt, wenn auf Entscheidungen herumgeritten wird, die völlig unstrittig sind.

Da denke ich mir nämlich: Worüber regen die sich eigentlich auf, ist doch ne klare Sache.
 

André

Admin
Da denke ich mir nämlich: Worüber regen die sich eigentlich auf, ist doch ne klare Sache.
So klar dass der Schiri die Regel selbst so interpretiert und behauptet ein kontrollierter Ball wird an die Mittellinie gepasst, niemals aber nach Außen. :lachweg:

Der hat wohl nie ein Jugendspiel geschaut, da wird den jungen Torhütern gepredigt, sie sollen bloß nicht in die Mitte abschlagen, da sonst oft und schnell mal klingelt im eigenen Kasten. Aber woher soll ein Schiedsrichter das wissen, der hat vermutlich von Fußball genau so wenig Ahnung, wie ein Trainer von den Regeln. :cool:
 

jambala

Moderator
Und genau der Punkt der Ballkontrolle definiert mittlerweile die Torabwehraktion. Aber das wissen ja die allermeisten Kritiker, ohne sich diese neue Auslegung richtig angeschaut zu haben.

Nein, bei Deinen anderen Punkten, Andre, da widersprechen die Tatsachen. In den meisten Fällen geht es doch zuerst mal vielen Kritikern darum, ob der VAR eingegriffen hat oder nicht und warum dann der SR dies übernommen hat oder nicht. Ob die Situation richtig gelöst wurde kommt dann erst an zweiter Stelle und wird dann noch meist als falsch bezeichnet, auch wenn es regeltechnisch richtig gelöst wurde.

Dass keine Fehler gemacht werden ist utopisch, es werden aber auch nicht so viele gemacht wie unterstellt wird. Womit wir wieder bei der Entscheidungskompetenz des SR sind.

Deine drei Punkte obliegen wiederum dem IFAB und können nur begrenzt durch den DFB beeinflusst werden, was eine konkrete Umsetzung im Spielbetrieb betrifft. Es sind alles Eingriffe in die Grundregeln, speziell 2 und 3 sind grundlegende Eingriffe in die in Regel 5 definierten Befugnisse betreffend die Entscheidung des SR. Wozu sowohl die Kommunikation mit den Assistenten als auch ein Eingriff durch die Trainer zählen. Die einzige Sportart, die mit hier spontan einfällt ist Rugby, wo dies gegeben ist, wobei da dann aber auch durch die andere Spieldynamik mit mehr Unterbrechungen dies auch anders zu handeln ist. Bei Punkt 1 ist es so, dass mit einer Vereinfachung auch immer wieder zusätzliche Grenzfälle auftreten werden, die wiederum in den Ermessensspielraum des SR fallen.

Plus, es sind Eingriffe in die Regeln, die so mangels Umsetzbarkeit in Teilen nicht dem Grundsatz der universellen Anwendung der Regeln entsprechen, also vom Spiel der kleinsten Jugendliga in Afrika oder Südamerika bis zum Endspiel einer EM oder WM oder Profiliga umsetzbar sein sollen.
 

fabsi1977

Theoretiker
So klar dass der Schiri die Regel selbst so interpretiert und behauptet ein kontrollierter Ball wird an die Mittellinie gepasst, niemals aber nach Außen. :lachweg:

Der hat wohl nie ein Jugendspiel geschaut, da wird den jungen Torhütern gepredigt, sie sollen bloß nicht in die Mitte abschlagen, da sonst oft und schnell mal klingelt im eigenen Kasten. Aber woher soll ein Schiedsrichter das wissen, der hat vermutlich von Fußball genau so wenig Ahnung, wie ein Trainer von den Regeln. :cool:
Du vergleichst jetzt ernsthaft eine Kopfballabwehr eines Feldspielers mit dem Abschlag eines Torhüters?
 

HoratioTroche

Zuwanderer
So klar dass der Schiri die Regel selbst so interpretiert und behauptet ein kontrollierter Ball wird an die Mittellinie gepasst, niemals aber nach Außen. :lachweg:

Der hat wohl nie ein Jugendspiel geschaut, da wird den jungen Torhütern gepredigt, sie sollen bloß nicht in die Mitte abschlagen, da sonst oft und schnell mal klingelt im eigenen Kasten. Aber woher soll ein Schiedsrichter das wissen, der hat vermutlich von Fußball genau so wenig Ahnung, wie ein Trainer von den Regeln. :cool:
So macht eine Diskussion natürlich richtig Sinn.
In der Regel steht übrigens nix von Mittellinie.
 
1. Der VAR ist super, alles läuft prima, es gibt keine Probleme, alle sollten dankbar sein dass es diese tolle Institution gibt.

2. Und dann gibt es Fans, Spieler und sogar Schiedsrichter und ehemalige Schiedsrichter die Woche für Woche über Fehler oder unterschiedliche Auslegungen diskutieren. Mal wird eingegriffen, mal wird weggeguckt. Einheitliche Linie Fehlanzeige, Regeln werden verschlimmbessert, dann noch individuell interpretiert (Ball muss zur Mittellinie gespielt werden, damit es kontrolliert ist ...).

Diese Diskrepanz sollte ja jedem auffallen.

Und nein es ist nicht so, das die mit Ansicht 2 denen mit Ansicht 1 ans Bein pissen wollen, weil sie grundsätzlich schlechte Menschen sind. Eigentlich sollte es sogar ja auch im Interesse der Leute mit Ansicht 1 sein, dass der VAR verbessert wird und die Diskussionen weniger werden.

3 Dinge wären ein Anfang und ließen sich imo relativ leicht umsetzen.

1. Klarere Regeln mit weniger Spielraum (hier passieren imo die meisten Fehler) (Hier geht der DFB aber genau in die falsche Richtung)
2. Vetorecht für Trainer (jeden Spieltag kommt der Vorwurf, wozu schaut er es sich nicht einfach an?) z. B. Streich gestern, er hätte mit der Fahne gewunken, Schiedsrichter hätte es sich anschauen müssen, und wir müssten heute nicht diskutieren wieso der VAR nicht interveniert hat, woanders aber interveniert wenn er gar nicht zu intervenieren hätte.
3. Controlling und Transparenz zulassen. Besser erklären. Wieso macht man den Funkverkehr zwischen Keller und Schiri nicht öffentlich? Bei der F1 kann ich ja auch hören was Hamilton zu seinem Mechaniker sagt, wenn der den falschen Reifen aufgezogen hat?

So ist es ein Konstrukt, was viel zu oft nicht funktioniert, und wo es keine Konsequenzen gibt, und bei Fehentscheidungen kann man sich den Peter gegenseitig zuschieben, oder es auf schwammige Regeln abwälzen.

Kein Wunder dass sowas keine große Akzeptanz findet.
Wer hat eigentlich Ansicht Nr. 1? Hier zumindest hab ich noch keinen gefunden.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Es gibt ja Licht am Ende des Tunnels. Die Bundesliga-Schiedsrichter und ihre Chefs sind ja viel einsichtiger als der ein oder andere Forenuser. Die konstruktiven Vorschlägen von Seiten der Vereine sind längst auf fruchtbaren Boden gefallen und es gibt ja auch nicht wenige Schiedsrichter, die das Problem genauso sehen.

Zum Beispiel der Ober-VAR Jochen Drees.

Jochen Drees, der Projektleiter der Video-Assistenten, sagte unlängst, er ärgere sich über "eine solche Ansammlung von Fehlern, weil wir doch viel Zeit und Mühe investieren in die Aus- und Weiterbildung".

Dem "Kicker" zufolge soll deshalb die Winterpause ... dazu genutzt werden, die Video-Assistenten intensiver zu schulen. Demnach sollen beispielsweise Spielszenen mit einem Online-Tool bewertet werden und Workshops mit Ex-Profis stattfinden, um die praxisbezogene Auslegung von Zweikämpfen zu verbessern. Darüber hinaus gibt es offenbar Überlegungen, verstärkt mit festen Teams aus Schiedsrichtern und VAR zu arbeiten. Die Kommunikation und die Bewertung von Spielvorgängen lassen sich so zweifellos verbessern und harmonisieren. Q


Das Problem der zum Teil etwas "weltfremden" Auslegungen ist erkannt und soll behoben werden. Für die WM-Pause kündigt Drees ein umfangreichen Nachschulungsprogramm an sowie andere Verbesserungen.

Das geht doch alles in die richtige Richtung. Wir können also guter Hoffnung sein, dass es nach der WM deutlich weniger VAR-Probleme gibt. Ob's funzt wird man dann ab Januar sehen.
 

André

Admin
Bei Magdeburg war gestern auch wieder ein Traumgespann am Start. :lachweg:


Das geilste ist ja schon bei 1:43 Minuten. Da fällt ein Darmstädter über den Fuß des anderen Darmstädters. Für den Schiri der ziemlich gute Sicht hat, klares Ding: Foulspiel von Magdeburg.

VAR greift nicht ein. Aber klar, wäre nach dem Freistoß ein Tor gefallen, wäre es natürlich aufgefallen. Sicher. :cool:

--

Dann bei 2:20 Handspiel klar. Schiedsrichter sieht es und zeigt gelb. Szene bewertet und geahndet. Wieso greift dann hier auf einmal der VAR ein? Klare Fehlentscheidung? Sicher nicht. Im Gegenteil, die erste Entscheidung vom Schiedsrichter war nachvollziehbar.

Wenn selbst der Gegnertrainer sagt:

"Die Rote Karte ist vollkommen unverständlich. Ich habe gesehen, dass im Sechzehner drei Magdeburger mit reinlaufen. Diese Notbremse ist für mich total unverständlich. Ich kann es nicht verstehen, nicht nachvollziehen."
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Dann bei 2:20 Handspiel klar. Schiedsrichter sieht es und zeigt gelb. Szene bewertet und geahndet. Wieso greift dann hier auf einmal der VAR ein?
Das fragst du jetzt ernsthaft nochmal? Wie oft wurde das schon erklärt, wann er eingreift?
Ob Platzverweis dann richtig ist, ist eine ganz andere Frage.
 
Zuletzt bearbeitet:

André

Admin
  • Bei welchen Situationen kann der Video-Assistent eingreifen?
Diese Möglichkeit gibt es in vier Fällen:
  • Torerzielung (Foul, Handspiel, Abseits und andere Regelwidrigkeiten bei oder im Vorfeld der Torerzielung)
  • Strafstoß/Elfmeter (nicht oder falsch geahndete Vergehen)
  • Rote Karte (nicht oder falsch geahndete Vergehen)
  • Verwechslung eines Spielers (bei Roter, Gelb-Roter oder Gelber Karte)
Voraussetzung für ein Eingreifen des Video-Assistenten ist jeweils, dass nach seiner Einschätzung eine klare und offensichtliche Fehlentscheidung des Schiedsrichters auf dem Platz vorliegt. Ist eine solche, klar falsche Wahrnehmung des Schiedsrichters auf dem Platz nicht gegeben, darf der Video-Assistent nicht eingreifen.


Dann erkläre mal bitte was hier vorlag?

Torerzielung war es nicht. Elfmeter auch nicht, da außerhalb.
Rote Karte. Ok, wenn es denn eine gewesen wäre, und vorher eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters, dass er das Foul nicht gesehen hätte. Er hat es aber gesehen und das Foulspiel ja auch geahndet, deshalb kann das nur eine klare Fehlentscheidung gewesen sein, wenn er es nicht gesehen und bewertet hätte, oder falsch bewertet hätte. (War keine gelbe Karte)

Aber in dem Fall sehe ich nicht, wieso der VAR überhaupt eingreift, und dass er das dann auch noch falsch bewertet setzt dem dann nur noch die Krone auf.
 

fabsi1977

Theoretiker
Der Winkel ist zwar ungünstig aber der Darmstädter hätte durchaus freie Schussbahn gehabt, möglicherweise hat man das bewertet. Die Sache mit dem Freistoß fand ich in der Tat bemerkenswert. Wobei ich den Kaspar der Magdeburger, der da anschließend was von Respekt gefaselt hat auch witzig fand.

Ich kann ja die Kritik am VAR ja durchaus nachvollziehen. Aber das immer so getan wird, dass wenn der weg ist alles gut ist und man jegliche Schiedsrichterentscheidung akzeptieren wird, ist echt hanebüchen. Wenn es so wäre, hätte man den VAR gar nicht erst einführen müssen.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
  • Rote Karte (nicht oder falsch geahndete Vergehen)
Rote Karte. Ok, wenn es denn eine gewesen wäre, und vorher eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters, dass er das Foul nicht gesehen hätte. Er hat es aber gesehen und das Foulspiel ja auch geahndet, deshalb kann das nur eine klare Fehlentscheidung gewesen sein, wenn er es nicht gesehen und bewertet hätte, oder falsch bewertet hätte. (War keine gelbe Karte)

Aber in dem Fall sehe ich nicht, wieso der VAR überhaupt eingreift, und dass er das dann auch noch falsch bewertet setzt dem dann nur noch die Krone auf.
Na zum Glück schreibst du es selber. Jetzt musst du es nur noch verstehen. Er hat es nämlich nach Ansicht des VAR (möglicherweise) genau das getan, nämlich falsch geahndet. Mit Gelb. Falsch geahndet heisst nicht, es gar nicht zu pfeifen, sondern eben auch, einen Platzverweis nicht zu geben.
Umgekehrt ist es ja genauso, dass Rote Karten vom VAR schon zurückgenommen wurden. Und was gab es dann? Genau. Gelb. Oder nix. Je nachdem.

Beim letzten Heimspiel YB gegen Basel gab es was ganz Ähnliches. Rot gegen Michael Lang, nach VAR-Intervention und zunächst gegebener Gelber Karte. Hier zu sehen ab 30:50
 

Rupert

Friends call me Loretta
(...)
Aber das immer so getan wird, dass wenn der weg ist alles gut ist und man jegliche Schiedsrichterentscheidung akzeptieren wird, ist echt hanebüchen. Wenn es so wäre, hätte man den VAR gar nicht erst einführen müssen.
Kommt mir auch so vor.
Es gibt sicher einige, die einfach nur diese zusätzliche Überprüfung ätzend finden und froh wären, wenn sie weg wäre und dann mit den Entscheidungen des Schiedsrichters auf dem Platz allein, ohne eine VAR-Überprüfung, leben könnten und ruhig wären aber das ist die Minderheit.
Wäre der VAR weg, dann wird halt wieder exzessiv über den Schiedsrichter gemeckert, wenn er was pfeift / nicht pfeift, was dem Zuschauer / Trainer / Spieler / ... so nicht passt.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Der Winkel ist zwar ungünstig aber der Darmstädter hätte durchaus freie Schussbahn gehabt, möglicherweise hat man das bewertet.
Darum geht es ja Andre gar nicht, sondern darum, ob der VAR bei einem seiner Meinung nach fälschlicherweise nicht gegebenen Platzverweis sich überhaupt melden darf.
Andre meint; Nein. Eine nicht gegebene Rote Karte ist für ihn nämlich gar keine Fehlentscheidung.
 

Blaubarschbube

FC Schalke 04
Aber in dem Fall sehe ich nicht, wieso der VAR überhaupt eingreift, und dass er das dann auch noch falsch bewertet setzt dem dann nur noch die Krone auf.
Gelb war OK; sieht übrigens das hier oft zitierte Fachblatt ebenso:

Ließ zunächst viel laufen, verlor zusehends seine Linie bei der Bewertung von Zweikämpfen und weiteren strittigen Situationen; völlig unverständlich, die Gelbe Karte gegen Piccini nach VAR-Eingriff zurückzunehmen und Rot zu zeigen, da Piccini nicht letzter Mann war.
 

André

Admin
Der Winkel ist zwar ungünstig aber der Darmstädter hätte durchaus freie Schussbahn gehabt, möglicherweise hat man das bewertet. Die Sache mit dem Freistoß fand ich in der Tat bemerkenswert. Wobei ich den Kaspar der Magdeburger, der da anschließend was von Respekt gefaselt hat auch witzig fand.

Ich kann ja die Kritik am VAR ja durchaus nachvollziehen. Aber das immer so getan wird, dass wenn der weg ist alles gut ist und man jegliche Schiedsrichterentscheidung akzeptieren wird, ist echt hanebüchen. Wenn es so wäre, hätte man den VAR gar nicht erst einführen müssen.
Da bin ich bei dir. Auch beim letzten Abschnitt. Ich habe mich oft über Schiedsrichter aufgeregt und war ursprünglich froh als der VAR eingeführt wurde. Aber in der Form kann ich inzwischen sagen, wäre mir das alte System lieber, selbst wenn ich weiß dass durch den VAR mehr richtig als falsch entschieden wird.

Aber ein Fall wo der VAR falsch eingreift (und möglicherweise eine richtige Entscheidung falsch korrigiert) oder bei einer klaren Fehlentscheidung dann doch nicht eingreift ist für mich deutlich schwerer zu akzeptieren als ein Fall wo der Schiedsrichter mal nichts richtig gesehen hat.

Und wie gesagt, es gibt ja noch Wege zwischen VAR abschaffen und VAR so lassen wie er ist. Einfach den VAR besser machen, aus Fehler lernen, mehr Transparenz etc. Z.B. so ein Vetorecht einmal pro Spiel / Halbzeit für den Trainer. Das funktioniert in anderen Sportarten auch, wo ist das Problem? Das könnte man innerhalb von einer Woche einführen. Dann wäre schon mal der Punkt weg, dass man sagt: Wieso hat er sich das jetzt nicht angeschaut?
Das wäre ne Verbesserung, die direkt hilft und keinen wirklichen Aufwand erfordert. Wieso mit aller Gewalt gegen sowas sperren?
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Aber ein Fall wo der VAR falsch eingreift (und möglicherweise eine richtige Entscheidung falsch korrigiert)
Nochmal, zum x-ten: Der VAR korrigiert gar nix.
Und wie gesagt, es gibt ja noch Wege zwischen VAR abschaffen und VAR so lassen wie er ist. Einfach den VAR besser machen, aus Fehler lernen, mehr Transparenz etc. Z.B. so ein Vetorecht einmal pro Spiel / Halbzeit für den Trainer. Das funktioniert in anderen Sportarten auch, wo ist das Problem?
Wo das Problem ist? Das Problem ist, dass du gar nicht weisst, wie das mit dem VAR genau funktioniert. Siehe oben.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Durch sein falsches eingreifen hat er den Schiedsrichter dazu gebracht eine richtige Entscheidung in eine falsche zu korrigieren

Und genau dieses Fehlverhalten ist in letzter Zeit häufiger aufgetreten. Kann auch mit der immer stärker werdenden Kritik zusammenhängen...

Das sieht ja auch der Ober-VAR Drees so. Die Schieris müssen ja in der WM-Winterpause nachsitzen und kriegen Nachhilfe von Fußballprofis, damit sie Zweikämpfe und ähnliches auch verstehen und bewerten können. Siehe #1.091

Alles wird gut! :D
 

jambala

Moderator
Wo können die anderen Verteidiger mit gut 10m Abstand zu der Szene mit dem Handspiel aktiv eingreifen, wenn ohne das Handspiel direkt aufs Tor geschossen werden kann? Hier wird eine offensichtliche TorCHANCE per Handspiel vereitelt, was dann eben den Feldverweis bedingt.

Bei dem gepfiffenen Foul für Darmstadt wurde zuerst der Darmstädter mit der 2 vom Magdeburger mit der 6 behindert, wodurch es dann zum Kontakt mit dem Darmstädter Mitspieler kam. Der fällt dann zwar etwas theatralisch, trotzdem war es kein Auflaufen aus Unvermögen ohne Einwirkung des Gegenspielers, sondern es lag zuerst ein regelwidriger Kontakt des Magdeburgers vor, der den Vorteil für Darmstadt unterbunden hat.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Durch sein falsches eingreifen hat er den Schiedsrichter dazu gebracht eine richtige Entscheidung in eine falsche zu korrigieren
Das Eingreifen an sich finde ich nicht falsch (und ist es auch nicht), ich habe mir die Szene ja auch mehrfach angeschaut. Warum soll das der Schiri nicht machen? In Echtzeit auf dem Feld ist das schwer zu entscheiden, ob die 3 in der Mitte relevant sind.
Vielleicht kam die Anfrage ja auch vom Feld zum VAR?
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Naja, Torchance.. wenn er direkt schiesst, wo das Handspiel war, dann ist das ausserhalb an der 16er Ecke. Ob das ne offensichtliche Torchance ist? Er hätte schon noch 3-4m laufen müssen.
 

jambala

Moderator
HT, ohne das Handspiel hätte er den Ball noch kontrollieren können und das ohne einen weiteren Abwehrspieler außer dem TW zwischen sich und dem Tor, was eine offensichtliche Torchance darstellt. Und dann ist Rot die zwingend vorgeschriebene persönliche Strafe gemäß Regel 12.
Wenn ein Spieler ein Tor oder eine offensichtliche Torchance des Gegners
durch ein Handspielvergehen vereitelt, wird er unabhängig vom Ort des
Vergehens des Feldes verwiesen
(mit Ausnahme des Torhüters im eigenen
Strafraum).

Es wird ja auch bei Foulspiel mehrere Meter vor dem Tor ohne weitere Abwehrspieler auf Feldverweis entschieden, wenn klar ist, dass der Spieler auf das Tor gespielt hätte ohne das Foul.
 

André

Admin
Wäre durchaus möglich, kann aber nur der Schiedsrichter aufklären
Das wäre zum Beispiel was in Sachen Transparenz.
Wieso sitzt der Schiedsrichter nicht nach dem Spiel bei der PK dabei und erklärt direkt was wie und warum entschieden wurde.
Die 10 Minuten wird er ja wohl Zeit haben.
Oft sitzen da ja 2 Trainer die ratlos sind, ob der Schiedsrichterentscheidungen und wirklich aufgeklärt wird es dann nicht mehr.

Sitzt der Schiedsrichter bei der PK, könnte er ja direkt erklären wieso er so entschieden hat. Würde ich persönlich gut finden.
 
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