UEFA kippt Auswärtstorregel

Rupert

Friends call me Loretta
Ah, Du meinst beispielsweise BMG und der HSV schneiden da dann besser ab, weil sie so mehr Möglichkeiten haben ihr Fußballfeuerwerk der Offensive abzubrennen?
Diese Hoffnung halte ich für gewagt :D
 

Dilbert

Pils-Legende
Ah, Du meinst beispielsweise BMG und der HSV schneiden da dann besser ab, weil sie so mehr Möglichkeiten haben ihr Fußballfeuerwerk der Offensive abzubrennen?
Diese Hoffnung halte ich für gewagt :D
Nö, aber BMG (so sie es wieder ins internationale Geschäft schaffen sollten) fliegt dann zumindest nicht raus, wenn es nach Hin- und Rückspiel 2:2 steht, nur weil der Gegner bei uns zweimal traf und wir auswärts nur einmal. Das geht ja auch nicht nur um die, ich finde es einfach scheiße, wenn beide Teams gleich viele Tore machen, aber eines rausgekegelt wird weil die Verteilung in Hin- und Rückspiel eben unterschiedlich war. Der Kram wurde ja mal eingeführt, weil einige Mannschaften auswärts nur gemauert haben. Dafür mauern die jetzt eben zuhause, also macht der Quatsch überhaupt keinen Sinn. Rein sportlich ist es eh für´n Arsch.
 

Detti04

The Count
Weshalb wir eine Regel ohne Not und ohne Forderung von Vereinen/Verbänden/Fans geändert? Hier wird unnötigerweise etwas verändert, was jeder (kleinere Ausnahmen mag es geben) angenommen hatte und sich seit Jahren auch etabliert hat. Ich verstehe es nicht. Wäre es nicht besser gewesen sich mit wirklichen Problemen zu beschäftigen, Bsp. Videoassistenz und deren Verbesserungen?
Als Initiatoren stecken da diverse Trainer dahinter, vermutlich vor allem Arsene Wenger. Motivation dafuer ist das kurzsichtige (und falsche Argument), dass dadurch die Heimmannschaft des Hinspiels im Vorteil ist, weil sie durch die Verlaengerung im Rueckspiel 30 Minuten laenger die Chance hat, wertvolle Auswaertstore zu erzielen.

"[...] Denn vor ein paar Monaten machte die Meldung die Runde, dass prominente Trainer, darunter Thomas Tuchel, die UEFA aufgefordert haben, die Bestimmung abzuschaffen. Vor allem Arsène Wenger führt schon seit langer Zeit einen wortreichen Kampf gegen die Regel, die vor 54 Jahren eingeführt worden ist. [...]"


"[...] Die Trainer mehrerer europäischer Topklubs haben die Europäische Fußball-Union (Uefa) gebeten, die Auswärtstorregel im Europacup zu überdenken. "Sie denken, dass das Erzielen von Auswärtstoren nicht mehr so schwierig ist wie in der Vergangenheit", sagte Uefa-Wettbewerbsdirektor Giorgio Marchetti nach dem Meeting. "Sie haben sich für eine Überprüfung ausgesprochen und das werden wir tun", so Marchetti weiter.
[...]
Teilnehmer waren unter anderem Thomas Tuchel (Paris St. Germain), Jose Mourinho (FC Arsenal) und Julen Lopetegui (Real Madrid). [...]"



Das sieht mal wieder wie eine typische Entscheidung im Fussball aus: Aus dem Bauch heraus ("Sie denken,..."), ohne das Bauchgefuehl anhand der Daten zu ueberpruefen und die Konsequenzen zu ueberdenken.
 

Detti04

The Count
Das mit dem zuerst auswärts ist besser, ist so dachte ich eher so ein Fan-Ding. Dann kann man beim Weiterkommen dann zu Hause mit den Massen feiern.
Nein, es ist ein belegbarer Vorteilzuerst auswaerts zu spielen. Wie gesagt, bis 2005 kam in 55% aller Paarungen die Mannschaft weiter, die zuerst auswaerts antrat. Das war auf der Basis von fast 5900 Paarungen. Mal sehen, ob ich die Tabelle hier reinkopieren kann... Aha, es geht nur als Bild, dann eben so. Die Originaldaten stammen vom angegebenen User des angegebenen Forums, ich hab nur die Formatierung geaendert und die Zahlen addiert.

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Blaubarschbube

FC Schalke 04
Ohne jetzt alles gelesen zu haben: Ich fand die bisherige Regelung gut und kann nicht nachvollziehen warum man das nun völlig ohne Not ändert. Ich sehe eher die Gefahr dass das Auswärtsteam in Spiel eins nun seine Offensivbemühungen komplett einstellt in der Hoffnung mit einem Remis ins Heimspiel gegen zu können...
 

André

Admin
"Die Auswirkungen dieser Regel widersprechen mittlerweile ihrem ursprünglichen Zweck, da sie die Heimmannschaften – vor allem bei Hinspielen – mittlerweile davon abhält, anzugreifen - aus Angst, ein Gegentor zu kassieren, das der gegnerischen Mannschaft einen entscheidenden Vorteil verschafft. Auch die Fairness wird in Frage gestellt, vor allem in der Verlängerung, da die Heimmannschaft zwei Treffer erzielen muss, wenn das Auswärtsteam einmal getroffen hat."


Mit der Verlängerung ist auch ein guter Punkt. Ein Team hat 90 Minuten Zeit ein Auswärtstor zu erzielen, welches doppelt zählt (bei unentschieden) und ein anderes Team dann mit Verlängerung 120 Minuten Zeit dafür.
Wo bitte ist das fair? So gibt es jetzt gleiche Bedingungen für alle. Fertig.

Und zum HSV: Gäb es diese Regel, wäre der HSV wohl schon 1-2 Jahre früher abgestiegen.
Glaube die haben sich doch 2 mal deswegen gerettet, einmal gegen den KSC.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Das sieht mal wieder wie eine typische Entscheidung im Fussball aus: Aus dem Bauch heraus ("Sie denken,..."), ohne das Bauchgefuehl anhand der Daten zu ueberpruefen und die Konsequenzen zu ueberdenken.
Nun, diese Überprüfung hat ja die UEFA vorgenommen, steht in dem eingangs von mir verlinkten Artikel.
Statistiken seit Mitte der 1970er-Jahre bis heute zeigen einen klaren Trend einer anhaltenden Verringerung des Unterschieds beim Anteil von Heim- bzw. Auswärtssiegen (von 61 %/19 % auf 47 %/30 %) sowie des Unterschieds bei den durchschnittlich erzielten Toren pro Heim-/Auswärtsspiel (von 2,02/0,95 auf 1,58/1,15).

Da es also belegbar einfacher geworden ist, ein Auswärtstor zu erzielen, ist die überproportionale Bedeutung eines solchen nicht mehr begründbar.
Gründe dafür werden ebenfalls angegeben.

Und zum HSV: Gäb es diese Regel, wäre der HSV wohl schon 1-2 Jahre früher abgestiegen.
Glaube die haben sich doch 2 mal deswegen gerettet, einmal gegen den KSC.
Jein. Ausschlaggebend war die Entscheidung des Herrn Gräfe, Manuel (Berlin) Note: 5,0: Den Freistoß wegen Handspiels von Meffert vor dem 1:1 zu geben, war falsch. (kicker)
Noch falscher war die Konzessionsentscheidung, in der Verlängerung bei 1:2 einen Handelfer für den KSC zu pfeifen. Zumal das wegen der Auswärtstorregel sowieso sinnlos geworden war.
Warum der Mann in letzter Zeit so hochgejubelt wurde, habe ich nie verstanden.

Ausschlaggebend war weiters im Hinspiel bei Stand von 0:1 die Entscheidung des Herrn Aytekin, Deniz (Oberasbach) Note: 1,5
Klare Linie, klare Entscheidungen. Yabo hätte nach einer Attacke von Djourou einen Elfmeter bekommen müssen (69.), weil sich der Karlsruher lobenswerterweise nicht fallen ließ, blieb der Pfiff aus. (kicker)

Warum der Mann dafür eine 1,5 bekam, blieb mir dunkel. Drei Minuten später fiel der Ausgleich für den HSV.

Beim ganzen HSV-Gebashe der letzten Jahre wird völlig vergessen, wie diese beiden Schiedsrichter in beiden Spielen das Ergebnis massiv und entscheidend verfälschten. Da konnte der HSV aber nix für. Die Abneigung führte unter anderem zu massiven Unmutsbekundungen beim Zweitligaheimspiel, allerdings gegen den gesamten HSV und gegen Bakary Jatta inbesonsers, aber nicht wegen seiner Herkunft sondern wegen einer schlechten Schwalbe. Wurde leider aber anders rezeptiert.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Nein, es ist ein belegbarer Vorteilzuerst auswaerts zu spielen. Wie gesagt, bis 2005 kam in 55% aller Paarungen die Mannschaft weiter, die zuerst auswaerts antrat.
Liegt das vielleicht (auch) daran, dass gesetzte Teams zuerst auswärts gelost wurden, jedenfalls teilweise? Ich meine, das gab es mal.
 
Zuletzt bearbeitet:

HoratioTroche

Zuwanderer
Tatsache ist nunmal, es braucht irgendeine Lösung. Das mit dem Auswärtstor ist eine, trotzdem gab es auch hier Verlängerung und Elfern.
Elfern nach Verlängerung ist eine, hatte man bei Turnieren auch schon mal abgeschafft und wieder eingeführt, weil Golden oder Silver Goal auch nicht der Brüller ist.

Elfern ohne Verlängerung ist auch eine Möglichkeit. Wiederholungsspiel gab es auch schon im Europapokal. Verlängerung bis zu einem Tor gab es schon in den 20ern und führte zum "ewigen Endspiel" (das keinen offiziellen Sieger hatte - auch nicht so toll).

Man sieht, jede Regelung ist irgendwo unzufriedenstellend, am besten ist es, man gewinnt beide Spiele.
Ich persönlich finde das mit dem Auswärtstor nicht gut und begrüsse die Abschaffung, könnte dadurch aber bei einer Rückheimspielverlängerung verstärkt das Problem haben, den Zug nach Hause nicht mehr zu bekommen. Die spielen ja dann bis nach 23 Uhr.
 

Fussel

Matt Eagle
@Detti04
Ich glaube dir, dass es statistisch gesehen einen leichten Vorteil für das Team gibt, welches zuerst auswärts randarf. Danke für die Daten. Ich bin mir nur nicht so sicher, dass das der Hauptgrund dafür ist, dass die Teams lieber erst auswärts spielen.
Ich bin aber ganz bei dir, dass sich mit der Abschaffung der Auswärtstorregel der Vorteil verstärkt.
 

Detti04

The Count
Liegt das vielleicht (auch) daran, dass gesetzte Teams zuerst auswärts gelost wurden, jedenfalls teilweise? Ich meine, das gab es mal.
Nicht, dass ich wuesste. Solche Runden, in denen eine Haelfte der Mannschaften von vorneherein als Auswaertsmannschaft des Hinspiels feststeht, gibt es nur in der CL und EL in der Runde nach der Gruppenphase. Das gilt auch nur in einer Runde und erst seit irgendwann in diesem Jahrtausend. Fuer die Daten bis 2005 duerfte das nicht von Belang sein.
 
Zuletzt bearbeitet:

Detti04

The Count
Nun, diese Überprüfung hat ja die UEFA vorgenommen, steht in dem eingangs von mir verlinkten Artikel.
Statistiken seit Mitte der 1970er-Jahre bis heute zeigen einen klaren Trend einer anhaltenden Verringerung des Unterschieds beim Anteil von Heim- bzw. Auswärtssiegen (von 61 %/19 % auf 47 %/30 %) sowie des Unterschieds bei den durchschnittlich erzielten Toren pro Heim-/Auswärtsspiel (von 2,02/0,95 auf 1,58/1,15).

Da es also belegbar einfacher geworden ist, ein Auswärtstor zu erzielen, ist die überproportionale Bedeutung eines solchen nicht mehr begründbar.
Gründe dafür werden ebenfalls angegeben.
Das hatte ich schon alles gelesen, aber das argumentiert am Problem vorbei, weil es ja gar nicht darauf schaut, ob die Ausweartstorregel dabei hilft, anderswo entstehende Unfairness auszugleichen. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Heimmannschaft des Hinspiels kommt nur in 45% der Faelle weiter, obwohl sie doch den (vermeintlichen?) Vorteil besitzt, in einer moeglichen Verlaengerung mehr Zeit fuer das Erzielen der wertvollen Auswaertstore zu haben. Was also passiert dann voraussichtlich, wenn ich diesen (vermeintlichen?) Vorteil fuer diese Mannschaft ersatzlos streiche, ihr aber gleichzeitig den Nachteil des moeglicherweise laengeren Auswaertsspiels unveraendert weiter aufs Auge druecke? Logisch: Die Heimmannschaft des Hinspiels ist in einer noch schlechteren Position als jetzt schon und wir muessen erwarten, dass demnaechst sogar weniger als 45% der Heimmannschaften des Hinspiels weiterkommen.

Da waere es beispielsweise fairer, mit der Auswaertstorregel auch gleich die Verlaengerungen abzuschaffen. Nur haette man dann eben dauernd Paarungen, die per Elfmeterschiessen entschieden werden muessten. So bloed und wenig wuenschenswert das waere, waere es gegenueber der Heimmannschaft des Hinspiels aber eine wesentliche fairere Loesung.
 
Zuletzt bearbeitet:

Detti04

The Count
@Detti04
Ich glaube dir, dass es statistisch gesehen einen leichten Vorteil für das Team gibt, welches zuerst auswärts randarf. Danke für die Daten. Ich bin mir nur nicht so sicher, dass das der Hauptgrund dafür ist, dass die Teams lieber erst auswärts spielen.
Ich bin aber ganz bei dir, dass sich mit der Abschaffung der Auswärtstorregel der Vorteil verstärkt.
Den Vorteil der Mannschaft, die zuerst auswaerts ran darf, wuerde ich nicht als leicht bezeichnen, sondern als ziemlich deutlich. 55:45 ist nicht wenig. Vergleich das zum Beispiel mit der Erfolgsquote der Manschaften, die ihre Heimhinspiele 1:0 gewannen: Dieser Heimsieg generiert auch einen etwa gleich grossen 56:44-Vorteil. Trotzdem wuerden die meisten Leute vermutlich sagen, dass eine Mannschaft, die gerade ihr Heimhinspiel 1:0 gewonnen hat, deutlich im Vorteil ist.
 

Oldschool

Spielgestalter
Moderator
Am besten bei einer 0:2 Heimniederlage das Rückspiel ersatzlos streichen. Die Statistik sagt aus, dass das Weiterkommen in solchen Fällen nahezu ausgeschlossen ist. Erst recht bei fast leeren Rängen in Coronazeiten...
Schild ? Besser ist das: :ironie: ;)
 

Detti04

The Count
Den Vorteil, zuerst auswärts anzutreten, kannst du mit 55:45 belegen. Aber woher kommt denn dieser Vorteil?
Es liegt vermutlich darant, dass die Informationslage bei Hin- und Rueckspiel unterschiedlich ist. Es ist vermutlich einfacher, zuhause ein benoetigtes Ergebnis zu erreichen als auswaerts. Die Heimmannschaft des Hinspiels weiss aber nicht, welches Ergebnis sie zum Weiterkommen braucht. Soll heissen:

Eine Mannschaft, die ein Hinspiel zuhause 1:0 gewinnt, waere womoeglich auch in der Lage gewesen, ein 2:0 zu erzielen, wenn sie gewusst haette, dass sie genau dieses Ergebnis zum Weiterkommen gebraucht haette. Die Auswaertsmannschaft des Hinspiels weiss dagegen ganz genau, was sie im Rueckspiel braucht.
 

Fussel

Matt Eagle
Den Vorteil, zuerst auswärts anzutreten, kannst du mit 55:45 belegen. Aber woher kommt denn dieser Vorteil?
Im 8tel-Finale spielen immer Gruppenzweite gegen Gruppensieger und die Gruppenzweiten haben laut UEFA-Reglement im Hinspiel immer Heimrecht. Der vermeintlich stärkere spielt also da immer zuerst auswärts. Das relativiert etwas die Aussagekraft von @Detti04 's Statistik.
 

Hendryk

Forum-Freund
Eine Mannschaft, die ein Hinspiel zuhause 1:0 gewinnt, waere womoeglich auch in der Lage gewesen, ein 2:0 zu erzielen, wenn sie gewusst haette, dass sie genau dieses Ergebnis zum Weiterkommen gebraucht haette. Die Auswaertsmannschaft des Hinspiels weiss dagegen ganz genau, was sie im Rueckspiel braucht.
Eigentlich sollte jede Mannschaft wissen, dass ein höherer Sieg gut für das Weiterkommen ist. :gruebel:
 

Dilbert

Pils-Legende
Ich hab mir Dettis Statistiken jetzt nicht komplett durchgeguckt, aber ich halte davon ja bekanntlich eh nichts. Zumal sie sich bei der neuen Regelung wahrscheinlich eh verändern wird.

Ich stelle einfach mal folgendes Szenario in den Raum. Eine Truppe verliert im Hinspiel auswärts 0:3. Keiner hat sie mehr auf dem Zettel. Im Rückspiel reißt sie dann Bäume aus und schafft tatsächlich ein 3:0. Dann kullert in der 82. Minute ein dreimal abgefälschter Gurkenschuss in deren Tor. Die rennen nochmal an, schaffen auch das 4:1, und dann ist Ende weil einfach nicht genug Zeit war noch eine Bude zu machen.

Beide haben jeweils ein Spiel klar gewonnen, beide haben gleich viele Tore geschossen, aber die Rückspiel-Heimmannschaft ist raus.

Wer da irgendwo Gerechtigkeit findet, soll sie mir zeigen. Ich finde keine.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Der Gearschte, wenn Du so willst, ist ja zuerstmal eh das Team, das zuerst daheim antreten muss (siehe die Kommentare dazu vorher) und das ändert ja auch keine "Sofort-Verlängerung"-Regel.

Zu Deinem Beispiel:
Wo ist denn die Gerechtigkeit, wenn ein Team dann mit 30 Minuten zusätzlichem Heimvorteil belohnt wird um das notwendige Tor zu machen, obwohl es ja eh schon den Vorteil des Rückspiels als Heimspiel geniesst?
"Gerecht" wird das auch nicht. Mal davon ab, dass ich persönlich keine Regeln treiben würde, die wahrscheinlich mehr Verlängerungen und Elferschiessen bedingen aber das ist mein persönlicher Geschmack.

Sonst noch, wegen des "dreimal abgefälschten Gurkenschusses": Fußball ist eben stark zufallsbehaftet. Hilft alles nix. :D
 

GaviaoDaFiel

Tussi Wagon
Am besten bei einer 0:2 Heimniederlage das Rückspiel ersatzlos streichen. Die Statistik sagt aus, dass das Weiterkommen in solchen Fällen nahezu ausgeschlossen ist. Erst recht bei fast leeren Rängen in Coronazeiten...
Schild ? Besser ist das: :ironie: ;)

Ist eigentlich keine Ironie, weil das z.B. in den ersten beiden Runden des brasilianischen Pokals sogar noch extremer geregelt wird. Kleine treten zuhause gegen Grosse an; der Gast kommt schon bei Remis weiter.
 

Dilbert

Pils-Legende
Der Gearschte, wenn Du so willst, ist ja zuerstmal eh das Team, das zuerst daheim antreten muss (siehe die Kommentare dazu vorher) und das ändert ja auch keine "Sofort-Verlängerung"-Regel.

Zu Deinem Beispiel:
Wo ist denn die Gerechtigkeit, wenn ein Team dann mit 30 Minuten zusätzlichem Heimvorteil belohnt wird um das notwendige Tor zu machen, obwohl es ja eh schon den Vorteil des Rückspiels als Heimspiel geniesst?
"Gerecht" wird das auch nicht. Mal davon ab, dass ich persönlich keine Regeln treiben würde, die wahrscheinlich mehr Verlängerungen und Elferschiessen bedingen aber das ist mein persönlicher Geschmack.

Sonst noch, wegen des "dreimal abgefälschten Gurkenschusses": Fußball ist eben stark zufallsbehaftet. Hilft alles nix. :D
Es geht darum, dass beide gleich viele Buden gemacht haben. Im Moment ist es doch so: Wenn das Rückspiel-Heimteam kurz vor Schluss oder in der Verlängerung bei toremäßigem Gleichstand einen kassiert, sind die in den Arsch gekniffen. Weil dem Gegner eben die eine Bude reicht, man selbst aber zwei machen muss um das wieder auszubügeln.

Das ist, rein rechnerisch gesehen, purer Betrug. Das ist so, das bleibt so. Und da gibt es einfach kein rationales Argument gegen.
 

U w e

Moderator
Wenn jetzt z.B. im CL Achtelfinale Benfica Lissabon 1:0 gegen Real Madrid gewinnt und im Rückspiel 1:2 verliert gibt es jetzt Verlängerung.
Das kann man so auslegen dass dies nun ein Vorteil für den Favoriten ist, weil der nun 30 Minuten mehr Zeit hat sich eine 2 Tore Führung zu erspielen. Und ich könnte mir sogar vorstellen, dass dies genau so gewünscht wird und es deshalb die Abschaffung gibt!
 

Schröder

Problembär
Perfekte Lösung: Die Zuschauer des Rückspiels müssen nach der regulären Spielzeit das Stadion verlassen. Damit haben beide Mannschaften gleichwertigen Heimvorteil.
Oder es spielt immer das Team mit dem kleineren Stadion zuerst auswärts. Da gleicht dann die längere Spielzeit die geringeren Zuschauerzahlen aus.;)
 

Dilbert

Pils-Legende
Wenn jetzt z.B. im CL Achtelfinale Benfica Lissabon 1:0 gegen Real Madrid gewinnt und im Rückspiel 1:2 verliert gibt es jetzt Verlängerung.
Das kann man so auslegen dass dies nun ein Vorteil für den Favoriten ist, weil der nun 30 Minuten mehr Zeit hat sich eine 2 Tore Führung zu erspielen. Und ich könnte mir sogar vorstellen, dass dies genau so gewünscht wird und es deshalb die Abschaffung gibt!
Dat is doch Käse.
 
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