Team Marktwert - Das Traditionsclub "Syndikat" fordert mehr TV Gelder

André

Admin
Hertha, Werder Bremen, 1. FC Köln, HSV, VfB Stuttgart und Eintracht Frankfurt sind das Team Marktwert. Gemeinsam kämpfen sie für die Aufnahme weiterer Kriterien in der Verteilung der Bundesliga TV Gelder.

Es sollen neben dem Tabellenplatz und dem Sockelbetrag nun zusätzlich noch eine dritte Säule für den Verteilungsschlüssel eingerechnet werden, der Kennzahlen wie Fanbasis, Beliebtheit, Bekanntheit, TV-Reichweite und Interaktionsraten in Social Media berücksichtigt.

Begründung: Alle großen internationalen Ligen würden 25 bis 30 Prozent der nationalen TV-Gelder nach solchen Marktwertkriterien ausschütten - nur in Deutschland gebe es diese Kategorie nicht.

TV-Gelder: Team Markwert fordert weitere Kriterien
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Na, da hat sich ja eine dolle Trümmertruppe zusammengetan und was für ein bescheuerter Name! Wenn man sportlich nix hinkriegt (Hertha mal ausgenommen), muss was anderes her. Bin mal gespannt wie Fanbasis, Beliebtheit und Bekanntheit quantifiziert werden soll. Durch Befragungen? Anzahl der Fansclubs und deren Mitglieder?

Aber klar, das geht gegen Rasenball und Co - und damit fast schon wieder ok.
 

fabsi1977

Theoretiker
Die Begründung hat zumindest was. Interessant finde ich, dass es eine Anhäufung von Vereinen sind, die bis auf die Hertha große Nummern in der Buli waren, sprich Meister, Pokalsieger, Europacupsieger und die derzeit diesen Erfolgen hinterherhecheln.

Team Trümmertruppe (by Holgy) trifft es da recht gut
 

André

Admin
Name finde ich auch beknackt. Und Besetzung der Truppe ist tatsächlich lustig.

Aber, ich finde es grundsätzlich ok, wenn es nicht zur Lasten der Zweitligisten geht. Also wenn der gleiche Betrag nur anders aufgeteilt werden soll. Es gibt ja durchaus messbare Zahlen, TV Zuschauer, Social Media Reichweite, Gästefans bei Auswärtsspielen.

Ich denke Vereine die viel zur Bundesliga beitragen sollen auch mehr Geld bekommen als Vereine die keine Sau interessieren. Und wenn Vereine trotz zig Millionen von irgendwelchen Mäzen immer noch niemand sehen will, dann ist das ja nicht das Problem der Allgemeinheit.

Wenn Wolfsburg in der CL nur 20.000 ins Stadion lockt, dann ist das halt nicht vergleichbar mit dem BVB, und dann sollte die Kohle auch entsprechend anders aufgeteilt werden. Weil sonst werden diese privaten Investorenspielzeuge ja nochmal solidarisch unterstützt was ja völliger Quatsch ist, zumindest wenn sie trotzdem kein Interesse erwecken können.

Es ist ja auch nicht so, dass die einen gar nichts mehr bekommen sollen, sondern wenn ich das recht verstehe, sollen ca. 25% bis 30% nach diesen Kriterien verteilt werden. Da würde dann VW am Ende 21 stat 30 Millionen Euro bekommen, und ein Traditionsclub mit vielen Fans halt, 33 statt 30 Millionen Euro.Für die Differenz haben diese Clubs ja auch weniger Leistung (interesse) erbracht und außerdem eineen Mäzen in der Hand der die Kosten sicher genre übernimmt. ;)
 

derblondeengel

master of desaster
Ich finde die Idee gut! Wenn es nach mir gehen würde, dann würden so Konzern- und Milliardärsspielzeuge wie Hoffenheim, Wolfsburg und Leipzig NULL TV-Gelder bekommen!
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Die Begründung hat zumindest was. I

Ja gut, ichsachma so ganz von der Hand zu weisen ist das tatsächlich nicht. Früher hieß mehr Beliebtheit und mehr Fans, das mehr Leute ins Stadion gingen und der Verein so mehr eingenommen hat. Heute sind die Stadien immer voll und die Tiketpreise machen nur die Portokasse voll im Vergleich mit den Fersehgeldern.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Andererseits: Was sollte er damit wollen. Da gibt's ja nicht mal den rechten Zeh von 'nem Ribéry dafür :D
 

Rupert

Friends call me Loretta
(...) Heute sind die Stadien immer voll und die Tiketpreise machen nur die Portokasse voll im Vergleich mit den Fersehgeldern.

Wer behauptet denn das? Die sog. "Matchday" Einnahmen machen in diesen Deloitte-Berichten ca. 20% der Gesamteinnahmen beim BVB und bei Bayern aus. Wenig ist anders.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Wer behauptet denn das? Die sog. "Matchday" Einnahmen machen in diesen Deloitte-Berichten ca. 20% der Gesamteinnahmen beim BVB und bei Bayern aus. Wenig ist anders.

Ich finde das eher wenig. Was machen denn die Fernsehgelder aus? 70%? Und die anderen Vereine haben ja auch nicht so große Stadien, d.h. da kommt weniger rein als bei den bazis und dem BVB, die ja die beiden größten BuLi-Stadien haben.
 

KGBRUS

Mitglied Trainerfindungskommission 2021 psst... RR
Und was soll das jetzt genau bringen? RB oder WOB wird wohl eher nicht interessieren, ob die da etwas mehr oder weniger bekommen. Und du nimmst kleinen Vereinen wie auch etwas weg. Und wie genau willst Du das denn Umrechnen.
Für einen Verein wie Herta mit keinem weiteren Bundesligisten in der Nähe ist es einfacher 20.000 Fans zu generieren als zum Beispiel Schalke oder Dortmund.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Ich finde das eher wenig. Was machen denn die Fernsehgelder aus? 70%? Und die anderen Vereine haben ja auch nicht so große Stadien, d.h. da kommt weniger rein als bei den bazis und dem BVB, die ja die beiden größten BuLi-Stadien haben.

Wie sollen die Fernsehgelder so viel ausmachen? In Deutschland wird gar nicht soviel für's Fernsehen gezahlt. Bei Bayern sind das gut 20%, beim BVB gut 30%.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Ich finde das eher wenig. Was machen denn die Fernsehgelder aus? 70%? Und die anderen Vereine haben ja auch nicht so große Stadien, d.h. da kommt weniger rein als bei den bazis und dem BVB, die ja die beiden größten BuLi-Stadien haben.

Der FC Bayern erlöst desweiteren deutlich mehr Einnahmen über den "Matchday" als der BVB, trotz kleinerem Stadion, - da gibt's also noch viel zu holen.
 

KGBRUS

Mitglied Trainerfindungskommission 2021 psst... RR
Genau das meine ich ja, das es mehr als schwierig ist, da realistische Messzahlen zu erhalten.
Und es bringt nix um den Abstand zum BVB oder Bayern oder Schalke zu verkleinern...
Ich fürchte eher, das sich der Herrn die sich das ausgedacht haben ins eigen Fleisch schneiden. Denn der Abstand zum BVB oder Bayern wird dadurch definitiv größer.
 

André

Admin
Denn der Abstand zum BVB oder Bayern wird dadurch definitiv größer.
Die sind doch eh viel zu weit vom Rest der Liga weg. Der Abstand zu Hoffenheim, Wolfsburg, Red Bull und in Teilen Leverkusen wird aber kleiner. Und das sind ja eher die Konkurrenten für die 6 Kandidaten als Bayern und der BVB. ;)
 

Detti04

The Count
Das ist eine egoistische Idee dieser Klubs, ganz einfach. Mit welcher Berechtigung wird hier Vereinen wie Mainz, Freiburg und aehnlichen, die bei schlechteren Voraussetzungen Besseres leisten, hier doch gleich das Geld weggenommen?
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Mit welcher Berechtigung wird hier Vereinen wie Mainz, Freiburg und aehnlichen, die bei schlechteren Voraussetzungen Besseres leisten, hier doch gleich das Geld weggenommen?

Steht da doch: weniger Marktwert.


Der FC Bayern erlöst desweiteren deutlich mehr Einnahmen über den "Matchday" als der BVB, trotz kleinerem Stadion, - da gibt's also noch viel zu holen.

Ein Werder-Fan wird aber nicht so viel ablatzen wie ein Event-Fan für die Allianz-Arena. Und ein Eintracht wohl auch nicht. Und ein Hertha-Fan sowieso nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

André

Admin
Das ist eine egoistische Idee dieser Klubs, ganz einfach. Mit welcher Berechtigung wird hier Vereinen wie Mainz, Freiburg und aehnlichen, die bei schlechteren Voraussetzungen Besseres leisten, hier doch gleich das Geld weggenommen?
Mit welcher Berechtigung, soll ein Sänger der 50.000 Fans zum Konzert lockt, das gleiche verdienen wie ein Sänger der 20.000 Fans ins Konzert lockt?
Und bei Fußball geht es nunmal um Werbung bzw. ums Geschäft. Und die Zahlen lassen sich ziemlich gut und präzise messen. Es würde ja niemand sein Mediabudget bei Verein A investieren, wenn Verein B die doppelte Reichweite zum gleichen Preis liefern würde.
Das heißt die Clubs mit wenigen Fans und wenig Reichweite, tragen halt auch entsprechend weniger Werbeleistung bei, deshalb ist es doch ziemlich logisch dass die auch weniger Geld bekommen sollten.
 

Rupert

Friends call me Loretta
(...)
Ein Werder-Fan wird aber nicht so viel ablatzen wie ein Event-Fan für die Allianz-Arena. Und ein Eintracht wohl auch nicht. Und ein Hertha-Fan sowieso nicht.
Aber diese Einnahmen kann das jeweilige Team selbst steuern und sie machen eben einen fast ähnlich großen Anteil aus wie die Fernsehgelder - ergo, gibt's da was zu holen und die Teams werden das tun; deswegen steigen ja überall die Eintrittspreise, das Essen und Trinken im Stadion wird teurer und Logen und "Business-Seats" werden verkauft.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Mit welcher Berechtigung, soll ein Sänger der 50.000 Fans zum Konzert lockt, das gleiche verdienen wie ein Sänger der 20.000 Fans ins Konzert lockt?
Und bei Fußball geht es nunmal um Werbung bzw. ums Geschäft. Und die Zahlen lassen sich ziemlich gut und präzise messen. Es würde ja niemand sein Mediabudget bei Verein A investieren, wenn Verein B die doppelte Reichweite zum gleichen Preis liefern würde.
(...)

Ein Sponsor oder Investor zahlt doch genau das Geld was ihm das Team wert ist - verstehe ich nicht den Vgl.
 

Detti04

The Count
Und bei Fußball geht es nunmal um Werbung bzw. ums Geschäft. Und die Zahlen lassen sich ziemlich gut und präzise messen. Es würde ja niemand sein Mediabudget bei Verein A investieren, wenn Verein B die doppelte Reichweite zum gleichen Preis liefern würde.
Das heißt die Clubs mit wenigen Fans und wenig Reichweite, tragen halt auch entsprechend weniger Werbeleistung bei, deshalb ist es doch ziemlich logisch dass die auch weniger Geld bekommen sollten.
Populaere Klubs koennen also nicht nur durch ihre eigenen Fans schon mehr Geld generieren als unpopulare Klubs, sondern auch durch Werbung und Sponsoren. Wieso sollte denen noch ein 3. Mal der Arsch gepudert werden? Die Attraktivitaet der Liga kommt schliesslich durch die Liga insgesamt zustande, nicht durch einen einzelnen Klub. Oder glaubst Du ernsthaft, dass Sky oder ARD/ZDF auch nur einen Euro mehr zahlen wuerden, wenn statt Ingolstadt Lautern oder Nuernberg in der Buli spielten?

Wo wir schon dabei sind: Was macht eigentlich die Hertha in der Liste? Zum Beleg von Wolfsburgs Unbeliebtheit wurden in dieser Saison ja gerne Wolfsburgs Zuschauerzahlen in der CL herangezogen. Jetzt eine kleine Schaetzfrage (aber nicht nachgucken): Wieviele Zuschauer lockte die Hertha bei ihrem letzten internationalen Heimspiel ins Stadion? Tipp: Es handelte sich um das Hinspiel im Sechzehntelfinale der EL 09/10 gegen Benfica Lissabon.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Es gibt die Bundesliga ja nur am Stück. Bzw. die TV Rechte. Sky würde wohl kaum das gleiche für Hoffenheim zahlen, was sie auch für den BVB zahlen würden.

Und zu diesem Wettbewerb tragen eben 18 Teams bei und die werden nach ihrem sportlichen Abschneiden beteiligt, da es auch nicht ohne die "Kleinen" geht.
Um Werbeeinnahmen und Sponsorengelder einzunehmen, kann sich ja jedes Team selbst engagieren und hier werden genau auch die Faktoren wie Reichweite, Fananzahl, etc. berücksichtigt, genauso wie auch im Merchandising. Dem ist also schon längst Rechnung getragen.
 
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