Stiftung Sufftest, die II.

Pumpkin

Heimatlos und viel zu Hause
Augustiner Edelstoff
0,5L, 5,6%


august_edel_05_gr_4c.jpg

Nach meinem eher durchwachsenen Eindruck vom "Hell" war ich auf den "Edelstoff" sehr gespannt.
Tatsächlich schmeckte man sofort, dass dieses Bier stärker gehopft ist. Eine leicht bittere, hopfige Note, mischte sich unter die wiederum allgegenwärtige Süffigkeit.
Im Gesamtbukett empfinde ich den "Edelstoff" als ausgewogener: es schmeckt nicht nur süßlich, leicht und spritzig, sondern bietet eben auch eine gewisse hopfige Frische.
Allerdings hält sich das Zeug insgesamt zu sehr zurück. Der durchaus angenehme Geschmack ist zwar da, bleibt aber stets dezent im Hintergrund. Da hätte ich mir etwas mehr Volumen gewünscht.
Auf einer Party oder einem langen Fußballabend für mich definitiv die erste Option vor dem "Hell".

Note: 2-
 

pauli09

2. Ewige Tabelle "1gg1"
Du liegst falsch.:D

Ich liebe gutes Bier! Das darf dann gern süffig, hopfig, malzig, herb, hefig oder wasauchimmer sein.
Gern trinke ich auch mal ein "Pilsner Urquell" oder ein "Staropramen" - beide herb und hopfig.

Alt und Kölsch sind aber in der Tat nix für mich...

Für morgen Abend ist die Kiste Flens übrigens fix. Mal sehen, wie das flenst...
spitze!
probier mal zweiglasich: aus glas und flasche parallel - ich mein, da ist ein unterschied.
 

jambala

Moderator
@pauli: Im Vergleich zum Rothaus Weizen ist das Tannenzäpfle noch ein Hochgenuss...

Glas zu Flasche ist definitiv schmeckbar und auch die Glasform macht teilweise den Unterschied.
 

pauli09

2. Ewige Tabelle "1gg1"
@pauli: Im Vergleich zum Rothaus Weizen ist das Tannenzäpfle noch ein Hochgenuss...

Glas zu Flasche ist definitiv schmeckbar und auch die Glasform macht teilweise den Unterschied.
dabei fällt mir ein:
das dortmunder ritter export aus der flasche war damals das unschlagbar beste bier - gezapft oder aus dem glas war es nichtmal die hälfte wert.
 

Pumpkin

Heimatlos und viel zu Hause
Allerdings ist jedes Bier frisch gezapft - und dann natürlich aus einem Glas! - deutlich besser als das Flaschenpendant. Hab zumindest noch keine Ausnahme von dieser Regel erlebt...
 

Pumpkin

Heimatlos und viel zu Hause
tannenzäpfle: die größte bierenttäuschung, die je erlebt habe.
was soll das denn sein?
gräuslich!

Tja, so ist das mit den Geschmäckern: für mich ist das Rothaus "Tannenzäpfle" eins der besten Biere Deutschlands!

Eventuell sollte ich den Flens-Kauf nochmal überdenken ;)
 

pauli09

2. Ewige Tabelle "1gg1"
Ich trinke außer Weißbier generell aus der Flasche. Ist eine Angewohnheit, die ich auch nicht mehr ablegen werde...
ich trinke am liebsten und am meisten gezapftes.
zuhause überwiegend aus dem glas.
im zuge dieser forums-bierverkostungen trinke ich, um auf dem gleichen stand zu sein, aus der flasche.
 

Pumpkin

Heimatlos und viel zu Hause
Clemens "Ohne Filter"
0,33L Bügelflasche, 5,4%


clemens-ohnefilter.jpg

Live-Test

Nach dem eher durchwachsenen "Spezial" nun also das Ungefilterte der Clemens-Härle-Brauerei aus dem Allgäu. Die Flasche sieht wirklich gediegen aus ... das gefällt schon mal. Obwohl 0,33 natürlich eine Mädchen-Größe ist...

Also mal ploppen lassen: woah!!!! Brachial, laut, schmutzig!!!! Gibt Extra-Punkte!!!

Schnupperprobe: malzig-würzig. Sehr vielversprechend.

Also dann ... *lunk* .... ich muss vorsichtig sein: 0,33 ist schneller leer, als ich testen kann ... *lunk* ... süffig ist es. Schöne Konsistenz, nicht wässrig ... *lunk* ... im Abgang entwickelt sich eine würzige, leicht hopfige Note, die leider kaum Bestand hat ... sehr flüchtig ... *lunk* ... rein subjektiv hat man den Eindruck, das "ungefiltert" rauszuschmecken: irgendwie wirkt es sehr vollmundig und ja, eben "trüb" ... kann man schlecht beschreiben ... also ich find´s OK: Süffigkeit und hopfige Frische geben sich die Hand zu einem durchaus leckeren Gesamtbild. Kann man gut haben!

Note: 2
 

Pumpkin

Heimatlos und viel zu Hause
Schwaben-Bräu: Das Echte - Märzen
0,5L Bügelflasche, 5,7%


schwaben_braeu_maerzen_front.jpg

Live-Test

Nachdem das "Helle" vom Schwaben-Bräu ziemlich schwach war, bin ich mal gespannt, was das "Märzen" kann. Das Etikett ist schon mal recht hässlich ... gibt Abzüge in der B-Note ;)

Plopper: jo, Verschluss blieb erst kleben, löste sich dann aber schön feucht und mit Dampf ... OK!

Schnupperprobe: hmmm, dezent würzig, schön malzig aber auch leicht bitter. Das kommt prima!

Wohl an ... *lunk* ... grandiose Konsistenz: voluminös, perfekte Kohlesäure, toller Schaum ( selbst in der Flasche! ) ... *lunk* ... deutlich merke ich den erhöhten Alk-Gehalt ... das Zeuch schmeckt aber gut! Kann ich nicht anders sagen! ... *lunk* ... OK, dann will ich mal beschreiben: schön malzig und vollmundig, tolle Süffigkeit, die es aber mit der Süße nicht übertreibt ... extrem dezent, eine leichte hopfige Würze, die aber sehr im Hintergrund bleibt. Ganz klar vordergründig steht eine malzig-süffige Vollbiernote. Ich empfinde sie als sehr lecker. Wesentlich besser als das "Helle" dieser Brauerei. Von diesem Bier kann man gut und gern mehrere vertragen...

Note: 2
 

fabsi1977

Theoretiker
Pumpkin , weiß nicht ob du schon mal das Ulrichsbier der Berg Brauerei getestet hast, wenn du Zäpfle magst könnte das was für dich sein. Lecker ist auch Gruibinger, beides wird aber nur regional vertrieben, von daher eher schwierig zu bekommen in deiner Gegend

Stuttgarter Biere sind in der Regel grottig, da schmeckt mir eigentlich nur das Wulle von Dinkelacker. Werd aber mal bei Gelegenheit das Echte testen
 

Pumpkin

Heimatlos und viel zu Hause
Mach das! Es lohnt sich!

Das "Ulrichsbier" habe ich leider noch nicht kennenlernen dürfen...
 

Pumpkin

Heimatlos und viel zu Hause
Allgäuer Brauhaus: Zwickel - naturtrübes Kellerbier
0,5L Bügel, 5,0%


Buegelspez_100x455_0002_zwickel_b.jpg

Live-Test

Die Regel besagt ja: Brauereien, die jede Menge Sorten im Angebot haben, können meist nix richtig - Masse statt Klasse! Nicht so das "Allgäuer Brauhaus": zig verschiedene Biere im Sortiment und noch nie hat mich eins davon enttäuscht! Wer also einem Freund mal was Gutes tun will, schenkt ihm eine gemischte Kiste von denen - da macht man nix falsch!
Heute also das Kellerbier ... also dann!

Plopp: klebt auch erst fest, öffnet sich dann laut und nass ... gut!

Riechkolben-Probe: schwer, dezent, malzig ... also eigentlich wie erwartet. Jetzt bin ich mal gespannt...

*lunk, lunk* ... jo, genauso schwer wie die Schnupperprobe ... aber wo bleibt der Geschmack!!?? ... *lunk* ... dezent süffig, die Note entwickelt sich aber erst im Abgang. Vordergründig sehr schwachbrüstig ... irgendwie gebremst ... *lunk* ... absolut nicht wässrig, sondern schön krisp und frisch ... allein das Geschmackserlebnis will sich einfach nicht so recht einstellen. Viel zu zurückhaltend und lasch. Wenn man sich dann mal sowas wie eine Note erarbeitet hat, schmeckt es süffig und malzig. Das aber auch extrem dezent angedeutet. Dieses Bier hat was vor, traut sich aber nicht so recht ... da muss das "Allgäuer Brauhaus" noch etwas nachhelfen ... momentan klingt irgendeine Hefe-Note in meinem Gaumen nach ... das ist alles zu unausgegoren ...

Und so ist das "Zwickel" das erste Bier dieser Brauerei, dass mich nicht überzeugen kann...

Note: 4
 

jambala

Moderator
Hallo.
Heute war das Atlantic-Ale von Störtebeker dran. Dazu gabs für mich Salat mit Huhn, für meine Verlobte Sushi.
Dem Zisch folgte das erste olfaktorische Herantasten. HÄÄH? LITSCHI. Ganz eindeutig. Und Grapefruit. Verstörend und faszinierend zugleich.

Erstes Ansüffeln - wieder Litschi, leicht süss. Im Nachhall kommt dann der Hopfen durch. Das und der relativ niedrige Alkoholgehalt machen es eher zum Mädelsgesöff.

Fürs Überraschungsmoment der auf Basis des Reinheitsgebotes erzielt wird - glatte Eins mit Bienchen und Sternchen. Als Bier - schwache Drei, weil der Hopfen fehlt. "Das beisst nicht, das will nur spielen". Lässt sich aber doch erstaunlich gut trinken. Ein zweites wäre auch noch gegangen, für einen ganzen Abend damit ist die Litschi einfach zu präsent um nicht zu stören.

Bild folgt noch.
DSCF0540.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:

jambala

Moderator
Ne, Rupert, Kürbisköpfchen hat mit dem Märzen schon recht, das ist genau wie das Weihnachtsbier doch deutlich besser als das Helle.
 

jambala

Moderator
Ich hab zuerst das Weihnachtsbier probiert und das ging. Und dann das Helle... Andersrum hätte ich es auch nicht riskiert.
 

fabsi1977

Theoretiker
Sagen mer mal so, als Münchner würd ich generell nicht zu Stuttgarter Bier greifen. Weine kann ich dir aber ne ganze Menge empfehlen.
 

Pumpkin

Heimatlos und viel zu Hause
Ich war vom Hellen so entsetzt, dass ich nie wieder zu der Brauerei gegriffen habe :D
Du hast ja bestimmt meinen kompletten Testbericht gelesen, in dem ich auch nochmal explizit erwähnt hab, wie übel das Helle von denen ist. Aber ganz in echt: das Märzen ist gut!
 
Zuletzt bearbeitet:

Pumpkin

Heimatlos und viel zu Hause
Flensburger Pilsener
0,33L Bügelflasche, 4,8%


flensburger-pilsener.jpg

Aufgrund von pauli´s Vorabbericht ging ich ja schon vorgewarnt an die Sache. Der extrem hopfig-bittere Duft nach dem obligatorischen, sehr feucht-fröhlichen "Flens-Plop", konnte mich daher nicht mehr wirklich überraschen.

Und wie es duftet, so schmeckt es auch: wunderbar hopfig-herb, frisch, vollmundig. Kohlensäure stimmt auch ... wegen der Mädchen-Größe 0,33 ist ein Verschalen aber eh so gut wie ausgeschlossen.
Auch nach mehreren Flaschen bleibt das "Flens" angenehm trinkbar, steigt nicht zu sehr in die Birne und gibt am nächsten Morgen ( während des Schreibens dieser Zeilen ) absolut keinen Schädel.

Ein Pils mit Charakter. "Flens" schmeckt tendenziell so, wie "Jever" früher schmeckte: herb, rauh, nach Norden und steifer Brise.
Definitiv eins der guten deutschen Pilsener!

Note: 2+
 
Oben