Spielbericht: BSV Kickers - Wuppertaler SV 2:0 (0:0)

André

Admin
BSV Kickers:
Hoffmeister, Spahic, Neunaber, Gundelach, Nägelein, Gerster, Siedschlag, Unger, van Buskirk (80. Kniat), Cannizzaro (82. Patschinsky), Grgic (87. Stahlberg)

Wuppertaler SV:
Maly, Ortlieb (74. Bork), Mehnert, Stuckmann, Wiwerink, Heinzmann, Malura, Pfingsten, Bayertz (74. Gensler), Manno, Siberie (74. Policella)

Tore: 1:0 Cannizzaro (53.), 2:0 Cannizzaro (73., Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Nägelein / Heinzmann, Mehnert, Ortlieb

Schiedsrichter: Rene Kunsleben (Hamm)

Zuschauer: 1.935


Velimir Grgic freut sich mit Massimo Cannizzaro über den Emder Führungstreffer

„Überragender Kampf und Leidenschaft“ sorgen für wichtigen Etappensieg

Kickers schlägt den Wuppertaler SV durch einen Doppelpack von Cannizzaro mit 2:0

Cannizzaro, Cannizzaro, fast keiner trifft so schön wie der deutsch-italienische Angreifer von Kickers Emden. Und dann noch so wichtig: Ein wie entfesselt aufspielender Ostfriesen-Sturm um den Doppelpack-Torschützen Cannizzaro und Velimir Grgic sowie eine starke Vorstellung der Defensivarbeiter Mario Neunaber und Andy Nägelein bescherte Kickers einen wichtigen 2:0-Erfolg gegen den Wuppertaler SV. „Ich bin sehr erleichtert“, pustete Trainer Marc Fascher in seiner dunklen Wolljacke durch. Schmunzelnd wischte er sich über die Stirn, um einige Schweißtropfen abzufangen. Es war auf dem regendurchtränkten Acker eine knifflige Aufgabe für die Emder: „Wir haben uns den Sieg durch überragenden Kampf, Leidenschaft und Herzblut verdient“, sagte er dann.



Doppeltorschütze Massimo Cannizzaro spielt den Ball vor WSV-Abwehrspieler Björn Mehnert
Ob der Sieg aber verdient war, erkannte WSV-Coach Uwe Fuchs noch als eine deutliche Streitfrage. Genüsslich lehnte er sich auf seinem Stuhl während der PK zurück. „Glücklich“, brummelte er. „Es war ein glücklicher Sieg.“ Ein entsetzter Aufschrei im VIP-Raum der Kickers. Das verärgerte Fuchs: „Lassen Sie mich bitte ausreden“, schimpfte er. Als er dann noch einem Emder Medienvertreter „mangelhafte psychologische Kenntnisse“ vorwarf und ihm wegen einer Frage über den Mund fuhr, wurden die Zuhörer und er keine Freunde mehr. „Ich bin mir sicher, dass die Glückwünsche von Herzen kommen“, konterte Marc Fascher da nur. Doch den Emdern konnte es egal sein.
Denn Kickers bewies trotz einer offenen Auseinandersetzung im ersten Durchgang insgesamt mehr Biss, um die Punkte in Ostfriesland zu behalten. Nägelein schaltete WSV-Stürmer Manno ebenso souverän aus, wie Mario Neunaber dessen Angriffspartner Siberie. Und vorne hauten sich die Angreifer voll rein. „Endlich wurden sie für ihren Aufwand belohnt“, so ein zufriedener Fascher. In der 53. Minute spielte Frank Gerster Grgic frei, der zuvor durch eine tolle Einzelaktion in den Wuppertaler Strafraum eingedrungen war, die Abseitsfalle des WSV scheiterte, Torhüter Maly hielt gegen Grgic, doch beim Nachschuss von Cannizzaro war er machtlos - 1:0. Und während die Torhymne den 1935 Zuschauern in den Ohren dröhnte, riss Grgic erleichtert die Arme in den Himmel. Denn gegen Fortuna Düsseldorf war er durch drei vergebene Chancen noch die „tragische Figur“ des Tages, nun hatte er die Führung super eingeleitet.
Und Grgic war auch am zweiten Treffer des Tages beteiligt.

Der Kroate schlug eine weite hohe Flanke in den Strafraum, der Ball drohte ins Aus zu gehen, doch dann kreuzten sich die Laufwege von Markus Unger und WSV-Verteidiger Markus Ortlieb. Der Wuppertaler trat dem Emder voll in die Hacken, Elfmeter. Cannizzaro verwandelte sicher zum Doppelpack und zur 2:0-Vorentscheidung. „Schon nach der Führung war Kickers physisch einfach besser“, erkannte Uwe Fuchs. „Bei uns hat sich unser hartes Programm deutlich gemacht - immerhin haben wir in 17 Tagen sechs Spiele absolviert.“ Wuppertals beste Möglichkeit im zweiten Durchgang resultierte aus einem missglückten Befreiungsschlag von Jasmin Spahic, der sich als „Kerze“ entpuppte, die Sven Hoffmeister gerade noch abfangen konnte. „Wir haben darauf spekuliert, dass Wuppertal nach seinen harten Wochen nichts mehr zusetzen kann“, so Fascher. Die Taktik ging auf - denn noch bis zum Seitenwechsel hielt WSV Borussia die Partie offen und erspielte sich seinerseits eine große Chance - doch der Abschluss von Nils Pfingsten war ungefährlich (30.). Auch Kickers hatte Möglichkeiten vor der Führung. Doch die scheiterten, wie bei Frank Gersters um die Mauer gezirkelten Freistoß (12.), zumeist am starken Wuppertaler Keeper Christian Maly.

Feiern durften die Ostfriesen dann aber ja doch noch - mit einem Mannschaftskreis und Hüpfereien auf dem tiefen Boden bejubelten sie die wichtigen Punkte 34, 35 und 36.

fs

www.bsv-kickers-emden.de
 
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