Spiel gedreht? Die beste Aufholjagd aller Zeiten!

Litti

Krawallbruder
also eindeutig...das Champions League finale Bayern München gegen Manchester United Spielstand 1:0 für Bayern...in der Nachspielzeit dreht ManU das Spiel und gewinnt den Pott mit 2:1...was ein geiles Spiel...seitdem bin ich ManU fan-*g*...

Geht mir genauso, da fällt mir sofort dieses Spiel ein.

Das beste, was ich jemals live im TV verfolgen durfte....ich habe noch Tage später, von Lachkrämpfen geschüttelt, um Gnade gewinselt....:zahnluec: :prost:
 

SaintWorm

Bolminator
Moderator
Das 5:3 gegen Anderlecht war natürlich klasse, hab ich in voller Länge hier rumliegen, schaut man sich gerne mal an.

Erinner mich noch an zwei ähnliche Spiele mit der Wormatia, bei denen ich anwesend war:

21.11.1998: Wormatia Worms 5:3 FSG Schiffweiler
0:1 Kusai (08.)
0:2 Kacaci (29.)
0:3 Töttel (47.)
1:3 Kobel (57.)
2:3 Mair (71.)
3:3 Marino (74.)
4:3 Krist (85.)
5:3 Lässig (87.)

27.09.2003: Wormatia Worms 5:3 SC Hauenstein
0:1 Hunsicker (22.)
0:2 Kohl (33./Eigentor)
0:3 Hornig (35.)
1:3 Ertl (41.)
2:3 Arcangioli (52.)
3:3 Gebhardt (60.)
4:3 Ertl (67.)
5:3 Arcangioli (76.)

Gelesen hab ich mal von dieser Konstellation:
2.Englische Liga 1957, Charlton Athletic liegt zu zehnt zuhause in der 62. Minute gg Huddersfield mit 1:5 zurück und gewinnt noch 7:6..das is O.K. find ich. :zwinker:
 

eckham

Mit Herzblut zurück
Anno 98 sogar ohne mehrfachen Torschützen :respekt:

Beim 7:6 nach 1:5 fällt mir gerade das Wunder von Friedrichsdorf ein. Wie war das noch mal genau? Ich bin erst einen Tag später gekommen.
 

Schröder

Problembär
Anno 98 sogar ohne mehrfachen Torschützen :respekt:

Beim 7:6 nach 1:5 fällt mir gerade das Wunder von Friedrichsdorf ein. Wie war das noch mal genau? Ich bin erst einen Tag später gekommen.

Ja genau, Friedrichsdorf war auch genial.:lachweg:

Zur Pause 1:7 und dann noch 8:7 gewonnen, und das im Endspiel um den Abstieg.

Gruß
Schröder
 

vonderlahn

Sprachkrümelsucher
Zwei berühmte, gedrehte Spiele vom Betzenberg, wo solche Ereignisse ja einmal zum guten Ton und zur Tagesordnung gehörten, habe ich noch.

Selbstverständlich gehört das 3:2 gegen Gladbach (Verzeihung, Herr des Boards, aber das muss erwähnt werden) nach 0:2 Rückstand durch drei Marschall-Tore dazu, geschehen in der letzten Meistersaison.
Davon fiel das letzte Tor in der 92. Minute per Bogenkopfball.

Und dann war da noch das Uefa-Cup Spiel gegen Tottenham.

Wir hatten das Hinspiel 0:1 verloren und es stand in der 92 Minute immer noch 0:0, da meinte Djorkaeff, es sei jetzt an der Zeit, etwas zu unternehmen.
Er schnappte sich den Ball an der Mittellinie und spielte nacheinander etwa sieben Leute aus, passte dann steil in den Strafraum und Buck traf ins lange Eck: 1:0.

Die Penner, die Spiele vorzeitig verlassen, hörten das Gebrüll und Toben auf dem Berg und kehrten um, weil sie die Verlängerung sehen wollten.

Aber es begab sich das Folgende.

Direkt nach dem Anpfiff vertändelten die Engländer den Ball, der wieder bei, ja, genau, Djorkaeff landete. Und der dachte sich, was einmal klappt, klappt auch zweimal und marschierte los und umspielte alles, was sich in den Weg stellte, spielte einen steilen Pass auf Buck, der aber diesmal zu steil war, so dass der ihn erst kurz vor der Torauslinie erwischte, in die Mitte drosch, wo aber kein einziges rotes Trikot zu sehen war.
Das hinderte jedoch David Carr nicht daran, den Ball völlig unbedrängt zwischen den eigenen Beinen hindurch ins Tottenham Tor zu dreschen! Ein geniales Eigentor, 2:0.

Eine Minute später war Schluss, der Berg tobte minutenlang und all die Pfeifen, wie wieder hochgerannt waren, standen schweissgebadet vor den Toren und hatten eins der geilsten Finals eines Spiels verpasst, die ich je live erlebt habe.

Ich war übrigens 5 Tage heiser...

:applaus:
 

Schröder

Problembär
Und natürlich muss mein persöhnliches "Jahrhundertspiel" auch hier rein.
Der HSV lag im 1. Gruppenspiel gegen Juventus Turin schon 1:3 zurück, als ein Juve-Spieler bei einem Konter den Ball an den Pfosten schoss. Wenn das Ding rein geht, ist der Drops gelutscht, so aber...

Der HSV drehte das Ding in eine 4:3-Führung, innerhalb von 20 Minuten. Als N. Kovac den Ball per Hacke zum 4:3 in die Maschen schob, war im Stadion die Hölle los. Einen derartigen Lärm hab ich dort noch nicht erlebt und ich hatte einen Adrenalinschub, der mich wohl befähigt hätte, einen Marathon unter 2 Stunden zu laufen (allerdings wär ich bei der Dopingprobe durchgefallen).

Leider kam Juve noch durch einen 11er kurz vor Schluß zum Ausgleich. Aber das Spiel werd ich NIE vergessen.

Gruß
Schröder
 

Calo

The Italian Stallion
Siele die gedreht wurden und wo ich dabei war.....hmmm da gabs bei Werder einge...aber die besten waren gegen Kaiserslautern 1-3 zur Halbzeit am Ende 5-3 und gegen Hansa Rostock 2-3 bis zur 90min dann traf F.Rost und Ailton(Elf.). :top:
 

fabsi1977

Theoretiker
Ich fand die Aufholjagd von Liverpool im CL-Finale 2005 geil, innerhalb von 10 min aus einem 0:3 ein 3:3 gemacht, und das gegen eine italienische Mannschaft

:top:
 
Und natürlich muss mein persöhnliches "Jahrhundertspiel" auch hier rein.
Der HSV lag im 1. Gruppenspiel gegen Juventus Turin schon 1:3 zurück, als ein Juve-Spieler bei einem Konter den Ball an den Pfosten schoss. Wenn das Ding rein geht, ist der Drops gelutscht, so aber...

Der HSV drehte das Ding in eine 4:3-Führung, innerhalb von 20 Minuten. Als N. Kovac den Ball per Hacke zum 4:3 in die Maschen schob, war im Stadion die Hölle los. Einen derartigen Lärm hab ich dort noch nicht erlebt und ich hatte einen Adrenalinschub, der mich wohl befähigt hätte, einen Marathon unter 2 Stunden zu laufen (allerdings wär ich bei der Dopingprobe durchgefallen).

Leider kam Juve noch durch einen 11er kurz vor Schluß zum Ausgleich. Aber das Spiel werd ich NIE vergessen.

Gruß
Schröder

da war ich live im Stadion dabei... *Gänsehautfeeling*
 

manowar65

Benutzer
Ich fand die Aufholjagd von Liverpool im CL-Finale 2005 geil, innerhalb von 10 min aus einem 0:3 ein 3:3 gemacht, und das gegen eine italienische Mannschaft

:top:

Stimmt...DAS Spiel werde ich auch nie vergessen...hab jetzt noch blaue Flecken,weil meine bessere Hälfte (Liverpool-Fan) mich bei jedem Tor vor Freude geschlagen hat.:motz: :zwinker:
 

huelin

Quite clear, no doubt, somehow
Durch das geile 4:3 der Mainzer in Wolfsburg nach 0:3-Rückstand hat es dieser Thread verdient, wieder ausgegraben zu werden. :top:
 

Schröder

Problembär
1 Hab ich noch, wenn auch nicht in so hohen Spielklassen:
Das muss so Ende des letzten Jahrhunderts gewesen sein, Stadtderby in Friedrichsdorf (Hessen) Der letzte Spieltag Kreisklasse AB positiv. Es ging in direktem Duell gegen den Abstieg. Zur Pause führte die eine Mannschaft schon 6:1, die ersten Spieler saßen im Bierzelt und wollten schon den Klassenerhalt feiern. Hätten sie mal nicht tun sollen, denn sie verloren noch 7:8, obwohl 1 Punkt gereicht hätte...
 
1.FC Union Berlin gegen SC Paderborn 07 am 25.10.2008:

Paderborn geht in der 9.Minute in Führung, in der 61.Minute Gelb-Rot gegen Union und in der 66.Minute das 2:0 für Paderborn in Überzahl. Dann kippt aber das Spiel, denn in der 74.Minute 1:2 durch Benyamina. In der 84. gleicht Patschinski aus und in der 86.Minute schließlich trifft nochmal Benyamina für Union. Ein sehr geiles Spiel, genauso wie das Spiel eine Saison später 5:4 für Union, allerdings hat Union dabei immer geführt.
 

osito

Titelaspirant
In erster Linie denke ich natuerlich auch an das schon erwaehnte 2-0 und 3-7 (3-1) von D. Dresden gegen Bayer Uerdingen. Zumal ich bei dem 2-0 im Hinspiel in Dresden selber im Stadion war. Habe noch ein anderes Schmankerl entdeckt. Was sicher der eine oder andere wieder in sein Bewusstsein zurueck rufen koennte.

Kein "dolce vita" für die Roma-Stars


Original-Eintrittskarte



Foto: Peter Poser


Vor Selbstherrlichkeit strotzend, gedachten die hochdotierten Roma-Profis ein "süßes Leben" zu führen. Für 90 Minuten "dolce vita" schien ihnen der 3:0-Vorsprung das passabelste Ruhebett zu sein. "Ihn zu verteidigen, ist unser vorrangiges Ziel", tat Roma-Kapitän Agostino Di Bartolomei das Vorhaben seiner Elf, des italienischen Tabellenzweiten, kund.
Nun mußte das nicht unbedingt eine Fehlspekulation sein. Gemeinhin sind italienische Abwehrreihen, am verpönten Catenaccio geschult, verschlossen wie eine Auster. In sie einzudringen, ist nicht mit drei, vier Doppelpässen, Sprints oder Flügelläufen getan. Da ist permanenter Druckfußball, so hochtourig wie nur möglich gefragt. "Jena bot ihn, wie ich ihn selten erlebt habe, unwiderstehlich und stilvoll zugleich", drückte DFV-Cheftrainer Dr. Hugo Döbler den allgemeinen Tenor der gleich im Dutzend versammelten Experten aus.
Warum die Jenaer Tempoattacken nicht in Hektik, in Krampf ausarteteten, ist schnell gesagt: Trotz der vordergründigsten Absicht, das kopfballstarke und schlagsichere Deckungszentrum des Gegners mit flachen und hohen Eingaben, Nah- und Fernschüssen, Dribblings und Direktkombinationen zu zermürben, ließen es die Thüringer nicht an einem methodischen, flachen Spielaufbau im verstärkten Mittelfeld fehlen. Dazu gezwungen, ging der Klub jedes Risiko ein: Er verzichtete auf den Libero, zog Schnuphase und Hoppe fast ausschließlich in das Mittelfeld und in den Angriff hinein, vertraute der individuellen Steigerungsfähigkeit wie dem kollektiven Engagement, die Scharte von Rom auszuwetzen. "Besser konnte es die Mannschaft, einer wie der andere, nicht tun. Sie offerierte erstklassigen Fußball", so DFV-Präsident Günter Schneider. "Mit Herz und Verstand" fügte UEFA-Beobachter Nicolai Johansen, Generalsekretär des norwegischen Fußballverbandes bewundernd hinzu.
Ein 0:3 gegen einen erstklassigen Widersacher mit einem 4:0 zu beantworten, war eine Superleistung! "Darauf sind wir sicherlich nicht zu Unrecht stolz", resümierten Hans Meyer und Helmut Stein, die Zeiss-Strategen auf der Bank. Die "Alles oder Nichts"-Karte reizten sie mit der Einwechslung von Bielau und Trocha, von zwei frischen Stürmern, zum richtigen Zeitpunkt aus. Neuer Elan trieb die aufkommende Müdigkeit aus den Gliedern. 27:3 Torschüsse, 19:2 Eckbälle, 13:1 Chancen belegen hinreichend, welche Flutwellen über die Azzurri hereinbrachen. Sie selbst übten sich in der Bescheidenheit von drei Torschüssen (Conti/41., Di Bartolomei/58., 61.). Jena setzte dieser "Ausbeute" neben 27 Schüssen und 4 Toren sogar noch zwei Lattenknaller durch Vogel (10.) und Raab (41., Kopfball) sowie einen Volley-Pfostenschuß durch Hoppe (49.) entgegen. "Unbegreiflich, daß wir nicht nach dem 0:2 eigene Angriffe inszenierten, um ein Gleichgewicht gegen Jenas Dynamik herzustellen.", beklagte Roma-Trainer Niels Liedholm das totale spielerische Versagen seiner Elf. Und Falcao, der brasilianische Star? An einstige Mittelfeldstrategen seines Landes, an Didi, Zito, Clodoaldo oder Rivelino wagte man gar nicht zu denken. Mit der Roma ging auch er unter.
 
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