SoundSoccer

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Was ist das denn? Neues aus der Abteilung Trainingswissenschaften!

Prof. Dr. Alfred Effenberg (passender Name, oder? :D), Sportwissenschaftler an der Uni Hannover, hat getestet, ob eine Fußballmannschaft besser wird, wenn sie synchron dieselbe "Musik" hören. Und tatsächlich verbesserte sich dadurch die Passpräzision und die Spieler brauchten weniger Pässe um zum Ziel zu kommen. Ganz verwunderlich ist das nicht, denn durch die "Musik" "spielen alle im gleichen Takt". Effenberg teste auch das Gegenteil mit einer anderen Mannschaft, sozusagen als Kontrollgruppe. Da hörte jeder Spieler unterschiedlich schnelle Musik, und in dieser Mannschaft verbesserte sich die Passgenauigkeit nicht, sie wurde sogar schlechter. Effenberg stellte seine Methode auch schon beim DFB vor, und einige Trainer zeigten Interesse. Vielleicht wird bei den Profis schon bald so trainiert?

Hier kann man ein Interview mit Effenberg zum SoundSoccer hören: radioeins - SoundSoccer

Hier ist die homepage zum Projekt: SoundSoccer | Sonification Online
Zitat in schönem Wissenschaftsdeutsch: Warum bekommen Fußballspieler während des Trainings neben dem Ball auch Musik zugespielt? Wirkt sich das gemeinsame Musikhören auf die Abstimmung des Zusammenspiels in der Mannschaft aus?
In dem explorativ ausgerichteten Forschungsprojekt ‘SoundSoccer’ werden mögliche Synchronisationseffekte einer Musikintervention auf Lauf- und Abspielrhythmen innerhalb einer Mannschaft erkundet. Inwieweit lässt sich durch akustisch musikalische Unterstützung das gemeinsame Handeln innerhalb einer Mannschaft (‘joint action’) optimieren? Die drahtlos zugespielte und zeitlich präzise synchronisierte Musik kann potentiell als eine gemeinsame Zeitbasis zur Synchronisation und Präzisierung des Timings von Abspiel, Annahme wie auch bei der Provokation bestimmter Laufkadenzen auf Basis einer spontanen rhythmischen Kopplung wirksam werden. Durch Auswahl entsprechender fußballtypischer Lauf- bzw. Musiktempi im Bereich von 110-160 bpm werden Tempowechsel, Rhythmusvariation, Dribblings bzw. umfassende Variationen der Handlungs- und Aktions**schnelligkeit etc. im (Trainings)Spiel und in standardisierten Trainingsparcours provoziert und trainiert.

Ist aber ganz einleuchtend und nachvollziehbar. Und scheint was zu bringen!
 
Ganz so unmöglich finde ich dies nicht, ein Beispiel aus einer anderen Sportart, z.B. Volleyball.
Wobei wir beim Thema sind. Meine Trainingseinheiten liefen auch oft mit Musik ab.
Du glaubst nicht wie sich die jungen Damen danach bewegt haben.
Manch eine entdeckte völlig neue Seiten an ihren Körper.
Sprungkraft wurde gesteigert und Mut Angriffe zu üben. Wenn dies einmal im Gehirn stecken
bleibt, daß man es bringt, kommt es auch irgendwann im Spiel. Du überwindest mit Musik
Deine Angst.
Kann beim Fußball anders ablaufen. Ich wollt nur die Motivation Musik schildern.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Die motivationale Funktion von Musik ist, wenn ich mich recht erinnere, auch schon wissenschaftlich belegt. Umd für's Laufen kann ich das auch selbst bestätigen. :D

Das man mit rhythmischer Musik die einzelnen Spieler einer Mannschaft sozusagen synchronisiert und sie so einen gemeisamen Rhythmus findet, was sich einer besseren Mannschaftsabstimmung äußerst, finde ich auch recht plausibel und Effenbergs versuche zeigen ja, dass es tatsächlich eine Mannschaft besser macht. Fragt sich höchstens, ob das auch bei Profis noch nötig ist, aber ich kann mir gut vorstellen, dass das die ein oder andere Profimannschaft mal ausprobieren wird.
 
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