Soccernomics

Detti04

The Count
Hi,

hat hier schon mal jemand vom Buch "Soccernomics - Wieso England immer verliert" gehoert oder dieses gar mal gelesen? Hier ist ein Link zu einer Rezension:

Simon Kuper und Stefan Szymanski: Warum England immer verliert: Wie England endlich auch einmal gewinnen könnte - Sachbuch - FAZ

Fuer mich klingt das Buch durchaus interessant, denn insbesondere das Kapitel ueber den Transfermarkt scheint es in sich zu haben. Fuer diesen stellen die Autoren naemlich 10 einfache Regeln auf, deren Gueltigkeit ich komplett zustimmen kann. Ubersetzt lauten die Regeln in etwa so:

1. Ein neuer Trainer verschwendet Geld fuer Transfers. Hindere ihn daran.
2. Hole Dir Meinungen ueber neue Spieler aus unterschiedlichen Quellen ein.
3. Vermeide die Stars des letzten Turniers, denn diese sind ueberteuert.
4. Vermeide bestimmte Nationalitaeten (z.B. Brasilien oder Holland), denn diese sind ueberteuert.
5. Kaufe Spieler in den fruehen Zwanzigern; aeltere Spieler sind ueberteuert und junge noch nicht voll entwickelt.
6. Verkaufe Spieler auf dem Hoehepunkt ihrer Leistungsfaehigkeit oder wenn ein Klub mehr bietet, als dieser Spieler wert ist.
7. Ersetze Deine besten Spieler, bevor Du sie verkaufst.
8. Kaufe niemals Angreifer, da diese ueberteuert sind, sondern entwickele sie selbst.
9. Kaufe "schwierige" Spieler und hilf ihnen, ihre Probleme zu loesen.
10. Hilf neuen Spielern bei der Eingewoehnung.


Wie sieht das Transferverhalten eures Klub bezueglich dieser Regeln aus?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wow, hört sich echt ziemlich interessant an. :top:

Beim Lesen dachte ich, klingt ja perfekt für den BVB zugeschnitten. :isklar:

In der Theorie sind das wohl die perfekten Grundlagen, aber gerade ein finanziell schwacher Verein ist oftmals nicht in der Lage diese ganzen "Regeln zu befolgen".
Insbesondere das Verstärken der Positionen bevor man einen Spieler aus selbiger verkauft ist oftmals finanziell einfach nicht umsetzbar, einfach weil das Geld vorher nicht da ist.
Woher hätte beispielsweise Gladbach die Kohle vorher hernehmen sollen um einen Spieler wie Reus adäquat zu ersetzen?
Der Punkt mit sich auf Nationalitäten einzuschießen bzw. nicht, halte ich für überholt, das mag "damals" so gewesen sein, doch heutzutage ist es wohl doch eher so das die Nationalität wenig bis gar keine Rolle mehr spielt.
Das mit dem Spieler aus letzten Turnieren ist auch ein sehr interessanter Punkt (sieht man ja auch beim BVB, 2 Jahre sehr erfolgreichen Fußball gespielt und schon ist die halbe Mannschaft in aller Munde und wird verhökert, finanziell vielleicht nicht schlecht, aber sportlich!? :schlecht: Gibt halt immer 2 Seiten der Medaillen :D), treibt natürlich die Preise in die Höhe, aber dies wird sich meiner Meinung nach auch nie wirklich ändern, erst Recht nicht wenn man die Kinder/Jugend Förderung sich so anschaut, beziehungsweise deren Verlauf, ist auch denke ich für viele einfacher sich einen "fertigen" Spieler dahin zustellen, anstatt ihn jahrelang zu trainieren, wo wir auch beim nächsten Punkt wären, Spieler erst mit Anfang 20 zu holen, grundsätzlich auch gut, aber gerade das, ganz Junge Talente die von Jahr zu Jahr besser werden, sich hochkämpfen und dann irgendwann das Alter und die Reife für einen Stammplatz haben, ist das was ich am Fußball unter anderem liebe, aber gut, das ist natürlich ein rein subjektiver Gedanke.
Ja, das war's so von mir für's erste. :)
 
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