So viel zahlen die Bundesligisten an Spielerberater

HoratioTroche

Zuwanderer
Auf Geheiß der FIFA hat die DFL erstmals detailliert veröffentlicht, wie viel Geld die Bundesliga-Klubs an Spielerberater zahlen. Im betreffenden Zeitraum vom 15. März 2015 bis 15. März 2016 waren es insgesamt 127.721.644 Euro.

Durch 18 macht im Schnitt 7.095.647
Durchschnitt ist Gladbach mit 7,1 Mio als Siebter. Median ist 5,2 Mio, da bewegen sich der HSV und der VfB.
Spitzenreiter ist Schalke mit 16,8 Mio. Letzter Darmstadt mit 760.000.

Lukrativ, das Geschäft.

Hier das Ranking.
So viel zahlen die Bundesligisten an Spielerberater
 

Rupert

Friends call me Loretta
Jetzt müsste man's noch aufschlüsseln wieviel in diesem Zeitraum an Ablösen gezahlt wurden.
Das finde ich immer nur pro Saison.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Werder 5.959.000 Euro. Das geht ja noch - relativ gesehen.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Nee, relative gesehen zu den anderen Clubs.

Dass die Clubs die Spielerberater bezahlen müssen finde grundsätzlich eher seltsam, schließlich arbeiten für die Berater für die Spieler und die sollten die dann auch bezahlen.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Finde ich nicht so seltsam; das Geld wird zum "Endkunden", in diesem Falle halt die Fuppesläden, durchgereicht; da unterscheidet sich der Profifußball mal nicht vom üblichen Geschäft.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Finde ich nicht so seltsam; das Geld wird zum "Endkunden", in diesem Falle halt die Fuppesläden, durchgereicht; da unterscheidet sich der Profifußball mal nicht vom üblichen Geschäft.

Ist es nicht so, dass der Club den berater nochmals extra zahlt? ich glaube schon. Das ist halt genauso unsinnig, wie wenn der Mieter den Makler bezahlen muss, den der Hauseigentümer beauftragt hat die Wohnung zu vermakeln. Und das ist ja inzwischen auch nicht mehr so, weils halt Unsinn ist.

Wenn die Berater einfach nur x Prozent von der Ablöse, dem Handgeld, dem Jahresgehalt des Spielers bekommen dann ist es ja iO. Aber zusätzlich? Andererseits: Die Vereine machen das ja freiwillig. Wenn ein Spieler also eine gute Verhandlungsposition hat, kann er das halt zusätzlich rausschlagen.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Ist es nicht so, dass der Club den berater nochmals extra zahlt? ich glaube schon. Das ist halt genauso unsinnig, wie wenn der Mieter den Makler bezahlen muss, den der Hauseigentümer beauftragt hat die Wohnung zu vermakeln. Und das ist ja inzwischen auch nicht mehr so, weils halt Unsinn ist.
(...)

Und was glaubste, was der Vermieter jetzt macht? Er holt sich's über die Miete.

Keine Ahnung, ob im Fuppes die Berater extra bezahlt werden oder das von der Ablöse abgeht.
 

osito

Titelaspirant
Wuerg. Wieso zahlt Schalke da so viel? Gab es da so viele bzw. so teure Zugaenge und Vertragsverlaengerungen?
Im Sommer verkaufte der Klub Julian Draxler (für 35 Mio nach Wolfsburg), Jefferson Farfán (für 7 Mio zu Al-Jazira/Abu Dhabi) und Kyriakos Papadopoulos (für 6,5 Mio zu Leverkusen). Für diese Verkäufe wurden sogenannte „Wegevermittlungen“ fällig. Nach BILD-Informationen überwies Schalke allein für diese drei Verkäufe 8 bis 9 Mio Euro an die Vermittler.
Die Berater bekommen auch vom aufnehmenden Verein Geld. Und zwar 8 bis 10 Prozent vom Grundgehalt des Spielers – und das jedes Jahr. Für Draxler-Berater Roger Wittmann (Rogon), der auch Farfan und Papadopoulos betreut, waren die Transfers also ein überaus lukratives Geschäft.
Auch fuer Vertragsverlaengerungen bekommen die Spielervermittler Geld vom Verein. Aber wie im Beitrag beschrieben musste Schalke allein fuer die 3 genannten Spieler ueber 50 Prozent ihrer Spielerberater- (Gehaelter) zahlen.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Der Begriff Spielerberater ist ähnlich irreführend wie Kundenberater. Letzter ist in erster Linie ein Bankberater, ausserdem ein Selbstberater oder umgekehrt. Erst an dritter Stelle interessiert der sich für den Kunden und dessen Interessen.

Dem Spielerberater kann man immerhin noch zu Gute halten, dass sein Verdienst erst mit dem des Spielers steigt.
Allerdings ist ja nicht erst seit gestern klar, dass diese Herren an möglichst häufigen Vertragsabschlüssen (müssen nicht unbedingt Wechsel sein) interessiert sind - nur dann kassieren sie ja.

Für mich sind das Parasiten, ihre eigene Leistung geht doch eher gegen Null. Und das alles, weil die Spieler zu dumm oder zu faul oder beides sind.
 

Detti04

The Count
Auch fuer Vertragsverlaengerungen bekommen die Spielervermittler Geld vom Verein. Aber wie im Beitrag beschrieben musste Schalke allein fuer die 3 genannten Spieler ueber 50 Prozent ihrer Spielerberater- (Gehaelter) zahlen.
Echt? Vereine zahlen auch an Berater, wenn sie Spieler verkaufen? Das macht ja nun ueberhaupt keinen Sinn. Sind die bloed?
 

osito

Titelaspirant
Echt? Vereine zahlen auch an Berater, wenn sie Spieler verkaufen? Das macht ja nun ueberhaupt keinen Sinn. Sind die bloed?
Was heisst bloed? Die Berater haben halt bei jeder vertraglichen Veraenderung ihres Schuetzlings ihre Finger im Spiel. Die kassieren immer mit ab, egal fuer welchen Weg sich der Spieler entscheidet...leider.
 

Detti04

The Count
Aber die Berater bekommen doch vom aufnehmenden Verein schon Geld. Wieso dann noch vom abgebenden Verein?
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Was heisst bloed? Die Berater haben halt bei jeder vertraglichen Veraenderung ihres Schuetzlings ihre Finger im Spiel. Die kassieren immer mit ab, egal fuer welchen Weg sich der Spieler entscheidet...leider.
Und wieso ist das so? Wenn A von B einen Spieler verpflichten möchte (und der Spieler das auch will), dann müssen doch in Sachen Wechsel nur A und B miteinander verhandeln. Der Spieler (und demnach sein Berater) spricht doch nur noch mit A.
 

osito

Titelaspirant
Und wieso ist das so? Wenn A von B einen Spieler verpflichten möchte (und der Spieler das auch will), dann müssen doch in Sachen Wechsel nur A und B miteinander verhandeln. Der Spieler (und demnach sein Berater) spricht doch nur noch mit A.
Sie werden auch nicht umsonst "Die Paten der Liga" genannt. Es soll schon Faelle gegeben haben, wo ein Spieler, sagen wir mal fuer die festgeschriebene AK, statt fuer 3,5 fuer nachher 5 Mio den Verein gewechselt haben soll. Die AK wurde dem eigenen Verein vom Manager totgeschwiegen. Der abgebende Verein bekam die geforderten 3,5 und die restlichen 1,5 wurden ueber ein paar geschickte Umwege zwischen dem Manager und Berater geteilt. Kein Witz.
 

Ichsachma

Loretta-Spezerl
Sie werden auch nicht umsonst "Die Paten der Liga" genannt. Es soll schon Faelle gegeben haben, wo ein Spieler, sagen wir mal fuer die festgeschriebene AK, statt fuer 3,5 fuer nachher 5 Mio den Verein gewechselt haben soll. Die AK wurde dem eigenen Verein vom Manager totgeschwiegen. Der abgebende Verein bekam die geforderten 3,5 und die restlichen 1,5 wurden ueber ein paar geschickte Umwege zwischen dem Manager und Berater geteilt. Kein Witz.

Namen, bitte :D!
 

Ichsachma

Loretta-Spezerl
Aber die Berater bekommen doch vom aufnehmenden Verein schon Geld. Wieso dann noch vom abgebenden Verein?

Ich halte Holgys Vergleich tatsächlich ein wenig für prägend, auch wenn ich bis eben wie DU auch nicht daran gedacht hätte, dass der abgebende Verein zahlt:

Der Makler kann bekanntlich von beiden Seiten seinen Maklerlohn verlangen. Nehmen wir also Draxler.

Der sacht irgendwann zum Hotte: "Hömma, ich will wech, weil ich bei einem Superclub das Doppelte verdienen kann!"

Hotte denkt nach. Und sacht sich und dem Julian: "Wenn der Superverein mir mindestens 35 Millionen Transfererlös in die Bilanz einstellt - mmmmh, vielleicht. Machma, Julian!"

Der sacht dann seinem "Berater": "Ich muss aber 35 Millionen bringen!"

Berater fährt zu Hotte und lässt sich den Vermittlungsauftrag zeichnen.

Daraufhin fährt der Berater in die Stadt mit den verlogenen Dieseln und trägt dort vor: "Ich kann Euch den Draxler für 35 Millionen besorgen, kostet eben on Top noch meine Vermittlungsgebühr von x."

Allofs sacht: "Ok, machma!"

Berater: "Ich mache nix, bis Du mir nicht meinen Vertrag geritzt hast." Allofs ritzt.

Tut er das nicht, dann geht der Berater zum nächsten Verein oder der Julian bleibt erst einmal.
 
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