Sicherheitsgipfel in Berlin

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Diese Woche gibt es ja einen "Sicherheitsgipfel" in Berlin, da treffen sich "Vertreter des Profifußballs" mit "Sicherheitsexperten". Unter anderem Hans-Peter Friedrich (Bundesinnenminister) und Lorenz Caffier (Vorsitzenden der Innenministerkonferenz und Innenminiter von Meck-Pomm). Fans sind natürlich nicht dabei. Und was Caffier will, ist ja bekannt: "Das die Vereine mehr in die Verantwortung genommen werden und was gegen die Gewalt und Pyro machen."

Da wissen wir dann demnächst, was das konkret heißt. Sind Stehplätze nächste Woche schon abgeschafft? Oder was denken sie sich anderes schönes aus?
 

André

Admin
Hab ich mir auch gedacht, leider gibts nur einen Verein der Eier hat! Aber besser einen wie gar keinen! Klasse! :top:
 

ricoblink

Eisern Union!
Hab ich mir auch gedacht, leider gibts nur einen Verein der Eier hat! Aber besser einen wie gar keinen! Klasse! :top:

Wobei ich mich wunder das Vereine wie der FC St. Pauli da direkt mitgezogen sind... hätte da überhaupt mehr gegenreaktionen gerechnet. Da waren ja doch einige Vereine dabei von dennen ich sowas erwartet hätte.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Wundert mich keinen Milimeter, dass Union da nicht dabei ist. Die pflegen ja auch eine andere Art bzw. "Image" ums mal Denglisch zu sagen :D
 

Rupert

Friends call me Loretta
Klar taugt die Veranstaltung nicht viel. Steht ja brettlbreit in den Artikeln drin und auch klar, dass Union da dann eher keine Leute hinschickt.
Klar aber auch, dass viele der anderen Profivereine eben schon hingehen. Das ist eben eine unterschiedliche Interessenslage (Image, Art, nenn wie Du's willst).
 

ricoblink

Eisern Union!
Klar taugt die Veranstaltung nicht viel. Steht ja brettlbreit in den Artikeln drin und auch klar, dass Union da dann eher keine Leute hinschickt.
Klar aber auch, dass viele der anderen Profivereine eben schon hingehen. Das ist eben eine unterschiedliche Interessenslage (Image, Art, nenn wie Du's willst).

Das hat für mich mit Interessenlage nichts zu tun...

Es gilt doch auch einfach mal darum ein Zeichen zusetzen nicht alles was der DFB vorgiebt abzunicken. Klar man hätte sicherlich auch auf bei diesem Treffen vor Ort sein können, wäre aber dann das Signal das selbe gewesen? Ich denke nicht.

Und das gerade Vereine wie Chemnitz, Dreseden, Rostock und auch St. Pauli das so hinnehmen finde ich schade und ich denke das die Vorstände der Vereine sich einiges von Ihren Fans bei den nächsten Mitgliederversammlungen anhören können, es wird auch sicherlich das ein oder andere Plakat dazu am ersten Spieltag geben.

Wie auch auf der Homepage von Union zu lesen ist, ist der Verein genauso (wie andere Profivereine) daran interessiert über die vorherrschenden "Probleme" zu sprechen nur dann sollten auch alle Beteiligten zu Wort kommen und das geht nicht in 1-2 Tagen (nach Vorlage des "Verhaltenskodexes").
 
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Rupert

Friends call me Loretta
Das hat für mich mit Interessenlage nichts zu tun...

Es gilt doch auch einfach mal darum ein Zeichen zusetzen nicht alles was der DFB vorgiebt abzunicken. (...)

Was ist das denn anderes als eine Interessenslage?
Die einen wollen ein Zeichen setzen gegen die DFB-Vorgaben, bzw. sagen "Bringt nix." die anderen kuscheln mit dem DFB zu dem Thema.

Warum die Großvereine hier eher kuscheln, sollte ja auch klar sein: Die haben eben ein Interesse an einem recht klinisch reinen Fußballstadion.
 
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ricoblink

Eisern Union!
Warum die Großvereine hier eher kuscheln, sollte ja auch klar sein: Die haben eben ein Interesse an einem recht klinisch reinen Fußballstadion.

Ich glaube nicht das Vereine wie Dresden, Münster, Chemnitz, Rostock, Frankfurt uvm.
daran interessiert sind... ich kann es mir nicht vorstellen.

Das Interesse des Vorstands von Union war wohl auch eher auf die Einbeziehung der Fans gelegt. Von daher hast du schon recht mit der Interessenlage.

Naja der nächste Gipfel wird schon in Planung sein und ich bin gespant wie die Lage bis dahin ist.
 

André

Admin
Wirklich viel Neues kam in Berlin bei genauerer Betrachtung nicht herum, als einzige wirkliche Neuerung kann zum einen gelten, dass die Vereine sich überhaupt zu diesem gemeinsamen Kodex entschlossen haben und dass – und das ist, wenn als Neuerung, dann von Fanseite eher als Rückschritt zu bewerten – Stadionverbote von bisher drei auf fünf Jahre ausgedehnt werden, mit der Option, maximal auch 10 Jahre Stadionverbot aussprechen zu können. Sehr bedauerlich, denn 2006 wurde auf dem Fankongress in Leipzig noch erreicht, dass Stadionverbote als Maßnahme vorsichtiger und auch weniger umfangreich eingesetzt werden. So konnte z. B. für Ersttäter oder für weniger gravierendes Fehlverhalten ein Stadionverbot für ein Jahr ausgesprochen werden.

Als größtes Manko des Gipfels muss jedoch gelten, dass die zahlreichen Fanorganisationen wie z. B. auch „Unsere Kurve“, die auch vom FPMG mit getragen wird, nicht anwesend waren und noch nicht einmal im Vorfeld gehört wurden. Wenn es dann heißt: „Dialog und Kommunikation bleiben immer die Grundlage unseres Handelns, ebenso unerlässlich ist aber eine konsequente Bestrafung von Fehlverhalten", erklärt Liga-Präsident Dr. Reinhard Rauball.“, dann klingt es wie blanker Hohn.

FPMG Supporters Club - Von Fans fr Fans - Fazit zum Sicherheitsgipfel
 
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Schröder

Problembär
Was ist das denn anderes als eine Interessenslage?
Die einen wollen ein Zeichen setzen gegen die DFB-Vorgaben, bzw. sagen "Bringt nix." die anderen kuscheln mit dem DFB zu dem Thema.

Warum die Großvereine hier eher kuscheln, sollte ja auch klar sein: Die haben eben ein Interesse an einem recht klinisch reinen Fußballstadion.

Glaub ich nicht mal. Die haben wohl eher Angst vor drakonischen Strafen des DFB bei zukünftigen "Verstößen" ihrer Fans. Das der DFB diese willkürlich ausspricht ist ja bekannt. (Die "Bestrafung" Herthas, die Anzahl der Gästfans gegen Sandhausen auf 5.000! zu beschränken, ist doch ´ne Lachnummer, soviel kommen da nicht mal zu den Heimspielen) Mal sehen, was die Union aufbrummen, wenn´s dort mal kracht... Der Denkzettel wird selbst bei kleinsten Vergehen drastisch ausfallen, weil sich Union gegen diese Farce gestellt hat. Mit "Abtrünnigen" wird beim DFB nicht gespaßt.
 

ricoblink

Eisern Union!
Mal sehen, was die Union aufbrummen, wenn´s dort mal kracht... Der Denkzettel wird selbst bei kleinsten Vergehen drastisch ausfallen, weil sich Union gegen diese Farce gestellt hat. Mit "Abtrünnigen" wird beim DFB nicht gespaßt.

Das hat selbst Präsident Dirk Zingler angemant, das alle Unioner jetzt daran erinnert werden sollten, dass der DFB nun genau auf jede Kleinigkeit bei Union achten wird. Also heisst es Unioner benehmt euch.

Das wir mit unberechtigten Strafen belegt werden ist für den Verein und seine Fans ja nichts neues wenn man da an die Zeiten vor der Wende denkt. Von daher keine allzu neue Situation für viele. Ich selbst kann mich nicht an größere Ausschreitungen in den letzten 3 Jahren in der alten Försterei erinnern von daher gehe bin ich optimistisch das der DFB erkennt das es auch anders geht und das nicht jede ausschreitung von Stehplätzen her resultiert!
 

Schröder

Problembär
Wer da randaliert und was genau passiert ist doch dem DFB scheißegal. Bestraft wird nach Gutdünken, Vereine mit Lobby beim DFB können sich sehr viel erlauben, andere werden bein Kleinigkeiten an den Rand des Ruins getrieben, ob Verein oder Fans was dafür können oder nicht. Siehe Hertha, wo die Beschränkung die eigentlich völlig unbeteiligten Sandhäuser trifft.

Also hoffe ich, das ihr diese Saison keine Probleme mit Gästefans bekommt. 1 Bengalo in der Gästekurve, und der Sturm bricht los.
 
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Rupert

Friends call me Loretta
Wer da randaliert und was genau passiert ist doch dem DFB scheißegal. Bestraft wird nach Gutdünken, Vereine mit Lobby beim DFB können sich sehr viel erlauben, (...)

Manchmal kann ich Dir echt nicht folgen, vor zwei Stunden meintest Du noch folgendes zu den Großvereinen, also denen mit der Lobby:

Glaub ich nicht mal. Die haben wohl eher Angst vor drakonischen Strafen des DFB bei zukünftigen "Verstößen" ihrer Fans. (...)
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Manchmal kann ich Dir echt nicht folgen, vor zwei Stunden meintest Du noch folgendes zu den Großvereinen, also denen mit der Lobby:

Das ist doch Dialektik! :D

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Viel rausgekomen ist ja nicht (und das ist ja in diesem Fall ganz gut):

  • Stadionverbote können/sollen jetzt für bis zu 10 Jahren ausgesprochen werden.
  • Pyro sollen die Vereine härter bestrafen (wohl mit langen Stadionverboten)
  • Stehplätze bleiben
  • personalisierte Tikets wird es nicht geben
  • keine flächendeckende Videoüberwachung


Berlin: Fußball-Sicherheitsgipfel: Stehplätze bleiben
 

Schröder

Problembär
Tja. Keine Ahnung. Hat sich von denen schon mal einer mit´m DFB angelegt, wenn es um Durchsetzung von Maßnahmen gegen die Fans ging?
Bzw. hatten Bayern, Dortmund, Schalke, Hamburg etc. schon mal Grund dazu? Bis jetzt sind doch immer verhältnismäßig glimpflich davongekommen, vergl. jetzt wieder Hertha und Düsseldorf. Für dasselbe Verhalten der Berliner Fans wären z. B. in Dresden wieder 2-3 Geisterspiele fällig gewesen. Aber bei der Hertha limitiert man lieber die Gästekarten, obwohl die "ausgesperrten" Gäste (sollten es denn wirklich mehr als 5.000 sein) aus Sandhausen mit den Vorkommnissen in D´dorf überhaupt nix zu tun hatten. Wenn sie den Heimblock auf 5.000 limitiert hätten, wäre das jedenfalls noch nachvollziehbar (und dann auch wirklich ´ne Strafe) gewesen. Aber da gibt´s keine Beschränkungen, die Chaoten vom ReLi-Spiele dürfen alle wieder dabei sein. Und finanzielle Nachteile gibt´s für die Hertha auch nicht, weil es ohnehin nur 200-300 Gäste sein werden.

Bei der Berufung von "Geisterspiel" auf quasi "Freispruch" zu gehen ist schon etwas merkwürdig.
 
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HoratioTroche

Zuwanderer
Interessant:

Abschließend an dieser Stelle noch ein kleiner Vermerk hinsichtlich des „vorbildlichen“ Verhaltens von Union Berlin. Wenn die Verantwortlichen des FC Union am Tage des Sicherheitsgipfels urlaubsbedingt nicht anwesend sind, und dies im Nachhinein als Märtyrerrolle darstellen, ist dies schon sehr billig und fahrlässig.

FPMG Supporters Club - Von Fans fr Fans - Ein einig Volk von Brdern?! Noch!
Dann war ihnen ihr Urlaub eben wichtiger als die Teilnahme an einem schon von vornherein sinnlosen "Gipfel". Besser als hingehen, unterschreiben und es hinterher nicht gewesen sein wollen. Ist mir immer noch lieber, ganz ehrlich.
Und euer Fanprojekt lehnt zwar die Vorgehensweise ab, zieht die Regularien aber voll durch. Vollzugsknechte.
 
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