Schundfilme

Dieses Thema im Forum "Multimedia" wurde erstellt von Dilbert, 7 September 2008.

  1. Litti

    Litti Krawallbruder

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    Danke für die Rezension, Dilbert. :lachweg::top: Hab diesen Film nicht mal ansatzweise ganz geschafft, der größte Schwachsinn den ich jemals sah. Da dachte ich mir, den muss ich hier mal erwähnen...... :D Schön das du es genau so siehst.
     
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  3. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    Der kommt Ostersamstag wieder in der SchleFaZ-Version, zusammen mit dem peinlichen Superhelden-Kracher "Supersonic Man".

    Dem da: Schundfilme
     
  4. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    "Deep Threat: Die Höhle"

    Ich hatte mich ja auf einen schönen Verriss eingestellt, die Zutaten "alte Smaragdmine", "Expedition" und "Riesenkäfer", garniert mit einem Haufen Schauspieler von denen mir allenfalls Colm Meaney aus diversen Nebenrollen ein Begriff war, und ich den Namen David Palffy vielleicht irgendwann schonmal gehört hatte (das Gesicht kommt mir auch bekannt vor, ich weiß nur nicht woher)... Und dann lief der Kram noch auf Tele5 - Was außer totalem Mumpitz sollte denn bitte dabei rauskommen?

    Nun, das hier. Vor ungefähr 50 Jahren sprengten ein paar Minenarbeiter in der Schweiz auf der Suche nach dem großen Reichtum eine eingestürzte Kammer in einem alten Salzbergwerk frei. Darin sahen sie überall große, leuchtende Edelsteine von ungeheurer Reinheit in den Wänden kleben, und hielten sich schon für gemachte Männer.

    Tja, daraus wurde dann nicht, weil bis auf einen der gesamte Haufen von riesigen Nashornkäfer-ähnlichen Krabbelviechern abgemurkst wurde, und der eine kommt da auch nur raus weil einer seiner sterbenden Kollegen als letzte Amtshandlung den Durchgang sprengt, und einer der Käfer es "nur" schafft ihm ein Bein abzureißen anstatt ihn komplett aus dem Fahrstuhl zu zerren.

    So, mit diesem Prolog hatte der Film mich schonmal positiv überrascht. Einmal war er wirklich blutig, und ausserdem hat der Typ der da die Käfer reingebastelt hat einen guten Job für diese Filmpreisklasse gemacht. Die Biester sehen wirklich so echt aus wie zwei Meter große Käfer in einem Low-Budget-Streifen eben aussehen können, und wirken auch nicht durchweg wie einfach mal in den Film reinkopiert. Hut ab.

    Gegenwart: John Palmer ist ein etwas unterbezahlter Spezialist für Klettertouren und Abenteuerurlaube, der seine Familie mit den verdienten Kopeken mehr schlecht als recht über die Runden bringt. Seine Tochter Emily (nervig aber nett anzusehen) hat auf den ganzen Kram keinen Bock mehr, steckt sie doch so am Ende der Pubertät und würde viel lieber mit schnuckligen Typen rumflirten oder mal ´ne Runde am Strand liegen, anstatt mit Papa irgendwelche Berge hochzukraxeln und für doofe Touris gute Mine zum langweiligen Spiel zu machen, ausserdem geht ihr ihr kleinerer Bruder ziemlich auf die Eierstöcke. Mama Samantha geht die ewige Streiterei des Nachwuchses ebenfalls auf den Senkel, und so sind alle erleichtert, als John als Überraschung einen Urlaub in Griechenland ankündigt.

    Wie das Leben so spielt... Der Überlebende von damals kam mit nur einem Bein raus, und jetzt hat er auch nur noch eine Hand. Warum? Das Gebiet auf dem die Mine steht gehört ihm, und damit ist der Enkel eines kürzlich verstorbenen Typen, der davon Wind bekommen und ihm erzählt hat, nicht einverstanden. Als der alte Mann sich aber weigert das Land zu verkaufen haut ihm Marcel (der Enkel) mit ´nem Säbel die Hand weg, die nicht unterschreiben wollte, bietet aber feundlich an ihn zum Arzt zu fahren falls er es denn irgendwie mit links hinkriegen sollte da seinen Karl-Wilhelm drunterzusetzen. Macht er nicht, gut, stirbt er eben.

    John bereitet sich gerade auf seinen Familienurlaub vor, als ein windiger Typ ihm ein Angebot unterbreitet, dass er nicht ablehnen kann. Einen Umschlag voller Geld im Vorraus, und dann noch einen hinterher, wenn er eine Gruppe Schatzsucher in ebenjene Mine und wieder raus bringt. Statt nach Griechenland fährt Familie Palmer jetzt eben (größtenteils eher missmutig) in die Schweiz, nistet sich unwissend im Haus des vorher abgemurksten Grundbesitzers ein, und John beginnt mit der Gangsterbande den Abstieg. Töchterchen bandelt unterdessen mit dem jungen smarten Ganoven an, der zurückgelassen wurde, angeblich um die Familie zu versorgen, nichtsahnend dass das ja ein böser Finger ist. Sohnemann geht unterdessen im Wald spazieren und findet einen alten Schacht. und weil das ein Film mit bösen Monsterkäfern in einer Mine und er eben ein etwas moppeliger ca. 12-Jähriger Blödkopp mit gruseligen Locken (sprich die obligatorische Film-Nervensäge, die sich ständig in Gefahr begibt, weil sie nie darauf hört was die Erwachsenen ihr sagen, aber natürlich am Ende mit einer schlauen Idee dazu beiträgt den Rest der Mannschaft zu retten... ja sind wir hier bei Gamera, oder was?!) ist, klettert der Depp da natürlich runter, wobei eine Stufe der Holzleiter zerbröselt und er erstmal gepfegt auf die dusselige Fresse fällt.

    John dämmert da unten so langsam, dass die Typen mit denen er sich eingelassen hat wohl nicht die freundlichsten sind. Wobei ich mich ja frage, was die schwarzhaarige Perle Sophia bei dem Haufen will, zeigt sie doch die ganze Zeit über keinerlei kriminelle Energie. Aber irgendein Beauty musste man da wohl aus Quotengründen mit runterschicken (auch wenn ihre Reize im Rollkragenpullover etwas verschenkt werden), und so ganz schlecht für´s Auge isset ja nicht. Lange Zeit sich über sowas Gedanken zu machen hat John dann aber nicht, weil die Riesenkäfer anrücken. Während John nun also einfach nur noch versucht den Leuten und sich selber den Arsch zu retten, denkt Marcel weiter an die Kohle, und zwingt die Truppe bewaffneterweise dazu tiefer in die Stollen zu gehen, anstatt den schnellsten Weg nach draußen zu suchen. Und dann stolpert inzwischen ja auch noch Sohnemann da unten rum...

    Ja, okay, sonderlich originell ist das nicht. Das hab ich aber auch nicht erwartet. Ein paar Dinge die da passieren glaubt einem auch ehrlich niemand, z.B. dass da nach 50 Jahren noch die komplette elektrische Anlage inklusive Beleuchtung in der Mine funktioniert. Schließlich wurde das Ding damals mit ordentlich Dynamit zum Einsturz gebracht, und ich glaub auch nicht dass da inzwischen mal ein Elektriker unten war der die Glühbirnen ausgetauscht und eventuell von Käfern zerfetzte Kabel geflickt hat (und wenn kam der bestimmt nicht mehr zurück). Auch scheint es so, dass die Käfer da jederzeit hätten entwischen können, denn durch die Nebeneingänge kamen die Gangster und John ja rein, dazu noch der nervige Lockenkopp hinterher. Dann scheint die Pumpgun mit der Samantha draußen auf die Käfer ballert einen schier unerschöpflichen Munitionsvorrat zu beinhalten, jedenfalls stopft sie da irgendwie zwischendurch mal drei Geschosse rein und knallt damit dann 15 bis 20 Viecher ab. Selbiges gilt auch für die seltsamen Wummen, die von den Gangstern eigentlich mitgenommen wurden um damit störendes Geröll beiseite zu schießen, welche aber stattdessen als Käferkiller herhalten müssen. Wat soll´s es gab wahrlich schon beschissenere Logiklöcher in Creature-Features (da muss man nur einmal die Produktpalette von The Asylum durchgehen, die ist ein einziges Logikloch).

    Insgesamt ist das hier bestimmt keine Feinkost (Feinkost Käfer... Höhö, Wortspiel), aber für halbwegs kurzweilige 90 Minuten mit einer angemessenen Menge Blut, rausgerissener Bockwurstketten als Gedärmersatz und schleimigem Käfermatsch ist gesorgt. Kann man sich ansehen, muss man aber nicht.

    Nachtrag: Die oben erwähnte hübsche Tochter wird von Chelan Simmons gespielt. Ich hab gerade gesehen dass die "How I met your mother"-Fans ein Begriff sein dürfte, ich guck diesen Sitcom-Mist ja nicht.
     
  5. Dilbert

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    Asterix & Obelix - Im Auftrag ihrer Majestät

    Die Vorfreude war groß. "Asterix bei den Briten" gehört für mich im Buch wie im Trickfilm zu meinen Favoriten aus der Serie, da war ich natürlich gespannt darauf was die Realverfilmung daraus machen würde. Der Anfang ist dann auch ganz nett. Die Piraten sehen eine römische Gallere aus dem Nebel kommen und wittern fette Beute, jedenfalls bis die anderen gut 40 Schiffe dahinter auftauchen und den Piratenkahn ohne ihm größere Beachtung zu schenken über den Haufen schippern.

    Die Römer fallen also in Britannien ein, die Königin hat sich in ein kleines Küstendorf zurückgezogen und ist angesichts der andauernden Belagerung am Verzweifeln. Die letzte Rettung scheinen da die Gallier und ihr Zaubertrank zu sein. Die hält man in Britanien zwar für stinkende, unzivilisierte Hinterwäldler, aber wat mut dat mut.

    Cesar überlegt unterdessen wie er dem letzten Widerstand den Garaus machen kann, und bekommt von seinem Berater den Floh ins Ohr gesetzt dass die Normannen da doch mit ihrem barbarischen Auftreten eine große Hilfe wären. Also wird selbiger Berater losgeschickt um diese zu rekrutieren. Die Normannen haben verständlicherweise keine Lust auf den Zirkus, kommen aber mit als ihnen der Berater erzählt, dass die Briten das ängstlichste Volk der Welt seien, und die Normannen wollen lernen wie man Angst bekommt weil sie glauben dass die Flügel verleiht und man deshalb wenn man Angst hat fliegen kann.

    Asterix und Obelix haben von Majestix den Auftrag bekommen aus seinem Neffen Grautvornix einen Mann zu machen. Der ist allerdings ein blöder Schnösel, und hält von Sachen wie Wildschweine fangen und anderen was vor´s Maul hauen wenig. Stattdessen will er später einmal Barde werden und klimpert fast so grauenhaft wie Troubadix auf einer Harfe rum.

    Spätestens jetzt fragt sich der Asterix-Fan: Die Queen statt Sebigboss? Normannen? Grautvornix? Wat soll denn der Unsinn? Die Macher haben nicht nur an der genialen Vorlage kräftigst herumgeschraubt, sie haben zur Briten Story auch noch völig sinnbefreit die Geschichte mit den Normannen dazugemischt und das alles zu einem oftmals völlig zusammenhanglosen Quark verrührt. Warum? Tja, nächste Frage...

    Und leider geht es so weiter. So befindet sich Asterix plötzlich in einer Sinnkrise und geht in Londinium auf Brautschau, als Grautvornix ihm und Obelix aus Jux erzählt dass ihre Herren-WG einen leicht schwulen Touch hätte (in den Büchern wohnen die doch glaube ich gar nicht zusammen...), Teefax ist verlobt, Grautvornix macht Teefax seine Verlobte (immerhin ein netter Anblick: Charlotte Le Bon) abspenstig, Obelix verknallt sich in die Hausdame (was zu einer völlig unlustigen "Shrek 2"-Parodie führt), Cesar lässt Asterix gefangennehmen und versucht ihn zu seinem Verbündeten zu machen (und erzählt ihm veräppelnderweise er wäre sein Vater... ich lach mich tot..), Teefax ist nicht wie im Comic cool (und auch nicht Asterix Cousin) sondern ein arroganter Blödmann, Grautvornix guckt durchgehend wie Frodo Beutlin mit Blasenschwäche, der Humor ist noch platter als ´n Butterkeks und verliert sich durchgehend in dümmlichen Klamauk, die Dialoge wirken aufgesetzt... Und verdammte Hacke, diese ganze Story ist einfach nur ein ganz großer Haufen verfilmte Scheiße. Vom Geist der Buch- / Trickfilmvorlage ist einfach nichts mehr übrig geblieben.

    Hatte Depardieu gerade sein ganzes Geld an Putin gespendet, als er sich für den Mist hier wieder in die Rolle des Obelix begab? Und was hat Catherine Deneuve geritten bei dem Schwachsinn als Queen mitzumachen?

    Definitiv einer der miesesten Rohrkrepierer der letzten Jahre. Kalkofe und Rütten hätten wahrscheinlich ihre helle Freude daran.
     
  6. Dilbert

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    "Killerameisen"

    Auf einer Insel in Südostasien schlägt ein geheimnisvoller blauer Blitz ein. Kurz danach fallen Millionen von Ameisen über die Bevölkerung her. Die Insektenvernichter von "Thorax" werden von der Regierung gebeten sich um das Problem zu kümmern, während die Einwohner auf der Flucht sind und allmählich von den rasend schnellen Insekten subtrahiert werden.

    Unter der Leitung von Chef Horace macht sich "Thorax" an die Arbeit, mit einem neuartigen Gift (das "Gift" wird mit einer Art futuristischer Strahlenkanone verschossen und löst die Ameisen in einer blauen Welle auf, also wie das funktionieren soll würde ich gern mal wissen...). Es scheint auch so als wenn man den Kampf gewinnen würde, nur Bill scheint bei der Aktion einen an der Waffel bekommen zu haben. Sein Gesicht zuckt ab und zu rum und er wirkt irgendwie abwesend. Was keiner weiß: Eine von den Ameisen ist in seinen Schutzanzug gekrochen und dann in sein Ohr, und knabbert nun ab und zu gar fröhliglich an seinen Nerven herum. Außerdem sehen er und Horace bei der Ameisenbekämpfung dass die Viecher gar seltsame Formationen annehmen und stehende, sich schlangenartig bewegende Gebilde aus sich schaffen. Richtig glauben will die Story natürlich zunächst keiner. Scheint auch vorerst schnuppe, hat man den Kampf doch scheinbar gewonnen... scheinbar. Denn mitten in das Siegesbesäufnis kommt die Nachricht "They ´re back".

    Es wird immer seltsamer. Verschiedene Ameisenstämme vereinen sich, statt sich wie sonst gegenseitig zu bekämpfen, sie bilden geradezu Wellen und Schläuche, die von ihnen freigefressenen Gelände weisen geometrische Muster auf. Die Ex von Horace, die sich auf den Schutz und die Erforschung von Insekten spezialisiert hat (weshalb sie von seinem Hobby verständlicherweise wenig hält), wird kurzerhand eingeflogen (und ja, natürlich entsteht hier die obligatorische Liebesgeschichte, allerdings ohne Alibi-Sexszene), hat aber auch keine Erklärung für das alles parat. Als die Ameisen dann anfangen eine Geisel zu nehmen, Bildsprache zu verwenden und über den Besitz der Insel zu verhandeln, dämmert dem geneigten Scheißfilmfreund endgültig, dass der blaue Blitz vom Anfang wohl etwas damit zu tun haben könnte...

    Tja, schade. Am Anfang ist das durchaus unterhaltsam, wenn auch komplett unblutig. Und dann kommt der Vorspann...

    Die Ameisen sehen auch zu keinem Zeitpunkt echt aus, gescheige denn die Gegenmaßnahmen. Da fuchteln zwei Vollidioten vom Militär mit ihren Flammenwerfern rum und brennen doof die Luft ab, aber als die Krabbelviecher anrücken schmeissen sie die Dinger weg und gehen stiften. Wozu dann bitte vorher der alberne Zirkus? Die blauen Wellen der Schädlingsbekämper erinnern mal wieder fatal an Playstation 2, die Gebilde der Ameisen ebenso. Die "Story" ist sowas von an den Haaren herbeigezogen (dieser Alien-Quatsch nervt mich ehrlich am meisten an dem Film), und was die Ameise da im Kopf von Bill nun genau veranstaltet weiß so ungefähr niemand, weil nichts von dem was Bill tut den Ameisen letztendlich weiterhilft. Mit etwas mehr Mut zum Grusel hätte man aus dem ganzen Dummfug trotz allem noch einen halbwegs akzeptablen Billigtierhorrorklopper machen können, aber so bleibt einem ein Film den man nirgendwo richtig einordnen kann. Für Science Fiction isser nicht originell genug (obwohl die Schublade wohl noch am besten passt), für Horror nicht blutig oder gruselig genug, für ´n zünftiges Creature Feature sehen die "Monster" zu scheiße aus, und für ´nen Thriller ist das Ding einfach zu langweilig und die Story zu großer Käse. Dazu spielen die Darsteller so hölzern wie Pinocchio mit Rost am Gelenk und die Dialoge sind von vorn bis hinten einfach nur strunzdämlich.

    Kann man trotzdem mal gucken... man kann es aber auch sein lassen...
     
  7. Dilbert

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    "Angriff der Killertomaten"

    Äääh... ja. Der Name sagt eigentlich schon alles. Genmanipulierte Tomaten fallen über die Menschen her und erobern so Amerika. Eine Spezialeinheit aus "Spezialisten" (übersetzt sinnlos unlustigen Vollidioten) soll die ganze Invasion aufhalten, unter anderem eine sowjetische übergelaufene, steroid-mampfende Sportlerin, ein Fallschirmspringer der die ganze Zeit seinen Fallschirm hinter sich herzieht und ein Typ in Taucherklamotten, der letztendlich in einem Zierspringbrunnenbecken seine Runden dreht. Dann hat auch noch der Pressesprecher des Präsidenten seine Finger im Spiel und ein Werbetexter und ein Chefredakteur, der eine Reporterin für die Story auf die Fersen des Pressesprechers schickt. Irgendwie scheint aber nichts zu helfen, stattdessen werden die Tomaten immer größer... und die "Gags" immer blöder.

    Der Film galt über Jahrzehnte als der schlechteste Film aller Zeiten (dann kam "Daniel, der Zauberer"). Ich bin beim gucken ehrlich gesagt zweimal beinahe eingenickt, es ist aber auch wirklich alles mies. Die Idee einer Horrorfilm-Parodie mit mörderischem Gemüse kann lustig sein, aber man kann sie auch komplett verhunzen so wie es hier passiert ist. Natürlich weiß ich, dass der Streifen absichtlich blöd sein soll und das Budjet wahrscheinlich so hoch war wie die Stromrechnung eines Buschmanns in der Kalahari-Wüste, aber auch gewollter Schwachsinn muss nicht so dermaßen langweilig inszeniert werden (z.B. "Die nackte Kanone" oder "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug", die sind genial). Hier zündet leider kaum ein Witz, vielleicht muss man sowas auch mit drei Leuten und zwei Kisten Bier gucken um es unterhaltsam zu finden.

    Was ich ja erstaunlich finde: Für die deutsche Synchro haben sich wirklich große Namen hergegeben, z.B. Arne Elsholtz (Tom Hanks, Steve Guttenberg), Norbert Gastell (Homer Simpson) und Nils Clausnitzer (Willi Tanner, Roger Moore in den James-Bond-Filmen).... Ruht in Frieden, alle drei.

    Von dem Machwerk gab es drei Fortsetzungen, also muss der Stuss irgendwo eine treue Fanbasis gehabt haben... aber die hat "Berlin Tag und Nacht" auch... ich frag mich nur gerade, was von beiden die schlechteren Drehbücher und Schauspieler hat.
     
  8. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    Wenn mir danach ist, könnte es die erste Scheißfilm-Tourstory geben. :)

    Nächste Woche Donnerstag geht´s los.

    SchleFaZ Tour Hamburg
     
    Chris1983 gefällt das.
  9. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    Achtung, das folgende ist eine Art Live-Kommentar zum Film, also völlig verspoilert!

    Hercules Reborn

    Leider fehlen bei meiner Aufnahme die ersten paar Minuten dieses Sandalenkrachers, aber was ich bisher so zusammenbekommen habe:

    Göttersohn Hercules (Wrestler John Morrison, bisherige Superkraft: Einem Armeeheini vor die Füße kotzen), ja in der Sage eigentlich Superheld, Kraftmeier vom Feinsten und Beschützer der Schwachen, hat Scheiße gebaut. Dem Suff verfallen, hat er wohl versehentlich den einen oder anderen Verwandten abgemurkst und eine Kneipenrechnung angehäuft, bei dem der Wirt für seinen Schuldendeckel eine Extra-Wand für die Striche anbauen ließ. Da kommt es wohl ganz recht, dass der Tyrann General Nikos von außerhalb die Herrscherfamilie bis auf die schöne Prinzessin (sieht sogar wirklich passabel aus) umgebracht hat, letzteres Schnuckelchen jetzt gefangenhält, und einige Sachen mit ihr veranstaltet, die den Straftatbestand der Vergewaltigung mehr als nur erfüllen (verdammte Arschgeige!).

    Des Herrschers treues Armeegefolge unter einem Arius sucht unterdessen unseren abgestürzten Helden, um ihm die Chance zu geben sich zu rehabilitieren und die Prinzessin zu befreien. Der liegt strunzenvoll inner Gosse und wird bei seinen "Ich bin Hercules"-Beteuerungen deshalb auch nicht so richtig ernstgenommen. So, und jetzt gucke ich mal weiter...

    Hercules ist wieder nüchtern (hoffentlich hat er geduscht) und kloppt jetzt ein paar von Nikos Häschern sein Schwert durch die Knochen, als diese gerade ein paar Gefangene töten wollen. Die Prinzessin würgt unterdessen ihren Wächter als der ihr Essen bringt, und ersticht dann dessen Kumpanen, der gucken will was sein Kollege so treibt. Braves Mädchen.

    Oh glaubt mir, ich habe Hercules gesehen. Er säuft sich mit Wein voll und kann kaum noch stehen... Warum aus dem tapferen Krieger, nachdem er sich Arius (geplanter Königs-Schwiegersohn) angeschlossen hat, jetzt mitten in der Wüste plötzlich wieder völlig sinnbefreit der alberne Schluckspecht wurde... ich weiß es nicht. Soll wohl lustig sein, scheitert aber grandios.

    Hercules rülpst... wie witzig. Und irgendso´n Arsch haut die Prinzessin um rauszukriegen wo Arius ist, und nimmt sie anschließend wieder gefangen. Sausack, dämlicher! Arius sechs-Mann-Armee rührt unterdessen in Hercules Vergangenheit herum und bringt ihn damit auf die Palme. Keine gute Idee, denn auch wenn der völlig hacke ist, kann er immer noch mit irgendwelchen Dusseln herumschmeißen.

    Irgendwie mag ich Nikos nicht. Erst vergewaltigte er die Prinzessin, jetzt versucht er sie davon zu überzeugen was er doch für ein toller König wäre, und bringt dazu ´ne Frau und ein Kind um, die der Prinzessin Unterschlupf gewährt haben. Sehr gnädig, der Herr. Immerhin hat man bei dem Streifen nicht an Kunstblut gespart (deshalb hat der Stuss wohl FSK 18). Damit das nicht noch mehr Leute erwischt, stimmt die Prinzessin (mies gespielter Zusammenbruch) notgedrungen zu Nikos zu helfen. Das ist aber auch ´n fieser Arsch...

    Arius Verbündeter stellt inzwischen fest, dass seine Frau und sein Sohn umgebracht worden sind, und sich Prinzessin Theodora wohl wieder in Nikos Gewalt befindet (noch ein hundsmiserabler Filmzusammenbruch).

    Hercules sitzt in der Wüste rum und sinniert über äääh... den Sinn. So seines Lebens und so. Arius versucht ihn an seine alten Heldentaten zu erinnern und so wieder zurückzuholen, aber Hercules hat irgendwie (trotz Nüchternheit) erstmal keinen Bock... Kommt dann aber letztendlich doch mit, sonst wäre der Filmtitel ja auch für´n Arsch. Gerade rechtzeitig, denn eine Truppe von Nikos Soldaten greift jetzt an (und ´ne dusselige Möwe klatscht an mein Wohnzimmerfenster und hat jetzt wahrscheinlich ziemliches Koppweh) und subtrahiert teilweise die eh schon nicht gerade riesige Gefolgschaft von Arius. Schade für sie, dass Hercules gerade ausnahmsweise mal nicht strunzenvoll ist. Nur einer überlebt und geht dann gleich mal bei Nikos petzen (gäbe auf dem Schulhof jetzt Klassenkeile, feiger Hund!). Letzterer ist eher semibegeistert von der Auferstehung des trunkenen Helden, nimmt das Gerede von wegen "Halbgott" aber nicht so wirklich ernst. Selber Schuld, Depp!

    Also ganz ehrlich, wenn es für die Torwachenüberrumpelungsaktion von Arius Bande da nicht mindestens den Oscar gibt, verstehe ich die Welt nicht mehr...

    Nikos Armee nährt sich jetzt unbewußt dem Rebellenunterschlupf (wer kann auch damit rechnen, ist ja nur das Haus in dem die Prinzessin vorhin versteckt wurde), und sucht nach Hercules... Da drin gibt es erstmal eine lautstarke Diskussion über das weitere Vorgehen (angesichts dessen dass es in der Bude keine Fensterscheiben gibt, und man die Streiterei wahrscheinlich noch bis Ankara hören kann, erscheint mir das nicht gerade klug... isses auch nicht. Hercules sieht keine andere Möglichkeit in den Palast zu gelangen, als sich zu ergeben (also früher konnte der doch mal mit ´nem kleinen Finger ganze Felsen rumschmeißen und Elefanten rückwärts laufen lassen, und da soll er jetzt nichtmal mehr ´ne alberne Holztür aufkriegen?). Egal... Die freiwillige Gefangennahme läuft, Arius sieht seine Geliebte in Nikos Fängen, und es gibt erstmal eine mittelmiese Heulerei bei der holden Maid. Der Mann der vorhin getöteten Familie zettelt unterdessen eine Revolte an... dem hören bei seinem "Kampf für die Freiheit"-Vortrag aber nur gut 13 unbewaffnete Leute zu, was das Ganze ansgesichts von Nikos Armee dann doch etwas albern erscheinen lässt.

    "Hercules, wir sind uns schonmal begegnet." - "Ich spreche nicht mit toten Männern." - "Ich bin nicht tot." - "Aber bald, das schwöre ich..." Wer sich diese Dialoge aus dem Hirn geschissen hat, verdient den Kreativitätsorden "Die goldene Sandale". Da die Synchro dann auch noch so liebevoll draufgelabert wurde dass selbst ein 70er-Jahre-Amateurporno dagegen noch als Emotionsgewitter durchgeht, und John Morrison die Mimik einer toten Bergziege locker unterbietet, wirkt das alles dann noch mal doppelt so albern.

    Oh, der Aufstand beginnt, jetzt mit 25 Leuten.

    So, jeeeetzt kommen wir zur Hintergrundgeschichte... boah, wat dramatisch. Hercules hat Nikos in der Vergangenheit das Mädel ausgespannt, welches sich in Hercules verliebte. Wie kann sie auch nur, bloß weil sie von ihrem Mann durchgehend misshandelt und verdömmelt wurde, und da dann einer kam um sie zu befreien. Aus Rache ließ Nikos eine Schamanin einen Zaubertrank brauen (Miraculix hätte dabei nie mitgemacht), der Hercules kurzzeitig in ein reissendes Monster verwandelt hat, weshalb der dann seine eigene Familie zermalmte. Ich hab ja immer gewußt, dass Nikos ´n Arsch ist, aber so ´ne dumme Sau..?

    Leider hat Nikos noch etwas von dem Zeug, und lässt das dem gefesselten Hercules jetzt eintrichtern. Der dreht nun erstmal am Rad, was für Arius und seinen Haufen nicht gut ist, werden sie doch mit ihm zurückgelassen. Dat Prinzesschen fängt sicherheitshalber mal wieder an zu flennen, irgendeinen Job muss sie in dem Film ja haben.

    Arius beantwortet für sie sclbst erstmal die Frage "Wie befreie ich einen Halbgott von seinen Dämonen?" mit "Ich hau ihm ´nen Morgenstern in die Plauze und lass ihn das Gift auskotzen." Brilliant!

    Die Revolte ist inzwischen in den Palast eingedrungen und auf 50 Mann angewachsen. Da die Wachen dabei nicht einmal ihr Schwert heben, und auch keinerlei Verstärkung eingetroffen ist, obwohl die Typen da etliche Minuten gebraucht haben um das Tor zu durchbrechen, scheint es mit deren Mannschaftsstärke oder der Treue zu Nikos nicht allzu weit her zu sein. Vielleicht sind die auch einfach nur strohdoof... Würde bei dem Film nicht wundern...

    Hercules ist wieder bei Sinnen (soweit er das in dem Streifen jemals war) und will nun Nikos an die Gurgel. Der feige Hund versteckt sich Bösewicht-Klischee-folgend hinter der Prinzessin, während das Volk weiter vorrückt. Dem 08/15-Drehbuch für Sandalenfilme folgend beginnt jetzt die monumentale Reblellenschlacht im Palasthof, während sich Herkules mit Nikos Co-Oberbösewicht haut und Arius mit Nikos kämpft (und erstmal verliert). Theodora darf mal wieder schreien und weinen, was Nikos dermassen auf den Zeiger geht dass er sie mit einer Backpfeife ins Land der Träume schickt.

    Tja hahaaa... Arius lebt noch, greift an und ... kriegt ´nen Tritt in den Arsch (und ja, das ist so wie ich es geschrieben habe), als er Theodora losbinden will. Hercules braucht unterdessen ´ne halbe Ewigkeit um Nikos ihm seinen Oberschergen zu besiegen, das hab ich aber von einem Halbgott auch schonmal schneller gesehen. Arius und Nikos kloppen sich derweil weiter im Palast, Theodora ist mal wieder kurzzeitig ausgeknockt. Hercules eilt vorerst nicht zur Hilfe, sondern lässt sich im Palasthof vom Volke feiern wie Erich Honecker von seinen Parteibrüdern nach seiner völlig demokratischen "Wiederwahl"... Arius braucht ja auch keine Hilfe, nur weil dem vorhin wahrscheinlich eine Niere durchstochen wurde, die Gedärme ziemlich hinüber sein dürften und er in den letzten fünf Minuten wohl um die 1,5 l Blut verloren hat...

    Gerade als Nikos Arius (schade dass es in dem Film keinen Persilion oder Viziras gibt) den finalen Stoß versetzen will, macht sich Theodora tatsächlich mal nützlich und haut dem Bösewicht einen Dolch in den Rücken (Dolchstoßlegende reloaded)... Das gibt für ihn aua aua und für sie mal wieder was an die Backen und ´nen technischen KO. Überhaupt sieht sie nach den zwei Ohrfeigen inzwischen aus wie John McLane am Ende vom ersten "Stirb Langsam"-Film, man kann es auch übertreiben...

    PRUST! Letzte Rettung Hercules. Der hat genug gefeiert und nimmt nun die Rübe von Nikos in den Handschraubstock, um ihm die besemmelte Denkmurmel zu zerquetschen. Ich hab selten so ein lächerliches Schurkenende gesehen.

    Arius und Theodora haben sich endlich wieder (auch wenn Arius normalerweise wahrscheinlich innerhalb von 20 Minuten verblutet wäre, aber hey, that´s Entertainment!). Arius wird König, Hercules (inzwischen aufgebügelt und wohl zum ersten mal seit 2 Jahren wieder gewaschen und mit frischen Klamotten) vom Volk rauschend gefeiert (also von den ca. 30 Leuten die die Revolte überlebt haben... Wozu brauchen die paar Popelköppe eigentlich ´nen König?!). Er lehnt das Angebot General zu werden ab und will lieber irgendwo ´ne neue Familie gründen... Wenn er die dann auch wieder abmurksen sollte haben wir ja vielleicht die Hoffnung auf ´ne Fortsetzung...

    NEEEEEEEEEEEEEEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN!!!! Bitte nicht!!!!
     
  10. Rupert

    Rupert Friends call me Loretta

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    Hab gerade den Titel gegoogled und festgestellt, dass ich diese Klopferei in der Arena zum Schluß schon mal gesehen habe.
    Ja, bodenloser Streifen - was ich sah, war nur schlecht.
     
  11. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    Hab gerade etwas geforscht, und... Tadaa - Asylum-Produktion. Ich hab´s geahnt...
     
  12. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    Achtung, Spoiler!

    Avengers Grimm

    Ich hab jetzt zehn Minuten dieses verfilmten Dachschadens hinter mir, und weiß schon kaum noch was das alles darstellen soll. Erst rennt ´ne Schnitte im schwatten Kleid durch die Botanik, dann gibt es einen lächerlichen Computerbrand an einer alten Bauruine zu "bewundern", dann labert die Schnitte, die Schneewittchen sein soll, in einen Spiegel während draußen Kämpfe toben die keiner sehen kann, keine zwokommadrei Sekunden später kommen Rumpelstielzchen und seine "Armee" (die irgendwie nur aus einem schlecht rasierten Eierkopp besteht der den blöden... ääh... bösen Wolf darstellen soll) und schmeißt ihr einen Sack mit einem alten Kohlkopp drin vor die Füße, aus dem eine Krone kullert, und dann will Rumpelstielzchen mit Schneewittchens Hilfe kein Kind machen (was noch halbwegs verständlich wäre) oder klauen, sondern gleich ´ne komplette andere Dimension erobern in die man durch den Zauberspiegel kommt. Da Schneewittchen aber aus ihren Händen Eiszapfen wachsen lassen kann (ähm... also in meiner Erinnerung hat die bei den sieben Zwergen gewohnt, bis sie sich an ´nem Bioapfel verschluckt hat, und vom Prinzen in einem Glassarg weggekarrt wurde...) schafft sie es Rumpelstielzchen zu äääh... überrumpeln (höhö) und sich mit ihm zusammen durch den Spiegel zu befördern.

    Kurz danach kommen vier andere Schicksen angelatscht, von denen man erstmal nur Rapunzel wegen der langen Matte und Rotkäppchen wegen des Samtbademantels in eben der Farbe identifizieren kann. Letztere meint, dass wenn man Rumpelstielzchen tötet, der Wolf weiterlebt (ja mei, dann bring den doch gleich mit um), und zofft sich deshalb sinnbefreit mit einer Else mit lila Haaren, keine Ahnung wer das nun sein soll. Dornröschen? Aschenputtel? Schneeweißchen und Rosenrot nach ´nem Unfall bei Friseur? Frau Högenbröller vom schlosseigenen Souveniershop?

    Ich werde es wohl gleich erfahren... aber es macht mir irgenwie Angst...

    Also die Tante im weißen Kleid hat irgenwo wohl was mit Hasen zu tun gehabt, dem Gebiss nach zu urteilen. Gibt es ein Märchen mit Hasen?

    Der Wolf hat angegriffen und jetzt sind alle in der anderen Dimension, aus Kostengründen unsere. Rotkäppchen wird verletzt und verfolgt den Wolf. Die drei anderen Mädels werden von zwei Polizisten entdeckt, die sofort fordern "Runter auf den Boden!" Angesichts der Bekleidung und des dämlichen Gesichtsausdrucks der Damen kein abwegiger Gedanke, aber er könnte zumindest mal vorher nach dem Namen fragen... geiler Bock.

    PRUUUUST! Schneewittchen hat innerhalb von zwei Minuten autofahren und hellsehen gelernt, und sich nebenbei noch ´nen roten Luxussportwagen angeschafft. Ich schmeiß mich wech...

    Rotkäppchen folgt dem Wolf in die Kneipe vom Eisenhans, wird von dessen Schergen angepöbelt und fängt dann an in schlechtester Jackie Chan-Manier den Laden aufzumischen. Eisenhans? Rotkäppchen als Kung-Fu-Schnitte? WAAAAAAS?! Und Rumpelstielzchen ist jetzt Bürgermeister und hält sich einen gut aussehenden Sabbelroboter als Sekretärin (die bewegt sich so künstlich dass da mal ein Batteriewechsel fällig wäre... oder ist als Schauspielerin einfach hundsmiserabel... oder beides...)

    Ooookay, äh... also Rumpelstielzchen hat die Stadt unter seine Kontrolle gebracht, macht jeden der versagt zu einem willenlosen Zombie und ist überhaupt ein fieser Arsch. Die Polente arbeitet jetzt für ihn, ist auf der Suche nach den Mädels und ich weiß immer noch nicht wer die beiden anderen da bei Rapunzel sein sollen. Außerdem hat Rotkäppchen einen Teil von dem magischen Spiegel bei sich, der das Tor zwischen den Dimensionen wieder öffnen könnte, und so langsam weiß ich jetzt auch wieder warum das alles gestern nur mit zugedröhnter Denkmurmel zu ertragen war. Diese Schmerzen...

    Also wenn ich mich recht erinnere war Rapunzel die Absaufelse auf der Titanic II... Nee, doch nicht.

    Aha, also Dornröschen kann Leute per Handbewegung zum schlafen bringen. Eisenhans ist ein riesiger Dämlack mit Knitterfresse. Und seine Mannschaft schießt mit ihren Maschinengewehren schlechter als die Bösewichte in den Rambo-Filmen.

    Ich versuche jetzt am besten gar nicht mehr mitzukommen. Gerade hat eines der Mädels einen Vorhang aus Bauplane in einen Zaun verwandelt, um die willenlosen Zombies von Rumpelstielzchen aufzuhalten. Und Rotkäppchen wird verhaftet, kann aber einen Zellenschlüssel aus ihrem Mund zaubern. Und ich muss dringend ein Kissen auf den Tisch legen, damit es nicht ganz so scheppert wenn ich gleich mit dem Kopf draufhaue...

    Eisenhans guckt übrigens wie der Terminator mit defekter Festplatte.

    Das ist jetzt also ääh.. ja... Oder lieber... nee... Äääh... Rumpelstielzchen hat Eisenhans in Eisen verwandelt und damit kugelsicher gemacht (übersetzt: Der Schauspieler wurde einmal in Ganzkörperglitzertunke getaucht und erinnert etwas an das "Stardust"-Gimmick vonner WWE). Bei einer Schlägerei mit ihm wird Rapunzel ausgeknockt und entführt, und der böse Wolf und Rotkäppchen können sich immer noch nicht sonderlich leiden. Mein Hirn erleidet so langsam so etwas wie einen Ermüdungsbruch (und ich dachte immer, sowas können nur Sportler bekommen wenn ihre Knochen den Strapazen einfach nicht mehr gewachsen sind... Man lernt halt nie aus). Wer die vierte Prinzessin im Bunde sein soll weiß man aus dem Film heraus immer noch nicht, meine Recherchen haben aber ergeben dass das wohl Aschenputtel / Cinderella sein soll. Schmeißt die nachher noch mit Glasschuhen? Ich weiß es nicht... und weiß auch nicht ob ich das überhaupt wissen will...

    Die Sekretärin vom Rumpelstielzchen ist definitiv die grottenübelste Schauspielerin auf diesem Planeten.

    Vorsicht, Endlossatz vorraus!

    Also die Mädels sind gerade ins Rathaus eingebrochen, nachdem sie die Sekretärin mittels Bud-Spencer-Ohrschelle aus dem Bann von Rumpelstielzchen befreit haben. Dann hauen sie ab (nachdem sie Eisenhans per Fußbodenvereisung aus dem Penthouse abstürzen ließen... also der hatte ungefähr 2 km/h drauf, wie man mit dem Tempo ungewollt ´ne Wand durchschlagen soll, ist mir irgendwie schleierhaft), sehen dass Rotkäppchen inzwischen zu einem von Rumpelkopps Zombies wurde, die dazu auch noch mit der magischen Spiegelscherbe abgehauen ist, nachdem sie Dornröschen überrumpelt hat, die sich durch fehlerhafte Spiegelnutzung selbst ausknockte, und nun beschließen sie ins Rathaus einzudringen, aus dem sie gerade gekommen sind, um die finale Schlacht zu schlagen.

    Der Asylum-Thor war ein wahres Meisterwerk an Logik und filmischer Finesse dagegen... Und wer den gesehen hat, der weiß was das bedeutet...

    Wieso ist Hans denn jetzt wieder oben, der ist doch gerade 30 Stockwerke tief auf die Straße geballert? Ach, ich geb´s auf... Sehr geile Idee auch ihn beim gehen quietschen zu lassen. Für alles hat der Bürgermeister Geld, aber dem armen Blechheini mal ´n paar Tropfen Öl spendieren ist wohl nicht drin.

    Um Gottes Willen, jetzt hat der Rumpelarsch da das Tor zu seiner alten Dimension geöffnet und läßt seine Armee einwandern. Das sieht dann so aus als hätte man Reststatisten vom "Herr Der Ringe"-Casting aus dem Pappkarton geholt, und ihnen mit ´nem Wattebäuschen alten Grillkohlestaub auf die Augen gematscht.

    Ein entzombieter Polizist ruft unterdessen zum Widerstand auf. Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht...

    Jetzt kloppt sich Cinderella in einer Restkulisse von Terminator II mit Zombiekäppchen... Außerdem brennt es sinnlos in der Stadt. Rapunzel klimpert unterdessen Eisenhans mit warmen Augen und Gejammer aus Rumpelstielzchens Bann, welcher daraufhin die Seiten wechselt. Hätte der große böse Mann ihm doch mal Öl spendieren sollen.

    Der hat inzwischen Dornröschen und Schneewittchen in seine Gewalt gebracht. Eisenhans zerstört allerdings das Portal und sich selbst indem der das Gebäude zu Klump haut. Dem Oberschurken ist das schnuppe, er begrabbelt lieber Schneewittchen. Gut, verständlich... Auch wenn die da weniger Spaß dran hat und versucht ihm per Eiszapfenstich abzumurksen. Was nicht funktioniert. Rotkäppchen wurde allerdings wieder von ihrer Gehirnwäsche (was es auch immer da zu waschen gab) befreit und ist nun wieder bei den blöden... äääh guten.

    Am Ende ist der Spiegel zerdeppert, Rumpelpumpel hat sich im Dimensionsportal zerbröselt, ein Haufen planloser entzauberter Märchenlandbewohner eiern orientierungslos durch die Straßen von L.A., und die Mädels beschließen dann eben hier zu bleiben und für Gerechtigkeit zu kämpfen.

    Und wenn sie nicht gestorben sind, dann fickt sie jetzt der Froschkönig... (Tschulligung...)

    Was fällt einem dazu noch ein? Nicht mehr viel. Ich hab nun schon versucht nur die wirklich dusseligsten Stellen rauszupicken und der "Handlung" damit zu folgen, aber das ist so als wolle man sämtliche Logiklöcher und miesen Szenen der alten Gamera-Reihe auf einen Bierdeckel schreiben. Ein paar halbwegs hübsche Schnallen stümpern sich durch einen komplett sinnlosen Streifen, Casper van Dien (Starship Troopers) spielt Rumpelstielzchen (der war doch eigentlich ein kleiner Zwerg und kein gelecktes 1,80m-Model mit Perlweißgrinsen) so motiviert wie Lionel Messi in einem Testspiel gegen Wedar-Wiedenbrück. Die Schauspielerinnen der Heldenmädels sind so unbekannt, dass es nicht zu einer einzigen davon einen Wikipedia-Eintrag gibt.. und so wie die da spielen werden die wohl auch weiterhin bei Asylum die Fenster putzen dürfen wenn sie nicht gerade für irgendwelche Stümperrollen gebraucht werden. Dazu kann Dornröschen so ungefähr gar nichts, was soll da die Avenger-Superkraft sein? Doof gucken, Spiegel falschrum halten, danebenstehen wenn die anderen verkloppt werden? Ach ja, sie kann ja Leute schlafen lassen.

    Das kann der Drehbuchautor dieses Scheißfilms aber auch...

    Fazit: Wären die Brüger Grimm noch am Leben, würden sie wahrscheinlich den Macher dieses Billigschunds mit tonnenweise Klagen überschütten. Rotkäppchen als Rächerin, die den bösen Wolf killen will weil der ihre Familie umgebracht hat? Der Wolf wurde doch mit ihrer Hilfe vom Jäger abgemurkst, nachdem er sie am Stück verschluckt hat und sich deshalb nicht mehr bewegen konnte. Und Schneewittchen kann Sachen einfrieren? Die konnte doch gerade mal Zwergenwäsche aus dem Trockner holen und den Wichteln das Mittagessen kochen (mussten ja nur kleine Portionen sein...). Rapunzel die Haare beim Kampf schwingen zu lassen macht zugegebenermaßen zumindest etwas Sinn, schließlich war die Matte ja stabil genug um daran einen Prinzen hochklettern zu lassen. Wieso Aschenputtel allerdings Plane in Maschendrahtzaun (...in the morning... *sing) verwandeln kann... Öhm...

    Liebes Asylum-Team, ihr habt mir mit eurem Schwachsinn schon einige heitere Stunden eingebracht, und ab und zu konnte man wirklich denken, ihr hättet selber Spaß an dem billigen bekloppten Dummfug, den ihr da verbrecht (Sharknado, Mega Piranha). Dieser Stuß hier geht aber in die Sparte "lieblos hingeschissener Hirntod". Nicht mehr machen, bitte.
     
  13. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    "Samurai Cop"

    Ääääh....

    Was zum Geier soll das denn gerade gewesen sein? Irgendein völlig verstrahlter iranischer Bumsbudenregisseur plündert sein Sparschwein, geht damit zum Wechselschalter, bekommt so ungefähr 25 Dollar und ein Flugticket gratis dazu wenn er verspricht nie wieder zurückzukommen, und setzt dann in die USA über um sein Antitalent dort auf Zelluloid zu kurbeln. Dann geht er vier Wochen Pfandflaschen sammeln bis er 50 Dollar zusammenhat, und dreht damit einen Actionkracher der so aussieht als hätten die ursprünglichen 25 auch gereicht...

    Die Story... Ein als Polizist völlig minderbegabter Billigninjaverschnitt der glaubt ein Samurai zu sein, wird von San Diego nach LA versetzt um die dortige japanische Drogenmafia unter Führung von Schnauzbart Tunichtgut zur Strecke zu bringen. Während man also in San Diego wahrscheinlich die komplette Drogenfahdung in zwei Tage Betriebsferien entlässt um zu feiern dass man den erstmal los ist, kriegt er einen dunkelhäutigen Kräuselkopp als Partner an die Seite gestellt, mit dem er dann ganz doll lustige Sprüche reißen darf. Außerdem legt er schon am ersten Tag seines Dienstes die blonde Dezernatsmatratze flach, reife Leistung. Nachdem vier Drogenkuriere von Schnauzbart Tunichtgut, der ganz nebenbei noch im Krieg mit der Chinamafia steht (was im Verlauf des Films allerdings keinerlei Sinn mehr macht) sterben bzw. einer davon im Krankenhaus landet, ist der Typ natürlich stinkig und will die beiden Witzbolde ausgeschaltet wissen. Der Rest ist dann frei von der Leber weg zusammengelöteter Komplettschwachsinn aus schlechten Sexszenen und noch mieserer Action, bis es zum Finale Grande zwischen dem Samurai-Cop und dem Samurai aus Tunichtguts Wachmannschaft kommt (der Gangsterboss hat schon lange Zeit vorher den Löffel weggelegt, einfach weil er doof ist / war und komischerweise noch 3/4 seiner Leibgarde gerade nicht um sich hatte).


    So... Also die Polizisten schießen mit Revolvern die man NIE nachladen muss, da reicht dann eine Sechsertrommel auch mal für fünf Minuten wilde Ballerei aus. Im Gegensatz zu den Poliistenrevolvern muss die rothaarige Bettgefährtin und Freizeitkillerin des Samurai Endgegners allerdings bei ihrem Maschinengewehr mit ´nem wohl 50er Magazin schon nach fünf Schüssen die Ballerdose wechseln. Ein Auto fährt gegen einen Stein und explodiert (Warum?... Ääääh ja, fragt doch mal bei Supersonic Man nach, da explodierte ein Auto weil es einen Grashügel hinuntergefahren ist), ein Typ der nie ausgestiegen ist liegt NUR an den Beinen brennend in der Botanik rum, wird auch genau so gelöscht, und hat dann im Krankenhaus auf einmal verbrannte Lippen und die Rübe in Komplettmull gewickelt (hamse den nochmal angezündet damit die Vernarbung regelmäßiger wird?). Die Reviermatratze bietet mitten im Einsatz ihrem Partner an mit ihm schnell ins Gebüsch zu verschwinden (nachdem sie den anderen für sich für Abends eingeladen hat und den Samurai ja schon abgehakt hat)... das nenne ich mal Arbeistmoral. Ein Gangster sitzt im Fotolabor (oder was das sein sollte) bei der Empfangsdame auf dem Tisch um sie zu bewachen, und sieht dann seelenruhig zu wie diese den Alarmknopf drückt. Dadurch fängt es oben an schrill zu bimmeln wie die alte Schulglocke meiner Grundschule, was die Killer allerdings nicht hören können / sollen / wollen. Überhaupt sind diese Gangster totaler Ausschuss...

    Es greifen zwei Leute an, beide von der gleichen Seite ungefähr einen Meter hinteranander hinter Bäumen stehend. Und deutlich sichtbar. Kollege Knallkoppstatist schnappt sich seine Pistole, schießt erst meilenweit nach links und anschließend soweit nach rechts als wolle er im Fußballstadion vom Mittelkreis aus zwei Eckfahren abknallen. Auf wen oder was zum Deibel hat der da geschossen? Die Bösewichte wollen unseren Helden und seine frisch angelachte Pimperschnitte bei ihm zuhause ausschalten, und lassen beide dann durch die Haustür entkommen (die muss man natürlich nicht bewachen...). Ganz abgesehen davon tragen sämtliche Personen fast den ganzen "Film" über die gleichen Klamotten, und dunkel wird es auch nicht weil laut Olli Kalkofes Recherchen einfach keine Kohle für ein Nachtdrehequipment da war. Da zudem einige Szenen noch nach Drehschluß nachgedreht werden mussten, der Haupt (Höhö, Wortspiel)-Darsteller sie eben das Haupt aber vorher rasieren ließ da er den Kackstreifen schon abgehakt hatte, durfte die arme Sau dann den halben Film mit einer Perücke aus dem Karnevalsversand Köln-Kalk rumhampeln (ob der jetzt Köln Kalk-Verbot hat?), welche ihm bei einer köstlich verkackten Kampfszene dann auch noch von der Rübe rutscht. Im Krankenhaus haut das Schurkenpärchen dem verbrannten Mullschädel ebenjenen vom Hals, woraufhin Alarm ausgelöst wird. Die rote Zora wird sogar von einem Pfleger erkannt und verfolgt, kann aber gemütlich in den Fahrtuhl latschen ohne weiter behelligt zu werden... und ja, sie können natürlich das Krankenhaus durch den Vordereingang verlassen... Der Typ mit den Verbrennungen lag übrigens als die Polizisten ihn befragen wollten ganz ruhig da, nachdem die Schwester ihm irgendein Medikament gegeben hat ist er in der nächsten Szene dann allerdings vor Schmerzen stöhnend und wimmernd zu sehen. Findet den Fehler.

    Ach sorry, der ganze Film ist ja einer... Weshalb ich hier noch seitenlang weitertippen könnte. Die Bullereibumsella nimmt ´ne heiße Pfanne vom Herd und will sie in den Kühlschrank stellen (Was zum...???), das Polizeirevier sieht aus wie der Warteraum vom Jobcenter Wolfenbüttel, die Bullen haben weder Sirene noch Blaulicht für irgendwelche Verfolgungsfahrten, der böse Samurai schafft es mit seiner Maschinenpistole mit 100 Schuss 80mal dieselbe Autoscheibe zu treffen (kleines Hecktürfenster wohlgemerkt), aber keinen der beiden Helden, der Polizeichef will den Samurai am liebsten schon am ersten Arbeitstag wieder rausschmeißen, obwohl er da noch gar nichts falsch gemacht hatte. Dienstmarken oder sowas gibt es nur für Frauen, die Bullen, die ja etwas verdeckt ermitteln sollen spazieren einfach mal zu einem Gangsteressen, stellen sich da noch vor und reißen die Klappe auf, der Schurken-Samurai erhält deutlich zu verstehen die Botschaft "Sie ist mit dem Cop mitgegangen" und gibt diese dann an seinen Chef weiter der nur zweieinhalb Meter bei völliger Stille danebensteht...

    Und so weiter...

    Ein Film, so unglaublich, dass man ihn irgendwann mal gesehen haben muss... oder zumindest mal zehn Minuten davon, damit man sich sicher ist, dass dieses Machwerk tatsächlich mal gedreht wurde.
     
  14. Jonas Philipps

    Jonas Philipps New Member

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    Dieser Thread ist Gold wert ;-)
    Wir haben früher immer Blöde-Filme-Abende gemacht, bei dem wir bewusst schlechte, total blödsinnige Filme geschaut haben.
    Unser Motto war dabei immer: "Ich halt´s nicht mehr aus. Lass uns Helge Schneider anschauen, damit wir das Niveau wieder etwas anheben" ;-)

    Wenn das nächstes Mal stattfindet, ahbe ich nun ja breite Auswahl für meinen Beitrag ;-)

    Ein paar "Highlights":
    Schande des Dschungels
    Guesthouse Paradiso
    Dei Mudder sei Gesicht inkl. allen Fortsetzungen
    MA2412
     
  15. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    Demnächst in diesem Theater:

    "Batman hält die Welt in Atem" :hail:
     
  16. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    Liiiebe Gemeinde,

    inzwischen bin ich dann auch mal dazu gekommen, den letzten SchleFaZ der Sommerstaffel zu ääh.. genießen. Okay, ich bin dabei zweimal kurz eingeknickt, aber das wichtigste müsste ich zusammenkriegen.

    "Star Crash - Sterne im Duell"

    Als erstes eiert ein Raumschiff, das mir sehr nach Lego-Bausatz aussieht, vor einer Fototapete herum welche man mit roten, gelben und blauen "Sternen" (bunte LEDs einer billigen Lichterkette von Omas Weihnachtsbaum) und einem grünen Mond versehen hat. Allein schon bei dem Bild (und den dazugehörigen Blubber- Eier- Pieps-Soundeffekten) senkt sich der Kopf verdächtig in Richtung Tischplatte. Danach latschen irgendwelche Typen mit obskuren Helmen aus dem Calimero-Versand sinnbefreit durch weiße Gänge, was wegen ihres Watschelschritts aussieht als hätte Kermit der Frosch zwölf Büchsen Faxe intus. Das Lego-Raumschiff wird dann von roten Glühwurmchen und Hubba-Bubba-Blasen "angegriffen", die eigentlich erstmal nichts machen als da rumzusegeln, aber damit wie auch immer nach und nach die Besatzung des Lego-Schiffs dahinraffen. Einige Überlebende schaffen es gerade noch sich mit Rettungsbooten... äääh... -Kapseln zu äähm, retten und verteilen sich so über die umliegende Planetenlandschaft,während das Hauptschiff in die Spielzeugkiste... ääh, ins Verderben stürzt und dann warum auch immer explodiert.

    Szenenwechsel: Die Schmuggler Stella Star (sehr hübsch und irgendwie der einzige Grund sich das bis zum Ende anzutun: Caroline Munro) und Akton (Rübennase mit gruseligem Lockentoupet: Marjoe Gortner) flüchten mit ihrem Schiff vor der Weltraumpolizei, bestehend aus dem grünen Glatzkopp Thor, der irgendwie aussieht als wäre er aus einem Alien-Set von Louis de Funes gefallen, und Elle, einem "Roboter" der sein Outfit scheinbar aus der Mottenkiste von "Die Ritter der Kokosnuss" geklaut und dann schwarz überlakiert hat. Trotz irgendwelchem Blödsinn wie Hyperraumsprüngen usw. (was aussieht als hätte man bei einem C=64 einen Systemabsturz verursacht bei dem Gepixel) können sie gefasst werden, und so wird Stella zu lebenslanger Zwangsarbeit und Akton zu Knast verurteilt. Stella werden zudem die Klamotten geklaut, weshalb sie jetzt eine Weile nur in knapper Lederunterwäsche herumlaufen darf. Es gibt schlimmere Aussichten, aber Sinn macht es trotzdem nicht.

    Stella kann kurzzeitig flitzen, wird aber doch wieder eingefangen. Der Oberchef, genannt Imperator (ein Luschenkopp der labert wie ein halb komatöser Märchenonkel für Dreijährige auf Valium), begnadigt die beiden allerdings, wenn sie dafür versprechen seinen Sohn Simon zu retten, der in einer der Lego-Rettungskapseln vom Hauptschiff zu Beginn flüchten konnte. Dafür sollen sie jetzt mit Thor und Elle gemeinsame Sache machen. Akon kann nicht nur gut riechen sondern auch ganz lustige Licher über seiner Hand tanzen lassen, aus denen er irgendwelche Erkenntnisse zieht. Wie und warum bleibt uns allen verborgen, aber es ist immerhin hübsch bunt. Auf ihrer Suche nach der richtigen Rettungskapsel müssen Stella und Elle, die sich dabei anfreunden, sich mit irgendwelchen Amazonen und Steinzeitmenschen herumschlagen, sowie mit deren teils mehrere Meter hohen Blechkumpanen (irgendwie hab ich mich dabei an den ersten "Planet der Affen"-Film mit der Freiheitsstatue am Ende erinnert gefühlt). Außerdem ist Thor ´ne grüne Verrätersau und versucht Akton zu erschlagen sowie Stella und Elle (Elle ist übrigens mit männlicher Stimme ausgestattet, was irgendwie nicht so recht zum Namen passen will) auf einem Eisplaneten erfrieren zu lassen. Akton ist man aber gar nicht so tot wie er geglaubt hat, weshalb nicht nur Thors Plan, sondern auch sein Herz in die Hose gehen, bevor er für immer abtritt.

    Tatsächlich kann Simon gefunden und gerettet werden, und nun haben wir mit David Hasselhoff einen Ersatz-Lockenkopp für Akton, der dann nach einem mickrigen Schwertratscher am Oberarm seinen letzten dramatischen Furz ablassen und sich anschließend auflösen darf.

    Es kommt also zur finalen Schlacht zwischen den Kriegern des Imperators und von Graf Zarth Arn (auf dessen teuflichem Genie die Hubba-Bubba-Wunderwaffe vom Beginn basiert). Letzterer residiert auf einem anderen Lego-Raumschiff, das wie eine riesige Hand aussieht (und noch mehr nach Lego als die Klötzchengurke vom Anfang). Der hat selbige Waffe auf einem eigenen Stern aufgebaut, und droht damit des Imperators Reich zu vernichten wenn man sich ihm nicht unterwerfen sollte. Hmm... Megawaffe auf einem Todesstern, das haben die bestimmt irgendwo geklaut, ich weiß aber jetzt nicht genau wo... Aber in dem Film war glaube ich der Imperator der Bösewicht... ach, auch wurscht. Letztendlich scheint es nur einen Ausweg zu geben: Stella und Elle müssen die "Schwimmende Stadt" mit dem Raumschiff des Grafen kollidieren lassen...

    Ja, genau, "Schwimmende Stadt". Im Weltraum, so ohne Wasser und so... Und auch ansonsten ist das alles ein absoluter Megamumpitz! So wird nach der Rettungskapsel von Simon gesucht, und Akton guckt eine Weile in bunte Flimmerlinien über seiner Hand. Danach sagt er, dass eine Kapsel auf einem unentdeckten Planeten liegen würde, der aber komischerweise einen Namen hat, und von dem Akton auch weiß wo der ist. What the f...?! Die Weltraumschlachten sind an tricktechnischer Armut kaum zu überbieten. Die Raumschiffe der Amazonen (laufen noch in Leopardenfell-Bikinis herum, haben aber Raumschiffe.... HÄÄÄ?! Okay, vielleicht bei ... Kihi... Amazon bestellt... Ja, haut mich, der Kalauer war so blöd wie der Film) sehen aus wie mit Flügeln versehene Pfefferminz-Schokolinsen, während die goldfarbenen Schiffe des Imperators teilweise eine gewisse Ähnlichkeit mit falsch zusammengelöteten Blechblasinstumenten haben. Außerdem hat man in bester "Kampfstern Galactica"-Manier nur ca. acht Raumkampfszenen gedreht und wiederholt diese dann in zufälliger Reihenfolge.

    Dann schießt der Imperator mit Torpedos auf das Schiff des Grafen, welche durch die Fenster krachen und jeweils zwei Krieger beinhalten. Also abgesehen davon dass es weitaus sinnvoller wäre Torpedos mit gewisser Sprengkraft statt mit menschlichem Kanonenfutter zu benutzen... Fenster schrott, Loch in Außenhülle, Sog, Vakuum, Luft weg, alle tot? Nö... Die "Schwimmende Stadt" wird vor dem Himmelfahrtskommando noch schnell evakuiert. Dementsprechend können da ungefähr sieben Leute drin gewohnt haben, die Evakuierung ist jedenfalls nach fünf Minuten abgeschlossen. Und am Ende verlieben sich auch noch Stella und Simon ineinander, dass der Kollege Akton da sein Leben lassen musste, scheint seine Freundin also nicht so wirklich zu interessieren. (Abgesehen davon ist die hübsche Dame an Hasselhoff wirklich verschwendet...)

    Wer Spaß am billigen Blödsinn hat, macht mit diesem Humbug nichts verkehrt. Wer auch nur einen Funken Wert auf Sinnhaftigkeit, nachvollziehbare Handlung und einen Hauch von Realismus legt: Finger weg!
     
  17. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    "Alien Tornado"

    Ich hab in den letzten Monaten ja schon sehr viel seltsamen Schwachsinn gesehen. Es gibt aber anscheinend noch Leute, die dem ganzen immer noch einen draufsetzen können.

    Farmerstochter Kelly freut sich, hat sie doch die Zusage vom College erhalten. Das muss sie ihrem Dad natürlich sofort stecken, dem scheint das aber erstmal völlig schnuppe zu sein, kümmert er sich doch lieber um seinen hochschwangeren Gaul im Stall, und kann mit den ganzen modernen Gedanken seines Nachwuchses nicht so recht anfreunden. Außerdem ist vor einiger Zeit bei einem Sturm ein Teil der Farm zu Bruch gegangen, und weil das anscheinend irgendwelche mit rostigen Nägeln und altem Kaugummi zusammengeklöterten Krumpelhütten waren, weigerte sich die Versicherung zu zahlen. Deshalb musste Mamas Erbe dafür herhalten, was eigentlich für die Finanzierung von Töchterchens Ausbildung gedacht war. Kelly is not amused, zumal zwischenzeitlich auch noch ein lächerlicher CGI-Tornado mit blauen Lichtern drin über der Farm auftaucht, und ganz schlimme Schäden anrichtet... also eigentlich ist da gar nichts kaputtgegangen, aber wurscht.

    Papa Judd macht das was jeder in seiner Situation machen würde: Er lädt den Dorfsheriff Norm "the overacting Blubberkopp" Mackey in seinem Wohnzimmer auf´n Bier ein. Saufen im Dienst? Da ist Norm dabei.

    Inzwischen ruft die alberne Zappeltrulla Denise bei der Wetterexpertin Gail Curtis (einziger erfreulicher Anblick im ganzen Streifen) an, und erzählt ihr von den von den Nachrichten totgeschwiegenen Tornados in der Kleinstadt am Gesäß der Welt. Die macht sich sogleich auf die Räder und lernt selbige Denise so richtig kennen. Die sieht ihre "Heldin" ankommen, setzt sich in ihr Bigmac-Friedhof-Mobil (also normalerweise fahren mit solchen Elektroeinsitzern gehbehinderte Rentner (Denise mag vielleicht 45 sein...) oder stinkfaule Touris auf Malle durch die Gegend), fährt zwölf Meter über die Straße, steigt von ihrem Gefährt und hüpft und jabbelt dann mit Gail herum wie ´n Kind auf´m Abenteuerspielplatz. AUA! Ansonsten spielt sie ihre Rolle als "lustige schrullige Dicke" auch völlig überzogen und nervt mit ihrem lauten Organ und ihren "schlauen" Sprüchen nur ganz übel herum. Ich darf aber an dieser Stelle verraten, dass sie so etwa nach der Hälfte des Films den Abflug macht, worüber keiner der sich dieses Machwerk ansieht wirklich traurig sein dürfte....

    Kelly ist inzwischen von Zuhause abgehauen, was Papa ganz schön doof findet. Irgendwie kommen dann alle irgendwann zusammen und untersuchen die komischen Tornados. Zudem tauchen auch noch ein paar mega-lächerliche Regierungssondereinheitsfritzen auf, die verhindern wollen dass irgendwas von all dem an die Außenwelt dringt. Als Judds Gaul im Stall dann auch noch ein deformiertes Fohlen auskackt und Kelly herausfindet dass sich in den Tornados irgendwelche seltsamen Signale verstecken, die die Tornados aufhalten wenn man sie zurücksendet, gerät endgültig alles durcheinander, und ehrlich gesagt will dann auch schon wirklich niemand mehr wissen was der ganze Dreck überhaupt soll...

    Außerirdische Vorwerk-Vertreter saugen sich die Deppen von der Erde, warum weiß keiner. Kelly haut von zuhause ab weil sie zum College will, und lässt dabei ihr Laptop zuhause und schmeißt (nachdem der Bus von einem Tornado "angegriffen" wurde) ihr Handy wegen eines einfachen Funbklochs weg (´ne halbe Minute später klingelt das Ding dann...), wird von den FBI-Dödeln geschnappt und flüchtet mit dem alten "Ich muss mal pullern"-Trick (AUA AUA AUA!!!), die "gehbehinderte" Denise ist besser zu Fuß als der schnarchige Dorfbulle, alle sind total bescheuert, und irgendwelchen Sinn macht hier schonmal gar nichts.

    Erst recht nicht das Ende. Nachdem die Aliens bzw. deren Tornados "besiegt" sind (wie die das gemacht haben weiß ich wegen Schutzhirnabschaltung im Endstadium nicht mehr, aber irgendwie haben da noch ein lächerlicher Aushilfs-Columbo vonnem Fernsehsender und ein Computerfreak-Liliputaner was zu beigetragen), fahren Kelly, Judd und Ge... ääh Gail zur Farm zurück. Und warum auch immer sind dann Judd und Gail plötzlich ineinander verliebt. Das hat sich im Film über 89 Minuten ungefähr so abgezeichnet wie ein böses Ende in einem (würg!) Disney-Film... Übersetzt: Zwischen den beiden lief die ganze Zeit nicht einmal ein Blick in die Augen ab, geschweige denn Händchen halten oder angedeutete Zärtlichkeiten. Und dann steht die hübsche Gail auf einmal da auffer Veranda rum, sagt dass sie auf´m Land bleiben will und knutscht den alten Fusselkoppzausel mit der mottenzerfressenen Baseballkappe ab. Äh, WAS?!

    Wohl einer der wirklich dämlichsten Filme aus der Tele 5-Mumpitzgrabbelkiste. So schlecht, dass es schon nicht einmal mehr lustig ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21 Oktober 2017
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  18. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    "Hobgoblins"

    Es begab sich also zu der Zeit, in der Euer Rezensent sich gerade in der Realschule langweilte, dass sich Joe Dante grüberlegte "Warum dreh ich nicht mal eine Gruselkomödie mit kleinen niedlichen Puschelviechern, die sich durch falsche Behandlung in hässliche graue Monster mit höchst morbidem Humor verwandeln und eine Kleinstadt in Schutt und Asche legen". Zack, da waren die Gremlins, und eroberten (völlig zurecht) die Kinosäle und VHS-Kauf- / Leihkassetten (und noch ein Haufen andere, weil es sowas wie "Kopierschutz" noch nicht wirklich gab, und jeder mit einem Nachbarn der auch einen VHS-Rekorder und ´n AV-Kabel hatte sich das Ding nicht so wirklich gesetzestreu auf die eigenen Leerdatenträger rüberdübeln konnte...). Nach dem Motto "was da so gut klappt, klappt bestimmt bei mir auch", zog der Erfolg der witzigen Wütwichtel schon bald mehr oder weniger talentierte Nachahmer an, die dementsprechend mehr (Critters) oder weniger (Ghoulies) gelungene Adaptionen dieses Streifens verbrachen.

    Dusseligerweise kam dann einer, der hatte sich durch das Sammeln von Pfandflaschen, knacken von Parkautomaten, Omas gemopsten Sparstrumpf, verkaufens gefälschter Kaugummi-Abziehbildchen und ´nem Hot-Dog-Stand ohne Betriebsgenehmigung mit Würstchen aus der Biotonne (alles nur geraten, aber der Film sieht danach aus) 15000 Dollar zusammengespart. Rick Sloan sagte sich, "was Dante kann, kann ich auch... vielleicht....", übernahm aus Kostengründen Regie, Drehbuch, Produktion, Kamera und Schnitt mal eben selbst, und kurbelte unterstützt von Laiendarstellern auf "Familien im Brennpunkt"-"Niveau" (HUST!) und einer Frau, die kurz vorher aus der Irrenanstalt entlassen worden war (spielt hier die Puppen) "Hobgoblins" zusammen. Das Ergebnis... Ach, lest selbst...

    Der gefühlt 120 Jahre alte Nachtwächter McGreedy bewacht zusammen mit irgendwelchen wechselnden Aushilfsteenagern ein seit Jahren geschlossenes Filmstudio (die Kulisse erinnert eher an die Irrenanstalt aus der die Puppenspielerin gerade entlassen wurde). Er schärft seinem Gehilfen Dennis ein, um Himmels Willen nicht eine Tresortür zu öffnen, was dieser Depp natürlich gleich macht... Was auch kein Problem ist, weil weder das Gitter vor der Tresortür noch der Tresor selber überhaupt verschlossen sind. (*AUTSCH!). Durch die "massive Panzertür" dringt vorher auch noch Licht, oder warum hat Dennis schon ein grünes Gesicht bevor er das Ding aufmacht (die grünen Birnen befinden sich eindeutig im Tresor und nicht davor...). Im Tresorraum befindet sich dann (un-)sinnigerweise eine komplett ausgestattete Konzertbühne mit Beleuchtung und funktionierenden Lautsprechern. Dennis geht rein, fällt (obwohl ihn eindeutig niemand auch nur irgendwo gekitzelt hat) nach einer schlechten Tanzeinlage warum auch immer von der Bühne und ist tot. McGreedy (sichtlich geplagt von seinen künstlichen Hüften) humpelt hin, sieht das Malheur, und macht dann erstmal den Tresor dicht. Dennis wird schon keiner vermissen....

    Auf Wunsch seines Chefs stellt McGreedy den Dämlack Kevin als Ersatzmann ein, und tätigt mit ihm die erste Führung durch die Klapsmühle.. ääh, das Studio, inklusive "Nicht in den Tresor"-Vortrag...

    The Day after... Kevin kommt nach Hause, und wir lernen seinen "Freundeskreis" kennen. Als da wären: Eine notgeile blondgelockte Hibbelschlampe (sorry, ist so) Daphne (hätte Doofne heißen sollen) in rosa Leggins, rosa Stretchoberteil und weißem Innengardinenröckchen, mit einer Stimme für die sich selbst Micky Maus schämen würde, ihren notgeilen Freund und dummbräsigen Armee-Azubi Nick, Kyle, der gern auf Kevins Kosten bei ´ner Sexhotline anruft und sich dabei in Kevins Wohnung die Stange poliert (lecker...) und ein bisher relativ normales dunkelhaariges Mädel (Amy, ist wohl Kevins Freundin). Wer ständig solche Leute um sich hat, kann sich eigentlich gleich am nächsten Baum aufhängen...

    Okay, nach drei Minuten ist die dunkelhaarige fast so blöd wie Blondie.

    Bevor das Ding hier noch zwölf Kilometer lang wird, lass ich den Bullshit jetzt einfach mal laufen und fass es nachher zusammen... Morgens um 7.00 Uhr und stocknüchtern ist der Streifen aber echt hart...

    HAAAAAAAAALT, Also das war jetzt, also wirklich, also... Nee... Auf dem Filmgelände streift ein Einbrecher herum. McGreedy setzt sich in seinen Golfkarren, fährt vom Wachhäuschen aus ´ne halbe Minute mit ernstem (um nicht zu sagen völlig senil-verblödetem) Gesichtsausdruck herum, stellt den Gangster, welcher anschließend scheinbar stiften geht als Kevin mit seiner Spielzeugpistole in die Luft ballert... und als sie merken dass der Typ immer noch da ist geht Kevin ihn suchen und McGreedy genau fünf Schritte zurück zum Wachhäuschen um die Polente anzurufen (die kommt übrigens nie an). Wo ist der vorher langgefahren, KFC in Uhlenbusch, Gockel Konstantin vor der Fritteuse retten?

    Boah... also, die Hobgoblins sind frei, weil Kevin doof genug ist einen Einbrecher in einem verschlossenen Tresor zu suchen... (kann mir mal bitte einer mit ´nem Hammer auf den Kopf...?). McGreedy sieht sich genötigt ihm also zu erzählen, was das für Viechers sind. Die landeten eines Nachts vor 30 Jahren neben seiner Wachbude (schön zu sehen wie der "Schauspieler" gealtert ist... die haben ihm einfach nur ne graue Perücke aufgesetzt und buschige graue Augenbrauen angeklebt. Im Rückblick isser schwarzhaarig, aber das Gesicht hat sich in 30 Jahren null geändert....) in einer Raumkapsel, die aussieht wie aus´m Überraschungsei oder ein mit Plastikdeko aufgemöbelter Tretmülleimer, können laut ihm die Gehirne von Leuten beeinflussen, und ruinieren damit nach und nach alle die in ihren Bann geraten (also Dennis haben sie den Krallenspuren nach zu urteilen einfach abgemurkst, aber vielleicht hat er deshalb vorher getanzt wie Michael Jackson mit eingeklemmten Rückennerv...?). Außerdem werden sie von hellem Licht angezogen und Kevin muss sie unbedingt aufhalten bevor die Sonne aufgeht, sonst ist es zu spät (HÄ?).

    Natürlich fahren die Hobgoblins mit ihrer geklauten Golfkarre... Ach Fuck, ich wollte das Ding doch kürzer machen, aber das ist einfach alles so hohl...

    Geschafft... und ich fühle mich ohne entsprechenden Alkoholkonsum wie volltrunken.

    Also: Die Hobgoblins (haben ja auch nur ´nen kompletten Planeten zur Verfügung) kurven selbstverständlich zu Kevins Kumpels, die gerade eine äääh... Party feiern (beschissene Dance-Techno-Mucke aus dem C 64, und da ein Song in Endlosschleife...). Dumpfne hört ´ne Hupe und hält die für Nicks Fickmobil, welches aber gar nicht da ist. Die Flopgoblins entern darauf die Party und bringen (nach einer völlig vermurksten Klopperei mit den anwesenden Idioten) erst den Telefonfischrausholer Kyle in ihre Gewalt, indem sie ihm vorgaukeln dass sein Lieblingshotlinefickschlitten wirklich mit ihm rammeln will, und nachdem Kevin es schafft Kyle gerade noch aus seinem Auto zu retten bevor es die Klippe runterrollert, wird Amy dazu gebracht im Gammelclub als "sexy" Tänzerin (so erotisch wie ein Table-Dance von Angie Merkel) auf der Bühne rumzuhampeln, und anschließend den Türsteher (als einziger Schauspieler so halbwegs bekannt: Duane Whitaker) anzugraben. Nick trifft im Club dabei seinen Vorgesetzten, und wird von den Hobgoblins dazu gebracht von ihm zwei Handgranaten und ´ne Uzi (weil man als Millitärausbilder mit sowas ja immer spazierengeht) entgegenzunehmen. Nachdem Nick also den Laden damit zerlegt (ääh, wenn ich zwei Handgranaten bekomme und zehn werfe, ist dann mein Hirn kaputt oder einfach nur das Drehbuch scheiße?) und nebenbei von Kevin der Hobgoblin erwürgt wird, der Amy zur notgeilen Else machte, wirft sich Nick (warum? weiß ich nicht) in Rettungsabsicht (für wen, ist doch keiner mehr im dem Scheißladen drin?) auf eine Granate und sprengt sich damit selbst. Ja, was, ja wie, ja warum zum Deibel?!

    Die restlichen Hobgoblins hauen ab (also es sind am Anfang zwei im Raumschiff gelandet, fünf sind aus dem Tresor ausgebrochen, jetzt sind ungefähr sechs abgemurkst, und es leben trotzdem noch welche... HÄÄÄÄÄ?), und verpissen sich zurück in ihren Tresor (ja aber... McGreedy sagte doch vorhin dass sie vom Licht angezogen werden, und dann gehen sie freiwillig vor Sonnenaufgang zurück in ihre dunkle Bude?). McGreedy und Kevin sperren die darin ein, und dann sagt McGreedy am Ende "Weißt du was ich bei der Armee war? Sprengmeister!" und jagt den ganzen Schuppen in die Luft.

    Film vorbei....

    MEIN HIRN!!!!

    McGreedy verdient sich eindeutig den Titel "Vollidiot des Jahrtausends"! 30 Jahre hat er diese Viecher bewacht, laut dem was er Kevin erzählt hat, hat er auch mitbekommen wie die vorher Leute gekillt haben, anscheinend muss der Tresor (was soll ein Filmstudio eigentlich mit so ´nem riesigen Tresorraum von 100 qm?! Und was soll die Bühne da drin?!) schon lange mit Sprengstoff von ihm versehen gewesen sein, dazu hat er laut seiner Aussage 30 Jahre lang keinen Urlaub gemacht und sich nie krank schreiben lassen damit die Biester nicht abhauen können, er hat genau gewusst dass die häßlichen Teile gemeingefährlich sind... und kam trotzdem nie auf die Idee die vielleicht mal abzumurksen bevor sie ´nen Haufen Leute umbringen?! Waaaaaas?!

    Dann leuchtet es überall, wo die Hobgoblins auftauchen, plötzlich grün. Dabei leuchten die Fusselpuppen selber nicht. Ja wie?

    Nick stirbt anscheinend als er sich auf die Handgranate wirft (mit dem Bauch), woraufhin Daphne nicht ein Träne vergießt und stattdessen gleich mal mit Kyle anbändelt. Später taucht Nick wieder auf, debil grinsend mit heilen Klamotten und etwas blutigem Arm. Am Bauch ist alles in Ordnung. Und beide gehen "schaukeln" (also poppen in Nicks Kleinbus). Zuvor steckt Daphne Nicks Vorgesetztem ´ne Handgranate ins Hemd, welche dann aber eindeutig ´nen halben Meter vor diesem explodiert. Überhaupt richten die Explosionen von den Granaten im Club keinerlei Schaden an... Und ganz so wichtig scheint Amy vorher auch nicht zu sein, denn als unser vierköpfiges Rettungskommando im Club ist, macht es sich nicht etwa auf die Suche, sondern guckt sich erstmal seelenruhig den Auftritt einer Gothic-Rock-Band an (wobei der trotz mindertalentiertem Sänger wahrlich das beste am ganzen Film ist).

    Kevin wird in Nicks Bumsbus von einem Hobgoblin angegriffen (ich frag mich ja auch wo Nick es sich da mit Dumpfne immer "bequem" gemacht haben will, liegt da hinten doch nur statt einer Decke oder Matratze nur etwas Werkzeug drin...), und Kyle versucht selbiges Vieh mit ´nem Radmutternschlüssel zu erschlagen, haut aber sehr offensichtlich immer mit Absicht daneben. Ääääh....

    Abgesehen davon soll Daphne ja irgendwie die scharfe Schnalle in dem Streifen darstellen, sieht aber selbst nach 80er Maßstäben in ihren hautengen Neon-Klamotten ohne die entsprechend sexy Füllung derselben mit ihrer "Ich bin doof"-Fresse einfach nur pottenscheiße aus. Und auch auf die supererotische Telefonsex-Else "Fantasia", die Kyle so rattig macht, wird man wohl nur wirklich scharf, wenn man ´ne akute Sehschwäche hat. Als er mit ihr zum Knattertreff für die willige Stadtjugend "fährt", sieht man dazu ´ne Hand, die um die Fahrt zu simulieren am Autodach herumschaukelt. Das Auto stürzt dann übrigens die Klippen runter, nachdem Kevin den Hobgoblin längst erschlagen hat, die Wahnvorstellung (seit wann können Wahnvorstellungen eigentlich Autos schieben?) weg und Kyle aus dem stehenden Wagen ausgestiegen ist, einfach so aus dem Nichts.

    Die Hobgoblins sind außerdem einfach nur hässliche Puppen ohne Eigenbewegung (abgesehen davon dass man in Großaufnahmen sieht dass sie ihren Mund bewegen, dan hat dann wohl einer bei denen die Hand im Arsch). Was es natürlich schwierig macht die "Kämpfe" einigermaßen vernünftig aussehen zu lassen. Die "Schauspieler" halten stattdessen die Zottelviecher ein den Händen und schütteln und schleudern sie schwachsinnig in der Gegend herum, und wenn die "Laufen" hält sie anscheinend jemand irgendwo unten fest und lässt sie dumm gebückt über den Boden / Tresen wackeln, wobei die Arme die ganze Zeit heunterlabbern und über den Boden / Tresen schleifen. Himmel, sieht das beknackt aus!

    Und und und...

    Wenn ich jetzt alle Filmfehler und Hirnrisse hier ausführen würde, wäre das lesen der Rezension wahrscheinlich länger als der Film selbst... Oder sein Drehbuch, falls es eins gegeben hat.

    Bleibt uns die Hoffnung, dass Rick Sloane nie wieder eine Kamera in die Hand bekommt. Oder ´nen Bleistift um ein Drehbuch zu schreiben. Am besten sperrt man ihn gleich in die Klapse ein, in der die Innenaufnahmen vom "Filmstudio" entstanden. Aber nicht in den Tresor, den schließt ja nie einer ab.
     
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  19. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    Dafür ist Deine Kritik umso lesenswerter und lustiger. :top: :)
     
  20. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    :popcorn: :top:
     
  21. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    Leider hat er 2009 eine Fortsetzung gedreht... :schock: Die ist aber in Deutschland bisher nicht erschienen. Puuuh.... :confused:
     
  22. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    Da hab ich mir ja wieder ´nen schönen zusammengedrehten Filmfehler ausgesucht...

    Eine Mann... ääh Frauschaft eines amerikanischen Testbombers im zweiten Weltkrieg (ja sicher.... Weil die Bomber der Amis natürlich von komplett weiblichen Crews auf Herz und Nieren überprüft wurden) freut sich schon auf die Freizeit nach der Landung auf ´nem Stützpunkt (und sie müssten nicht einmal mehr Makeup auflegen, weil alle schon Lippenstift bis zum Anschlag drauf haben, seit zwölf Jahren Perlweiß 15 mal pro Tag nutzen und ansonsten beinahe dichtgekleistert wie die Rummelnutten sind). Kaum angekommen, bekommen sie aber schon einen neuen Auftrag. Sie sollen einen gewissen Toller und seine strengstens geheime Fracht irgendwohin transportieren. Also statt kacken, Parfüm drauf und ab auf die Piste, geht´s zurück in den (wirklich hunsdmiserabel computergetricksten) Bomber und zurück auf die Startbahn. Während des Fluges über irgendwelche angeblich unbekannten von Japan besetzten Inseln, gerät die Kiste allerdings in einen Sturm (und die Mädels sagen noch "Toller", sagen sie, "dat haut so nich hin, der Sturm schrottet uns"... Aber welcher US-Millitärfuzzi hörte damals schon auf ´ne Frau? Siehste - keiner. Nebenbei wird die Propellergurke dann auch noch von ein paar Flugsauriern angegriffen (die gaaaanz zu Beginn ein paar Japaner abgemurkst haben), was dann eindeutig zuviel für die Rotorkrampe ist. Zwei Triebwerke gehen in Flammen auf, eins von den Mädels stirbt durch... ja, keine Ahnung, Blitzschlag? Jedenfalls isse tot. Der Treibstoff läuft aus und die Pilotin muss eine Notlandung bei stürmischem Wind und Starkregen auf einem Sandstrand einer unbekannten Insel hinlegen. Bei einem tonnenschwerem Bomber brechen bei so einer Aktion auf einem durch den Sturm verschlammten Strand wahrscheinlich die Fahrwerke ab, aber wenn man das ganze auf ´nem Amiga 2000 animiert, geht das natürlich. Praktischerweise ist als die dann aussteigen der Sturm ratzfatz vorbei, es regnet keinen Tropfen mehr, und das Feuer hat sich selbst gelöscht. Der Strand ist auch schön trocken. Die Frisuren sitzen noch (ist ja auch windstill), ohne Drei Wetter Taft... So und nun schnapp ich mir ´n Bier und gucke weiter.

    Ääääh... also Zeit für einen zweiten Break. Und die große Frage: Die Amis sind auf einer von Japanern besetzten Insel die noch kein Amerikaner vor ihnen je betreten hat mit einem B 29-Bomber notgelandet, in dem sich sehr offenbar eine Art Atomdingens und kein LKW befindet. Nun ist die Kiste mit den nach wenigen Minuten "gefundenen Ersatzteilen" (welche Ersatzteile zum Deibel? Da sind die JAPAAAAAAAANER, ihr Dödel... und ihr wart nur im Wald unterwegs...) so halbwegs wieder repariert (zwei Triebwerke waren hinüber und sind ganz nebenbei noch völlig ausgebrannt, ich hab nicht einen Schraubenschlüssel gesehen und ehrlich gesagt auch keins von den omonösen "Ersatzteilen", ist das der ultimative Stephen King-"Christine"-Bomber?!)... Woher zum Deibel kommt jetzt der LKW der US-Army, mit dem die da Treibstofffässer aus dem Dinosaurier-Territorium holen wollen? Und als die Mädels vorhin mit japanischen Zeros versuchen wollten sich bis Australien durchzuschlagen, war es heller Tag (was damit endete dass "Hootsie", die kleine "niedliche" Nervgöre der Bomberbesatzung von den Flugechsen vom Himmel geholt wurde), als Colonel Toller und die Chefpilotin Miss West die Insel erkundet haben und fast von so ´nem Vieh gekillt worden sind war es heller Tag, und jetzt wollen sie die Fässer unbedingt am Tag abholen, weil die ja "tagsüber nicht jagen". HÄÄÄÄÄ?! Seid ihr denn alle völlig bescheuert?! Die haben die japanischen Flugpappkisten da am hellichten Tag vorhin mit gut 50 Monstern angegriffen, ihr Honks!

    Meine Fresse, sind die blöd... ich hol mal lieber noch´n Bier....

    Aber die Mädels haben echt Knööf. In den Fässern müssen so um die 300 l Treibstoff sein, und die schaffen es trotzdem, die Dinger mal eben ohne Rampe auf den Laster zu wuchten...*Kopf auf Tisch... Autsch...

    So, aus, Ende, vorbei. Alle tot bis auf zwei. Atombombe wech, Insel und Dinos geschrottet. Und mein Hirn obendrauf.

    Die Schminke bei den Damen war aber wirklich stressfest. Genau wie das Haarspray (doch Drei Wetter Taft?). Drei Tage im Urwald ohne jegliche Möglichkeit sich zu pflegen, aber das Makeup sitzt wie die Frisur (wortwörtlich) bombenfest. Dazu japanische Gefangene, die zwei Tage in einer Hütte festgehalten werden und nicht einmal auf´s Klo müssen. Das James-Bond-Syndrom (den kann man ja seit 60 Jahren auch überall einsperren ohne dass er pieseln muss). Flugdinos, die japanische Jagd-Zeros locker einholen, aber hinter einem schwerfälligen B 29-Bomber mühevoll hinterherfliegen müssen. Die Entscheidung, zur Insel voll von den Kreaturen zurückzufliegen, die gerade alle anderen gekillt haben, um selbst nicht gekillt zu werden. (HÄ?!). Ein Triebwerk, dass sich im Flug während der finalen Schlacht selbst repariert. (HÄÄÄÄ?!) Ein Colonel, der sich total sinnbefreit nur weil er verletzt ist hinter der Atombombe hinterherstürzt (HÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ?!?!?!?!). Reparatur eines von Urzeitklauen aufgeschlitzten Flugzeugs auf einer Insel ohne Werkzeug und Schweißgerät. (H......??!?!????!?!!!??!!!) Alle blöd. (Nix "HÄ"). Ein Typ, der sich gerade in eine Frau verliebt hat, aber nichtmal mit den Schultern zuckt als diese stirbt. Ein B 29-Bomber, der es schafft innerhalb von acht Sekunden einer Atombombe zu entkommen. Die wohl dämlichste Fluchtaktion, die je ein Japaner versucht hat. Selbstauflösende Stürme (siehe oben). Sogar die Dinos sind dämlich...

    Also wenn das Ding kein SchleFaz ist, was dann?
     
  23. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    "Battle for Sky-Ark"

    In der Beschreibung las sich das wie ein schöner Sci-Fi-Trash. Da die Erde vor dem Untergang stand haben die Menschen eine Art Arche, die Sky-Ark gebaut. Wegen Überbevölkerung werden Waisenkinder und Leute die sich nicht unterwerfen wollen zurück auf die inzwischen von Monstern bevölkerte Erde geschickt, und müssen da um ihr Überleben kämpfen.

    Monster?! "Vom Busbahnhof zusammengeklaubte Statisten in Halloweenmasken vom Ramschmarkt" trifft es da eher. Und der "Held" Rex, dessen Vater auf der Arche wegen Befehlsverweigerung abgemurkst wurde, ist ein Milchgesicht, das aussieht wie einem schlechten Manga entsprungen. Die "Endzeitkulisse" ist der Flugzeug-Schrottplatz von Onkel Titus, die Dialoge versetzen einen ins Vollkoma, und die Mucke klimpert im Hintergrund dermaßen schnarchnasig betroffen vor sich hin, dass "When Love and Dead embrace" von HIM dagegen der reinste Partykracher ist. (Geiles Lied, übrigens.)

    Boah, ist das ein Dreck. Ich guck mal weiter...

    Nachdem eins von den Ohrfeigengesichtern verwundet wurde, gehen Milchschnitten-Rex und... öööh.. hab vergessen wie der heißt... jetzt in den sogenannten "Bienenkorb", der das Hauptquartier der Monster ist, um den "Blauen Tropfen" zu holen der sich darin befinden soll, und von dem gesagt wird dass der alles wieder gut macht. Dummerweise weiß keiner wie das Ding aussieht, und eine übriggebliebene Walpurgisnacht-Hexe und ein Statist der sein Kostüm aus "Mad Max II" irgendwie nicht ausziehen konnte, versuchen ihnen den Garaus zu machen. Das sieht dabei sowas von grottenscheiße aus, dass meine Augen mir inzwischen das Versprechen abgerungen haben nach diesem Schund mindestens 48 Stunden lang keinen schlechten Film mehr angucken zu müssen, sonst Streik...

    Kaum wird gekämpft, flüchtet Rex dann gleich mal wegen akut gefüllter Hose. Unser Held... Irgendwie scheint er dann allerdings Kraft aus einem alten Flummiball schöpfen zu wollen.

    Ist das laaaangweilig... Und das Betroffenheitsklavier klimpert im Hintergrund herum, während Rex so "tapfer" ist einen knapp 12-jährigen den Monstern zum Fraß vorzuwerfen. Der ist allerdings stärker als er und kommt so mit in sein Versteck.... *Autsch

    Hab ich schon erwähnt, dass der Film stinklangweilig ist? Nun ja, Lilly, die der Rex ja irgendwie ganz schnucklig findet, haut dem feigen Penner was vor die Glocke (gut gemacht), und geht dann selbst in den Bienenkorb um den Blauen Tropfen zu finden. Rex geht hinterher, mitsamt seinem 12-jährigen neuen Begleiter. Und trotzdem ist das alles noch... schnarch....

    Oh, der Held wird mutig und will Monster jagen. Und ich freu mich über den Werbeblock, der besagt immerhin, dass ich diese verfilmte Schlaftablette zur Hälfte geschafft habe.

    Das ist inzwischen so blöd (und langweilig), dass es keine Beschreibung mehr dafür gibt... Monster die sich vor Monstern fürchten. Hirnwindungen ade...

    Wieder Werbung... entweder bin ich eingedöst, oder es ist da so gut wie nix passiert. Rex hat inzwischen alle seine Begleiter verloren (unser Held...) und hat zwei "Monstern" was mit ´nem Blechschwert verpasst. Wenn er nicht gerade da sitzt und heult, latscht er ansonsten planlos durch den Bienenkorb (ohne Bienen... und Ähnlichkeit mit ´nem Bienenkorb hat die alte Flughafenanlage wie mein Hamster mit ´nem Alligator). Was für ´ne Flachflöte...

    Oh, er findet erst Lilly und dann mit ihr zusammen den Blauen Tropfen. Dann hauen die sich noch mit einem zum Monster mutierten ehemaligen Kumpel, Rex trinkt vom Blauen Tropfen und wird selbst zum Halbmonster (im Gegensatz zum Rest ist er aber ein "gutes" Monster... Nach dem Film muss ich zum Arzt...), rettet nach einem "Showdown", der den Namen nicht verdient, alle die vorher schon verloren schienen... Und dann stehen sie zu viert am Strand und recken die Arme hoch, weil Rex nämlich der Auserwählte ist (zu erkennen an 13 Narben am Arm), um sich zur Sky-Ark "retten" zu lassen um dort die Herrscher zu stürzen. (Warum zum Deibel sollten die fiesen Chefs da oben denen jetzt ´n Raumschiff schicken um sie abzuholen? Ach so, weil die doof sind, jedenfalls machen die das sogar...), und dann ist der Film zuende, mein Hirn bricht in Jubelstürme aus, und mein Daumen betätigt voller Vergnügen die "Löschen"-Taste auf der Receiverfernbedienung.

    Das ist ein dermassener Stuss, dafür möchte man den Drehbuchautor, den Produzenten und den Regisseur zu 20 Jahren Zwangsarbeit im Gulag verurteilen. Die "Monster" sind also alles ehemalige Kinder, die in den Bienenkorb verschleppt worden sind, und die Ur-Monster wurden ursprünglich von der Regierung der Sky-Ark auf der Erde ausgesetzt. Ja, gut, äääh....

    Von diesen Monstern gibt es scheinbar insgesamt so um die acht. Die wohnen alle auf einem Haufen in diesem komischen Bienenkorb-Komplex. Da frag ich mich doch mal: Die Erde ist ja nun nicht sooooo klein, was zum Deibel hat denn die dämlichen Kinder dazu gezwungen, ihr Lager knapp 100 Meter davon entfernt auf Onkel Titus Schrottplatz aufzuschlagen, wo sie jederzeit angegriffen werden können?!?!?! Das macht doch so viel Sinn wie sich mit nacktem Arsch mit Honig drauf in einen Haufen Giftameisen zu setzen. Oder sich in haiverseuchten Gewässern ´n rohes Steak an den Fuß zu knoten und den dann ins Wasser baumeln zu lassen. Dann sagt unser Held als eine Art böse Bibi Blocksberg angreift und sie entkommen können "Sie konnte mich nicht sehen." Ja, wat´n Wunder, du Honk! Der waren ja auch die Augen verbunden. Warum? Äääh... Weiß ich nicht, die hatte kein Schild ummen Hals wo es draufgestanden hätte. Wahrscheinlich weil es (wie der Rest dieses Dummfugs) keinen Sinn macht.

    Mehr schreib ich zu der Scheiße nicht. Es ist alles gesagt... eigentlich schon zuviel. Falls der Schund wiederholt werden sollte, und ihr auf den Trichter kommen solltet euch das angucken zu wollen: TUT ES NICHT!!!
     
    Zuletzt bearbeitet: 4 November 2017
  24. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    "Monster Brawl"

    Die Idee an sich ist ja ganz lustig. Man nehme acht der berühmtesten Filmmonster und veranstalte damit eine Art Wrestlingturnier auf Leben und Tod, wobei es natürlich schwierig ist z.B. bei einem Vampir und ´nem Zombie letzteres zu bewerkstelligen. Der Vorspann ist dann auch noch ganz nett, die Teilnehmer werden so nach und nach schonmal eingeblendet, und man erfährt, dass u.a. auch Kevin Nash (SchleFaZ-Jüngern vielleicht noch als Odin aus dem saublöden Asylum-Thor ein Begriff) seinen vom jahrelangen Wrestling abgewrackten Kadaver da mit vor die Kamera geschleppt hat.

    Der Ring steht dann mitten in einer Friedhofskulisse, original mit Kommentatorenpult. Dann wird die Wrestling-Manager-Legende Jimmy Hart reingekarrt, und allein schon bei seiner Synchro (ja, er hat auch im Original eine hohe Stimme, aber das hier ist einfach nur scheiße nervig) merkt man, dass es der Billigstreifen nicht gut mit einem meinen wird. Leider bestätigt das höchst schnarchige Interview mit dem "Veranstalter" (einem Hinterwäldler-Farmer) letzteres, und als auch noch eine Art halbverwester Südstaaten-Veteran in der Kommentatorenkabine auftaucht, steht eines fest: Das wird so richtig scheiße!

    Als ersten Kämpfer dürfen wir Cyclops kennenlernen. Cyclops ist (wie schwer zu erraten war) ein Zyklop, der nebenberuflich als Schmied arbeitet und aussieht wie ein misslungenes Minion das dem Oger Shrek seine Klamotten (und zwar 1:1) geklaut hat... nach 2000 Jahren ohne Dusche... und Zahnarzt. Seine Gegnerin ist die Hexe, die hier aber nicht im Knusperhäuschen, sondern in einer alten Bretterbude am Arsch der Welt wohnt und eher zu hysterischen Ausbrüchen neigt denn zur Verknusperung unschuldiger verirrter Kinder. Beim Training wird sie dann auch gleich mal vom Dorfrüpel verdroschen, bevor ihr Troll-Manager ihr irgendwelche obskuren Ratschläge gibt (die so sinnvoll sind wie zu einer Kuh "Lass Dich nicht vom Eber besteigen" zu sagen), und sie den Trainingskampf gewinnt. Sie legt sich dann noch den wunderbaren (HUST!) Kampfnamen "Witch-Bitch" zu, und dann kann es losgehen. (Himmel, ist das ein Mist!)

    Okay, die Ringbegleiterinnen von Jimmy Hart sind ähm... ein Pluspunkt.
    Leider betritt kurz danach Cyclops den Ring, schreit blöd rum und sieht so richtig scheiße aus dabei. Der erste Kampf beginnt und kommt was die Inszenierung angeht immerhin besser daher als die "Ringschlachten" bei der Hulk Hogan-Kinokrücke "Der Hammer".
    Die nächsten Gegner sind die Mumie (Opa Olsenbacher hatte zuviel Likörchen intus und sich erst in der Kanalisation und anschließend im Müllcontainer für gebrauchtes Verbandsmaterial des UKE Eppendorf gesuhlt), und Lady Vampire (also Vampirella wäre vom Gesicht her ein weitaus erfreulicherer Anblick gewesen als die asthmathische Schimmelelse vom Dorfkarneval Homberg-Buxterade da).

    Nach diesem Gefecht dürfen wir uns auf folgendes Match (MUHAHA) "freuen": Der Werwolf (sieht etwas aus wie der Vater von Michael J. Fox in "Teenwolf", wenn ihm die Mottenkugeln und Flohkämme ausgegangen sind) und dem Swamp-Gut. Kennt ihr noch den Kultschrottstreifen "Das Ding aus dem Sumpf"? Swamp-Gut sieht aus als hätte eben das einen Predator vergewaltigt, und das Ergebnis ist versehentlich mit einem (sehr dicken) Piranha geklont worden, der einen Sumo-Ringer gefressen hat.) (Ich sag euch jetzt bei alles Kämpfen nicht wie die ausgehen, falls ihr euch diesen Blödsinn irgendwann selber ansehen wollt). Das Kostüm von Swamp-Gut ist echt sowas von billig-beknackt, dass man nicht weiß ob man darüber lachen oder die DVD aus dem Fenster schmeißen soll.

    Der letzte Vorrundenkampf... Kevin Nash als durchgeknallter Armee-Opa schnappt sich seinen Untergebenen und zeigt ihm die neueste Geheimwaffe: Den Zombie-Man. Und weil der gerade Hunger hat und die Figur von Nash eh nicht ganz dicht ist... Mahlzeit. Der Gegner ist aus Ingolstadt (kann ja mit ´nem Audi anreisen... Ja, der war schlecht, aber das passt zum Film!), frisch zusammengenäht von Dr. Igor Igora (ICH hab den nicht so genannt!!!), der dringend mal ´ne Pulle Shampoo spendiert bekommen sollte... Frankenstein. Und wenn die Kostüme der anderen Typen schon bescheuert ausgesehen haben, diese beiden Honks übertreffen an mieser Maskerade wirklich alles locker. Frankenstein trägt Klamotten aus der XXL-Abteilung eines längst aufgegebenen Second-Hand-Shops im Bayrischen Wald, die Perücke von Doc Brown aus "Zurück in die Zukunft" nachdem der tollwütige Nachbarsdobermann damit gespielt (und draufgepisst) hat, und seine Gesichtsmaske muss wohl aus ´ner abgebrannten Geisterbahn eines Schrottrummels stammen den Reichskanzler Bismarck noch persönlich besuchen durfte. In seiner Jugend. Der Zombie-Man hingegen... sieht noch beschissener aus. Einmal das Gesicht in Flüssiglatex getaucht, mit Homer Simpsons Schminkflinte ´ne Ladung Erdbeersauce draufgeballert und dann ein paar Schlitze für Augen, Nase und Mund reingeschnippelt: Fertig. Dazu ´nem toten Opfer einer Schießerei den Pullover geklaut und ´ne Tube Brisk-Frisiercreme in die Speckmatte, und schon hat man seinen Untoten. Da sind die Masken von Olli Kalkofe in seiner Mattscheibe oder bei SchleFaZ um einiges gelungener.

    Nach diesem Kampf gehen die Gräber auf und die Toten erheben sich. Warum? Na weil.. äääh... der Film ja sonst schon fast vorbei wäre. Das sieht übrigens schlechter aus als die Auferstehung der Heino-Zombies im ersten Otto-Film...

    Danach folgt dann das Finale (Meep!) gegen (Meep Meep!). Wird auch langsam Zeit. Die Ansprachen der beiden Kämpfer sollen wohl eine gelungene Persiflage auf die Kampfansagen der Showwrestler von WWE und TNA sein, sind aber leider nicht mal ansatzweise lustig, was auch an den beschissenen Masken liegt. Und der unterirdischen Synchro-Stimmen. Und überhaupt an allem in diesem Film...

    Tja, und dann ist es auch irgendwann vorbei. Zum Glück.

    So, was ist gut:
    ...
    ....
    ..... mit Abstrichen geht der Film in den Sequenzen in Ordnung, wenn die Monster kämpfen. Das ist zwar alles ziemlich hölzern und ohne Tempo, aber als Parodie auf (ältere) Wrestling-Matches sind die Moves in ihrer Ausführung okay. Ich weiß nicht ob eine(r) von den Monsterdarsteller(inne)n einen realen Wrestlinghintergrund hat (die Namen sagen mir gar nichts), wenn nicht hat man ihnen zumindest ein paar Grundlagen beigebracht. Und, wie schon oben erwähnt: Die Kämpfe in Hogans Werbevehikel "Der Hammer" sind um einiges miserabler geraten. Dann ist noch die Idee die Kämpfe nach besonders "gelungenen" (na ja) Aktionen Mortal Kombat-mäßig mit einer Stimme von "Gott" kurzsilbig kommentieren zu lassen zumindest originell, wenn auch nicht sonderlich witzig umgesetzt (was auch an der Synchro liegen mag, im Original machte das der "Alien"-Bishop Lance Henriksen).

    Was ist Mist? Fangen wir bei den Kulissen an. Das einzige was da echt aussieht ist der Ring. Der Friedhof hingegen... na ja, es reicht einfach nicht ein paar angepinselte Stryoporgrabsteine kreuz und quer auf einem dunklen Sandhaufen mit etwas Sägewerkabfall aufzustellen, und dann ein paar Büsche von Hillbilly Hopkins Hinterhof drum zu platzieren. Ebenso erbärmlich kommen die Schuppen daher, aus denen der "Einzug" der Kämpfer erfolgt. Das ist einfach nur hundsmiserabel. Die ganze Arena sieht wirklich nie anders aus als das was sie ist: Eine lieblos hingeschissene Gruselkulisse in einem Discount-Filmstudio mit einer ziemlich kraftlosen Nebelmaschine und ´ner milchigen 40-Watt-Birne inner Ecke, die wohl Mondlicht darstellen soll. Da hilft auch das schlecht gemachte "Gewitter" (Kohle um auch noch die Sprinkleranlage einzuschalten war entweder nicht da, oder das Wasser hätte die Kulissen weggeschwemmt und die Kostüme aufgelöst oder die Schminke abgewaschen, wat weiß ich...) am Ende nicht, um halbwegs gruslige Atmosphäre aufkommen zu lassen.

    Dann die "Kostüme". Das Sumpfmonster krumpelt da in einem vier Nummern zu großen, olivgefärbten Angleroverall mit billiger Gummideko herum, vorne noch ein Kissen rein, Maske auffe Rübe, fertig ist die Laube. Der Werwolf hingegen trägt einfach ein kariertes Holzfällerhemd, Jeans und darunter ein durch Asche gezogenes Chewbacca-Kostüm vom Halloween-Ramschversand. Übrigens glaube ich, dass er sich das Vampirgebiss aus der Trostpreiskiste vonner Jahrmarkslosbude mit der Hexe und der Vampirlady teilen musste... Über den Zombie und Frankenstein hab ich was die Optik angeht weiter oben schon alles gesagt, bleibt noch anzumerken dass selbst Frankensteins Bemühungen als etwas steifes Monster mit wenig Hirn rüberzukommen, so unbeholfen gestelzt sind, dass jeder halbwegs motivierte Achtjährige im Grundschultheater das besser (und liebevoller) darstellen würde. Die Bekleidung von Cyclops ist wirklich 1:1 von Shrek kopiert, über die Hexe mit ihrer rotgetünchten Fresse und die Vampirdame mit ihrer leicht umgeklebten Klingonenmaske legen wir lieber den Mantel des Schweigens.

    Was Jimmy Hart außer ´ner warmen Mahlzeit und der Gelegenheit eine Weile neben den halbnackten Ringgirls zu stehen und etwas an ihnen herumgrabbeln zu dürfen (ohne in die Nähe von schlüpfrigem Gefummel zu kommen) bewogen hat bei dem Quatsch mitzumachen versteh ich beim besten Willen nicht, aber auch der Moderator "Sasquatch" Jim Collins scheint zumindest in den USA über einen gewissen Bekanntheitsgrad zu verfügen. Dass Kevin Nash für Kohle inzwischen alles macht wissen wir ja eh spätestens seit er Odin "gespielt" (hüstel) hat...

    Der Blödsinn ist übrigens freigegeben ab 18 Jahre. Ja, er ist etwas blutig, einem Teilnehmer wird auch der Kopp auseinandergerissen und es kommt zu vereinzeltem Innereiengerupfe. Da hab ich aber schon etliche brutalere (und in ihren Splatterszenen auch weitaus realistischer dargestellte) Filme gesehen, die man ab 16 freigegeben hat. Wirklich gruselig wird es bei diesem teilweise hilflos improvisiertem Monsterkasperltheater eigentlich nie.

    Und am schlimmsten (für mich): Ich als Wrestlingfan und Liebhaber trashiger Filmunterhaltung finde die Grundidee eigentlich sehr geil. Nur wenn das alles dann so lausig inszeniert wird...

    Okay, etwas relativiert wird das ganze durch eine Aussage im Making Of. Der Typ der das gedreht hat, hatte im Vorfeld wohl so gut wie kein Budget beisammen und musste deshalb sehr viel improvisieren. So musste z.B. der Darsteller des Swamp-Gut noch zwei andere Rollen übernehmen, und ein Teil der Monster wurde von lokalen Amateurwrestlern gespielt (was die halbwegs gelungenen Kampfszenen erklärt).

    Vielleicht findet sich ja irgendwann einer, der mit etwas finanziellem Rückhalt dem ganzen Thema eine zweite Chance gibt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 November 2017
  25. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    "Attack of the Killer-Donuts"

    Ääääh... Also wir hatten schon "Kondom des Grauens" (einer der miesesten, unlustigsten Schrottfilme, die ich je nur zur Hälfte gesehen habe), den "Angriff der Killertomaten" (lieber nicht dran erinnern), den Blob (spaßige fehlgezüchtete Götterspeise), und Mr. Smith aus "Shoot 'em up" brachte gerne Leute mit Wurzelgemüse um, warum also nicht auch mörderisches Schmalzgebäck, dass Leute nicht nur mit einem Herzinfarkt nach zu exzessivem Verzehr der Zuckerkringel kaltmacht?

    Der mehr oder weniger dusselige Johnny wohnt mit seiner Mum (Holla die Waldfee! Also wenn es da keinen Dad zu gibt, darf er mich der gern mal vorstellen...) und seinem etwas durchgeknallten Onkel Luther (sieht ´n bisschen aus wie Sky Du Mont auf Haschkeks) zusammen. Während Johnny damit beschäftigt ist zu spät zur Arbeit zu kommen und sich bei seiner Ma wegen Kohle einzuschmeicheln, um seine anscheinend seeehr anspruchsvolle (ich will noch nicht "geldgeile" schreiben, da sie noch nicht aufgetaucht ist) Freundin glücklich zu machen, betreibt Onkel Luther im Keller des Hauses ein eigenes Versuchslabor, in dem er Experimente mit toten Viechern und einem Serum zur Wiederbelebung betreibt, welches er einer Ratte injeziert. Diese dreht daraufhin mal eben durch, frisst ihre noch lebende Artgenossin und greift anschließend Luther an... Also noch offensichtlicher kann man nicht mit einem billigen Plüschtier "kämpfen". Das Vieh beißt ihn noch in die Schulter, bevor er es wieder abmurksen kann.

    Szenenwechsel: Michelle (auch hübsch...) arbeitet im selben Donut-Schuppen wie Johnny, der sich dann doch mal zur Arbeit bequemt hat. Obwohl beide sagen dass da seit Tagen kein Kunde war, haben sie aber anscheinend sehr viel Müll zu beseitigen. Auf dem Hinterhof bei den Müllcontainern kommt rein zufällig auch Veronica (Johnnys... äääh... "Freundin") an, die von Bobby (scheinbar Krimineller auf Freigang, jedenfalls sagt er "Ich trage eine Fußfessel!") dahin kutschiert wird. Und wer nicht spätestens nach dem Auftritt weiß, dass Veronica

    1. dumm wie Brot
    2. wirklich geldgeil
    3. mit Bobby liiert ist,

    ...der ist noch blöder als sie. Also so wie Johnny. Abgesehen davon scheint Michelle sich für ihn zu interessieren, und die wäre da in wirklich jeder Hinsicht die eindeutig bessere Wahl (meine Meinung, aber da ich nicht glaube dass Bobby und Veronica diesen Mumpitz überleben dürfen wird das schon noch werden...).

    Äääh, also mal ehrlich, ich hab jetzt knapp zehn Minuten von dem Film durch und meine Schreibe hier ist wahrscheinlich schon länger als das gesamte Drehbuch. So langsam fühle ich mich auch verarscht. Klar will ein Film, in dem es um brutale Butterbratkringel geht alles, nur nicht ernst genommen werden. Aber da rennen (bis auf Michelle und Johhnys Ma) bisher wirklich nur völlig überzeichnete Charaktere rum, deren hölzern gespielte "Macken" einem richtig auf den Sack gehen. Jetzt hängt da eine auf Johnny notgeile (die muss wirklich verzweifelt sein) Frau mittleren Alters im Donutladen rum (ich dachte, die haben keine Kunden?!), die so dermassen lächerlich übertrieben versucht ihn anzugraben, dass es nicht einmal mehr ansatzweise lustig wird. Dagegen war die alte "Batman"-Serie aus den 50ern noch grandiose Schauspielkunst, und die war schon ein einziger grotesker Comic. Sky.. ääh, Onkel Luther kommt rein und streitet sich mit dem Geschäftsinhaber, der sich offenbar mit der Hauptzutat seiner Donuts frisiert / sein Toupet auf die Halbplatte kleistert. Dabei gerät etwas von Luthers Serum in die Fritteuse, und ich fürchte, jetzt haben wir den Salat...

    Jetzt tauchen auch noch die peinlich-verblödeten Klischee-Bullen auf, die um sich Donuts zu holen, mal eben einen Verhafteten allein im Auto sitzen lassen. Aua... Zumindest sind sie so nett und geben dem Knacki einen ab, der allerdings anfängt grün zu leuchten als selbiger da reinbeißt.

    Die notgeile Else ist inzwischen auch wieder zuhause und tanzt ihrer Katze im roten Abendkleidfummel mit Stola "erotisch" (buägs!) etwas vor (what the f...?!). Also es soll eine Katze sein, ist aber wie die Ratte vorhin nichts weiter als ein Plüschtier aus dem Restpostenverkauf von Toys'r'us. (Keine Katze würde bei dem Gehampel wie eingefroren auf dem Sofa sitzenbleiben... oder ist es Schockstarre?!) Die Donuts finden das alles genauso scheiße wie ich und greifen dankenswerterweise die verpeilte Else an, was zu einem ersten Blutbad führt. Unterdessen wird der vorhin angefütterte Knastbruder im Polizeiauto zu Hulk (als sie im Laden waren war es hellichter Tag und nun isset stockfinster, wie lange fahren die da eigentlich mit ´nem Verdächtigen durch die Gegend?), lässt ´nen grünnebligen Furz (IIEH!) knackt die Handschellen, haut den Bullen die Köppe zusammen und tritt die Autotür raus, bevor er nach draußen grün kotzen geht...

    Das passierte alles in den ersten 20 Minuten des Films, ich versuche mich jetzt kürzer zu fassen. Wenn ich jede schwachsinnige Aktion aufschreibe bin ich nicht fertig damit bis ich morgen Abend um 20.00 Uhr wieder zur Arbeit muss...

    Grummel... Johnnys Mum bekommt Besuch von so ´nem viel zu jungen Ohrfeigengesicht aus der Nachbarschaft... Arsch... Aha, Howard heißt der. Hoffentlich verreckt die Sau... Genau wie die drei Vollzeit-Arschgeigen, die gerade im Donut-Laden Michelle (die einzig wirklich sympathische Person aus der jüngeren Riege dieses Movie-Murkses) so plump anmachen, dass man ihnen dafür schon die goldene Ohrfeige am Band verleihen sollte.. also am Stacheldrahtband. Okay, Pfefferspray tut´s erstmal auch.

    Michelle wird darauf gefeuert, woraufhin Johnny sowas wie Resthirn (und Eier) beweist und selbst kündigt um ihr beizustehen. Zwischen beiden fängt es in Johnnys VW Käfer tatsächlich an zu knistern (womit hoffentlich auch Johnnys Geschmacksverirrung bezüglich Veronica erledigt wäre, die vögelt eh gerade mit Bobby rum), bis Howard (der Typ geht einem aber echt auf die Klöten) auftaucht und mitgenommen werden will, weil sein Motorroller nicht anspringt. Bleibt dabei... Arsch!

    Okay, die erste halbwegs witzige Szene im ganzen Film. Johnny hat den entflohenen Sträfling über den Haufen gefahren, als der ihm vor´s Auto gerannt ist. Der Totgeglaubte steht danach nochmal auf, kotzt grün, lässt ebensolche Blähungen ab, sagt "Jetzt geht es mir besser." und bricht dann zusammen. Michelle und Howard wollen daraufhin weiterfahren, während Johnny ausrastet. "Ich hab den gerade mit über 100 Sachen (kleiner Einwurf: So schnell fährt die alte Murmel mit drei Leuten drin?) angefahren. Der überlebte es, sah aus wie ein Zombie und scheißt auf die Straße, leuchtend grüne radioaktive Scheiße, macht euch das denn überhaupt nichts aus?!" - "Nein." - "Gut, steigt ein..."

    Verdammt, ich wollte das Ding doch nicht so lang machen...

    Die Donuts sind inzwischen übrigens ausgebrochen und hüpfen und rollern durch die Gegend wie Gummi-Spielzeugringe für Kleinstkinder. Hat ein bisschen was von "Critters".

    Äääh... ich.. also... äääh... ach, vergesst es, ich fasse das nachher im Fazit zusammen...

    Scheint so langsam zur finalen Schlacht zu gehen. Wird auch Zeit... Und zumindest kommt Johnny zur Selbsterkenntnis: "Ich bin so ein Loser! Ich bin so ein Vollidiot!" Na bravo, DAS hätte ich Dir nach acht Minuten schon sagen können.

    Das ist hart: "Wenn mich die kleinen glasierten Freunde da draußen gefressen haben, wird meine Mutter ganz alleine sein..." - "Nein, sie ist nicht allein..." - "Stimmt, auch wenn ich tot bin, werd ich immer bei ihr sein." - "Nein... sie wird Howard haben!" Boah, Tiefschlag...

    Michelle beeindruckt. Eine Frau, die nach all den Strapazen und einer anscheinend nicht jugendfreien Restnacht neben einem Kerl aufwacht, mit dem die Romanze noch völlig in den Startlöchern steht, und die nicht zwanghaft "darüber reden" will... Traumhaft! (Nach dem Satz geh ich jetzt lieber zwei Wochen lang nicht mehr ohne Helm auf die Straße.) Leider labert Johnny dann alles sinnlos zu.

    "Wir sollten nach Howard sehen..." - "Dem geht´s gut." - "Er ist dein bester Freund." - "Er liegt im Krankenhaus mit ganz leichten Verbrennungen." - "Er hat einen Hoden verloren!" Herrlich!

    So, natürlich hat etwas überlebt, und nu ist Ende.

    Äääähm.. ja. Was soll man nach so einem Spektakel noch hinzufügen? Dass das alles keinen Sinn macht? Klar, hallo.. "Killer-Donuts"! Sagt doch alles. In der zweiten Hälfte des Films ist das dann sogar halbwegs amüsant, wenn bei Johnny zumindest ein paar Lichter im Kopf eingeschaltet werden, und man, da die Donut-Attacken immer mehr Nervensägen ausschalten, auch mit weniger behämmerten Dialogen oder hundsmiserabel gespielten Comic-Charakteren auskommen muss. Ein paar überzeichnete Vollidioten wie die beiden Polizisten bleiben natürlich bis zum Finale erhalten, aber das ist dann halbwegs erträglich.

    Die Tricks spotten hingegen fast jeder Beschreibung. Die Donuts sehen eigentlich nie als was anderes aus, als das was sie zumindest animiert sind: Alberne Gummiringe mit Zähnen. Ihre Angriffe bestehen dann auch größtenteils daraus, dass sie von irgendwelchen Helfern aus dem Hintergrund auf ihre "Opfer" geworfen werden. Wie ein Schmalzgebäck mit einem Gewicht von vielleicht 200 Gramm es schaffen soll das Gaspedal eines geklauten Polizeiwagens runterzudrücken (und ein anderes diesen zu lenken, indem es sich oben am Lenkrad festbeißt...)... Es gibt ab und zu Sachen, über die man lieber nicht nachdenkt. Wie auch wie es die Donuts im großen Finale im Donutladen schaffen, da die ganze Zeit im Kreis zu fliegen, als wären sie an ein frisiertes Einschlafmobile für Babybetten gebaumelt worden. Überhaupt werden einige Leute von zwei bis sechs Donuts locker gezielt gekillt (z.B. die doofe Schnalle Veronica, die als sie versucht "wegzulaufen" mit 20 Metern pro Minute ums Auto stöckelt als müsse sie pinkeln, nicht flüchten...), während die Helden im Finale von hunderten von Schmalzkringeln kaum einen Kratzer abbekommen. Und warum sind die eigentlich alle zurück in ihren Donutladen gekommen, anstatt sich weiter vergnügt durch die Statt zu fressen. Den Besitzer hatten sie schon gekillt, und mehr Leute waren da dann eh nicht mehr drin. Und, noch idiotischer: Wo kommen die überhaupt alle her? In so einem Frittierkorb liegen vielleicht acht Stück drin, trotzdem hüpfen da in einer Einstellung so um die 20 Donuts aus der Fritteuse... und zwar nicht aus dem Korb, sondern einfach aus dem heißen Fett drumrum, wo nie einer jemals Teig reingepackt hat.

    Was bleibt: Ein Film, der erst in der zweiten Hälfte etwas Spaß macht, ansonsten aber außer zwei sehr hübschen Frauen nicht wirklich was zu bieten hat. Dazu sind die Gags größtenteils zu platt, die Charaktere zu überzeichnet schräg / blöd, die Tricks zu schlecht und die Schauspieler zu schwach. Der "Held" erreicht nie wirklich Sympathiewerte wie andere notorische Reißbrett-Loser, die am Ende über sich hinauswachsen, die Auftritte des durchgeknallten Onkel Luther halten sich arg in Grenzen (okay, so wie der rüberkommt kann man sagen: Ein Glück), die Fressorgien sind teilweise blutig, teilweise gar nicht, die Kack- / Kotz- / Furzszenen sind humortechnisch auch eher ausbaufähig.

    Letztendlich ein billiger Horrortrash, der den Spaßfaktor, den die Idee an sich durchaus hat, aber durch ein schwaches Drehbuch, blöde Figuren, oftmals zu schlechte Jokes und hölzerne Schauspielerei ziemlich in die Grütze reitet. Kann man sich mal angucken. Man kann es aber auch sein lassen.
     
  26. GaviaoDaFiel

    GaviaoDaFiel Last Dino Standing

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    Sachma, hast Du eigentlich jemals *Birdemic* gesehen?

    Birdemic: Shock and Terror – Wikipedia
     
  27. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    Nee, noch nicht. Der kommt aber bestimmt irgendwann auf Tele5. :D

    Bei youtube findet man das Ding leider nur auf englisch.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 November 2017
  28. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    Okay, @GaviaoDaFiel, Du hast es herausgefordert...

    "Birdemic"

    (Der folgende Text ist ein einziger Spoiler. Es gab (zumindest für mich mit meinen kreativen Möglichkeiten) keinen anderen Weg, den soeben wahrgenommenen "Film" anders zu rezensieren, als einfach nur zu beschreiben was da passiert, wie es passiert und was mir dazu einfällt. Falls man das überhaupt beschreiben kann... Es ist zu schlecht! Das ganze Hirnvernichtungsexperiment hat mich vier Stunden meines Lebens gekostet, ich hoffe, ihr habt zumindest ein bisschen was dabei zu lachen, sonst war die ganze Quälerei für´n A...)

    Da es keine deutsche Version gibt, guck ich mir das Ding auf englisch an. Wobei das erstmal völlig wurscht ist, weil wir den ganzen Vorspann über nur eine Kameraeinstellung in einem Auto hinter der Windschutzscheibe haben, mit der man verfolgt wie der Wagen zu Musik, die selbst als Schlafmittel für Säuglinge zu lahmarschig wäre (klingt als hätte man ´nen betrunkenen Kirchenorganisten an einen Billig-Synthie-Computer gesetzt und der hätte darauf eine 20-Sekunden-Melodie eingeklimpert welche jetzt in Endlosschleife läuft... und genauso "lallt" wie er) eine bewaldete Straße langtuckert. So mit gefühlten 30 km/h... Weckt mich jemand, wenn der angekommen ist?

    Chr... püüh... chr... Hä?!, Oh er ist da! Hat auch nur fast 4 Minuten gedauert.

    Boah Hilfe, was haben die als Mikrofon genommen? Oma Brotherfields Keksdose? Na, immerhin ist die eine Schauspielerin (?) ganz hübsch. Ich werde mich übrigens nie mehr über die Kameraarbeit bei "Daniel der Zauberer" beschweren. Oder das Equipment. Den Kram hier hätte meine olle 60-Euro Fuji Finepix mit 5 MP nicht schlechter hinbekommen.

    Wir dürfen dann unseren Hauptdarsteller mal wieder beim Auto fahren begleiten...

    Und bei der Arbeit. Bisher sind zehn Minuten Film um, und es ist nichts passiert außer dass der Kerl Auto gefahren ist und ca. 90 Sekunden mit einem hübschen blonden Mädel gesabbelt hat. Jetzt sitzt er da mit ´nem Headset und sabbelt mit keine Ahnung wem. Mein Englisch ist eingerostet, und der Ton ist so dermaßen miserabel, dass sich alles anhört als hätte man es in einen Tretmülleimer gesabbelt, dazu rauscht es während der Sprachaufnahmen auch mal ziemlich stark (und bei Kamerafahrten ruckelt das (oft sehr unscharfe) Bild teilweise wie bei FIFA 99 auffer Playstation 1)... Ich weiß schon gar nicht mehr wohin bei so viel Nervenkitzel...

    Aha, Blondie arbeitet wohl als Model. Die Agentur heißt "Dream Models", wie einfallsreich... Jedenfalls will Victorias Secret sie zwanzig Sekunden nach den Aufnahmen sofort einstellen. Okay, ja, sie ist wirklich hübsch. Und leichtsinnig, jedenfalls hat sie dem Autofahrer nach ihrer 90 Sekunden-Unterhaltung von vorhin gleich mal ihre Handynummer gegeben (Kann der Kerl mir mal verraten wie das funktioniert? Was? Ach so, muss im Drehbuch stehen... Nein, sowas hab ich nicht... Schade...). Der lädt sie dann um ihren Erfolg zu feiern gleich mal zu ´nem Date ins Thai-Restaurant ein. Kann da nach fast 20 Minuten jetzt vielleicht mal irgendetwas passieren?

    Hmm.... Nein. Nichtmal Essen war anscheinend im Budget drin. Jedenfalls sitzen die beiden Knalltüten da rum und fuchteln und klappern sinnbefreit mit ihren Essstäbchen herum. Einen Happen zu sich nimmt vier Minuten lang keine(r) von beiden, und die Stäbchen sind unten blitzsauber und furztrocken. Ich schmeiss mich wech... Weiß nur noch nicht ob vor Lachen oder wegen akuter Hirnflucht.

    Gefühlte zwölf Jahre später, Melodie / Mallorie / watweißichwiedieheißt (war bei dem Genuschel nicht klar zu verstehen) und der (namenlose?) Autofahrer machen einen Spaziergang durch den Park (ist mit leerem Magen ja auch leichter), und wir sehen zum ersten mal in diesem Film, äääh... Vögel. Oder sowas ähnliches. Die grünen Flatterviecher sehen so echt aus wie die Monster in einem 60er-Jahre Gamera-Film, und flattern da in Zeitlupe in einen Baum hinein, bzw. davor. Aufziehsittich hurra. Dann noch ein halb komatöses Tänzchen der beiden Turteltauben in irgendeinem einsamen vereinsamten Tanzlokal, ein Küsschen vor der Haustür, und jetzt sind 25 Minuten purer Langeweile rum in denen wirklich nichts passiert ist. Dafür dürfen wir nun am nächsten morgen die Mama von unserem Model kennenlernen (scharf drauf war man ja nicht gerade), die mich fatal an eine Moderatorin bei Astro-TV erinnert. Ist das Hillis ältere Schwester?!

    Gäääääääääääähn... Soll das da jetzt eine erotische Szene sein? Eine Asiatin im Bikini sitzt auf einem Typen (bester Kumpel von unserem Hauptakteur) in Bermuda-Shorts. Puuuh, hoffentlich kommt der Film nicht auf den Index.

    Äääh... Moooment. Also, wir werden nach dieser hammerharten Sexszene Zeuge einer Art Betriebssitzung (wenn ich richtig sehe in der Firma von Mr. Nameless), in der wohl irgendein Erfolg gefeiert wird. Ach so, wohl seine Beförderung. Dann klatschen alle am Tisch so ein paar Sekunden lang und hören auf... Um uns aber längeren Applaus vorzugaukeln hat man den Applaus aus fünf verschiedenen Perspektiven aufgenommen, die dann nach und nach alle abgespielt werden... dummerweise dann einsetzend wenn die Klatscherei gerade beendet wurde. KLATSCH KLATSCH KLATSCH Klatsch klatsch KLATSCH KLATSCH KLATSCH Klatsch klatsch KLATSCH... Welcher Hirni hat denn da den Schnitt gemacht?

    Und die Freundin von Bermuda-Joe ist anscheinend reeeeiiiiin zufällig die beste Freundin von... jetzt Nathalie? Oder Melodie? Mallory? Fuckyourknee? Keine Ahnung, entweder ändert sich der Name wirklich alle fünf Minuten, oder der Ton ist so scheiße. Jedenfalls von Blondie. (Ja nee, is klar, die beste Freundin von der Partnerin seines allerbesten Freundes hat man natürlich noch nie gesehen oder etwas von ihr gehört. Kann dem Drehbuchautor mal einer ´ne Spritze gegen alles was es gibt verabreichen? 50 ml? Mit Vierkantnadel? Danke.)

    Schnaaaarch... gäääähn... Die Blonde und der Blödmann flanieren jetzt über ein Kürbisfest, was genauso langweilig ist wie der Rest des Films... Unddannfahnda´npaarBauernmit´mTreggermümmfelmummimmm chrr.... püüüh...

    Jetzt haben die am Strand (Gääähn!) ´nen toten Adler gefunden (sieht aus wie aus ´ner Zeitung ausgeschnitten und dann ins Bild geklebt), ob es nun spannend wird? Ääääh... nö.

    Immerhin darf Bud (aha, so heißt der) jetzt den sprechenden Gugelhupf kennenlernen, der versucht Blondies Mama zu spielen. Was insgesamt so überzeugend daherkommt wie eine (schlechte.. wobei, gibt´s da gute?) Szene aus "Reich und schön", nur ohne reich und ohne schön. Der verfilmte Nervenkitzel hat übrigens in fünf Minuten Halbzeit, und es ist immer noch nichts passiert. Stattdessen sitzen jetzt beide in einem Lokal und haben beide ein Bier vor sich stehen. Aber so wie sie vorhin nichts essen durften, dürfen sie jetzt anscheinend nichts trinken, jedenfalls ist das Bier zwei oder drei sinnlose Schnitte später immer noch voll. Irgendwie tut mir der Bud-Darsteller fast ein bisschen leid. Vorhin im Restaurant durfte er nichts Futtern (obwohl auf den Tellern doch was drauf war), dann darf er das Bier nicht trinken, und so ganz nebenbei hat er da seit geraumer Zeit eine nicht unscharfe Else am Start und darf auch nicht fummeln. Arme Sau, nix darf man.

    Ooooh, nun geht´s los, Buds Butze, romantische Musik und Blondie in Unnerwäsche, zumindest reicht es für ein bisschen Geknutsche und einen rutschenden BH-Träger... Tja, und schon wieder vorbei. Für mehr hat die Gage für dat Mädel wohl nicht gereicht.

    Der nächste Morgen, sinnlose Landschaftsaufnahmen. ÄÄÄH, WAS ZUM?!

    Die Vögel drehen endlich durch. Warum? Scheiß wat drauf, will eh keiner wissen. Was mich mal interessieren würde:

    1. Wieso klingen die Viecher wenn sie fliegen plötzlich wie Propellermaschinen aus dem zweiten Weltkrieg (kein Witz, ich wünschte, es wäre einer), und

    2. Warum explodieren die, wenn sie auf den Boden auftreffen?!?!?!?!

    Und warum sehen diese Explosionen schlimmer als die schlimmsten Asylum-Tricks aus?! Und die Vögel bewegen sich wie diese Hängevögel aus Holz, die man ab und zu in Kinderzimmern findet und die eine weile mit den Flügeln schlagen wenn man unten am Bändsel zieht. Und warum sind die so dermaßen scheiße ins Bild kopiert? Und was soll der Mist?

    Abgesehen davon heißt der Typ jetzt plötzlich nicht mehr Bud sondern Rod, und hat anscheinend die ganze Nacht über seine Klamotten anbehalten, während Minimi da neben ihm halbnackt im Bett gelegen und vorhin deutlichst ihre Paarungsbereitschaft signalisiert hat. Jedenfalls isser voll angezogen. Idiot! Dann weist Blondi ihn auf die Kamikaze-Adler vor´m Fenster hin, was ihn dazu veranlasst den Telefonhörer abzunehmen, zu wählen und während er wählt wieder aufzulegen. HÄ?! Woher will er denn da schon wissen, dass das Telefon nicht funktioniert?

    Sehr sinnvoll auch das Bett vor dem Fenster auf die Seite zu legen, so dass die obere Hälfte komplett ungeschützt bleibt.

    Nun sind sie auf der Flucht, und die Aufnahme wie sie vor dem Auto stehen und mit Kleiderbügeln nach den in Fünferformation starr vor dem Auto fliegenden Vögeln schlagen kann man unmöglich beschreiben. Immerhin hat der Kumpel von Bod am Vorabend zum ausgehen daran gedacht ein vollautomatisches Maschinengewehr und eine Pistole ins Auto zu packen. Ääääh... Man weiß ja nie... *AUTSCH!!!* Sie können zwei Kinder retten, deren Eltern gerade auf einem Parkplatz von den Vögeln umgebracht worden sind. Die setzen sich dann hinten ins Auto und spielen erstmal ´ne Runde Playstation Portable, wie man das eben so macht wenn gerade Mum und Dad abgemurkst wurden.

    Quizfrage: Ihr werdet von einem Schwarm blutrünstiger Adler (Adler als Schwarmvögel? Ich weiß nicht, ich weiß nicht...) mehrfach angegriffen und offensichtlich auch verfolgt, habt gerade einen Laden geplündert, dessen Besitzer von den Biestern die Augen amputiert bekam, und habt zwei Kinder dabei, die ihre Eltern verloren haben. Was macht ihr jetzt?

    1. Natürlich suche ich mir einen sicheren Unterschlupf mit massiven Wänden, mit Glück einigen Vorräten und eventuell der Möglichkeit Hilfe zu holen

    2. Ich geb meiner Mannschaft im Auto etwas zu essen, und seh zu dass ich so weit wie möglich von den Viechern wegkomme

    3. Erstmal ein schönes Picknick am Strand (!) unter freiem Himmel ohne jede Deckung etliche Meter weit vom schützenden Minivan entfernt

    Wenn ihr den Filmbericht bis jetzt verfolgt habt ohne einzuschlafen oder wahnsinnig zu werden, wisst ihr was die da gerade machen...

    Irgendwie haben die auf einer kleinen Brücke durch puren (Drehbuch-) Zufall einen älteren Typen aufgetrieben, der zu wissen scheint was los ist und es denen auch erklärt. Wenn ich das richtig verstanden habe finden die Vögel durch den Einfluss des Menschen keine Nistplätze mehr und werden deshalb pissig. Aha, und wenn sie abstürzen platzen sie vor Wut, oder warum sind die vorhin explodiert? Und überhaupt, in so einem Kackstreifen auch noch eine völlig ernsthafte Öko-Botschaft vermitteln zu wollen, ist wie von ´nem Hofnarren in voller Kostümierung eine kaiserliche Regierungserklärung zur Bekämpfung einer Hungersnot verlesen zu lassen. Damit es nicht ganz so langweilig wird, wird die Asiatin von ´nem Vogel angegriffen, welcher von Blondie abgeknallt wird. Die berichtet schreiend Ron...

    Sach mal, wollt ihr mich verarschen? Bud, Rod, Ron?! Melodie, Mallory, Nathalie?! Könnt ihr euch da mal einig werden, wie die Vollidioten alle heißen sollen?! Okay, Ron heißt wohl der Kumpel von Bud / Rod. Die Fahren weiter und knallen ein paar Vögel ab welche einen Ausflugsbus voller Kinder belagern, mit der MG und natürlich ohne bei der schwachsinnigen Aktion auch nur eine Scheibe zu zerballern, obwohl die genau in der Schusslinie sind. Ein paar der Ausflügler werden dann von den Vögeln "angegriffen" (Sie stehen blöd rum, schmieren sich selbst Marmelade an den Kopf und vor ihnen flattern die ins Bild kopierten Aufziehvögel, meine Güte sieht das behämmert aus). Dann legen sie sich (ganz langsam und kontrolliert, damit es nicht so weh tut) auf den Boden (ohne dass da weiter Flattermänner im Bild wären) und "sterben" den beschissensten "Todeskampf" der Filmgeschichte. Ron geht dabei trotz seiner MG auch drauf (ein Glück). Und die Frau die gerade noch auf dem Bauch liegend gestorben ist, liegt jetzt halb auf dem Rücken, damit es dramatischer aussieht.

    Leute, dieser Film tut echt weh. Und es sind noch 25 Minuten... Wenn ich Glück habe sind 15 davon der Abspann.

    Warum liegen denn da jetzt fünf tote Vögel rum, obwohl Rod / Bud nur zweimal geschossen hat?

    Das Leben in dem Ort geht übrigens ganz normal weiter, also nicht dass ihr denkt, dass der schon Stunden dauernde Angriff der teilweise explodierenden Killergeier irgendwen von seinem Spaziergang, Ausflug oder dem Gang zur Arbeit abgehalten hätte. Alle Läden haben auf, sowas wie Schutzmaßnahmen oder gar Panik kommt nicht in die Tüte. Und die beiden Kinder, die ja nun nicht nur zusehen mussten wie ihre Eltern, sondern auch zwei ihrer Beschützer blutig dahingemetzelt worden sind, kümmern sich ganz lässig um das nächste Regal mit Schokoriegeln statt sich vor Angst zitternd im Auto zu verstecken oder auch nur eine Träne zu vergießen.

    Hab ich schon erwähnt, dass Rod aus seiner Handfeuerwaffe inzwischen so um die 60 Schuss abgegeben hat ohne nachzuladen? Muss ich das? Nu ist´s eh zu spät. Die Vögel haben übrigens Stahlflügel, sie schlitzen einem Typen der unsere "Helden" ausrauben will im Vorbeifliegen die Kehle auf. Die Honks sind dazu noch vor fünf Minuten aus einem Supermarkt abgefahren, und rennen jetzt ein paar hundert Meter durch den Wald weil sie kein Wasser mehr haben. Weil sowas ja auch nicht im Supermarkt verkauft wird... Na gut, irgendwie mussten sie ja den Typen da kennenlernen, der die Bäume als seine Familie bezeichnet und auch in einem Baumhaus wohnt. Und nebenbei ´nen präfinalen Leberschaden haben muss, so gelb wie seine Haut da schimmert (nein, er ist kein Asiate, die Belichtung des Filmmaterials ist einfach nur unter aller Kanone). Der Typ heißt Tom. Hmm... Tom, Rod, Ron, Bud... mehr als drei Buchstaben waren wohl für ´nen männlichen Vornamen nicht im Budget.

    15 Minuten noch...

    Unsere Helden haben sich wegen der Ablenkung durch Tom jedenfalls mal kräftig verirrt (was bei nur einem vorhandenen Weg auch ´ne Kunst für sich darstellt), und dann fängt der Wald an zu brennen. Warum? Na weil... weil... weil das so ist.

    Hä? Die Asiatin (warum sind die da eigentlich wieder hingefahren.. oder überhaupt da weg?!) lebt doch noch. Ja aber... Ich glaub, wenn ich darüber jetzt nachdenke, explodiert mein Hirn.

    Genau, geile Idee, erstmal angeln gehen! Gerade im Supermarkt gewesen, Killervögel im Nacken, warum holt man sich dann nicht völlig ungeschützt mit ihrer einen Leibspeise (Würmer) ihre andere Leibspeise (Fisch) aus dem Ozean? Die Kinder spielen dann auch am Strand ´ne Runde Ball. Immerhin haben die neben dem Maschinengewehr (welches mit Ron verloren ging) und der Pistole mit dem 100 Schuss-Magazin auch noch ´nen Gaskocher im Auto. Und sind mal wieder blöde genug ihren Fisch gute 100 m vom Auto weg am Strand braten zu wollen, und sich dann zu wundern dass das Federvieh wieder angreift.

    Die Killeradler brechen dann ihre Attacke ab. Warum? Weil die Tauben sie vertreiben? Wieso? Keine Ahnung. Seit wann haben Adler Angst vor Tauben? Öh, noch nie...?! Was soll das alles?

    ICH WEISS ES NICHT!!!

    Jedenfalls stehen die vier Survivor dann am Strand, gucken gefühlte fünf Minuten den Viechern hinterher, und es folgt... DER ABSPANN! TADAA!!!

    Okay, also dem zu entnehmen heißt der "Held" Rod, die blonde Modeltante Nathalie, die Asiatin Mai und irgendeiner noch Tony. Komischerweise steht da nix von Ron, aber wer will das jetzt schon noch wissen...

    Ich nicht. Ich will von diesem "Film" überhaupt nichts mehr wissen. Gar nichts. Ich bin froh, ihn ohne Alkohol überlebt zu haben, und trotzdem noch ansatzweise klar denken zu können. Und davon gibt es ernsthaft noch einen zweiten Teil! Bevor ich mir den angucke braucht mein Hirn aber ´ne lange Auszeit. Genug ist genug. Verneigt euch vor "Daniel, der Zauberer". Huldigt Ed Wood. Gebt dem Beckenbauer-Image-Vehikel "Libero" ´nen Oscar. Lobpreiset alles, was The Asylum je verbrochen hat. Guckt die Killer-Donuts in Endlosschleife.

    Das hier unterbietet wirklich jeden Müll!
     
    Zuletzt bearbeitet: 9 November 2017
  29. Detti04

    Detti04 The Count

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    "Birdemic" klingt ja ganz hervorragend, und der erste Eindruck auf youtube (der Angriff der 5 stationaeren Voegel, der mit Kleiderbuegeln abgewehrt wird) ist auch vielversprechend. Vielleicht gucke ich mir den glatt mal an.

    Apropos youtube: Ja wer spielt denn da in "Rueckkehr der Killertomaten" mit?

     
    Chris1983 gefällt das.
  30. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    Tu es nicht, Du bist doch noch so jung!
     
  31. Detti04

    Detti04 The Count

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    So, jetzt hab ich Birdemic geguckt. Die Fassung auf youtube hatte portugiesische/brasilianische Untertitel, die nebenher noch ein paar witzige Kommentare zum Film machten. Wurde der Film vielleicht in einer brasilianischen Version der "Schlechtesten Filme aller Zeiten" gezeigt? Vielleicht kennt der Sperber den Film ja daher. Hier eine Kostprobe der Untertitel:

    2017-11-09-225809_1024x768_scrot.png

    2017-11-09-225821_1024x768_scrot.png


    @GaviaoDaFiel : Kannst Du mir bitte die "Lessons learned" vom Schluss des Films uebersetzen? (Mist, ich krieg das Einfuegen am richtigen Zeitpunkt nicht hin. Die "Lessons learned" starten ab 1:30:41.)

     
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