Schundfilme

Dieses Thema im Forum "Multimedia" wurde erstellt von Dilbert, 7 September 2008.

  1. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    "Blacula"

    Es war einmal in Transylvanien... Der blutgierige Graf Dracula lädt sich unter dem Vorwand der Verbesserung der Diplomatie- und Handelsbeziehungen den afrikanischen Prinzen Mamuwalde samt seiner Begleitung Luva auf sein Schloss aus alten Robin-Hood-Requisiten ein. Da es in seinem Land anscheinend keine Zeitung gibt die über die früheren Bluttaten des mysteriösen Grafen berichtet hat, kommen Mamuwalde und Luva dieser Einladung dankend nach.

    Doof gelaufen: Dracula ist nicht nur ´n Vampir sondern auch eine dusselige Rassistensau, und es ist ihm eine helle Freude den Prinzen nach etlichen Beleidigungen und einer kleinen Keilerei mit einem Biss in den Hals zu einem Vampir zu machen, in Blacula umzutaufen und ihn anschliessend mit Luva einzumauern.

    Ein paar hundert Jahre später... Die Devotionalien aus Draculas Schloss wurden herausgeholt (ähm... wenn Dracula nicht sterben kann, dürfte er wenig erfreut gewesen sein dass da jemand seine ganze Bude ausräumt, oder isser inzwischen von van Helsing zu Grafenwalder Billigblutbier verarbeitet und in die Regale des ansässigen Lidl-Markts verramscht worden?) und sind nun ware in einem Antiquitätengeschäft zweier schon wirklich megapeinlich stockschwuler (entschuldigt den Ausdruck) Paradetucken in LA untergebracht. Da die weder mit Frauen noch mit Werkzeug umgehen können, schneidet sich einer von denen beim Öffnen einer Kiste den Arm auf. Vom Blutgeruch erwacht, fängt es in der Ecke an zu knirschen und der Vampir entsteigt seinem Sarg (wobei man darüber rätseln darf ob das die Scharniere am Sargdeckel oder Baculas Gelenke nach 200 Jahren Dasein als Kistendörrfleisch sind, die da rumknarzen, jedenfalls steigt selbiger da so stocksteif aus als hätte man ihm vorher sämtliche Gliedmasse eingegipst). Da sich der Blutsauger vorerst mit der Geschwindigkeit einer defekten Mofa in den Kasseler Bergen fortbewegt, wäre es für Tunti und Schwunti eigentlich kein Problem gewesen das Weite zu suchen, aber da wir uns in einem Horrorfilm befinden in dem es ja auch ein paar Opfer geben muss, guckt der eine erstmal doof zu wie dem heranknischenden Untoten Augenbrauen, Kotletten (Warum? Ja weil ääh, na.. äääh..) und Fangzähne wachsen, bevor er beschliesst in Panik zu verfallen (und trotzdem hocken zu bleiben bis der Vampir schon an seinem Arm rumsaugt). Sein bedepperter Kollege hingegen zeigt zumindest einen Hauch von Gegenwehr um seinem Lover zu helfen, was ihm aber wegen der übermenschlichen Kräfte des Gegners nicht hilft.

    Anschliessend verzieht sich Blacula mit einem sehr irren Lachen (was wohl so lustig war...) wieder zurück in seine Holzkiste.

    Ich versuche den Doofsinn nun mal etwas abzukürzen: Der Untote besucht warum auch immer die Aussegnung seiner Opfer, und sieht dabei Tina, die seiner einst mit eingemauerten Luva sehr ähnlich sieht (wat´n Wunder, 1. isset dieselbe Schauspielerin, und 2. hatte man am Set wohl nur einen Friseur für die Mädels, weswegen da bis auf die Klamotten eh alle ziemlich gleich aussehen mit ihren albenen Mega-Afro-Mofahelm-Frisuren). Nachdem er eine renitente Taxifahrerin ausgelutscht hat die ihn vorher über den Haufen gurkte, macht er sich in einer Bar an diese heran, wobei er doof genug ist sein anscheinend für Vampire unverzichtbares Cape anzubehalten. Aber da der Film auch doof ist macht sich darüber keiner Gedanken. Tina ist dem ebenso geheimnisvollen wie charmanten Mamuwalde sofort verfallen, und findet auch nichts bedenklich daran, als er sie später in ihrer Wohnung aufsucht und ihr seine tragische Geschichte erzählt. Tja mei, is mein Lover eben oan Vampir... hat an Freund von mir umg`brocht... Oaber seine Oagn sind scho schee...

    Stutzig wird unterdessen allerdings der Gerichtsmediziner Dr. Thomas, der sich die Leichen anguckt und schon beim Anblick der ersten Bisswunden den Verdacht hat, dass da ein Untoter am Werk ist... Zumal sich die anderen eigentlich Toten plötzlich wieder als sehr lebendig erweisen....

    In einer unterirdischen Fabrikanlage kommt es dann zum tragischen Showdown.

    Okay, dieser Film lief nicht umsonst im Rahmen der genialen "SchleFaZ"-Reihe. Er ist von vorn bis hinten dämlich, unlogisch, unglaubwürdig und was den Sound, die Frisuren und die Klamotten angeht, grenzt er aus heutiger Hinsicht an seelischer Grausamkeit. Dabei darf man natürlich nicht vergessen dass der Streifen im Jahr 1972 gedreht wurde, und wenn man sich deutsche Shows und Filme aus der Zeit anguckt, muss man feststellen dass wir damals auch nicht gerade die Granaten in Sachen Stilberatung waren, und das alles immerhin nicht schlimmer ist als die neonfarbenen Ballon-Jogginganzüge aus den 90ern.

    Aber sonst... Die beiden schwulen Antiquitätenhändler sind dermassen übertrieben dargestellt, dass mein homosexueller Arbeitskollege wahrscheinlich entnervt die Glotze aus dem Fenster schmeissen würde, wenn er das sehen müsste. Die Idee einen Pathologen mit einer schlecht gemachten Hakenhand auszustatten ist auch ziemlich dämlich. Die Fledermaus, in die sich Blacula gegen Ende des Film zeitweise verwandelt (warum hat er das nicht schon früher gemacht? Erstmal hat man von oben eine viel bessere Sicht, und zweitens wird man dann auch nicht von irgendwelchen keifenden Taxifahrerinnen im Kamikaze-Modus über den Haufen gegurkt...) könnte aus der Sesamstrassen-Requisite von Graf Zahls Schloss stammen. Der finale Angriff auf den Untoten wird von seinen Gegenspielern doofdreist nachts veranstaltet, und obwohl wirklich alle inklusive der Polizisten inzwischen aufgeklärt sind mit was man es da zu tun hat, nimmt von den Bullereidödeln keiner mal ´n Kreuz mit. Tina lässt sich trotz seiner Geständnisse über sein Dasein als Blutsauger mehr oder weniger bedenkenlos auf die Liebschaft mit ihm ein (dabei hat er noch kurz zuvor eine Freundin von ihr leergelutscht die das Pech hatte ihn in der Musikbar zu fotografieren). Dr. Thomas weist seinen einhändigen Kollegen an die tote Taxifahrerin doch bitte aufzutauen, ohne ihn zu warnen dass da ´n Kreuz, Knoblauch oder ´ne gepflegte Pfählung (ist aber auch schwierig mit nur einer Hand) vielleicht ´ne ganz gute Idee wären. Als man Blaculas Wohnsitz in dem Antiquitätenschuppen unter die Lupe nimmt, greifen seine inzwischen rekrutierten ehemaligen Opfer an und werden mit Öl- / Petroleumlampen abgefackelt... die nie einer angezündet hat. Und so weiter...

    Fazit: "Blacula" ist ein herrlich bescheuertes Zeugnis seiner Zeit, eine Blaxploitation-Schleuder die dermassen mit dusseligen Klischees um sich schmeisst dass es schon wieder belustigend ist. Sollte man mal gesehen haben, aber auf keinen Fall nüchtern!
     
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  3. Dilbert

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    Gamera vs. Zigra

    Japan, irgendwann ein paar Jahre in der Zukunft (warum in der Zukunft dann alle noch dieselben Klamotten trugen wie zum Erscheinungsjahr dieses Mumpitzstreifens und die es auch nicht geschafft haben in der Zwischenzeit mal neue Autos zu entwickeln sei mal dahingestellt bei einer führenden Industrienation...). Die Menschheit (und eben auch Japan) hat begonnen den Weltraum zu besiedeln und die ersten Basen auf dem Mond gebaut. Darüber informiert uns zumindest ein oberwichtiger Sprecher aus dem Hintergrund, der uns dann auch noch eine Ökobotschaft über die Ausbeutung unseres Planeten hinterherschwadroniert. Gut, da hat er ja im Prinzip nicht unrecht, wenn man das aber in einen so behämmert-billigen Blödblubberstreifen reinsülzt, fällt es einem schwer das alles ernst zu nehmen. Nun sehen wir also wie ein albernes Spielzeugauto - äääh, ich meine natürlich superduper Mondfahrzeug seine Basis verlässt und anschliessend von einem leuchtenden Jeckenhut - äääh gewaltigen Raumschiff weggebeamt wird, welches anschliessend die Mondbasis in Schutt und Asche schiesst.

    Erde: Ein paar dusselige Hosenscheisser werden von ihren Eltern zum Kindergarten gescheucht, und so nervig klugscheissend wie die sich aufführen und weil bei dem Film "Gamera" im Titel steht, liegt man mit der Befürchtung richtig das die Rotznase mit der Baseballkappe und seine kleine Freundin hier leider mit die Hauptrollen spielen werden.

    Nach dem Kindergarten sehen die Menschen wie der Karnevalshut ein paar Kilometer von der Küste entfernt im Meer landet. Was liegt da näher als dass sich zwei Wissenschaftler ein Boot schnappen, die beiden Kinder einladen und erstmal zur vermutlichen UFO-Landestelle hinfahren... wie man das eben so mit Fünfjährigen und einem Boot bei dem sich ungelogen beim Einsteigen die Seitenwände verbiegen gerne mal macht. Ehrlich, Leute, da ist ein UFO von mehreren Metern Durchmesser im Wasser gelandet, und die gurken mit einer klapprigen Nussschale los die wahrscheinlich schon ab einer Wellenhöhe von 50 cm gnadenlos absäuft.

    Ich muss mir dringend mal ein Schaumstoffpolster über dem Sofa an die Wand kleben, sonst wird das bei Gamera-Filmen irgendwann ziemlich schmerzhaft anner Rübe.

    Die Deppen werden mitsamt ihrem wenig seetüchtigen Gefährt vom Raumschiff an Bord gebeamt, wo eine gar nicht so unschicke Trulla im grün-silbernen Outfit auf sie wartet und ihnen einen Vortrag über den mächtigen Zigra hält, was die erstmal nicht so wirklich glauben wollen. Pech gehabt, denn Zigra löst (wie auch immer) als Beweis für seine Macht mal eben ein Erdbeben der Stärke 13 unter Tokio aus (welches wir aus Kostengründen aber nicht sehen dürfen), was an der dortigen Infrastruktur zu diversen städtebaulichen Undekorierungen führt. Anschliessend versetzt die hübsche Trulla die beiden Erwachsenen ins Koma (nein, nicht per Striptease), lässt sich aber natürlich von den beiden Kindern überrumpeln die einfach irgendwelche sich drehenden Ringe festhalten und sie so vorrübergehend bewegungsunfähig machen (Warum das so ist? Hallo, Gamera-Film!!!). Natürlich wissen die beiden auch wie man ihr Boot wieder zurück auf die Wasseroberfläche beamt (weil Kinder sich mit ausserirdischer Technik eben grundsätzlich immer auskennen in Gamera-Filmen, in Gamera vs. Guiron war ja auch die Bedienung eines Atomsprengkopfs (!!!) kein Problem für Sechsjähige). Nur leider kriegen sie mangels Muskelkraft den Aussenborder nicht angeworfen und die beiden erwachsenen Begleiter liegen immer noch im Koma. Aber Gamera hilft natürlich...

    Ich nehm mal ´ne Abkürzung: Zigra hetzt seine Tusnelda auf die einzigen beiden Menschen, die er als Gefahr für sich ansieht, nämlich die Kids (die sind eine Gefahr für alles und jeden, vorallem für meine Nerven). Die schafft es aber in einer gut zwanzigminütigen Verfolgungsjagd natürlich nicht die beiden zu fangen, wenden die doch so clevere Tricks an wie um einen Tisch herumlaufen und durch eine Tür gehen... Gamera beult sich unterdessen erstmal mit Zigra und schrottet dabei das Raumschiff, wodurch Zigra in seiner eigenen Form auftritt: Als gigantischer Space-Schwertfisch mit Schnabel. Die beiden Wissenschaftler konnten unterdessen aus ihren Koma erweckt werden und wollen Zigra mit einer völlig albernen Taucherglocke zuleibe rücken, wobei natürlich für den geneigten Gamera.Seriengucken logisch ist wer sich da noch mit an Bord der Murmel geschlichen hat... Klar das muss aber sowas von inne Buchse gehen. Zumindest finden sie bei der idiotischen Aktion (so langsam begreife ich, warum die Kinder da die Gefahr sein sollen... die Erwachsenen sind schlichtweg alle vollkommen hirnamputiert)heraus dass Zigra gegen Licht empfindlich ist (Ahem, der hat sich vorher bei strahlendem Sonnenschein im Hochsommer mit Gamera am Strand geprügelt - und gewonnen!). Die Riesenschildkröte wird durch ein Gewitter mit Blitzeinschlag (praktisch dass sowas immer nur zwei Minuten dauert und nur über Gamera stattfindet und vorallem sofort aufhört wenn der Blitz getroffen hat) wieder aus ihrem Tiefschlaf gerissen und geht zur Revancherunde über...

    Nein, nein und nochmals nein!!! Gegen diesen hundsmiserablen Hirnriss ist sogar jeder Ed Wood-Film ein Meisterwerk. Das ist schlimmer als die ersten Gehversuche von Roger Corman (und der drehte zu Beginn seiner Karriere mit einem Budget von 25000 Dollar). Hier stimmt wirklich gar nichts, weder von der Handlung noch von einem Hauch von Logik noch von den Kostümen oder der Schauspielerei noch von sonstwas her. Gamera glotzt in seinen Flugszenen durchgehend so blöd wie diese beknackten Katzenuhren, bei denen sich ständig die Augen hin und her bewegen. Zigras "Raumschiff" sieht aus wie eine Mischung aus Jeckenhut und Kaugummiautomat, da wäre nicht einmal de Funes in "Louis und seine Ausserirdischen Kohlköpfe" eingestiegen. Und warum sieht Zigra zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise gefährlich aus? Und seit wann tragen denn bitte japanische Astronautinnen grüne Strampelanzüge mit Silberhemd?! Ach ja, ist ja "Zukunft"...

    Nein, also nichtmal die blödesten aller blöden 70er-Jahre-Godzillas haben sich getraut so verdammt schlecht zu sein. Und die (man denke nur an den komplett beknackten "Godzilla vs. Hedora") haben die Schwachsinns-Messlatte damals wirklich verdammt hoch gelegt...
     
  4. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    "2010 - Moby Dick"

    Okay, wer könnte wohl durchgeknallt / skrupellos / besoffen genug sein eine Moby Dick-Verfilmung, die in der Gegenwart spielt zu drehen? TARAA! - The Asylum ist wieder da!

    Die äääh - Story: Im Jahre 1969 eiert ein U-Boot der Amis unter Packeis in russischen Gewässern auf Patrollie herum. An Board: Die beiden Lauschspezialisten Ahab (ja nee, is klar!) und Boomer (sind wir hier bei "Kampfstern Galactica", oder wie?). Als beide ein ihnen unerklärliches Signal auffangen, denken alle zuerst an ein russisches U-Boot. Allerdings klingt das alles nur wie ein "Loch im Wasser", weshalb ausser Ahab irgendwie keiner so richtig schaltet. Als der Kommandant das Objekt sichtet (funktionieren Periskope unter Wasser?!), ist es zu spät - Das U-Boot wird von einem riesigen weissen Wal aufgegriffen, auf das Eis geschleudert und letztendlich halbiert. Es überleben nur die verstümmelten Ahab und Boomer.

    2010: Eine optisch ganz nette Meeresbiologin dengelt mit ihrem Assistenten in einem walreichen Gebiet vor der Küste herum und probiert ihren Walstimmenimitator aus, welcher tatsächlich durch nachgeäffte Lockrufe ein paar Buckelwale veranlasst sich mal blicken zu lassen. Zu ihrem Pech taucht auf einmal ein riesiges U-Boot der U.S.-Navy neben ihr auf, und sie wird "herzlich eingeladen" (übersetzt: "Einsteigen oder es gibt Kloppe") doch bitte auf die "Pequod" (Ich hau mir mal schnell die leere Bierbüchse von gestern Abend auf den Kopf....*BLÖNK*... so, jetzt ist es besser...) zu kommen, um den inzwischen beförderten Käpt´n Ahab bei der Suche nach Moby Dick zu unterstützen. Der hat die Dose selbst zu diesem Zweck konstruiert und bauen lassen, und jetzt "leihweise von seinem Arbeitgeber entwendet"...

    Aaaalso, ein beinamputierter, schwer traumatisierter Typ der "Ahab" heisst bekommt von der U.S.-Navy ernsthaft das Kommando über ein mit Atomraketen bestücktes U-Boot mit Namen "Pequod", und die wundern sich danach auch noch dass er mit dem Ding stiften geht? Mit einem ersten Offizier Starbuck und einem Waffenoffizier der Queequeg heisst?! HAAAAAALLOOOOO!!! Schneiden die sich da die Fußnägel mit der Kettensäge?!

    Nun ja, doof bleibt doof, und deshalb nimmt die Navy auch an, dass Ahab inwischen eine Bohrinsel, einen Superfrachter und ein Ausflugsboot versenkt hat. Warum er das gemacht haben sollte? Weil er wahnsinnig und traumatisiert ist... Ach was?! Okay, Sinn macht das natürlich trotzdem so ungefähr 0,0 - aber es ist ein Asylum-Film, da braucht man sowas eh nicht.

    Und weil wir eh keinen Sinn brauchen, wird nun der einhändige Boomer damit beauftragt die Pequod zu finden und Ahab aufzuhalten. Der ist der einzige, der es völlig gaga findet, dass sein alter Schiffskamerad im Ozean Amok laufen soll. Und interviewt die Überlebende des Ausflugsbootes, die ihm dann auch bestätigt dass der Kutter mitnichten von einem Torpedo, sondern von einem Wal im handlichen Empire-State-Building-Format plattgemacht wurde. (Angeblich soll der 600 Meter lang sein, was aber doch ziemlicher Mumpitz ist bei den gezeigten Bildern - Wobei die Grössenverhältnisse sich ja bei diesen Streifen eh gern mal ändern.) Letzterer spielt gerade mit einem anderen U-Boot der Navy erst verstecken und dann "Fang den Torpedo", was für das U-Boot welches eigentlich Ahab aufhalten sollte mit einem Totalschaden endet. Das schiebt die Navy auch Ahab in die Schuhe, dabei ist der noch hundert Kilometer weg. Unterdessen hat sich Boomer per Flugschrauber auf die Suche nach seinem alten Kumpel samt Blechgefährt gemacht, und findet diesen weil der aus Versehen einen Atomsprengkopf auf einen Schwarm Tintenfische geballert hat. (Und die Biologin sacht noch, Ahab, sacht sie, dat isser nich, aber nee...) Moby Dick haut das Fluggerät zu klump, und Boomer kommt so an Bord der Pequod. Seine Versuche Ahab zur Vernunft zu bringen scheitern, und das Schicksal nimmt sehr frei nach Herman Melville seinen Lauf...

    Soll man da nun lachen? Oder der Produktionsfirma eine Klage wegen seelischer Grausamkeit auf den Pelz brennen? Oder wegen Beleidigung der menschlichen Intelligenz? So beballert Ahab Moby Dick zuerst mit ´nem Atomsprengkopf, und anschliessend mit einer lächerlichen Torpedo-Harpune (geschmiedet aus dem Stahl seines alten U-Boots), in dem Versuch einen 600 Meter langen Meeressäuger mit einem Stahlseil am U-Boot aufzuhalten. Am Ende schiesst er selbst mit einer Handharpune auf das Vieh und feiert sich selbst dafür... Das wird bestimmt helfen (nachdem seine Besatzung schon mit ´nem Granatwerfer wenig Erfolg hatte). Dann schiesst die Pequod notfallmässig wirklich senkrecht komplett mehrere Meter hoch aus dem Wasser um dann wieder draufzuklatschen, und nicht ein Besatzungsmitglied trägt dabei eine Schramme davon?! Die Meeresbiologin versucht schliesslich Ahab noch von der Jagd abzuhalten, mit der Begründung der Wal würde nicht ihn jagen sondern umgekehrt. Mädel, dat Kuschelmonster hat vorher ein paar hundert Menschen aus Jux umgenietet, oder hat die Bohrinsel dem irgendwas getan? Oder das Passagierschiff mit ein paar tausend Leuten drauf, das der Wal zwischendurch angegriffen hat und welches durch Ahab gerettet wurde? Nee nee, das einzige, was an diesem Streifen einen Hauch von Logik bietet, ist die Tatsache, dass Ahab den Riesen killen will, auch wenn die Methoden fast durchgehend an Behämmertheit kaum zu überbieten sind.

    Was bleibt sonst übrig: Na ja, langweilig isset nicht. Da könnten Kalkofe und Rütten ´nen KillerschleFaZ draus machen. Die Tricks gehen für Asylum-Verhältnisse sogar halbwegs in Ordnung, ist eben kein Wolfgang Petersen am Werk. Wer Spass am Trash hat, sollte diesen durchgeknallten Mist mal antesten.
     
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  5. Dilbert

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    "Bending the Rules"

    Theo Gould ist ´ne Gurke. Er ist seit 15 Jahren als mieser Hiwi bei der Staatsanwaltschaft von New Orleans angestellt und hat es gerade zum Stellvertreter gebracht. Als der alte Staatsanwalt abtritt, hofft er an seinem Geburtstag endlich auf seine Beförderung, und darauf den Prozess gegen den rebellischen Polizisten Nick endlich gewinnen zu können, der sich über alle Regeln des normalen Polizeidaseins hinwegsetzt und mehr oder weniger macht was er will.

    Was sein grösster Tag werden sollte, wird allerdings sein grösster Reinfall. Seine Frau gibt ihm den Laufpass wegen seiner chronischen Erfolglosigkeit und mangelnder Zeit für die Familie, der Bulle wird "nur" vorrübergehend suspendiert da die Geschworenen mal wieder bei 6 zu 6 Stimmen stehen und sich nicht einig werden, und der Job des Staatsanwalts geht auch noch an einen Konkurrenten weil keine Sau Theo leiden kann oder auch nur ansatzweise ernst nimmt, nicht mal seine Mutter. Als ihn dann auch noch zwei Polizisten aus Jux anhalten und mit dem Taser bearbeiten, kann es eigentlich nicht mehr schlimmer werden. Oder doch? Denn er wird ausgerechnet von dem Bullen gefunden, den er verzweifelt versucht hinter Gitter zu bringen: Nick.

    Ich wittere einen furchtbar konstruierten Buddy-Movie.

    Jo, und es wird einer. Weil Theos Auto scheinbar von einer Bande von Autoschiebern geklaut wird, hinter der Nick her ist, müssen die beiden an einem Strang ziehen, zumal Nick ein grosser Fan der Schauspielerei von Theos Mutter ist, und bevor sie sich auf die Suche machen noch Theos verwirrten Vater davon abgehalten hat mit ´ner Wumme im Schlafzimmer um sich zu ballern. Die Wege zum Verbrechersyndikat sind anschliessend verworren und führen über Kidnapping, seltsame Hinterhofimbissstände und jede Menge schwachsinniges Gelaber.

    Der Film wurde von der WWE produziert, und ist in etwa so glaubwürdig und durchdacht wie eine miese Wrestling-Storyline. Die Hauptrolle des coolen Cops Nick wird verkörpert von Adam Copeland, besser bekannt als "Edge". Ansonsten bleibt noch Jennifer Esposito als hilfreiche und ganz ansehnliche Polizistin, Jamie Kennedy als Theo und ein Haufen anderer eher unbekannter Nasen in den weiteren Rollen. Ist aber auch nicht wichtig, denn dafür ist der Film schlichtweg zu blöd. Die Interaktion zwischen Edge und Kennedy klappt vorn und hinten nicht, was auch daran liegt dass Kennedy den lustigen Loser nicht im Ansatz hinbekommt, Edge alles aber nicht cool wirkt in seiner kompletten Mimik und Gestik, und die deutsche Synchro auch nicht besser als schlechter Asylum-Status daherkommt. Zudem ist die Krimistory dermassen bescheuert und verworren, dass die ganzen gezogenen Schlussfolgerungen irgendwie eher aus dem Horoskop gelesen rüberkommen. Da wirkt wirklich nichts auch nur ansatzweise durchdacht, sondern durchweg grob zusammengeklöppelt als hätte einer drei verschiedene (weggeworfene) Drehbücher von "Lethal Weapon" zerschnitten, gemischt und dann einzelne Segmente aus dem Hut gezogen, bis man 90 Minuten ungefähr voll hatte. Und wenn man schon Edge hat, warum zum Deibel baut man dann da nicht zumindest ein paar rasant choreografierte Kloppereien ein, statt sein Talent auf zwei dusselige Fussfeger zu reduzieren? Zumindest DAS kann der doch, wenn er auch als Schauspieler eher ´ne Nulpe ist.

    Fazit: Ein Actionfilm fast ohne Action, eine Komödie die nicht lustig ist, ein Hauptdarsteller dessen einziges Talent Prügeleien sind, der sich aber nicht prügeln darf, ein Co-Star der nur dämlich rüberkommt, eine drittklassige Synchro und eine Krimi-Story die von vorn bis hinten keinen Sinn macht. Der Film gewordene, ultimative Griff ins Klo.
     
  6. KGBRUS

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    Was du dir für nen Scheiß reinziehst.... :)
     
  7. Dilbert

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    Wenn ich das nicht mache, macht es gar keiner.... Also muss ich das wohl machen. ;)
     
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  8. Dilbert

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    "Android Insurrection"

    Ich hab schon lange keinen Filmverriss mehr verbrochen, aber was ich gerade bei Tele 5 gesehen habe war wirklich dermassen verkorkst, ach da kann ich nicht anders.

    Die "Handlung": Es gibt keine. Na gut, es soll wohl eine sein...

    Erstmal quält uns der Streifen mit einem gefühlt 20-minütigen Vorspann (sind bestimmt nur vier oder fünf, kommt einem aber eben so vor) in dem eine albern verzerrte Stimme uns einen Vortrag über das hält was im Vorfeld passiert ist. Das ist dann so ungefähr wie bei Terminator, nur das wir uns hier im Jahr 2554 befinden und die Androiden den Menschen nicht mit Schusswaffen oder Bomben schaden dürfen (das machen andere Roboter). Wenn das ewige Gesülze vorbei ist hat man allerdings den Anfang schon wieder vergessen, weil man entweder eingeschlafen ist, ein Bier holen war oder die kompletten Wochenend-Werbezettel von Penny, Aldi und Co. durchgeblättert hat, nur um diesem Schwachsinn zu entfliehen.

    Danach folgt einer der hundsmiserabelsten Computertricks der Welt, eine Art Radroboter mit rotem Punkt inner Mitte, der von einem Haufen Menschen angegriffen wird, warum auch immer. Dazu kommt dann eine Androidin mit Lichtschwert, die ebenfalls ausgeschaltet wird. Anschliessend kommt das ganze "Spezialkommando" in einer sehr albernen Modellraumschiff zusammen, welches von den Grössenverhältnissen so gestaltet ist dass die da normalerweise nicht einmal gebückt drin stehen könnten, geschweige denn eine Versammlung mit sechs bis acht Leuten abhalten, wie sie es tun. Es folgt eine stinklangweilige fünfminütige Diskussion über das weitere Vorgehen, und das Hirn des Zuschauers geht mal wieder in den Ruhezustand über.

    Der Auftrag ist nun Androiden aus einer Art Produktionsstätte zu holen. Dort fliegt der Haufen unfähiger Deppen dann auch hin, und wie sie aus dem Raumschiff aussteigen sieht man mal wieder dass die da unmöglich irgendwann mal drin gewesen sein können, weil sie schlichtweg nicht reinpassen und sozusagen aus dem Seitenruder kommen... Nichts gegen ein paar bekloppte Filmfehler in Billigstreifen, aber das muss selbst dem untalentiertesten Regieheini auffallen.

    Sie dringen also in den Komplex ein, und die anschliessenden Sinnlos-Dialoge, Quatschschiessereien, schauspielerischen Stümperhaftigkeiten und brachialen Filmfehler gehen echt auf keine Kuhhaut mehr. So steht im Jahre 2554 noch ein Pick Up-Truck mit geschätztem Baujahr 2000 in der Fabrikhalle herum, und ein ebenfalls nicht verrosteter Gabelstapler etwa selben Alters. Die Maschinen erinnern fatal an meine Zeit im Stahlbau auffer Werft, und das war 1994! Als "Wände" müssen schwarz eingefärbte Matratzen herhalten, welche irgendwie sinnlos in die Gegend gestellt wurden und eigentlich so gut wie nichts abtrennen weil oben sowieso alles offen ist. Das reaktivierte Androiden-Fräullein zuckt bei Kopfbewegungen als hätte es einen Wackelkontakt in der Rothaar-Rübe. Irgendwann ist von dem Spezialkommando nur noch die Anführerin übrig, von der sich herausstellt dass sie selbst ein Android ist (was man ja auch nur den ganzen Film über geahnt hat und etwa so überraschend kommt wie ein Sieg des FC Bayern im Heimspiel gegen Bielefeld). Jedenfalls gelingt es ihr die andere Androidin zu retten und den Komplex mittels Atombombe in die Luft zu jagen, wobei die Bombe natürlich erst zehn Sekunden nach Ende des Countdowns hochgeht damit auch ja noch genug Zeit für die Flucht in dem zu kleinen Raumschiff bleibt.

    Der Film endet damit, dass die gerettete Androidin durch New York latscht und eine Meldung der neuen Roboterregierung durchkommt, die dann in etwa nochmal so lange dauert wie das stinklangweilige Gesabbel vom Filmbeginn, und von superspacig eingeschobenen Bildverzerrungen des neuen Herrschers begleitet wird bis man geneigt ist den Fernseher aus dem Fenster zu schmeissen. Zum Glück wird man als man gerade aufstehen will vom Abspann erlöst.

    Was bleibt hängen: Egal wie mies die Filme auch sein mögen, die man schon gesehen hat (und ich hab immerhin schon einen guten Teil der "Asylum"-Produktpalette durch): Es gibt immer noch jemanden, der es schafft einen noch schlimmeren Schrott zu produzieren, noch weniger Geld auszugeben, noch dämlichere Fehler zu machen, noch beschissenere Spezialeffekte einzubauen, noch dümmere Dialoge zu schreiben und noch schlechtere Schauspieler vor die Linse zu stellen. Nicht einmal der Asylum "Thor" war so grottig wie das Ding hier. Die Computereffekte haben kaum Playstation 1 Niveau, der Cast stümpert sich ohne jede Gefühlsregung in der Mimik zu zeigen durch die Dialoge aus dem Sci-Fi-Programm für "scheissegal was die sagen, Hauptsache wir kriegen die Zeit voll"-Automaten. Als Kulisse hat man sich wohl für ein Wochenende in ´ner Stahlbauhalle eingemietet und das dann eben mit den gepolsterten schwarzen Stellwänden improvisiert. Als der oberböse Roboter einen Typen aufspiesst und in der Luft fliegend killt, sieht es nicht nach Blut aus, sondern als hätte jemand einen Eimer roten Sand ausgegossen (vielleicht war´s auch Paprikapulver, so genau will ich das gar nicht wissen welcher Rohstoff da verschwendet wurde). Bei der Flucht am Ende steigen die beim Countdown "1" in das Raumschiff, setzen sich dann noch gemütlich hin und fliegen dann weg, bevor der Komplex in Flammen aufgeht (und dafür dass da angeblich ein thermonuklearer Sprengsatz hochgegangen ist, ist die Druckwelle eher lächerlich da nicht vorhanden).

    Fazit: Das war der schlechteste Sci-Fi-Film den ich je gesehen habe. Und das will bei meinen Guckgewohnheiten echt was heissen...
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 Juli 2016
  9. Dilbert

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    "Dämonen aus dem All"

    Ääääh... also... ähm... Wenn die Produktionsfirma "The Asylum" irgendein Idol bei der Firmengründung gehabt haben sollte, der Produzent dieses Streifens zählt da irgendwie zu den Hauptverdächtigen.

    Ich bin bei dem Film zweimal eingedöst, was davon zeugt wieviel Konzentrationsfähigkeit einem der Mumpitz aussaugt. Deshalb kann ich mich trotz entsprechender Rückspulaktionen weder an die Namen der Hauptdarsteller dieses italienischen Science-Fiction-Kloppers aus den 60ern erinnern, noch daran wie zum Deibel die Figuren hiessen. Alles was ich (Dank Kalkofe) noch weiß ist, dass das Ding zu einer Filmreihe (wer produziert so eine hirnvernichtende Glottergrütze in Serie?!) um die Raumstation "Gamma 6" gehört. Also werde ich die Figuren einfach so benennen wie sie rüberkamen und versuchen die Handlung so amüsant wie möglich zusamenzuklöppeln, was bei der gähnenden Leere im Drehbuch nicht leicht wird.

    Irgendwo am Himalaya, irgendwann in der Zukunft. Die Kollegen von der hiesigen Forschungsstation (hat Ähnlichkeit mit den Bastelbögen der Rückseite der Kinder-Schokoladenpackungen Anfang der 80er Jahre) freuen sich gerade auf ihren Urlaub, als eine Fensterscheibe kaputtgeht und alle Mitarbeiter bis auf einen warum auch immer sterben.

    Keine Ahnung wo, irgendein Urlaubsort. Superheld Commander Betonfrisur guckt gerade den leicht bekleideten Damen auf den Hintern und verliert eine Partie Space-Dame (also Dame nur mit spitzen Hütchen statt normalen Steinen, seeehr futuristisch...) gegen einen Achtjährigen (und nein, so wie der im restlichen Verlauf des Films handelt war das keine Absicht), als er abberufen wird um auf eine neue Mission zu gehen. Denn es tut sich schauerliches: Irgendwer hat den verdammten Klimawandel angeheizt! Schlecht getrickste Eisberge schmelzen und es bilden sich Flüsse wo keine sein sollten. Zudem ist eben die Forschungsstation im Arsch (so kurz vor dem Urlaub, gemein...). Also geht es mit seinem besten Kumpel Sir Haarkranz auf streng geheime Mission um zu gucken was da wohl los sei.

    Am Himalaya wartet schon der hilfreiche Suppenkasper in Form eines geistig etwas fehlgesteuert wirkenden Sherpas auf unsere Expeditionstruppe, die doch bitte mit dem Superjet zur Unglücksstelle aufbrechen will, um was auch immer zu suchen. Man munkelt nach der Auffindung von riesigen Fußabdrücken von Himalaya-Yetis, die mindestens 2,10 m groß sein sollen. (Yetis?! Reinhold hat es immer gewusst...). Nach einer besonders bescheuerten Tanzeinlage des hilfreichen Deppens (sieht aus wie ´ne Mischung aus Drunken-Capoeira und "Scheiße, ich muss pullern!") mit dem irren Blick fliegt das Superraumschiff leider in die Luft, und Commander Klapskopp beschließt kurzerhand einfach zu Fuß aufzubrechen, anstatt so 35 Minuten auf ein Ersatzschiff zu warten (Hallo, das ist in der Zukunft, da steht doch eigentlich an jeder Straßenecke irgendein Raumschiff rum.. oder nicht?). Also kloppen er, Kollege Haarkranz und der Psycho-Sherpa eine Truppe zusammen, die sich beladen mit jeder Menge Gepäck in riesigen Kartons auf den Weg in den Himalaya macht, um zu gucken was denn da wohl los ist. Lustigerweise stürzt einer von denen fast in eine (zweieinhalb Meter tiefe) Schlucht und verliert seine Ladung, wobei dann rauskommt dass in dem Karton von 75 x 75 x 60 cm Kantenlänge irgendwelcher Quatsch gelagert war, der normalerweise in jede Schuhschachtel gepasst hätte. Wurde der Kram von amazon geliefert?

    Ein Sherpa entpuppt sich dann als die vermeindliche Witwe eines Forschers, die von Commander Gehirnamputiert innerhalb von einer Minute in eine wilde Knutscherei verwickelt wird... macht Sinn, obwohl sie der festen Überzeugung ist dass ihr Mann noch lebt und deshalb dann doch den freiwilligen Sabberaustausch unterbindet.

    Die restlchen Sherpas bis auf den Psycho gehen in einer Nacht- und Nebelaktion vor Schiss stiften, weshalb man jetzt mit keinem Gepäck weiterlatscht (was haben die denn da vorher alles mitnenommen?!). Sie finden eine Art Höhlenbasis in der sich tatsäcklich Yetiartige Wesen herumtreiben, welche sie zunächst für unterwentwickelte Viecher halten, bis der Chef der bärtigen Bande mit ihnen spricht. Der erklärt dann irgendwie das was und warum und gegen wen überhaupt, wobei beim geneigten Zuschauer akute Hirnflucht einsetzt. Jedenfalls wollen die wohl weil ihr eigener Planet im Arsch ist bei uns eine für sich passende Atmosphäre schaffen, und nehmen zur Sicherheit die Helden gefangen. Dabei finden sie auch den quicklebendigen Ehemann von der Nundochnichtmehrwitwe wieder, und Commander Knatterkopp muß wohl oder übel seine Hoffnungen auf ein Ficki End begraben.

    Weil die Alien-Yetis nicht nur bescheuert aussehen (Catweasle hat Bussi-Bär im graublauen Farbtopf vergewaltigt, und die kamen dabei raus) sondern auch ´nen Happen doof sind, gelingt den (ich schriebe absichtlich nicht "unseren", denn mit den Idioten will ich nicht in einen Topf geworfen werden) Helden die Flucht und die Zerstörung der Basis. Komischerweise gehen die Katastrophen auf der Erde unvermindert weiter (die größte ist das Drehbuch...), weshalb man warum auch immer herausfindet dass der Ursprung irgendwo auf einem Jupiter-Mond liegen muss (AUA AUA AUA!!!). Also führt Commander Chaos jetzt eine komplette Raumschiffflotte im Kampf gegen die Yetis an (das klingt jetzt völlig gaga, aber ich hab mir den Scheiß doch nicht ausgedacht!!!), wobei man unterwegs auf Meteoritenstürme trifft... (die Meteore fliegen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20m pro Minute in willkürlichen Kurvenbahnen an Drahtseilen durch die Gegend... wenn sie nicht gerade wie später einfach nur stillstehen), was ein cooles Ausweichmannöver ermöglicht (jede South-Park-Folge der ersten Staffel ist besser getrickst). Nachdem man festgestellt hat dass Raketen an einem Yeti-Schutzschild abprallen, leblose Meteoriten aber durchgehen (ja aber... warum erschießt mich keiner?!?!?!), findet Commander Kotzkrücke die Lösung. Wie sie funktioniert bleibt irgendwie unklar, aber es gibt die Möglichkeit zu den miesesten Weltraumtricks der Filmgeschichte. Sowas hätte nicht einmal Ed Wood durchgehen lassen. An Fäden sinnlos herumgezogene "Kosmonauten" (die fatal an die Eine-Mark-Plastikfallschirmspringer von Kloppenburg früher erinnern) "fliegen" in der physikalisch unmöglichsten Art und Weise zwischen Raumschiffen und jetzt stillstehenden Meteoriten hin und her wie ein verhaltensgestörter Schwarm Guppis auf Speed im Aquarium. Das sieht ehrlich sowas von völlig bescheuert aus, dass man den Regisseur dafür erst teeren und federn, und danach noch steinigen möchte für soviel hirnerweichenden Dilletantismus. Vorher haben mich die Tricks zumindest noch an alte (schlechte) Godzilla-Filme erinnert, das hier hat schon was von Spielzeugladen für defekten Krimskrams.

    Wie sie es auch immer hinbekommen haben (und was die da eigentlich gemacht haben weiß irgendwie keiner so genau), die Meteore zerballern dann urplötzlich die Yeti-Basis, die Erde (was davon übrig ist) ist gerettet, und Commander Klapskalli und Haarkranz-Harry können endlich zurück zu ihrem (inzwischen wohl abgesoffenen) Urlaubsort. Und, alle mal lachen: Sie wollen losfahren und es regnet! Im Sommer! Brüllergag!

    Tja, Leute, mehr gibt es dazu nicht zu schreiben. Ist wohl auch so schon beknackt genug. Ich hab auch keine Lust mehr, so viel Bier um davon noch mehr zu ertragen gibt es eh nicht. Der Film ist kacke, so richtig kacke. Normalerweise findet man bei solchen Hirnrissstreifen ja noch unfreiwilligen Humor... Aber nein, das hier ist einfach nur total beschissener, stinklangweiliger Italo-Quatsch der allerschlimmsten Sorte.
     
  10. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    "Daniel der Zauberer"

    Ja, ich habe es getan. Zweimal... einmal sogar stocknüchtern... Ich hoffe, die Schmerzen gehen irgendwann wieder weg...Oder die Erinnerung daran. Mein Hirn göbelt immer noch.

    Also, es geht warum auch immer mit einem gut zehnminütigen Auftritt von Küblblörgs los in dem er vor einer tobenden Menschenmasse (Therapieeinrichtung? Tollwutzentrum?) den "Song" "Heartbeat" zum schlechtesten gibt. Wenn man es schafft zwischendurch den Kotzeimer vom Geischt wegzunehmen erblickt man auch noch den bösen Balthasar, der in seinem roten Lederanzug rüberkommt wie der noch kaputtere Halbbruder des Undertakers nach der Mastdarmresektion. Letzterer sieht sich (warum auch immer) den abartigen Auftritt von Kübi mit Rike und Tom in der Glotze an, und belabert letztere Kübi-Hasser zu einem Mordplan gegen unseren Starsänger. Unterdessen stapft ein vor 200 Jahren in Rente gegangener Postkutschenfahrer mit seiner Blechtröte durch die verschneite Botanik, was erstmal gar keinen Sinn macht... und später auch nicht mehr. Jedenfalls wird so Johnny eingeführt, und weil es sich dabei um den Produzenten dieses unglaublichen Misthaufens, Uli Lommel handelt, sollte man ihn sofort abführen. Leider ist keine Geschmackspolizei und auch kein Irrenarzt in Sicht, und so geht das Gestümper weiter.

    Nachdem Daniel am Frühstückstisch seine Fanpost gelesen hat (unter anderem von einer alten Schachtel die ihn bezichtigt ihr Leben mit seiner Musik gerettet zu haben.. also wenn ihr das gefällt wäre der Tod vielleicht die bessere Alternative gewesen) studiert er mit seinem... ja was auch immer, Manager / Betreuer / Songschreiber ein neues Lied ein, während sich Tom und Rike mit bösesten Absichten der Küblböckschen Bumsbutze nähern, um dann aber festzustellen dass sie die Wumme nicht mitgenommen haben. Die sind als Mörder tatsächlich noch stümperhafter als Küblböck als Sänger. Wie sie da also im Busch vor dem Haus rumschleichen und sich überlegen ob man Küblbums nicht einfach abstechen könnte, werden sie von Daniels Produzenten / Wärter / Ersatzhirnträger gesichtet, der es schafft die kaltblütigen Mörder durch die geschlossene Fensterscheibe in die Flucht zu schlagen, indem er sie etwas unhöflich bittet zu gehen. Äääähm... ja...

    Irgendwann zwischendrin müssen wir auch noch Daniel im Bad ertragen. Er ist komplett angezogen (zum Glück) und föhnt sich die trockenen Haare während er ein Stirnband trägt. Spätestens da schreit schon alles in einem nach dem Gnadenschuss oder einem Kurzschluss im Sicherungskasten, aber da nichts dergleichen passiert hüpft Küblbong anschließen auch noch "singend" in einer Farbwechseljacke durch den Schnee... also die Jacke ist eigentlich nur ´ne usselige rote Klamotte vonnem Jogginganzug, aber da der ganze Scheißdreck mit einer Kamera gedreht wurde die man irgendwo auf dem Flohmarkt für 10 Euro (zu teuer) erstanden hat, ergeben sich ständig irgendwelche Farbfehler, weshalb die Humpelkutte mal rot und mal pink erscheint. Abgesehen davon macht diese ganze gruselige Einlage für den Film selber natürlich gar keinen Sinn, ausser das Publikum noch fünf Minuten länger zu foltern...

    Ich versuche abzukürzen, mein Hirn schmilzt...

    Aaaalso: Balthasar und Johnny entpuppen sich als Gegenspieler, die irgendwie wohl um die Seele Küblbruchs kämpfen, wobei Balthasar der Blöde... ääh Böse ist der Küblbaus Tod will, während Johnny Daniel als Zauberlehrling (ich denk mir das nicht aus, wirkllich...) betrachtet und für ihn eine Art Schutzengel darstellt, der ihn aber auch zu seiner größten Prüfung begleitet, nämlich Rike und Tom auf seine Seite zu bringen. Vorher müssen wir aber noch ertragen wie Küblbusch ein an Dilletantismus nicht zu übertreffendes Screening für Hollywood (ja, bestimmt) bei dem kein Agent mehr als schlechtestes Hauptschulenglisch sprechen kann absolviert, gar lustig verspielt die Torten in einer Bäckerei mit dem Finger verseucht um sie anschließend zu kaufen, und von (mehr als berechtigten) Selbstzweifeln geplagt wird, während sich Rike und Tom als Fans getarnt auf sein letztes Konzert des Jahres schleichen (wenn wir Glück haben sein letztes überhaupt). Der Plan: Er soll auf der Bühne sterben!

    Natürlich kontrolliert am Einlass keiner auf irgendwelche Waffen (hmm... oder werden die da in der Hoffnung auf Erlösung extra verteilt?), was Rike es ermöglicht Küblbauch bei einem Kostümwechsel aus seiner Scheißhausgarderobe zu entführen (ja aber, der sollte doch schon lange tot auf der Bühne liegen...). Klug wie sie ist nimmt sie ihn mit in die gemeinsame Wohnung von ihr, Tom und Balthasar... welche allerdings irgendwie an eine Raucherecke in einer abgeranzten Kneipe erinnert. Balthasar, der den ganzen Irrsinn ja eigentlich angezettelt hat, verweigert dann plötzlich die weitere Unterstützung und pisst sich feige ver, während die beiden jungen Leute den Bullshit beenden sollen. Nachdem die völlig untalentiert mit der Kamera und der Wumme rumhantiert haben hat auch Rike (leider) keinen Bock mehr, und plötzlich sitzen Tom und Küblblöd da allein in der Bruchbude rum. Da Tom den Spinner inzwischen aber irgendwie ganz dufte findet lässt er ihn laufen (IDIOT!!!), und Daniel kann zurück zur Konzerthalle laufen, wo schon alle panisch / voller Hoffnung dass er vielleicht für immer verschwunden ist nach ihm suchen.

    Selbstverständlich ist damit das Elend noch nicht zuende. Um ein wahrer Zauberer zu werden muss Daniel seinen ehemaligen Feinden noch das schenken, was ihm am meisten bedeutet. Und so quält man uns noch mit Filmfehlern, in denen Küblbrot zu grausiger Musik mit Tom und Rike bei denen im Hinterhof mit seiner Gitarre "abrockt". Dann kommt auch noch raus das Johnny der Geist von Daniels Uropa ist (tötet mich... bitte....), und Küblbier erhält zu Weihnachten seinen ersehnten Zauberstab. Und dann ist auch irgendwie irgendwann nach drei ausgeleerten Kotzeimern tatsächlich mal Schluss mit dem Irrsinn.

    Was bleibt hängen... Die wahrscheinlich dämlichste Story aller Zeiten, eine Kameraarbeit die sogar noch "Frauentausch" nach Hollywood aussehen lässt, Schauspieler die so authentisch rüberkommen dass selbst meine vierjährige Tochter die locker an die Wand spielen könnte, eine Tonqualität und -mischung die ihresgleichen im Minusbereich sucht, Kopfschmerzen, Übelkeit, Hirnschmelze und die Lust auf einen Strafantrag für das Verbreiten dieser verfilmten Verstandsfolter.
     
  11. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    "Metropolis 2000"

    Ich habe jetzt zweimal versucht dieses maximal müllverseuchte Mumpitz-Machwerk in einem Rutsch durchzugucken, und bin zwiemal dabei eingepennt. Jetzt reicht´s dann auch wirklich, dreimal erträgt man diesen bumsblöden Brainfuck wahrscheinlich nicht ohne in die Klapsmühle eingeliefert zu werden.

    Allein die erste "Szene" ist schon an lausiger Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Ein popliges Glühstäbchen soll einen Atomkrieg (!) darstellen und glüht sich in eine Presspapp-Modelleisenbahnkulisse die selbst für die ollen Gamera-Streifen der 60er Jahre zu albern ausgesehen hätte. Anstatt einer fetzigen Explosion gibt es dann auch nichts weiter als etwas Rauch... Ja, nicht mal für einen gammelig getürkten Atompilz hat es gereicht. Stattdessen kokelt da wohl irgendwo Omas altgedienter Sturzkampfschlüpper im Hintergrund herum.

    Danach sehen wir ein paar skurril angezogene Plastikskelette herumliegen und eine kleine Wagenburg voller Überlebender. Das mit dem Überleben hat sich allerdings schnell erledigt, weil die sogenannten Templars, ein Haufen hirnkranker Hornochsen in besonders beschissenen weißen Klamotten mitsamt ihren von Schleuderschrottplatz zusammengelöteten Autos und Mopeds anrücken. Deren Anführer, der sich wahrscheinlich nicht mal mehr an seinen eigenen Namen erinnern kann vor Doofheit und deshalb einfach nur "One" genannt wird (und verdammte Hacke, ich meine diese Schauspielerimitation desöfteren als Prügelknabe in diversen Bud-Spencer-Streifen gesehen zu haben, da hat der gute Bud wohl ein paar mal zu gut zugelangt...), will die Menschheit ausrotten (ähm... also da hätte er gern bei sich selber anfangen dürfen), und diese armen Siedlerschweine gehören ja auch irgendwie dazu. So dürfen wir uns also eine Art Kampf ansehen mit gaaaanz viele Stunts bei denen Colt Seavers wahrscheinlich vor Scham im Boden versunken wäre, und nebenbei auch die Gimmicks der Ganovenautos bewundern... Flammenwerfer, ausfahrbarer Spieß (uiuiui..) und ´nen umfunktionierten Tischventilator am Schwenkarm der wohl sowas wie eine rotierende Guilliotine darstellen soll.

    Wenn man das überlebt hat ohne sich totzulachen, auszuschalten oder sich ins Koma zu saufen wird endlich der "Held" dieses Kackwerks eingeführt, Scorpion. Der fährt eine Art Knight 2,5 statt Knight 2000 und trifft in der dahingemetzelten Siedlung ein, gerade noch rechtzeitig um einem Verwundeten den Gnadenschuß verpassen zu können als der ihn darum bittet. Dann sammelt er auf seinen Reisen noch die mehr oder weniger schöne Alma auf, die gerade von den Templars bedrängt und dabei verwundet wird. Außerdem taucht noch ein schwarzer Bogenschütze auf, der irgendwie immer nur vier Pfeile mit sich rumschleppt aber mit den Dingern rumballert wie Legolas in "Der Herr der Ringe" und ansonsten der Meinung ist Scorpion ständig irgendwelche schwachsinnigen Vorträge halten zu müssen.

    Nachdem letztgenannter eine besonders jugendfreie Nummer mit Alma in seinem grün beleuchteten Zelt geschoben hat kann es ja dann auch mal weitergehen mit dem Schwachsinn. One verbietet seinen Leuten ausdrücklich Scorpion zu killen, warum weiß aber so genau keiner, weil das ja überhaupt keinen Sinn macht nachdem er schon ein paar der Templars abgemurkst hat. Das findet auch Ones potenzieller Thronerbe Mako, der irgendwie aussieht wie der bescheuerte Bruder von Harald Glöökler nachdem man ihn mit Seth Rollins in eine Gen-Suppe zusammengerührt hat. Das von ihm angeführte Mörderkommando versagt natürlich elendig, auch weil Scorpion die Fahrertür von seiner mit irgendwelchen Staubsaugerschläuchen aufgepimpten Blechkalesche absprengen kann als sie an selbiger eine Bombe befestigen. Und ja, auch das sieht völlig bescheuert aus. One ist so sauer über den Verrat an seiner Autorität dass er den einzigen Überlebenden abknallen lässt.

    Ich versuche mal wieder etwas abzukürzen, einmal weil eh nichts von diesem Scheißstreifen irgendeinen Sinn macht und zweitens weil mein Restverstand gerade damit droht nach Bora Bora auszuwandern wenn ich mir all den ganzen Irrsinn noch weiter so detailreich ins Gedächtnis rufe. Dagegen war ja sogar die "Story" von Daniel der Zauberer ein Wunderwerk der Drehbuchschreiberei.

    Es gelingt tatsächlich Scorpion gefangen zu nehmen, und was die da mit dem dann gemacht haben kann ich nicht aufschreiben ohne mich übergeben zu müssen. Hätten sie ihn wie angedroht einfach in Stücke gerissen oder sonstwie gekillt wäre es ja erträglich gewesen, aber dem die Hose runterzuschneiden und ... *WÜRG!

    Da One aber nunmal ein ausgemachter Vollidiot ist bleibt Scorpion zwar geschändet, aber am Leben, und kann vom Bronx-Legolas befreit werden, nachdem die Templar-Schergen versucht haben ihn hinter einem Auto zu Tode zu schleifen. Seine zahlreichen Schürfwunden heilen dann selbstversändlich auch innerhalb von genau einem Tag (Folgen der Atomstrahlung?) und die beiden Deppen können sich mit Unterstützung einer Mischung aus Kevin, MacGyver Junior und Dennis (nur eben alles in völllig geisteskrank) zur Endkampf aufmachen. Bei selbigen sterben wohl so an die 40 Templars (obwohl der ganze Haufen eigentlich aus maximal 20 - 25 Leuten bestand), und auch One wird letztendlich gekillt, weil Scorpion als neues Gimmick an seiner Karre einen Riesenbohrer hat, mit dem er den flüchtenden Tunichtgut wortwörtlich den Arsch aufreißt (was angesichts dessen was der mit ihm nach seiner Gefangennahme gemacht hat auch irgendwie gerecht ist). Und so können alle ihrer Wege gehen und der Scheiß hat ein Ende... wurde auch Zeit.

    So, Seziertisch... aber wo soll man da anfangen? Bei den hundsmiserablen Kostümen vom Kinderkackekarneval der Klapsmühle Kaltenkirchen? Bei den... äääh... "Soundeffekten", die sich z.B. bei den Fahrten der Bösewichte mit ihren Sperrmüllkisten so anhören als hätte jemand einen Dirt-Devil-Billigstaubsauger statt ´nen Motor eingebaut? Bei den total schwachsinnigen Dialogen? Bei dem gräßlichen Bratzbalg mit der "natürlichen" Lache die normalerweise dazu führt dass man schnellstens einen Exorzisten aufsucht? Bei den Stunts die selbst ein an Demenz erkrankter Parkinson-Patient noch eleganter hinbekommen hätte? Bei der völligen Dämlichkeit von One, der so hirntot ist dass er seinen schlimmsten Widersacher tatsächlich so lange leben lässt (trotz 200 Chancen ihn umzunieten) bis der ihn und seine gesamte Templar-Mannschaft ausradieren kann?

    Ach, wissst ihr was, ich schreib da jetzt gar nichts mehr zu. Sonst muss ich mich übergeben. Der Film ist einfach dermassen megascheiße dass er nicht einmal mehr lustig ist, sonders eine 90-minütige Augen und Ohrenfolter der allerschlimmsten Art. Mögen seine Macher in der Hölle schmoren!
     
  12. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    Na immerhin spielt Fred Williamson da mit! :jaja:
     
  13. Detti04

    Detti04 The Count

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    Aha, Dilbert hat endlich "Daniel, der Zauberer" gesehen! Unglaublich, oder? Mir tat em Ende des Films Kueblboeck sogar leid (denn der ist ja nur so, wie er eben ist), weil da so Oberarschloecher wie Uli Lommel versuchen, mit Kueblboeck und dessen Fans noch 'ne schnelle und ganz, ganz billige Mark zu machen.
     
  14. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    Ganz ehrlich: Bei aller Verachtung seiner... äääh... Fähigkeiten....

    Kübi war in seiner kindlichen Naivität tatsächlich der sympathischte Typ in diesem Schrottwerk. Und auch der einzige, der sich zumindest ein bisschen Mühe gegeben hat...
     
  15. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    "Ich - Ein Groupie"

    Boah... ganz ehrlich, mir fehlen die Worte. Ich musste mir diese verfilmte Abscheulichkeit in zwei Etappen ansehen, nach der Hälfte drohte mein Hirn ernsthaft mit Geschmackssuizid.

    Die Story... Vicky (man könnte den ersten Buchstaben irgendwie auch austauschen... gespielt von der jungen und eigentlich sehr hübschen Ingrid Steeger... was die wohl bewogen hat da mitzumachen... Mädel, Geld ist doch nun echt nicht alles...) sieht bei einem Stadtparkkonzert in London eine völlig zugedröhnte Tänzerin vor einer grausig herumschröternden und optisch indiskutablen (selbst in Wacken hätte man die rausgeschmissen) Rockband rumzappeln... ach nee, da war die ja noch gar nicht bekifft... Die gehörte so, traurig aber wahr. Durch diese ääh Bekanntschaft kommt sie zu einer drogengeschwangerten und durchvögelten Nacht mit dem Sänger (der auch noch der abgrundtief hässlichte Vogel der Klötenbaggage ist), und verliebt sich in ihn, warum auch immer. Er verhält sich jedenfalls wie Captain Asshole persönlich und will sie nur ganz schnell wieder loswerden, währen F.. ääh Vicky und ihre neue beste Freundin (die sich ja immerhin schon 14 Stunden kennt beschliessen dem Trümmerhaufen nach Berlin nachzureisen.

    Weil aber Hirn und Geld knapp sind geraten die beiden Mädels erstmal nach Holland, wo sie sich einige Drogen und Bumsgelegenheiten zum Übernachten günstig beschaffen um das Hirnunkraut dann in der Schweiz teuer wieder verscherbeln zu können. Im Zug geraten sie dann in eine Zollkontrolle, wobei der Zöllner Vicky den Stuss von wegen "Monatsblutungspuffer statt Schwarzer Afghane" in der Unterhose glaubt. In der Schweiz verscherbeln sie die vorher gekauften Drogen dann in einer Kneipe und machen sich auf den Weg nach München. Dort treffen sie irgendeine andere dumme Freizeitnutte (entschuldigt den Ausdruck, anders kann man das nicht beschreiben), mit der sie dann in einem See nackt baden gehen. Dummerweise kommt genau da eine Horde "Hells Angels" vorbei, die kurzerhand in den See hüpft um Vicky dort zu viert zu vergewaltigen, und auch die neue Bekannntschaft kommt nicht ungeschändet davon.

    Weil das ja alles so schön war fahren die beiden Spermaentladestationen dann nackt und eng an ihre Peiniger geschmiegt natürlich mit denen auf ihren Mopeds durch die Botanik, bis sie an einen Laden kommen wo ihnen die bösen Rocker erstmal jeweils ein neues Outfit spendieren um anschliessend mit ihnen im Hotel zu verschwinden. Was da dann passiert ist will keiner wissen (ehrlich nicht...) , weshalb Juckie... äääh Vicky am nächsten Tag an einer Strasse steht und als Anhalterin mit nach Berlin fährt. So weit, so bescheuert.
    In Berlin trifft sie in einer Bar auf diesen berühmten Playboy, dessen Namen ich vergessen habe, und der ihr erstmal irgendwas in den Whisky mischt. Sie gerät.. Rolf Eden! Der war´s! Also, sie gerät durch ihn nicht zu ihrem geliebten Sänger, sondern in eine Art Sado-Maso-Vampir-Folter-Hexenkeller, wo dann irgendwelche wirren Sachen angestellt werden die weder sie im Drogenrausch noch der entsetzte Filmfreund an der Glotze versteht.

    Warum auch immer trifft sie in Berlin danach die durchgeknallte Zappelelse wieder (wie die da hingekommen ist? Ich weiß es nicht) die sie mit in ihre Bude nimmt um sich mit ihr nochmal kräftig die Dröhnung zu geben. Nachdem Vicky sich irgendeinen Cocktail aus Heroin und sonstigen illegalen Substanzen in die Blutbahn gespritzt hat, fallen die beiden noch in einer der unerotischsten Lesbenszenen der Filmgeschichte übereinander her, bis Vicky plötzlich schlecht wird und ihr weißer Schaum aus der Fresse quillt. Völlig panisch, verpeilt und splitternackt rennt sie dann zur Mittagszeit durch Berlins komplett leere Straßen, bis ein Sportwagen ihrem Leben ein hundsmiserabel getrickstes Ende setzt. Und damit auch dem Film... Endlich.

    Tja, was soll man dazu sagen... Dieser fürchterliche Softsexstreifen ist sowas von widerlich, frauenfeindlich, hrinverachtend, billig und bescheuert, dass man die Macher dafür einkerkern und bis an ihr Lebensende mit dem Partyklassi(c)ker "Dicke fette Ficksau" foltern sollte. Die Mädels hier müsssen nur in die grobe Nähe von ´nem Joint kommen, und werfen schon für jeden schmierig-filzigen Kopflauszüchter der ein Instrument oder ein Mikro in der Hand hat, sämtliche Klamotten runter. Vicky sagt ganz zu Anfang dass es für sie nur den komischen Parkbanksänger gäbe, bumst dann aber mit jedem rum der nicht bei Drei die Kifftüte weggelegt hat. Dann werden die Mädels vergewaltigt, aber anstatt sich danach irgendwie geschändet, beschmutzt oder sonstwie missbraucht zu fühlen fahren sie mit den Rockern auch noch freiwillig mit, und das ohne Klamotten. Bis zehn Minuten vor Filmende wird einem auch vermittelt dass es das schönste ist auf Drogen und notgeil zu sein, ehe dann urplötzlich der Absturz kommt. Und so weiter und so fort. Dazu ist die Musik wie die ganze Optik dieses Streifens einfach nur grausam, von einem Drehbuch reden wir lieber überhaupt nicht.

    Nein, Leute, das ist nicht kultig, das ist nicht witzig, das ist auch in keiner Weise erotisch. Das ist einfach nur ganz große Scheiße!
     
  16. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    "Winnetou"

    Okay, RTL, Du hast es so gewollt! Ich zieh mir jetzt den ersten Teil dieser Saga rein, er läuft gerade sieben Minuten, und ich bin schon bereit für den Verriss. Warum?

    Der Deutsche Karl May geht nach Amerika um das Abenteuer zu suchen. Zuhause saß er nur am Schreibtisch herum und das war ihm wohl zu langweilig. Mit dem Zug landet er irgendwo im Westen der USA und heuert bei einer Eisenbahngesellschaft an, die gerade dabei ist Schienen im Indianergebiet zu verlegen. Nachdem ihn die Frau des Unternehmensleiters (?) warum auch immer zwei Minuten sabbbernd begafft hat und er von ein paar übelst klischeehaft dargestellten (und megahölzern spielenden) Wildwesthuren vor ihrem billigen Bumszelt angemacht wurde, gelangt er zu seiner neuen Arbeitskolonne. Die wird mit dem offenen Bahnwagen zum Bauabschnitt gefahren, und ehrlich gesagt gab mir genau diese Szene jetzt den Antrieb diesen Streifen zu verwursten. Die Kollegen von Karl hocken da saufend auf dem Wagen und reißen schlechte Scherze, und kommen echt so euphorisch rüber wie die Wehrmachtssoldaten am Anfang des Streifens "Stalingrad". Das ist wirklich so dermaßen Scheiße gedreht, dass einem dafür die Worte fehlen.

    So, und jetzt hol ich mir ein Bier und guck dann weiter...

    Okay, wieder ein paar Minuten um. Wir fügen hinzu: Das unbedingt notwendige, rücksichtslose Arschloch von Vorarbeiter (der das Wort "Rothaut-Nigger" erfindet.. ähm... Gehiirn?!) und den entstellten Schlägertypen als dessen Kompagnon. Dazu eine ungehörte Warnung bezüglich der Klapprigkeit einer vor kurzem hochgezogenen Brücke, ein Hauch schlecht nachgeäffter Terence Hill bei einer Saloonschlägerei von unserem "Helden" und noch mehr mies gespielte Dirnen. So langsam macht der Film einen richtig sauer, und dabei ist Winnetou noch nicht einmal aufgetaucht. Wer weiß, was einen da noch für eine Scheiße bei erwarten mag?! Ach ja, zumindest bei der Filmmusik hat man sich an den Klassikern orientiert.

    Okay, Sam Hawkins ist da. Halb skalpiert. Und der Vorarbeiter immer noch ein Arschloch. Und selbstverständlich ist da anscheinend keiner der bis 50 zähen kann. Oder geradeaus gucken... Oder denken (außer Karl). Jetzt schänden die Deppen einen Indianerfriedhof, ja hat denn keiner von denen je "Poltergeist" oder "Friedhof der Kuscheltiere" gesehen?! Jedenfalls kriegt Karl (der einzige der sich nicht wie ein Idiot verhält) ´nen Pfeil in die Brust und ist böse am Japsen.

    Okay, wabernde Wilde betreten die Szenerie, und wenn ich die Vorschau richtig in Erinnerung habe, soll wohl dieser schlecht geschminkte Wrestling-Clown mit dem blaugepinselten Kinn da Winnetou sein. Da hätten sie ja gleich Tim Wiese nehmen könnnen...

    Jaa, skalpier ihn, dann ist der Film vorbei. Ach Mist, Kalle hat noch Kraft für´nen Kinnhaken in den Knochen. Ist ja auch gut markiert, das Ziel... Jedenfalls verschafft er sich so Respekt beim Apachen, und sie nehmen den aufsässigen Reichsbür... ääh Deutschen Wertarbeiter erstmal mit. Es folgt eine megadusselige Psychedelic-Szenerie mit der Stammenschamanin, welche Karl Heilung verschafft. Und mir leuchtet ein, dass ein Bier zu knapp kalkuliert sein dürfte..

    "Ihr Name?" - "N-Tscho-Tschi" - "Gesundheit..."

    Gott, das albern aufgesetzte Sprachgestümper hält man ja im Kopp nicht aus...

    "Alter Mann mit mächtiger Faust..." - "Old Shatterhand". William Shatnerhand wäre mir inzwischen lieber, auch wenn das dann eher "Very old Zitterhand" wäre... Wo wir gerade bei "Wäre mir lieber" sind, Jackie Chans Squaw in "Shang High Noon" war auch um einiges schnittiger als die hölzern rumstammelnde Schnupfenelse da.

    Raupen essen? Dschungelcamp bei Karl May? Nee, nur ´n Scherz. Bei RTL weiß man aber nie...

    Ja, schööön, noch ein paar Naturaufnahmen aus dem Wuppertaler Weideland hinzugefügt, um da Naturverbundenheit zu erschaffen... Die Hooligans des 1.FC Apachencamp feiern auch ´ne Party. Und die Textzeilen die der Häuptling da spricht klingen wie aus ´nem Donald-Duck-Comic entnommen.

    Okay, der tapfere Krieger Winnetou ist ´ne feige Sau. Wahrscheinlich hängt ihm der Kinnhaken von vorhin noch im Gebiss fest. Jedenfalls lässt er Old Shatterhand / Karl May jetzt fesseln und zückt sein Messer, als der den Federträgern eröffnet, dass er nicht bereit ist vor dem Stammesgericht den Kronzeugen gegen seine Kumpels vonner Eisenbahn zu geben. Warum eigentlich nicht? Sind doch eh alles Arschgeigen gewesen...

    So, kurz mal angehalten: Welcher Idiot hat den Winnetou-Darsteller ausgewählt? Dass der erstmal etwas streng gucken soll ist gut und schön, aber wenn dem die Augenbrauen noch tiefer hängen, hat er ´nen Schnurrbart. Hat ´n bisschen was vom jungen Herman Munster, der Typ...

    Jezt bringt Kalle Malle dem Windeltuch das Boxen bei... soll ich jetzt lachen oder weinen?

    Oha, May versucht den Eisenbahnheinis mit Dingen wie Logik und Vernunft zu kommen, ich kann mir bei besten Willen nicht vorstellen, dass das bei den Neandertalern da zieht... Und die nun folgenden Verhandlungen zwischen Indianern und Blechrosskonstrukteuren erscheinen mir auch wenig aussichtsreich... trotz Schnaps...

    Es kann der Friedlichste sich nicht in Ruhe die Adern aufschneden, wenn da ein Vollarsch mit ´ner Wumme neben steht... Selbst wenn er Häuptling der Apachen ist und eigentlich nur Blutsbruderschaft schließen wollte. Drauf geht Kalle erstmal einen oder acht saufen, um dann ´nen Moralischen zu kriegen, während der Häuptling in seinem Zelt vor sich hinstirbt. Ich glaub, das gibt Ärger... Jepp, Winnie Pooh... äääh Winnetou ruft zum Kriegstanz auf. Unterdessen wird Karl nach überstandenem Kater vom Vorarbeiter ausgepeitscht, als er gegen den Plan rebelliert die Indianer einfach über den Haufen schießen zu wollen.

    Jaaa, das macht Sinn. Wenn ich einen Angriff auf ein schwer bewaffnetes Bahnarbeiterkaff plane, dann stell ich mich mit meinen Kriegern mit Fackeln nachts an den Waldesrand und mache erstmal ordentlich Krach, damit auch ja alle aufwachen und wissen wo sie hinschießen müssen wenn die Ballerei losgeht...

    Advent, Advent, die Hütte brennt... Oder zumindest die Heuhaufen davor, die Pappkulissen waren wohl zu teuer zum abfackeln. Dafür wird der halbe Stamm vom Maschinengewehr über den Haufen geknallt. Wer sich so blöde anstellt... Immerhin hat Winnetou knapp überlebt, und wird von Old Shatterhand ins Lager zurückgebracht.

    Oh Mann, der Scheiß geht wirklich noch ´ne halbe Stunde...

    Sam Hawkins taucht auch wieder auf. Warum? Weiß nicht, wahrscheinlch brauchte man einfach noch ein paar dämliche Dialoge und philosophische Unweisheiten.

    Sooo, war ja klar, dass die olle Klapperbrücke vom Anfang nochmal ´ne Rolle spielen muss. Jedenfalls planen Kalle und die Apachen jetzt das olle Ding in die Luft zu jagen. Dazu gehört noch eine schier endlos wirkende Abschiedszeremonie im Indianerdorf. Überhaupt wirkt in diesem Schundstreifen alles so langsam und behäbig, als hätte man den Darstellern erst eine Minute vorher das Drehbuch gegeben. Falls es je eins gab...

    Genau, die wollen die Brücke sprengen, ein Zug rückt an, Kalle geht genau zehn Meter davor erst von den Schienen, und keiner sieht ihn. Äääähm... Ach ja, zum Glück haben sie ihrer Sprengstoffbastelgeisel noch etwas Kawummsmaterial dagelassen, damit er per Explosion eine Warnung losschicken kann. Wo soll man sonst das Alibi für den Showdown herholen? Und sogar der ist megalahmarschig inszeniert. Wie lange brauchen die Idioten eigentlich um mit ´nem Streichholz ´ne Lunte anzuzünden? Da feuert ja der Todesstern in "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" schneller.

    Krawumms und Krach, die Zahnstocherbrücke bricht zusammen. Die Eisenbahnfuzzis sind traurig, die Apachen müssen pinkeln (jedenfalls tanzen sie so), Sam Hawkins bekommt seinen vor Jahren abgeschnittenen Skalp als Toupet wieder (das tut jetzt aber wirklich weh inner Birne), Winnetou hat das Grinsen gelernt, Karl heißt jetzt offiziell Old Shatterhand und kriegt Glitzeraugen bei der Schamanenschnitte, und der Film ist... VORBEI! Ja! Ich hab´s geschafft!

    Fazit: Müll. Ganz großer Müll. Die Akteure agieren wirklich so als würden sie 3/4 des Streifens nur improvisieren, das lahmarschige Gelaber der Apachen versetzt einen selbst wenn man das Ganze mit Sarkasmus verfolgt ins Koma. Alle verhalten sich völlig blöde und unlogisch, die Charaktere sind aus der Playmobil-Cowboykiste eines Fünfjährigen entsprungen (abgesehen von den Dirnen vielleicht), selbst in den "spannenden" Sequenzen ist das alles so dröge und langsam inszeniert dass man nebenbei ´nen Pullover häkeln könnte ohne was zu verpassen (wenn man häkeln kann).

    Das Ding ist ´ne Gurke. Und was für eine. Dann lieber die schiefen Perücken von Pierre Briece und Co. Das hatte wenigstens noch Charme.
     
  17. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    "Der Koloß von Konga"

    Arsch der Welt, irgendwo bei Nepal und dann links. Auf einer Insel wohnt ein riesenhaftes Menschenaffenwesen, jedenfalls lautet so das Gerücht. Der Geldsack Tien, seines Zeichens Feigling, Tunichtgut und oberste Filmarschkrampe, würde das Vieh gern sein Eigen nennen, und heuert deshalb den Jagdexperten Johnny an, der die Expedition leiten soll. Dem ist im Moment eh alles Wurscht, hat er doch vor kurzen seine Freundin mit seinem Bruder im Bett erwischt, als er von einem Abenteuer zurückkehrte. Wie er das Abenteuer überlebt haben soll, ist angesichts der folgenen ca. 90 Filmminuten allerdings ein Rätsel, den würde ich ohne Betreuer ehrlich gesagt nichtmal ´nen Zebrastreifen überqueren lassen...

    Nun ja, die Suche nach dem Zottelvieh, welches vorher mal eben ein Eingeborenendorf zu Matsch zerstampft hat (was dem geneigten Zuschauer irgendwie ziemlich am insgesamt gezeichneten Bild der sanften Bestie zweifeln lässt) gerät dementsprechend zu einem Desaster. Die halbe Mannnschaft wird von einer wildgewordenen Elefantenherde über den Haufen gerannt, stürzt durch pure Unfähigkeit ihres kleingeistigen Reiseführers (man kann den Sitz der Halteseile auch mal durch ziehen überprüfen bevor man da schwerst beladene, menschliche Packesel hochkraxeln lässt) eine Klippe hinunter oder verliert diverse Gliedmaße durch den Angriff von Raubkatzen (was wie bei einem verletzten Pferd dazu führt, dass der seit neuestem einbeinige Tigerfutter-Azubi von Tien gar lustig über den Haufen geknallt wird). Mit der Versorgung / Rettung der durch diese ganzen dämlichen Aktionen verletzten hält man sich genausowenig auf wie mit dem Betrauern der inzwischen zweistelligen Todesopferzahlen, einfach immer weiter latschen...

    Nach ein paar erfolglosen Tagen im Urwald hat Tien keinen Bock mehr, überredet alle Restüberlebenden die Biege zu machen und Johnny einfach zurückzulassen. Mit etwas Glück frisst den ja auch ein Wildviech auf, und man spart sich das Gehalt. Dass der geniale Wildnisexperte nicht mitbekommt wie ca. ein halbes Dutzend Leute samt Gepäck den Sittich macht, stimmt nachdenklich, für den Fall dass den mal eine größere Miezekatze auf ihre Speisekarte setzen sollte.

    Nun ja, weil Johnny nicht nur dämlich sondern auch ungeschickt ist, haut er sich im Urwald auf der Flucht vor dem inzwischen aufgetauchten RIesenaffen Utam die Rübe an und wird bewusstlos. Zu seinem Glück ist Samantha in der Nähe, die im Urwald lebt und mit Utam befreundet ist. Statt Johnny also als Zahnstocher zu verwenden trägt Utam den Doofkopp in Samanthas Höhle, wo der sich von der Birnenanditschaktion erholt. Und löst damit letztendlich eine Reihe von Katastrophen aus.

    Johnny und Samatha freunden sich an, und nachdem der Depp Samantha nach einem Giftschlangenbiss das Leben rettet (die einzige gute Idee, die der im ganzen Film hat) muss Utam ansehen wie der Typ dem er einst den Hintern rettete jetzt am Hintern seiner geliebten Samantha rumgrabbelt. Gut, verstehen kann ich ihn ja, die blonde Waldfee ist ´ne ziemlich hübsche Schnitte (Hallo mein Schatz, wenn Du das hier liest: 1. Du bist natürlich viel schöner, und 2. die Schauspielerin Evelyne Kraft ist schon seit fast 20 Jahren tot...).

    Okay, wir haben da also einen Riesenaffen der in seiner Freizeit doch gern mal Menschen als Fussabtreter benutzt und eine junge Frau, die ihr Leben seit einem Flugzeugabsturz in frühester Kindheit in der Wildnis verbracht hat, dort überglücklich ist und inzwischen (bis auf die Schlange) sämtliche Wildtiere zu ihren Kuschelviechern dressiert hat. Was liegt da also näher als die beiden da rauszureißen? Okay, mit Gehirn alles, aber sowas hat Johnny nicht.

    Stattdessen ruft er (wie er aus dem Urwald raus und an ein Telefon kam? Dummheit siegt!) fröhliich die feige Sau an, die ihn vorher zum Verrecken im Dschungel zurückgelassen hat, schleppt Utam und Samantha aus ihrem Paradies raus (wobei letztere schon nach kurzer Zeit mehr Hirn zeigt als alle anderen im Film, und das irgendwie für ´ne blöde Aktion hält...), versöhnt sich mit seinem Bruder und...

    Man fasst es nicht. Der Vollidiot hat da die schnucklige Samantha an seiner Seite, die nur seinetwegen von ihrer Insel runterging, und was macht der Honk? Lässt sich von dem ollen Gesichtseimer, der vorher mit seinem Bruder fremdgevögelt hat, innerhalb von einer Minute rumkriegen und fängt ´ne Knutscherei mit der untreuen Matschfresse an, während seine neue Perle vor der Tür steht. Die geht daraufhin verständlicherweise flitzen, während Utam zur Belustigung der Leute in einem Fußballstadion gequält wird.

    Als Tien Samantha aufliest und vergewaltigen will, dreht Utam durch. Und wie wir alle wissen sind stinksaure Riesenviecher in einer Großstadt selten förderlich für den Erhalt der intakten Infrastruktur...

    Lächerliche Spielzeugpanzer, die auf eine Leinwand schießen, auf der ein unscharfer Film eines Typen in einem schlecht aufgebügeltem Affenkostüm läuft, ein "Held" der so dämlich ist, dass es einem schon körperliche Schmerzen bereitet... Wäre da nicht Evelyne Kraft im knappen Naturlederoutfit, könnte man dieses lieblos hingeschissene "King King"-Imitations-Imitat voll in die Tonne treten. Samantha ist (nicht nur optisch) die einzige sympathische Person in diesem fatalen Filmfehler-Fiasko. Der Rest besteht aus Feiglingen, Volldeppen Bruderbetrügern, rücksichtslosen, verlorenen Millitärfuzzis und hilflosen Statisten. Nicht zu vergessen das karnevalsverdächtige Affenkostüm mit mehr als offensichtlicher Gummifresse, das sogar noch beschissener aussieht als die lächerlich-bekifft wirkende King Kong-Version der Toho-Studios.

    Das ist teilweise sogar noch unfreiwillig komisch, aber gerade im Mittelteil oft auch einfach nur stinklangweilig und letztendlich insgesamt einfach nur blöde.
     
  18. Rupert

    Rupert Friends call me Loretta

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    Respekt, dass Du Dir Winnetou angeschaut hast :D
    Ich hab vor Weihnachten darüber in der Zeitung was gelesen und ein paar Photos von den Hauptfiguren gesehen; das hat gereicht.
     
  19. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    Ich hab auch nur den ersten geschafft... mehr ging definitiv nicht. :D
     
  20. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    Filmrezi: "Wenn die tollen Tanten kommen"

    Nein, ich bin nicht wahnsinnig. Na gut, vielleicht ein bisschen... Aber nicht halb so irre wie die Typen gewesen sein müssen, die dieses Dings hier verbrochen haben.

    Die Handlung...
    ....
    ....
    Ich bin mir gerade nicht sicher, ob man diesen hirntot hingekackten Haufen holpriger Humorverbrechen aus den 70ern so nennen darf...

    Ilja, hat es nicht leicht. Sein Urlaub steht an, und er will sich gerade gepflegt aus dem Reisebüro in dem er faulenzt verziehen, als sein cholerischer Vollidiotenchef ihn zusammenscheißt, weil er irgendeinen Geschäftsabschluß mit dem Schloß am Wörthersee verkackt hat, ohne den das Reisebüro dann wohl kurz vor der Pleite steht (ähm... also wenn ein Reisebüro so dermaßen scheiße ist, dass es mir wirklich nur ein einziges Reiseziel anbieten kann, dann gehört es wie dieser ganze Film in die Tonne für unfähige Arschgeigen). Da es um seinen Arbeitsplatz geht, erklärt sich der dürre Ilja (den wir leider viel zu oft noch nur mit Unterhosen bekleidet bewundern dürfen), seine bescheuerte Daseinsform zwischen Amöbe, Arschloch und Albernheitspraktikant in den Süden zu ebenjenem Schloß zu bewegen, um das Geschäft noch zu retten. Mit dabei ist sein Kumpel Rudi (Daseinsform: Käseomelett, Kackschädel, Komikverweigerer), warum auch immer. Die beiden Blitzbirnen landen unterwegs in einem Bierfest mit grauseliger "Stimmungsmusik", wo sie sich innerhalb von 40 Sekunden jeweils sechs bis acht Liter Bier auf ex in die Hohlkörper gießen, was dann zu diversen Ausfallerscheinungen im eh schon radikal-reduzierten Resthirn und noch schlechteren Witzen führt.

    Da beide so dämlich waren ihr Cabriolet weder abzuschließen noch zumindest das Verdeck zuzumachen oder den Schlüssel aus der Zündung zu nehmen, hat ein dreister Autodieb natürlich leichtes Spiel, während unsere Helden unter den Bierbänken ihren Rausch zu 1/4 ausschlafen.

    The Day after... Ilja wacht auf und sucht torkelnd seine Karre (in dem Zustand hätte er die eh an den nächsten Baum gesetzt, dass sie geklaut wurde verlängert ihr Leben zumindest für ein paar Tage). Da die Möhre nicht auffindbar ist werden die beiden Knallköppe dann eben mal schnell Lokführer (äääh... die haben jeder noch mindestens 2,5 Promille in der Blutbahn und sind auch nüchtern so intelligent wie Köterkotze, dürfen dann aber nach einem Vormittagsseminar von 23 Minuten inklusive Pinkelpause mit ´ner Dampflok mit Passagierwaggons über die Schienen kacheln? Weiß die GDL davon?), und fahren weiter. Dann gehen sie (den Job wohl wieder los) den Ruß im Baggersee abbaden, wobei sie ihre Klamotten auf dem Anhänger eines Traktors lassen, der dann damit mal schnell abhaut, den ganzen Scheiß durch den Schredder scheucht und dann mit dem Heu zusammen im Kühstall verfüttert.

    Die beiden fast nackten Deppen rufen die Bäuerin auf den Plan, die sie mit der Mistforke aufspießen will... (und wenn sie es geschafft hätte, hätte ich ein halbes Jahr umsonst bei ihr den Stall ausgemistet vor Dankbarkeit...). Nachdem sie inzwischen irrtümlich (wirklich????) wegen Drogenbesitzes gesucht werden (Besitz? Konsum! Tonnenweise!!!), überrumpeln sie den Dorfbullen bei dem sie Anzeige wegen des Autodiebstahls erstatten wollen, und der sie verhaften will, mit einem Feuerlöscher, und gehen dann stiften. Unterwegs finden sie einen Koffer voller Frauenklamotten und Perücken (weil damals jede Frau natürlich mindestens zwei Perücken mit auf Reisen nahm, und weil gerade nichts besseres zum Anziehen da ist...) Die "tollen Tanten" sind geboren...

    Per Anhalter gelangen sie so zum Wörthersee-Schloß (auf Nimmerwiedersehen in die Galaxis zu den Vogonen mit 100 Jahre vogonisches Strafgedicht wäre mir lieber gewesen), wo inzwischen die auf Chris Roberts notgeilen (warum weiß ich doch auch nicht) Ratiopharm-Zwillinge einen Job als Telefonistin bekommen haben. Das spielt für den Rest des Films überhaupt keine Rolle, aber irgendwie muss man den ollen Schmalzlurch Roberts ja einbinden und zum Singen bringen, wenn man ihn hat (wirklich?). Der Rest ist eine grausige Abfolge unlustigster Wortspiele, Tuntentantenverwechslungsgags, schlechtester Comedy und albernster Versteckspiele, die zudem noch mit gruseligsten Gesangseinlagen garniert wurden, und diesen ganzen Misthaufen noch unerträglicher machen als er es spätestens seit Ilja Richters Lachanfall in der Dorfbullenstation eh schon war. Die löetzte Hoffnung auf Erlösung bietet die vorletzte Szene, in der die beiden Superschlaukekse volle Kanne in einen Steinbruch reingurken, in dem gerade gesprengt wird, und es einen Riesenknall gibt. Leider ist dann nur das unschuldige Auto kaputt, während Ilja und Rudi unverletzt in Unterhosen (haha, witzig... nicht!) aus dem Wrack steigen und einen neuen Koffer finden... Und dieser unerträgliche Mist damit leider zwei Fortsetzungen..

    Ich wäre in der finalen Bewertung gern noch ausführlicher geworden, aber gleich muss ich mich für die Arbeit fertig machen. Deshalb fällt das Fazit kurz und knapp aus: Einfach nur ganz kranke Scheiße!
     
  21. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    "Gamera gegen Guiron - Frankensteins Monsterkampf im Weltall"

    Ja, der Kollege Gamera mal wieder. Ich hab den Streifen gestern Abend in Konferenzschaltung mit meinem Herzblatt geguckt, und wir waren uns beide in einem Punkt einig: Akio ist das fürchterlichste Klugscheißkind der gesamten Filmgeschichte.

    Aber von Anfang an: Aus dem Weltall werden seltsame Signale aufgefangen, die zwar nicht von der Erde kommen, aber trotzdem menschlichen Ursprungs zu sein scheinen. Nun richtet also die ganze Welt ihre Megateleskope auf den Nachthimmel auf der Suche nach den Absendern... und wer ist der einzige der das ankommende UFO sieht? Ausgerechnet Akio, bester Freund von Tom, Gamera-Fan und das mit Abstand widerlichste Ohrfeigengesicht der gesamten Filmreihe. Der sieht das Ding am späten Abend durch sein Kinderteleskop... (die ganzen Wissenschaftler in den Observatorien rund um den Globus waren wohl gerade alle gleichzeitig kacken...) Er und Tom wollen sich zum Landeplatz aufmachen, als Akios Mama reinkommt, die beiden Klugscheißer null ernst nimmt, und ihnen innerhalb von einer Minute befielt Hausaufgaben zu machen und schlafen zu gehen. Ja, wie jetzt?

    Am nächsten Tag... irgendwie scheint keine Schule zu sein, also schnappen sich Akio, die klugscheißende Arschkrampe, sein Freund Tom und Akios kleine nervende Schwester ihre Fahrräder, und gurken damit zum UFO-Landeplatz, nachdem sie dem inkompetenten Comic-Dorfbullen mit einem Gummipfeil seine Jacke an die Wand genagelt haben (und wenn ich denen jetzt sage, dass ein Saugnapf-Pfeil durch denn Stoff durch bestimmt niemals an einer Holzwand kleben, würde wären die bestimmt beleidigt, die kleinen Scheißbirnen...). Natürlich hat immer noch keiner außer ihnen das UFO bemerkt, und natürlich steht die Einstiegsluke dieses wirklich lächerlichen UFOs (sieht aus als hätte man zwei Kochtopfdeckel einer Kinderküche aufeinandergeklebt und dann ´n paar Beine drangepappt) offen. Und natürlich gegen Akio-Arsch und Tom da rein und spielen an den Knöppen rum, weshalb die Gurke dann auch mal schnell abhebt. Was macht das liebe Schwesterlein? Quäkt "Kommt zurück, Mama wird schimpfen!" hinterher, anstatt da mal Alarm zu machen und zum nächsten Polizeirevier zu rasen um die Entführung zu melden....

    Wobei...

    Bei dem Bullen...? Okay, aussichtslos.

    Akio und Tom können das anscheinend vorprogrammierte Raumschiff nicht steuern, und eimern damit nun durch das Weltall. Als zwei Meteoriten (lächerliche Glitzerkieselsteine) mit geschätzten 20 Metern pro Jahr auf das Raumschiff zuschnarchen, kann nur einer helfen: Gamera! Der boxt mit seiner Rumsrübe den Meteor weg (und die Flugszene sieht schlimmer aus als jeder Trick der Augsburger Puppenkiste... nur ist das bei den Augsburgern eben so geplant und charmant, hier nur billig und blöd), und versucht anschließend unter lauten Geschrei das Raumschiff aufzuhalten (natürlich kann Akio Gameras "Sprache" verstehen... wie ich den hasse!). Das wird aber nichts, weil der Autopilot das peinliche Sandmännchen-Gefährt um Gamera rumlenkt (und warum dann nicht um die Meteore?!) und anschließend den Turbogang einlegt, weshalb Gamera trotz Düsenantrieb im Hintern nicht hinterherkommt.

    Unsere beiden Helden (Nervensägen) landen schließlich auf dem Planeten, von dem die Juxgurke einst gestartet ist. Natürlich kann man die Luft da atmen. Kaum haben sie ihre dümmlichen Kadaver aus dem Raumschiff bewegt, flattert auch schon ein Gaos heran (von den Viechern scheint das ganze Universum voll zu sein). Als der da also mit seinem albernen Bügeleisenkopp Rabatz machen will, tut sich eine unterirdische Kammer auf, und eines der wirklich blödesten Monster der japanischen Filmindustrie kriecht ans Tageslicht. Guiron, seines Zeichens wegen zu großer Albernheit aus der Muppet-Show entlasssen worden. Ein auf allen Vieren krauchendes, blaues Dummfugvieh mit einem Schädel in Form eines umgedrehten Kartoffelschälmessers. Damit kann der säbeln, die Todesstrahlen von Gaos zurückwerfen (was dem Flattermann ein Bein kostet) und aus den Nasenlöchern Ninja-Sterne abschießen. Aus Gaos wird so im Handumdrehen Pleitegeierfilet.

    Akio und Tom geraten unterdessen in eine Art Teleporter und gelangen durch ihre Doofheit in die Zentrale der Aliens. Die beiden letzten Bewohnerinnen des Alien-Planeten sind Barbella und Blubella (blöde Blubberköppe in lächerlichen Weltraum-Kostümen mit selten dämlichen Glitzerhelmen hätte es eher getroffen, war aber wohl zu lang), zwei hinterlistige Weltraum-Schicksen, die erstmal einen auf freundlich tun, aber in Wahrheit vorhaben die Gehirne der Jungs zu essen (Mädels, davon werdet ihr nicht ansatzweise satt...) um so an ihr Wissen zu kommen (MUHAHAHAHAHA!!!!) um damit die Erde zu erobern, weil ihr eigener Planet durch eine bevorstehende Eiszeit dem Untergang geweiht ist. Leider geht der Plan durch Gameras Eingreifen, und weil Tom keins von den vergifteten Sandwiches essen will (der ist aber auch zu gar nichts gut...), schief, weshalb Akio im Folgestreifen "Gamera gegen Jiggar" wieder mitspielen darf... Der Gott des Schrottfilms steh uns bei...

    Boah... der Film ist harte Kost. Akio ist wirklich der schrecklichste Klugscheißer auf Erden, kann alles, macht alles und versteht natürlich alles, selbst ein einfach nur vor sich hinbrüllendes Monster. Außerdem können die beiden als Gamera zu verlieren droht natürlich eine Atomrakete (!!!!) bedienen... (die geht dann ein paar hundert Meter neben ihnen hoch, aber da passiert schon nichts...), Gamera "repariert" das von Guiron halbierte Raumschiff indem er beide Hälften einfach zusammenhält (was selbstverständlich so luftdicht ist, dass die beiden Knirpse damit zurück zur Erde fliegen können, ohne zu ersticken wie sie es eigentlich längst verdient hätten) und macht beim Kampf mit Guiron ernthaft Überschläge an einer Art Reck. Beim unvermeidbaren moralischen Schlusswort (das natürlich Akio halten darf, mein Gott, ich hasse ihn, ich hasse ihn...!!!) über den Umgang mit unserem Planeten, sitzt das Monster Gamera daneben und nickt (!), was ihn endgültig in die Kategorie Kasperletheater torpediert.

    Und überhaupt ist das alles nur ein riesengroßer Haufen Megascheißdreck, den sich Kalkofe und Rütten dringenst mal vornehmen müssten! Der Koloß von Konga ist dagegen noch absolutes Qualitätskino! So!

    Wer sich diesen unglaublichen Mist trotzdem mal antun will, es gibt ihn in voller Länge im "weload.tv"-Kanal bei youtube.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 Januar 2017
  22. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    Vorsicht Spoiler!

    "American Warships 2"

    Tadaa, The Asylum schlägt wieder zu. Im ersten Teil dieser Billigbumsblödelei legten sich noch Mario van Peebles und Carl Weathers mit gemästeten Scheißhausfliegen ausserirdischer Herkunft an, die die Menschheit mit einem EMP-Angriff fast in den 3. Weltkrieg stürzten, und nur Dank der altertümlichen Technik des Zweitweltkriegsschlachtschiffs "IOWA" aufgehalten werden konnten.

    Hier nun gerät die Air Force One in eine Sturmfront über dem Bermuda-Dreieck, weshalb ein Triebwerk durch Blitzschlag in seine Einzelteile zerbröselt und der Präsident (der ehrlich aussieht als könne er sich von seinem Gehalt weder Shampoo noch den Gang in den nächstbesten Waschsalon noch ein Bügeleisen oder einen Anzug der nicht aus dem Altkleidercontainer geklaut wurde leisten) per Rettungskapsel ääh... gerettet werden muss. Sein letzter Wunsch "Retten sie sich selbst" (Zitat Otto Waalkes: "Rettettete..."), scheitert dann daran, dass sich der Flieger kurz darauf durch ein zweites explodierendes Triebwerk in einem Feuerball verwandelt.

    Rein zufällig ist in dem Gebiet (komischerweise bei bestem Wetter ohne jeden Windhauch) eine komplette Flotte der Ami-Marine unterwegs, die sich alsbald auf die Suche nach dem Präsi macht. Das Kommando hat eine Frau Admiral Hanson, gespielt von Linda Hamilton (und ja, auch unsere geliebte Heldin Sarah Connor aus den ersten beiden "Terminator"-Streifen kommt sichtlich in die Jahre). Der wird ein Rettungsteam unter der Führung von Trip Oliver auf´s Auge gedrückt, was ihr weniger schmeckt da sie seine Methoden in der Vergangenheit etwas zu risikoreich und verlustig an Menschenleben fand. Bevor die beiden sich so richtig auf den Sack gehen können, kommen allerdings plötzlich riesige Tentakel aus dem Wasser und krümmen sich über die Schiffe der Flotte, die ein Wissenschaftskasper als "eine Art Ringelwürmer, es scheint als besitzen sie eine Art Bioelektrogenese..." (und der Kopf wandert zum ersten mal in Richtung Tischplatte.. *DONK!...) identifiziert. Sieht man ja auch nach zweieinhalt Sekunden auf den ersten Blick...

    "Sind sie eine Bedrohung?" - "Ich weiß es nicht, es sind halt Würmer." DIe über zwanzig Meter hoch aus dem Wasser ragen und je zu viert Eure Schiffe umzingelt haben... Die kommen bestimmt nur zum Kaffee vorbei. *DONK!

    Okay, der Typ mit dem Raketenwerfer wurde umgenietet, die Biester scheinen kugelfest zu sein, ich glaube, die sind eine Bedrohung...

    Drei Minuten später, die Viecher haben sich zurückgezogen, die halbe Flotte brennt (Warum?! Die Biester hatten keine Waffen und keinen Godzilla-Atomatem...), der Präsident wurde in seiner Fluchtkapsel 7000 Meter (!) tief in Ozean geortet (Sacht mal, sollten solche Dinger nicht lieber schwimmfähig sein?!) und hat noch Luft für vier Stunden. Die Technikklugscheißerin vom Dienst schlägt eine noch nicht getestete Gerätschaft vor, die statt der drei Stunden der schon vorhandenen Taucherglocke nur die Hälfte der Zeit, also 90 Minuten benötigen würde um da runterzukommen. Die bräuchte eine Stunde um da zu sein und eine halbe Stunde bis zur Einsatzbereitschaft...

    Hmm... lasst mal überlegen... da ist ein startklares Dingens mit dem man drei Stunden braucht um den Präsi retten zu können. Das andere Ding zerfällt eventuell bei dem Versuch in seine Einzelteile, benötigt eineinhalb Stunden um anzukommen und klargemacht zu werden, und dann eineinhalb Stunden um runterzukommen, falls es das überhaupt schafft. 1,5 + 1,5... hmm...

    *DONK DONK DONK!!!

    Als das Rettungs-U-Boot gerade zu Wasser gelassen werden soll, greifen die Elektroringelwürmer wieder an, was zu weiteren sinnlosen Explosionen führt. Oliver wird das zu blöde und er will starten, auch entgegen den Befehl von Hanson. Da die Helikopter mit dem Zusatzequipment eh gerade von den Würmern vom Himmel gekloppt werden, macht weiteres warten allerdings eh wenig Sinn. Also: ABFAAHT!

    Okay, das Rettungs-U-Boot mit Namen "Prometheus" ist der erst wirklich megabeschissene Trick dieses Streifens. Bisher war es zwar Asylum, aber doch ganz solide für deren Verhältnisse. Nun kommen wir allerdings in den Amiga 500-Bereich...

    Hanson ist von Olivers eigenmächtigem Abflug alles andere als angetan, kann nun aber auch erstmal nichts machen. Unterdessen hat zumindest einer der Würmer Senge bekommen und soll nun analysiert werden. Die Würmer greifen nun aber die unbewaffnete Amiga-Gurke an, war vielleicht keine besonders gute Idee da mit einer nicht getesteten Spielzeugdose runterzugehen.

    Der Wissenschaftskasper kam inzwischen auf den Trichter, dass die Würmer wohl allein nicht lebensfähig sind, sondern Teil von einem großen Organismus unter Wasser... der weil es sowas großes auf der Erde ja nicht gibt, also aus´m Weltall stammen muss. Das U-Boot hat derweil mal die Motoren ausgeschaltet, weil die Wurmgedingse auf die Geräusche davon abfahren, und lässt sich nun vom Golfstrom zur Rettungskapsel treiben, weil man damit ja so gut zielen kann...

    *DONK!

    Tja, schiefgelaufen. Statt beim Präsi sitzen die Deppen jetzt in einer unbekannten Höhle fest. Aber, wat ´n Zufall, anscheinend ist die Rettungskapsel auch da drin. Das Flaggschiff der Flotte über Wasser wird währenddessen von einem abstürzenden Flugzeug getroffen, genau in die Brücke. Die ist bei der nächsten Großaufnahme allerdings wieder voll intakt (kleines *donk).

    Die Höhle scheint gar keine Höhle zu sein. In ihrem Inneren befinden sich etliche verlustig gegangene Flieger und Schiffe, ausserdem leuchten die Wände teilweise pulsierend rot. Die Technikschnalle lässt sich zu dem Satz "Dies ist der erste Kontakt zu außerirdischem Leben!" hinreißen, ja hat die doofe Kuh denn den ersten Teil gar nicht gesehen?! Und "Roboter der Sterne" auch nicht?! Ehrlich gesagt sieht der Flugzeugfriedhof in der Höhle dann auch eher aus wie verstreutes altes Kinderspielzeug im Sandkasten bei Nacht. Ein Typ des inzwischen ausgestiegenen Rettungstrupps guckt ein bisschen zu lang in eine Blubberpfütze und wird sogleich von Tentakelwesen da reingezogen. Sowas macht man doch auch nicht in solchen Filmen, du Depp!

    Die zweite Technikelse ist kurz danach genauso dämlich...

    Gott, sind die BLÖDE! Die Rettungskapsel des Präsis ist die einzige helle Lichtquelle in der ganzen verdammten Butze! Und die Hirnis gehen nicht einfach dem Licht nach, sondern kaspern da ´ne halbe Ewigkeit mit ´nem Peilsender herum um das Ding zu finden. *DONK DONK DONK DONK DONK!!!

    Aua...

    Na, immerhin lebt der Präsi aus dem Pappkarton noch, dummerweise wird der Haufen jetzt von einer fliegenden Kugel mit eingebautem Elektroschocker angegriffen. Und nicht nur davon. Die Aliens drehen den Strom an, lassen die Tetakel los und werfen mit alten Schiffen, das sind aber auch gemeine Arschkrampen. Der halben Mannschaft verlustig gegangen geht es wieder an Bord, aber immerhin lebt der Präsi noch.

    Jetzt sieht man auch die Ausmaße der Urkreatur, in deren Bauch man sich gerade befunden hat. Und ja, das Vieh sieht scheiße aus, wie es sich für Asylum gehört.

    Ähm, Ääh... Sacht mal, sind die blöde? Das rettende Schlachtschiff ist in Sicht, die Klappen zur Aufnahme des Eimers geöffnet, und die überspannen für die letzten 400 Meter nochmal die Batterien um mehr Gas geben zu können, auf das Risiko hin dass die Dinger hochgehen und man 20 Meter vor dem Ziel eventuell noch absäuft? Abgesehen davon sind die da gerade mit ungefähr 50 Sachen in die Kiste gedübelt und rein theoretisch jetzt alle tot (der Präsi war glaube ich nicht einmal angeschnalllt) und die Auffangvorrichtung wie das U-Boot ein Trümmerhaufen. Und dann schließen sich die tonnenschweren Klappen des Schiffs auch noch in zweieinhalb Sekunden? Und das Aliententakeldings ballert volles Pfund dagegen, was sich aber nur so anhört als hätte ich einen Tennisball sachte gegen ein geschlossenes Garagentor geworfen?!

    Alter... *DONK!

    Liebe Asylum-Team, die Rechnung für meine nächste Jahresration Spasspirin geht nach diesem Film eindeutig an euch!

    Der Präsi hat es überlebt (wie?) und soll evakuiert werden, hat darauf aber keinen Bock, sondern übernimmt das Kommando wie ein Mann (der gerade aus einem Pappkarton gekrochen ist), was Hanson ziemlich das Maul stopft.

    Nun gut, der Plan das Vieh mit U-Booten anzugreifen erledigt sich gerade, weil es auftaucht und fliegen kann. Independence Day lässt grüßen (mal wieder), Raketen interessieren das Ding nicht die Bohne. Der Präsi will das Mistvieh atomisieren, koste es was es wolle, wovon seine Mannschaft wenig hält. Oliver will lieber selber Raketenwerfer spielen und dem Vieh von innen den Garaus machen... Der Vorschlag wird zweifelnd angenommen, wobei es Oliver eh schnuppe sein dürfte, ob er so draufgeht oder eben per Atomschlag pulverisiert wird. Per Hubschrauber geht es los. Oliver und Hanson diskutieren noch ´ne halbe Ewigkeit herum wann man denn nun angreifen soll... angeblich soll der nächste Angriff in zwei Minuten erfolgen, und die labern dann drei Minuten rum, womit sich die Frage ob man davor oder danach zuschlägt dann eh erledigt und eine Kleinstadt an der Küste von den Aliens verkohlt wird.

    Warum kratzen eigentlich jetzt die vorher geradezu unverwundbaren Tentakelwesen im Inneren der Kreatur von jeweils einer Maschinengewehrkugel getroffen ab?

    Natürlich klappt der ganze Quatsch... Und ehrlich gesagt hätte ich niemals gedacht, dass Linda Hamilton so grottendämlich gucken kann.

    Raumschiff stürzt ab, die Helden landen, alle klatschen wie die Deutschen im ZDF-Fernsehgarten (das Publikum da würde sogar zu "Ausgebombt" von Sodom noch klatschen wie auf´m Volkspest.. ääh -fest zur Blasmusik im Bierzelt), Abspann...

    Fazit: Ähm... ja... also langweilig isses nicht. Sogar stocknüchtern betrachtet gibt der Streifen einem durch seine unfreiwillige Komik eniges an Unterhaltungspotenzial. Allein schon, weil er in jeder Hinsicht einfach grenzenlos bescheuert ist. Das fängt bei der Idee mit der nicht schwimmfähigen Rettungskapsel für den Präsi an (ersticken ist ja auch bestimmt spaßiger als einfach abzustürzen), dann damit dass da zufällig in geringer Entfernung ´ne komplette Flotille rumkurvt (inklusive Schlachtschiff, mehrerer Flugzeugträger und allerlei Spezialausrüstung), dann die beknackte Idee Zeit zu sparen in dem man praktisch keine Zeit spart, um auf eine nicht ausgetestete Wunder-U-Boot-Gurke zu warten, die oben beschriebene eigentliche Demolierung von U-Boot und Basisschiff durch Vollgas-Reinheizung in die Auffangschleuse, das Endlosgelaber vor dem finalen Angriff (Oliver will die zwei Minuten eigentlich nicht warten die das Raumschiff braucht um seinen Todesstrahl wieder aufzuladen, hätte es aber vorher eh niemals da reingeschafft, also wozu die ganze Diskussion?!), das Gesicht von Linda Hamilton als das Raumschiff anfängt abzustürzen, die Frage wo die sieben Kilometer (!) langen Tentakeln des Raumschiffs eigentlich geblieben sind als das Ding sich in die Luft erhebt und und und...

    Ach, guckt es Euch selber an. Gebt dem Schwachsinn eine Chance!
     
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  23. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    Spohohohoiler zum Heuler

    "Independence Wars"

    Einfach mal youtube anschmeißen und den ersten Film gucken, der einem vorgeschlagen wird. Das haben mein Herzblatt und ich gestern nach dem obligatorischen Tele5-Freitags-Schundstreifen gemacht, und den Film dann per Chat-Konferenz genüsslich zerledert. Beiderseitiges Fazit: Wenn man glaubt, man hätte schon wirklich jeden billigen Mist gesehen: Es dreht immer noch irgendjemand einen Film, der noch billiger aussieht.

    Dabei ist die Grundidee gar nicht so scheiße: Durch ein Wurmloch gelangt ein Raumschiff zu uns, sendet seltsame Strahlen aus und infiziert damit einen Teil der Menschheit, der sich dadurch in eine Art blutrünstigen Zombiehaufen verwandelt und versucht den nicht betroffenen Rest ebenfalls dazu zu machen (oder eben zu seinem Frühstück). Eine Gruppe Wissenschaftler und Militärs versucht das mit allen Mitteln zu verhindern, findet schließlich einen Weg die Signale zu unterbrechen und die Zombies zurückzuverwandeln, und tritt den Aliens danach in den Hintern.

    Also so ungefähr "Independence Day" (der Quatsch erschien fast zeitgleich mit der 2016er Fortsetzung und sollte wohl in dessen Fahrwasser für Kohle sorgen) trifft "28 Days later". Okay, klingt doch bescheuert, ist aber als Idee noch ganz erträglich... Was daraus gemacht wurde... äääh... ja.

    Das Schiff der Aliens kommt durch das Wurmloch, das an eine Achterbahn im Freizeitpark erinnert. Es sieht aus wie ein beleuchtetes Kinderjojo oder ein Oreo-Keks oder ein eingeritzter Donut, sucht euch was davon aus. Es ist jedenfalls extrem billig. Danach folgt der Vorspann, und als man aus einem Observatorium wildes Sexgestöhne hört hat man leise Hoffnungen auf einen gelungenen... ääh... Einstand in diesen Streifen. Stattdessen gehen da irgendwelche Alarmdinger los, und statt einer brauchbaren Fickelszene sehen wir ein Wissenschaftlerpaar, das sich in beschissenster Beleuchtung (da hilft es auch nix wenn die Olle nur in Unterwäsche da rumsitzt) irgendwelchen Mumpitz aus dem Hirn leiert.

    Nächster Tag, eine Gruppe aus vier jungen Leuten latscht durch die spärliche Botanik und will... ja wat weiß ich denn? Zuerst dachte ich zum Strand, aber die laufen da in Ermangelung irgendeines Gewässers tatsächlich einfach nur sinnlos in der Wüste rum. Zwei der Mädels sind ein lesbisches Paar, aber nein, auch das bringt im gesamten Film nicht eine halbwegs erotische Szene mit sich. Ich weiß auch nur noch den Namen von einer von denen, nämlich Sarah, wahrscheinlich weil das die hübscheste von denen war, und ausserdem von der Regisseurin und Produzentin dieses billigen Dummfugs gespielt wurde (wie die heißt hab ich nun aber wieder vergessen, irgendwas mit "Mc"). Egal, also die vier Vollpfosten werden von einem gruseligen alten Knacker mit ziemlich wirrem und lüsternen Blick belästigt, der ihnen irgendwas davon erzählt dass die Aliens mit ihm rumexperimentiert hätten und ausserdem übelst an den Mädels rumgräbt, was die weniger spaßig finden. Wat soll´s lange lebt der eh nicht mehr, und mit seinem Ableben endet auch der schöne Ausflug.

    In den Nachrichten (selbst die RTL II-News sehen nicht so scheiße aus, der Vorspann wurde wahrscheinlich mit ´nem C=64 erstellt) kommen unterdessen Meldungen über den UFO-Angriff heraus und die damit verbundene Seuche. Eine Reporterin führt gerade ein Interview mit einer Passsantin, als die Übertragung durch irgendwas gestört wird. Danach leuchten die Augen der Passantin rot und aus der Reporterin darf etwas Computerblut spritzen, was so aussieht als hatte man das mit der "Airbrush"-Funktion von Microsoft Paint da draufgekrakelt.

    Sarah und ihre Freundin wollen unterdessen deren Mama einsammeln und fahren dazu durch die Wüste... bzw. sie sitzen in einem Auto und neben ihnen läuft ein Film auf der Greensreen. Das ist sowas von auffällig, dass sich sogar The Asylum dafür schämen würde. Vorallem wenn es zwischendurch so aussieht, als würde das Auto 10 Meter über dem Boden fliegen. Als sie bei Mama sind, redet die urplötzlich irgendwelchen Schwachsinn, von wegen die Aliens wollten mit ihnen bestimmt Sex-Experimente durchführen. Wie sie darauf kommt? Ich weiß es doch auch nicht, vielleicht Wunschträume?

    Der Typ aus der Vierertruppe und gleichzeitig Freund von dem anderen Mädel ist "rein zufällig" (hüstel... man braucht ja noch einen Helden für den finalen Schuss...) bei der Luftwaffe angestellt und wurde entsprechend zur Bekämpfung der Aliens abkommandiert. Ausserdem bekommen wir noch einen Einblick in das Alien-Abwehr-Hauptquartier. Das besteht aus zwei großen Gewächshaus-Tunnelzelten mitten in der Wüste, welche von innen mit alten Isomatten tapeziert wurden, wohl zum Hitzeschutz. Da drin befinden sich die wahrscheinlich unfähigsten Ohrfeigengesichter der Welt, dazu ein Oberkapeike der normalerweise schon seit 20 Jahren beerdigt gehört so vergreist wie der aussieht (und den Papa von Sarah spielen soll, dann isser wohl mit 70 nochmal Vater geworden...), und ein "lustiger" dauersaufender (der Mann mit dem Flachmann der nie leer wird) Experte von Area 51, der uns eröffnet dass die Aliens wohl schon desöfteren zu Gast waren. Dazu stößt auch noch die halbnackte Tante vom Filmbeginn (inzwischen mit Klamotten an), und gemeinsam finden sie wirklich alles heraus was die Aliens vorhaben, und wie man ihnen zuleibe rücken kann... Ohne auch nur einen halben Furz von denen wirklich überprüft oder gar in der Hand gehabt zu haben. Die sehen ein Bild vom UFO in der Glotze und wissen sofort, dass es sich dabei um eine noch nie gesehene Metalllegierung handelt, dabei sieht das ganze Ding einfach nur schwarz-metallen aus.

    Gut, der Luftkampf beginnt dann auch mal irgendwann, was dazu führt dass aus dem Donut / Oreo / Kinderjojo nun auch noch fliegende Oliven kommen, die die Kampfdrohnen der Aliens darstellen sollen. Es folgt noch eine extrem peinliche Klischeeansprache der US-Präsidentin die (angeblich in der Air Force One, in Wahrheit aber vor einer billigen Pappkulisse) zum Kampf aufruft, weil das jetzt ja ein "Krieg" sei. Das ist übrigens ihr einziger Auftritt im ganzen Fimdebakel (ihr Glück..).

    Die beiden Mädels haben inzwischen Mama ins Auto befördert, die sich aber als noch dämlicher als alle anderen herausstellt, und einen Typen von der Straße aufsammeln will, woraufhin der ihr in den Arm beißt, woran sie innerhalb von 2 Sekunden stirbt. "Oh wie schaurig, oh wie traurig, winke winke." (Zitat Lt. Harris, "Police Academy 1"). Irgendwann wird dabei auch Sarah gebisssen, stirbt aber nicht sofort, sondern schafft es sich irgendwie mit ihrer Freundin zusammen zu ihrem Papa (dem vergreisten Chef) ins Hauptquatier zu retten, wo sie endgültig zum Zombie mutiert. Während alle anderen in dem Zustand aber zu beinahe unaufhaltsamen Killermaschinen wurden, kann sie von ihrer Freundin aber problemlos an den Schultern festgehalten werden. Die Aliens werden dann auch vertrieben und verpieseln sich zurück ins Wurmloch, nachdem die Zombie-Signale aufgelöst wurden und ihr Riesen-Raumschiff genau eine einzige Rakete abgekriegt hat (die so ganz nebenbei nicht den geringsten sichtbaren Schaden verursachte).

    Zum Abschluss gibt es noch einige absolut unlustige Outtakes, bei denen das Gelächter noch künstlicher wirkt als der Rest dieses hilflos hingestammelten Humbugs.

    Fazit: Das ist... also... nee. Ein Jojo-Raumschiff, fliegende Oliven, Kampfflugzeuge die klingen als hätte jemand ´nen Staubsauger angeworfen (bzw. teilweise gar keine Geräusche machen), Greenscreen-Effekte, die man sich nicht einmal in den 80er Action-Serien von Glen A Larson erlaubt hätte (z.B. Knight Rider), eine Kameraarbeit, die noch beschissener ist als bei "Daniel der Zauberer", ein Beleuchter, der zuhause auf dem Scheißhaus wahrscheinlich nicht einmal den Lichtschalter findet (teilweise ist der Film wegen diverser Schatten und Fehlbeleuchtungen fast unguckbar), Tricks die so übel sind dass die in "Team America" echter wirken (ein Marionettenfilm der South Park-Macher ), "Zombies" denen man einfach ein paar rote Kleckse auf die Augen projeziert hat, Blut aus dem Tuschkasten, schwachsinnige Dialoge... und weil das Budget ja scheinbar knapp bei 234,49 Dollar + Leergut lag, gibt´s im ganzen Film kein einziges Alien wirklich zu sehen. Wäre wahrscheinlich eh nur die oben genannte Frau für alles in einem geklauten Halloween-Kostüm geworden.

    Wäre das nur ein Schülerprojekt, würde ich sagen: Durchgefallen. Mit Karacho. So isset irgendwie noch schlimmer...
     
  24. Grinch1969

    Grinch1969 Pfostenvonhintenumtreter

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    "Sharktopus vs. Whalewolf"

    Das ist, sorry, unbeschreiblich.....
     
  25. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    Bei "Sharktopus vs. Ptercuda" bin ich damals eingeschlafen.

    Gerade läuft ein Scheißfilmmarathon auf Tele5

    -Auf der Jagd nach der Monster Arche
    -Curse of the Komodo
    -Dragon Chronicles: Die Jabberwocky-Saga

    Mal gucken, ob man davon was verwursten kann...
     
  26. Grinch1969

    Grinch1969 Pfostenvonhintenumtreter

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    Das wäre sehr geil, ich wurste mich gerade rückwärts durch deine Beiträge. Danke dafür, ich mag auch deinen Kalkofe nahen Humor :top::top::top:
     
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  27. Litti

    Litti Krawallbruder

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    Hey Dilbert, zieh dir doch mal "Hentai Kamen" rein, nach dieser kranken japanischen Scheiße kann dich aber so gar nix mehr schocken. :D
     
  28. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    Du willst Hentai Kamen? Du kriegst Hentai Kamen! Lief doch vor zwei Jahren in der SchleFaZ-Reihe. (Dieses Jahr kommt übrigens der zweite Teil im selben Rahmen.)

    "Hentai Kamen"

    Der Film beginnt mit einem Polizeieinsatz in einem Sadomaso-Studio. Statt die peitschenschwingende Hausdame zu verhaften, findet der Inspektor allerdings Gefallen daran, nachdem sie ihn mit ihrer Peitsche und diversen Fesselutensilien schachmatt gesetzt hat. Beide heiraten, und das Ergebnis ist Kyosuke. Sein Vater stirbt allerdings früh in der Kindheit, und aus Kyosuke wird der durchschnittliche Highschool-Loser.

    Das ändert sich, als Aiko in seine Klasse kommt, in die er sich ratzfatz bis über beide Ohren verknallt.

    Als Aiko nun bei einer Geiselnahme in Gefangenschaft gerät, versucht Kyosuke irgendwie eine Befreiungsaktion zu starten. Auf der Suche nach brauchbaren Waffen fällt ihm dabei warum auch immer ein gebrauchter Frauenschlüpper auf die Rübe. Wegen der perversen Veranlagung seiner Eltern gibt ihm diese für normalsterbliche (also die ganze Welt außer den Japanern, die für sowas ja sogar Automaten aufstellen) eher würgreizverursachende Aktion Superkräfte, er bekommt eine langgezogene Fresse mit Insektenaugen und seine Klöten (eingeklemmt in einen Borat-mässig über die Schultern hochgezogenen Schlüpper) werden zur ultimativen Koma-Keule. Er mutiert zum Superhelden "Hentai Kamen".

    Als solcher begeht er verschiedene Heldentaten, bis eine Gangstertruppe versucht seine Schule zu übernehmen weil sie darunter einen Schatz vermutet, und die Drahtzieher der Geiselnahme vom Filmbeginn auch nach Rache dürsten. Als sich dann letztendlich die von seinem Doppelleben nichts ahnende Aiko auch noch in ihren Mathelehrer verliebt und ein Trittbrettfahrer in seinem Namen anfängt Frauen zu belästigen, spitzt sich die Situation erheblich zu...

    Also ganz ehrlich: Selten ging mir ein Film so dermaßen auf die Nerven. Wäre der nicht im Rahmen der SchleFaZ-Reihe mit Kalkofe und Rütten auf Tele5 gelaufen, was einen ja immer veranlasst sich in der entsprechenden Facebook-Gruppe mit den anderen gemeinsam darüber kaputtzulachen, hätte ich diesen grandiosen Güllegammel nach 15 Minuten ausgeschaltet. Ich weiß ja selbst, dass japanische Mangas inklusiver der darauf basierenden Filme oftmals jenseits von Gut und Böse angesiedelt sind. Mann kann es aber auch übertreiben!

    Die Figuren sind alle der letzte Schrott, der ständige Anblick von irgendwelchen Arschritzen halbnackter Vollidioten ist genauso widerlich wie die finale Aktion Leute mit seinem Eierschweiß zugrunde zu richten. Die komischen "Gegner", mit denen sich Hentai zwischendurch rumschlagen muss haben spätestens nach einer Minute immer den "ich will euch jetzt ein paar Ohrfeigen geben"-Status erreicht wenn nicht überschritten, und die ganze Story um den Endkampf zwischen Hentai und Fake-Hentai, die darauf basiert "wer ist der schlimmere Perversling hier", setzt dem Stuss fast die Krone auf. Leider geht es in der ganz finalen Schlacht wirklich noch bescheuerter... Die Power-Rangers lassen grüssen.

    Fazit: Ich hasse diesen Film!
     
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  29. Grinch1969

    Grinch1969 Pfostenvonhintenumtreter

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    Asiatische Schauspielkunst ist ein Thema für sich. Auch in ernsten Filmen wird da vollkommen overacted. Siehe z.B. Pandora. Ein sehr guter Film über eine Atomkatatstrophe, bedrückend und versucht realistisch zu inszenieren. Geht leider am schauspielverständnis bei uns vollkommen vorbei da Mimik und Gestik permanent an Comedyeinlagen erinnern. Schade.....
     
  30. Dilbert

    Dilbert Pils-Legende

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    Also wie bei den Franzosen, nur mit weniger schwülstigem Touch.
     
  31. Grinch1969

    Grinch1969 Pfostenvonhintenumtreter

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    So kann man das sagen....
     
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