Schundfilme

Dilbert

Pils-Legende
"Die 18 Bronzegirls der Shaolin"

Eins vorweg (wahrscheinlich wärt ihr auch ohne den Hinweis darauf gekommen): Ich habe nur eine sehr grobe Ahnung davon, worum es in diesem Film überhaupt gehen sollte. Und warum der Bösewicht da überhaupt sowas gemacht hat, denn letztendlich haben seine 18 Kriegerinnen eigentlich die ganze Zeit nichts zu tun.

Also: Ein Typ hat 18 Mädels entführt, und lässt sie von einem Shaolin-Meister der wahrscheinlich in dem Kostüm seit 20 Jahren an dem Tempel-Filmset herumsitzt (eine ähnliche bis gleiche Figur mit Glatze, 10 cm langen Augenbrauen und 40 cm langem weißen Bart in gelb-roten Klamotten spielt in wohl mindestens jedem zweiten Eastern der 70er und 80er mit "Shaolin" im Namen mit) speziell im Kung Fu ausbilden. Damit das alles besonders beknackt ist, sind die Mädels alle vorher bei Auric Goldfingers Uropa planschen gegangen, und haben jetzt alle eine Metallschicht auf der Haut. Dann dürfen sie so tolle Übungen aufführen wie einen angepinselten Styroporbalken (soll wohl Stein sein) auf dem Buckel tragen oder die riesige Tempelglocke läuten, indem sie einfach dagegen springen (wenn ich mich recht erinnere auch mit der Birne voran... Autsch...). Weil eine darauf keinen Bock mehr hat geht sie stiften, was dem Chef natürlich weniger gefällt. Zugleich kommen ein paar andere Mönche ins Kloster, die eine junge Frau dabei haben, die die ganze Zeit bescheuerte Grimassen zieht um so zu tun als wenn sie stumm ist. Die wird dann wieder herausgebeten, weil Weiber im Tempel ja nichts verloren haben (aber die restlichen 17 Bronzeschnitten im Keller sind okay, oder wie?). Irgendwie kommt dann irgendwer auf die Idee, dass das vielleicht die geflüchtete Trulla sein könnte, und man macht sich auf die Suche, wobei man allerdings an einen Haufen ältere Frauen gerät, die genau so gekleidet sind wie das Mädel von vorhin, und mit den jungen Mönchen ein bisschen den Boden aufwischen. Gleichzeitig läuft dann noch eine Horde wie die Frauen gekleidete Männer durch die Gegend, und das ist dann der Punkt an dem einem irgendwie eh alles was den Film betrifft wirklich scheißegal wird.

Es kommt dann noch ein Held dazu, dann noch ein paar andere, eine Truppe die man "Die Hässlichen Drei" oder so nennt und die wenn ich nicht völlig verkehrt liege später noch bei den Mönchen rumeiert (und später abgemurkst wird), es gibt absolut schwachsinnige Dialoge und Handlungsstränge die man irgendwie gar nicht miteinander verknotet kriegt, einen Shaolinlehrer, der zu doof zum scheißen ist (und zum kämpfen auch...), dafür aber eine monströse Halskette trägt die ihm irgendwann bestimmt einen ziemlichen Buckel einbringen wird, später noch ein paar zeitweise grottenschlechte Keilereien, eine Reise durch ein wirklich bescheuertes Papplabyrinth voller Low-Budget-Fallen aus dem Indiana-Jones-Versand, einen Kampf mit den Bronzemädels die dann irgendwie gar nicht sooo unverwundbar sind wir man anfangs denken konnte (aber bei jeden Treffer scheppert es als wenn einer mit ´nem Paukenschlagstock auf ´ne alte Öltonne dengelt), und letztendlich die "Auflösung" dass der olle Augenbrauen-Knispel gar nicht der Schurke war, sondern ein ganz anderer der erstmal aus ein paar hundert Kilometern angelatscht kommt um sich zum Endkampf zu stellen, den Mönch aber mit was auch immer (seine Superduper Kampfkunst kann es nicht gewesen sein...) erpresst hat die Weiber auszubilden. Nachdem der umgenietet ist gehen die überlebenden Bronzemädels dann halt nach Hause, und alles wird gut.

Die Leser jetzt so: "HÄ?!" - Genau!

Der Film ist einfach nur eine planlose Zusammenreihung von endlosem Schwachsinn. Ja, er soll eine Action-Komödie sein, aber es scheint irgendwie eher so, als hätte da einer drei Filme auf einmal gedreht, und dann gemerkt dass die alle scheiße geworden sind und aus dem was er hatte dann irgendwie einen zusammenschnipselte. Das ganze Ding muss dann für den deutschen Markt irgendwann auf ungefähr eine Stunde Länge runtergesäbelt worden sein, und anschließend meinte dann wohl einer, dass man das nicht so lassen könne und fügte die verlorenen Szenen einfach wieder ein. Deshalb ist gerade die erste Stunde ungefähr je zur Hälfte auf Deutsch und auf Englisch, was die Verständlichkeit der Handlung des eh schon komplett verworrenen Humbugs nicht so wirklich fördert. Dazu kommt noch, dass die Gags allesamt irgendwie nicht zünden, das Comedy-Overacting eher nervig statt lustig ist und die Actionsequenzen wie schon geschrieben einen auch nicht aus den Latschen hauen. Da können dann auch die beiden hübschen Hauptdarstellerinnen nicht viel weiterhelfen, zumal man teilweise Probleme hat die überhaupt auseinander zu halten.

Und dann... Was sollte das alles überhaupt? Wozu ließ der Oberbösewicht die Mädels ausbilden, wenn sie eh die ganze Zeit hinter einem Labyrinth in einem geheimen Keller des Klosters rumhängen und da dann abgesehen vom Training, doof rumstehen (und eventuell ab und zu mal zum Klo gehen...) eigentlich gar nichts zu tun haben? Wenn er damit irgendwelche Dörfer überfallen hätte oder ´nen Clankrieg angezettelt oder irgendwas in der Art... Aber nö. Stattdessen latscht er in der Weltgeschichte rum und taucht erst kurz vor dem Ende des Films auf. In der Zeit hätten die Frauen locker abhauen können oder ´ne Kellerkneipe aufmachen oder sich mit dem Trainingsopa verbünden um ihrem Peiniger die Schnauze zu polieren. Sie hätten wirklich alles machen können, wo der geheime Ausgang aus dem Keller war schienen sie ja schließlich zu wissen. Aber mit der Birne oder dem Arsch volle Pulle gegen eine Riesenbimmel zu springen, machte wohl mehr Spaß...

Was am Ende bleibt: Eine Story die keiner kapiert, so um die 20 - 35 Tote, ein paar Frauen im Blechlook mit selten beknackten Frisuren, die jetzt versuchen sich daran zu erinnern wo der Weg nach Hause ist, eine der größten Superschurken-Luschen der Easterngeschichte und ein völlig ratloser Fan alter Kampkunstfilme vor der Glotze, der sich die ganze Zeit fragt was er da eigentlich gesehen hat. Und warum zum Geier im Vorspann ernsthaft "Starring: King Kong" stand...
 

Dilbert

Pils-Legende
"Lass jucken Kumpel"

(Denkt euch die Erzählstimme von "Die Sendung mit der Maus" dazu...)

Das ist der Heiner. Heiner ist der Mann von der Gisela, hat davon aber in letzter Zeit was Matratzensport angeht eher wenig Gebrauch gemacht, sehr zu ihrem Verdruss. Heiner ist außerdem der Papa von Thomas, der ist wohl so um die 5 - 6 Jahre alt, schläft aber noch im Gitterbett neben seinen Eltern und muss inzwischen ganz schlimme Rückenprobleme haben in dem mindestens 20 cm zu kurzem Ding. Wenn der Heiner mal die Gisela befummeln will, ist das ein bisschen doof, weil der Thomas dann aufwacht, und dann ist wieder nichts mit knattern. Außerdem arbeitet Heiner (ab und zu, wenn ihm seine Bandscheibe nicht ärgert oder er sonst irgendwie keine Lust hat) inner Zeche. Wenn Heiner keine Lust hat, säuft sich statt zur Arbeit zu gehen bei der Rosi und dem Georg in der Kneipe die Hucke dicht, ohne seinem Arbeitgeber Bescheid zu sagen dass er nicht kommt, oder zum Arzt zu gehen um sich krank schreiben zu lassen. Gleichzeitig beschwert sich der Heiner aber dauernd über sein Sodbrennen, wobei er ja gar nichts dafür kann, nur weil er jeden Tag sturzbesoffen nach Hause kommt. Wenn Heiner in der Kneipe ist, spricht er mit dem Georg. Georg ist Heiners angeblich bester Freund und der Mann von der Rosi und außerdem ein notgeiler, widerlicher Sack. Deshalb nimmt er Heiner nach ein paar Bier und Schnaps auch mit in eine Art Wohnzimmerbordell von der Ingrid. Die hat zwei fast noch minderjährige Mädels in ihrem Wohnzimmer parat, die beide zusammen 150 Mark pro Stunde kosten, inklusive Papierkleidchenzerreißen. Weil Georg bezahlt, vergisst der Heiner mal schnell seine Gisela, und rammelt eins von den Mädchen durch, während Georg mit dem anderen vögelt, alles im gleichen Raum. Dabei sitzt die Ingrid dann nebenan, guckt durch einen durchsichtigen Spiegel und schrubbt sich die Spalte blank. Ungefähr jetzt geht der Filmgucker das erste mal kotzen. Danach bringt der besoffene Georg mit dem Auto den noch besoffeneren Heiner nach Hause, welcher kaum noch stehen kann, was der Gisela gar nicht gefällt, wollte sie doch noch und überhaupt und so. Das merkt auch der Georg, und fängt an die Gisela gegen deren Willen auf widerlichste Weise zu begrabbeln, während sein Koma-Kumpel noch so halb wach in der Tür steht. Am nächsten Morgen ist Heiner deswegen sauer, und haut mit seinem Restbrand der Gisela was vor die Fresse.

Erstes Fazit des Films: Heiner ist ein saudummes Arschloch. Georg ist ein ekelhaftes, widerliches, saudummes Arschloch, wie es kaum noch schlimmer werden kann.

Zweites Fazit nach 3/4 des Films: Georg konnte ganz locker noch schlimmer werden... Erst bumst er mit seiner Ollschen (was ja okay ist), dann kommt Gisela unverhofft dazu, was der Rosi dann doch etwas peinlich ist, worauf Georg aber keine Rücksicht nimmt. Weil Rosi partout nicht mehr will, schnappt sich der Georg dann halt die Gisela, und bumst vor den Augen seiner Frau mit dieser herum. Da Gisela sich einen Tag vorher schon aus Frust vom Sohn (?) der tattergreisigen Nachbarpaares auf dem Trockenboden hat durchvögeln lassen, und sich als Vorbereitung darauf über der Küchenspüle erst mit dem Spüllappen und dann mit dem Geschirrhandtuch den Arsch und die Möse gewaschen hat, um Lappen und Handtuch dann für den späteren Gebrauch wieder aufzuhängen (jetzt geht der Filmgucker das zweite mal kotzen...), bleibt also die Feststellung, dass die Gisela ein genauso ekelhaftes Stück Mist ist wie ihr Mann. Da der Georg aber zudem noch versucht seine 15-jährige Nichte Ute erst mit Alkohol willig zu machen und dann nur davon abgehalten wird sie zu vergewaltigen, dass er ausrutscht und auf die Fresse fliegt, bleibt Georg eben das absolute Oberarschloch in diesem Streifen. Und die Ute ist auch eine dumme Sau, weil sie ihm das nicht übel nimmt. (Kotzkrampf Nummer drei...)

Dann gibt es noch den Italiener Lucky, der nach etlichen erfolglosen Versuchen bei der Frauenwelt sein Glück bei der widerlichen Ingrid findet, und noch ein paar andere absolut bescheuerte und abartige Gestalten, die auch alle nur ans ficken denken, mit wem ist dann wohl auch ziemlich egal.

Die Ute ist mit ihren 15 Jahren dann auch noch von einem Typen schwanger, was von der Familie erstmal mit ´nem schönen Cognac begossen wird (Ute säuft mit).

Am Ende hat der Heiner einen Arbeitsunfall im Stollen, bei dem wohl mehrere Rippen zu Bruch gehen. Die größte Sorge seiner Kumpel: "Hoffentlich funktioniert der Pissmann noch."

Als Heiner dann in Bandagen auf der heimischen Couch liegt und Thomas sich ins Bett getrollt hat, fällt ihm keine drei Sekunden nachdem das Kind die Tür zugemacht hat ein, dass er glaubt er könnte gerade mal wieder (dass ein Kind in dem Alter eventuell nochmal nach einer Minute zurückkommen könnte... egal...). Dann bespringt die Gisela den halb kaputten Heiner, der Pissmann funktioniert, und die Familie ist gerettet.. oder so. Jedenfalls folgt der Abspann. Und der vierte Kotzgang.

Der Film war im Jahre 1972 der dritterfolgreichste Kinofilm in Deutschland. Ich frage mich die ganze Zeit, ob es die Brecheimer im Kino dazu gratis gab. Es gibt wirklich nicht eine sympathische Figur in dem ganzen widerlichen, weichbirnigen Wolllustgewürge. Man sitzt vor der Glotze und wartet sehnsüchtig auf den Terminator, der der einmal mit der Pumpgun durchläuft und dem ganzen Rotz die Genitalien wegschießt, aber der kommt leider nicht. Leider auch kein Polizist, der der blöden Drecksau Georg (wie man mit so jemandem "befreundet" sein kann geht mir nicht in die Birne) seinen mit Stacheldraht umwickelten Schlagstock durch die Kimme zieht für den sexuellen Missbrauch seiner 15-jährigen Nichte. Ich fürchte auch, dass die Drehbuchschreiber nach diesem Machwerk für Matschbirnen weiter frei rumlaufen durften.

Der Streifen war selbst als SchleFaZ kaum zu ertragen. Wenn man das Ding gesehen hat, will man erstmal lange duschen. Aber selbst danach fühlt man sich trotzdem noch eklig.
 
Zuletzt bearbeitet:

Litti

Krawallbruder
Keine Ahnung wie du das schaffst Dille, aber meinen allerhöchsten Respekt. :D
:top:

So viel könnte ich gar nicht saufen um diesen Scheissdreck über die komplette Länge zu ertragen.
 

Dilbert

Pils-Legende
Keine Ahnung wie du das schaffst Dille, aber meinen allerhöchsten Respekt. :D
:top:

So viel könnte ich gar nicht saufen um diesen Scheissdreck über die komplette Länge zu ertragen.
Als der Film letztes Jahr lief, war ich zum Glück wirklich voll.

Um das Elend beschreiben zu können, musste ich das vorgestern leider stocknüchtern gucken. Es war wirklich absolut widerlich.
 

Dilbert

Pils-Legende
Mini-Rezension: "Ape vs. Monster"

Asylum: Großer Trailer, nix dahinter. Von 1:28 Stunden Film sind ca. fünf Minuten Vor- und Abspann, ca. 1:15 Stunden ödes Gelaber und vielleicht sieben bis acht Minuten, in denen wirklich irgendwas passiert. Der große "Monster-Showdown" dauert keine 5 Minuten und ist einfach nur grottenscheiße. Das Guila-Monster (fragt mich nicht warum die das so genannt haben) sieht an sich für Asylum-Verhältnisse gar nicht sooo mies aus, ist aber eben auch insgesamt nur ca. vier Minuten im Bild. Dafür wirkt der Affe umso dämlicher, den hätte man ebensogut in eine Kinderserie einbasteln können. Die Hauptfiguren sind so spannend wie ein altes Toastbrot, aber oftmals nicht so schlau (eine von denen begeht am Ende ein absolut hohlbirniges Heldenofer, was komplett unnötig gewesen wäre bei dem Gefährt in dem sie sitzt).

Insgesamt ist der Streifen an quälender Langeweile kaum zu überbieten und gönnt einem nicht einmal irgendeine Art von unfreiwilliger Komik oder einen gepflegten Trashfaktor. Das muss denen, die ihn auf Deutsch synchronisiert haben auch so gegangen sein, die wirken teilweise so, als würden sie fast vor dem Mikro einschlafen.
 

Dilbert

Pils-Legende
"Kill Squad - Das Söldnerkommando"

Ein Film aus der Reihe "Kaum zu glauben, dass so etwas gedreht wurde."

Allein der Vorspann sieht schon so beschissen billig aus, als hätte einer einen Rot-Blau-Filter über die schlechtesten Szenen von Knight-Rider gelegt und dazu noch etwas bei nachgemachten Bruce-Lee-Streifen geklaut.

Danach dürfen / müssen wir Joseph kennenlernen. Joseph hat ziemlich die Arschkarte gezogen. Dem Vater seiner Frau gehörte die Elektrofirma, die er gerne leiten würde, sie aber geerbt hat. Seine Frau selbst behandelt ihn deshalb ziemlich herablassend, hat dazu noch eine Fresse wie ein überschminkter Ackergaul und reitet wahrscheinlich auf einem Reisigbesen zur Arbeit, hält sich aber für witzig und elegant und überhaupt etwas viel besseres. Als wenn das nicht schon alles beschissen genug wäre, ist die Konkurrenz auch nicht gerade gut auf ihn zu sprechen, und bricht deshalb kurzerhand während der sich anbahnenden Friedensverhandlungen zwischen Joseph und seiner Ollschen (wenn sie zickig wird, wird gevögelt, und ich glaube irgendwie haben ihm die Ganoven mit der Störung dann doch einen großen Gefallen getan, als sie ihm das erspart haben) in das Haus ein, in dem er mit Lady Hogatha (so hieß die böse Hexe in einer Schlumpffolge, und deshalb nenne ich die gruselige Lockenlulla jetzt einfach auch so) ääh haust. Was eine ziemlich miese Schlägerei zur Folge hat, wobei der Kampf an sich ja gar nicht sooo scheiße aussieht, aber einmal sind die Schlaggeräusche wirklich ohrenfeindlich (als wenn einer mit ´nem sehr langen Lederriemen auf ein totes Schwein drischt), und dann ist da auch noch die wirklich selten beknackte Drömeljazzfunk-Dudelmusik, die irgendwie besser zu einem Einkaufsbummel mit Tante Frieda als zu einer wilden Wohnzimmerklopperei gepasst hätte. (Gut, meiner bescheidenen Ansicht nach passt Jazz irgendwie zu gar nichts, aber das ist Geschmackssache.) Dabei gehen auch ein paar von den gefühlt 100 Bilderrahmen aus glücklicheren Tagen an der Wand zu Bruch, und wenn man die beiden vorhin gesehen hat, stammen alle davon aus der Zeit bevor sie sich kennengelernt haben. Nun ja, nach anfänglich erfolgreicher Gegenwehr kriegt Joseph vom Bösewicht Dutch (gespielt von "Mr. SchleFaZ" Cameron Mitchell) eine Kugel verpasst, und seine Schreckschraube wird vergewaltigt (Würg!), und wie wir später erfahren dann auch umgebracht.

Danach wird übergeblendet in eine Werkstatt, wo ein Typ über irgendwelchen Konstruktionsplänen herumsteht, und neben ihm ein überschminkter, zu heiß geföhnter Pudel im blauen Kleid (wie bei allen anderen weiblichen Wesen dieses Films wurde auch ihr das Tragen eines BHs verboten, aber bei der erschütternden Frisur ist man viel zu entsetzt um genauer auf andere Details zu achten...). Der bekommt Besuch von einem Afroträger, und nach etlichen "coolen" Sprüchen, warum und weshalb und wieso der Werkstattfuzzi von denen jetzt kein Geld bekommt (angeblich produziert er Murks) kommt es zur nächsten Schlägerei. Wobei etwas auffällt was sich durch den ganzen Film ziehen soll: Jeder, egal welchen Beruf er hat, hat da zumindest eine Karate-Grundausbildung. Der Kampf endet so blöd wie möglich: Werkstatthorst kramt eine Wumme hervor und zielt damit auf den Afrokopp. Der geht ein paar Schritte nach links, und weil Werkstatthorst vorher über eine Mülltonne gefallen ist, ein Fuß von ihm noch darauf liegt und er außerdem eine ziemliche Hirnamöbe ist, ballert er sich aus Versehen selbst durch den Latschen... dummerweise ist in dem eben auch noch seine Käsmauke drin.

Afrokopp heißt übrigens Larry und holt Joe(seph) danach aus dem Krankenhaus. Joe sitzt nun im Rollstuhl und wird danach von Larry durch seinen Rosengarten kutschiert. Da die Bullerei bisher was den Überfall und den Mord an Hogatha angeht noch im Dunkeln tappt, beschließt Joe, dass seine alte Vietnam-Einheit wohl die bessere Truppe wäre um die Bösewichte aus dem Verkehr zu ziehen, weshalb er Larry bittet den Haufen wieder zusammenzutrommeln. Und Larry ist nur zu gerne bereit, wurde doch Joe im Krieg vom Vietcong als menschliches Minensuchgerät benutzt, wobei er ein Bein verlor (dafür tritt er aber noch ´ne ganz gute Kelle), damit aber das Leben vom Rest des Katastrophenkommandos rettete.

Der erste der aufgesucht wird ist ein wandelnder Kleiderschrank. Wie der heißt weiß ich jetzt nicht, aber er vermöbelt erstmal ein paar Luschen, die ihn wohl irgendwie blöd angemacht haben, und dann versuchen mit dem Auto zu flüchten, wobei die Karre aber nicht anspringt. Was auch kein Wunder ist, denn als der Kleiderschrank die Motorhaube abreißt, ist sehr deutlich zu sehen, dass die Blechkalesche schlichtweg keinen Motor hat. Was die Frage aufwirft: Wie sind die Trottel mit dem Eimer da hingekommen? Tretantrieb, oder move it like Flintstone?!

Immerhin weiß der Muskelberg, wo K.C. zu finden ist, der nächste aus dem Heldenhaufen. Der verdient seine Moneten inzwischen ganz ehrenvoll als schmieriger Zuhälter, und bezeichnet seine Straßenstrichschabracken auch gerne mal als "wandelnde Sparbüchsen". Man muss ihn einfach gern haben... sonst haut er einem in die Fresse. Das macht er dann auch mit einem Dödel von der Bordsteinschwalbenvermietungskonkurrenz, als dieser das Maul aufreißt. Danach sammeln sie nach und nach noch den Rest der Kameraden ein, wobei sich jeder von denen zur Einführung mit ein paar anderen Deppen hauen darf. Der Gärtner Tommy mit seinem Chef, weil der ihn nicht bezahlen will, Dachdecker Pete weil seine faulen Kollegenschweine ihm übel nehmen, dass er für sein Geld was tut, während sie bevor er aufgetaucht ist so langsam wie nur irgend möglich "gearbeitet" haben, und welchen Job Arthur hatte hab ich ehrlich gesagt vergessen. Der Bodybuilder heißt übrigens Allan. Ach ja, Arthur bescheißt Leute als "Anlageberater" und vermeintlicher Insektenhändler um ihr Geld.

Nachdem nun alle versammelt sind, dürfen sie völlig sinnbefreit in Joes Garten nochmal zeigen, was sie so drauf haben (Nur die Harten dürfen in´n Garten, oder wie?). Danach beginnen die Nachforschungen. Larry hat von irgendwem irgendwie gehört, dass Dutch hinter dem Einbruch stecken könnte, nur weiß dummerweise keiner so genau wo der gerade herumhängt, nur wo einer sein könnte, der einen kennt der einen kennt der vielleicht schonmal was von einem gehört hat der einen kennt der eventuell eine grobe Ahnung haben könnte wo Dutch sich aufhält. Diese ganzen Stationen werden jetzt nach und nach abgeklappert, wobei allerdings immer ein mysteriöser Scharfschütze im Ninja-Dress auftaucht, der bei jeder Befragung einen von den Kumpels abknallt.

Der ganze Mumpitz findet übrigens (in der deutschen Synchro) unter den zweitblödesten Sprüchen des Planeten statt (die blödesten hat auf alle Ewigkeit "Fighters Blood"). Beispiele gefällig?

"Du willst mir ´nen gebrauchten Lutscher ans Hemd kleben, du Bratenbengel."
"Wenn du nicht brav bist wirst du Kammerdiener beim Indianerhäuptling, dann musst du die Prärie fegen und Büffelscheiße trocknen."
"Diese Kaputten sind geil drauf dich zu pökeln, die werden dir den Arsch bis zur Nasenspitze aufreißen."
"Tagchen Rübezahl. Ich wette, du bist Vertreter für Höhensonnen. Echt schade, bin braun genug."

Usw. Solch eine Dummfugsynchro kann prima funktionieren, ein Großteil des Erfolgs der Spencer / Hill-Filme und der Serie "Ein Käfig voller Helden" basierte in Deutschland darauf. aber eben auch auf dem komödiantischen Talent der Schauspieler, denen der Quatsch in den Mund gelegt wurde, und das fehlt in diesen im Original wohl doch etwas ernster gemeinten No-Budget-Streifen leider sehr stark.

Ich könnte jetzt ja noch ganz viel zur Handlung schreiben... wenn es eine geben würde. Irgendwann findet Larry bei einem der Handlanger ein kleines Adressbuch und taucht bei Dutch auf der Gartenparty auf. Dort vermöbelt er ein paar Goons, scheißt auf die Bestechungsversuche von Dutch, der ihm gerne alles schenken würde was er hat, wenn er bloß nicht auf die Fresse kriegt (Statt "Mein Haus, mein Auto, mein Boot" halt "Mein Jaguar, mein Motorrad..."), und versucht stattdessen aus ihm rauszuquetschen wer den Auftrag zum Überfall auf Joe und Hogatha gab. Weil versehentliche Selbst- oder Fremdverstümmelung in den Streifen aber Methode hat (schon vorher wurde ein Bösewicht von seinem eigenen Kumpel über den Haufen geknallt, und den Werkstatthorst gab es ja auch noch), versucht einer von Dutchs Handlangern Larry mit der Wumme beizukommen, knallt dabei aber stattdessen Dutch selbst ´ne Kugel in den Burgerfriedhof.

Larry fährt also zu Joe um von seinem Misserfolg zu berichten. Der zeigt Verständnis und bittet Larry, doch die Aufzeichnungen die der wohl irgendwann mal gemacht hat aus dem Auto zu holen, damit Joe diese der Polente übergeben kann. (Äääh, was?! Bei dem ganzen Geprügel da sind etliche Leute draufgegangen, ein Auto explodiert und die Krankenhäuser innerhalb von einem Tag bis zum Anschlag gefüllt worden, wenn da wirklich jemand die Polente ruft, könnten Joe und Larry die nächsten 27 Jahre in (Untersuchungs-) Haft verbringen. Da Larry aber zu blöde ist das zu begreifen latscht er los, und sieht sich 30 Sekunden später dem maskierten Scharfschützen-Killer gegenüber. Also auf zur nächsten Prügelei, bei der Larry zu unterliegen scheint, allerdings steht dann we Kai aus der Kiste plötzlich der totgeglaubte Arthur im Garten und rettet ihm kurzfristig den Hintern. Der hatte nämlich eine schusssichere Weste getragen. und ist nun doof genug die abzulegen, was ihm ein paar üble Hiebe mit dem Ninjaschwert einbringt. Larry platzt dabei dann komplett der Kragen, zumal er den leeren Rollstuhl im Blumenbeet herumstehen sieht, und so langsam begreift wer wirklich hinter dem ganzen Mist steckt:

Jawoll, es ist Joe selbstpersönlich. Der hat sich bei dem Überfall absichtlich ins Bein schießen lassen und dann den Gelähmten markiert, um seine alte Truppe wieder zusammenzukriegen und die einen nach dem anderen kalt machen zu können, aus Rache dafür dass er damals beim Minenfeldmikado seine eine Stelze eingebüßt hat. Dass Hogatha dran glauben musste war ebenfalls aus Rache, hat sie ihn doch wie Mist behandelt und oft betrogen (wer zum Deibel hat sich denn an die Gruselguste freiwillig rangemacht?!), und außerdem wollte sie die Scheidung, womit er seinen Wohlstand verloren hätte (wenn man dafür so eine widerliche Krähe loswird... Mann, Geld ist doch echt nicht alles...). Und nun will er Larry fertig machen, darauf hat er etliche Jahre hintrainiert... Tja, nur offensichtlich nicht allzu gut. Er hat es zwar irgendwie hingekriegt sich in der halben Minute, in der Larry beim Auto war komplett umzuziehen und auch noch die Fresse gruselig zu schminken (Warum er das gemacht hat wo er doch eh eine Skimaske getragen hat... Das weiß ich irgendwie auch nicht..), sein großer Finalkampf dauert allerdings kaum halb so lange. Dann haut er erst eine doppelseitige Axt in eine Tür, und wird anschließend von Larry gegen ebendiese gekickt, weshalb er danach ziemlich kopflos daherkommt.

Weil blöde Landplagen und idiotische Cartoon-Helden niemals aussterben hat Arthur auch die Schwerthiebe überlebt, und wird dann von Larry davongeschleppt. So weit, so blöd.

Wer mich ein bisschen kennt und vielleicht auch ein paar Reviews von mir gelesen hat, der weiß dass ich Filme mit ein paar zünftigen Hauereien eigentlich mag, selbst wenn sie teilweise etwas albern sind wie ältere Jackie Chan-Streifen oder eben die ollen Klamotten vom Duo Spencer / Hill. Auch Kill Squad hat einen gewissen Unterhaltungswert, der sich leider mit fortschreitender Dauer immer mehr abnutzt. Warum?

Einmal gibt es so gut wie keine Handlung. Leute fahren irgendwohin um irgendwen zu treffen, und dabei gibt es auf die Fresse. Dann fahren sie zum nächsten und es gibt wieder auf die Fresse. Und nochmal... und nochmal... Das Schema nutzt sich mit der Zeit fast so schlimm ab wie... die Musik. Ich weiß nicht wer dafür verantwortlich war, aber es gibt in dem ganzen Streifen gefühlt nur zwei Melodien, mal mit und mal ohne Saxofon unterlegt. Dieses immer gleiche Gedudel passt irgendwie überhaupt nicht zu dem was da auf dem Bildschirm passiert, selbst bei den rasantesten Keilereien knödelt es im Hintergrund vor sich hin wie auf ´ner langweiligen Gartenparty. Die "coolen Sprüche" wirken dazu oft noch sehr mit dem Holzhammer zwanghaft komplett unpassend in den Film gekloppt und sind deshalb oftmals einfach nicht lustig. Gut, die Schauspieler sind irgendwie halt bis auf Cameron Mitchell keine, und so agieren sie auch. Warum in dem Streifen wirklich jeder vom Pferdezüchter über den Dachdecker bis zum Automechaniker und weiblichen Partygast irgendeine Art von Kung Fu zu beherrschen scheint, leuchtet irgendwie auch nicht so richtig ein. Auch nicht, warum bei all dem Geprügel, Geballer und den Morden durch den Scharfschützen irgendwie nie jemand in Polizeiuniform irgendwo rumläuft und zumindest mal ein Frage stellt. Oder warum Larry erst auf die Idee kommt den Killer zu verfolgen, als vermeintlich alle von seinen Kameraden schon abgeknallt worden sind. Gesehen hat er den Ballerfritzen oft genug, und weil der jeweils immer von einem Turm oder sonstwas herunterstiefeln musste, wäre locker genug Zeit gewesen ihm irgendwo irgendwie den Weg abzuschneiden.

Und überhaupt: Seit wann kein ein Typ mit Holzbein außerhalb der Paralympics oder der "6 Millionen Dollar Mann"-Serie so schnell rennen und so gut kämpfen? Das Ding was uns da präsentiert wird sieht nicht nach ganz großem High-Tech aus (okay, ehrlich gesagt sieht es nach dem aus, was es ist: Eine 2,50-Dollar Plastikverkleidung, die einer dem Schauspieler um seinen Unterschenkel gewickelt hat...), sich mit so einem Teil wie ein Ninja zu bewegen scheint mir irgendwie nicht so ganz möglich.

Nun ja, in der SchleFaZ-Reihe war der Kram schon ganz gut aufgehoben. In einer feuchtfröhlichen Runde mit Freunden und ´ner Kiste Bier / Schnaps macht das bestimmt viel Spaß, bei der nüchternen Betrachtung um den Text hier zusammenzustümpern war es dann doch nach der ersten Hälfte ziemlich ermüdend.
 

Dilbert

Pils-Legende
Review: "Rise of the Animals"

Ach was muss man oft von bösen
Tieren hören oder lesen
Wie zum Beispiel hier von diesen
Die mal schnell zum Angriff bliesen
Miezekatze, Hund und Hirsch
Gingen alle auf Menschenpirsch
Das Eichhörnchen und die Schildkröten
Zerfetzten Hälse und auch Klöten
Und die Moral von der Geschicht
Kennt selbst der Drehbuchschreiber nicht...


Soweit die Kurzfassung.

Wir beginnen also mit einer blutverschmierten Hausfrau, die ängstlich ihre graue Miezekatze anguckt. Die macht zwar irgendwie erstmal nichts, kann aber mit geschlossenem Mund ganz böse fauchen (sprich: Dem Tontechniker dieses Mülls war von Anfang an wirklich alles egal..). Dann schmeißt irgendein Komparse aus dem Hintergrund eine schneeweiße offensichtliche Plüschkatze auf Mutti los (dem Effektheini war also auch von Beginn an alles wurscht), welche mit der Bratpfanne in bester Steffi Graf-Manier in die Küchenspüle befördert wird. Dann hackt Mutti nochmal ein bisschen mit dem Pfannenstiel hinterher und stopft so das arme Knuddelvieh (zumindest tut sie so, in In Wirklichkeit ist das natürlich nicht mehr in der Spüle weil dieser Schwachsinn so niemals funktionieren würde) in den Ausguss, wo die Amis ja auch gerne mal ihren Müllschredder drin haben. Schredder an und von unten ´nen halben Liter Tomatensaft hochgeschossen, fertig ist Miezi. Die Ruhe hält aber nicht lange an, weil Junior anruft. Der war mit ´nem Kumpel auffer Wiese ´nen Drachen steigen lassen (leider hat es Desiree Nick nicht mehr zu den Dreharbeiten geschafft, also musste man doch auf ´nen Drachen aus dem Kaufhaus zurückgreifen), und muss nun zusehen wie selbigem Kumpel vonnem Karnickel der Hals durchgebissen wird (willkommen bei den Rittern der Kokosnuss). Zum Glück kommt Mama rechtzeitig angefahren um dem Langohr die Rübe wegzuballern, bevor es sich noch um Junior kümmern konnte. Das anschließende Kommando "Spring" nimmt dann allerdings ein Labrador aus dem Auto nebenan wörtlich, springt durch die Glasscheibe des Wagens in dem er eingesperrt war und dann zu Mutti inne Karre, was ein anderer Komparse zum Anlass nimmt da drin dann zwei Liter Tomatensaft aus dem Auto zu schütten, um so zu tun als würde dieses fröhlich schwanzwedelnde Schnuffelvieh da wirklich die olle Hausfrau zerfetzen, anstatt ihr das Gesicht abzuschlabbern was er höchstwahrscheinlich wirklich gemacht hat. Danach nimmt der Hund die Verfolgung von Junior auf, und wirkt dabei in etwa so bedrohlich wie ein schlafendes Hamsterbaby. Junior flüchtet in ein Maisfeld, wo man im Hintergrund hört wie einer angeblich den Hund erschießt, bevor er selbst von irgendwas größerem angegriffen wird.

Und dann kommt der Vorspann.

So weit, so blöd. Wenn der Quatsch nun in der Art weitergegangen wäre, hätte man damit durchaus seinen beknackten Spaß haben können. Wenn...

Stattdessen taucht man ein in die Welt von Wolf, seineszeichens Versager vom Dienst, unfähiger Pizzabote aus Überzeugung und bester (weil wahrscheinlich einziger) Freund von Jake (Hobby: Im Auto furzen und sich danach eine halbe Stunde selbst dafür feiern). Der soll drei Pizzen an den Arsch der Welt liefern und ist mit den Dingern dann auch schon seit grob geschätzt zwei Stunden unterwegs, weshalb sie den geplanten Kinoabend in den Wind schießen müssen. Abgesehen davon, dass der Blödkopp Jake die Pizzen inzwischen so schräg wie möglich auf den Rücksitz befördert hat, weshalb der Belag inzwischen überall sein dürfte, außer auf der Pizza, kann man die bematschten Teigfladen nach so langer Zeit trotz Warmhaltekartons wahrscheinlich zum aufwärmen in den Kühlschrank stellen.

Wolf und Jake landen dann bei der Auslieferung auf einer Party von ein paar Teenage-Schnitten in irgendeiner entlegenen Waldbude, wo eins der Mädels Wolf zur Begrüßung vor die Füße kotzt (Mahlzeit), und der Trottel Jake die Abfahrt verhindert, weil er den Autoschlüssel versteckt. Wolf trifft auf der Fete dann Samantha wieder, mit der er wohl irgendwann irgendwie mal nichts hatte, obwohl er es wohl irgendwann irgendwie mal gern gehabt hätte (ich frag mich bei der "Ich bin doof"-Fresse allerdings warum...), nur isse dummerweise vorher weggezogen. Zu seinem Glück ist sie gerade besoffen, leicht bekleidet und läufig, weshalb es im Auto zu einer Knutscherei kommt, wonach sie "Fick mich" oder so sagt. Da Wolf aber zu dusselig ist ein Kondom zu bedienen will sie ihm die Tüte mit dem Mund überziehen, was seinen Schwanz früher als geplant in einen Springbrunnen verwandelt. Innerhalb von einer Sekunde schaltet Samantha dummerweise für ihn von geil auf müde, also wieder nix mit knattern.

Davor durften wir leider noch so "lustige" Sachen miterleben, wie z.B. Wolf versucht in einer Küche (!) ohne Flaschenöffner eine Buddel Bier aufzukriegen. Das kann wahrscheinlich ein Schimpanse mit ´nem Stück Holz oder ´ner Banane, aber Wolf steht da blöde rum in einem Raum voller Küchenwerkzeug (okay, er schaut in eine Schublade und findet nix), und haut die Buddel dann doof wie er ist anner Arbeitsplatte kaputt... Gleichzeitig lernen wir noch Rachel kennen, die einen von Anfang an nervt, aber im späteren Verlauf leider zur Heldin des Streifens werden soll. Na vielen Dank auch... (Hätten die nicht die Trulla nehmen können, die Wolf die Pizza abgenommen und ihre nach dem kotzen ohnmächtig gewordene Freundin ins Haus gezogen hat? Die war wenigstens noch hübsch...)

Bevor es weitergeht noch ein kleiner Absatz zum schlimmsten an dem ganzen Schund... Die "Musik". Wer nämlich dachte, der Sound auf der Hausparty von Hobgoblins wäre das billigste und schlimmste musikalische Filmverbrechen der Geschichte, dem sei gesagt: Der Rotz wurde 2011 von diesem hier abgelöst. Egal wann, wo und bei welcher Gelegenheit, die Filmmusik hier besteht grundsätzlich auch irgendwelchen fünf- bis zehnsekündigen Versatzstücken in minutenlanger Endlosschleife. Und alles ohne Gesang (okay, mit einer Ausnahme, und das klingt noch beschissener als der Rest..)... und zumeist Techno. Auf dieser "Party" da wäre ich keine zehn Minuten geblieben, besoffene Mädels in Shorts hin oder her.

The Day after... Samantha ist weg. Wo isse hin? Keiner weiß es. Dafür steht Melissa am Fenster und guckt sich ein Reh an, das die ganze Zeit zurückguckt. Das Reh sieht dabei so aus, als hätte man ihm die Vorderbeine falschrum angeschraubt, und wahrscheinlich hat der unfähige Puppenbastler das auch.... Melissa will es streicheln, und kriegt dafür zum Dank die Hand abgebissen. (Der Kopf hat soviel Ähnlichkeit mit ´nem Reh wie ich mit Apollo Creed, nur mal so am Rande.) Wolf kickt das Reh gegen ´nen Baum, wo ihm die Rübe abbricht... (ja nee, is klar) Danach gehen die Kumpels vom Reh (die noch beschissener aussehen als das Reh selbst) zum Angriff auf die Waldbude über, während Wolf nur an den verpassten Fick denkt und jede Minute auf´s neue "Hat jemand von euch Samantha gesehen?" fragt. Nein, du blöder Vollidiot, Melissa fehlt ´ne Hand, du hast selbst gerade ein Reh in Notwehr totgekickt, im Nebenzimmer stehen ein paar blutrünstige Hirschviecher, die Mädels bewaffnen sich gerade notgedrungen mit Küchenmessern und die Bude besteht (wie sich gleich herausstellen wird) vom Wandmaterial her aus alten Puffreisplatten, da interessiert deine dämliche, matschgesichtige Hupenhulda keine Sau! Meine Fresse, was ein Doofkopp...

Das wütende Wildzeugs greift an, und nun wird es wirklich mies. Irgendwelche Statisten stecken Handpuppen-Hirschköppe durch die bröseligen Puffreiswände (gab es dafür ´ne Baugenehmigung?! Da sind ja die Papierhäuser in Japan richtige Bunker gegen...), und "beißen" damit die Mädels, die teilweise nach hinten springen damit es so aussieht als würden sie von den Terrortierchen weggerissen. Dann schmeißt ein anderer Komparse irgendwelche Gummiarme / -beine in den Raum, und wieder andere kippen mal wieder Tomatensaft oder Himbeersirup oder sowas aus Eimern quer durch dem Raum, um ein Blutbad zu simulieren. Die Handpuppen haben dabei nicht einmal mehr Muppet-Show-Niveau und sehen nach allem aus, nur nicht nach Hirsch oder was das sonst für Dinger sein sollten.


Um es kürzer zu machen (ich schreib an dem Text jetzt schon doppelt so lange, wie der ganze Film dauert... der geht in der geschnittenen Version gerade mal eine Stunde, Uncut isser wohl 70 Minuten lang): Wolf, Jake und Rachel überleben, und finden in Wolfs Auto Samanthas Handy. Die ruft auch an, aber bevor Wolf rauskriegen kann wo sie ist, ist der Akku leer. Letztendlich isse auf ´ner Farm bei ihrem Verlobten, aber das kommt zum Schluss. Wolf hofft wohl irgendwie immer noch darauf seinen Fisch in die Grotte tauchen lassen zu dürfen, und schlägt deshalb die Ideen der anderen (nach Hause fahren bzw. dort bleiben und sich verbarrikadieren bis die Tiere nicht mehr verrückt spielen und der blöden Samantha ihr Handy zuschicken) allesamt in den Wind. Unterwegs retten sie noch zwei Polizisten, die den Ort abriegeln sollen, vor einem angreifenden Eichhörnchen, indem sie das olle Klettertier einfach zu Matsch fahren (sie müssen nach Hause um für Samanthas Handy ein Ladekabel zu holen und sich umzuziehen / zu waschen), dann werden sie noch von einem wirklich mega-lächerlichen CGI-Gorilla angegriffen der sich auf ihr Autodach schwingt und gerade dabei ist Jake den Hals umzudrehen als Wolf einfällt das Seitenfester hochzufahren, was den Gorilla (der wirklich aussieht als wäre er aus Donkey-Kong-World entsprungen) eine Hand kostet, dann findet Rachel beim durchforsten der Nachrichten auf Samanthas Handy heraus, dass die blöde Schnepfe liiert ist und Wolf seinen "Abstecher" wohl vergessen kann (als sie ihm das mitteilen will, isser aber schon eingeschlafen... auf dem Autodach... weil man da ja ganz sicher ist in einer Welt, in der die Tiere Amok laufen. Irgendwann zwischendurch musste Rachel auch noch pinkeln, statt aber hinter den Busch zwei Meter neben dem Auto zu gehen latscht sie lieber einen halben Kilometer über ´ne Wiese, wo sie letztendlich von einem mordlüsternen Gaul angegriffen wird (auf dem noch ein halber Reiter sitzt, alles über dem Arsch fehlt dann halt..), den sich nach einer schier unendlichen Jagd dann einfach mit ein paar Karatekicks umtritt (und natürlich sieht dabei auch das Pferd einfach Scheiße aus...). Kurz vor Schluss fährt Wolf das Auto kaputt (Idiot...), weshalb sie versuchen nach einem Marsch durch den Wald (nachdem gestern Rachels kompletter Freundinnenkreis von wildgewordenem Rotwild zerfetzt wurde sicher die beste Idee, die man haben kann) mit einem Paddelboot weiterzukommen, weil Wolf herausgekriegt hat, dass Samantha irgendwo übers Wasser drüber ist.


Quizfrage: Welchen Job hatte die Schildkröte Josie, bevor sie als Bauchrednerpuppe und "Geldautomat" bei Sascha Grammel ihre Brötchen verdienen konnte? Genau, Killerkröte in miesen Horrorfilmen! Okay, Josie (bevor mich jemand falsch versteht, ich finde Grammel und seine Puppenkiste absolut genial) sieht dann doch etwas echter aus als die plump hingewurschtelten Spaddelviecher da. Wenn man denen den Panzer knackt, bestehen sie zudem von innen aus Himbeergrütze. Aber immerhin befreien sie uns (mit Hilfe eines in 40 cm tiefen Wasser lebenden Riesenalligators) von Jake, das ist ja auch schon mal etwas.

Am anderen Ufer latschen dann Rachel und Wolf am Wasser entlang, während im Hintergrund ein Ausflugsdampfer von einem Riesenkraken angegriffen wird. Wo in dem Baggersee da ein 30 Meter großes Tentakelviech gewohnt haben soll, versteh ich beim besten Willen nicht, aber darüber macht man sich nach all dem Schwachsinn, den Handpuppen und den vergangenen 50 Minuten Logikloch dann auch keine großen Gedanken mehr. Schon eher darüber, was dann folgt, nämlich ein Stealth-Bomber, der auf dem See eine Bombe abwirft um den Oktopus zu killen, woraufhin sich ein Atompilz bildet. Hmm.... Man kann es mit den Maßnahmen ein bisschen übertreiben... Aber das muss eine ganz kleine Atombombe gewesen sein, denn sie hat auf den Rest der Umgebung keinerlei Auswirkungen, also von wegen Feuersturm, Wind oder sonstiges. Vielleicht war das auch alles nur Zufall, und der Bomber hat ein Rettungsboot abgeworfen, während der eventuell doch noch lebendige Jake da hingetrieben wurde und zum Abschied seinen letzten Apokalypse-Furz abgelassen hat. Bei dem Streifen hier wäre ich mir da nicht sooo sicher.

Letztendlich finden Rachel und Wolf die Farm, auf der Samantha sich wohl befindet, und wenn ich mir das Maisfeld da so angucke, will ich mal vermuten dass das das Feld vom Filmbeginn sein soll, in dem ja noch sowas wie ein Endgegner wohnt. Aber erstmal müssen wir Samantha wiedersehen und ihren Verlobten kennenlernen (ich hätte auf beides verzichten können...), auf den Wolf entsprechend allergisch reagiert, zumal seine erste Handlung darin besteht Rachael ohne Vorwarnung in den Arm zu schießen. "Wir haben gefickt! Also fast..." oder so ähnlich keift Wolf aus Rache und Eifersucht wütend raus. Samantha bekommt von Rachel auch noch eine gescheuert (Bravo!). Bevor sich der Trottel von Sam Wolf vorknöpfen kann, hört man aus dem Mais ein uns vom Vorspann her bekanntes Geräusch, und ein wirklich gruselig animierter Brillenbär greift die vier Volltrottel an. Was für Sams Verlobten zu einem für ihn eher unerfreulichen Innereienjojospiel führt. Samantha rennt dann weg und ward in diesem Film zum Glück nie wieder gesehen, während der Bär auf Wolf losgehen will. Zum Glück kann Rachel nicht nur Karate sondern auch Schwertkampf (wo genau sie dieses Riesenteil plötzlich hergeholt hat... wir werden es nie erfahren...), und kloppt den Bären mal schnell die Rübe ab (was beinahe noch beschissener aussieht als alles vorher, zumal Meister Petz sich vorher als kugelsicher erwiesen hat...). Irgendwie finden sich Rachel und Wolf ja inzwischen ganz dufte, und so ist der Scheiß dann nach einer Knutscherei und einem letzten miesen Gag auch zum Glück vorbei.

Also: Wer jemals einen Film mit noch mehr Filmfehlern als Sharknado sehen will: Da isser. Das einzige, was man als Entschuldigung anführen kann: Die ganze Chose war ein Schülerprojekt ohne auch nur einen Profi am Werk mit einem Budget von 7000 Dollar, was immerhin nochmal weniger als die Hälfte der Finanzierung von "Hobgoblins" darstellt (inflationsbereinigt wahrscheinlich knapp 1/4 davon). Trotzdem: Es gibt Anschlussfehler ohne Ende. T-Shirts verändern ihr Aussehen von einer Szene zur nächsten, das Reh ist mal Rot und mal dunkelbraun, und im Kofferraum von Wolfs Auto müssen sich eine Waschmaschine, ein Wäschetrockner und eine Dusche befinden, denn Jake fällt erst voll in den Matsch als er das Auto anschieben will und sieht aus wie ein durchschnittlicher Festival-Besucher am Wacken-Freitag nach dem Dauerregen, ist aber am nächsten Tag wieder blitzeblank und mit Perwoll gewaschen. Als Rachel im Auto pullern muss fragt sie nach einem Becher oder sowas, erhält aber von Wolf stattdessen eine Papiertüte. Wer kenn sie nicht, die guten Urintüten vom Supermarkt mit doppeltem Auslaufschutz...Als sie dann nach der Verfolgungsjagd mit dem Gaul zurückkommt, ist nichts mehr vom Harndrang über (Hose voll oder ausgeschwitzt...?)

Dazu gibt es noch so um die 37 Gags, von denen keiner irgendwie lustig ist. Ob die Trottel aus den Sternen irgendwelche Pizza-Sternbilder raussehen oder sich Rachel über Jake lustig macht, Wolfs Opa mit der Flinte herumballert oder jemand auf der Party am Anfang einen Hühnchenflügel essen will (der eindeutig eine Keule ist) und dann angewidert ausspuckt, obwohl ja nebenan ganz viel frische... ääh... vor drei Stunden frische Pizza liegt, ob Jake auf die Fresse fliegt oder Wolf zu doof ist seine Kondome zu finden... Es ist einfach nichts komisch. Die beste Szene ist das Katzentennis vom Anfang, danach geht es nur noch bergab.

Wenn jetzt noch irgendwer nach dem "Warum" fragt: Fragt einen, der am Drehbuch mitgeschrieben hat. Im Film wird nichts erklärt, abgesehen davon, dass keiner eine Erklärung hat.

Und deshalb mach ich hier auch Ende.
 

Dilbert

Pils-Legende
"Liebesgrüße aus Fernost"


Willkommen auf den Philippinen, wo in den 70ern ein ums andere mal bewiesen wurde, dass man auch ohne Geld, Drehbuch und Talent miese Filme fabrizieren kann.

In Manila verschwinden nach und nach immer mehr Sportstars, die total unauffällig von irgendwelchen leicht bekleideten Kampffrauenzimmern entführt werden... also z.B. am hellichten Tag mitten von der Polokoppel für jeden der sich in der Nähe befindet deutlich sichtbar während des Trainings vom Gaul geholt. Die Mädels gehören zur Privatarmee von der Meisterchirurgin Dr. Tzu, die sich auf einer Insel eine geheime Schurkenbasis aufgebaut hat, und dort unter der Vermittlung des zwielichtigen Mr. Gregorius einen florierenden Handel mit Organen und anderen Körperteilen betreibt, freilich mit den Ersatzteilen von nicht so ganz freiwilligen Spendern.

Um das Verschwinden der Spitzensportler aufzuklären, wird von einem Mr. Lorenzo der Superagent Mike Harber engagiert, der (zumindest in der deutschen Synchro) wohl ein guter Bekannter eines gewissen "Bond" ist, jedenfalls werden dauernd irgendwelche Sprüche darüber gemacht wie sehr Mike und "Bond" sich unterscheiden. Mike ist aber nicht beim Geheimdienst, sondern einfach nur ein schmieriger Sprücheklopfer einer Versicherung, der sich den Auftrag mit 30000 Dollar entlohnen lässt, sollte er zumindest einen der Verschleppten nach Möglichkeit lebendig wieder zurückschleppen. Außerdem ist Mike ein absolut unfähiger Vollidiot, der ohne seinen persönlichen Taxifahrer Lapu-Lapu wahrscheinlich nicht einmal seinen linken Schuh selbst finden würde.

Durch eine Reihe von Unsinnigkeiten, Dummheit und Zufällen gerät Mike an den Schurken Won Ton, der ihm erst wichtige Tipps gibt, sich dann aber als Helfer von Dr. Tzu entpuppt. Normalerweise hätte der Dödel Mike schon bei dessen Besuch kalt machen können, aber dann wäre der Film ja zuende gewesen. Stattdessen nennt er ihm den Namen von einem alten Fischer, der eine ungefähre Ahnung haben könnte was wie wo vor sich geht. Selbiger gibt Mike dann auch irgendwelche Hinweise, und wird zum Dank dafür von einem Handlanger von Won Ton ermordet. Warum der Ton-Depp Mike überhaupt erst auf die richtige Spur bringt, statt ihm irgendwelchen Unsinn zu erzählen oder zu ´ner Eierfarm nach Buxtehude zu schicken, bleibt das Geheimnis des Drehbuchautors...


Dr. Tzu will Mike ausschalten und scheucht ihm deshalb die scharfe Linda auf den Hals. Da die Killer-Frauen auf Dr. Tzus Insel allesamt chronisch untervögelt sind (sie vergehen sich teilweise sogar an den bewusstlosen Organspendern, wenn sie sich nicht gerade nach irrsinnigen schlüpfrigen Endloszickereien gegenseitig befummeln), lässt sich Linda von Mike nach den miesesten Anmachsprüchen der Welt auf seinem Hotelzimmer flachlegen, um ihn am nächsten Tag zu erschießen. Zum Glück hat Mike aber ein kugelsicheres Kopfkissen (ja sicher doch, es gibt schließlich nichts stabileres als Gänsefedern... Ganz bestimmt...) und Linda anscheinend auch nur eine Kugel in der Wumme, weshalb es zu einer gar lustigen Hauerei mit so um die 3000 Dollar Sachschaden im Hotelzimmer kommt, bei der Linda dem Großmaul Mike (der es nicht einmal wenn er verprügelt wird schafft mal für fünf Sekunden die Fresse zu halten) ganz kräftig ein paar vor die Nuschel zimmert. Dann ergreift sie allerdings völlig sinnbefreit die Flucht, anstatt dem Deppen den Rest zu geben, und wir dürfen uns an einer gefühlt zehnminütigen Verfolgungsjagd durch Manila "erfreuen", die Hälfte zu Fuß, und danach mit dem Taxi. Damit die Action nicht zu kurz kommt, brettert Linda dabei auch artig alles um was neben der Straße steht, auch wenn das gar keinen Sinn macht. Letztendlich gurkt sie die Gurke dann allerdings in den nächstbesten Ententeich und muss von Mike und Lapu-Lapu da rausgezogen werden.


Um aus Linda Informationen rauszuholen wendet Mike dann eine wirklich brutale Foltermetode an: Er setzt sie ohne Seife und Shampoo in die Badewanne und dreht die Dusche auf. Also sowas unmenschliches hab ich echt in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen. Irgendwie merkt Mike dann auch mal, dass das ziemlich dämlich ist, und hält ihr lieber seine abgesägte Doppelflinte vor´s Gebiss.


Letztendlich bringt Linda Mike und Lapu-Lapu auf die Insel. Weil die beide ziemlich blöd sind, diskutieren sie dann erstmal eine gefühlte Ewigkeit über irgendwas rum, wobei sich Linda locker flockig verdrücken kann. Die erstattet Dr. Tzu Bericht und soll für ihr Versagen bestraft werden, erbettelt sich aber noch eine letzte Chance Mike unschädlich zu machen. Was man dann auch locker hätte machen können, schließlich steht er plötzlich von gut ´nem Dutzend gutaussehender Kampfkrähen mit diversen Schusswaffen umzingelt im Wald. Warum die den nicht abknallen weiß irgendwie keiner, normalerweise sollte der ja schon längst abgemurkst sein. Aber das hier ist ein schlechter Film, und da sind die Schurken nunmal blöd wie Bockwurst. Also wird Mike stattdessen in die Geheimbasis gebracht, wo ihm natürlich auch alles gezeigt wird, und er anschließend mit Dr. Tzu zusammen auf dem Sofa sitzt und gemeinsam mit ihr an irgendeine Bumskrone angeschlossen ist, die den Sexualbereich des Gehirns stimuliert. Was wie man sich vorstellen kann erstens ziemlich bescheuert aussieht, und zweitens auch von der Schauspielerei her ziemlich bescheuert daherkommt. Die Idee war aber immerhin vom Prinzip her originell beknackt genug um später in "Demolition Man" von Silvester Stallone und Sandra Bullock in ähnlicher Form nochmal verwendet zu werden.

Warum auch immer hat Dr. Tzu vorher die Bestrafung von Linda angeordnet, obwohl die ja ihren Auftrag letztendlich doch noch erfüllt hat, weshalb die angeordnete Einknastung in etwa so viel Sinn macht wie der Rest des Films. Linda hat inzwischen aber warum auch immer die Rebellion beschlossen und haut ihrer Wächterin in einem wirklich sehr grottig gefilmten Bitchfight was vor die Zwiebel (Und ich frag mich mal wieder, was das alles soll, die hätte sich doch gleich mit Mike zusammentun können, anstatt wegzurennen und ihn dann gemeinsam mit ihren Kampfkolleginnen gefangen zu nehmen). Auch Vera (die vorher irgendwie keine wichtige Rolle gespielt hat) hat von der ganzen Menschenhändlerei die Faxen dicke, und will mit Linda zusammen Mike befreien. Dummerweise lässt sie vorher aber das ausbrechen, was von den früheren Organspendern noch übrig ist (warum die aussehen als hätte man Frankensteins Monster und den Glöckner von Notre Dame zusammen durch Seth Brundles Teleporter in Cronenbergs "Die Fliege" geballert, erschließt sich mir ebensowenig wie deren graublaue Hautfarbe), damit sie sich an Dr. Tzu rächen können. Was letztendlich dazu führt, dass ihr eins von den Monstern selbst in den Hals beißt und sie so umbringt. Shit happens...


Nachdem Mike und Linda sich durch diverse Wachkommandos gekämpft haben, will er noch schnell in den OP und seine Gage retten. Linda verschwindet dann warum auch immer plötzlich aus dem Film, und Dr. Tzu steht hinter einer Glasscheibe und sagt zu Mike, dass er zwar die erste Runde gewonnen hätte, das Spiel aber weitergehe. Und ich frage mich mal wieder: Warum eigentlich... Einmal sind immer noch etliche von ihren Killerbienen übrig, und zweitens müsste sie ja im Prinzip einfach nur das Boot zerschroten lassen, mit dem Lapu-Lapu (der auch nicht mehr auftaucht, ebenso wie der schmierige Mr. Gregorius, der sich zwischendurch mit ´nem Koffer mal eben dünne gemacht hat), Linda und Mike auf die Insel gekommen sind, und schon steht der Depp am Strand und weiß nicht mehr weiter. Weil das aber zu einfach wäre, wirft sie lieber eine kleine Rauchbombe und verschwindet wie ein Ninja in einem schlechten Chuck-Norris oder Dudikoff-Film.

Mike hat den Basketballstar also gerettet und ist gerade dabei seine Belohnung mit einer uns unbekannten wirklich wild frisierten Blondine beim sexy Schachspiel (das ist trotz der leicht bekleideten Dame in etwas so erotisch wie ´nem Mops beim kacken zuzugucken...) zu verjubeln, als wie Kai aus der Kiste plötzlich ein weibliches Killerkommando mit Maschinengewehren im Anschlag in seiner Bude steht. Was unter normalen Umständen in dreikommasiebzehn Sekunden zu seiner sofortigen Durchlöcherung führen würde, aber Mike grinst nur cool und weist auf eine Fortsetzung dieses katastrophalen Kackstreifens hin... Die zum Glück nie gedreht wurde.

Was war gut? Nun ja, wir bekommen eine ganze Horde von nett anzusehenden Damen vor die Glotzer gestellt, teilweise mit nicht ganz so vielen Sachen an. Zumindest in Teilen macht auch die Synchro ein bisschen Laune (Mike wird gesprochen vom Allroundhelden Thomas Danneberg, der ja unter anderen auch Terence Hill, Stallone, Schwarzenegger und Travolta seine Stimme lieh... Und dummerweise auch dem widerlichen Sackgesicht Sloane im gleichnamigen Schrottfilm). Die Synchro ist gerade was Danneberg angeht mal wieder sehr auf Schnodderdeutsch getrimmt, und mich hat sie ehrlich gesagt irgendwann dann doch etwas genervt. Gerade bei der Schlägerei zwischen Mike und Linda hat Mike für jeden kassierten Hieb ´nen blöden Kommentar übrig. Wobei der Spruch "Keine Angst, ich geh immer so die Treppe runter wenn ich es eilig habe." als er bei der anschließenden Verfolgung wie der letzte Vollidiot (der er ja auch ist) die Hoteltreppe runterfällt dann doch schon wieder halbwegs lustig ist. Sagen wir es mal so: Die Synchro ist nicht ganz so übertrieben beknackt wie bei "Das Söldnerkommando".

Die Kampfszenen sind zum Großteil leider totaler Ausschuss. Die Mädels springen da oft ungelenk herum wie Jet Li mit zwei Gipsbeinen und Hodenzerrung. Was bei einem Streifen um knackige Karateweiber dann doch eher unvorteilhaft ist, und durch die hundsmiserable Kameraarbeit (gerade bei dem Fight zwischen Linda und ihrer Wächterin) den Spaß den der Blödsinn ja durchaus machen könnte komplett in die Tonne tritt. Dazu kommt, dass Mike als cooler Frauenaufreißer und Versicherungsspezialagent einfach nur ´ne trübe Tasse ist, die nur durch die Dummheit und Unfähigkeit seiner Gegner überhaupt länger als 20 Minuten vom Film überlebt. So wird ja der Fischereiopainformant in der Hahnenkampfarena von Won Tons Mörder abgemurkst, während Mike und Lorenzo genau daneben sitzen. Warum muss denn bitte der olle Opa dran glauben, wenn man den Hauptgegner stattdessen gepflegt entsorgen könnte? Stattdessen wird Dr. Tzu ständig von ihren Handlanger/innen angerufen und gewarnt, dass Harber nicht so leicht zu erledigen sei. Doch, wäre er gewesen, mindestens zwanzigmal hatte man die Gelegenheit den Klappskalli problemlos über den Jordan zu befördern. Aber gut, wenn der auch kugelsichere Kissen hat...

Was bei dem Film leider auch noch einen gewissen Schuss Laune verdirbt ist die fürchterliche Musik. 70er = Discosound, und der Komponist dieses Mülls sollte dafür mit 30 Stunden Nonstop Modern Talking gefoltert werden. Der gleiche gammelige Beat wiederholt sich bei den schier endlos langen Verfolgungsszenen alle fünf Sekunden im Spongebob-Modus. "Und wieder und wieder und wieder und wieder..." Nerv!

Was bleibt: Der Hurra-Schwachsinn-Film hätte mit ein bisschen mehr Mühe bei allen Beteiligten irgendwie viel mehr Spaß machen können. Er weiß auf eine bescheuerte Art schon zu unterhalten, ist aber in großen Teilen eben dann doch ein planloser Haufen Billigschund.
 

Dilbert

Pils-Legende
"Zwiebel Jack räumt auf"

Es war einmal im Wilden Westen...

Farmer Foster hat keine Lust sein geliebtes Stückchen Ackerland an die Raffzähne von der Ölkompanie zu verkaufen. Deshalb wird er von den Häschern des Ölbarons Petrus Lamb entführt, ermordet und sein Kadaver in der nächstbesten Schlucht verklappt.

Was man nicht wusste: Er hat sein kleines Landstück schon vorher an den verschrobenen "Zwiebel" verkauft (er nennt sich selber "Die Zwiebel", einen anderen Namen für sich kennt er nicht weil sein Vater früh verstorben ist oder sowas in der Art), welcher auch kurz danach mit seinem sprechenden Gaul und seinem Wagen voller Zwiebeln in Paradise City eintrifft. Die Stadtbevölkerung dort lebt in ständiger Angst vor den Schergen des Ölbarons und dem korrupten Sheriff und dessen ach wie lustig schwuler Gefolgschaft. Zwiebel hat aber weder Respekt noch Angst vor irgendwelchen Rowdys oder Autoritäten, schafft er es doch problemlos mit seinem Mundgeruch Leute ins Koma zu rülpsen, erst recht wenn er seinen Gesundheitsdrink aus Zwiebelsaft, Salpeter und Knoblauch "genossen" hat. Außerdem schlägt er eine ganz nette Bud Spencer-Kelle und kann mit Zwiebeln und Colts jonglieren, bevor er entweder den Bösewichten die Schusswaffen aus der Hand ballert, sie mit einem fetten Strahl Zwiebelsaft blendet oder ihnen das Gemüse einfach volle Kanne an die Rübe donnert.

Höchst begeistert von soviel Aufsässigkeit ist der letzte freie Journalist in Paradise City, Henry Pulitzer (ja, Pulitzer, mei ist das witzig...), der bei den Versuchen seine (einseitige) Zeitung zu verscheuern ständig von der Gaunertruppe drangsaliert wird. Der nimmt Zwiebel mit nach Hause und stellt ihn seiner Tochter Mary Ann vor... Diese frisiert sich wie Zwiebel anscheinend mit dem Mixer und besitzt wie er keinen Kamm (und keinen Waschlappen...). Die beiden gucken sich jedenfalls an und sind schockverliebt (was dem inzwischen schon ziemlich genervten Zuschauer dieser humorhirnrissigen Gemüsepolka mit eingeblendeten Herzchen und einer Art sinnlos ins Bild gezaubertem Postkartenmotiv verdeutlicht werden soll). Dass sich Zwiebel auf das von Henry servierte Steak noch eine 4 cm hohe Schicht Zwiebeln schnippelt und dann anfängt auch ihr bedauernswertes Fleischstück unter seinem Lieblingsgrundnahrungsmittel zu beerdigen, tut der Sache von ihrer Seite aus keinen Abbruch... (und ich bin mir ziemlich sicher, dass der Typ sowas wie eine Zahnbürste in seinem Leben noch nie im Mund hatte... Igitt...).

Nun ja, Zwiebel fährt zu seinem neuen Anwesen und lernt dort auf unsanfte Weise Dutch und Cal kennen, Fosters Nachwuchs, der ihn mit selbstgebauten Sprengsätzen und einer Wumme aus dem MacGyver-Versand empfängt, weil ihr Vater ihnen vor seinem Ableben nichts vom Verkauf erzählt hat. Na ja, zumindest nimmt Zwiebel so mal ein unfreiwilliges (dringend nötiges) Bad... Und da er nur einen Satz Kleidung besitzt und dazu noch immer deutlich sichtbar eine lange Unterhose unter einer Art Anglerbuchse trägt, ist es gar nicht so schlecht, dass bei seinem Fluchtsprung ins Wasserbecken seine Klamotten gleich mal mit eingeweicht werden...
Nun ja, Cal als Sprachrohr und Dutch als stummer, Zigarre rauchender Neunjähriger (von Kinderarbeitsschutz hielt man damals nicht gerade viel) erklären sich mit der Kaufurkunde für das Grundstück zufrieden und wollen Zwiebel beim Zwiebelanbau helfen, aber vorher braucht er noch einen Stempel vom ortsansässigen Richter auf dem Papier. Der liegt allerdings besoffen unter seinem Tisch herum, was zu einer voll dolle lustigen Szene führt, in der der Schluckspecht mit dem Stempel überall hinballert, nur nicht auf die Urkunde. Also lustig, wenn man das Humorverständnis eines bekifften Achtjährigen hat. Genauso witzig wird es im Anschluss, als die Gangster versuchen Zwiebel sein Dokument abzunehmen, wobei dann aus einem einfachen großen Kartoffelsack wie aus dem Nichts ein gut fünf bis acht Meter langer Stoffschlauch wird, in dem die Gauner gefangen werden, bevor Zwiebel selber einen auf die Glocke bekommt und ihm die Urkunde geklaut wird. Irgendwie kommt es dann auch noch zu einer total lustigen (hüstel) Verfolgungsjagd, bei der drei Deppen zu Pferde Zwiebel verfolgen, der auf einem Fahrrad flüchtet. Dass das Fahrrad dabei auch mal kein Vorderrad hat (welches dann wie von Geisterhand plötzlich wieder dran ist) oder Zwiebel das Ding fährt während es falschrum ist (also Sattel nach unten), oder sich das Fahrrad als Zwiebel damit in ein Fass fährt warum auch immer plötzlich in ein Shetlandpony verwandelt... Ach, scheiß wat drauf, das ganze wird ja zudem auch noch in leicht erhöhter Geschwindigkeit im Film abgedudelt, und irgendwie wartet man nur darauf, dass endlich die Benny Hill-Musik losgeht. Die ganze Endlos-Szene ist einfach nur zum kotzen. Und vorallem nicht witzig.

Gut... oder auch nicht... also eher nicht. Da Cal und Dutch bestätigen können, dass die Urkunde existiert hat, und sich außerdem herausstellt dass es einen Beweis dafür gibt dass der Möchtegern-Indianer "Stinki" nicht nur den Kaufvertrag für Zwiebels Grundstück geklaut, sondern auch den armen Foster umgebracht hat, machen sich Pulitzer und Zwiebel auf die Suche nach eben diesem. Sie finden ihn in einer Mühle, in der es dann zu einer total lustigen Acionsequenz kommt, die... sowas von sinnlos beknackt und unlustig ist, dass man es gar nicht fassen kann. Jedenfalls gibt es eine kurze Schlägerei, und nachdem Zwiebel eine Weile in den Getreidebergen herumgesucht (und dabei ganz witzig auch sich selbst ausgebuddelt hat... "Du siehst aus wie mein Vater" - "Ja, Vater Morgana"... HAHAHA... ha... Autsch...), findet er Stinki. Als sie den Verbrecher seiner gerechten Strafe in einer Nachbarstadt (in Paradise City selbst hat man es mit dem Gesetz ja nicht so....) zukommen lassen wollen, werden sie allerdings von Lamb und seinen Schergen abgefangen. Stinki wird von den Bösewichten kurzerhand abgeknallt (er betet dann zu Manitu, kippt um und beerdigt sich dabei automatisch von selbst... Also eigentlich isser aus einem Haufen Dreck aufgestanden, nur hat man das dann eben in doppelter Geschwindigkeit rückwärts laufen lassen... Wie "lustig"....), welche den Mord dann Zwiebel und Pulitzer anhängen.

Nach einer fairen Verhandlung (der Richter ist besoffen, etwaige Entlastungszeugen werden mit der Wumme unter der Nase still gehalten und die Geschworenen bestehen aus den Handlangern Lambs) werden Zwiebel und Pulitzer zum Tode verurteilt. Während draußen der Galgen zusammengezimmert wird, erhalten sie Besuch von Cal und Dutch, welche die Henkersmahlzeit bringen... Nur dass die dargebotenen Zwiebeln komischerweise eine Lunte haben, und der eine Tuckensheriff es auch nicht bescheuert findet einem Neunjährigen Feuer für seinen Zigarrenstumpen zu geben. So können unsere Helden (hüstel...) fliehen, und verstecken sich da, wo einen Zeitungsverleger wirklich nie einer als erstes suchen würde: In dessen Druckerei. Dort drucken sie ganz viele Extrablätter mit der ganzen Wahrheit drauf, und weil dann doch noch zwei von Lambs Handlangern auftauchen, bedruckt man die bzw. deren Unterwäsche eben gleich mit, wodurch sie zu laufenden Litfaßsäulen werden.

Sodele, auf zum großen Finale.... Zwiebel und der Sheriff duellieren sich auf der völlig vermatschten Hauptstraße (Warum die vermatscht ist? Keine Ahnung, vorher war das nicht so eine Schlammwüste, jetzt hat es was von Wacken 2015). Dabei schießt Zwiebel seinem Kontrahenten erst dessen Knarre kaputt und anschließend den Gürtel, weshalb die Hose dann auf Halbmast hängt und man sieht, dass der Möchtegern-Gesetzeshüter grüne Damenunterwäsche und Strapse trägt.

Das soll dann übrigens wieder witzig sein...

Lamb hetzt Zwiebel den Rest seiner Truppe auf den Hals (die zum Teil aus Motorradfahrern in seltsamen American-Footballklamotten besteht, wie man bei einem Western auf so einen Scheiß kommt, weiß ich beim besten Willen nicht.. soll wohl mal wieder lustig sein...), was zu diversen Szenen führt die selbst in einem alten Bugs Bunny-Cartoon von den Warner Brothers wegen zu großer Dämlichkeit aussortiert worden wären. Am Ende kloppt sich Zwiebel dann mit Lamb im Hotel, wobei Lamb ihn mit seiner Goldblechhand (statt einer normalen Hand trägt er links eine mechanische Goldprothese, die als Running Gag ständig defekt ist oder irgendwo steckenbleibt, und dann von seinem schnauzbärtigen Schlappenschammes mit Namen Adolf immer wieder repariert werden muss... Ja, auch das soll lustig sein...) beschießt oder verdrischt (das Ding ist auch ausfahrbar). Allerdings haut er damit auch die Stützen vom ersten Stockwerk weg, weshalb die Bude irgendwann einfach über Lamb zusammenbricht.

Ende gut, alles gut... Irgendwie... Von dem Gaunern befreit bekommen die Bewohner von Paradise City vom Richter ihre Grundstücke zurück, der hört zur Feier des Tages mit dem saufen auf, Zwiebel kann endlich auf seine Farm und mit Cal und Dutch Zwiebeln anbauen, und Lamb und Adolf müssen bei ihm Strafarbeit verrichten und das Zwiebelbeet bestücken. Dabei buddelt Meister Gartenkralle allerdings ein paar cm zu tief, weshalb aus dem Acker plötzlich braune Suppe sprudelt (weil Erdöl wie wie alle wissen ja immer in 20 cm Tiefe unter weichem Boden mit einem Druck von ein paar hundert Bar zu finden ist...).

Zwiebel gibt auf und macht die Biege, um anderswo einen besseren Acker zu finden. Dutch kann bei der Verabschiedung plötzlich sprechen und hat die gleiche Reibeisen-Stimme wie Zwiebels Pferd (was dann auch witzig sein soll...), und was aus unserem Helden und seiner Angebeteten Mary Ann wird kann man nur spekulieren... Also ich tippe mal auf: Gar nichts.

Was so ungefähr die Lustigkeit dieses Films beschreibt: Es gibt keine. Was "Django" Franco Nero geritten hat sich hier als peinlichen Terence-Hill-Imitator mit explodiertem Lockenpudel auf dem Kopf der Lächerlichkeit preiszugeben... Ich weiß ja, dass man damals als Schauspieler in Italowestern natürlich nicht so viel verdient hat wie die Hollywoodstars, aber hatte er das wirklich nötig? An diesem Filmversuch ist wirklich alles, was witzig sein soll, einfach nur hochgradig in die Buchse gegangen. Sei es die Verfolgung mit dem Fahrrad, die Szenen in denen Zwiebel seine Zwiebeln frisst und anschließend Leute mit seinem Atem in Ohnmacht fallen lässt, die bescheuerte Love-Story, die coolen Kids, die ewig gleichen Gags mit Lambs Goldhand, die Zeitraffer-Szenen, die oft fürchterliche Quäkmusik von Oliver Onions (Muhaha, was ein Gag), die platten Schwulenwitze oder die mies choreografierten Spencer / Hill-Kopierschlägereien... Und irgendwie kapiert niemand die Motivation von Zwiebel, einen Kredit für diesen mickrigen Acker ausgegeben zu haben. Wie sein prall gefüllter Wagen voller Schalottengemüse (es reicht immerhin dass er sich da komplett drin verbuddeln kann) beweist, scheint sein altes Hab und Gut doch sehr fruchtbar gewesen zu sein, warum also der Umzug? Dann sagt er beim Essen bei den Pulitzers, dass er niemals Schusswaffen tragen würde, obwohl er fünf Minuten vorher im Saloon mit drei Colts jongliert und rumgeballert hat, und selbiges auch später noch oft genug macht. Es passt hier vorn und hinten einfach gar nichts.

Was natürlich bei einer Westernparodie ein großes Problem ist. Da hilft selbst die Comedy-Synchro von Rainer Brandt (der hier auch Archibald (das Pferd) und Dutch seine Stimme leiht) nicht weiter, nicht einmal Thomas Danneberg (Sprecher von Terence Hill, Stallone und Schwarzenegger) kann als Zwiebel aus schlechten Gags gute zaubern. Bei Spencer / Hill war auch immer viel Klamauk und Unsinn dabei, aber die konnten sowas halt auch rüberbringen, zumal bei denen die Chemie immer stimmte. Nero konnte das hier nicht, aber wie sollte der auch aus Scheiße Gold machen? Zumal ihm keine wirklich passenden Sidekicks zur Verfügung standen. Einen Stuntman wie das "Lieblingsopfer" von Spencer und Hill, Riccardo Pezzuti, sucht man hier vergebens. Es ist alles stocksteif und öde inszeniert, es gibt keine lustigen Backpfeifen nach denen sie die Schurken dreimal im Kreis drehen während sie zu Boden gehen. Einzig die Hill-Idee eine Bratpfanne als Waffe zu benutzen wurde meine ich mit verwurstet, aber das war in deren Filmen eben auch von der Vertonung her schon lustiger gelöst.

Im Gesamtbild bleibt von "Zwiebel Jack räumt auf" einfach zuviel Ausschuss hängen, als das man diesen Streifen noch guten Gewissens als halbwegs gelungene Westernparodie weiterempfehlen könnte.
 

Dilbert

Pils-Legende
"Beast Creatures"

Die Story hierzu kann man auf ´nem halben Bierdeckel unterbringen.

Ein Kreuzfahrtschiff säuft ab, und weil die, die das hier verbrochen haben, wirklich aber mal gar kein Geld hatten, sieht man davon im schnarchend langweiligen (weil übelst in die Länge gezogenen) Vorspann nur eine dunkle Silhouette. Das sieht aus als hätte das da einer hingemalt oder aus Pappe ausgeschnitten und dann vor eine Fototapete geklebt, und ich denke, genau so war das dann auch. Normalerweise müssten dann da auch ein Dutzend Rettungsboote rumtuckern, aber weil man kein Geld hatte, ist da dann eben nur eins. Um das herum strampeln sich ein halbes Dutzend Schiffbrüchige ab, warum die Insassen davon dann nur einen aus dem Wasser ziehen, obwohl da noch locker Platz für ein paar mehr gewesen wäre... man hatte halt kein Geld um mehr als acht Schauspieler (Laiendarsteller) dauerhaft zu beschäftigen. Da wohl irgendwer auch noch die Ruder von dem Ding über Bord geworfen hat (so es denn welche gab), treibt die Nussschale mit acht Überlebenden drin eine Weile doof durch die Gegend, bis sie auf einer unbekannten Insel stranden. Da einer der Überlebenden schwer verletzt ist und die Wasservorräte knapp werden und man nichts zu futtern hat, rät der alte Fiesling Morgan (ausgerechnet den haben sie von den ganzen Absaufkandidaten vorhin gerettet) dazu, die arme Sau doch einfach zurückzulassen, da ist ja eh nichts mehr zu retten. Freunde macht er sich damit (und auch im Rest des Films) nicht.

So denn, man legt den Verletzten möglichst gemütlich hin und begibt sich auf Erkundungstour, um Trinkwasser zu finden. Warum sie dabei die Feldflasche, aus der sie vorher gesoffen haben, beim Boot zurücklassen, und das Boot auch nirgendwo festgemacht haben... Wäre doch langweilig, wenn die schlau wären. Einer aus dem Haufen findet dann auch einen schönen klaren Tümpel und hält begeistert seine Rübe rein, nur besteht der dummerweise aus irgendeiner Säure, weshalb sich sein Gesicht kurz darauf in Himbeerpudding verwandelt. Die immer ruhige und heldenhafte Mrs. Gordon hingegen geht Beeren pflücken und wird dabei von irgendwas gebissen. Als die Truppe zum Strand zurückkommt um dort ein Nachtlager aufzuschlagen, finden sie den Verletzten dann nur noch als abgenagtes Skelett wieder, was nicht gerade für Frohsinn sorgt.

Eine junge Frau hält dann Nachts Wache am Lagerfeuer, und sieht sich plötzlich gut 20 leuchtenden Augenpaaren gegenüber. Kurz darauf wird die Gruppe von kleinen, bissigen Schrumpfkopfviechern mit spitzen Zähnen angegriffen, welche trotz einiger Bisswunden dann abgewehrt werden können. Da das ganze im Schein des Lagerfeuers stattfindet und man auch kein Geld für etwas zusätzliche Beleuchtung ausgeben wollte, sieht man von der Attacke zwar nicht allzu viel, aber es dämmert dem geneigten Zuschauer, dass die Biester eher aus der Discountabteilung für Filmrequisiten stammen.

The Day after.. Was machen wir jetzt? Wir latschen durch den Wald? - Wir latschen durch den Wald. Ja, und dann latschen die durch den Wald... bis zum Ende des Films sehen wir genauso lange wie langweilige Einstellungen, in denen die Typen da sinnlos durch´s Gehölz schlurfen, und dabei immer mal wieder von den Viechern angefallen werden. Und weil es jetzt ja hell ist, kann man auch genau sehen, dass diese wirklich nur aus unbeweglichen Handpuppen mit Glubschaugen und ohne Pupillen bestehen, die allenfalls ihren Mund auf und zu machen können und durch irgendeine Mechanik noch die Arme abwechselnd vor und zurück bewegen (die Ellbogen sind steif, die Hände auch, und die Beine bewegen sich schon gar nicht). Es sind wirklich 20-Dollar-Puppen aus dem Gruselkasperltheaterversand, und weil die alle gleich aussehen, gab es wahrscheinlich sogar Mengenrabatt.

Mrs. Gordon findet nach einer dieser Attacken dann sogar Trinkwasser, aber man hat ja die Buddel im Boot gelassen. Die Damen gehen daraufhin erstmal planschen, die Männer schmieden Pläne. Da erfolgt der nächste Angriff der Schrumpfköpfe, bei dem die gute, tapfere Mrs. Gordon draufgeht (und damit auch so ungefähr die einzige Sympathieträgerin in diesem Murks).

So... Was macht man? Man ist nach dem Untergang eines Riesendampfers auf einer Insel gestrandet, es nicht nicht ganz ausgeschlossen dass es da draußen irgendwelche Suchmannschaften gibt, man hat Trinkwasser gefunden und befindet sich in einem Wald voller mordlüsterner Kreaturen und habe einen Verletzten bei mir, der kaum noch laufen kann.

1.: Natürlich gehe ich zum Rettungsboot an den Strand zurück, hole die Wasserbuddel, machen die voll, gehe dann zurück zum Strand, mache dort nach Möglichkeit ein riesiges Lagerfeuer an damit mich eventuelle Rettungstruppen sehen können und ich Angriffe der kleinen Mistviecher von weitem kommen sehe und verpiesel mich nachts zum Schlafen auf das Boot, damit ich nicht aufgefressen werde.

2.: Ich gehe viel tiefer in den Wald, schleppe den Humpelkopp mit mir kilometerweit durch´s Gehölz und ermögliche den Biestern so die wunderbare Möglichkeit mich ständig aus dem Hinterhalt angreifen zu können. Die Rettungstruppen können und dann zwar nicht sehen, aber wer will denn schon hier weg...?

Natürlich gehen unsere Trottelkomparsen tiefer in den Wald...

Dort finden sich dann nach noch mehr Einstellungen, wie sie durch den Forst latschen, eine kleine Anhöhe, auf der sie beobachten wie die Biester irgendeine Götzenstatue anbeten. Das spielt zwar für den Rest des Films wirklich gar keine Rolle mehr, aber genau jetzt, nachdem schon fast die Hälfte von ihnen tot ist, kommen sie auf die Idee, dass man sich doch lieber möglichst schnell verpieseln sollte, und rennen deshalb den gleichen Weg zurück, den sie vorher eine Stunde lang hingelatscht sind. Weil die Puppenplagegeister zwar klein, hässlich und stocksteif, aber nicht völlig blöd sind, haben die die Zeit genutzt um auf dem Weg einige Fallen aufzubauen, in die die Eierköppe dann auch gezielt reintappen, bis am Ende nur noch genau zwei Leute übrig sind, die dann auch tatsächlich von einem anderen Schiff (das müssen wir uns vorstellen, Geld für eine Aufnahme von irgendeinem Frachter oder so war nicht da, nur für ein zweites Paddelboot mit zwei knarzig dreinguckenden Matrosen drin) gerettet werden.

Tja, Leute ohne euren bescheuerten Wandertag wärt ihr jetzt vielleicht noch zu sechst...

Und wartet bloß nicht auf irgendeine Art Auflösung, Love Story, die Vernichtung der kleinen Biester oder eine letzte Wendung, das wäre doch viel zu teuer gewesen...

Billiger geht´s nicht. Man brauchte ja quasi keine Kulissen. Eine olle Pappschablone vonnem Absaufschiff, zwei Paddelboote vom Paddelbootverleih, ein paar Quadratmeter Strand außerhalb der Badesaison, 20 - 25 Handpuppen vom Schrottwichteln und das Wäldchen gleich umme Ecke, das war es. Dazu noch etwas Tomatensaft für die (nicht gerade beeindruckenden) Bisswunden und mal eben das Skelett aus dem Biounterricht geklaut für die Säureszenen und die Leiche am Strand: Fertig. Dann noch ein paar Laiendarsteller mit drögen Dialogen, die sich die Viecher ab und zu mal an den Körper halten, wenn die Komparsen sie ihnen zuwerfen, und einen Puppenspieler der den Mund bewegt wenn die "beißen": Fertig ist der ganze Film

Ganz ehrlich, der ist glaube ich sogar für SchleFaZ letztendlich zu eintönig.
 

Dilbert

Pils-Legende
"Der Angriff der Riesenkralle"

Man stelle sich vor, man hat im Jahr 1957 eine super Idee für einen Film. Ein Riesenvogel aus dem Weltall greift die Erde an, zerlegt Städte, ist immun gegen sämtliche konventionellen Waffen und kann nur durch eine grandiose Idee eines Wissenschaftlers unschädlich gemacht werden. Vorher frisst er aber Menschen, lässt Flieger abschmieren, reißt Züge mit sich und zerkloppt fröhlich das UN-Gebäude. Das klingt ja alles gar nicht so schlecht.

Dann guckt man in sein Sparschwein und findet einen alten Hosenknopf, ´nen 20%-Gutschein für den nächsten Sonderposten-Baumarkt, ´ne tote Fliege und ein bisschen Wechselgeld vom letzten Besuch beim Hot-Dog-Straßenverkäufer. Zum Glück schmeißt Oma noch ihren Sparstrumpf dazu, man vertickert ein paar olle Superman-Comics und Kaugummibildchen, pinselt für ein paar Dollar Nachbars Gartenzaun an und führt gegen Bezahlung Hunde Gassi, bis man so ungefähr 2500 Dollar zusammenhat. Dafür kauft man ein paar Bretter vom Baumarkt, Flugzeugmodelle und Gewehre im Spielzeugladen, ein bisschen Klarsichtfolie und Elektroschrott, klaut dem Nachbarn sein Telefon und schlurft damit zu irgendeinem Do-it-yourself-Filmstudio. Und die sagen: Alles klar, leg los.

Ganz so ist die Produktion dieses Streifens wahrscheinlich nicht abgelaufen... Aber er sieht halt so aus... Sollte Ed Wood diesen Film gesehen haben, er hätte im Kino bestimmt vor Freude geweint.

Irgendwo wo es kalt ist, steht eine Radar-Forschungsstation. Als Innenkulisse dafür dient eine runde Holzwand, und wenn ich nicht völlig danebenliege, ist diese Holzwand in veränderter Form dann später auch als Flugzeughülle im Einsatz. In der Nähe dieser Radarstation fliegt unser Superheld und Elektroingenieur Mitch MacAfee mit seinem Jet durch die Gegend, um die Anlage zu kalibrieren. Seine Flugzeugkanzel besteht dabei aus einer Holzwand mit selbstgemaltem keine Ahnung was drauf, es sieht jedenfalls nach allem aus, nur nicht nach Flugzeug. Während er da so vor sich hinbrettert und uns ein Sprecher aus dem Off die einzelnen Figuren erklärt (neben Mitch wären da noch die Mathematikerin Sally Coldwell, dann noch ein Flugingenieur, ein Radar-Offizier und ein paar Zeichner... Die hätte man uns natürlich auch nach und nach durch Dialoge im Film vorstellen können, aber was das wieder gekostet hätte... ). Und nicht nur die. Die Stimme aus dem Off wird uns noch sehr oft im Film mit Informationen versorgen, die zu drehen wohl im Budget nicht drin waren. Teilweise glaubt man sich gar in einem Hörspiel oder dass man den Kommentar für Sehbehinderte aktiviert hätte.

Jedenfalls sieht Mitch plötzlich irgendeinen großen... ja was. Es sieht aus, als hätte jemand seinen halbvollen schwarzen Müllsack hinter einer Milchglasscheibe langgeworfen. Jedenfalls brabbelt Mitch danach von einem UFO, groß wie ein Schlachtschiff. Weil das Ding auf keinem Radar aufgetaucht ist, hält man ihn bei seinen Vorgesetzten verständlicherweise erstmal wahlweise für einen Spinner oder schlechten Scherzkeks. Das ändert sich mit der Zeit, als immer mehr Flugzeuge abstürzen oder verschwinden. Auch die Kiste von Mitch und Sally wird von diesem seltsamen Dings angegriffen und schmiert irgendwo bei Kanada ab. Wobei der Absturz wirklich grandios beschissen gelungen ist. Erst meldet der Pilot eine Schlechtwetterfront, eine Minute später wird der Flieger "getroffen", woraufhin Mitch "Da draußen weht nicht einmal ein Lüftchen" sagt (vorher hat er sich noch über den unruhigen Flug beschwert...), dann tut der Pilot so als wäre der Flieger abrupt abgebremst worden und haut seine Rübe in einen Pappteller mit Ketchup oder Marmelade damit er schwer am Kopf verletzt aussieht. Ein rauchender Modellflieger hängt danach deutlich sichtbar an Drähten, und weil die sich entweder kurz verheddern oder der Marionettenspieler die Hand wechseln musste oder was weiß ich, gerät der eh schon wegen der Fliegerwackelei extrem lächerliche Abschmierer dann zwischendurch nochmal kurz ins stocken. Aber alles nochmal drehen war da wohl nicht drin, wahrscheinlich war das das einzige Modellflugzeug für diesen Job im Budget. Oder die hatten einfach keine Zeit. Oder es war (wie so vieles in diesem Film) denen einfach scheißegal...

Mitch und Sally finden Unterschlupf (und Suff) beim Apfelschnapshersteller Pierre (draußen blitzt und donnert es, aber es wehte ja kein Lüftchen, oder Mitch?). Der wird von seltsamen Geräuschen in der Nacht vor die Tür gelockt, und dann völlig verstört draußen aufgesammelt, wobei er immer wieder panisch von einem Fabelwesen mit Namen "La Carcagne" (keine Ahnung, wie man das schreibt) stottert, einem dämonischen fliegenden Fabelwesen mit Wolfskopf auf Frauenkörper, welches laut der Mythologie nur dann auftaucht wenn man nicht mehr so wirklich lange zu leben hat.

Sally und Mitch werden in den nächstbesten Flieger nach New York gesteckt (also ob ich 4 Stunden nach dem letzten Absturz schon wieder bereit wäre in ein Flugzeug zu steigen.. öhm...). Während des Flugs kommt es zu einem der sinnlosesten Geschwafel der Filmgeschichte. Mit küsst die schlafende Sally (und der Sexuelle-Belästigungs-Panda in South Park rauft sich das Fell vom Kostüm...) Dann sabbeln sie warum auch immer irgendwelche beknackten Beziehungsgleichnisse über Fußballtaktiken oder so ´nem Quark, worauf Mitch dann noch sinnloser auf ein "Schema" in den Angriffen auf die Flieger kommt, ein paar Kreuze auf eine Landkarte krickelt und dann ein Schneckenhaus draufmalt. Sally hält das alles für Mumpitz, woraufhin Mitch rumbockt wie ein Kleinkind, beide sich in die Haare kriegen und nebenbei noch den halben Flieger aufwecken. Also wenn ich hinter denen gesessen hätte, wäre meine erste Handlung gewesen die Flugbegleiterin zu bitten für die beiden Zwangsjacke und Knebel zu besorgen...

Kurz danach... Ein Forschungsteam will die Absturzstelle vom Flieger vorhin untersuchen, und fliegt deshalb selbst dahin. Das Innenleben dieses "Flugzeugs" besteht aus der üblichen Holzwand, einem Campingtisch und vier Klappstühlen... Safety first! (Wer braucht schon sowas wie Anschnallgurte oder Stühle, die bei Start und Landung nicht völlig ungesichert durch die Gegend rumpeln?). Dieser Haufen wird dann angegriffen, und wir dürfen die "Riesenkralle" in ihrer ganzen "Pracht" bewundern.

Meine Fresse, ist das ein grottiges, lächerliches Mistvieh. Ich weiß gar nicht, wie man das beschreiben soll... Ein krummer Schnabel mit schiefen Zähnen, Glubschaugen wie Gonzo, ein zerzaustes Haarbüschel (seit wann haben Vögel Haare auf dem Kopf?!) auf etwas das aussieht wie ein Klopömpel ohne Stiel (soll den Schädel darstellen), ein Hals der aussieht als hätte man einen krumpeligen Plastikschlauch über ein zu kurzes Zieharmonikagelenk gezogen, ein halbwegs akzeptabler Geierkörper und unten dran zwei komplett unbewegliche Beine, von denen eines immer weiter runterbaumelt als das andere um damit zu simulieren dass das Monster damit angreift. Urmel aus der Augsburger Puppenkiste sieht echter aus...

Eigentlich war wohl geplant gewesen, ein Stop-Motion-Monster von Filmtricklegende Ray Harryhausen auf die Menschheit loszulassen. Der hatte aber keine Zeit oder Lust oder war schlichtweg zu teuer, weshalb man als Notnagel dann einem Marionettenbastler in Mexico 50 Dollar in die Hand gab und den dann einfach mal machen ließ. So wie das Ding aussieht, sind dabei mindestens 15 Dollar für Tequila draufgegangen... Weil die Tricks erst nachträglich in den Film eingefügt wurden, bekam keiner der bedauernswerten Darsteller das Monster während der Dreharbeiten je zu Gesicht. Bei der Premiere waren die Schauspieler entsprechend entsetzt, und schlichen noch während der Vorstellung aus dem Kino, um hinterher nicht vom Publikum ausgelacht zu werden.

Nun ja, der Pleitegeier greift also den Flieger an, und die Passagiere springen mit dem Fallschirm ab. Leider hat das Vieh aber gerade Kohldampf, und so werden die dann einer nach dem anderen auf der Luft weggefressen (davon sieht man selbstverständlich nur den Angriff mit aufgeklapptem Schnabel und anschließend einen Spielzeugfallschirmspringer, der gefressen wird, echte Interaktion mit dem Monster war ja nicht möglich). Selbiges treibt dann weiter sein Unwesen, und die Airforce schickt ihre Abwehrstaffeln los. Die ballert dann auch fröhlich drauflos, bringen tut das allerdings nix, weil der Zottelkopp eine Art Abwehrschirm aus dunkler Materie oder sowas besitzt, und deshalb die Angreifer nach und nach aus der Luft pflückt (und dass die Flieger die da dann in der Kralle rumhängen dreieckige Flügel haben und die angreifenden Stock-Footage-Jets vorher komplett anders aussahen, ist bei dem Unsinn da auch Wurscht...).

Man hat also alles probiert (inklusive Wasserstoffbomben... ja nee, is klar, als wenn die Amis wegen eines Monstervogels ´ne Wasserstoffbombe über ihrem Staatsgebiet zünden würden...), und nichts hat geholfen. Zudem findet Sally durch ihre intelligenten (also an den Haaren herbeigezogenen) Schlussfolgerungen heraus, dass der Vogel wohl irgendwelche Nester gebaut haben könnte, und eines davon in der Nähe von Pierres Farm sein muss, weil da ja ein Krallenabdruck von dem war (klar, der Ramschmarktrabe landet sonst bestimmt nie...). Weshalb man sich bewaffnet und dann loszieht. Tatsächlich finden sie ein großes Nest mit ´nem großen Ei und dem großen Geier dazu. Das Ei kann zerballert werden, allerdings macht Pierre wegen zu voller Hose lautstark die Biege, und wird dann wie es bei panischen Volldödeln in solchen Filmen passiert entsprechend zerlegt. Was immerhin Sally und Mitch die Chance zur Flucht gibt. Dabei treffen sie auch noch auf ein paar übermütige Teenager, die mit ihrer Karre trotz allgemeinem Fahrverbot lauthals hupend über die Landstraße brettern. "Keine Sorge, wir haben Salz dabei!" oder irgendso ´nen Blödsinn geben die von sich. Warum Salz gegen einen Monstervogel irgendwas ausrichten sollte, hab ich bis heute nicht begriffen, damit kann man den höchstens würzen wenn er irgendwann verreckt ist... Dem Vogel ist das Salz dann auch herzhaft wurscht, weshalb es nun ein paar dämliche Straßenrowdies weniger auf dem Planeten gibt. Herrlich allerdings vorher: Sally, Mitch und Pierre kommen alle mit dem Hubschrauber an. Nachdem das Ei zerschossen und Pierre gefressen wurde, meint Mitch, mit dem Hubschrauber wäre es zu gefährlich, man könne Pierres Auto nehmen, der bräuchte es ja nicht mehr. Aber da Pierre auch im Hubschrauber saß, muss sich sein Wagen wohl selbst dahin gebeamt haben.

Unglaublicher Kinoschwachsinn, Teil 945 (nur in diesem Film...): Mitch hat sich das Hirn zerbröselt (viel zum zerbröseln ist da glaube ich nicht...), und hat eine geniale Idee. Aufgrund von irgendwelchen Krickellinien auf einem schwarzen Blatt Papier, wobei in einer Linie eine kleine Lücke ist, will er herausgefunden haben... meinen... glauben... tun... dass sogenannte Mü-Mäsonen das schützende Kraftfeld des Vogels ausschalten könnten, und es dann möglich wäre ihn danach dann vom Himmel zu ballern. Man müsste da dann halt eine Art Kanone bauen und die richtigen Mäsonendings zusammenschustern... ääh... Ich schreib die Erklärung hier mal hin, wenn irgendeiner daraus schlau wird: Herzlichen Glückwunsch!

Mitch: "Pi-Mäsonen sind 210mal so schwer als normale Elektronen. Das bedeutet, dass Mäsonen, die in einem Elektronenatom um den Kern rotieren, nur einen Bruchteil des Abstands zum Kern haben als die Elektronen in einem ganz normalen Atom. ... Ein Mäsonenatom ist unglaublich klein. Klein genug um den Elektronenschutzwall eines normalen Atoms zu durchwandern und mit dem Kern zu verschmelzen. ... Wenn meine Überlegung richtig ist, und wir nah genug rankommen, zumindest nah genug um dann antimaterielle Energiefeld des Vogels mit einer Riesenladung Mäsonenatomen zu bombardieren, dann können wir sein Schutzschild zerstören. Dann wäre der Vogel wehrlos, abgesehen von Schnabel, Krallen und Flügeln. Dann können sie ihn sogar mit einem Küchenhocker erschlagen." (Kurzer Einwurf: Der Vogel soll so 200 Meter groß sein, den Küchenhocker möchte ich sehen...)

Um mal Garth aus "Waynes World" zu zitieren: Es ist schon beinahe zu einfach...

Problematisch ist nur, dass (wie der Sprecher aus dem Off mal wieder labert während wir Mitch beim Mäsonenkanonenbasteln zugucken dürfen, dass die durchschnittliche Lebensdauer eines Mäsonenatoms eine halbe millionstel Sekunde beträgt. Außerdem muss die Geschwindigkeit noch genau stimmen und überhaupt und so.

Ich weiß echt nicht, wie man sich in so einem Gurkenfilm einen so komplizierten Dünnpfiff ausdenken konnte. Man weiß auch nicht, worüber man mehr lachen soll, über den seltsamen Suppensittich oder den ganzen Gehirnsalat der Protagonisten.

Wie dem auch sei, irgendwann fliegt Mitch sein ganzer Aufbau um die Ohren und er landet im Krankenbett. Als er wieder aufwacht freut er sich wie ein Schnitzel, war doch die Explosion, die ihn fast umgebracht hätte, genau das gewünschte Ergebnis. Die Mäsonenknarre funktioniert, nun musss man die nur noch hinten in den Flieger einbauen, und ab die Post. Währenddessen terrorisiert der Gruselgeier weiter den Planeten, wobei die Aufnahmen wie das Furzvieh irgendwelche Gebäude schreddert sich von denen von herabfallenden Trümmern und panischen Menschenmassen qualitativ deutlich unterscheiden... letztere sind gekonnt, erstere sehen aus als wenn ein billiger Pappvogel noch billigere Pappbausteingebäude zerlegt. Was eben daran liegt, dass letztere (wie alle Aufnahmen in diesem Film die irgendetwas taugen) halt aus altem Archivmaterial anderer (viel besserer) Filme rausgeklaut sind...

Also auf in den Kampf, also beinahe. Mitch braucht noch eineinhalb Stunden um alles ins Flugzeug einzubauen. Der Oberkriegsherr meint aber, dass der Vogel jetzt da sei, und man das deshalb in der Luft machen müsste. Das ist natürlich schlau, wenn man ein Vieh bekämpfen will, dass noch eineinhalb Stunden unverletzbar ist und mit Vorliebe fliegende, sich bewegende Objekte angreift, was würde da mehr Sinn machen als 90 Minuten völlig schutzlos vor seiner Nase rumzusegeln? Natürlich alles, aber in diesem Film....

Natürlich klappt dieser bescheuerte Plan. Natürlich ist der Vogel, der angeblich tausende von Kilometern pro Stunde schnell fliegen kann, ausgerechnet diesmal zu langsam um zehn Meter in einer Minute aufzuholen. Gut, vielleicht isser auch verwirrt, weil sich die Optik des Fliegers je nach verwendetem Modell / verwendeter Archivaufnahme alle paar Sekunden ändert. Oder weil seine Feinde ihn erst einnebeln und dann mit billigstem Silvesterfeuerwerk beschießen, dass nicht einmal explodiert als es ihn trifft. Vielleicht hat er auch nur in einen Spiegel geguckt oder sich über die Billigraketen totgelacht, er stürzt jedenfalls ab, nachdem eine von denen an seiner Rübe angeprallt ist (oder war es ein brennender Küchenhocker?). Das lächerlichste Filmmonster aller Zeiten endet als trauriges Suppenhuhn in irgendeinem Gartenteich, der wohl ein großes Meer darstellen soll...

Fazit: Ach du Scheiße...
 
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Dilbert

Pils-Legende
"Super Mario Bros."

Kurz vorweg: Ich bin der Mario-Videospielwelt absolut nicht zuhause. Ich hab es damals in der C 64-Version mal kurz gezockt, fand dann aber "The Great Giana-Sisters" cooler. (Woher sollte man damals als Kind denn wissen, welches davon das Original war?) Deshalb kam mir der Film was die Umsetzung der Charaktere anging auch nicht so komplett bescheuert vor wie denen, die sich in der Materie auskennen. Inzwischen weiß ich auch, dass z.B. Koopa wohl eine Schildkröte und kein Dino im Menschengewand sein soll und die Gumbas / Goombas (Ich nehme "Gumba", weil die bei Wikipedia über den Spielekosmos von Mario so heißen) mit den stupiden Schwachmatendinos hier auch nicht so wirklich viel gemein haben, aber echte Nerds / Fans werden die Umsetzung wahrscheinlich noch um einiges beknackter finden, als ich es eh schon getan habe.

Der Film ist aber auch ohne Hintergrundwissen schon besemmelt genug. Im Jahr 1973 kommt Rotkäppchen zum Waisenhaus, und liefert dort eine Art Aliencocon ab. Die Nonnen staunen nicht schlecht, als sie das Ding öffnen und darin ein Ei finden, welches dann auch aufbricht und ein menschliches Baby freigibt. Rotkäppchen rennt unterdessen in die Kanalisation, wird aber in einem Tunnel von einem Typen mit Namen Koopa abgefangen, der entsprechend wissen will wo das Kind und ein seltsamer Splitter, der letzterem beilag, abgeblieben sind. Da Rotkäppchen nicht mit der Sprache rausrücken will steht er dann erstmal blöd da, zumal der Tunnel auch noch einstürzt und sie dabei vom Schutt erschlagen und begraben wird.

20 Jahre später. Die Brüder Mario und Luigi betreiben zusammen einen eher semi-erfolgreichen Gas-Wasser-Scheiße-Betrieb, der seine Aufträge immer wieder an den Scalpelli-Konzern verliert, welcher wohl von der Stadt die besten Aufträge zugeschustert bekommt. So gurken sie mit ihrem schrottreifen Lieferwagen in Brooklyn herum und versuchen irgendwie schneller als die Konkurrenz zu sein, was mit der Klapperkiste eher schwierig ist. Dabei treffen sie eines Tages auf die hübsche Daisy, die Luigi sofort den Kopf verdreht. Selbige ist allerdings auch im Visier der beiden Koopa-Schergen (und -Cousins) Iggy und Spike, die allerdings so dumm sind, dass sich zwei angeschimmelte Chicken McNuggets dagegen wie Atomphysiker fühlen dürfen. Die haben irgendwie gar keine Ahnung wie die gesuchte Person aussieht, die einzige Beschreibung in ihrem Denkballon scheint "Zwei Arme, zwei Beine, ein Kopf." zu sein... Wie sie damit tatsächlich auf Daisy gestoßen sind, was weiß ich denn.

Weil die halt ein bisschen sehr blöde sind, geht der erste Versuch sie zu kidnappen völlig inne Buchse. Da sie aber mitbekommen haben, dass sich Daisy mit Luigi angefreundet hat, beschatten sie jetzt die Mario-Brothers, und dass Marios Freundin Daniella dann nicht wie Daisy aussieht... Ist bestimmt nur eine kluge Maskerade. Sind ja schließlich zwei Arme, zwei Beine und ein Kopf dran.

Als Typen von Scalpelli in der Kanalisation einen Rohrbruch auslösen, schreiten die Mario-Bros zum Werk. Dort treffen sie auch Daisy wieder, welche aber von Iggy und Spike entführt, und durch ein Dimensionsloch entführt wird...

Ja, genau, Dimensionsloch. Wie immer: Nicht meine Idee....

Luigi kann ihr gerade noch den Anhänger (Splitter) vom Hals reißen, als er versucht sie festzuhalten. Weil er die holde Maid gerne wiederhaben will, springt er hinterher, und weil Mario seinen Bruder nicht allein lassen kann, hüpft er dann selbst durch die durchlässige Geröllwand. Nach einem endlos öden Sturz durch miese Höhleneffekte landet er hinter Luigi in einer Art wirrer Parallelwelt.

In dieser hat Koopa das Sagen. Koopa ist so eine Art Diktator-Bürgermeister über die Stadt, in der der Rotz jetzt spielt. Leute werden willkürlich bei jedem falschen Wort eingebuchtet, und wer dann noch das Maul aufreißt, wird in die De-Evolutionsmaschine gesteckt, die Gumbas produziert. In dieser Welt stammen nämlich alle Menschen nicht wie bei uns vom Affen, sondern vom Dinosaurier ab. Sie entstand, als vor 65 Millionen Jahren der Meteoroid einschlug, der bei uns die Dinos zum Aussterben brachte, und der Splitter den Daisy um den Hals trug ist so eine Art Schlüssel um beide Welten wieder miteinander zu verschmelzen. So will sich Koopa nach und nach die Weltherrschaft sichern, oder sowas. Aber dazu braucht mal halt fähiges Personal... Dummerweise produziert er Gumbas.

Gumbas sind seine spezielle Wachmannschaft. Sie bestehen aus Widerständlern, die de-evolutioniert werden, und jetzt halt Menschenkörper mit verschiedenen kleinen Echsenköppen und entsprechend kleinem Gehirn sind. Weil man ja aber nun schlecht die echten Köppe der Gumba-Schauspieler zurechtschrumpfen konnte, hat man denen einfach große Polster auf die Schultern geklebt, ihnen übergroße Ledermäntel angezogen, und dann halt die kleinen Gummiköppe auf die eigentliche Rübe geklebt. Das sieht dann auch entsprechend scheiße aus, auch wenn die Dinorüben zumindest halbwegs nett das Gesicht verziehen können.

Nun ja, Mario und Luigi verlieren erst den Splitter an eine resolute, etwas füllige Nachtclubtrulla im roten Lackledersaitling, die dummerweise irgendwelche Spezialspringdüsenstiefel hat und deshalb problemlos die Biege machen kann. Währenddessen bringen Spike und Iggy Daisy zu Koopa, der aber wenig begeistert ist weil ja der Splitter fehlt. Also wird Daisy, die eigentlich eine Prinzessin ist und von eigentlichen Herrscher der Parallelwelt abstammt, erstmal weggesperrt, und trifft dort auch Daniella und ein paar andere Mädels wieder. Mario und Luigi werden zusammen mit einem renitenten Gitarrenspieler (Toad) eingebuchtet, und weil Toad nicht die Klappe halten kann, wird er vor ihren Augen in einen Gumba verwandelt. Unsere Klempner können Koopa überrumpeln, und sollen nun von Spike und Iggy wieder eingfangen werden, nachdem Koopa ihnen eine kleine Evolutionsbehandlung verpasst hat, welche sie intelligenter werden ließ (die Maschine funktioniert auch in die andere Richtung, und wenn ihr mich jetzt fragt, warum Koopa das nicht schon lange vorher gemacht hat, anstatt die beiden die ganze Zeit im Dummbrotmodus auf die Suche nach Daisy zu schicken... Ja, genau, das wäre zu logisch für den Film gewesen...). Mario und Luigi können ein Polizeiauto klauen und in die Wüste entkommen, wobei ihnen immer wieder Hilfe von einer Art Pilzgeflecht gewährt wird, welches die ganze Koopa-Stadt irgendwie bedeckt. Dort treffen sie auf ihre beiden Häscher, denen der Hirnzuschlag irgendwie nicht so wirklich weitergeholfen hat, steht ihnen doch jetzt ihre eigene "Intelligenz" im Weg. Statt einfach nur zu handeln (ob schwachsinnig oder nicht) denken sie jetzt viel zu viel nach, und schlagen sich dann warum auch immer auf die Seite unserer Helden. Mit einem geklauten Müllauto geht es zurück in die Stadt und auf die Suche nach Daisy und dem Splitter. Da die rote Zora anscheinend wohlbekannt ist, kann sie in einem Nachtclub gefunden werden, wo sie Mario bei dessen erstem Kontaktversuch erstmal gepflegt was vor die Fresse haut (ich glaub, da hab ich applaudiert, fragt mich nicht mehr warum... hüstel..). Er kann sie trotzdem dazu bringen mit ihm zu tanzen und ihr dabei den Splitter entwenden, bevor kurz danach die Bullen anrücken. Da die Dame warum auch immer über den Diebstahl nicht böse ist, hilft sie unseren "Helden" bei der Flucht, welche danach per Müllabfuhr im Keller von Koopas Hauptquartier (eine Art Schrottversion des World-Trade-Centers) landen.

Und wenn ihr mich jetzt fragt, warum der Müll da abgeladen wird, und nicht auf der Müllkippe außerhalb der Stadt, wo sie vorhin selbst den Müllwagen geklaut haben... Nein, das weiß ich auch nicht.

Durch Glück, Filmfehler, einen kleinen Dino mit Namen Yoshi und die Blödheit der Gumbas können Mario und Luigi Daisy befreien, welche inzwischen von Koopa ihrem Vater vorgestellt wurde. Der wurde von Koopa vor etlichen Jahren per De-Evolutionsstrahler nämlich in einen ollen Glibberpilz verwandelt, der jetzt ab und zu auf Anfrage unten aus einer wabbeligen Hülle rausguckt, und ansonsten damit beschäftigt ist Koopas Stadt mit seinen Ausläufern zu dekorieren (daher die ganzen Pilzfäden überall). Koopas Frau ist unterdessen an den Splitter gekommen und will den ohne sein Wissen einsetzen, was für sie damit endet dass sie als ein an eine Wand geknalltes Skelett endet. Warum auch immer kommen dann alle kurz in die Menschenwelt, wo Koopa statt Mario versehentlich Scalpelli mit seiner Zauberknarre trifft und in einen Schimpansen verwandelt... Weil Schimpansen in Anzügen halt lustig aussehen. Danach geht es zurück in Koopas Dimension, wo es zum Endkampf mit Mario kommt, der ihn auch mit Hilfe einer "Baby-Bombe" (ich weiß, dass die Dinger da in irgendwelchen Spielen vorkommen, aber nicht wie die da genau funktionieren... die hier ist ein Aufziehspielzeug, welches auch Wände hochlaufen kann (wie auch immer mit den kleinen Füßen ohne Saugnäpfe oder sonstige Hilfen), und dann erstmal ´ne gefühlte halbe Stunde (es sind vielleicht drei Minuten) da durch die Gegend latscht bevor sie genau unter Koopa hochgeht. Letzterer wird dann von Mario mit seiner eigenen Waffe geschlagen, also mit dem De-Evolutionsstrahler erst in einem Dino und dann in eine Art Urschleim zurückverwandelt. Was dann völlig unsinnigerweise den alten König vom Pilz zurück in einen Menschen mutieren lässt. Warum? Eben.

Mario und Luigi kehren also in ihre Welt zurück, nur bekommt diesmal der edle Ritter nicht die Prinzessin. Die will in ihrer Dimension bleiben, um zu helfen das was Koopa angerichtet hat wieder in Ordnung zu bringen.

Die Klempner werden also in den Medien zwei Wochen lang als Helden gefeiert, da klopft es bei ihnen an der Tür. Draußen steht Daisy in zerrissener Hose, und fordert ihre Hilfe ein. Warum? "Das würdet ihr nicht glauben..." Film Ende.

Nein, wenn man das hier gesehen hat, dann glaubt man wirklich an gar nichts mehr. Mario und Luigi bleiben in einem Fahrstuhl in Koopas Hauptquartier unbemerkt, weil sie die immer mehr zusteigenden Gumbas letztendlich dazu bringen können, durch leichte Animation von Luigi zur Fahrstuhlmusik zu schunkeln. Als Erklärung von dem muss dann "Jeder schunkelt gern" reichen. Nein, ich nicht! Ich mag auch keinen Karneval, keine Stimmungsschlagerscheiße, keine Volksmusik und keinen ZDF-Fernsehgarten, du Genie. Jedenfalls stehen da dann am Ende irgendwie acht Gumbas im Fahrstuhl, die miteinander tanzen. Die Trottel Iggy und Spike (klingt irgendwie nach ´nem Ableger von Tom & Jerry, aber das wäre lustiger gewesen) hab ich ja schon beschrieben. "Das ist sie!" - "Bist Du sicher?" - "Zwei Arme, zwei Beine, ein Kopf, das ist sie!" (Später) "Das ist sie!" - "Die sieht doch ganz anders aus!" - "Die ist nur verkleidet..." Äh, ja...

Später versuchen Mario und Luigi über einen Schacht zu kommen, wobei Luigi meint, man müsste nur daran glauben, und dann los springt. Dann schwebt er wie von Zauberhand in der Luft, und weil er meint, man könne da fliegen, nimmt Mario ebenfalls Anlauf. Luigi merkt dann erst, dass er rein zufällig mit einer Öse an seinem Gürtel genau an einen Kranhaken gesprungen ist, der ihn jetzt in der Luft hält. Genau, das fiel vorher überhaupt nicht auf... Abgesehen von der physikalischen Unwahrscheinlichkeit, mit einem eng anliegenden Gürtel genau an diesem Haken hängen zu bleiben, der an einem Stahlseil von der Decke baumelt... Mario wird dann übrigens von den Pilzwucherungen abgefangen und per Trampolineffekt wieder nach oben geschossen, weil Pilzgewebe ja immer so elastisch ist wie Gummibänder. (AUTSCH!)

Die Autos in Koopa-Country haben übrigens alle keine Bremsen. Wie das Verkehrssystem da nun genau funktioniert... ääh, keinen Plan. Die Kisten sind alle Stromgetrieben und holen sich die Energie über ein Gitternetz (ähnlich beim Autoscooter) über den Straßen. Wenn z.B. ein Polizeiwagen in die Bullengarage einfährt, hakt er sich an Bremsseilen ein wie die Flieger bei ´nem Flugzeugträger. Trotzdem fahren da auch Privatautos rum (oder krachen dann eben am Ziel ineinander)... aber was ist, wenn da wo man hin will gerade kein anderer steht, kachelt man seine Kiste dann über den Gehweg in die nächstbeste Hauswand?

Dass die ganze Story total bescheuert ist, könnt ihr meinen Ausführungen oben entnehmen, und die war nur sehr grob. Um noch ausführliches jeden Mist rauszubuddeln, hätte ich das alles zum dritten mal gucken müssen, und schon die zweite Sichtung letzte Nacht war eine Folter für den Bregen.


Es passt da aber auch nichts zusammen. Die Produzenten hatten irgendwie einen ganz anderen Film geplant, doch während der Produktion stieg dummerweise der Disney-Konzern mit ein, und der konnte mit dem eher gruseligen Gesamtkonzept der Koopa-Welt gar nichts anfangen. Stattdessen war nun alles für einen düsteren Film ausgelegt und gebaut, und man musste da dann irgendwie versuchen eine lustige Familienkomödie draus zu machen. Was dann aber mal voll in die Buchse ging. Dieses ganze Durcheinander wirkte sich auch auf die Crew aus. Laut Hauptdarsteller Bob Hoskins (R.I.P.) war der Hauptcast mehr oder weniger die ganze Zeit entweder besoffen oder bekifft (oder beides), was dem Allgemeinzustand der Drehbuchschreiber bei der Ausarbeitung dieses Mists entsprochen haben dürfte. Er bezeichnete den Film als das schlimmste, was er je hätte drehen müssen, und die Dreharbeiten als einen Alptraum. Laut Dennis Hopper (der den Koopa spielt) war der Film der größte Fehler seiner Karriere, und der hat über die Jahre nicht nur gute Rollen gehabt, sondern auch in so manchen Billigheimer mehr oder weniger brilliert. Der Film ist ein wirrer Flickenteppich aus eher düsteren / ekligen Szenen (wie z.B. der Schleimpilz, der den König darstellen soll) und dusseligem Slapstick und Action-Comedy wie einer Verfolgungsjagd, in der Mario, Luigi und Daisy auf einer Matratze durch ein gefrorenes Röhrensystem flüchten und von schliddernden Gumbas verfolgt werden.

In solchen Szenen sieht man dann auch, was bei einer gradlinigen Produktionslinie mit einem guten Drehbuch aus dem Kram hätte werden können. Die Effekte sind zum Teil nämlich wirklich gelungen, und die ganze bunte Kulisse der Parallelwelt ist wirklich liebevoll gestaltet. Im Gegensatz dazu stehen dann Totalausfälle wie die Kostüme der Gumbas, wobei selbst das nicht so blöde gewesen wäre, wenn man nicht die Umwandlungsszene reingebaut hätte. Durch die der Typ bei der Kopftransformation mal eben 30 cm größer wird, obwohl der Kopf eigentlich kleiner ist als die Menschenrübe. Die Chance aus den Kulissen, den ja durchaus fähigen Schauspielern und den tricktechnischen Möglichkeiten einen großen Spaß zu machen, war eigentlich riesengroß, aber wenn dann zwei Konzepte eigentlich gegeneinander arbeiten und der ganze Kram am Ende so wirkt als hätte jemand drei Filme gedreht und aus denen hätte man dann frustriert irgendwie irgendwas rausgesammelt um damit die Laufzeit vollzukriegen und es allen irgendwie recht zu machen...

Dann hat man am Ende halt ´nen richtigen Scheißfilm auffer Leinwand. Und wenn der dann mit dem Spiel, welches ihm zugrunde liegt, so ungefähr gar nichts gemeinsam hat (sogar die Klamotten von Mario und Luigi passen sich erst nach über einer Stunde halbwegs dem Vorbild an), macht es die Sache nicht wirklich besser. Auch das dem Spiel zugrunde liegende "Run & Jump"-Konzept spielt hier so gut wie gar keine Rolle (dabei ist es doch gerade bei einer Actionkomödie in einer Fantasiewelt mit einigen Fluchtszenarien nun nicht die ganz große Kunst da ein paar entsprechende Hürden oder Verweise einzubauen). Man versuchte hier wohl irgendwie die Vorgeschichte von Mario und Luigi zu zeigen, bevor sie zu Helden wurden.

Ich weiß nicht, ob das vielleicht für einen zweiten Teil geplant war... Aber Mario taucht doch als Figur das erste mal bei "Donkey Kong" auf...

Wo zum Geier haben die den Affen gelassen?!
 

Dilbert

Pils-Legende
"Invasion aus dem Inneren der Erde"

Es gibt wirklich Filme, die werden mit jedem mal angucken immer beschissener...

Hongkong, 1975. In Japan macht man gerade mit billig produzierten Action-Serien wie "Kamen Rider", in denen vermeintliche Superhelden in potthässlichen Faschingskostümen mit Insektenaugen und albernen Antennen auf dem Plastikhelm die Erde gegen absolut lächerliche Gummimonster, für die sich sogar der Produzent vom Kinderfilm "Godzilla - Attack all Monsters" in Grund und Boden geschämt hätte, verteidigen (und dabei noch lächerlichere Karatekämpfe aufführen), jede Menge Moneten.

Da die Chinesen schon damals der Meinung waren, dass man das was bei anderen funktioniert ja ganz gern mal kopieren darf, und wenn es geht dann eben in billig (in dem Fall also in extrem billig), machte man sich in den Shaw-Studios alsbald an die Arbeit, um die eigene Version dieses Dummfugs zusammenzuramschen. Der Stuss wurde dann "Super Inframan" genannt, und war, unglaublich aber wahr, tatsächlich noch blödsinniger als das, was die Japaner sich so zusammengeklatscht hatten.

Die Prinzessin Dämona haust seit geraumer Zeit mit ihrem Gefolge im Erdinneren (laut einer Theorie des Supererfinders Professor (bei dem Begriff kriegt man seit "Roboter der Sterne" automatisch schon Panikattacken...) Liu möglicherweise schon seit der letzten Eiszeit), und hat darauf nun aber keine Lust mehr. Also trommelt sie ihre Monstermannschaft zusammen um Angst und Schrecken zu verbreiten, und so ganz nebenbei kann man dann ja auch mal die Weltherrschaft übernehmen, wenn man eh schonmal in Fahrt ist. Als erstes Warnzeichen landet am hellichten Tag ein Drachen per Bauchplatscher (eine elegante Landung war zu teuer, außerdem sah das bei Gamera auch oft genauso scheiße aus, also durchgewunken) mitten auf einer Landstraße an einem Berghang, gerade als ein vollbesetzter Bus mit irgendeiner Schulklasse drin anrückt (welche in der deutschen Synchro herrlich sinnbefreit "Wer hat Angst vor´m bösen Wolf" singt). Der Drache löst sich warum auch immer dann in Luft auf und die Straße bricht zusammen, weshalb der Bus (die Kinder konnten sich retten) dann den Abhang runterballert. Der Abhang verschwindet dann mal eben genauso schnell wie das Tageslicht... und der Bus... Dafür geht dann die halbe Innenstadt von watweißichwo in die Luft, weil eine Tankstelle explodiert, von der wir wohl glauben sollen dass der Bus da reingebrezelt wäre. Was daran liegt, dass man die Szene aus einem komplett anderen Film geklaut hat...

Nun ja, die Erdverteidigung muss sich was ausdenken, und da kommt das "Inframan"-Projekt von Professor (HILFE!) Liu gerade recht. Was fehlt ist ein Versuchskarnickel, aber wenn man einen Dussel wie Ray in den eigenen Reihen der Sicherheitstruppe hat, dann findet man den schnell. Ray wird übrigens gespielt von Danny Lee, welcher auch Chen Fu, den dämlichsten Helden der Welt in "Der Koloss von Konga" darstellen durfte, und wenn man sich seine Performance in diesen beiden Filmen zusammen anguckt, scheint da irgendwie ein System hinter seinen Rollen zu stecken.

Ray legt sich also bereitwillig in Frankensteins Bastelstube und lässt sich dort zum Inframan umbauen, wobei laut dem Prof eigentlich nur irgendwelche Nerven besonders stimuliert und Energiecocktails verabreicht werden die seine Muskeln stärken. Jedenfalls sagt der das, allerdings sieht es in den wirklich komplett beschissenen Tricksequenzen, in denen irgendwelche Bilder einfach über Rays Körper drübergelegt werden, dann eher so aus, als hätte er ihm so ganz nebenbei noch ein Metallskelett aus seinem Modellbaukasten eingesetzt. Willkommen bei Dr. Bibber...

Während im Keller des Hauptquartiers rumoperiert wird, greifen Dämonas Schergen oben die Station an. Vorallem in Form eines wirklich absolut lächerlichen Tentakelpflanzenmonsters, das sich in die Erde bohren und von da aus mit riesigen Pflanzenranken wie ein Killerkrake das Gebäude und die Wachmannschaft zerlegen kann. Wie das funktioniert... Fragt mich nicht. Das Vieh (in Typ in einem grottigen grünen Gummikostüm mit verlängerten Wabbelarmen und einer stocksteifen schiefen Totenkoppfresse) versinkt erstmal einfach im Boden. Also eigentlich hat man es da durch eine grau angemalte Hartsandfläche nach oben durchbrechen lassen, und das ganze dann rückwärts in den Film geschnitten. Und dann kommen die Tentakeln, und brechen durch das Dach vom Hauptquartier. Während dessen Besatzung drinnen erfolglos versucht dem grünen Gebaumsel mit Revolvern beizukommen, wird unten letzte Hand an den neuen Superhelden angelegt. Und was das für ein Held ist... ein roter Kunstlederoverall, riesige rote Plastikschulterpolster, ein roter Helm mit Miniantennen, blaue Glotzaugen die selbst Puck, der Stubenfliege zu peinlich gewesen wären, und eine lächerliche, unbewegliche graue Gesichtsmaske, die vielleicht irgendwann mal Inspiration für den Bart von Homer Simpson gewesen sein mag.

Der neue Held zerlegt aus Freude an der Verwandlung testweise dann gleich mal einen Teil der Laborausrüstung (wird schon nicht so teuer sein... also bei den Ramschmarktkulissen bestimmt nicht...) und darf sich vom Prof anhören, dass er jetzt absolut unbesiegbar wäre und auch gar keine Schwachstelle hätte (also ich hab schon eine ausgemacht, sie befindet sich in seinem Schädel...), und nun toi toi toi. Der Inframan kann auch durch Wände glotzen, und sieht deshalb was im Obergeschoss vor sich geht. Der Chef sagt dann "Spring raus, und rette unsere Leute!", woraufhin Infradödel wirklich raus springt. Also richtig raus. Wie er plötzlich raus gekommen ist, weiß ich beim besten Willen nicht. Das Labor war ja im Keller der Station, und Infrahorst hüpft da jetzt draußen an der frischen Luft rum, ohne dass er irgendwie durch die Kellerdecke gebrochen wäre oder ´ne Treppe genommen hätte oder sonstwas. Er fliegt sogar ein Stück. Das war auch bestimmt viel einfacher als einfach nur durch die Tür nach oben zu gehen und da dann das Monster zu bekämpfen... oder... oder...?

Nun ja, nachdem er festgestellt hat, dass die Tentakeln nachwachsen wenn man sie abkloppt, setzt er seinen Röntgenblick ein und findet so das Herz der bösen Pflanze, welches er mit ein paar kleinen Knallfröschen in die Luft sprengt. Daraufhin verwandelt sich die Riesenranke wieder in den Typen im Gummikostüm, welcher jetzt mit seinem Schlabberarmen versuchen muss sowas wie Kung Fu aufzuführen, was dann entsprechend bescheuert aussieht. Was noch bescheuerter aussieht, sind während der Schlägerei die deutlich sichtbaren Hosenbeine unseres dämonischen Gemüsekriegers. Und die Absätze seiner grün angepinselten Stiefel... Und dass sich während des Kampfes dann auch noch andauernd der Einstiegsschlitz in seinem Anzug öffnet und man da dann deutlich den Schauspieler drin sehen kann... Und überhaupt war dem Produzenten anscheinend spätestens ab jetzt wirklich alles scheißegal...

Dummerweise konnte Dämonas anderer Helfer, die Klaue (das Vieh kann man nicht beschreiben... stellt euch ein laufendes, dunkelgrünes, buckliges Dings mit gelben Augen, stocksteifer Monsterfresse und zwei mit Panzertape befestigten Plastikhaken als Handschuhe vor) einen von den Beschützern entführen und ihm eine Gehirnwäsche verpassen lassen. Der kehrt jetzt also zu seinen Kumpels zurück, und dass der urplötzlich Augenringe hat die wie ein Blendschutz beim Football aussehen, auf Fragen erst mit fünfsekündiger Verspätung sinnloses Zeug antwortet, mit einer ziemlich eingefrorenen Gipsmimik daherkommt und auch ansonsten so wirkt als fehle ihm nur der Aufziehschlüssel im Hinterkopf, fällt außer Ray natürlich keinem wirklich auf. Der Typ latscht da jetzt also rum und erhält den Befehl, die Baupläne vom Inframan zu klauen, was wegen der Blödheit des Laborwächters natürlich auch klappt. Der Diebstahl bleibt aber nicht unbemerkt, weshalb Chun (der Hirngetoastete) von einem anderen Dussel dann in einer öden Mofaverfolgungsjagd äääh... verfolgt wird (und die Dinger fahren wirklich nicht schneller als ´ne olle Vespa). Der Verfolger wird an einem Abhang dann von Dämonas Schergen aufgehalten (sprich ein paar Volltrotteln in Skelettkostümen mit Wikingerhörnern am Mofahelm und einem Trottel im roten Spinnenviehanzug, welcher von den acht angenähten Beinen natürlich nur vier bewegen kann, die anderen schlabbern sinnlos auf dem Rücken rum. Dazu gesellt sich dann noch ein Dings... Also ein... Was weiß ich denn, was das sein soll. Es hat auch einen roten Overall an, den Inhalt von siebenundvierzig Staubsaugerbeuteln um die Rübe rum geklebt, zwei rote Plastik-Peperoni als Hörner drangedübelt und kann aus seinen Händen Laser schießen. Und sieht absolut scheiße aus. Zum Glück kommt der Rest der Heldenmannschaft zur Unterstützung hinterher, was dann mal wieder in eine ziemlich alberne Klopperei ausufert, bei der das Spinnenvieh seine Gegner mit irgendwelchen Zaubertricks in runde Wuschelbälle einspinnen kann. Irgendwann fällt Ray dann ein, dass er ja der Superheld ist, weshalb er in einer beknackten Bewegungsfolge transmutiert und zum Inframan wird. Was bei mir die Fragen aufwirft: 1. warum erst jetzt, und 2. Wo hat der die ganze Zeit seinen Anzug gehabt? Der Prof hat vorher gesagt, dass das ein Anzug ist, aber wie schleppt er den mit sich rum? Oder kommt das Ding aus den Hintern geploppt und zieht sich dann von selbst an, wenn er nur fest genug den Furzmuskel anspannt?

Nun ja, der Flusenkopp ist dann relativ schnell erledigt (lustig ist, dass sowohl Inframan als auch der laufende Staubwedel nach Treffern erstmal noch ´ne Sekunde dastehen, bevor sie peilen dass sie jetzt wohl irgendwas machen sollten und schreiend nach hinten springen...), weshalb das Spinnendings andere Seiten aufzieht und mal schnell 50 Meter groß wird. Aber was Spiderklops kann, kann Infradrops schon lange, also wächst er dann halt auch (ihm fiel ja auch erst nachdem Fussel ihn mit Lasern beballert hat ein, dass er sowas ja auch kann).

Irgendwie erinnert mich Inframan an das nervige Kind auf dem Spielplatz, das wenn man Superheld spielt bei allen Fähigkeiten die die anderen sich ausdenken immer sagt "Das kann ich auch, nur besser..." Sprich: Infrapimmel ist der wahre Vater von Eric Cartman.

Spiderdödel wird in ein Kraftwerk befördert, welches explodiert und ihn wieder schrumpfen lässt. Und wie das nervige Spielplatzkind ist Infrakopp nicht an einem fairen Kampf interessiert... er bleibt 50 Meter groß, und tritt das arme Ding platt - wie ein doofes Spielplatzkind aus Wut, wenn die anderen seinetwegen keinen Bock mehr haben, den nächstbesten wehrlosen Krabbelkäfer.

Dämona ist pissig und will das Helden-Hauptquartier in die Luft sprengen lassen, weshalb sie Klaue (dessen eine Hand jetzt ein Bohrer ist) und Chun losschickt um selbiges zu erledigen. Denen kommt dabei Rays Familie in den Weg, aber die sind schnell überwältigt und an zwei Pfeiler gefesselt. ´ne schöne Ladung Dynamit und eine seeehr lange Zündschnur installiert (zur Flucht hätte auch eine viel kürzere gereicht, aber die Bösen sind laut Drehbuch nunmal blöd...), und dann nichts wie weg. Ray wird über seine Tochter auf die richtige Spur gebracht, und kommt ins Labor als die Zündschnur schon fast abgefackelt ist. Ein Labor voller Werkzeug, da könnte man natürlich mit der nächstbesten Zange einfach die Lunte kappen oder sie einfach nur aus den Dynamitstäben rausreißen, was so ungefähr drei Sekunden gedauert hätte. Oooooder... man legt seine Zappelverwandlungsnummer hin. In der Zeit wäre der Laden normalerweise wahrscheinlich längst explodiert, zumal er für die Verwandlung (wenn man den eingespielten Bildern glaubt...) ja erst nochmal rausrennen müsste, findet sie doch immer vor blauem Himmel statt. Weil aber solche Sparmaßnahmen (eine Szene einmal drehen und dann immer wieder reinschneiden, wenn sie gebraucht wird) in der Welt des hirnigen Actionkinos aus Fernost Standard waren, interessiert das alles die Produzenten ´nen feuchten Kehricht... Weshalb Infrahorst natürlich den Sprengsatz in letzter Sekunde noch durch das Dach nach draußen befördern kann, wo er dann hochgeht. Und so poplig wie die Explosion dann ausfällt, hätte das zur Komplettsprengung der Heldenbasis eh nicht gereicht.

Da der Plan also auch für´n Arsch war, soll nun der Prof selbst entführt werden. Also werden mal wieder Klaue und Chun losgeschickt, welche sich in dessen Privatgemächer vorbohren. Der Prof sitzt aber gerade auf dem Klo, weshalb seine Tochter (Rays Frau) als Geisel herhalten muss. Und weil Klaue einfällt, dass er ja ein böses Monster ist, muss er auf dem Weg wieder aus der Bude raus dann noch ein bisschen mit den Armen rumfuchteln und ganz doll böse vor sich hin grunzen. (Das muss man dann auch gesehen haben um zu begreifen wie scheiße die Szene ist).

Dämona erpresst den Prof also zu ihr zu kommen... ("Wir verhandeln auf keinen Fall!" - "Ich hab ihre Tochter!" (15 Sekunden später) "Okay, ich werde verhandeln..."). Wobei ich gar nicht weiß, was die da verhandeln wollen. Dämona will die Weltherrschaft, mit weniger gibt sie sich nicht zufrieden. Ebensogut kann man versuchen mit Vladimir Putin zu verhandeln, doch Russland bitte wieder in eine Demokratie zu verwandeln und die Ukraine wieder aufzubauen. Außerdem glaubt Dämona eine Schwachstelle beim Inframan gefunden zu haben, nämlich seine Hände. Die hat der Prof aber schon lange ausgetauscht, der Fuchs... (vorher war der unbesiegbar, jetzt isser noch unbesiegbarer...)

Um seine Mitarbeit zu erpressen wird dann schnell mal Chun nach der Ankunft des Profs zu Demonstrationszwecken im hauseigenen Vulkanbrunnen entsorgt, und anschließend werden Liu und seine Tochter eingefroren, bevor sie auf den Trichter kommen zu flitzen. Dafür rückt aber schon das Rettungskommando mit Ray an der Spitze an, welches sich dann erstmal draußen eine halbe Ewigkeit mit den Palastwachen (bestehend aus weiteren Skelettkaspern und einigen Blechköppen prügelt, bevor dann Ray irgendwann einfällt dass er doch der Superheinz ist und er die Gurkentruppe besiegen kann. Was dann teilweise so bescheuert ist, dass er an seinen Stiefeln irgendwelche Silvesterraketen zünden kann die in genau die gleiche Richtung sprühen, in die er selbst dann auch fliegt. Also als würde man so ein Ding anzünden, und statt in die Luft zu gehen bohrt es sich in den Boden...

In der Basis selbst wird Inframan dann allerdings durch Eisgas außer Gefecht gesetzt und eingefroren, er kann sich also rein theoretisch nicht bewegen. Zum Glück fällt ihm dann ein was der Prof ihm (genau genommen im ganzen Film nie) gesagt hat, nämlich dass er dann nur genau fünf Kleinraketen werfen muss, um wieder aufzutauen. (Wenn er sechs schmeißt fällt sein Sack ab, oder wie?). Zum Glück hat ihm die Raketen keiner angenommen, und zu noch größerem Glück ist alles an ihm eingefroren, nur die Hände nicht... (Autsch...).

Also geht die Hauerei weiter, wobei auch noch irgendwelche Robokrieger zum Einsatz kommen, deren Kopf aus einer Eisenkugel an einer langen Sprungfeder besteht, welchen sie dann bei Bedarf abschießen können. Dummerweise schießt einer von denen seine Rübe in die falsche Richtung. Sie wickelt sich oben um einen Träger, und so hüpft der Körper von dem Eumel dann zappelnderweise die ganze Zeit hilflos an seinem Federhals baumelnd auf und ab... (und auch da kann ich gar nicht richtig beschreiben wie bescheuert das aussieht). Nachdem auch Dämonas Superkriegerin mit dem Augenhänden (ja, sie hat Augen in den Händen, mit denen kann sie hypnotisieren und Strahlen verschießen...) im eigenen Vulkanbrunnen abgesoffen ist und die Blechkoppbubis an ihren eigenen Hälsen zusammengeknotet, bleibt nur noch Dämona selbst übrig, die sich für unbesiegbar hält, kann sie sich doch in einen Drachen verwandeln dessen Kopf einfach nachwächst wenn man ihn abschießt (und auch das sieht absolut scheiße aus). Was ihr aber letztendlich auch nicht weiterhilft, denn gegen seine Laserfäuste ist sie nicht immun, sondern löst sich einfach auf (wie übrigens alle Schurkenmonster, wenn man die da rumliegen lassen würde, würden die anderen Trottel wahrscheinlich bei den Massenkämpfen ständig über die stolpern und auf die Fresse fliegen).

Alle Bösewichte besiegt, Professor und Tochter befreit, was fehlt noch? Ach ja, die obligatorische komplett sinnlose Explosion des Hauptquartiers (befindet sich übrigens auf der Teufelsinsel, aber wir schmeißen nicht mit Klischees um uns...). Dann steigen unsere Helden in ihr Boot und fahren alle nach Hause, Ende.

Ich hab ja wirklich sehr viel Herz für absolut kindischen Unsinn, da muss auch nicht alles perfekt sein, ein gewisser Trash-Faktor ist sogar höchst charmant. Aber es sollte zumindest so aussehen, als hätten sich die Macher irgendeine Art von Mühe gegeben oder sie wären zumindest mit Herz bei der Sache gewesen. Das ist hier leider viel zu selten der Fall. Die Monsterkostüme werden wirklich nur vom Niveau der sonstigen Tricks noch unterboten. Ob man da die sehr deutlich über das Bild kopierten Innereien des Inframan bei dessen Umbau nimmt oder die nachträglich mit gelbem Filzstift reingekrakelten Blitzlinien, wenn die Trulla mit den Augenhänden rumballert oder die Kanone für die Gehirnwäsche benutzt... Es ist leider wirklich so, was Tricktechnik angeht wirkt sogar der total beknackte "Roboter der Sterne" gegen das Ding hier schon um ´ne Klasse besser. Dann kommen noch die Monsterkostüme. Eine Spinne mit Stiefelabsätzen an den Hinterbeinen? Echt jetzt? Oder die oben schon beschriebene Öffnung auf dem Rücken des Pflanzenviehs, welche teilweise locker 15 cm weit aufklafft und sich über das halbe Kostüm zieht? Hätte man da nicht zumindest mal 5o cm Klebeband investieren und die Szene nochmal drehen können? Nööö, was das kostet. Dazu kommt dann die Musik, die laut Kalkofe komplett aus anderen Filmen zusammengeklaut wurde, die wirklich komplett nach Kinderfeuerwerk aussehenden Pyroeffekte, die langsamste Motorradverfolgungsjagd der Filmgeschichte (die hätte heutzutage wahrscheinlich einer mit ´ne E-Scooter locker überholt), der dümmste Held der Welt (jedenfalls bis ein paar Jahre später "Der Koloss von Konga" gedreht wurde und sehr viele Jahre später Asylum seinen "Thor" auf den DVD-Markt losließ), der zwar problemlos 50 Meter groß werden kann, davon aber nur einmal Gebrauch macht um das Spinnenvieh plattzutreten, anstatt Dämona einfach in einem Rutsch ihre ganze Drachenbude da zu Klump zu latschen... Und auch ansonsten lieber erstmal das Leben seiner Kumpels in sinnlosen Hauereien gefährdet weil ihm immer viel zu spät einfällt, dass er ja nur seinen Strampelanzug anlegen muss um unbesiegbar zu sein.

"Invasion aus dem Inneren der Erde" ist ein einfach nur schäbig heruntergedrehtes Machwerk, eine noch billigere Kopie von eh schon sehr billig zusammengedrehten Vorbildern. Wenn man sich dabei die Rübe zulötet macht der Streifen sogar als Obskurität mit ein paar Kumpels und ´nem Kasten Bier irgendwie Laune, aber nüchtern betrachtet... äääh...

Nee, betrachtet das Ding lieber nicht nüchtern.
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Dilbert

Pils-Legende
"Hentai Kamen 2 - Abnormal Crisis"

Wisst ihr was: Wenn ich das nächste mal irgendwelchen völlig irrationalen Mist baue, bei dem keiner begreift wie zum Geier das nun wieder passieren konnte, oder wie man überhaupt auf die durchgeknallte Idee kommen könnte sowas überhaupt in Erwägung zu ziehen (also wahrscheinlich 23 Minuten nachdem der Text hier fertig wird), dann sag ich einfach, ich wäre im Herzen ein Japaner, und zeige dann die ersten 35 Minuten dieses Streifens hier. Spätestens wenn der Onkel-Hotte-Verschnitt mit den beiden Vorwerk-Staubsaugerfuß-Handprothesen auf der Bildfläche erscheint, und so tut als könne er mit seinem mickrigen Ghostbusters-Backpack vom Theaterausschussflohmarkt tausende Damenslips aus etlichen Kilometern Entfernung sogar aus verschlossenen Schulspinden raussaugen, wird man mir die Zwangsjacke abnehmen und meine Handlungen für völlig rational erklären. Vielleicht werde ich sogar zum Herrscher der Welt befördert... Wobei, nee, auf den Saftladen hab ich dann doch keine Lust.

Also, wir erinnern uns (voller Grauen): Der Schüler Kyosuke ist der Sohn einer Domina und eines Polizisten mit perversen Neigungen, wodurch er von seiner Mutter den Hang zur Perversität und von seinem Vater den Gerechtigkeitssinn geerbt hat. Als er im ersten Teil versuchte seine heimliche Liebe Aiko aus einer Geiselnahme zu befreien, fiel ihm dabei ein Damenschlüpper auf den Kopf, wodurch er sich in den Superhelden Hentai Kamen verwandelte, der fortan in der Stadt und an der Schule für Gerechtigkeit sorgte, und mit seinem Finishing Move (dem Gegner seine Eier ins Gesicht drücken) die Handlanger des Oberschurken Tamao ausknockte, welcher am Ende des ersten Teils dann auch mal eben vor sich hin explodierte.

Ein paar Jahre später sind Kyosuke und Aiko ein Paar und inzwischen an der Uni. Außerdem ist Kyosuke inzwischen höchst erfolgloser Futterfahrer beim dämlichsten Pizzabringdienst der Stadt, der verspricht dass die Pizza inklusive Zubereitung in 20 Minuten beim Kunden ist. Da er diese Frist regelmäßig nicht einhalten kann, steht Kyosuke kurz vor dem Rauswurf. Dummerweise gurkt er bei seiner allerallerallerletzten Chance dann an einem Überfall auf einen Geldtransporter vorbei, wobei die Gene seines Vaters ihm verbieten nicht einzugreifen. Also isser dann zwar mal wieder ein Held, aber eben auch arbeitslos. Zudem gehen seine Neigungen auch Aiko inzwischen extrem auf den Keks (wer will schon einen Helden zum Freund haben... blöde Kuh...), weshalb sie von ihm verlangt, dass er seine Geheimidentität ad acta legt, und ihr ihren Schlüpper wiedergibt, welchen er bisher immer als Geheimwaffe mit sich herumtrug, gibt er ihr doch die Kraft und Energie die er braucht. (Vielleicht hätte er es mal mit Puffin-Marmelade versuchen sollen, kleiner Insider für die Bud-Spencer-Fans unter meinen Lesern.)

Kyosuke ist jetzt also quasi unbewaffnet, trotzdem traut Aiko ihm noch nicht komplett über den Weg. Als dann wie von Zauberhand auch noch alle Schlüpper aus der Damenumkleide des Uni-Schwimmbads verschwinden, meint sie den Schuldigen schnell ausgemacht zu haben, doch der beteuert seine Unschuld. Leider ist der Gedanke, dass jetzt alle Mädels in seiner Klasse ohne Höschen rumlaufen für ein olles Ferkel wie ihn eine ziemliches Problem, was die Konzentration angeht. Das merkt auch die neue Bio-Professorin Ayata, die zudem noch ´ne ziemlich attraktive Schnitte ist, und bestellt Kyosuke nach dem Unterricht in ihr Büro, wo sie ihm ziemlich eindeutige Avancen macht, auf die er allerdings nicht eingeht.


Als danach der mysteriöse Schlüppersauger wieder auf den Plan tritt und Kyosuke versucht einem verzweifelten Mädel die Unterwäsche zu retten, die gerade dabei ist aus dem Fenster zu fliegen, denkt Aiko (die blöde Nuss) dass er ihr das Ding klauen will. Obwohl mehr als deutlich zu sehen ist, dass die Unnerbuchse ihn fast mit aus dem Fenster zieht, aber gut...


Abends trifft sich Kyosuke dann mit der neuen Lehrerin in deren Wohnung (warum hab ich vergessen), wobei deren Ex angeschissen kommt und eifersüchtig Randale macht. Unser Held geht erstmal in ihrem Schlafzimmer in Deckung, holt ´ne Unnerbuchse aus ihrer Schublade und kämpft mit dem Versprechen das er Aiko gegeben hat und dem Drang Ayata zu helfen. Zum Glück erinnert er sich dann an seinen Karate-Grundkurs und kann damit den Typen in die Flucht schlagen, ohne sich verwandeln zu müssen. Als Dankeschön gibt es auf der Straße von Ayata einen Kuss, wobei dann selbstverständlich genau in dem Moment ein Auto am Straßenrand parkt, in dem Aiko auf der Rückbank sitzt. Zufälle gibt´s... und blöd konstruierte Drehbücher.

Später kommt es nach einem Slipnado (hunderte von Damenunterhöschen fliegen in der Luft im Kreis) auf einer Brücke zur Konfrontation mit Mr. Vacuum, einem Handlanger Tamaos (selbiger ist im letzten Film zwar explodiert, aber seine Rübe hat überlebt und läuft jetzt auf mechanischen Spinnenbeinen durch die Gegend... Organe werden überbewertet... aua aua aua...), der den Auftrag hat alle Schlüpper einzusaugen um so Kyosuke eine erneute Verwandlung in Hentai Kamen unmöglich zu machen. Aus Gewohnheit hat er aber Ayatas Arschwärmer eingesteckt, weshalb er die Schurken und den Typen mit den Staubsaugerflossen unschädlich machen kann. Damit hat er zwar das Versprechen Aiko gegenüber gebrochen, aber sooo viel Auswahl hatte er in dem Fall ja nun nicht.

Was der blöden Nervkröte Aiko aber egal ist, sie denkt dass ihm seine Perversität wichtiger wäre als sie, und macht erstmal die Biege ins Ausland, nachdem sie Videoaufnahmen von Hentais Heldentat auf der Brücke gesehen hat. Ganz ehrlich: Dann hau doch ab, du Ziege! Dein Macker hat im ersten Teil die Welt gerettet und in diesem auch schon etliche Bösewichte ausgeschaltet, was hätte der denn machen sollen? Er hat sich seine Heldenkraft nicht ausgesucht und auch nicht eingesetzt um anzugeben oder sonstwas. Andere wären stolz auf so ´nen Typen, aber Aiko kann und will den einfach nicht verstehen.


Als wenn Kyosuke nun nicht schon genug Probleme hätte, wird dem eher schüchternen Tadashi von Tamaos Helfern auch noch eingeredet, dass Aiko in Wahrheit in ihn verliebt wäre (ein Gefühl, dass dieser erwidern würde, wenn es denn da wäre...), und dass er mit Hilfe von Tamao an sein Ziel kommen könnte.

Weil Tadashi nicht nur verknallt sondern auch ein ausgemachter Vollidiot ist, lässt er sich von Tamao in einen Glaskasten sperren und per irgendeiner zauberhaften Umwandlung und Teilklonung mit einer Riesenkrabbe in eine Art Monsterkrebs mit Robobeinen / -armen, eingebautem Supersauger und Tadashis bleichgeschminktem Kopf als Steuereinheit mit einem lächerlichen Plastikhut auf der Birne umwandeln. Was dann aber mal richtig scheiße aussieht.

Dieses Monster saugt nun also nach und nach die gesamten Schlüppervorräte Japans von den Wäscheleinen. Da Kyosuke ja noch den von seiner Dozentin hat, legt er sich mit dem Ding an, was zu einer wirklich hanebüchenen Szene führt, in der Hentai mit seiner Heldenkraft des Bondage-Seilschusses (funktioniert wie bei Spiderman mit seinem Faden) ein Seil zur Krabbe rüberschießt. Weil in dem Film ja eh schon alles eh keinen Sinn macht, braucht man die Schwerkraft schon gar nicht. Deshalb ist in dem Seil eine nach oben stehende Schlaufe drin. und Hentai rutscht auf seinem Sack dann der Krabbe entgegen wie auf einer Achterbahn, inklusive Looping, wobei ihm Funken hinten aus der Arschritze sprühen.


Leider ist das Krabbenrobomenschdings stärker als gedacht, weshalb Hentai den Kampf trotz brutalem Eiereinschlag ins Gesicht erstmal verliert. Danach gibt er seiner Dozentin ihren Schlüpper zurück und beschließt sich zur Ruhe zu setzen, reicht seine Kraft der Perversion ja anscheinend eh nicht mehr aus um diesen Gegner zu schlagen. Als wieder Not am Mann ist versucht er die Handlanger mit einem Oma-Liebestöter zu stoppen, ist aber mit dem Ding blind weil das große Teil ihm immer wieder vor die Augen rutscht. Entsprechend bezieht er Kloppe. Später versucht er Ayata aus den Fängen der Krabbe zu retten, wobei sie ihm ihren Lieblingsslip ("Den trage ich dreimal die Woche!"... Ja, und anscheinend anstatt ihn mal zu waschen ansonsten in der Jackentasche, lecker...) gibt. Die Krabbe kann leider auch fliegen und macht sich auf den Weg nach New York, wo Aiko sich inzwischen aufhält. Hentai nimmt die Verfolgung per Flugzeug auf und versucht Aiko zu retten, allerdings verlassen ihn nach einer wirklich hundsmiserabel getricksten Spiderman-Verfolgung durch die Hochhausschluchten immer mehr die Kräfte, weshalb er schließlich aufgeben muss.

Wieder zurück in Japan will Kyosuke eigentlich nichts als seine Ruhe, fühlt er sich doch als Versager und ohne Aikos Schlüpper gegen die Gegner machtlos. Da erscheint ihm sein toter Vater im Traum (vor der buckligen Verwandtschaft hat man aber auch nie seine Ruhe, vorher versuchte schon seine Mutter ihn mit irgendwelchen Heißwachsgeschichten wieder in die Spur zu bringen), der ihn dazu bringt einen seltsamen Einsiedler aufzusuchen, welcher ihm neue Lektionen beibringen soll noch mehr Kraft aus seiner Perversion zu ziehen. Der Typ kniet dann anscheinend schon seit Tagen auf dem Boden und wartet drauf dass einer endlich einen alten Plattenspieler, an den er eine Peitsche gebastelt hat einschaltet, damit er endlich den Arsch versohlt bekommt.


Ja, das ist alles total beknackt.

Eine Woche später hat Kyosuke dem Zausel die Einfahrt vom Unkraut befreit und glaubt dass das alles eine Art "Karate-Kid"-Methode sei ihm besser kämpfen beizubringen. Was aber totaler Schwachsinn ist, denn die perverse Kraft steckte eh die ganze Zeit in ihm. Sie ist jetzt nur konzentriert, weil Kyosuke seit einer Woche keine Frau mehr gesehen hat, und sich sein Drang sich die Mädels in seiner Umgebung ohne Klamotten vorzustellen so unbewusst immer weiter in ihm gesteigert hat, weswegen der jetzt viel stärker ist und überhaupt und blablabla... Ach ja, und die Slips dürfen jetzt auch neu sein. Und der olle Zausel hat ´nen Fetisch sich BHS vor die Augen zu binden. Und außerdem isser Kyosukes Opa. Fresst das! (So beschissen es auch schmeckt...)

So, auf zum letzten Gefecht! Tamao hat inzwischen einen Cyborg-Körper, Tadashi ist wieder als Mensch unterwegs, und beide glauben, dass Hentai Kamen endlich Geschichte sei (das hoffe ich seit zehn Minuten nach Filmbeginn...). Der lässt sich dann aber als Hochzeitstorte für Tadashi und Aiko (dass die den gar nicht heiraten will und eine Hochzeitstorte normalerweise keine zwei Meter lang und 70 cm breit ist, ist ja egal...) servieren, und hat als Geheimwaffe zudem eine alte Teufelsmaske mit riesiger Pimmelnase von Oppa mitgebracht (wo er die versteckt hat, nachdem sein sonstiges Heldenoutfit ja aus einer Unnerbuchse auf dem Kopf und einer um die Klöten, deren Seitenträger er zudem noch über die Schultern gespannt trägt damit seine eingeklemmten Supereier noch mehr Energie entfesseln... Bleibt nur eine Körperöffnung übrig... würg...). Diese schnallt er sich vor den Sack und wehrt mit der Schwanznase die heranfliegenden Kugeln der Goons ab (und wenn Tamao auch nur einen Funken Resthirn hätte, würde er seine Volltrottel darauf hinweisen, dass sie gefälligst auf die Rübe schießen sollen...). Das ist jetzt natürlich für die Bösewichte alles ein bisschen doof, weshalb Tadashi seine Hochzeit erstmal verschiebt und wieder eine Fusion mit seinem Robokrabbendings eingeht. Das hilft ihm aber irgendwie auch nicht so richtig weiter, weil Hentai einen auf Brummkreisel-Breakdancer macht, und dem Vieh dann auf seiner Maskenschwanznase rotierend die Beine wegsäbelt.


Das Gehirn des Zuschauers ist da schon längst im "Aga aga aga"-Modus angekommen.

Aber es wird noch blöder.

Schließlich hat Tamao nicht nur Aiko als Geisel, sondern auch die scharfe Ayata, welche er nun mit dem Tod bedroht, meint er doch dass Kyosuke in diese verknallt wäre. Der gesteht zwar schweinische Gedanken ein, aber lieben? Nö. Es folgt eine Schlägerei mit Tamao, welcher Hentai komplett fertig macht. Unser Held scheint tot, da kann dann auch Ayata, ihre Rolle aufgeben. Das war nämlich alles geplant, einen Keil zwischen Kyosuke und Aiko treiben, ihn um seine Kräfte bringen (der Schlüpper, den sie ihm geschenkt hat war nämlich mit einem Chip versehen, welcher ihm nach und nach die Energie aussaugen sollte...) usw..

Nix da, weiterlesen, es wird noch blöder! Aber ihr habt es fast geschafft...


Aiko versucht verzweifelt Hentai wieder wach zu kriegen, die Fieslinge sind sich aber sicher dass er tot ist. Während Tadashi also wieder die Hochzeit plant und Tamao sich über Kyosuke lustig macht, holt Aiko ihren Notfallschlüpper aus der Tasche, zieht den in aller Ruhe einmal über und wieder aus (was eine Weile dauert in der man so grob geschätzt alles hätte unternehmen können um sie aufzuhalten, was aber keiner für nötig hält...) und dann Kyosuke über die Rübe.


Der kommt dann mit etwas Verspätung zu sich und bläst zum Gegenangriff, woraufhin Tamao einfällt dass er sich ja auch 50 Meter groß machen kann ("Inframan" lässt grüßen...). Das nutzt unser Held aber aus, fliegt dem Schurken in den Mund, wühlt sich durch sein Innenleben aus Schläuchen, Zahnrädern und sonstigem Metallschrott nach unten (was uns auch in einer unerträglich hässlichen und billigen Zeichentricksequenz präsentiert wird), macht dort einen auf Dragonball-Kamehameha und zerschießt so dem Klapperkasper von innen seine Blechklöten, woraufhin der Riesenrüpel mal wieder explodiert... Diesmal hoffentlich für immer. Ayata und Tadashi haben überlebt und machen zusammen auf dem Mofa die Biege, und alles wird gut...


So, jetzt wird es nicht mehr bekloppter...


Am Ende sitzen Kyosuke und Aiko in der Schule in der Kantine, wobei Kyosuke einem Mädchen hinterherguckt dessen Rock sich bei seinem Blick hochhebt. Aiko ist mal wieder gnatzig und Kyosuke bekommt beim Anblick des Schlüppers ´ne Latte, mit der er dann am Tisch hängen bleibt als er Aiko hinterherlaufen will. Dafür wird Aiko von einem schwarzen Fleck verfolgt, was wahrscheinlich eine Hommage an Spidermans Venom sein soll. Mei ist das lustig... Nicht....

Aus geschafft!

Ich weiß nicht, was Japaner alles für Zeugs einschmeißen. Wer hier auch immer die Manga-Vorlage für verzapft hat, ebenso wie der Drehbuchschreiber und der Regisseur: Nehmt weniger davon!
 

Dilbert

Pils-Legende
Review: "Die neuen Abenteuer des Herkules"

Normalerweise würde ich jetzt erstmal die alten Abenteuer des Herkules durch den Kakao ziehen, aber den alten Film, so sinnlos bescheuert und billig er auch war (und das war schon über jede Schmerzgrenze) hab ich nicht halb so gehasst wie dieses Machwerk, welches nämlich mindestens doppelt so sinnlos, billig und bescheuert ist. Ich werde gerade am Anfang auf Teil eins verweisen, jedenfalls auf das, an das ich mich noch erinnern kann, denn ich hab es wie bei "Xanadu" bisher nie geschafft den nüchtern zu gucken ohne zwischendurch einzuschlafen.

Der Film tut uns eine halbe Ewigkeit die Geburt des Universums an, was dann so aussieht dass da jemand irgendwelche Glühbällchen vor einer Wand mit bunten Lichtern durch die Gegend schiebt (und wie schon im ersten Teil und in diversen anderen Filmen war Produzent Luigi Cozzi so bescheuert, die Wand mit gelben, blauen, roten, weißen und lila Lichtern auszustatten, wie es im Weltall nun einmal aussieht wenn man auf LSD durch sein Teleskop guckt...). Nicht unerwähnt soll dabei bleiben, dass man die Geburt des Universums schon im ersten Teil gezeigt hat, aber da sah das abgesehen von den bunten Glühbirnen ganz anders aus... allerdings genauso beschissen. Dann werden wir über Herkules aufgeklärt, der seine Kraft von den Göttern erhielt, und dürfen uns während des Vorspanns Stock Footage seiner Heldentaten aus dem ersten Teil angucken... Und zwar jede Menge davon. Da man sich mit der Einblendung der ganzen Namen der Schauspieler und des Drehteams dann aber auch nicht besonders eilig hatte, hat man so mit ein paar bunten Bowlingkugeln, geklautem Material und Billigschrift mal eben fast zehn Minuten Film zusammengedübelt, was bei einem Film der letztendlich nur 74 Minuten Laufzeit hat schon eine sehr kostengünstige Variante darstellt.

Ein Sprecher aus dem Off erzählt uns dann zu wirklich augenfeindlich neonfarbenen Trickbildern die Geschichte der Blitze des Zeus, die einst den Frieden auf Erden sicherten (irgendwie gab es die im ersten Teil nicht, und wenn doch, haben die nicht so wirklich funktioniert...). Das wurde anderen Göttern aber irgendwie zu langweilig, weshalb sie sich die Dinger dann einfach mal geklaut haben um auf der Erde ein bisschen Action anzuzetteln. (Mein Hirn schmerzt jetzt schon...). So werden wir nun Zeuge wie eine junge Frau von einem Irren mit Ultimate-Warrior-Gedächtnisgesichtsbemalung und roter Karnevalslockenperücke in Begleitung von zwei Römern in Kostümen aus dem Asterix-Versand auf einen Felsball geschnallt wird, um sie dort dem Gott / Dämon / gescheiterten Starkstrominstallateur Antios zu opfern.

Dafür hätte man jetzt ein schönes Monsterkostüm bauen können, oder einfach nur ein grellblaues Krakelblitzdings auf´s Zelluloid scheißen, welches knapp am Trickniveau des 50er Jahre-Streifens "Alarm im Weltall" scheitert.

Hab ich schon einmal erwähnt, dass das hier alles sehr sehr sehr billig ist? Immerhin hatten sie noch Geld für eine qualmende Gummimaske nach der Opferung übrig. Diese wurde beobachtet von der scharfen... keineAhnungwiedieheißt, die sogleich ihrer Freundin Glaukia davon berichtet (dem armen Mädel zu helfen kam anscheinend nicht infrage...). Anscheinend stammen die alle aus einem Dorf, und aus dem holen sich der Rotwuschel und seine Kollegen immer die Jungfrauen als Opfer.

Äh... Mädels... seid mir nicht böse, aber so wie ihr ausseht... gibt es da denn keine passenden netten Typen in eurem Kuhkaff? Ich meine wenn man der Opferung an ein Elektrogremlin durch einmal etwas Spaß haben entgehen kann... Man kann dem Cozzi ja vieles vorwerfen, aber bei der Optik der Darstellerinnen hat er Geschmack bewiesen, die sollten echt keine Probleme haben sich ´nen mehr als passablen Macker zu angeln.

Sorry für den Sexismus, aber bevor man bzw. Frau sich abmurksen lässt... Zumal die blonde Lockenhulda der Glaukia schon voraussagt, dass sie die nächste sein wird.

Nun ja, statt auf Männerschau begibt sich Lockenhulda (irgendwann krieg ich noch raus wie die heißt) zu den Meurinnen, irgendwelchen Schicksalsgöttinnen. Was uns noch einen oberbilligen Zeichentricksonnenaufgang vor die Augen würgt, inklusive einsamen Vogel der vor dem roten Ball herumsegelt. Das hätte Disney nicht beschissener hingekriegt... Wahrscheinlich war das Equipment um einen echten Sonnenaufgang zu filmen einfach zu teuer, oder der lag da noch irgendwo inner Abfallkiste vom Studio rum. Irgendwo mitten im Gehölz steht dann ein rot angepinseltes (soll wohl Stein sein) Tor mit Feuerschale herum, und wenn der Film nicht so alt wäre, würde ich jetzt auf irgendwelche Ninjago-Figuren von Lego warten.

"Ich bin es ihr Meurinnen, ihr Freundinnen des Zeus." Ja meine Fresse, nu sag mir und denen doch endlich mal wie du heißt, blöde Kuh. Ah, zum Glück wissen die es, die Schöne heißt Urania, und die Freundinnen des Zeus sind zwei zwischen gelben Neonblitzen über dem Feuer ins Bild gekackte, fast durchsichtige Vogelviecher mit Frauenköppen.

Äh ja, also weil vier abtrünnige Götter die Donnerkeile (Blitze) des Zeus geklaut haben, sind die Himmelskörper aus dem Gleichgewicht geeiert, weshalb jetzt der Mond auf die Erde zubrettert. Sie muss den einzigen finden, der ihr helfen kann. Und nein, Bruce Willis ist es nicht (An dieser Stelle: Alles Gute, Bruce!). Stattdessen muss das Testosteronmonster Lou Ferrigno aka. Herkules herhalten, der Sohn des Zeus.

Dummerweise scheint Zeus in seinem Himmelspalast aber keinen Bock mehr auf die unfähigen Dorftrottel auf der Erde zu haben. "Ich habe noch nichts getan, weil die Menschen lernen sollen auf ihren eigenen Beinen zu stehen." Ja, und hättest du peinlicher Popelpansen deine Spielzeugkiste mit den Donnerkeilen abgeschlossen, hätten die da unten jetzt den ganzen Ärger gar nicht, du Versagergott im Kaufhauskostüm mit der Plastikkrone. Zwei Sekunden später gibt er dann den Göttern die Schuld, und er selbst ist ja eh machtlos gegen den ganzen Mist. Meine Fresse, was ´ne Nulpe, und das soll der Oberchef Zeus sein, der da rumheult wie ein überforderter Pädagogikstudent bei seinem ersten Praktikum inner Grundschule für schwer erziehbare Kinder. Mann Mann Mann... Na ja wenn man selbst zu doof ist muss eben doch der Sohnemann ran. Der steht gerade splitternackt zwischen den Sternen herum und ... hat keinen Pimmel. Wahrscheinlich haben bei der Szene Dutzende von Bodybuildern, die den Streifen mit ihrer Freundin zusammen geguckt haben, empört den Videorekorder aus dem Fenster geschmissen oder das VHS-Tape verbrannt. Tja Zeus, sieht schlecht aus mit Enkeln...

Scheißverdammt, ich bin noch nicht einmal bei der ersten Werbepause. Ich will mich ja kürzer fassen, aber wirklich jede Szene dieses "Films" ist ein Attentat auf die Sehnerven und die Gehirnzellen.

Herkules wird per Zeichentrickblitz auf die Erde gebeamt und hat praktischerweise dann gleich ein gesatteltes Pferd unter´m Arsch. (Besonders gut gepolstert muss der Sattel ja nicht sein, gibt ja keinen Sack der da zu schonen wäre...). Er wird sogleich von einem Dreadlock-Kung-Fu-Wookie angegriffen, der dringend mal ein Bad bräuchte. Und als ob die Klopperei nicht schon schlimm genug wäre, hat auch noch der Typ der das gedreht hat vergessen vorher die Linse zu putzen, weshalb das ganze Bild in blaue und rosa Spiegelschlieren getaucht ist. Meine Fresse, sieht das scheiße aus. Der Wookie wird abgestochen und löst sich auf, woraufhin Herkules den ersten der sieben Blitze wiederfindet (und auch das ist natürlich nur in neonfarben ins Bild gekritzelter Billigmist).

Die vier abtrünnigen Götter (drei davon sind Weiber, typisch... *IchgehlieberinDeckung*) finden die Aktion von Zeus nicht so witzig, sind aber auch noch nicht wirklich besorgt, sind doch die Blitze in verschiedenen Monstern versteckt, von denen einige irgendwie irgendwo leben wo man wohl nicht so ganz einfach hinkommt. Außerdem heuern sie Goros, den Krieger an, der gerne ein Halbgott werden will und außerdem ´nen Happen doof ist. (und auch so aussieht wie ein Asylum-Statist am Anfang von Thor - Der Allmächtige).

Ich wollte doch weniger schreiben... Aber, geht nicht. Von einer der Göttinnen erhält Goros eine Glitzeraxt, mit der er den Sarg von König Minos aufmachen darf (das war der Oberschurke im ersten Teil). Zum Dank für seine Mühe wird Goros dann von der Göttin abgemurkst, damit durch sein Opfer der olle Knochenhaufen im Sarg wieder zum Leben erwachen kann. Da hätte der blöde Goros bei Jobware wahrscheinlich ´ne bessere Anstellung gefunden... Zur Wiedererweckung ruft Madam dann gleich mal Poseidon, Hera und Aphrodite herbei, die anderen Verrätergötter / -innen (ich gender das jetzt einmal aus Respekt korrekt zurecht und sch.. danach wieder drauf, das würde die Tipperei sonst viel zu kompliziert machen.) Wobei ääh... Gut, Hera versteh ich noch, ist dann mit Zeus halt Streit unter Geschwistern, aber was zum Deibel soll der olle Wasserzausel Poseidon denn da? Wenn die Erde vom Mond zermatscht wird sind die Meere auch im Arsch, über was will der dann bitte noch mit seinem Dreizack regieren?

Aber verdammt, was frag ich bei dem Film überhaupt. Ich versuche jetzt bis zur nächsten Werbepause zu gucken und dann zusammenzufassen, sonst bin ich bis zum Rheinderby nächsten Samstag noch nicht fertig. Das sind nur noch fünfeinhalb Tage (Nachtrag: Hat nicht geklappt)...

Ah, natürlich ist Poseidon der einzige, der meint dass das keine gute Idee ist, aber er wird von den Weibern überstimmt. Unterdessen findet Herkules im Wald ein verlassenes Lager mit einem abgemurksten Vieh. Kurz darauf kommt Glaukia angerannt und erzählt ihm, dass die Schlammwesen (wirklich Swamp-Thing reloaded) Urania entführt haben. Kaum ist diese gefunden, greifen auch schon die Typen in den Gummikostümen an, wobei man hier immerhin zugute halten muss, dass sie nicht ganz so scheiße aussehen wie die Monster bei "Invasion aus dem Inneren der Erde". Dafür sind die Schlägereien noch beknackter choreografiert...

In einer Höhle treffen sie Euryale, die anscheinend als Hobby ihre Besucher zu Stein werden lässt. Und die drei von ihren Kriegern angreifen lässt, welche mal wieder durch neonfarbene Trickfiguren dargestellt werden.

Ganz ehrlich, dieser Streifen ist so ätzend quietschbunt, die hätten eine Epilepsiewarnung an den Vorspann klöppeln sollen.

Euryale entpuppt sich als die Stiefschwester von Medusa, welche Menschen durch Blicke in Stein verwandeln kann. Die blöde Kuh hat Herkules gerade eben schon die ganze Zeit angeguckt, aber anscheinend funktioniert das nur wenn sie sich vorher in einen Krautkopp mit Skorpionkörper verwandelt (was drei Sekunden dauert und vorhin als der Muckimann noch unbewaffnet war auch kein Problem gewesen wäre..., aber sie musste ja ihre Neondödel erstmal loslassen und dann warten bis ihr Gegner sich Schwert und Schild geschnappt hat... So doof sind sonst nur Schurken in James Bond-Filmen). Tja, nun ist ihre Rübe ab, und unser Held hat den zweiten Blitz. Doofe Nuss.

Währenddessen streiten sich die abtrünnigen Götter weiter, ob es gut war, Minos wieder zum Leben zu erwecken. "Ich vertraue ihm nicht." jammert eine. Auf Poseidon wollte ja vorhin keine von euch hören, nun habt ihr den Salat.

Ich wollte weniger schreiben... Aber wie soll man denn, wenn die da durch das Schlumpfdorf laufen? Die Pilze am Weg sind mal locker ´nen halben Meer hoch, und am Gebüsch hängt alte Halloween-Deko in Form von weißen Gipspuppen. Ich muss bei der Erstausstrahlung echt ratzevoll gewesen sein, ich kann mich an diesen Quatsch wirklich Nullkommanull erinnern. Dass taucht plötzlich ein Typ in grauweißer Ritterrüstung mit einem grün leuchtenden (warum leuchtet in diesen Drecksfilm alles so bunt?!) Speer auf, der anscheinend ´nen Lachsack verschluckt hat, und geht auf Herkules los. Damit das ganze noch bunter und greller wird, kann der Kasper mit seinem Speer auch schießen, trifft aber einen zwölf Meter breiten Muskelmann aus drei Metern nicht. Stattdessen lässt er sich von Herkules am Baum aufspießen, was einmal den dritten Blitz einbringt, und uns noch mehr unerträgliches Neongekrakel als die Gipspuppen sich auflösen, weil das die Seelen seiner ganzen Opfer waren. Was für ein Idiot...

Meine Fresse, wirklich jede Szene ist Schwachsinn. Jetzt steht da irgendein rumblubbernder Dödel im Weltraum auf ´nem Hügel vor ´nem Eisschwert und brabbelt davon, dass er das Chaos wäre, und die Welt neu erschaffen will. Nach dem Streifen muss ich mir echt mein Resthirn neu auswuchten lassen. Und ich bin noch nicht einmal bei der Hälfte angekommen. Die geschminkte Paradeschwuppe (soll Dädalus sein, glaube ich) will mit Minos (wie zum Geier ist der in den Weltraum gekommen?!) gemeinsame Sache machen, und überreicht dem deshalb das Schwert. "Aber man kann es nur einmal benutzen!" Wahrscheinlich hängt da noch ein Schild dran: "Bei - 14 Grad mindestens haltbar bis..."

Herkules und die Mädels sind inzwischen bei keine Ahnung wem angekommen, jedenfalls ist da mal wieder ein Feuertopf aus dem natürlich wieder irgendwelches augenfeindliches Geblitzel kommt. Sind das die beiden Vogelweiber von vorhin? Jedenfalls heißen die "Klotho" und "Lachesis" (die Namen hat Stephen King im Roman "Schlaflos" für zwei übernatürliche Wesen benutzt). Ja, das sind die beiden von vorhin, aber jetzt haben sie Arme... Und sie tragen Urania auf ein Material zu finden, dass Herkules Schutz bietet vor dem Angriff des Feuergeistes (soll wohl der mordende Elektrosmog vom Filmbeginn sein). Sie könnte sich und den anderen natürlich ein bisschen mehr Zeit verschaffen wenn sie mit Herkules pimpern würde, damit sie von der Opferliste runterkommt... Ach nee, geht ja nicht. *Prust* Wobei, wenn Zeus Herkules einen Gaul zwischen die Beine zaubern kann sobald der auf die Erde kommt... WAAAH, GEHIRNSALAT!

Sie sollen die heilige Salbe der Lonacris finden, die schützt angeblich vor Antios. Sie besteht aus Tropfen vom Wasser des Flusses Styx (wahrscheinlich heißt der heute Wolga und war schon damals total verseucht...). "Du und Herkules, ihr müsst ins Meer und dort den prächtigen Palast der Thedis finden." Ah ja, und wenn man die Blätter hier frisst, bekommt man Kiemen. (Nein, auch das hab ich mir nicht ausgedacht...)

Ich kann einfach nicht mehr, wo zum Deibel bleibt Aquaman, wenn man ihn braucht?!

"Der Eingang liegt unter dem Regenbogen..." Oh Mann, nichtmal ´nen Regenbogen können die. Der Kackbogen ist einfach nur neonrot und billig ins Bild gepinselt. Außerdem regnet es gar nicht...

Diese Augenschmerzen... Urinatis.. ääh Urinia und Herkules schlucken die mitgegebenen Blätter, aber weil ein Kiemenkostüm ja nur wieder Geld gekostet hätte, verwandeln sich beide in neonfarbene Zeichentrickglühwürmchen. AAAAARGH! Das Schloss sollte übrigens vier Meilen tief unter Wasser liegen, man kann aber als unsere Helden wieder in (natürlich neonschimmernder) Menschengestalt ohne jeden Wasserwiderstand gemütlich über den Grund latschen, problemlos hoch zur Oberfläche gucken wie inner Sprungbrettabteilung vom Freibad Gütersloh. Der Palast von Thedis sieht das übrigens aus wie ein ins Bild kopierter Wolkenberg... Wahrscheinlich, weil es irgendwas in der Art war.

Nein, sorry, auf den zweiten Blick ist es eine etwas zugewucherte Aquariendeko mit Seepferdchenkopf. Allerdings vor einem jetzt schwarzen Hintergrund, da nochmal den Wassereffekt drüberzulegen war bestimmt wieder zu teuer. Sah eh scheiße aus...

Können die mir mal die Adresse von dem Palast geben? Drei hübsche Mädels mit großen Okolyten, die nur von kleinen Muscheln bedeckt werden wie ein Bikini bei Spongebob? Okay, es gibt natürlich wieder hässliches Neongeflimmer (sollen Gedankenwellen sein), aber irgendeinen Haken hat ja alles... Na ja, Herkules bekommt von denen die Heilige Salbe wegen der sie gekommen sind... Welche aus Wasser besteht... In einem Palast unter Wasser... in einem oben offenen Glasbehälter... Da hätten sie ihm auch eine Urinprobe mitgeben können. AAARGH! Ich sag nie wieder was gegen "Roboter der Sterne"!

Der komische Hohepriester mit den roten Locken hat inzwischen Glaukia entführt. Die war alleine und unbewaffnet gegen drei Typen, was liegt da also näher, als das einer von denen sein Schild verliert und es am Strand liegenlässt, anstatt es einfach wieder aufzusammeln und mitzunehmen? Ja, alles, aber wie sollte Urania sonst drauf kommen, wo ihre Freundin hin sein könnte? Da muss man das dann doch so ins Drehbuch schreiben, ansonsten macht ja der ganze Film keinen Sinn... (Ich lach mich tot...)

Glaukia liegt inzwischen auf dem Stein angekettet rum und Antios freut sich schon auf sein nächstes Opfer. Die haben für das blöde Vieh aus Kostengründen die gleichen Aufnahmen wie vorhin genommen, deshalb sieht es auch genauso kacke aus. Ich weiß auch gar nicht wie die zu Fuß so schnell da hingekommen sind, anscheinend waren die Wege im Zauberwald damals einfach ziemlich kurz. Zum Glück ist Herkules genauso schnell... Und darf sich jetzt mal wieder mit einem Funkendings prügeln, welches beim Zuschauer Augenkrebs verursacht, nach einem gezielten Fausthieb von ihm zweimal wie Superman um die Erde kreist und dann in einer wirklich beschissenen Explosion im Wasser auftrifft, um dort den vierten Blitz freizulegen.

Nur noch drei, dann ist es geschafft... Aber erstmal reist Flora (die Götterelse, die die blöde Idee hatte) zu Minos und meckert ihn voll, weil er nichts gegen Herkules unternimmt. Der hält sich inzwischen für mehr als einen Gott (vor zwei Tagen warst du noch ein Haufen Hundespielzeug, Depp...). Er fuchtelt vor Flora dann mit dem Schwert von Dädalus rum und verbannt sie in das Reich des Frostes und des Eises... (Du wolltest den Arsch ja unbedingt wiederbeleben...). Was, wenn Dädalus keinen Blödsinn erzählt hat, nun irgendwie ziemlich dämlich war, weil er damit den einzigen Einsatz seines Zauberschwerts an die Schnitte verbraten hat, anstatt das Ding für Herkules aufzubewahren.

Herkules und die zwei Mädels sind inzwischen auf der Todesinsel von Sin Duh angekommen, jedenfalls sehe die Kulissen fast genauso schlecht aus... nur noch schlechter. Urania will das Orakel des Todes befragen was sie jetzt eigentlich machen sollen, und ich weiß mal wieder nicht, ob das nun eine sooo gute Idee ist, wenn ein Totenkopf mit roter Innenbeleuchtung einem sagt man solle einen Becher austrinken, das dann auch zu tun. Uriania wird zu den Sternen befördert (in den schönen Farben lila, rot, orange, blau und weiß), wo Klotho und Lachesis mit ihr sprechen können, weil die Erde dazu zu unsicher geworden ist. Ja, aber klar doch... Dann fliegt eine Minute lang ein blaues Zeichentrick-Glühwürmchen völlig sinnlos zwischen den Planeten herum, danach eröffnen die beiden Trullas Urania, dass der ganze Quark am Ende wohl oder übel ihren Tod bedeuten wird.

Herkules und Glaukia werden derweil draußen von der weiblichen Akrobatentruppe Saras-Anus angegriffen, irgendwelchen mit Speeren bewaffneten Kung-Fu-Elsen im blauen Lendenschurz mit Gladiatoren-Dödelhelm und blonder Mähne auf der Zwiebel. Die machen erstmal den Lauten, kriegen dann auf die Fresse, und schaffen es am Ende Claukia KO zu hauen und Herkules mit einem Netz einzufangen, welches natürlich dabei neonfarben vor sich hin flackert. Ich wünschte echt, jemand hätte dem verdammten Trickeffektkasper seine Textmarker weggenommen.

Himmel hilf... Die lassen echt nichts aus. Jetzt haben die irgendwo das olle Spinnennetz von "Ator, Herr des Feuers" aus der Requisitenkiste gebuddelt und Herkules draufgelegt (ein Spinnennetz mit Knoten, ja nee, is klar..). Der liegt da jetzt drauf rum wie ein Besoffener im Kletternetz vom Kinderspielplatz, während die Amazonen ihre Göttin wiederbeleben. Die Spinnenkönigin (eine junge Frau in Klamotten aus dem Dominastudio Duisburg-Oggershausen). Was macht die da? Was hat die mit Herkules zu tun? Warum ist das alles so scheiße?! Zum Glück kommt gerade Urania aus dem Weltraum zurück und Glaukia ist auch wieder wach, da können die Mädels dann mal auf Rettungsmission gehen. Wobei, wenn man das auch andere machen lassen kann...

"Ich rufe euch an, Mächte des Lichts!" Das heißt "Vital", doofe Triene, noch nie "Sorceress" gesehen?! Jedenfalls kriegen wir mal wieder einen Haufen blaues Geflacker vor die Augen gepresst, als Urania die Mächte bittet ihre Kraft auf Herkules übergehen zu lassen. Herkules erwürgt dann auch ratzfatz die Spinnenkönigin, deren glorreiche Wiederauferstehung dann halt keine fünf Minuten gedauert hat, und kassiert so den fünften Blitz ein. Dädalus übergibt die Macht des Chaos unterdessen an Minos, und ich frag mich warum, weil die Arschkrampe doch die ganze Zeit eh nichts anderes verzapft hat.

Poseidon kommt inzwischen auf den Trichter dass die Rebellion wirklich ´ne beknackte Idee war, und bespricht das mit den beiden übrigen Mädels. Leider hört Minos mit und ballert durch seine neue Macht mit irgendwelchen bunten Farbstreifen. Aphrodite stellt sich ihm entgegen, aber Minos meint, dass er eh bald an die Macht käme, wenn er erst alle Donnerkeile hätte, und Herkules würde ohne es zu wissen eh für ihn arbeiten. Dämmert mir da ein Verrat unter seinen Begleiterinnen...?

Drei Trottel vor einer Pappkulisse, die man optisch von Castle Greyskull geklaut hat...

"Folgt mir!" - "Wohin führt das?" - "Zum Ende der Welt. Aber wir brauchen keine Angst zu haben, Herkules." - "Dann ist hier der finstere Garten der Hesperinos, das letzte Bollwerk vor dem Aufstieg zum Olymp." - "Die Vorsehung führt uns dorthin." - "Also weiter." Solche Dialoge zu solch albernen Kulissen kann sich nur ein Genie aus der Birne saugen, zumal danach wieder irgendeine grellrot durchwucherte Aufnahme unseres Sonnensystems mit einem schwarzen Loch in der Mitte kommt, die absolut gar keinen Sinn macht. So gelangen unsere drei Helden zum Tempel der Echos, welcher anscheinend irgendwo im Weltraum vor sich hineiert (bzw. vor einer hässlichen Glühbirnentapete mit gelben Pissschlieren eines nierenkranken Elefanten verziert). Dazu folgen noch ein paar LSD-verdächtige Waberaufnahmen von Urania. Zeus nimmt seine Krone ab und will damit... ja, irgendwas, allerdings zieht Glaukia in dem Moment ihr Schwert und hält es Urania an die Kehle. Glaukia ist nämlich schon lange tot, und die Trulla da ist eine Verräterin in Minos Auftrag. Der kommt dann auch ganz locker sich selbst feiernd in den Tempel gestiefelt. Verbockt hat den ganzen Scheiß der Dorftrottel Poseidon, der irgendwann vorhin am Strand dem Meer befahl der echten Glaukia das Leben zu entziehen. Ja ja doch, ist ja gut, bitte keine weiteren Ausführungen, sonst wird der Film noch länger, und das braucht wirklich keine Sau.

"Bla bla, laber laber... Die Zukunft gehört dem Chaos... Und der Wissenschaft." Ja wat jetzt, Minos? Schafft das Wissen nun Chaos? Was willst Du Pappkopp überhaupt? Und habt ihr alle vergessen, dass der Mond bald die Erde schreddert, und es dann nichts mehr gibt wo man Chaos und Wissenschaft verbreiten könnte? Oder hat das das Drehbuch inzwischen selbst vergessen? Worum geht es bei der ganze Scheiße da eigentlich? Und warum stehen die da auf ´nem runden Sofakissen-Schachbrett mit Loch inner Mitte rum? Und warum befielt Minos jetzt Glaukia sich selbst umzubringen, obwohl er seinen Plan noch gar nicht vollendet hat, und damit seine Bedrohung Urania bei Weigerung von Herkules ihn zu unterstützen wegfällt? Wo ist der Muskelprotz eigentlich hin, der wurde doch gerade eben nur einfach umgehauen? Und warum tu ich mir das seit fünf Stunden (!!!) an?!?!?! MAAAAMAAA!!!

Zeus nölt mit Dädalus herum, der ihn nicht so richtig ernst nimmt, aber ratzfatz abkackt als Zeus Vater Zeit beschwört und dieser (natürlich) als Zeichentrickmaske ins Bild geflogen kommt. Selbst Schuld, was verrät er auch den Chef.

Herkules ist wieder auf dem Schachbrett und bekommt von seiner Mama ein Spezialschild spendiert. Minos hat inzwischen Urania auf einer anderen Ramschkulissenebene irgendwo drangebunden und cruised nun als blauer Klecks zwischen den Planeten herum, bis er irgendwo im Weltall auf Herkules trifft. Sowas ohne lästige Kulissen zu drehen spart ja auch ´nen Haufen Geld, und im Weltall braucht man auch keine Logik... Wobei es die den ganzen Film über nicht gebraucht hat. Also kriegen wir mal wieder ganz viel grässliches Neongeflimmer in allen möglichen und unmöglichen Farben auf die Netzhaut gebrannt, inklusive Strichmännchen-Krieger, die Minos aus "reiner Energie" herbeizaubert. Zum Glück hat Herkules Mama noch ein Schwert in der Kimme stecken, welches genauso stark ist wie Minos Zauberkraft, und welches sie ihm dann zuwirft. Woraufhin Herkules sich selbst in ein leuchtendes Strichmännchen verwandelt, welches sich mit denen von Minos kloppen kann (und wenn man das nicht gesehen hat, glaubt man selbst nicht wie abgrundtief kacke der ganze Schrott aussieht).

Minos wird dann selbst zur Trickfigur, und als Herkules die besiegt zum... Dinosaurier...

Ich schwöre, ich hab seit Tagen kein Bier angerührt, Schnaps trinke ich nur einmal im Jahr (nicht heute) und illegale Drogen nehme ich eh nicht! Wirklich! Ich wünschte bei diesem Streifen, ich wäre dicht bis oben hin.

Weil so ein Dinosaurier ja auch einen passablen Gegner braucht wird Herkules dann halt zu King Kong. (Kein Kommentar...) Worauf Minos dann zur Schlange wird, welche dann Herkukong in die Weiten des Universums schleudert, wo diese dann explodiert oder so und dann als entsetzt guckende Trickvisage noch sechsmal unsere Augen beleidigt, bis dieser "Showdown" dann endlich ein Ende hat. Unerfahrene Scheißfilmgucker hängen jetzt wahrscheinlich eh nur noch "Aga aga aga" machend sabbernd und mit verdrehten Augen auf dem Sofa, und wer mit der Materie noch nie etwas zu tun hatte, hängt vielleicht gerade einen Teebeutel in die Kloschüssel und schaltet den Tauchsieder an. Aber... es ist noch nicht vorbei...

Urania lebt ja noch... Und sie beherbergt den letzten Donnerkeil, welchen Hera einst als fürsorgliche Mutter in ihr versteckt hat. "Ich habe dich geschaffen aus Licht, und dir Leben eingeatmet. Ich habe Dich mit Tugend und Schönheit ausgestattet, aber nur um zu verbergen was in dir ist." Dann sabbelt die noch irgendwelchen wirren Mist von wegen Zweifel ob Urania ihre Mutter jemals lieben könnte (du hast ihr ´ne tickende Zeitbombe verpasst, ihr ein Fickverbot eingepflanzt und nun muss sie mit vielleicht 25 schon wieder durch deine Hand sterben, wie sollte man so jemanden nicht lieben?! Selbst Schuld, wenn du jetzt Skrupel hast, du hättest den Blitz ja auch in irgendeinen Idioten einpflanzen können.

Na ja, nun ist Urania tot, das Königreich von Minion... äh Minos bricht mal wieder zusammen (man hatte ja noch Bilder aus dem ersten Teil) und der Mond... na ja, da kann man halt Herkules wachsen lassen um den aufzufangen, wie es Zeus gerade macht. Herkules fängt übrigens auch die Erde mit einer Hand auf, woraufhin die aufhört sich zu drehen, hat sich auf der blauen Murmel bestimmt lustig angefühlt. Natürlich braucht man dafür auch wieder neongrünes Geflimmer... Herkules schubst die Erde also in die eine Richtung und den Mond in die andere, woraufhin beide trotzdem in eine fliegen und wieder auf ihre ursprüngliche Umlaufbahn eiern. Zeus erklärt Urania dann noch schnell zur Muse, Herkules auch, und dann...

Ist es VORBEI! JAAAA! Ich hab gewonnen!

Weitere Ausführungen entfallen an dieser Stelle, schließlich hab ich hier schon gut 95% vom Drehbuch abgetippt, falls es eins gab.

Nur eine kleine Hintergrundlegende: Lou Ferrigno verlangte damals für einen kompletten neuen Film 500000 Dollar pro Drehwoche, für Nachdrehs zu bereits entstandenen Filmen aber nur 60000. Eigentlich wollte man mit ihm angeblich einen Nachdreh für irgendeinen Gladiatorstreifen abkurbeln, aber als er dann mal da war, hat man stattdessen irgendwelche Schnittreste des ersten Herkules aus der Mülltonne gekramt und ohne sein Wissen statt des Gladiatorenmumpitz einfach Material dazugedreht um einen zweiten Teil zusammenzukleistern, nur eben zu 20% seines normalen Gehalts. Irgendwie mag man nicht glauben, dass Ferrigno so dämlich war, zumal ja in dem Film dauernd sein Name genannt wird. Andererseits muss der die ganze Zeit total zugedröhnt gewesen sein um diese Gülle überhaupt spielen zu können ohne sich darüber totzulachen oder mit dem Kopf an die Wand zu hauen, also so ganz ausgeschlossen ist das nicht...

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Dilbert

Pils-Legende
"Titanic 2"

(Falls jemanden der Text teilweise bekannt vorkommt: Ich hab den vor 11 Jahren schon einmal kurz durch den Kakao gezogen... Nachdem ich mir das Ding jetzt quasi nachträglich zum 110-jährigen Jubiläum der echten Tragödie nochmal angeguckt hab, komme ich einfach nicht umhin den Krempel nochmal gründlich zu überarbeiten, weil in der alten Fassung nicht einmal die Hälfte des Schwachsinns drinstanden, der hier anzumerken gewesen wäre.)

Hossa! Da hat die Gurkenfilmfliessbandfabrik The Asylum aber mal wieder einen echten Kracher fabriziert

Aaaaalso: Den Anfang macht ein Surfer, der dabei ersäuft, dass er auf der Welle eines Gletscherabbruchs bei Grönland reitet, und dann draufgeht als nach seinem "Ritt" ein ungeplant größeres Stück abknackt und er die nachfolgende Flutwelle nicht mehr bewältigen kann. Wie der Typ da eigentlich wieder aus dem Wasser rauskommen wollte (und wie er überhaupt da hingekommen ist...) bleibt somit eine Frage, für die es keine Antwort mehr benötigt, ich kann mir aber trotzdem nicht vorstellen, dass der eine komplette Kletterausrüstung im Hintern stecken hatte, oder drauf gehofft hat dass ihn die Welle bis zum nächsten Strand trägt. So.

Ein Forschungsteam informiert über diese Ereignisse die Küstenwache, weshalb sich ein Typ mit einer grandiosen Grauhaar-Frisur und den fettesten Schläfenadern wo gibt (hat irgendwie was vonnem irren Wissenschaftler, ist aber wohl ein hohes Tier bei oben genanntem Verein) per Hubschrauber auffe Kufen macht um sich das ganze doch mal genauer anzusehen.

Szenenwechsel: Die Titanic 2 liegt im Hafen, und solange sie da liegt, sieht der Kahn sogar echt aus. Der Bauherr der Dose (Hayden) hatte früher eine Beziehung mit der Bordkrankenschwester Amy, ehe er durch eine Firmen-Erbschaft zu einem verzogenen Schnösel geworden ist. Deshalb lässt er sich zu der Jungfernfahrt, die genau 100 Jahre nach dem Unglück stattfindet, auch in Begleitung von drei bis fünf Schicksen mit dem Hubschrauber ankacheln, und die Luftaufnahme hat dann doch eher was vonner Fototapete. Amy ist dann auch noch die Tochter von dem Küstenwachenzausel, der absolut nicht möchte dass sie bei dieser Fahrt dabei ist, weil er nämmelich genau weiß, dass beim Bau gepfuscht wurde um den Eimer rechtzeitig fertigzukriegen. Also wenn da kein Drama ansteht hab ich in meinem ganzen Leben noch keinen Film gesehen...

Was schon bis jetzt ein paar Probleme aufwirft: Die Szenen die auf den Decks spielen, wurden auf der "Queen Mary 2" gedreht. So´n echtes Schiff ist als Kulisse ja keine schlechte Idee, aber nur dann wenn man nicht auf dem ersten Blick schon sieht, dass der Kasten -abgesehen von ein paar hohen Schornsteinen - schlichtweg keine große Ähnlichkeit mit der Titanic hat. Und außerdem halt nicht neu ist, weshalb man beim angeblich gerade fertiggestellten Luxuskübel dann doch überall deutliche Gebrauchsspuren im Anstrich inklusive kleinerer Roststellen sieht. Dann soll das ja eine Kiste für ein paar tausend Leute sein, aber bei Asylum herrscht seit jeher akuter Statistenmangel. Geschweige denn, dass man für die 50 Pappnasen, die da wohl auf dem Oberdeck der Ansprache von Hayden zur Jungfernfahrt lauschen und die Belegung der Luxusklasse imitieren sollen, eine passende Garderobe hätte auftreiben können.

Dummerweise hat The Asylum auch noch nie die Patte für ´nen vernünftigen Computer gehabt (oder einen der mit dem Ding sich bewegende Objekte fabrizieren kann, die nicht aussehen als hätte jemand sie ursprünglich für ein Gameboy-Spiel programmiert). Da so´n Katastrophenfilm mit ´nem absaufenden Schiff aber irgendwie keinen Sinn macht, wenn dat Dingens nicht auch mal aus´m Hafen schippert, haben sie es trotzdem versucht. Abgesehen davon, dass die Grafik kaum Playstation 2-Niveau hat, beschleunigt das angeblich etliche tausend Tonnen schwere Schiff dann auch als wenn man bei ´ner Modelleisenbahn den Trafo schnell aufdreht. Meine Fresse, sieht das scheiße aus...

Während Hayden (unglaublich mies gespielt von Shane van Dyke, der gleichzeitig Regie führte und als Produzent fungierte, und optisch wie ´ne Mischung aus Emilio Estevez und Christopher Walken daherkommt) es sich auf seiner Errungenschaft gut gehen lässt, ist Papa vonner Küstenwache auf´m Gletscher angekommen, der dann auch haustunichgesehen den großen Knirsch macht und neben der Absonderung von ein paar Eisbrocken auch gleich ´nen Wissenschaftler in einer "ich bin ein billiger Computertrick" schreienden Gletscherspalte zerbröselt, während sich seine Kollegin mit Paps per Hubschrauber retten. Dadurch wird ein Tsunami ausgelöst, und nu ist aber mal ganz kräftig Malheur. Der treibt nämlich mit rasender Geschwindigkeit die Tags zuvor abgekrumpelten Eisbrocken genau in die Richtung der Titanic 2. Dort reagiert man nach einer Weile auf die Warnungen der Küstenwache, gibt Alarm (also eine völlig überforderte Else macht in dem fast kahlen "Ballsaal" des Luxuseimers, der eher aussieht als hätte einer eine Kellerkantine etwas umdekoriert, eine schwarzes "Titanic 2"-Schild an die Wand gedübelt und mit einer Minibühne versehen, eine dahingestammelte Ansage, und alle 25 Partygäste tun so als wären sie furchtbar aufgeregt, labern das Mädel pausenlos voll, aber keiner tut was sie sagt) und macht die Wende. Schnösel lässt den Kahn sogar auf 50 Knoten (!) beschleunigen, trotz des eindringlichen Gemeckers des Kapitäns, dass die Maschinen ja noch ganz neu seien.

Jeder weiß, was jetzt passiert: Pfusch am Bau + ungehörte Warnungen = Motorschaden. Die Krönung dabei: Sobald die Maschine (eine von dreien, aber die Gurke stoppt trotzdem) ausfällt legt der Kasten eine Vollbremsung hin. Von 50 Knoten (immerhin über 90 km/h) auf 0 in drei Sekunden. Zum Glück war kein Geld für Porzellan da, das wäre danach bestimmt im Eimer gewesen. Als die Passagiere gebeten werden sich doch bitte zu den unteren Decks zu begeben, und die Schwimmwesten anzulegen, bricht die obligatorische Asylum-Panik schon aus, bevor da überhaupt ein Tropfen ungewolltes Wasser im Blech ist, inklusive der nimmermüden Idioten, die ständig über die oberste Treppenstufe fallen und sich dann gepflegt auffe Schnauze legen. Und einer Trulla, die während der Räumung des "Ballsaals" mit als erste aus der Tür rausrennt, dann offenbar zur nächsten wieder reinläuft und sich dann nochmal zur Flucht hinten anstellt damit sie nochmal rausrennen kann. Sowas kann man ja bei Statistenmangel mal machen, aber dafür sollte man dann nicht die Frau mit der auffälligsten Sturmfrisur und dem knallroten Glitzerkleid nehmen...

Tja, nachdem einer der Killereisberge ein U-Boot (ein Asylum-Film ohne versenkte U-Boote passt wohl nicht ins Firmenkonzept) zerbolzt hat, rast er jetzt also mit Karacho auf die Titanic 2 zu. Als die Brückenbesatzung und Hayden das sehen (und ich will ja nicht klugscheißen, aber einmal hätte der schon lange vorher auf dem Radar sein müssen, zweitens hat Amys Papa euch gewarnt und drittens hättet ihr das Ding vielleicht lange vorher gesehen, wenn ihr die Fenster der Brücke nicht mit Holzlamellenverkleidungen dichtgenagelt hättet!!!) fällt Hayden ein, dass ja doch noch zwei Motoren funktionieren, weshalb er wieder Gas geben lässt, leider zu spät (also so schnell wie der Kasten vorhin von der Anlegestelle losgerast ist, hätte er das eigentlich schaffen müssen...)

Wobei... laut Amys Vater waren die Eisberge ein paar hundert Meilen schnell... Was das folgende noch bekloppter macht....

Der Eisberg brettert also der Titanic 2 in die Seite und ramponiert diese laut Aussage der Besatzung völlig. Und weil man kein Geld hat, um auch noch ein beschädigtes Schiff am Computer entstehen zu lassen, wird vom riesigen Schaden dann eben im Rest des Films nichts mehr gezeigt... (Und wenn so ein weit über zehntausend Tonnen schwerer Eisberg mit ein paar hundert Meilen pro Stunde in den Kahn ballert, wäre der normalerweise denke ich mal ratzfatz halbiert...) Die Passagiere sollen nun in Sicherheit gebracht werden. Leider sind auf der einen Seite wirklich alle Rettungsboote kaputt (diese sind im Bauch des Schiffs in den unteren Decks verstaut... Untere Decks.... "Chef, wo sollen wir die Rettungsboote hinbauen? - In die unteren Decks knapp über der Wasserlinie, und im Notfall lassen wir die dann durch eine ausfahrbare Rampe in der Bordwand zu Wasser, das sieht cool aus! - Ja, aber... saufen die unteren Decks nicht im Notfall als erstes ab? - Schnauze!" Noch idiotischer: Es gibt auf den Oberdecks Rettungsboote. Aber als ein Besatzungsmitglied nach denen fragt, antwortet Hayden, dass die nicht einmal schwimmfähig und nur Dekoration wären.

Also jetzt mal ehrlich: Hat der die Dinger aus den paar hundert Bierdosen zusammenlöten lassen, die er anscheinend ausgesoffen hat als er den Bauplan für das Ding entwarf?! Oder hat der Vollidiot heile Boote gekauft, und da dann Löcher reinbohren lassen? Als ein anderes Besatzungsmitglied ihn auf die wasserdichten Schotten hinweist, die ja verhindern sollen, dass die Kiste überhaupt absäuft, antwortet er dann, dass man bei der Planung nur an einen Frontalzusammenstoß gedacht hat, nicht an einen von der Seite. Was zwei weitere Fragen aufwirft: 1. Weshalb ist die Titanic damals nochmal untergegangen? Und 2.: Wie zum Geier hat es dieser Schrotthaufen auch nur durch eine einzige Sicherheitskontrolle geschafft?! Allein schon beim ersten Entwurf hätten da doch sämtliche Kontrolleure sich den Bauplan angucken und vor Haydens Augen zerreißen müssen, nachdem sie den Amtsarzt angerufen haben um ihn inne Klapse einzuweisen, bei dem Vorhaben mit sowas überhaupt auf Atlantikfahrt zu gehen.

Nun denn, die Passagiere strömen zu den (zugegebenermaßen bei aller Idiotie optisch gelungenen) Rettungsbooten, die schon fast wie Mini-U-Boote aussehen. Einer davon haut Hayden dabei kräftig was vor die Fresse und brüllt "Das ist alles ihre Schuld!", und wer wäre ich angesichts dieses Schiffbaudesasters ihm zu widersprechen? Amy fällt auf dass ihre Kollegin und beste Freundin Kelly fehlt, weshalb sie sich mit Hayden auf den Weg zur Krankenstation macht. Dabei müssen sie durch einen Teil der Schiffsinnereien...


Neueste Erfindung: Schiffsinnenbauten aus Stahlbeton! Sparen sie sich doch einfach lästiges Ballastwasser zur Stabilisierung, wenn sie ein Treppenhaus aus einem Parkdeck 1:1 inklusive Material in ihren Kahn übertragen, kommt das Gewicht von ganz allein... (und ja, das haben die so gedreht, inklusive anschließendem Gang durch irgendeinen Keller des örtlichen Wasserwerks oder sowas...). Ob es nun so komplett schlau ist die Krankenstation irgendwo möglichst weit unten im Schiff zu installieren weiß ich natürlich nicht, ist bei der Bude aber auch egal. Die Krankenstation dieses Luxuskutters für ein paar tausend Leute ist nämlich ungefähr so groß wie mein mickriges Schlafzimmer. Kelly liegt da dann jammernd unter einem umgefallenen Aktenschrank oder sowas und hat diverse Schnittwunden, eine wohl ganz dolle schlimme (die wir nicht zu sehen kriegen) am Hals. Unter normalen Umständen sollte jetzt in einem von den Apothekenschränken da sowas wie Verbandszeug sein... Aber wir sind hier bei Asylum. So. Statt also wie es sich gehört da ein paar Kompressen draufzupappen, muss Amy Hayden nach einer Kreditkarte fragen (gut, davon sollte der mehr als genug haben). Damit deckt sie die "Blutung" ab und lässt den Pfusch anschließend von Hayden mit Klebeband fixieren. Als Kelly eine Minute später mit den beiden die Flucht aus dem Blechsarg antritt, sieht man dann schon deutlich, dass das Klebeband an einer Stelle nur noch lose herunterbaumelt (hält wohl nicht auf Theaterblut), aber das sind dann halt die Wunderheilungen, die ab und zu passieren... (Die Magie des Geldes, hahahaaa...)


Unterdessen erhält Paps im Hubschrauber schlechte Nachrichten: Vom Gletscher ist ein noch viiiiel größeres Stück abgebrochen, und die Flutwelle rast nun auf das angeknockte Schiff zu. Er will noch die Jungs auf der Brücke warnen, dass keiner in die Rettungsboote soll (sind ja nun leider schon mehr oder weniger alle drin und zu Wasser gelassen...), weil die kleinen Dinger die anstehende Welle niemals überleben werden. Tja, zu spät. Da kann auch das hinzugeeilte Besatzungsmitglied nichts mehr ändern, welches gerade an einer Fensterfront vorbeigerannt ist...

Die Queen Mary lag bei den Dreharbeiten ja im Hafen. Und wenn man im Hafen einer Großstadt bei Nacht dreht, was sieht man da dann wohl? Genau, Lichter! Man guckt aus dem Fenster und sieht die beleuchtete Skyline von New York. Was ja nicht so schlimm wäre, wenn sich das ganze Spektakel nicht mitten auf dem Atlantik abspielen würde... Im Jahr 2011 hieß es wohl mal wieder: Wir sind Asylum, uns ist alles egal! Haben wir eigentlich schonmal einen Film mit ein paar Tornados voller Haie gedreht...?

Die Verbindung bricht dann ab, weil der Maschinenraum der Titanic 2 in die Luft fliegt, was die Stabilität des Kahns aber was die Sinkgeschwindigkeit angeht irgendwie nicht großartig beeinflusst. Wir sind Asylum...

Leider geht bei Papas Helikopter dann auch noch so langsam der Sprit aus. Zum Glück ist eine Tankmaschine schon unterwegs. Die nahende Killerwelle allerdings auch...


Frage: Wenn ich weiß, dass da eine 50 Meter hohe Flutwelle im Anmarsch ist und ich will meinen Hubschrauber in der Luft betanken lassen... Warum flieg ich dann nicht einfach mindestens 51 Meter hoch?! Oder gleich 200, um ganz sicher zu sein? Stattdessen wird der Tankvorgang nach einer Minute notgedrungen abgebrochen, und weil die Typen im Tankflugzeug auch noch zu dämlich sind ihre Mühle danach hochzuziehen, explodiert diese dann halt. Warum? Der Flieger ist nass geworden. Und dann explodieren die doch immer... oder... oder...?

Erste Sicherheitsregel in jedem Katastrophenfall: Bei Gefahr niemals die Fahrstühle benutzen. Wo gehen Hayden, Amy und Kelly rein? Genau! Abgesehen davon, dass man deutlich sieht dass der Fahrstuhl von außen zu irgendeinem Krankenhaus, und nicht zu einem Schiff gehört, fahren sie damit jetzt noch weiter runter. Äääh... Also die sind vorhin schon im Treppenhaus ein paar Stockwerke nach unten gelaufen, wenn die jetzt noch weiter runtergurken müssten sie bald den Schiffsboden durchbrechen. Abgesehen davon, dass der Kahn inzwischen so weit unten im Wasser liegt, dass da inzwischen fast alles abgesoffen sein müsste... Weil Dummheit bestraft wird geht der Fahrstul dann kaputt, und die drei Dödel stecken gepflegt fest. Zum Glück kann Amy Papa anrufen, der ihnen sagt, dass sie sich zur Tauchbasis begeben sollen. Hayden bahnt sich und den Mädels mit der Feuerwehraxt (ich hab irgendwie noch nie einen Aufzug mit einer Feuerwehraxt im Glaskasten drin gesehen, aber ab und zu hat man halt Glück oder ein beknacktes Drehbuch...) aus dem Lift raus. Dummerweise klemmt die nächste Sicherheitstür schon wieder, und als die sehr schlanke Kelly versucht sich durch den Spalt zu zwängen, wird sie von dieser zerquetscht (ich frag mich ja, wo die hängengeblieben sein will. Der Kopp war durch, die Hupen waren durch, und so ´ne breite Kiste hatte die echt nicht, aber egal...). Amy heult verständlicherweise rum, aber "Wenn wir jetzt nicht weitergehen war ihr Tod ganz umsonst..." Und damit er dann wirklich völlig sinnlos war, passen der größere Hayden und Amy problemlos durch die Lücke, in der Kelly gerade verreckt ist.


Titanic 2 Filmfehler, Teil soweitkannkeinerzählen... Amy uns Hayden müssen durch einen (Beton-) Gang. Aus der Decke baumeln abgerissene Kabel die am Ende vor sich hinbrittzeln und der Boden ist nass. Das Schiff liegt inzwischen ziemlich schief im Wasser... Was würde nun passieren?

1. Das Wasser auf dem Boden läuft nach unten weg, oder 2. Die Pfützen bleiben einfach stehen da wo sie sind?


Hmm.... Asylum!

Also versuchen sich Hayden und Amy über ein Rohr an der Decke über die Pfütze (da hätte man mit ein bisschen Anlauf auch einfach drüberspringen können, aber sicher ist sicher....) rüberzuhangeln. Für Hayden kein Problem, Amy hingegen verlassen die Kräfte, weshalb Hayden sich zurückhangelt um sie "zu holen"... Was dann so aussieht dass er einmal ganz kurz ihren Arm anfasst und hochhebt, wonach sie wie von Zauberhand weitermachen kann.

Beide haben dann endlich die Tauchbasis erreicht (und noch einem Typen hinter einer verzogenen Stahltür dramatisch beim ersticken zuhören müssen), da stellen sie fest, dass nur noch eine Ausrüstung übrig ist. "Da hatten wohl andere die gleiche Idee" sinniert Hayden... Nein, ich glaube nicht, dass jemand im Panikmodus auf einem sinkenden Schiff auf die Idee kommt sich durch die wirren Katakomben des Kahns zu kämpfen um eine Tauchbasis zu suchen von der er / sie wahrscheinlich gar nicht weiß wo die ist, mit der ziemlichen Gewissheit dass mir das Wasser den Rückweg abschneiden könnte... Du hast mal wieder gespart und nur eine Ausrüstung anschaffen lassen, du Dödel! Immerhin überlässt er die heldenhaft Amy (nachdem beide warum auch immer in den Schrank gekrochen sind in dem der Kram ist und die Türen zugemacht haben) was die nicht so gut findet, aber er meint, der Sauerstoff würde nur einen von beiden reichen (was sind das denn für Sauerstoffbuddeln, wenn die schon fast leer sind bevor man den Kopf überhaupt unter Wasser getunkt hat?!). Auch den Taucheranzug will er nicht haben. "Du wirst erfrieren!" - "Keine Chance. Vorher ertrinke ich." Man with a plan....

Amy hat sich gerade in die Klamotten gequetscht, als die Welle das Schiff trifft und zum kentern bringt. Jetzt müssten die beiden ja eigentlich auf dem Kopf stehen, aber... Asylum... Mit dem letzten Liter Sprit ist auch der Hubschrauber mit Papa, der Wissenschaftlerin vom Filmbeginn und dem dämlichsten Piloten der Welt angekommen. Papa hopst im Taucheranzug in die Fluten als der Kahn gerade komplett absäuft, die Trulla schmeißt ´ne Rettungsinsel raus und sich selbst hinterher, und der Pilot stirbt den Heldentod weil er zwar noch locker ´ne halbe Minute Zeit gehabt hätte aus der Schraddelkiste auszusteigen bevor sie abschmiert, sich aber lieber am Steuerknüppel festhält.


Hmm... wie schnell sinkt eigentlich so ein 50.000 Tonnen-Schiff? Und wie schnell kann ein Mensch ohne Hilfsmittel tauchen? Und warum ist das Asylum alles mal wieder furzegal? Jedenfalls taucht Papa schneller als der Kahn absäuft, schafft es sich durch die verschachtelten Gänge zu kämpfen und Amy aus dem zudem auch noch eingeklemmten Wandschrank zu befreien, dann mit ihr und Hayden unter´m Arm wieder aus dem Kahn rauszuspaddeln (die müssten inzwischen über hundert Meter unter Wasser sein, aber egaaaaal....), ohne irgendwelche Schäden durch den nicht vorhandenen Druckausgleich an die Oberfläche zu kommen und Hayden dann auch noch in die Rettungsinsel zu verfrachten.


Also ich weiß nicht, wo Amy ihren Erste-Hilfe-Kurs gemacht hat. Ich mach die seit 22 Jahren alle 2 Jahre, und so stümperhaft wie die da die Reanimation versucht, hab ich es noch nie gesehen... Krankenschwester, soso... Ist ja auch egal, für Hayden gibt es kein Happy End.

Wäre ja auch noch schöner gewesen. Der Typ baut den wirklich und wahrhaftig miesesten Seelenverkäufer aller Zeiten mit der idiotischten Ausrüstung aller Zeiten, stellt da die dümmste Besatzung aller Zeiten drauf (außer totalen Vollidioten hat wahrscheinlich niemand freiwillig auf der Schrottwanne angeheuert), und dann überleben genau acht Leute die vorprogrammierte Katastrophe (ein paar Passagiere hat er mit seinem Privatheli nach der Kollision in Sicherheit bringen lassen, wobei ich mich frage wie das Ding bei dem Einschlag überhaupt auf seinem Platz bleiben konnte) und der Hauptschuldige am Verlust von ein paar hundert Menschenleben wird am Ende wiederbelebt? Nee, Strafe muss sein...


Was bleibt sonst noch zu erwähnen... Einmal der Admiral, der versucht von Land aus die Rettungsmaßnahmen zu koordinieren, und der entweder Bammel vor´m Zahnarzt hat oder als einziger US-Admiral überhaupt nicht genug Kohle für ´ne brauchbare Gebisssanierung verdient. In seiner Vorderkauleiste fehlt jedenfalls so einiges, ob man so einen bei der Navi / Küstenwache ernsthaft an oberster Stelle rumhampeln lassen würde... Ich hab so meine Zweifel.

Ach ja, und die Titanic 2 kann nicht nur ihre Form verändern (im Hafen Queen Mary 2, auf dem Ozean der Original-Titanic auf Amiga-Niveau nicht unähnlich...), sondern hat auch eine Farbwechselautomatik bei den Schornsteinen. Die wechseln ganz gerne mal die Farbe von rot zu gelb und wieder zurück... Dann liegt der Blechkübel schon kurz nach der Kollision vorne ziemlich tief im Wasser, säuft dann aber trotz Maschinenexplosion mit entsprechendem Leerdammer-Effekt auf den Kutter bis die zweite Flutwelle kommt irgendwie nicht weiter ab. Entweder waren die Schotten doch nicht so scheiße wie von Hayden vermutet, oder es ist einfach mal wieder ein Asylum-Ding... Ich tippe auf letzteres. Große Action von wegen Wassereinbrüchen im Schiff sucht man dann auch bis zum Schluss vergebens. Am Ende in der Tauchbasis läuft diese langsam voll (deshalb heißt sie wahrscheinlich Tauchbasis, Muhaha...), ansonsten hat das eher was vonner verkalkten Dusche inner Turnhalle, was da ab und zu von der Decke pieselt.

Die Schauspieler lohnen sich nicht großartig erwähnt zu werden. Amy besitzt sowas wie eine Mimik irgendwie gar nicht, und Kelly hat man vergessen sobald sie in der Tür abnibbelt. Beide machen ins keinster Weise irgendwelchen Eindruck. Ach doch, Papa Schläfenader (dem hamse doch Strohhalme unter der Haut verlegt...) wird verkörpert von Mr. Bruce "Ich dreh alles" Davison, der es immerhin bis in die X-Men-Reihe geschafft hat, und 1990 einen Oscar als "Bester Nebendarsteller" für "Freundschaft für´s Leben" einheimsen konnte.

Fazit: Titanic 2 ist ein Fest für Filmfehlerfanatiker. Die werden wahrscheinlich noch viel mehr davon finden als ich. Zum Glück ist er nicht lang genug um wirklich langweilig zu werden. Die Katastrophe nimmt relativ schnell ihren Anfang (also die Schiffskatastrophe, die cineastische beginnt schon mit dem Vorspann), und danach befindet man sich mal wieder in Asylum-Absurdistan. Ich hab von der Fiaskofirma jedenfalls schon um einiges langweiligeren Schrott gesehen.
 

Dilbert

Pils-Legende
"Vier Fäuste und ein heißer Ofen"

Irgendwo in Amerika, kurz vor dem Ende des Bürgerkriegs. Die beiden Gauner Butch (hätte gern das Charisma und Talent von Bud Spencer: Paul L. Smith) und Toby (wäre gern so cool und lustig wie Terence Hill: Antonio Contafora, aka. Michael Coby) sind auf der Flucht vor wem auch immer, und landen dabei versehentlich in einer Geisterstadt. Weil es dort nichts zu beißen oder klauen gibt, machen beide erstmal ein Nickerchen, werden dann aber von lautem Krawall geweckt, welcher auch ihre Pferde verscheucht: Die Armee hat das elende Kaff als Testgebiet für ihr neuestes Spielzeug auserkoren - Ein Motorrad mit Beiwagen und darauf angebautem Maschinengewehr.

Der Armeefuzzi und sein Spießgeselle brettern also mit der Kiste eine Weile im Kreis und ballern dabei durch die Gegend, was normalerweise dazu führen würde, dass sie ihre völlig ohne Deckung zuschauenden Kameraden durchsieben. Aber in dem Film hier spielt so ungefähr nichts was Qualität, Logik und Talent angeht wirklich eine Rolle, weshalb der Ballermann zwar die eine oder andere Hauswand durchlöchert, aber trotz Dauerfeuer keiner der anwesenden Menschen einen Kratzer abbekommt.

Unter denen befinden sich unbemerkt auch die Bandenanführer Ward und El Surprimo, welche beide verständlicherweise scharf auf die Krawallkiste sind. Selbige reißen sich aber Butch und Toby unter den Nagel, und weil keiner von denen weiß wie man das Ding genau fährt geschweige denn wo die Bremse ist, brettern sie mit dem Klapperkasten in die nächstgelegene Stadt, wo sie einiges an Chaos und Verwüstung verursachen. Danach gibt es noch eine ganz dolle lustige Schlägerei in der Konditorei mit angeschlossenem Sargtischlerbetrieb (irgendwas sagt mir dass ich dort keine Torten kaufen würde...), wobei dann auch so einiges zu Bruch geht. Obwohl Butch und Toby die (wirklich schrecklich lahmarschig choreografierte) Hauerei deutlichst für sich entscheiden, werden sie dann trotzdem vom dusseligen Sheriff und seinem noch dusseligeren Hilfskasper gefangen genommen und zur Zwangsarbeit verdonnert, damit sie den Schaden abarbeiten können.

Und nein, ich weiß nicht, warum die das machen, das Gesetz interessierte die vorher ja auch ´nen feuchten Kehricht.

Während Toby dem Sargtischler zur Hand geht, muss Butch bei der gruseligen Konditorin buckeln, obwohl er vom Backhandwerk so ungefähr gar keine Ahnung hat. Die Konditorin (die Schauspielerin hatte wirklich keinerlei Talent und versuchte das dann durch Overacting auszugleichen, was ihr nicht vorhandenes Talent dann noch schlimmer hervortreten ließ... Die würde man hier aus jeder Laienspielgruppe hochkant rausschmeißen...) hatte sich zu seinem Pech bei der Schlägerei in Butch verknallt, suchte sie doch schon lange nach einem starken Mann an ihrer Seite. Ihre in jeder Hinsicht scheußlichen Anmachversuche prallen am genervten Butch entsprechend ab. Da trifft es sich doch gut, dass Ward und Surprimo bei ihrer Suche nach unseren "Helden" erfolgreich sind, und beide ohne dass sein Konkurrent was davon weiß jeweils einen davon anspricht, damit der ihm das Motorrad verkauft. Was dann beide auch machen, womit sie dann genug Geld haben, um ihre Schulden zu bezahlen. Dass der Sargtischler bei den "Verhandlungen" dann kurzzeitig in einen seiner eigenen Särge klettern muss soll wohl witzig sein, aber da weder die Schauspieler noch die Synchro irgendeine Art von funktionierendem Witz haben, geht auch dieser Gag krachend ins Beinkleid. Die gruselige Konditorin ist natürlich alles andere als erfreut als Butch bei ihr seine Schulden zahlt und dann kündigt, weshalb sie ihm hinterherjammert und ihm die Ehe anbietet und wasweißichnichtwasfür´nScheiß. Sowas kann man zumindest mit der Synchro etwas wieder rausholen (z.B. Oberst Klink als Objekt der unerwiderten Begierde von Gertrude Linkmeyer in "Ein Käfig voller Helden"), aber die ist wie schon geschrieben auch ein einziger Rohrkrepierer.

Dummerweise hat die Armee das Gefährt der Begierde schon lange wieder eingesackt, weshalb jetzt zwei Gangsterbosse im Saloon auf die bestellte und bezahlte Kalesche warten. Damit das ganze so halbwegs nach "Vier Fäuste für ein Haleluja" aussieht haben sich Butch und Toby vom Restgeld ein paar feine Klamotten gekauft, mit denen sie jetzt im Saloon auftauchen und Toby (ich weiß nicht ob der zu scheiße für Kartentricks ist) seine Geschicklichkeit am Billardtisch beweist. Dieses "Duell" mit einem der Gangsterhandlanger macht dann mal überhaupt keinen Sinn, aber man haut damit Zeit tot, und um nichts anderes ging es bei dem mies getricksten Kugelquark dann wohl auch. Als dann einer sagt dass das Spiel jetzt vorbei sei halten sich nach und nach alle Gangsterbandenmitglieder abwechselnd gegenseitig irgendeinen Schießprügel irgendwohin, was dann wohl auch wieder lustig sein soll, es aber nicht ist. Dann rückt auch noch die Armee an um Toby und Butch wegen des Diebstahls zu verhaften, was in der nächsten öden Schlägerei gipfelt.

Zu den Schlägereien: Bud Spencer war gerade in den alten Western einmal noch nicht so voluminös wie in späteren Filmen, und zweitens hatte er als Leistungssportler auch in seiner beleibteren Variante eine gewisse Agilität in seinen Aktionen und war durchaus in der Lage sich trotz seiner Rolle als Kraftmeier schnell zu bewegen. Paul L. Smith... hat nichts davon. Er steht meistens da wie eine Salzsäule, kriegt nacheinander fünf oder sechs Flaschen auf den Kopf geschlagen (ohne dass es ihn juckt, stattdessen haut er dem Angreifer nach jeder Buddel eine runter), ebenso verhält es sich mit anderen Gegenständen. Seine Actionsequenzen sind monoton, und im Gegensatz zu Spencer kriegt der Typ auch keine genervt-gelangweilten Grimassen hin (stattdessen sieht es ab und zu so aus als hätte er Wimperntusche benutzt, fragt mich nicht warum). Der Typ kann schlichtweg gar nichts. Michael Coby ist als Hill-Ersatz genau so eine Niete. Hill baute in seine Hauereien gerne akrobatische Elemente ein oder vermöbelte die Gegner listig mit dem was gerade so zur Hand war. Die Pfeife hier jongliert schlecht getrickst mit Eiern und verpasst in kurzen Kunstpausen seinem gegenüber eine Backpfeife (soll wohl wieder eine Huldigung an "Vier Fäuste für ein Haleluja" sein). Und das nicht wie Hill irgendwie drei- oder viermal, sondern gefühlt in Endlosschleife, bis man vor Langeweile fast einpennt. Außerdem... Hill war einfach cool... Coby hat das Charisma eines Olaf Scholz.

Nachdem der Saloon mehr oder weniger geschrottet ist, rückt die restliche Armee an und kann Toby gefangennehmen. Butch versteckt sich im Wald und wartet auf die Kutsche mit dem nächstbesten General, der rein zufällig auch etwas fülliger ist und ´nen Vollbart hat (solche Zufälle können nur in Drehbüchern zu miesen Komödien stehen...), weshalb Butch die Kutsche anhält und dem General die Klamotten sowie sein Gefährt und den Kutscher klaut (warum der Idiot später im Lager nichts sagt... ach, was weiß ich...). Damit kommt er ins Armeelager und hält den dortigen Kommandeur zum Narren (und dass Butch dabei alle paar Sekunden eine Kniebeuge machen muss weil die Hose nicht richtig sitzt soll wohl auch lustig sein...). Der Kommandeur will dem General dann natürlich auch die große Errungenschaft des MG-Mopeds vorführen, leider ist aber die Verkleidung vom Beiwagen zu Bruch gegangen. Butch ist das egal, er setzt den Typen auf das leere Gestell und sich auf den Sattel und brettert dann möglichst "lustig" durch das Lager (also er fährt alle Zelte kaputt und die Soldeppen.. ääh -daten müssen ganz oft ganz witzig in Deckung springen, um nicht über den Haufen gefahren zu werden. Im Zelt in dem Toby sitzt tauscht dieser dann mit dem Kommandanten die Klamotten, ein Badezuber wird als Beiwagenaufbau geklaut und dann machen sich die beiden auf die Flucht, gerade rechtzeitig als der richtige General in langer Unterwäsche angeschissen kommt. Die Armeefuzzis satteln also die Pferde und machen sich auf zur Verfolgung.

Nun hätten Butch und Toby natürlich quasi überall hin abhauen können... Aber weil das hier ein beschissener Film mit beschissenen Gags ist, fand man es in der Produktionsabteilung dann viel witziger, die beiden nochmal durch die Stadt brettern zu lassen, weshalb sie dann nicht nur die Armee, sondern auch beide Gangsterbanden, den dämlichen Sherriff mit seinem Idiotenhelfer und obendrauf noch die unlustige Konditorentrulla im Liebeswahn auf den Fersen haben. Rein zufällig lagen in der Badewanne noch ein paar Ladungen Dynamit, welche Butch jetzt nach und nach aus der Karre wirft. Dass die immer fünf Meter hinter dem Krad schon explodieren, ihre Verfolger aber weit mehr als 30 Meter hinter ihnen sind... Da könnte einem ja der Gedanke kommen dass das einfach nur unnötiger Schwachsinn ist, aber Butch ist so blöd wie langweilig. Das Maschinengewehr liegt da auch drin (baden muss da wirklich ein gefährliches Hobby gewesen sein...), ist aber nur mit Platzpatronen geladen, was dem Idioten Butch aber natürlich erst auffällt nachdem er gut 100 Schuss abgegeben hat ohne jemanden zu treffen... Da die Verfolger aber auch zu doof sind selbst mal zu schießen, kacheln unsere Superkomiker dann über eine Klippe und werden von allen für tot gehalten... Was noch zu kleineren Traueransprachen führt wie "Sie waren trotzdem Helden." Äh, warum?!

Natürlich sind die gar nicht tot, stattdessen ist die Badewanne (stabiles Ding, irgendwie... ein Holzzuber, der mit zwei Deppen drin 50 Meter ´nen steilen Abhang runterballert ohne zu zersplittern oder zumindest undicht zu werden...) jetzt zum Fluchtboot umfunktioniert. Und weil so ein Film ja nicht ohne Schlussgag (Muhaha...) funktioniert (mit aber auch nicht...), meint Toby dann schon das Rauschen des Meeres zu hören, welches dann aber ein Wasserfall ist. Woraufhin Butch nochmal laut fluchen darf, das Bild anhält und der Zuschauer erlöst wird.

Ich hab mich Jahrzehnte lang davor gesträubt mir eine dieser Spencer / Hill-Kopien anzugucken. Dann stolperte ich über die Kritiken zu "Trinity und Bambino - Sie können es nicht lassen", welcher eine Fortsetzung zu "Vier Fäuste für ein Haleluja" sein soll (die anders aussehenden Schauspieler erklärte man damit dass das die Söhne von den alten Figuren sein sollten), welcher ganz akzeptable Noten kassierte. Leider fand ich den Streifen nur auf Englisch (es gibt ihn mit deutscher Synchro auf Sky, aber wir haben kein Cinema-Paket), und da viel vom Witz der alten Filme ja auch durch die deutsche Synchro reinkam, hab ich den nach ein paar Minuten dann ausgeschaltet, und bin schließlich bei dem Ding hier gelandet. (Der oben genannte Film hat mit der Reihe der dreisten Kopierwichtel hier übrigens absolut nichts zu tun, wurde vom Produzenten der alten Originalfilme verzapft und hat auch andere Hauptdarsteller.)

Was soll man zu dem Schrott noch sagen... Auch bei den Originalen waren die Tricks oft nicht sooo überzeugend (gerade im Zeitraffer), aber trotzdem nicht so schlecht wie hier. Bei den Originalfilmen war man traurig wenn eine Schlägerei vorbei war, hier sehnt man sich eher nach dem Ende. Wo man beim Original oft herzhaft lachen konnte (was auch am Talent der Nebendarsteller und Stuntmen lag die Treffer lustig zu verkaufen), sucht man hier Typen wie z.B. den grandiosen Riccardo Pizzuti vergeblich. So ´ne gepflegte Nackenschelle mit anschließendem Überschlag war bei der total töricht trümmernden Trantüten-Truppe hier einfach nicht drin. Alles ist fürchterlich hölzern und wiederholt sich ständig, sei es die oben beschriebene Geschichte mit den Flaschen, oder dass ein Typ ständig Eier ins Gesicht geschmissen bekommt, oder der unlustige Comedy-Colonel des Lagers, der bei der Saloonschlägerei verpeilt auf einem Holzfass sitzt und das für ein Pferd hält, nachdem er was vor die Glocke bekommen hat... Die ganze Prügel-Action ist so statisch und unkreativ wie das durchschnittliche Angriffsspiel von Borussia Mönchengladbach die meiste Zeit in dieser fürchterlichen Saison. Auch die Szenen mit dem Motorrad ziehen sich eine gefühlte Ewigkeit dahin, ohne dass sie oft nur im geringsten lustig wären oder Sinn machen würden. Dazu fehlen der Wortwitz (obwohl man für die Spencer-Kopie immerhin einen von seinen Standardsprechern, Wolfgang Hess gewinnen konnte) und die Situationskomik.

Irgendwie hab ich gerade die Kritik von "Ape vs. Monster" im Kopf. "Der Film ist wie Godzilla vs. Kong - Nur halt in scheiße." Und das hier ist eben wie Spencer / Hill, nur halt in total scheiße.

Lieber Olli, lieber Peter, meine Ramschfilm-Wunschliste für SchleFaZ-Verarbeitungen ist ja schon ziemlich lang... Aber jetzt ist noch einer mehr drauf.
 

Dilbert

Pils-Legende
"Aladin"

Endlich mal ein Film, bei dem ich mich nicht über schlechte Schauspieler aufregen muss, weil es ein Animationsfilm ist... bzw. sein soll.

Im Jahr 1992 brachte Disney einen Film mit Namen Aladdin raus, der (wie immer als "Meisterwerk" angekündigt) ein großer Erfolg wurde. Da es The Asylum noch nicht gab, machte sich die kurz vorher gegründete Trickfilmschmiede "Dingo Pictures" (damals noch unter "Media Concept" unterwegs) daran, an dem Kuchen doch die eine oder andere Kopeke mitzuverdienen, und wurstete in der Hoffnung, dass ein gehetztes Elternteil im VHS-Regal vielleicht nicht sooo genau hinguckt, und unter Bedingungen die sich wohl niemand wirklich vorstellen will (was Budget, Talent und technische Ausstattung angeht) die eigene Version zusammen. Dass im Titel "Aladin" verglichen mit der Disney-Variante ein d fehlt... Da guckt man ja vielleicht nicht so drauf.

Ich bin absolut kein Disney-Fan und kenne daher deren Streifen auch nicht, entsprechend entfallen was die Story angeht hier auch sämtliche Vergleiche.

Also: Eines (un-)schönen Tages kommt ein böse grinsender Zauberer mit seinem dämlich daherlabernden Papagei auf der Schulter in die Stadt, weil er von irgendwoher weiß dass hier in einer Höhle irgendwo die Wunderlampe liegen muss. Da er sie (warum..? weiß ich nicht) da nicht selbst rausholen kann, sucht er sich den Dorfdeppen vom Dienst für diese Aufgabe heraus, und irgendwas sagt ihm, dass das wohl Aladin sein muss (warum das nun so ist, weiß ich auch nicht). Er gibt sich jedenfalls als dessen Onkel väterlicherseits aus, wobei weder Aladin noch seine sagenwirmal nicht ganz so intelligente Mutter irgendwelche Gründe sehen dem Fremden zu mißtrauen, zumindest nicht als er die beiden zum Essen einlädt und sich als tüchtiger Geschäftsmann ausgibt, der Aladin sozusagen in Ausbildung nehmen will. Aladins Mutter hält ihren Sprössling ja eh für ´ne totale Nulpe, was soll da schon schief gehen... Nur weil der Typ die ganze Zeit diabolisch lacht und sein Papagei in einer Tour herumtrötet, dass der Typ ein Betrüger ist, muss das ja kein Gauner sein. (AUTSCH!!!) Zumal Aladins verstorbener Vater nie irgendwas von einem Bruder erzählt hat...

Schon zu diesem Zeitpunkt kommt das alles einer optischen und akustischen Beleidigung nah. Die Hintergründe sehen aus wie schnell mit dem Tuschkasten ausgemalt, die Figuren sind statisch. Wenn eine von denen sprechen soll, hat man eine Mundbewegung inklusive Augenblinzeln ca. 1 - 2 Sekunden lang animiert und die dann in Endlosschleife wiederholt. Was nicht nur dafür sorgt, dass die Bewegung meistens absolut nicht zum dem passt was da gesprochen wird (und das war eine deutsche Firma, also Deutsch auch als Originalsprache), sondern auch dafür dass z.B. Aladins Mutter rüberkommt als hätte sie Laber-Blinzel-Tourette, klimpert sie doch beim sprechen teilweise alle 0,5 Sekunden mit den Augen rum. Die Animationen sind ein schlechter Scherz, weil auch da gespart wurde, so sieht es wenn Aladin läuft immer aus als hätte er ein lahmes Bein, dass er nachziehen würde. Der Papagei hingegen winkelt ab und zu die Flügel an, wenn er nachdenkt oder sich über irgendwas aufregt. Das ist unrealistisch, aber mein Gott, bei ´nem Trickfilm von mir aus kein Problem. Das Problem ist, dass man zu faul oder blöd war die Flügelspitzen mit zu animieren, weshalb der Nervgeier dann halt vier statt zwei Flügel hat. Dazu hatten die Macher wohl auch irgendwie Probleme mit dem Bildformat, so hören die Charaktere auch ganz gerne mal ein Stück vor dem Rand auf, während der Hintergrund weiter zu sehen ist. Da fehlt dann eben mal 1/3 seitlich vom Kopp oder die Schädeldecke ist abgesägt, ist ja nicht sooo schlimm, oder... oder? Tiere bewegen sich meistens indem ihre Beine und Hälse länger und kürzer werden, und abgesehen vom Papagei und einem Affen hat glaube ich eh kein Tier mehr als eine immer wieder reinkopierte Bewegung geschenkt bekommen. Dass Statisten obwohl sie von der Zeichnung her eigentlich eine klare Laufstellung haben trotzdem keinen Millimeter animiert werden... das wäre wohl viel zu teuer gewesen...

Nun ja, der Zauberer nimmt Aladin also am nächsten Tag mit zur Schatzhöhle, und schickt ihn runter. Da Aladin jegliche Zusammenarbeit einstellt, nachdem er einen ganzen Berg voller Schätze gefunden hat, der Zauberer ihn aber nur nach einer alten Lampe suchen lässt ("Nimm sie uns steck sie unter dein Hemd." - Der Dödel hat gar kein Hemd an, du Schwachmat!) beschließt der Zauberer den renitenten Idioten da unten verrotten zu lassen (man hätte ihm vielleicht nicht die Wahrheit sagen und ihn anpöbeln sollen als er mit der Lampe noch 20 Meter weg war...), und verschließt die Höhle mit einem Felsen. Muss er sich halt einen anderen Trottel suchen, wenn der hier verreckt ist. Dumm gelaufen für den Bösewicht, denn der Dösbaddel hat Aladin völlig hirnlos (okay, er begründet das damit dass Aladin keine Angst haben muss wenn er den Ring trägt, aber weil er ihm selbst nie sagt dass das ein Zauberteil ist, hätte es ein Exemplar aus dem Kaugummiautomaten genauso getan) einen magischen Ring mitgegeben, und nachdem der an diesem etwas herumgerieben hat, kommt der Ringgeist angeschissen (und meine Fresse, ist das ein potthässliches, verwarztes Teil). Der zaubert Aladin mitsamt der Lampe und einem Haufen funkelnder Früchte ratzfatz aus der Höhle wieder raus.

Nun ja, Aladins Mutter (einziges Hobby: Das saubere Haus ausfegen... für alles andere hätte man ja eine Extra-Animation gebraucht) macht sich do allmählich Sorgen um ihren verpeilten Sohnemann. Der kommt dann aber mit seinem neuen Reichtum nach Hause. Weil der Magen knurrt und von gestern nichts mehr zu futtern übrig ist (Hä?! Da steht doch noch alles voll...), beschließt Aladin die Lampe zu verkaufen (was ja auch total Sinn macht, wenn man gerade noch einen Stapel Goldkugeln angeschleppt hat), die aber vorher eine Reinigung benötigt.


Zauberlampe plus Putzlappen = Lampengeist (der anscheinend vorher einen Lachsack verschluckt hat), weshalb Mama erstmal in Ohnmacht fällt. Der serviert dann auch Wunsch gleich ein Festmahl und verkrümelt sich wieder in die Lampe. Muddern wacht wieder auf: Mahlzeit.

Am nächsten Tag hört Aladin von einer Art Stadtausrufer, dass die Tochter des Sultans heute Badetag hat, weshalb eine allgemeine Ausgangssperre verhängt wird. (Wieso, badet die mitten auf dem Dorfplatz?) Von einem Bartkasper erfährt Aladin, dass sie die schönste Frau des Orients sein soll, so schön, dass es unter Todesstrafe verboten ist sie anzugucken. Was liegt da also näher als Volltrottel, als ohne jede Deckung schnurstracks ins (unbewachte) Badehaus zu latschen und sich dort hinter einer Vase zu verstecken (und zwar so dass wirklich jeder Blindfisch einen noch finden würde, was aber hier völlig egal ist. Soraya (also wenn die Krickelbraut die schönste des Orients sein soll, müssen alle anderen Mädels ziemliche Kanisterköppe sein) singt ein fürchterliches Lied ("Ich bin des Sultans Tochter, und wenn ich frech bin kocht er..." oder so ähnlich) bemerkt Aladin so wenig wie alle anderen (also die zum Lied tanzenden Mäuse und die drei Anstandsdamen, die auf Soraya aufpassen sollen und aus Kostengründen alle drei gleich aussehen und sich synchron bewegen), und unser Held ist natürlich sofort soooo verliebt... (Sorayas Klamotten ändern sich übrigens bei jedem Wechsel von Nah- zu Ferneinstellung).

Kein Job, kein Geld, keine Ahnung wie es weitergehen soll... Maaamaaa... Fragst du den Sultan, ob ich seine Tochter heiraten darf? - Gute Idee (So´n Scheiß...) Zum Glück hat Aladin ja noch die Goldkugeln aus der Höhle, die jetzt aber Diamanten sein sollen (in der Höhle waren die meine ich auch noch lila, jetzt sind die goldfarben, aber da ja auch Aladins Mutter irgendwie ständig ihre Hautfarbe ändert scheint sowas da irgendwie auch nicht so wichtig gewesen zu sein.

Die latscht also zum Sultan und bittet um die Hand von Soraya für ihren Sohn, als Geschenk lässt sie gleich mal die Diamanten da (jetzt wieder lila...). Das passt dem Großwesir aber mal überhaupt nicht (der Mann dessen Schnurrbart aus zwei epileptischen Langmaden zu bestehen scheint), hatte er die schöne Tussi doch schon für seinen nichtsnutzigen Sohnemann eingeplant. Der Sultan (sieht in der Ferneinstellung immer wahlweise wie zugekifft oder seit vier Tagen ohne Schlaf oder besoffen aus) sieht dann bei soviel wertvollem Geklimper auch gleich mal von der normal zu verhängenden Todesstrafe für Aladin ab, und löst bei der Gelegenheit auch die Verlobung mit Hussein, dem Sohn vom Großwesir, weil dieser andere Bengel ja anscheinend mehr Kohle auf den Tisch legen kann. (Heutzutage nennt man sowas Menschenhandel...). Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, erschleicht sich der Großwesir eine Frist von drei Monaten, damit sein Sohn irgendwas auftreiben kann, was wertvoller als die Diamanten ist. Damit ist der Sultan einverstanden, was dann folgt, ist an Sinnlosigkeit aber echt nicht zu überbieten.

Großwesir: "Aber die Strafe, mein Herr. Er hat deine Tochter angesehen! Er muss sterben!" - Sultan: "Das kann warten..." Ja, wie, jetzt, willste dem dann gleich nach der Hochzeit die Rübe runterhacken? Oder einen Tag vorher? Oder währenddessen?!

Aladin muss jetzt also noch drei Monate warten, was bei ihm ungefähr so verläuft wie bei unsereinem die letzten Wochen vor dem Rockharz / Wacken. Okay, ich singe dabei keine fürchterlich hingejaulten Lieder wie "Ach wo steht mir bloß der Kopf, ich schau auf einen Suppentopf..." (Nein, dieser Text war nicht meine Idee...).

Der Sultan ist nicht nur geldgeil sondern auch dement, weshalb Aladins Mutter ein bisschen doof aus der Wäsche guckt, als der Stadttrommler einen freien Tag für alle anlässlich der Hochzeit von Soraya mit dem Sohn des Großwesirs verkündet. Aladin flucht kurz, sieht dann aber keinen Grund zur Panik, wozu hat man denn ´nen Lampengeist? Der kriegt erst wieder ´nen Lachflash und dann den Auftrag das Brautpaar zu entführen und Hussein in den Ziegenstall zu sperren, damit er am nächsten Morgen ein schönes Aroma hat. Und im Palast wird sich schon keiner wundern, dass die beiden weg sind, sollte doch die Hochzeit eigentlich jetzt gerade steigen, es sei denn, der Trommelaugust hat von seinem armen Reitelefanten einen zuviel mit dem Rüssel auf die Zwiebel bekommen und sich im Datum vertan. Die renitente Soraya scheint eine Entführung durch einen blauen Geist irgendwie nicht sonderlich zu jucken, gesteht ihr doch der Typ in der zerrissenen Hose (und ich will gar nicht wissen wie lange der sich und seine Klamotten nicht mehr gewaschen hat... nur so zum Thema stinken und Ziegenstall usw...) seine Liebe und singt ihr dann was vor (in diesem Schrottkrickelfilm wird echt noch mehr gesungen als bei Disney... und viel schlechter...). Das reicht dann problemlos um sie das Kidnapping und alles andere innerhalb von 15 Sekunden vergessen zu lassen und sich in ihn zu verknallen, ganz abgesehen davon dass da noch der blaue Flaschengeist inner Bude rumsteht und sich das Gejaule anhört (ich wäre schon lange wieder inner Lampe und hätte von innen ´nen Korken vorgesetzt).

Soraya ist dann auch völlig überzeugt, dass Aladin der richtige ist (oder sie ist nur scharf auf die Wunderlampe...), und will ihren Vater besabbeln dass er die Hochzeit genehmigt. Aber der darf ja irgendwie nicht wissen wer wie die Trauung mit Hussein torpediert hat, und außerdem sind die drei Monate (die dem Sultan vorher auch scheißegal gewesen sind...) ja eh bald vorbei, also "Psssst!"

Der Geist bringt die beiden zurück in den Palast. und am nächsten Morgen wacht der Sultan auf, und wundert sich über den Mief in der Hütte. (Entweder hat Hussein keine Ersatzklamotten, oder er hat es nicht geschafft sich in einer Nacht zu waschen... Wäre beides übel.) Der Sultan findet den Gestank von Hussein im Gegensatz zu Soraya irgendwie gar nicht lustig (außerdem sieht Hussein die die ganze Zeit an, was ja normalerweise mit der "Rübe ab"-Strafe ääh bestraft wird). Hussein will erklären was los war, kommt aber beim Sultan nicht zu Wort (der Typ ist wirklich so arrogant und blöd wie er geldgeil ist). Dafür lässt zumindest der Großwesir seinen Sohn aussprechen, wobei die Story "Entführt und von einem Geist in einen Ziegenstall gesperrt" erstmal für Verwunderung sorgt, selbst wenn sie von Soraya bestätigt wird. Was ja nun auch irgendwie bescheuert von ihr ist, gibt es doch so dann keinen ersichtlichen Grund die Hochzeit abzusagen (sobald Hussein gebadet hat). Aber der Sultan vermutet einen Fluch über der Verbindung, und löst die Verlobung lieber auf, bevor denen noch der Himmel auf den Kopf fällt... (ach nee, das war ein viel besserer Comic).

Das Versprechen an Aladin hat der Sultan allerdings auch wieder vergessen, und denkt, dass man bald einen anderen Bräutigam für Soraya finden wird (ob sie den nun haben will oder nicht). Als die drei Monate rum sind geht Mama jedenfalls mal nachfragen was denn nun midde Hochzeit ist, wobei der verpeilte Sultan sich nur noch an den Juwelenkorb erinnern kann, und aufgrund von ihrer Kleidung (zurecht) vermutet, dass ihr Sohn wahrscheinlich auch eher ein armer Schlucker sein muss. Der Großwesir gibt ihr also die Chance: Wenn Aladin nochmal 40 Körbe voller Juwelen anschleppt, darf geheiratet werden. Der Sultan (selten war jemand um seine Tochter besorgter...) meint hämisch lachend dazu: "Das wird er nie schaffen... Und wenn doch: Auch gut."

Wohl dem, der einen Lampengeist hat. Und einen armen Elefanten, um das ganze Geklimper zum Palast zu transportieren. Der Sultan ist begeistert (will der sich mit den ganzen Edelsteinen eigentlich sein Scheißhaus verklinkern, oder wozu braucht er das Geraffel?) und will am liebsten gleich zur Hochzeit blasen, doch Aladin (kann 40 Körbe Diamanten beim Geist bestellen aber für sich selbst nicht einmal für seine Verlobung ´ne heile Hose... unser Held... Wobei... irgendwie könnte ich das sein...) bittet ihn um einen Tag bzw. eine Nacht Aufschub, weil er Soraya nicht heiraten will, ohne ihr vorher ein passendes Eigenheim neben Papas Prachtbutze hochgezimmert zu haben. Dem Großwesir dämmert allmählich dass da Magie hinter stecken muss (nein, der Geist der vor ein paar Tagen deinen Sohn entführt und in den Ziegenstall gesperrt hat, war natürlich in Wirklichkeit ein Lehrling von der Zauber-AG Bagdad mit seinem Kosmos-Zauberkasten). Aber dem Sultan ist ja eh schnuppe wo der Reichtum herkommt, Hauptsache er ist da. (Ein Nachfahre von dem Typen wurde 2017 dann US-Präsident...)


Verdammich, hat der Lampengeist echt die Synchronstimme von "Bender" aus Futurama? Oder klingt das nur so weil die das Mikro für die Synchro aus einem alten Dosentelefon gebastelt haben? Bei der allgemeinen Tonqualität... wohl eher letzteres.

Am nächsten Morgen steht jedenfalls die Hütte, was der Großwesir entsprechend scheiße findet und von Rache träumt. Wie übrigens auch der Zauberer, den wir seit einer halben Stunde Film (zum Glück) nicht mehr ertragen mussten. Der nutzt seine Gabe überall hinsehen zu können, und muss feststellen, dass Aladin entgegen seines Planes quicklebendig ist (weil du Trottel ihm ohne Sinn und Verstand deinen Zauberring gegeben hast), und so ganz nebenbei noch stinkreich wurde und die Lampe hat. (Um auf die Idee zu kommen mal nachzusehen hat die Blitzbirne anscheinend mal eben über drei Monate gebraucht...). Aber was ein echtes diabolisches Genie ist (MUHAHAHAHA, der...), das braucht nicht lange für einen neuen Plan. Also kauft der Gnaddelzausel mit dem Labervogel als Hirnersatz mal eben einen Lampenladen leer, und geht damit zu Aladins Palast, wo er die Werbetrommel für "Tausche alte Lampe gegen eine neue" rührt. Soraya ist aber nunmal ebenfalls nicht mit sonderlich viel Grips ausgestattet, und tauscht bei dem Knallkopp mal schnell die Wunderlampe ein. Obwohl sie vorher von dem Lampengeist entführt wurde und dabei war, als dieser Hussein in den Ziegenstall sperrte, und der Papagei deutlich davor warnt... Die Frau ist so dumm wie Knäckebrot (ohne Körner und Schimmelpilze).

Der Geist der Lampe ist von seinem neuen Meister wenig angetan. Warum eigentlich, Aladin hat ihn ja schließlich auch nur zu seinem eigenen Nutzen eingesetzt, einer armen Sau die Hochzeit vermasselt um selbst die Ollsche abzuschleppen (womit er Hussein wahrscheinlich dann doch einen Gefallen getan hat so blöde wie die ist...) und sich ansonsten nur bereichert und die Plauze vollgehauen. Gut, der Typ faselt was von Weltherrschaft... Aber erstmal steht Rache auf dem Plan. Dshinni (Lampengeist, von Aladin so getauft) hat keine Wahl, und als der Zauberer ihm befiehlt Aladins Palast samt Soraya mal schnell nach Afrika zu verfrachten... Wat mut, dat mut.

Nu steht Aladin doof da. Palast weg, Soraya weg, Wunderlampe weg, Sultan sauer weil Aladin die Nacht bei Freunden verbracht hat (gerade geheiratet und schon sitzt die Olle allein zuhause, das muss Liebe sein), Großwesir freut sich. (Da waren sie wieder, seine fünf Probleme...)

Aladin wundert sich, warum der Sultan ihn mit Wachen zu sich bringen lässt (dass mal eben seine eigene 2000 qm-Butze neben dem Palast fehlt, ist dem Idioten anscheinend nicht aufgefallen...) Der Sultan droht dann auch mal eben mit Rübe ab oder schlimmerem, sollte Aladin seine Tochter nicht in einer Woche wieder herbeischaffen können, was Aladin irgendwie ganz recht ist, will er ohne seine weibliche verschleierte Kichererbse (die Trulla kichert bei ungefähr jedem ihrer Auftritte dämlich herum) eh nicht mehr weiterleben. Was macht man da nur... Es wäre doch schön, wenn man noch einen Geist hätte, der Wünsche erfüllen kann... Und sei der noch so hässlich... Hmm...

Im Kasperletheater im Kindergarten hätten jetzt sämtliche Kiddis ihm "Der Ring, der Ring!" entgegengebrüllt, so muss er halt allein drauf kommen. Dass er das schafft, grenzt schon irgendwie an ein Wunder. Ach nee, er kriegt es von einer Maus geflüstert (kein Witz, in dem Film können anscheinend nicht nur Papageien mit Menschen sprechen). Der Ringgeist ist dann auch erstmal ziemlich genervt bis angepisst, weil der Lampenheini die ganze Zeit den Helden spielen durfte (der sieht halt auch nicht so verwarzt aus, hätte Soraya den Ringeumel statt Lampi beim ersten Treffen mit Aladin zu sehen bekommen, wäre sie wahrscheinlich bis nach Antalya geflüchtet.. zu Fuß, in drei Tagen). Da er nicht nur ´ne männliche Zicke sondern auch ein Stück weit unfähig ist, kann er dann nicht wie von Aladin gewünscht den Palast und die Angebetete wieder zurückholen, weil das eben doch nur der Typ aus der Lampe beherrscht. Aber er kann Teppiche zum schweben bringen, was damals wohl so ungefähr die Concorde unter den Schnellreisemöglichkeiten darstellte. Was uns wohl den bekanntesten Song der Dingo-Pictures-Geschichte einbrachte, einfach weil er in allen Belangen einfach grenzenlos bescheuert ist. (Ich klau den Text hier mal von der hervorragenden Badmovies-Seite, wo dieser Streifen hier um einiges eleganter und ausführlicher versägt wurde als ich das jemals könnte... )

"Teppich fliegen,
Das ist, logisch,
Hochprozentig ökologisch,
Macht nicht Lärm und nicht Gestank
Braucht nicht Motor oder Tank,
Auch nicht Funkgerät und Tower,
Wer Teppich fliegt, ist einfach schlauer.

Mein Teppich fliegt gut hundert Sachen,
Kann Kurven und auch Loopings machen,
Braucht keine Hupe, braucht kein Licht,
Auch eine Bremse braucht er nicht.

Refrain: Teppich fliegen …

Heißa, durch die Wolken rauschen,
Mit keinem Flugzeug würd’ ich tauschen,
Bringt mich zu meiner Soraya,
Dann bis bald, ich bin schon da."

Aladin fliegt beim singen noch ein paar Loopings. Dazu gibt es einen headbangenden Affen, einen Elefanten der dann auch mal ´ne Runde fliegt und sonstiges wirklich fürchterlichst animiertes Getier, dem entweder der Hals kurzzeitig schrumpft oder welches "tanzt" (also die gleiche Bewegung immer wieder in Endlosschleife vorführt).

Bei Soraya angekommen kriegt Aladin erstmal ´nen Anschiss von der dusseligen Else, wo er denn so lange geblieben wäre (also vom Ring wusste sie denke ich nichts, aber dass einer vom Papas Palast bis nach Afrika in einem Tag hinterhergeschissen kommt, ist doch als Reiseleistung mehr als beachtlich. Danach wird dann ein Plan geschmiedet wie man den Zauberer auf´s Kreuz legen kann. Aladin kauft bei einem antiken Apotheker ein Schlafmittel und Soraya, die so tut als würde sie sich dem Zauberer gegenüber in ihr Schicksal ergeben (innerhalb von einem Tag, das kommt dem Blödmann natürlich nicht spanisch vor...) schafft es ihm das Zeugs in seinen Weinbecher zu kippen, während er auf ihren Wunsch nach einer Tänzerin ruft (die nie auftaucht). Worauf was anderes kippt, nämlich der Zauberer aus den Latschen. Seiner Gesichtsfarbe nach zu urteilen müsste der jetzt irgendwie tot sein, isser aber nicht. Ob das so gewollt war oder einfach nur eine der ca. 2500 Pannen in der Colorierung, wir werden es nie erfahren. Erstmal wird rumgeknutscht (die Geräuschkulisse dazu ist einfach nur... IGITT!) und Aladin lässt Dschinni los, der den Zauberer dann dahin zaubert, wo er nie wieder wegkommt. Und so findet sich unser Bösewicht dann auf einem mickrigen Bergplateau wieder, auf dem er um Hilfe schreiend auf einer Ziege sitzt die dauernd auf und ab springt.

Das könnte jetzt lustig sein, wenn man nicht vorher im Film gesehen hätte wie der Typ sich quasi innerhalb von Sekunden an jeden beliebigen Ort der Welt beamen kann. Aber vielleicht hat er eine Tierhaarallergie die ihn daran hindert, in Sekundenbruchteilen zurück im Palast aufzutauchen und Aladin die Lampe wieder abzunehmen...

Dann dürfen wir nochmal beim knutschen zusehen /-hören (Bäh!). Dschinni wird mit dem Palast schonmal vorgeschickt, während Aladin und Soraya den Teppichexpress nehmen. Der Papagei kommt dann auch gleich mal mit. (Der muss übrigens ziemlich schnell sein, schafft er doch die wohl ein paar hundert bis tausend Kilometer zeitgleich mit dem Teppich.) Und diesmal im Duett: "Teppich fliegen, das ist logisch..." WAAAAAAH!!!!

Der Sultan guckt am nächsten Morgen aus dem Fenster und sieht den Palast wieder an Ort und Stelle (der muss ´nen gesunden Schlaf haben, aber so wie der immer rüberkommt isser ja eh die ganze Zeit entweder auf Dope oder Baldrian), und schreit nach Soraya. Die ist auch sofort da (die Figuren in diesem Murksstreifen stehen übrigens immer sofort da wie Kai aus der Kiste, weil man es sich nicht leisten konnte oder zu faul (oder blöd) war sie bei gegenseitiger Interaktion auch noch im Bild zu bewegen.) Meistens springt man auch bei Dialogen zwischen den einzelnen Pappköppen hin und her, damit man nicht zwei sprechende Typen auf einer Einstellung zusammenschustern muss. Ausnahmen sind extrem selten, etwa wenn zwei "lustige" Streithähne beim Sultan sitzen, weil die Schlange vom einen den Affen vom anderen gebissen hat (und drei Monate später umgekehrt, wobei der Affe immer noch das Pflaster auf dem Arsch kleben hat, weil man halt das gleiche Bildmaterial aus der Recyclingtonne fischte). Warum sie dafür eigentlich den Sultan aufsuchen versteht sowieso keiner, zumal sie am Ende immer beide mit Stockhieben bestraft werden (wovon man nur etwas Gejammer im Hintergrund mitkriegt).

Bei der großen anschließenden Fete (alle Partygäste selbstverständlich im Bild eingefroren und nie aufgetaut) ärgert sich der Großwesir herum (was aus seinem Sohn wurde interessiert keinen, und das meine ich absolut ehrlich), und Aladin lässt Dschinni aus der Funzel (mitten in der Öffentlichkeit, ob das so eine gute Idee war... andererseits hab ich den Film um das hier zu schreiben zweimal geguckt, also sind wir da was bescheuerte Ideen angeht ziemlich gleichauf). Allerdings hat diesmal Aladin keinen Wunsch, sondern Dschinni darf sich was wünschen. Der Lampengeist hat auch gleich eine geniale Idee: Er will nicht mehr in der kleinen Funzel wohnen (stell ich mir auch unangenehm vor, immer wenn man furzen muss zwanghaft zu warten bis einer an dem Ding rumreibt, und dann noch bis gerade keiner hinhört und der Wind günstig steht...). Stattdessen bietet er an sich einfach unsichtbar zu machen und immer dann aufzutauchen, wenn er gebraucht wird (wahrscheinlich will der Aladin und Soraya nur beim pimpern zugucken, die Sau...). Aladin findet die Idee dufte, und so mischt sich der unsichtbare Geist unter das Partyvolk und frisst ahnungslosen und entsprechend blöd glotzenden Gästen die Teller leer. (Und was ist mit dem Ringgnubbelkopp? Aladin = Undankbarer Sack!)

Zu schlechter Letzt darf Aladin zu Soraya noch "Ich liebe dich" sagen (eine weitere Knutscherei wird uns zum Glück erspart), und dann geht es auf eine Art Marktplatz, wo ein Fakir (?) sitzt der uns die ganze Zeit wohl als Geschichtenerzähler gedient haben soll. Jedenfalls saß der zu Filmbeginn auch schon da. Der singt uns noch was vor (klingt auch schrecklich), und dann kommt... der Abspann!

Und jetzt alle!
 

Dilbert

Pils-Legende
"Die Barbaren"

Die Cannon-Studios, oder auch: Wie eventuell Asylum vor 30 Jahren mit mehr Geld ausgesehen hätte...

Wir beginnen mit einer düster ausgeleuchteten Szenerie, die wohl ein ganz dolle böses Schlachtfeld nach dem Kampf darstellen soll, aber dann irgendwie eher so aussieht als wäre über Bauer Schröters Rübenacker ein Flieger mit Gartengeräten explodiert, und nun würden da überall Mistforken und Spaten im Boden stecken. Also ganz ehrlich gesagt ist das ein von einem Amateurmaler hingekleistertes Bild, zu dem eine schräge Musik aus ´nem Amiga 500 läuft und der Vorspann in Form von fliegenden Buchstaben ins Pinselwerk flattert.

Oh, Verzeihung, ist doch eine Kulisse, sah vorher nur nicht so aus, so unscharf und mies belichtet wie das alles da im Standbild war. Dazu schwafelt eine Stimme dann totalen Unsinn von wegen: Vor langer langer Zeit folgte alles dem Gesetz der Natur, und es herrschte das Schwert (Klar, Schwerter sind totale Natur, die wachsen ja auch bei mir immer noch im Garten...). Doch es gab ein Volk, die Ragnicks (und deren Erben wurden irgendwann Fußballtrainer oder Manager bei Red Bull und Manchester United...), die sich frei bewegen durften, weil sie nämlich Spielleute waren (heute würde man das ganze wohl "Hippie-Wanderzirkus" nennen...). Die hatten einst ihr ganzes Gold gegen einen Rubin eingetauscht, der die Geheimnisse der Musik, der Freude, der Güte usw. enthielt. (Ich tausche mal schnell Cola gegen Bier, das hält man sonst nicht aus...)

Auf einer ihrer Reisen haben sie dann die Zwillinge Kutchek und Gore und das Mädchen Kara adoptiert. Ungefähr zur gleichen Zeit wurde die schöne Canary zur Königin bla bla bla... Meine Fresse, was für ein Schwachsinn. Noch schlimmer sind aber die Bilder, die man dazu sieht. Eine Pferdewagenkarawane voller Knalltüten in billigsten Faschingskostümen (der eine trägt echt ein rosafarbenes Bärenfell oder sowas als Umhang) mit Karnevalsschminke inner Fresse (ob nun Vorstellung ist oder nicht, nie aus der Rolle fallen...). Den Vogel der Lächerlichkeit schießt dabei ein Typ ab, dessen Kopp locker doppelt so lang wie breit ist, der dazu noch eine riesige Rübennase hat und dem man eine Perücke auf ebenjene unvorteilhaft proportionierte und weiß angepinselte Omme geklebt hat, die aussieht als hätte er in Inka-Museum ausgeraubt. Kutchek und Gore werden außerdem während der holprigen Kutschfahrt mit dem Zeichen der Spielleute tätowiert, was bei dem Geschaukel ungefähr so sinnig ist wie ein Freiluft-Badmintonturnier bei Windstärke fünf, mit einem an Parkinson erkrankten im Spätstadium der Krankheit Dr. Bibber zu spielen oder während eines Erdbebens ´nen Bierdeckelturm zu bauen. Aber egal, alle sind fröhlich, treiben Schabernack und grinsen doof inner Gegend rum, bis...

...bis die Schergen des machtgeilen Kadars ihnen auflauern. Die kommen den Ragnicks auf ihren Hottehüs hinterhergaloppelt, und es entwickelt sich eine wirklich sehr böse bei Mad Max 2 abgekupferte Verfolgungsjagd, nur halt mit sehr viel weniger PS. Kadar ist nämlich scharf auf den Rubin, verspricht das Klimperdings doch ewigwährendes Glück usw.. Also für mich sehen die Ragnicks da gerade gar nicht so glücklich aus, vorallem nicht die, die abgemurkst werden. Trotzdem sieht es zunächst so aus, als könnten die Spielleute ihren Feinden entkommen, dummerweise steht aber in der nächsten Schlucht schon Kadar mit seinem Bremskommando bereit, welches den ganzen Quatsch vorher mit gut ´nem Dutzend Toten dann irgendwie schon wieder völlig überflüssig werden lässt... (Autsch!). Zum Glück hat Caipirinha.. ääh Canary den Rubin schon vorher dem Heini mit dem Rose Zottelumhang gegeben, welcher sich damit aus dem Staub gemacht hat. Canary und das, was von ihrem Volk noch übrig ist (viel ist es nicht mehr, nachdem Kadar warum auch immer noch ein paar hat abmurksen lassen) steckt nun also ziemlich in der Scheiße, zumal einer der kleinen Zwillinge Kadar aus Wut mal eben zwei Finger abgebissen hat, was der dann weniger lustig findet und die Findlinge entsprechend zu Hackfleisch verarbeiten will. Canary kann das nur verhindern, indem sie sich Kadar als Sklavin für alles mögliche anbietet, wenn er nur verspricht, die Kinder nicht umzubringen. (Der hat gerade 1/4 deines Volkes abgeschlachtet, also ob ich dem über den Weg trauen würde.. ich weiß nicht, ich weiß nicht...) Kadar ist aber nicht nur grausam und machthungrig, sondern wohl euch in bisschen spitz auf die schöne Lockenhilde, und geht den Handel deshalb ein. Die Zwillinge nimmt er trotzdem als Zwangsarbeiter bzw. Gladiatoren-Azubis mit, der Rest der Gaukler verpieselt sich lieber in den nächstbesten Forst, wie wir später erfahren dürfen / müssen.

Ca. 15 Jahre später... Kutchek und Gore wurden getrennt und in verschiedenen Abteilungen zu Kämpfern ausgebildet und so ganz nebenbei auch noch alle paar Tage mal gefoltert / ausgepeitscht, weil sie nicht damit aufhören wollten sich ihren Bewachern zu widersetzen. Und irgendwie müssen die Peitschen wohl mit diversen Steroiden getränkt gewesen sein, sehen die beiden doch jetzt so aus als würden sie in ihrer Freizeit Kühl- / Gefrierkombinationen in den zweiten Stock schmeißen (also wenn es sowas da geben würde). In diesen ganzen Jahren ist außer den Zwillingen und Kara wie wir im Laufe des Films sehen werden irgendwie niemand gealtert, und einige haben in der Zeit nicht einmal ihre Klamotten gewechselt. Ich will ja nicht wissen wie die jetzt stinken... Kadar hat Canary inzwischen mit jeder Menge Schmuck überhäuft, die arme muss doch Rückenschmerzen kriegen, bei dem ganzen tonnenschweren Gebamsel um ihren Hals. Da Canary aber immer noch nicht mit der Sprache rausgerückt ist wo der Rubin ist, befielt Karat.. ääh Kadar dann auf Rat seiner Hofhexe hin, dass die beiden Brüder, die ja einander entfremdet worden sind, sich doch bitte als Druckmittel gegenseitig im Kampf abmurksen sollen.

Was dann ja nun wieder gar keinen Sinn macht. Einmal hat er Canary versprochen, dass sie nicht durch ihn oder einen seiner Untergebenen sterben (und letztendlich sind sie dann doch selbst nichts anderes), und zweitens: Wenn die sich gegenseitig umbringen, welches Druckmittel hat Kadar dann noch übrig? Also mal wieder Schwachfug hoch zwölf, aber egal, das anschließende Duell ist noch blöder als der ganze Plan an sich. Beide werden in eine Art großen Käfig gesperrt, und Kadars Volksdösbaddel sitzen allesamt direkt daran und wedeln durch die Gitter mit ihren Armen, während zwei wildgewordene Muskelprotze darin eher grobmotorisch mit irgendwelchen scharfen Metallgegenständen aufeinander einkloppen. Was soll da schon passieren...?

Zu allem Überfluss will der Film jetzt auch noch komisch sein. Als die beiden Proteinprimaten (Copyright Peter Rütten) sich gegenseitig die albernen Blechhelme (sehen aus wie Büromüllkübel mit Hörnern) von der Zwiebel dengeln, kommt es zu folgendem "Dialog": "Siehst du, das ist dein Gesicht, du Haufen Schweinedreck." - "Ich sehe es!" - "Dann kannst du mir vielleicht auch sagen, was du mit meinem Gesicht machst?!"

Egal, nachdem man sich einig ist, dass der jeweils andere gar nicht tot ist wie sie es geglaubt haben, brechen sie aus. Was ja so keine schlechte Idee ist, aber wenn mir mein Peiniger doch schonmal zwei Schwerter spendiert hat, dann lass ich die Dinger doch auf der Flucht (der Ausbruch ist einfacher als ´nen Pappteller mit ´ner Axt zu zerhacken) da nicht ohne Not liegen... Auch wurscht, die beiden sind also so grob geschätzt 25 Meter in den Wald gelatscht (und damit schon für die Häscher von Kadar quasi unauffindbar....), da finden sie schon die schöne Ismene (Is mene oder is dene?) in einer Käfigfalle stehen. Die hofft erstmal auf zügige Befreiung durch unsere Helden, aber die denken erstmal nicht so wirklich daran, das würde ja schließlich Sinn machen. Allerdings will ich auch gar nicht wissen, wie Ismene in diesen Käfig überhaupt reingekommen ist, wahrscheinlich hat da einer ein Stück Käse reingelegt, anders kann ich mir nicht erklären, wie jemand so dämlich sein kann, das grob hingeschusterte Ding zu übersehen.

Wie Kai aus der Kiste tauchen dann die Ragnicks auf, bei denen Rübennase (Ivar) das Kommando übernommen hat, und deshalb beschließt dass man die beiden Muskelberge und die Schnalle doch am besten aufhängen sollte. Dass die beiden Zwillinge sagen sie wären Kutchek und Gore, und so ganz nebenbei auch noch Ivars Namen wissen... egal, sind bestimmt Betrüger. Also rauf auf das Schafott, und Stricke ummen Hals, wozu sollte man denn auch nach dem Tattoo gucken, das man denen im Kindesalter verpasst hat?! Nee, das wäre doch viel zu kompliziert... Glücklicherweise haben die Zwillinge in Gefangenschaft nicht nur gelernt wie man 200 Kilo schwere Felsen schleppt und anderen was mit dem Schwert vor die Glocke zimmert, sondern auch wie man seinen Hals weit genug aufpumpen kann um damit Galgenstricke zu sprengen (ja, die Idee ist total bescheuert, und nein, sie ist nicht von mir), und wie man dabei einen Geräuschemix aus Ziege, Esel und Erdferkel zur Feier der Befreiung von sich gibt.

Danach guckt ein Mädel aus Ivars Haufen dann doch mal nach den Tattoos, und ich nach dem nächsten Bier...

So, Identität geklärt, jetzt muss denen nur noch einfallen, wie man Canary befreit. "Wir brauchen Waffen..." Die hattet ihr schon, ihr Superhirne.

Ismene (sieht so aus, als hätte sie ´n Mantatreffen überfallen, die Fuchsschwänze von den Antennen geklaut und sich anschließend ins Haar geflochten) kennt zum Glück eine zünftige Barbarenspelunke mit Wein, Weib und Waffenhändler. Dazu muss man den aber erstmal im Armdrücken besiegen. Jacko (Kult-Riese und Fiesling vom Dienst: George Eastman... Armdrücken sollte ihm auch bei "Paco - Kampfmaschine des Todes" kein Glück bringen) ist von den paar Penunsen alles andere als beeindruckt und fordert sie deshalb zum Armdrücken heraus. Rüstung, Gäule und Waffen gegen die zwei mickrigen Goldklunker und Ismene (deren Begeisterung hält sich in verständlichen Grenzen). Da Jacko nicht nur Waffenhändler sondern auch ein mieser Verlierer ist, kommt es danach zu einer Prügelei bei der die halbe Kellerkneipe zu Bruch geht (Bud Spencer rotiert beschämt im Grab, wenn er den ungelenken Mist sieht). Gut, Waffen haben die Spezialisten jetzt immer noch nicht, aber egal, man spaziert trotzdem in Kadars Kerker (bei den dusseligen Wachen da hätte man auch ein Nilpferd mit reinnehmen können), wo gerade eine Orgie stattfindet. Der Anblick von ein paar nackten Hupen bringt einen der Brüder mal wieder dazu diverse Tiergeräusche von sich zu geben (Hauptsache nicht auffallen...). Anschließend brechen sie in Kadars inzwischen wegen seiner Liebe zu Canary chronisch unterpimperten Harem ein (als ob sich eine Frau darüber beschweren würde, nicht zum Zwangsverkehr herangezogen zu werden... aber bei Cannon-Streifen oder Dingo Pictures ist alles möglich). Canary ist dann in dem Harem auch die einzige, die im 3x3m-Privatkäfig "wohnt" (Kanarienvogel?). Ich hoffe nur, dass man sie da regelmäßig rausholt, damit sie zum Klo kann.

Nun wäre es für die beiden Kraftmeier natürlich eine Kleinigkeit, sie da rauszuholen, aber sie will lieber erstmal in Gefangenschaft bleiben, damit Kadar keinen Verdacht schöpft (äh, der war dabei, als die abgehauen sind, abgesehen davon bewegen sie sich wie die Elefanten im Porzellanladen und grunzen bei all den halbnackten Mädels um sie rum eh die ganze Zeit wie ein Schwein das ein Megafon verschluckt hat...). Sie da zu lassen macht also absolut keinen Sinn, aber weil Sinnlosigkeit in diesem Streifen Methode hat, bleibt sie in ihrem Geierknast hocken und schickt die beiden lieber auf die Mission den Rubin zu suchen (das macht Kadar übrigens seit 20 Jahren, also ist es eh Banane ob sie abhaut oder nicht...). Der Rubin soll in einer Lehmwüste sein, bewacht von einem alten Drachen, den man nur mit einer alten Zauberrüstung besiegen kann, die in irgendeiner Tempelgruft rumliegt. Bei dem ganzen Trubel wacht dann auch der Rest vom Harem auf, was zu einer Orgie führt, die aber irgendwie keiner bemerkt... Ismene ist von der entstandenen Verspätung ziemlich angepisst. "Ich hab uns schon Pferde besorgt!" Was eine reife Leistung wäre, wenn die nicht eh schon Pferde vor der zerlegten Taverne geklaut hätten...

Ich versuche jetzt mal wieder kürzer zu machen... Canary wird ausgepeitscht (war ja ´ne goile Idee, das mit der Nicht-Flucht...) die Hexe bläst zum Aufbruch, Kadar heult weil jemand sein schönes Spielzeug angekratzt hat... Drama hoch zehn. Ismene wird dann in der Gruft von einem zu groß geratenen Gremlin angegriffen (meine Fresse, sieht das scheiße aus), welches dafür dann mal ratzfatz den Arm ausgerissen bekommt. Chyna (die Hexe von Kadar) und ihr bekloppter Kerkermeister (trägt immer ein Horn vorne um die Birne geschnallt und sieht etwas aus wie der glatzköpfige kalkweiße Bruder von Christopher Lloyd oder Onkel Fester von der Addams-Family nach zwei Jahren Bandwurm) sind inzwischen in den Lehmsümpfen angekommen (woher die gewusst hat, wo sie suchen müssen... Na ja, sie ist ´ne Hexe, da muss man auch nicht alles erklären... Ach so, im Harem war eine Spionin, Danke Peter Rütten!) und finden den Edelstein auch ehe der verzweifelte Zuschauer das nächste Bier aufgemacht hat. Und dafür haben die jetzt echt zwölf bis zwanzig Jahre gebraucht?! Ist aber auch wumpe, weil sie nämlich keine Zauberrüstung haben, und der Sumpfdrache den Rubinklau etwas übel nimmt...

Der "Drache" sieht übrigens aus wie ein Pimmel mit Augen und Zähnen. Sowas wie Beine, Flügel oder so gibt es nicht, es ist einfach ein Papprohr, aus dem sich oben der Kopf rausschiebt wie die Schniedelspitze aus der Vorhaut.

In der Gruft haben sich unsere Helden die Rüstung angelegt und nebenbei noch eine Art Werwolf geköpft, wonach einer von denen dann erstmal anfängt zu bellen. So langsam durchbricht der Unsinn wirklich jede Bier-Hirnversiegelung. Danach gibt es noch Kloppe für ein paar Sumpfzombies, bis die beiden Dämelköppe merken, dass der Rubin verschwunden ist und sich anschließend mit zwei von Kadars Schergen prügeln müssen, die aus dem Sumpf auftauchen. (Hatte Canary nicht gesagt, der Stein wäre in der Lehmwüste? Da ist von Lehm aber mal weit und breit nix zu sehen, alles ist knietief unter Wasser....). Als die geplättet sind, erhebt sich mal wieder der Pimmeldrache, der allerdings eine Zauberschwertallergie hat. Jedenfalls kratzt das Vieh nach ein paar Pieksern elendig ab, wonach die Brüder in es reinkrabbeln und kurz vor dem Verdauungstrakt Chyna (so´n bisschen tot) und den Rubin finden. Außerdem bemerkt einer der Hirnakrobaten dann endlich mal, dass Ismene die vor Ewigkeiten verschütt gegangene Kara ist, welche sich einst nach der Gefangenname Canarys von den Ragnicks abgesetzt hatte. Während Karamene also zu den Ragnicks zurückreitet, ziehen Gore und Kautschuk.. ääh Kutchek los um den Canaryenvogel endlich aus dem Käfig zu holen. Die ist aber schon lange draußen, weil Kadar sie mitgenommen hat um den Rubin zu suchen. Die latschen also nachts durch den Sumpf und Canary schreit lauthals herum um die beiden Brüder zu warnen, was zum nächsten "uns war alles egal"-Filmfehler führt, weil die das Geschrei nämlich hören während sie am hellichten Tag durch die Botanik reiten. Canary hält Kadar dann auch noch einen absolut schwachsinnigen Vortrag warum er den Rubin niemals besitzen wird und bla sülz und überhaupt und so (Mann, ist das langweilig). Aus irgendeinem Grund (Altersschwäche, Kontaktlinse im Sumpf verloren, LSD?!) sieht letzterer dann seine Gefangene plötzlich achtfach vor seinen Augen herumflirren, und weil er ja sooo verliebt ist, sticht er einfach auf Verdacht ein paar mal mit dem Schwert in die grobe Richtung, bis er sie endlich erwischt.

Dramatische Sterbeszene... "Jetzt bin ich frei..." Äh, das hättest Du vor 25 Minuten sein können, JETZT bist du tot...

Da Kara mit dem Rubin inzwischen im Ragnicklager angekommen ist, und der sich in einen Stein verwandelt, weiß Ivar, der Knochenkopp, dass Canary tot ist (nicht so tot wie inzwischen der Restverstand der Zuschauer). Da kurze Zeit später der Modeschmuck aber wieder zu leuchten beginnt, ist es nun Zeit eine neue Königin zu wählen. "Bringt alle Jungfrauen!" Jungfrauen?! Die ganze Mannschaft ist doch schon seit ca. 15 Jahren so zusammen (und alle waren vor 15 Jahren volljährig), wer soll denn bitte da noch eine Jungfrau sein, mit fast 40?! Gut die sehen jünger aus, weil man ja seit Filmbeginn auf jede Logik geschissen und niemanden altern gelassen hat, abgesehen von Kara und den Zwillingen... Irgendwie macht mein Gehirn jedenfalls gerade "DADA PENG!"

Unsere Helden sind inzwischen wieder im Sumpf bei Nacht und Nebel, wo sie die totgepiekste Canary und ein paar Wächter zum abmurksen finden. Nebenbei macht im Märchenwald Ivar mit den einzigen beiden Jungfrauen den Bauchnabeltest. Bei wem der Rubin im Bauchnabel hängen bleibt und anfängt zu funkeln, die muss die neue Königin sein. Leider hält er bei keiner von denen. Vor Verzweiflung lässt Knochenkopp dann Ismene mit mehr oder weniger sanfter Gewalt anschleppen, die auf den ganzen Zinnober erstmal gar keinen Bock hat. Als der Rubin bei ihr im Nabel aber anfängt zu funzeln, fällt ihr ein "Das ist schon in Ordnung. Ich bin Kara." Woraufhin sie grinst wie ein Kleinkind, das gerade Mamas Sockenschublade "aufgeräumt" hat (also alles drin außer Socken). Von "Nöööö!" zu glücklich in zwei Sekunden, das ist selbst für so einen Quatschfilm fast neuer Rekord.

Was fehlt noch? Kadar muss noch zu Kadaver werden, weshalb sich unsere beiden Amöbenhirne auf die Suche nach ihm machen. Lange müssen sie nicht suchen, da kommt er schon auf seinem Klepper angeschissen. Weil er eine fiese Socke ist, zieht er nach kurzem Scharmützel allerdings den Fernkampf vor, und holt seine Armbrust raus. Und weil er dumm wie ´ne labbrige Glasbockwurst ohne Senf ist, vergisst er, dass ihm seit 15 Jahren zwei Finger fehlen, und greift deshalb beim Abzug ins Leere... Zwei Schwertwürfe später ist er Bösewicht am Spieß.

So denn, fast alle tot, trotzdem alles gut, schlechte Schlusspointe folgt... uuund... Abspann!!!

Der Film soll damals ca. vier Millionen Dollar an Produktionskosten äääh gekostet haben. Die Hälfte muss für Eiweißpräparate und Steroide für unsere beiden Helden draufgegangen sein. Für Kostüme, opulente Filmsets, vernünftige Kampfchoreografie und grandiose Tricks kann es nicht gewesen sein. Nichts davon sieht auch nur ansatzweise echt aus. Der Drachen ist ein schlechter Witz, die Felsen des Knasts sehen aus wie Styropor (waren sie wohl auch), alles wirkt irgendwie notdürftig improvisiert (inklusive Drehbuch), niemand handelt auch nur ansatzweise nachvollziehbar...

Ein Trashtrümmertrottelstreifen, wie er beknackter nicht sein kann. Freunde des ungepflegten Irrsinns sollte sich diesen Mumpitz unbedingt mal angucken. Aber bitte nicht unter 0,8 Promille.
 
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