Regelfrage: Vorteil nach Foul im Strafraum

wupperbayer

*Meister 20xx*
Hallo zusammen,

unser Ex-Drin-Isser-Schiri Herthaner ist ja leider nicht hier (weiß jemand, wo?), von daher stelle ich die Frage zur Diskussion & an die Allgemeinheit:

Ich glaube, es war in der Zweiten Liga, als der angreifende Spieler im Strafraum gefoult wurde. Der Schiri ließ Vorteil laufen und ein anderer Spieler erzielte das Tor. Soweit OK.

Was nun, wenn der zweite Spieler dieses Tor offensichtlich mit der Hand erzielt, oder meinetwegen seinerseits ein Stürmerfoul begeht? Besonders ersterer Fall ist interessant:

Tor kann es nicht geben, da der Spieler die Hand redelwidrig benutzt hat. Was dann? Elfer? Aber der Spieler hat doch einen Regelverstoß begangen, der gelb zur Folge haben muss. Also gelb und Elfer? Klingt etwas seltsam. Nur Freistoß für den Gegner und gelb? Da wäre dann aber das elfmeterwürdige Foul noch, was Probleme macht.

Meiner Meinung nach entweder nur Elfer oder Elfer und gelb, nur einen Freistoß für den Gegner und gelb kann ich mir nicht vorstellen.

Eure Meinungen? Irgendwas Offizielles?
 

BärVomBorsigplatz

Echt-Borusse
Tscha,ich würde mal sagen: Freistoß für die Verteidiger und gelb für den Handspieler.

Der Vorteil wurde gewährt und der Stürmer konnte den Vorteil nur durch einen Regelverstoß ausnutzen (neue Spielsituation).
 

eckham

Mit Herzblut zurück
Die Frage ist, ob es dann noch ein Vorteil war. Ich schätze mal, das hängt vom persönlichen Ermessen des Schiris (und damit von der Spielsituation) ab.
 

Rheuma Kaiser

Rakebackpro
Kommt auf die Situation an. Normalerweise würde ich sagen Elfmeter und gelb für den Handspieler. Elfmeter, weil der Vorteil sich nicht als solcher herausgestellt hat und somit auf Foul entschieden werden muss. Gelb natürlich wegen des Handspiels.
 

vonderlahn

Sprachkrümelsucher
Wenn der Spieler den Ball nur noch mit der Hand erreichen kann, war es sowieso kein Vorteil.
Wenn er zum Erreichen des Balles foulen muss, desgleichen.

:weißnich:
 

Schröder

Problembär
Nur Elfmeter, kein Gelb für den Handspieler.
Da der vermeintliche Vorteil keiner war, wird durch den 11er-Pfiff die Spielsituation wieder auf den Stand des Fouls gebracht, das ja auch ursächlich für das Handspiel des Stürmers war. Damit gilt das Handspiel als nicht durchgeführt, genauso, als hätte der Schiri gleich 11er gepfiffen und damit das Spiel bereits vor dem Handspiel unterbrochen.

Herthaner hat sich hier übrigens schon angemeldet.

Gruß
Schröder
 

Rheuma Kaiser

Rakebackpro
das heißt du kannst in einer solchen Situation den gegnerischen Spieler umhauen, wie's dir grade passt, weil die Situation nicht mehr gilt? Nicht dass ich's besser wüsste, aber das hört sich für mich doch sehr seltsam an.
 

Schröder

Problembär
das heißt du kannst in einer solchen Situation den gegnerischen Spieler umhauen, wie's dir grade passt, weil die Situation nicht mehr gilt? Nicht dass ich's besser wüsste, aber das hört sich für mich doch sehr seltsam an.

Nein, natürlich kannst du den Gegenspieler nicht einfach umhauen. Tätlichkeiten werden ja auch geahndet, wenn das Spiel unterbrochen ist (sogar noch nach dem Abpfiff). Handspiele aber nicht, sonst dürfte sich der Stürmer den Ball nicht mal auf den Punkt legen.

Gruß
Schröder
 
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