Rechtsradikale beim Fußball

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Rupert

Friends call me Loretta
Wir haben ja ein paar Threads zu Thema, allerdings immer in den Vereinsforen (3. Liga, BVB,...) und da ja mittlerweile Viele so verwundert schauen, weil man anscheinend der Meinung war, bis auf ein paar "Problemvereine" gäbe es keine rechtsradikalen Strukturen beim Fußball, mache ich jetzt einen allgemeinen Thread dazu auf.

Starten will ich mit einer Broschüre, die die "Initiative gegen rechte (Hooligan-)Strukturen" in Braunschweig erstellt hat und wo die Braunschweiger am Beispiel ihres Vereins zeigen wie die Entwicklung war, wie es heute aussieht und warum Fußball eben sehr wohl "politisch" ist und schon immer war - auch wenn es immer so gerne gefordert, dass er das nicht sein darf:

http://nonazisbs.blogsport.de/images/kurvenlage_online.pdf
 

pauli09

2. Ewige Tabelle "1gg1"
wenn ich sehe, wie die politik sich windet, wenn sie gegen das braune gesocks vorgehen soll,
dann vermittelt das dem bürger den eindruck, dass man besser nichts dagegen tun sollte, da sich ja nicht mal die regierung traut, was zu unternehmen.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Ums "Fußfassen" geht es wohl auch bei der Initiative, die die npd Thüringen jetzt startet. Die solidarisieren sich mit Fans aller Couleur, nennen das "Politik raus aus dem Stadion" und hoffen wohl auf gegenseitige Solidarität. Ich verlinke das jetzt absichtlich nicht.
 

Gaudloth

Bratze
"Politik raus aus dem Stadion". Meinetwegen, dafür. Wo fängt man am besten an? Bei Diskriminierung, Rassismus und Homophobie im Stadion?

Wenn das klappt, dann sind linke "Reaktionen" auch nichtmehr nötig.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Politik raus dem Stadion ist halt nicht möglich, genauso wenig wie Politik ras aus dem Nicht-Fußballeben auch nicht möglich ist.
 

Schröder

Problembär
Ums "Fußfassen" geht es wohl auch bei der Initiative, die die npd Thüringen jetzt startet. Die solidarisieren sich mit Fans aller Couleur, nennen das "Politik raus aus dem Stadion" und hoffen wohl auf gegenseitige Solidarität. Ich verlinke das jetzt absichtlich nicht.


Entschuldige, wenn ich ausgerechnet das jetzt anzweifle. ;)
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Alles was irgendwie einen gesellschaftlichen Bezug hat ist politisch. Ob das gegen Rassismus, fuer Stehplaetze, in Sachen Eintrittspreise, Anstosszeiten, in Bezug auf die Vergabe von Stadionverboten oder sonstwas ist. alles politisch.
 
"Initiative gegen rechte Strukturen" in Chemnitz.
Leider waren wir auch in die öffentliche Kritik geraden, beim Pokalspiel gegen Dynamo.
Wurde ja in den ganzen Medien breit getragen. Zum Leidwesen unserer Fankultur.
Darauf folgten sofortige Maßnahmen unseres Clubs.
Die Südkurve hat sich zwar gelichtet , aber bis jetzt ist noch kein Fall in dieser Art wieder vorgekommen.
Man muß bedenken, daß dadurch auch finanzielle Einbußen entstehen, wenn Zuschauer nicht ins
Stadion gelassen werden. Übrigens die 25.000 Euro Strafe vom DFB wurden ohne Einspruch angenommen.
Und vielleicht werden diese auf die schon ermittelten Täter übertragen!
CFC-Boss Dr. Hänel "Das Strafmaß muss maximal ausgeschöpft werden, muss abschreckende Wirkung haben
auf keinen Fall gibt es Toleranz."


Symbol-Verbot für drei Fangruppen
 

Rupert

Friends call me Loretta
Das ist alles ein bisschen undurchsichtig da in Chemnitz: Worum geht's da denn jetzt? Um das Abbrennen von Pyromaterial? Um Beleidigung des Dresdner Spielers Poté mit rassistischen Äußerungen? Um anderen Zwist zwischen Verein und Fans? Um alles zusammen?
Da blick ich anhand der Links nicht wirklich durch.
 
Ja das frage ich mich nun auch seid der heutigen Veröffentlichung des Artikels bei turus.net !
Im Fan Page Forum kam dies mit der Überschrift :
Interessante, aber nicht vollständige Bestandsaufnahme bei turus.net
18.000 Euro für Affenlaute und 7000 Euro für Pyro , steht zu keinen Verhältnis.
Ich bin einfach überfragt. Vielleicht wollte die Vereinsführung nur die ganze Sache
so schnell wie möglich vom Tisch haben , indem sie in allen Richtungen hart vorgeht.
Wie Du lesen konntest, hat man ja sogar einen Juniorenspieler vom Training suspendiert,
weil er im Ultrablock stand.
Wie schon geschrieben es ist mir selbst alles ein Rätsel.
Vielleicht kommt ein anderer damit klar hier in diesen Forum , deswegen der zweite Link.
Oder ich muß einfach eine Nacht darüber schlafen!

:n8:
 

Schröder

Problembär
Dann lies was da steht:
"Liebe Sportfreunde,


auf dem Landesparteitag der NPD Thüringen haben wir einen Antrag unter dem Titel „Sport frei! Politik raus aus dem Stadion“ verabschiedet, der sich mit allen Fangruppierungen solidarisch erklärt."

Ich bezog Couleur nicht auf verschiedene Fangruppen, sondern bezogen auf den Wortstamm auf verschiedene Hautfarben. Und ich glaube nicht, das dunkelhäutige Zuschauer angesprochen werden sollten.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Das ist alles ein bisschen undurchsichtig da in Chemnitz: Worum geht's da denn jetzt? Um das Abbrennen von Pyromaterial? Um Beleidigung des Dresdner Spielers Poté mit rassistischen Äußerungen? Um anderen Zwist zwischen Verein und Fans? Um alles zusammen?
Da blick ich anhand der Links nicht wirklich durch.
Dieser turus-Artikel ist in der Tat nebuloes. Was allerdings ungeschickt ist, wenn Polizei und Sicherheitsdienst verwandt sind. Und dieser Brief der Anwaelte mit der Zahlungsaufforderung ist bezeichnend.

- - - Aktualisiert - - -

Ich bezog Couleur nicht auf verschiedene Fangruppen, sondern bezogen auf den Wortstamm auf verschiedene Hautfarben. Und ich glaube nicht, das dunkelhäutige Zuschauer angesprochen werden sollten.
Ach so, ein Witz. Den hab ich nicht erkannt. War mir wohl nicht witzig genug.
 
Wegen der zwei Gruppen bei Chemnitz, die ins Visier des Verfassungsschutzes gerückt sind, habe ich das gefunden:
Fußball: Verfassungsschutz beobachtet rechtsextreme Fans in Chemnitz - SPIEGEL ONLINE

Wenn ich mir da dann die Homepage und das Geschreibsel anschaue: Ja, Dankeschön, Euch braucht niemand.
Danke , nach fast nicht geschlafener Nacht hast Du mir echt Arbeit abgenommen.
Ich wollte mich schon heut in die heiligen Hallen der Ultras begeben , um etwas zu erfahren.
Dieser Weg ist mir erspart geblieben ! Eigentlich geht es hier um jeden gegen jeden.
Mich kotzt das alles so an !
 

Rupert

Friends call me Loretta
(...)
Dieser Weg ist mir erspart geblieben ! Eigentlich geht es hier um jeden gegen jeden.
Mich kotzt das alles so an !

Den Weg kannste Dir sparen.
Diese "New Society-Boys" und die "Hoonara"-Gruppe sind genau zurecht ins Visier des Verfassungsschutzes gelangt (auch wenn das für die Katz ist, denn unser Verfassungsschutz ist die überflüssigste aller Behörden und tendiert zu allem Übel ja selbst gerne mal mehr zu rechts).
 

Holgy

Kommischer Foggel
Moderator
Reaktion des FC Carl Zeiss Jena auf NPD-Schreiben an FCC-Fanclubs


In den letzten Tagen ging bei einigen Fanclubs des FCC ein Schreiben der NPD ein, in dem sich die NPD - wie es dort heißt - "mit den Fanclubs solidarisiert". Dazu möchte unser FCC gemeinsam mit dem Supporters Club und dem Fan-Projekt Jena wie folgt Stellung nehmen.


"Der FCC bekennt sich zu Respekt und Toleranz, Antirassismus und Überparteilichkeit.“

So steht es in einem der Leitsätze des von Fans, Sponsoren und Verein entwickelten und satzungsverankerten Leitbildes des FC Carl Zeiss Jena.

Schon allein daraus wird ersichtlich, dass das in diesen Tagen Teilen des Jenaer Fanumfelds, Verantwortlichen des Vereins sowie dessen Supporters Club zugegangene Schreiben der NPD, in dem sie sich „mit den Fanclubs solidarisiert“, falsch adressiert ist.

Der FC Carl Zeiss Jena positioniert sich klar gegen jede Form von Diskriminierung und verwahrt sich gegen eine Instrumentalisierung der aktuellen Debatte um Fußball- und Fankultur für politische Ziele, die völlig konträr zur Vereinsphilosophie stehen.

Der von der NPD unternommene Versuch, unter dem Deckmantel einer Solidarisierung das Fanumfeld unseres FCC für sich zu erschließen, ist ein klarer Angriff auf die über Jahre durch den Verein aber vor allem von der Jenaer Fanszene selbst vorangetriebene Entwicklung zu einer Szene der Toleranz, des Miteinanders und der kritischen Auseinandersetzung mit dem Fußball und dessen Entwicklung.

Der FC Carl Zeiss Jena appelliert an alle Adressaten des NPD-Schreibens: Zeigt der NPD die Rote Karte! Der FCC stärkt seinen Fans den Rücken, sich diesem Unterwanderungsversuch entschieden entgegenzustellen.


Die Unterzeichner


FC Carl Zeiss Jena

Supporters Club

Fan-Projekt Jena

erstellt am 21.02.2013​

Im Paradies zu Hause - Reaktion des FC Carl Zeiss Jena auf NPD-Schreiben an...

Prima! :top:
 
T

theog

Guest
Was das Problem beim BVB betrifft, wünschte ich mir eine offizielle Stellungsnahme von den Ultra-Gruppierungen der Südtribüne gegen diese Nazischweine.
 

Holgy

Kommischer Foggel
Moderator
Zitat: Größtenteils verloren gegangen ist dabei der Fokus auf eine der traditionell gewalttätigsten Gruppierungen in und rund um die Stadien: Rechtsextreme Fans und Hooligans, die nicht nur die Gewalt mit anderen Fans suchen, sondern auch Fans des eigenen Vereins attackieren, wenn diese versuchen, gegen Rassismus und Diskriminierung im Stadion vorzugehen.

Eigentlich wäre es höchste Zeit für die Deutsche Fußball-Liga (DFL) auf das Thema Rechtsextremismus in deutschen Stadien klar und deutlich zu reagieren. Und das Sicherheitskonzept "Sicheres Stadionerlebnis" wäre dafür die perfekte Chance gewesen. Doch die Chance wurde nicht genutzt.

Der ganze Artikel:
Rechte Hooligans: Das unterschätzte Problem | NDR.de - Regional - Niedersachsen - Braunschweig/Harz/Göttingen

- - - Aktualisiert - - -

Rechte Banner vorerst aus Stadien verschwunden
Innenministerium redet Klartext über Cottbuser Fangruppe "Inferno"


Cottbus Die Antwort auf eine Kleine Anfrage im Brandenburger Landtag zur Cottbuser Fußball-Fangruppe "Inferno" fällt deutlich aus. Den Gruppenkern bilden maßgeblich Rechtsradikale. Das und weitere Details werden nun öffentlich.
Zitat ende.

Der ganze Artikel: Cottbus: Rechte Banner vorerst aus Stadien verschwunden :: lr-online



Energie Cottbus sprach gegen eine unbekannte Anzahl von rechtsradikalen Infernomitgliedern ein Hausverbot aus. Wie lange das geht ist nicht bekannt. Immerhin, seltsam aber, das sich Ernergie Cottbus nicht klarer und deutlicher von den Nazis distanziert.
 
Aktion in Chemnitz zusammen mit der Mannschaft des CFC


Mittwoch, 27. Februar 2013 17:54 Uhr

[h=1]Rechts nichts zulassen! Am 5. März ist Friedenstag in Chemnitz[/h]Rechts nichts zulassen!

Der Chemnitzer FC möchte dazu beitragen, dass sich viele Menschen am 5. März 2013 für ein weltoffenes, demokratisches Chemnitz einsetzen.

17.15 Uhr starten Vereinsverteter an der Hartmann-Halle, um dann gemeinsam zum Neumarkt zu gehen.

Ab 18 Uhr haben wir dann Heimspiel auf dem Neumarkt!
 

Keule

Geile Oma aus deiner Nähe
Ich weiß noch gut, wie vor 2-3 Jahren die ganze Südtribüne "Nazis raus" skandierte als NPD Vize Pastörs mit seinen Schergen Werbung machen wollte im und am Stadion. Einer der wenigen Momente in den letzten Jahren wo ich richtig stolz war Hanseat zu sein, denn gerade bei uns gab es ja auch ganz andere Zeiten, doch da hat tatsächlich so ein Selbstreinigungsprozess in der Fanszene eingesetzt. Ähnliches erhoffe ich mir in vielen anderen Szenen besonders in den neuen Bundesländern...
 
T

theog

Guest
:top: endlich etwas Reaktion auf der Südtribüene! weiter so!

 
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