RB Leipzig - Rasenball Leipzig - Red Bull in die Bundesliga

osito

Titelaspirant
Mittlerweile gibt es auch bei den Traditionsvereinen finanzielle Hilfen die nicht unbedingt etwas mit dem sportlichen Wettbewerb zu tun habenhttp://www.focus.de/sport/fussball/bundesliga1/bundesliga-hsv-coach-veh-kontert-sponsoren-kritik_aid_543358.html. Wer im Glashaus sitzt, sollte kein Wasser predigen. Oder so aehnlich...
 

Detti04

The Count
Grundsaetzlich sollte man eh im Hinterkopf behalten, dass es nur 10 "echte" Traditionsvereine in der Buli gibt, bzw. ich nenn sie wohl besser "traditionelle Bundesligisten". Damit meine ich alle die Vereine, die mehr als 40 Buli-Saisons absolviert haben; wenn man sich die ewige Tabelle anschaut, dann gibt es da da ein gewaltiges Loch, was die Dauer der Zugehoerigkeit angeht. Bayern, Bremen, Hamburg, Stuttgart, Dortmund, Gladbach, Koeln, Lautern, Schalke und Frankfurt weisen je 42 (oder mehr) Jahre Bulierfahrung auf, danach kommen Leverkusen und Bochum mit 32 bzw. 34, der Rest hat unter 30. Alle Klubs unterhalb von Leverkusen steigen eh so oft auf und ab, dass es praktisch egal ist, ob im Moment einer dieser Klubs oder ein "Geldverein" in der Buli spielt.

Man kann also im Prinzip sagen: Seit 32 Jahren besteht die Buli im Wesentlichen aus den Top 10 und Leverkusen und wird anschliessend mit irgendwelchen anderen Klubs aufgefuellt. Ist natuerlich auch kein Zufall, dass die internationalen Plaetze in den meisten Faellen zwischen den Top 10 und Leverkusen ausgespielt werden.
 

Holgy

Kommischer Foggel
Moderator
Solche Geldvereine (übrigens ein recht doofes Wort) können es ja nur schaffen, weil bei vielen Traditionsvereinen jahrelang bzw. jahrzehntelang schlecht gewirtschaftet worden ist.

Naja, das hängt aber auch sehr stark von der Region ab. Werder zum Beispiel wirtschaftet wohl sehr gut, aber viel mehr ist nicht drin und wenn es mal sportlich mal eine Durststrecke kommt (=mehr als eine Saison hintereinander nicht internationaler Wettbewerb), dann sind die ruckzuck weg vom Fenster und dann wieder hoch zu kommen wird schwer, wenn nicht gar unmöglich. Langfristig und wenn die Rahmenbedingungen sich nicht ändern, wird es zum Beispiel für Werder tatsächlich nur noch (wenn überhaupt!) um einen EL Platz gehen. Was ich sagen will: die können da noch so seriös wirtschaften, dass reicht aber nicht, um wirtschaftlich potenteren Vereinen Paroli zu bieten.

Dies ist kein Plädoyer gegen Wolfsburg, Leverkusen oder Hoffenheim.
 

Ichsachma

Loretta-Spezerl
Ich kann ja nachvollziehen, dass Du nicht ins blinde Draufschlagen auf die "Geldvereine" einstimmen willst, aber deine These finde ich dann doch äusserst gewagt.
Würde mich schon interessieren, welche "Traditionsvereine" auf Dauer durch solides Wirtschaften den Aufstieg von WOB, mit einem äusserst solventen Unternehmen im Rücken, garantiert blockiert hätten.

Vor allen Dingen sollte man klarstellen, dass eine "Phalanx" von wirtschaftlich optimal arbeitenden Vereinen in ihrer Gänze hätte Emporkömmlinge hindern müssen.

Ein rechnerisches Ding, das gegen Unmöglichkeit konvergiert, da es nun einmal Auf- und Abstieg gibt.
 

André

Admin
Genau, selbst wenn die Traditionsvereine alle top gerwirtschaftet hätten, hätte es trotzdem Absteiger gegeben, und es wären auch niemals alle 18 Meister geworden.

Das in der Vergangenheit keine Konzernvereine den Bach runter gegangen sind liegt schlicht dran, dass es die bisher kaum gab.

Also traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast. ;-)
 

Keule

Geile Oma aus deiner Nähe
Deswegen spielt Frankfurt auch nicht mehr oben mit, sondern allenfalls im Mittelfeld.
Bei Dortmund wurde auch unendlich viel Geld verbrannt. Das Gleiche bei Schalke, Gladbach, Köln.
Na, was fällt auf?
Alles Traditionsvereine.

Dann schauen wir mal etwas weiter als von Wand bis Tapete: In England gibt's die Geldvereine ja schon länger. Welche Geldmängen wurden bei Man Utd verbrannt? Welche bei Newcastle? Welche bei Portsmouth?
 

Keule

Geile Oma aus deiner Nähe
Grundsaetzlich sollte man eh im Hinterkopf behalten, dass es nur 10 "echte" Traditionsvereine in der Buli gibt, bzw. ich nenn sie wohl besser "traditionelle Bundesligisten". Damit meine ich alle die Vereine, die mehr als 40 Buli-Saisons absolviert haben;

Da find ich die Definition von Herrn Rauball besser:

Was ist für sie ein Traditionsverein?

Das lässt sich nicht nach Meisterschaften und Bundesliga-Jahren berechnen. Für mich sind auch Alemannia Aachen oder Dynamo Dresden Traditionsvereine.

Warum?

Ein Verein muss über Jahrzehnte für die Fans und die entsprechende Region eine große Bedeutung haben, Krisen überstanden haben - und Identifikation vermitteln. Dann handelt es sich in meinen Augen um einen Traditionsverein.
 

wupperbayer

*Meister 20xx*
Ja, ne ganz tolle Definition ist das. Je nachdem, wie man das auslegt, gibt es dann in Deutschland 5 oder 50 Traditionsvereine. Dann kann man diesen Quatsch des Schubladendenkens auch einfach lassen.
 

Rise Against

Pokalfinalist
Demnach ist Leverkusen schon lange ein Traditionsverein, und Wolfsburg wird in 5, 10 Jahren auch einer sein, Hoffenheim in 20, 30 Jahren und RB Leipzig in 25, 35 Jahren.

Wird mir von den "Hardcore-Traditionalisten" keiner zustimmen.
 

Keule

Geile Oma aus deiner Nähe
Demnach ist Leverkusen schon lange ein Traditionsverein, und Wolfsburg wird in 5, 10 Jahren auch einer sein, Hoffenheim in 20, 30 Jahren und RB Leipzig in 25, 35 Jahren.

Wird mir von den "Hardcore-Traditionalisten" keiner zustimmen.

Warum auch? Es gibt noch so'n Paar andere Prinzipchen die für einen T-Verein wichtig sind, aber das alles in nem BILD-Interview zu erläutern war wohl sogar RR zu viel...
 

maxi98

Bitch ´n´ Dog Food
An diesem Wochenende gewann RB Leipzig mit 2:0 beim VFC Plauen. Vorallem in den ersten 20 Minuten spielten sie überzeugend :hail:
 

André

Admin
Interessanter Artikel zu RB Leipzig bei SPON. Anscheinend nimmt RB Leipzig keine Vereinsmitglieder an:

Der neue Player auf dem Fußballmarkt mag keine Vereinsmeier, das Unternehmen will nicht von Fans fremdbestimmt werden. Der Club verweist darauf, dass ihm die Gemeinnützigkeit vom Finanzamt bewilligt wurde und die Lizenz vom DFB. Man habe stets die Minimalbedingungen erfüllt, sagt schmunzelnd RB-Geschäftsführer Dieter Gudel, 34, wie Beiersdorfer früher beim HSV.

DER SPIEGEL*42/2010 - Im Sog des Kapitals

Dagegen ist selbst der Hopp noch Gold wert. :suspekt:
 
Der Oral ist immer noch da! Netter Kerl hin oder her, ob er der Richtige ist aus den Talenten die sicher bei RB spielen eine Mannschaft zu formen die Wettbewerbsfähig ist wage ich zu bezweifeln. Zumindest konnte er es noch nicht beweisen bisher! Schauen wir mal wa kommt!

Wichtig ist auf'm Platz

Hier mal noch ein Block der LVZ (Leipziger Volkszeitung in der es wieder mal um RB (Pro und Contra) geht.

Für mich bleibt Chemnitz Aufstiegsfavorit! Die machen ihre Sache recht gut und mit Förster haben sie einen mit Torriecher der seinesglechen sucht! Hut ab!
 
Klar für Chemnitz! Zum Spiel: Chemnitz war phasenweise stärker. Im Enefekt glückliches Unentschieden für RB. Ansonsten sehr abwechslungsreich und spannend! Tolle Stimmung mit 13000 Zuschauern. Catering großer Mist. In der Halbzeitpause waren die warmen Getränke alle. Bier gabs nicht, da "Sicherheitsspiel"! Verstehe ich nicht so richtig. GG Lok und Sachsen gabs auch Bier und gg fast nur friedliche Chemnitzer ist es ein Sicherheitsspiel??? Naja das haben uns nun sogenannte "Fans" die sich nicht benehmen können eingebroggt! Ars....geigen!
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
Welches "Plans" denn? Mir ist einer bekannt, der da hiess, alle 2 Jahre aufzusteigen. Da sind sie dicke im Soll. Immernoch.
 
Welches "Plans" denn? Mir ist einer bekannt, der da hiess, alle 2 Jahre aufzusteigen. Da sind sie dicke im Soll. Immernoch.

Sehe ich genauso! :top: Die Traditionalisten und Ultras können schimpfen wie sie wollen. Rb entwickelt sich. Eine "Ehrenrunde" in der RL ist kein Beinbruch. Sicher hätte man sich das als Rb-Fan anders gewünscht, aber Fußball ist nun mal nicht 100% ig planbar. Das stimmt schon und das macht doch den Reiz des Fußballs auch aus. Wäre doch langweilig wenn jedes Jahr Bayern unangefochten Meister werden würde!? Oder?? Trotzdem ist eine Zuschauerzahl von 13000 schon respektabel und dass da 4000 Chemnitzer da waren ist doch völlig o.k. sind ja schließlich Tabellenführer. Und dass sie Schei.. RB rufen, na mein Gott sollen sie doch wenn es ihnen gut tut?;)
Gut finde ich übrigens einige Meinungsäußerungen von Chemnitzern die sich sehr wohl gefühlt haben in Leipzig, bei uns, bei RB. Habe persönlich mit Chemnitzer Fans gesprochen die völlig unbehelligt im Zuschauerstrom von Rb-Fans gelaufen sind, mit hellblauer Fankleidung. Ist bei einigen anderen Fangruppen nicht unbedingt möglich! Genauso brauchte man als Rb-fan auch keine Angst haben um seine Fanartikel. Auch das ist nicht bei allen Spielen so!
Die Fan-Basis wächst, trotz der teilweise durchwachsenen Spiele und Ergebnisse, gegen Chemnitz war es ein richtig schönes und spannendes Spiel, zeitweise zumindest! Hat Spaß gemacht und das soll es doch auch! Oder??
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
Das steht in dem Artikel aber anders: "Eigentlich zählt in dieser Saison nur Platz eins".

Naja, mag sein. Und es mag auch sein, dass RB mit jedem Aufstieg ob ihrer finanziellen Möglichkeiten sogleich neuer Aufstiegsfavorit ist. Und es mag auch sein, dass man für jede Einzelsaison selbstredend den Aufstieg anpeilt. Alles andere wäre auch vermessen. Dennoch sollte man vor allem als Schreiberling und Leser auch die Langfrist"planung" im Auge behalten. Da relativiert sich dann nämlich einiges.

Was nicht heisst, dass durch den Langfristplan die Spieler und Trainer festerer im Sattel sitzen.
 
RB leistet sich ein 30 Millionen Trainingszentrum. Damit macht RB weiter einen Schritt Richtung Profifußball, leider. Wenn sie dieses Jahr den Aufstieg verpassen dauert es ja zum Glück mindestens noch ein Jahr länger und mal schauen vielleicht überrascht ja nicht nächste Saison nicht wieder eine Mannschaft wie der CFC diese Saison, die dann vor RB steht.

RB Leipzig leistet sich ein 30-Millionen-Trainingszentrum - Regionalliga - kicker online

Wieso leider? Sicherlich, einerseits geht die traurige Nachricht daraus hervor, dass ein Club auf große finanzielle Unterstützung angewiesen ist, um sich im Profifußball festzusetzen. Andererseits könnte sich mit RB Leipzig ein Verein in die 1. Bundesliga einbringen, der eine Art Vorbildcharakter haben könnte für andere ostdeutsche Vereine, die zwar keinen Geldgeber mit Red Bull haben, aber konzeptionell einige Ideen gebrauchen könten.
 
T

theog

Guest
Welches "Plans" denn? Mir ist einer bekannt, der da hiess, alle 2 Jahre aufzusteigen. Da sind sie dicke im Soll. Immernoch.

Im Bericht des Links steht:
Spätestens dann will sich RasenBallsport Leipzig, wie der Klub offiziell heißt, mit Bayern München oder Schalke 04 auf Augenhöhe messen. Langfristig plant Mateschitz mit Leipzig sogar den Großangriff in der Champions League. "Der Titelgewinn ist aber nicht planbar, wenngleich auch nicht ausschließbar", sagte der Österreicher.

:floet: aber hallo, respekt: "Der Titelgewinn ist aber nicht planbar,...", immerhin...:lachweg:
 
Andererseits könnte sich mit RB Leipzig ein Verein in die 1. Bundesliga einbringen, der eine Art Vorbildcharakter haben könnte für andere ostdeutsche Vereine, die zwar keinen Geldgeber mit Red Bull haben, aber konzeptionell einige Ideen gebrauchen könten.

Was denn bitte für einen Vorbildcharakter?? Etwa dass man seinen Namen verkauft für einen Getränkehersteller?? Soll es dann etwa VitaCola Rostock oder Radeberger Dresden heißen?? Außerdem so außergeöhnlich ist die Idee ja nun auch nicht ein Trainingszentrum zu bauen und auch andere Vereine haben soetwas, nur nicht für 30 Millionen Euro, weil ihnen halt das Geld fehlt, weil sie sich nicht verkauft haben.

Vorbildliche ostdeutsche Vereine sind für mich z.B. Energie Cottbus (geringer Etat, gut in der 2.Liga, und öfters auch in der 1.Liga anzutreffen und in den letzten 4 Jahren die Lizenz ohne Auflagen erhalten) oder auch teilweise Union Berlin (dieses und letztes Geschäftsjahr einen Gewinn erwirtschaftet, Schulden abgebaut, verpflichten nur ablösefreie Spieler und eigene Jugendspieler, verschieben den Ausbau der Haupttribüne um später einen geringeren Kredit dafür aufzunehmen (um dannn nich pleite zu gehen, wenn sie absteigen sollten)). Da gibts bestimmt noch den einen oder anderen Verein der als Vorbild gelten kann, aber sicherlich nicht RB, weil kein normaler Dritt- oder Viertligist einfach mal 30 Millionen Euro in die Infrastruktur investieren kann ohne in die Insolvenz zu gehen.
 
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