Rassismus: Boateng bricht Spiel ab!

André

Admin
Kevin Prince Boateng spielt mit dem AC Milan bei einem Viertligisten ein Testspiel. Nachdem er mehrfach rassistisch beschimpft wurde, beendete er das Spiel und seine Mannschaft zog mit. Aus nach 27. Minuten!


:top:
 
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NK+F

Fleisch.
Von daher müsste er aber wohl jede 2. Woche ein Punktspiel abbrechen.
Sowas kommt leider recht oft vor.
 
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alditüte

HSVer
Sowas sollte bei Pflichtspielen auch gemacht werden, von den Spielern. Bei einem Testspiel verläuft das eh im Sande.

Beim heutigen Fußball könnte ich mir aber auch vorstellen, dass das Spiel dann für die Gegner gewertet wird. Aber ein Zeichen würde das setzen und Eindruck schinden ebenfalls, was sind dagegen schon drei Punkte?
 

Detti04

The Count
Weshalb die Aufregung, schliesslich hiess Milans Gegner "Fuer das Vaterland". Die Ablehnung alles (bzw. eines) Fremden ist da doch nur konsequent.
 
T

theog

Guest
Weshalb die Aufregung, schliesslich hiess Milans Gegner "Fuer das Vaterland". Die Ablehnung alles (bzw. eines) Fremden ist da doch nur konsequent.

Mensch detti, tu ab und zu Ironiesmilies oder so bei einigen deiner Beitraege, nicht dass sie missverstanden werden...:D

Jap, die Aktion von Boateng fand ich auch super:top:
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Und es wird nun auch noch Nachspiele geben:

a) Die Polizei ermiteltt.
b) Stadionverbote drohen.
c) Der ital. Ligaverband will Zivilklage einreichen.

Q: http://www.sport1.de/de/fussball/fu...ll_international_serie_a/newspage_658190.html

Prima! Und ab jetzt bitte jedes Mal, wenn sowas vorkommt!

°_________________________________°​

Reaktion aus Italien auf KP Boatengs Aktion:

"Endlich! Wir sind das so leid! Ein großartiges Team, ein großartiger Trainer und ein großer Mann (=Boateng)!" sagt Nationaltrainer Cesare Prandelli.

"Wir alle sind Boateng", titelte die "Gazzetta dello Sport".

"Wir müssen dieses unzivilisierte Verhalten stoppen. Italien muss ein bisschen zivilisierter und intelligenter werden." Massimiliano Allegri.

"Wir brauchen jetzt eine Null-Tolleranz-Politik ...auch in der Serie A in ähnlichen Situationen Spiele sofort abzubrechen sind". Barbara Berlusconi

"Wir sind bereit, auch gegen Barcelona oder Real Madrid wieder so zu reagieren." M'Baye Babacar Niang



Zitate von: Rassismus in Italiens Fußball: "Wir alle sind Boateng" - Sport | STERN.DE
 
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Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Hässliches war im Übrigen mal wieder von den Tribünen zu vernehmen. Zwei Tage nach dem der AC Mailand aus Protest gegen rassistische Schmährufe bei einem Testspiel den Platz verlassen hatte, verhöhnten Lazio-Anhänger Cagliaris Victor Ibarbo mit Affengeräuschen. Cagliaris Bank beschwerte sich, der Schiedsrichter unterbrach das Spiel für einige Sekunden, sprach mit den Kapitänen und veranlasste eine Durchsage über die Stadionlautsprecher.

Cavani-Gala im Südduell: Napoli ist Dritter - Italien - News - kicker online

Tja, immerhin,... allerdings muss der italienische Verband wohl noch etwas mehr leisten, damit man ihm abnehmen kann, dass er ernsthaft etwas gegen rassismus tut. (Und Blatter verharmlost mal wieder alles - Schmeißt den endlich raus!).

Boateng überlegt derweil ob er in eine andere Liga wechselt
 
T

theog

Guest
jap. Das steht bei der SZ zum Thema:
"Ich denke, dass ein Spieler nicht einfach vom Feld gehen kann, das ist nicht die Lösung." , sagte der Schweizer am Rande einer Veranstaltung in Dubai. Sonst könne man schließlich bei einer drohenden Niederlage einfach vom Platz. Blatter betonte aber auch: "Rassismus darf nicht toleriert werden".

Rassismus-Fall in Italien - Blatter kritisiert Boateng - Sport - Süddeutsche.de

Wass für ein W*** ist dieser Blatter, schweizer halt, kein Wunder. einerseits sagt er "ressismus darf nicht toleriert werden", aber andererseits spielt er den vorfall ziemlich runter, wenn er sagt "Sonst könne man schließlich bei einer drohenden Niederlage einfach vom Platz"... unglaublich.
 

alditüte

HSVer
Der scheiß Blatter sollte mal die Schnauze halten. Der ist selbst 2006 dem WM-Finale bei der Ehrenzeremonie ferngeblieben, weil er in den Spielen zuvor immer wieder von den Fans ausgebuht wurde.

Aber er zeigt uns ja, wie entwickelt die Technologie heutzutage ist. Wir Menschen können mittlerweile sogar Ärschen das Sprechen beibringen.


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Weshalb die Aufregung, schliesslich hiess Milans Gegner "Fuer das Vaterland". Die Ablehnung alles (bzw. eines) Fremden ist da doch nur konsequent.
Kompletter Schwachsinn.
 

Schröder

Problembär
Den Platz zu verlassen war absolut richtig. Die Liga zu verlassen wäre aber das falsche Signal: Dann hätten die dreckigen Rassisten sogar mehr erreicht, als sie wollten.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Es geht nicht ums "Signal" in diesem Falle sondern darum, ab wann ein Spieler davon die Schnauze voll hat.

Außerdem sollte das endlich mal auch einer hier in diesen Stadien machen, wenn wieder mal die "Uh-uh-uh"- und "Sieg"-Fraktion zu Gange ist.
 

Schröder

Problembär
Ich würd´s ihm ja auch nicht vorwerfen. Aber die Konsequenz wäre wohl, dass rassistische Beleidigungen im Stadion noch zunehmen würden, wenn man damit die verhassten Spieler aus dem Land mobben kann.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Das ging ja mal schnell: 6 typen erhielten 5 Jahre Stdionverbot darunter ein Lokalpolitiker der Lega Nord. Das ist natürlich zu begrüßen (wobei es auch ruhig etwas mehr hätte sein dürfen), es bleibt allerdings ein fader Beigeschmack, wenn gleichzeitig in der Liga ähnliche Aktionen unbestraft bleiben. Es wäre eine wirkliche günstige Gelegenheit für den italienischen Fußball, da mal etwas besser durchzugreifen. Und ich würde sagen. nicht nur für den italienischen!
Eklat um Boateng: Rassistische Fans bekommen jahrelanges Stadionverbot | Sport | ZEIT ONLINE

Zu denken geben sollte den Kollegen Spielern vielleicht auch das, was Gerald Asamoah in seinem gerade erschienenen Buch schreibt:

"Fest steht, dass ich mir damals gewünscht hätte, dass aus dem Kreis der ehemaligen Spieler der Nationalmannschaft und vor allem vom Kapitän eine Reaktion gekommen wäre. Eine eindeutige Stellungnahme gegen solche Vorkommnisse. Dass dies nicht passiert ist, hat mich sehr enttäuscht und machte mich doch sehr nachdenklich."
Asamoahs Frust - sueddeutsche.de
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Kehrtwende bei Blatter zum Thema Rassismus im Fußball. Nun ist sogar für harte Strafen wie Punktabzug und Zwangsabstieg.

"Die ganze Welt kämpft gegen Rassismus und Diskriminierung. Fußball ist Teil der weltweiten Gesellschaft. Wir vereinigen 300 Millionen Leute auf der ganzen Welt und sollten ein Beispiel setzen. Wenn es keine ernsthaften Bestrafungen bei Fehlverhalten gibt, wird sich nichts ändern."

Rassismus: Blatter droht bei mit Zwangsabstieg | 11 Freunde

Ja, das ist ja schon mal nicht schlecht, noch bessere wäre es allerdings, wenn die FIFA/UEFA den Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung im Fußball unterstützen würde. Initiativen und Gruppen gibt es zahlreiche, doch Hilfe können die sicher noch gebrauchen. Und wo es es sowas nicht gibt, sollte dringend etwas initiert werden. Strafe allein ist zu wenig!
 
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