Rasenball Leipzig Forum

Dieses Thema im Forum "2. Bundesliga" wurde erstellt von Nestor BSC, 3 Juni 2014.

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Gelingt RB Leipzig auch in der 2. Liga der Durchmarsch?

  1. ja

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  2. nein

    6 Stimme(n)
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  3. weiß nicht

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    3,1%
  4. ist mir egal

    4 Stimme(n)
    12,5%
  5. will es nicht hoffen

    15 Stimme(n)
    46,9%
  6. Red Bull sauft wieder ab (Abstieg)

    1 Stimme(n)
    3,1%
  1. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Ja dann ist ja alles easy.
     
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  3. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Ich hoffe die meinen mit überzogen die Berichterstattung, glaube es aber nicht.
     
  4. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Na dann nimm dir mal nen Beispiel daran objektiv zu sein, , gerade wennes um RB geht.

    Alternativ stelle ein Antrag dass Gladbach sich in Zukunft ausschließlich aus Eintrittsgeldern finanziert.
     
  5. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

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    Versteh ich nicht, nach dem Diagramm sind die ja alle aufgelöst. Aber sowohl Chemie als auch Lok gibts doch noch^^
     
  6. Detti04

    Detti04 The Count

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    Das ist ja das Problem. Ich glaube, Chemie und Lok gibt es wieder, und ich weiss nicht, ob nicht sogar zusaetzlich noch ein Sachsen Leipzig existiert. Ich meine, es haette irgendwann mal Zoff zwischen Chemie und Sachsen gegeben, obwohl das doch ein und derselbe Verein war... Wie gesagt, ich blicke da schon lange nicht mehr durch.
     
  7. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

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    Musst mal das lesen: http://de.wikipedia.org/wiki/FC_Sachsen_Leipzig#Inoffizielle_Nachfolgevereine

    Die prominenten Vereine in Leipzig sind im Prinzip Chemie, Lok, RB und Roter Stern.
     
  8. Detti04

    Detti04 The Count

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    Hier noch mal als Beispiel. Das ist das von JayJay angesprochene Sachsen Leipzig, welches vorher wohl TuS Leutzsch hiess:

    http://www.sachsen-leipzig.com/index.php?id=startseite-sg-sachsen-leipzig

    Wir haben aber auch noch die BSG Chemie Leipzig:

    http://www.chemie-leipzig.de/

    Deren Historie zeigt: bis 1990 Chemie Leipzig, von 1990 bis 2011 FC Sachsen (das ist der gruene Strang in der Grafik), jetzt halt die BSG Chemie. Alles klar? Nee, mir auch nicht.
     
  9. Detti04

    Detti04 The Count

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    Ah, das ist tatsaechlich hilfreich. Schoen is natuerlich auch, dass die Anti-Fusionisten von BSG und Lok kein Problem damit haben, mit irgendwelchen anderen Leipziger Vereinen zu fusionieren, wenn man so ein paar Klassen ueberspringen kann.
     
  10. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Ich entnehme der Diskussion, dass RB also der Älteste Leipziger Club im höherklassigen Bereich ist. Quasi also der einzige Traditionsverein dort.
     
  11. Detti04

    Detti04 The Count

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    Mal die letzten Neugruendungen und Fusionen ansehen:

    Sachsen - anscheinend in dieser Saison
    BSG Chemie - 2011 (Fusion, um 4 Klassen zu klettern)
    Lok - 2005 (Fusion, um 4 Klassen zu klettern)
    RB - 2009 gegruendet

    Traditionsverein ist damit also Lok, dessen letzte Fusion vor 9 Jahren stattfand, also praktisch in grauer Vorzeit.
     
  12. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

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    Wenn du höherklassig noch entsprechend definierst, dann ist RB auch der einzige Club überhaupt^^
     
  13. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Ich muss ja nicht objektiv sein. Aber ein unabhängiger gebührenfinanzierter TV Sender sollte das schon, zumindest wenn es um SportBerichterstattung geht.
     
  14. JayJay

    JayJay Well-Known Member

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    Sorry, Detti, hab eben erst deine Anfrage gesehen. Sobald ich mal die Zeit finde, kann ich mal versuchen, hier einen klaren Umriss darzustellen. ;)
    (Wie durcheinander das Ganze ist, habt ihr ja schon bemerkt...)
     
  15. JayJay

    JayJay Well-Known Member

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    Nun also, der Übersicht halber, mal eine kleine Geschichte des Leipziger Fußballs... wer ist eigentlich "Chemie"? Warum gibt's den VfB Leipzig nicht mehr? Fragen über Fragen. Hier die Antworten...


    Tatsächlich hat der Fußball eine durchaus prägende Bedeutung. Dass der DFB Anfang des 20. Jahrhunderts hier gegründet wurde, dürfte wohl jeder wissen. Ebenso auch, dass der erste deutsche Meister VfB Leipzig hieß. Darüber hinaus konnte Leipzig in Sachen Zuschauerzahlen Bestmarken setzen: Das „Stadion des Friedens“ war seinerzeit mit über 40.000 Plätzen das erste Stadion dieser Dimension in Deutschland. 1956 dann war das Zentralstadion die deutsche Rekordkulisse - 1956 sahen darin über 100.000 Zuschauer das Derby „SC Rotation Leipzig - SC Lokomotive Leipzig“, was bis heute unerreicht in Deutschland ist.

    Das sind aber nun schon einige Namen. Gibt's da so viele Vereine? Allerdings! VfB Leipzig, SC Leipzig, SC Rotation Leipzig, SC Lokomotive Leipzig, 1. FC Lokomotive Leipzig, BSG Chemie Leipzig, FC Sachsen Leipzig … sie alle finden irgendwo ihren Platz in der Geschichte des Leipziger Fußballs und etliche davon sind direkt irgendwie mit den anderen Vereinen verbunden.


    1893 wurde der erste Leipziger Verein gegründet: SV Lipsia 93.

    1896 dann wurde der VfB Leipzig ins Leben gerufen, firmierte später durch Zusammenschluss zwei Jahre als „VfB Sportbrüder Leipzig“ aber ab 1900 wieder als VfB Leipzig. Die ersten Stadtmeisterschaften gewann zwar ein anderer Verein (Der Leipziger BC), doch zum Anfang des 20. Jahrhunderts stieg der VfB Leipzig zum Spitzenverein in Deutschland auf: 1903 wurde die erste deutsche Fußballmeisterschaft gewonnen und bis 1913 sechs mal die Finalspiele erreicht, wobei 1906 und 1913 weitere Titel gewonnen wurden. Vor Ausbruch des ersten Weltkrieges war der VfB Leipzig damit deutscher Rekordmeister.

    In der Zeit bis zum zweiten Weltkrieg schwand die Bedeutung des Leipziger Fußballs. Der VfB erreicht nur noch 4 Teilnahmen an der Endrunde zur Meisterschaft, kam dabei aber nur einmal bis ins Viertelfinale. Weitere Teilnahmen anderer Leipziger Vereine waren ähnlich bedeutungslos.

    1945 wurde der VfB Leipzig, damals ein Großverein mit über 3000 Mitgliedern, aufgelöst und enteignet. Stattdessen wurde an gleicher Stelle 1946 die SG Probstheida gegründet, welche in der Folge mehrfach umbenannt wurde - BSG Erich Zeigner Probstheida, BSG Einheit Ost und schließlich (1954) SC Rotation Leipzig … all diese Vereine standen gewissermaßen für den „reichen“ bzw. bürgerlichen Osten der Stadt.

    Währenddessen im Industrieteil, also im Westen der Stadt:

    Schon 1938 entstand nach Zusammenschluss zweier Vereine der Verein TuRa 1899 Leipzig im Stadtteil Leutzsch. Nachdem wie bereits geschrieben 1945 alle Sportvereine in Leipzig aufgelöst wurden, wurde 1946 an gleicher Stelle in Leutzsch die SG Leipzig Leutzsch gegründet. Nach mäßigem Erfolg fusionierte diese 1949 mit den Sportgemeinschaften Böhlitz-Ehrenberg, Lindenau-Hafen, Leipzig-Aue und Leipzig-Mitte zur nun neuen ZSG Industrie Leipzig (wovon sich später wieder kleinere Vereinigungen abspalteten, welche nach 1990 die Basis für kleine regionale Vereine waren). 1950 dann wurde in der DDR das System der Betriebssportgemeinschaften organisiert, sodass damit die ZSG nun in die BSG Chemie Leipzig umgewandelt wurde.

    Im Sinne jener Betriebssportgemeinschaften und zum Zwecke der Konzentrierung der sportlichen Kräfte in der DDR auf gewisse Zweige der Industrie wurden 1954 erneut Umstrukturierungen durchgeführt. Weil der Hauptvertreter aus dem Zweig „Chemie“ bereits in Halle/Leuna angesiedelt war, wurden nun die Spieler der bisherigen BSG Chemie Leipzig vor die Wahl gestellt, entweder nach Halle/Leuna zu wechseln, sich dem ebenfalls neugegründeten Verein SC Rotation Leipzig (Rotation stand für das Verlagswesen und Druckereigewerbe) im Osten der Stadt oder aber dem neuen SC Lokomotive Leipzig (nicht zu verwechseln mit 1. FC Lok) in Gohlis anzuschließen. Die meisten Spieler entschieden sich für letzteres, während übrige Spieler als „BSG Chemie Leipzig-West“ in der fünftklassigen Bezirksklasse weiterspielten. Der SC Lok übernahm den Oberliga-Startplatz der BSG Chemie.

    Zeitweise kam es nun zu Derbys zwischen dem SC Rotation Leipzig und SC Lokomotive Leipzig (1956 der Besucherrekord mit über 100.000 Zuschauern). Anfang der 60er wurde jedoch beschlossen, dass ein Verein pro Bezirk genug sein sollte und so wurden 1963 der SC Rotation und SC Lokomotive Leipzig zwangsvereinigt zum SC Leipzig - angesiedelt im ehemaligen Gebiet des SC Rotation, also im bürgerlichen Westen der Stadt. Dabei wurden auch direkt die vermeintlich besten Spieler zum neuen SC Leipzig delegiert, man wollte sofort eine Meistermannschaft formen.

    Die übrigen Spieler galten als „Rest von Leipzig“ und gingen zur neu entstandenen BSG Chemie Leipzig, welche auch direkt in der Oberliga startete, da Rotation und SC Lok beide dort spielten. Doch die Rechnung der damaligen Verantwortlichen und DDR-Funktionäre ging nicht auf: Statt dass der SC Leipzig nun das Aushängeschild des Leipziger Fußballs wurde, trumpfte direkt die BSG Chemie Leipzig auf. Zum einen kamen gleich im ersten Jahr doppelt so viele Zuschauer zum vermeintlich schwachen Arbeiterverein im Westen wie zum SC Leipzig und zum zweiten feiert dieser „Rest von Leipzig“ unter Trainer Alfred Kunze am Ende die größte Überraschung der DDR-Fußballgeschichte: die Meisterschaft.

    Seitens der BSG Chemie blieb es jedoch bei dieser Überraschung, weitere derartige Erfolge gab es nicht. 1971 stieg man sogar erstmals aus der Oberliga ab. Derweil behielt der SC Leipzig den Förderstatus durch die DDR-Funktionäre. 1966 wurde aus dem SC Leipzig die Fußballsektion ausgegliedert und diese in den 1. FC Lokomotive Leipzig umgewandelt, da man seitens der DDR nun den Fußball und eigenständige Fußballclubs fördern wollte. Trägerbetrieb und Finanzspritzer des neuen Vereins war übrigens die Deutsche Reichsbahn; daher „Lokomotive“ und daher auch der spätere Erfolg des 1. FC Lok.

    Zur Wendezeit änderte sich logischerweise erneut einiges. Der 1. FC Lokomotive Leipzig hatte in der letzten DDR-Oberliga-Saison den siebten Platz erreicht und sich später für die neue gesamtdeutsche 2. Bundesliga qualifiziert. Im Zuge dieser Neuorientierung entschloss man sich 1991 außerdem nun wieder unter dem (geschichtsträchtigen und für Fußballdeutschland bedeutsamen) Namen VfB Leipzig anzutreten.

    Die BSG Chemie hatte unterdessen in der vorletzten Saison in der DDR den 2. Platz in der DDR-Liga (zweithöchste Spielklasse) erreicht. Der FSV Böhlen hatte damals allerdings den Aufstiegsplatz zur DDR-Oberliga erreicht. Seitens der BSG Chemie (wurde übrigens 1990 noch in FC Grün-Weiß 1990 Leipzig umbenannt) wurde daher eine Fusion angeboten, welche Böhlen aufgrund finanzieller Probleme annahm. In der letzten DDR-Oberliga-Saison trat damit 1990 der nun als FC Sachsen Leipzig bekannte Verein an. Letztlich wurde der 12. Platz und damit die Qualifikationsrunde zur 2. Bundesliga erreicht.

    In jener Qualifikation landete man ausgerechnet in derselben Gruppe wie Konkurrent Lok Leipzig. Lok Leipzig gewann die Gruppe, kam wie gesagt in die 2. Bundesliga, während Sachsen Leipzig auf dem letzten Platz und damit später in der Fußball-Oberliga Nordost landete.

    VfB Leipzig spielte in der Folge einige Jahre zweitklassig (und ein mal gar erstklassig), stieg aber schon 1998 in die Regionalliga Nordost ab. Finanziell ging es schon damals bergab und nachdem zur Jahrtausendwende die Regionalliga-Reform den VfB Leipzig in die Oberliga Nordost-Süd zwang, kam auch das erste Insolvenzverfahren zustande. Hier wurde allerdings ordentlich geschludert und die Schulden wurden in der Folge eher größer. 2004 folge das nächste Verfahren, womit wenig später die Auflösung des Vereins beschlossen war.

    Da dies abzusehen war, wurde schon 2003 der 1. FC Lokomotive Leipzig neu gegründet und übernahm dann später die Strukturen des ehemaligen VfB. Der neue 1. FC Lok machte in der ersten Saison in der untersten Spielklasse einen absoluten Durchmarsch (26 Siege aus 26 Spielen mit 316:13 Toren) und fusionierte zu Saisonende 2006 mit dem siebtklassigen SSV 52 Torgau für das entsprechende Startrecht. In der Bezirksklasse Leipzig Staffel 2 wurde erneut ein Aufstieg gefeiert, sodass 2008 bereits wieder ein Platz in der fünften Liga eingenommen werden konnte. Seit 2013 ist die neue „Loksche“ wiederum schon in der Regionalliga Nordost angekommen - also viertklassig.

    Beim FC Sachsen Leipzig lief es so:

    Bis 2001 spielte man in der drittklassigen Regionalliga und bis 2009 dann fast immer in der vierten Liga. 2009 stieg man dann allerdings in die fünfte Liga ab und musste zudem Insolvenz anmelden. 2009/2010 kam es also erstmals wieder zu Derbys zwischen den beiden großen Leipziger Vereinen. In jener Saison kam aber bereits das Feindbild RB Leipzig auf und stieg noch dazu direkt in die vierte Liga auf und ist seitdem auch die erfolgreichste Leipziger Mannschaft. 2010/2011 wurde Sachsen Leipzig aufgrund nicht vorhandener finanzieller Mittel aufgelöst und die Spielrechte der zweiten Mannschaft und der Nachwuchsmannschaften auf den neu gegründeten Verein SG Leipzig-Leutzsch übertragen.

    SG Leipzig Leutzsch wiederum benannte sich letztes Jahr (2013) nach einer Mitgliederversammlung in SG Sachsen Leipzig um. Man wollte wieder die Tradition der Vorigen aufnehmen. In jenem Verein gab es allerdings natürlich wieder jede Menge Misswirtschaft (Offenbar agierte man 3 Jahre lang nahezu ohne wirkliche Buchführung) etc., sodass im Mai diesen Jahres (2014) erneut der Gang zum Insolvenzgericht nötig war. Zuletzt spielte man noch in der Sachsenliga (6. Spielklasse), wurde daher aber auf Stadtebene herabgestuft - erhielt aber selbst dort keine Lizenz für den Spielbetrieb.

    Manche sehen derweil die schon 1997 neu gegründete BSG Chemie als wahren Nachfolger der alten Traditionen. Die BSG Chemie wurde neu gegründet, weil sich einige mit Sachsen Leipzig nicht recht identifizieren wollten und lieber die alte Tradition bewahren wollten. Die BSG Chemie ist zur neuen Saison in die Sachsenliga aufgestiegen (wo SG Sachsen Leipzig zuletzt spielte), ist jedoch in seiner Anhängerschaft arg geprägt durch Ultras und gewaltbereite „Fans“, wodurch Außenstehende kaum Zugang zu diesem Verein finden. Inzwischen versucht man allerdings von Vereinsseite aus, sich „offener“ zu präsentieren.

    Die BSG Chemie Leipzig ist/war übrigens Untermieter im Alfred Kunze Sportpark, ebenso wie die SG Sachsen Leipzig welche von der Stadt dabei bevorzugt behandelt wurde. Regelmäßig gab es Streitereien und nächtliche Anschläge auf den Rasen vor den jeweiligen Trainingsbetrieben. Durch die Insolvenz der SG Sachsen Leipzig war eine Neuregelung nötig. Daraus folgend hat die BSG Chemie mit der Stadt bzw. dem Sportamt einen Nutzungsvertrag abgeschlossen, wobei sich die Stadt an den Betriebskosten beteilgt (Kosten im mittleren fünfstelligen Bereich).

    Neuestes Kapitel in der Geschichte „Sachsen Leipzig“ nun:

    Oktober 2014: Gründung des Leutzscher Fußballverein Sachsen Leipzig - Basis soll die Reserve von TuS Leutzsch II sein, welche in der 1. Kreisklasse spielt.

    Man will gemeinsam etwas aufbauen und nur machen, was finanziell machbar ist (was derzeit Sachsenliga ausschließt). Spielstätte muss noch gefunden werden, bisher hat man um die 20 Mitglieder, etc. … bleibt abzuwarten, wohin das nun führt.

    Neuestes Kapitel in der Geschichte „Fußball in Leipzig“ derweil:

    FC International Leipzig - ein irgendwie dubioser Verein, mit dubiosen Absichten, gegründet einfach so im August 2013 und dann 2014 kurzerhand das Spielrecht des SV See übernommen, sodass man in dieser Saison direkt in der Sachsenliga startet und dort derzeit an der Spitze steht. Der Verein wirbt mit Multikulti und kommt hier und da ein wenig sektenmäßig daher (ist offenbar ziemlich PR-getrieben). Im Vorstand stehen verschiedene Leute aus Politik, Medien und Sport. Hauptanliegen derzeit noch: die Jugendabteilungen voll besetzen, was in und um Leipzig für derartige Vereine nur durch Wildern in anderen Vereinen möglich ist. Auf Seiten von Lok und Chemie hat man ein wenig die Befürchtung eines Vereines im Windschatten von RB Leipzig. Er stößt eben in eine Nische. Brisant auf jeden Fall ist, dass man zu dem Verein nur schwerlich detaillierte Infos findet.

    ...

    ... und wenn sie nicht insolvent gegangen sind, fusionieren sie noch heute. Ende.
     
  16. Detti04

    Detti04 The Count

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    Danke JayJay, das war ja ein laengeres Werk. Ich finde das Verhalten, speziell seit der Wiedervereinigung, aber weiterhin wirr, insbesondere die Aufspaltung in Sachsen und BSG. Ein Feindbild - Lok - reichte wohl nicht.

    Konsequent waere uebrigens, wenn jetzt noch jemand den VfB neu gruendete...
     
  17. JayJay

    JayJay Well-Known Member

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    Das Verhalten rührt eben sehr von den Zuschauern/Anhängern, die sich stark an den Namen, Strukturen und Gebahren der Vereine orientieren.

    Wenn du dich also fragst, warum denn nun die BSG Chemie 1963/64 als eigentlicher "Rest von Leipzig" direkt dennoch die meisten Zuschauer anlockte und so viel Unterstützung erfuhr, ist die Antwort einfach: unbeabsichtigter Weise wurde damals hauptsächlich jene vermeintlich schwachen Spieler zur BSG Chemie abgeschoben, die schon bis 1954 als BSG Chemie spielten - man hatte die Leutzscher Truppe wieder aufleben lassen, das sahen auch die Leipziger Bürger schon vor Saisonbeginn und konnten sich direkt damit identifizieren, zumal als Heimspielstätte abermals der Alfred-Kunze-Sportpark gewählt wurde.

    Oder warum 1997 eine neue BSG Chemie statt Sachsen Leipzig? Es waren viele Anhänger der alten BSG, die mit dem Namen "FC Sachsen Leipzig" nichts anfangen konnten - dort keine weitergeführte Tradition sahen und die die ständigen Auf und Abs des Vereins inklusive der finanziellen Probleme nicht mitmachen wollten. Das alles war von diesen Leipziger Fans nicht als die ehemalige BSG Chemie angesehen, also wurde diese eigenmächtig zurück ins Leben gerufen.

    edit:

    Im Übrigen "gehört" wohl der Name "VfB Leipzig" noch irgendwem, was möglicherweise der Grund ist, dass es noch keinen neuen VfB Leipzig gibt. Vielleicht aber nur ne Frage des Geldes in Verbindung mit Naivität, bis das mal wieder der Fall ist...
     
  18. Mischa

    Mischa Guest

  19. Mischa

    Mischa Guest

  20. Detti04

    Detti04 The Count

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    Das wirkt zwar ziemlich herzlos, ist aber von Vereinsseite vermutlich nachvollziehbar. Frahns Qualitaet scheint halt nicht so recht fuer die 2. Liga zu reichen, und damit hat er bei RB natuerlich keine Zukunft. Trotzdem haette man die Angelegenheit sicher eleganter loesen koennen.
     
  21. Mischa

    Mischa Guest

    Wenn sich an der Spielweise auch mit neuem Personal nichts ändert, wird wohl als nächstes der Name Zorniger auf die Streichliste kommen.
     
  22. Raul Marcelo

    Raul Marcelo Well-Known Member

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    ich finde das sehr lächerlich, im Facebook etc, wird da auf RB eingeschlagen, wie man sowas nur machen kann etc.
    Und dabei ist es recht normal das man sich nicht auf Erfolge der Vergangenheit ausruhen kann.
    Oder hat jeder Verein seine Aufstiegshelden etc noch im kader?
     
  23. JayJay

    JayJay Well-Known Member

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    Da können halt die ganzen Pharisäer nun ordentlich heucheln... böse, böse, wie kann man nur! Und das im ach so ramontischen Profigeschäft. Also wirklich.
     
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  24. Leipziger

    Leipziger Well-Known Member

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    Mich hat es ehrlich gesagt schon im Sommer gewundert, dass man bei RB keinen größeren Schnitt gemacht hat.

    Die 2. Liga ist für die Firma ja wohl nur eine Durchgangsstation und einige Spieler der Aufstiegsmannschaft kommen aus meiner Sicht nicht über durchschnittliches Zweitliganiveau hinaus.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24 Dezember 2014
  25. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Wer dort kickt dem muss klar sein dass er noch schneller als anderswo ersetzt wird.
    Dafür wird man dort auch eher besser bezahlt als anderswo, das war in Hoffenheim doch nicht anders.
     
  26. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Ralf Rangnick: "Ich bin überzeugt, dass unser Stadion nach einem möglichen Bundesligaaufstieg fast immer ausverkauft wäre. Und auswärts werden wir eine der Mannschaften sein, die die meisten Fans mitbringt"

    http://www.ran.de/fussball/zweite-l...r-stadion-fast-immer-ausverkauft-waere-142656
     
  27. Detti04

    Detti04 The Count

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    Ich denke uebrigens, dass sich die Bundesliga wieder warm anziehen darf, wenn Rangnick nur noch fuer Leipzig arbeitet. Das koennte wieder schmissigen Hochgeschwindigkeitsfussball geben, wenn Rangnick Zorniger die Richtung vorgibt.
     
  28. WhiteEagle

    WhiteEagle Dauernörgler

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    Ich hoffe, dass die Bundesliga wenigstens noch 1 Jahr von dieser Seuche verschont bleibt. Diesen Retorten Club braucht fast keiner. Hoffneheim ist ja schon schlimm, aber das ist für mich noch ätzender.
     
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  29. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Laut der Bild darf RB Leipzig in der Winterpause für 10 Millionen Euro nachlegen. Ist ja ganz normal für einen Zweitliga Aufsteiger der schon in der Sommerpause am meisten investiert hat.
     
  30. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Buäh, RB Leipzig will in die Bundesliga, buäh.

    Die ewig gleiche Jammerei ums Geld, wird das nicht fad?
     
  31. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Die ganze Bundesliga wird fad. Hoffenheim, Wolfsburg und jetzt auch noch bald der Brauseclub. Kein Wunder dass die Bundesliga in der internationalen TV Vermarktung keine Sau interessiert. :zahnluec:
     
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