Profi-Fußballer trotz Homosexualität?

Hallo! Ich bin Jacob und 17 Jahre alt. Ich gehöre zu den Glücklichen, die nach jahrelangem Training in die U19 Mannschaft eines renomierten Vereines aufgenommen wurden (Ich möchte den Namen an dieser Stelle nicht nennen). Ich glaube, ich habe wirklich eine Chance noch weiter zu kommen. Aber ich habe ein Problem.
Ich bin homosexuell.
Es ist kein Geheimnis, dass das im Profi-Fußball ein großes Problem ist. Trotzdem ist es mir wichtig, zu dem zu stehen was ich bin. Auch zu meinem Freund.
Aber ich habe Angst, dass es mir meinen Weg verbaut.
Glaubt ihr, ich sollte trotzdem wagen mich zu outen?
 

Schröder

Problembär
Oha, wie soll man darauf eine verlässliche Prognose stellen... :gruebel:
Kommt halt darauf an, wie wichtig dir deine Karriere ist...
Vielleicht solltest du dir erstmal die Frage stellen, ob du im Zweifelsfall in einem Verein spielen willst, wo Homosexualität nicht gerne gesehen wird (mal vorsichtig ausgedrückt). Das könnte dann auch für deinen Freund zum Problem werden, wenn er dich zu den Spielen oder zum Training begleitet, das müsstet ihr dann untereinander klären, inwieweit er da auch zugunsten deiner Karriere mal ´n blöden Spruch schlucken kann.

Also vielleicht mal ohne eigenes Outing das Thema anschneiden und die Reaktion abwarten. Und wünsche dir jedenfalls ein ehrliches "Na und?" als Antwort. :top:
 

KGBRUS

Mitglied Trainerfindungskommission 2021 psst... RR
Ich befürchte das irgendwann irgendwelche minderbemittelten Vollpfosten im Publikum (ich vermeide das Wort Fans!) sich des Themas annehmen würden.
 

Ichsachma

Loretta-Spezerl
Angesichts der immer noch recht geringen Wahrscheinlichkeit, es WIRKLICH in den bezahlten Fussball und zwar dauerhaft zu schaffen, würde ich Dir raten, es nicht zu verheimlichen.

Du zerbrichst daran, was Du nicht offenbarst, ohne zu wissen, ob Dir Schweigen nutzt.
 

Schröder

Problembär
Ich befürchte das irgendwann irgendwelche minderbemittelten Vollpfosten im Publikum (ich vermeide das Wort Fans!) sich des Themas annehmen würden.
Erstmal geht´s ihm ja anscheinend nur um das "Outing" im Verein selbst, wenn er da die Rückendeckung erhält, sind auch die "Vollpfosten" leichter zu ertragen. Inwieweit das dann noch "nach außen" getragen wird, müsste man eh später sehen.
 
so wütend einen das macht, im Interesse deiner Karriere würd ich aufs Outing erstmal verzichten. Ich glaube in den nächsten Jahren wird sich viel verändern... Wenn man aber aktuell einen Jens Lehmann zu dem Thema reden hört, wird einem Angst und Bange. Ich wünsche dir, dass du irgendwann offen dazu stehen kannst - mutig ist es alles mal, dass du den Schritt erwägst
 
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