Ost-West-Bewertung der deutschen Einheit

Die Wiedervereinigung war für mich

  • gut

    Stimmen: 11 37,9%
  • weder/noch

    Stimmen: 12 41,4%
  • schlecht

    Stimmen: 6 20,7%

  • Umfrageteilnehmer
    29

Rupert

Friends call me Loretta
Solange man den Gedanken, dass jede Tätigkeit finanziellen Gewinn und Rendite für Anleger abwerfen muss, und das das letzte und entscheidende Beurteilungskriterium ist, zur Maxmine des Handelns erhebt, wird's nichts mit einer menschenwürdigen und vernünftigen Pflege und einer besseren Bezahlung für die dort Beschäftigten.
 

Holgy

Kommischer Foggel
Moderator
Solange man den Gedanken, dass jede Tätigkeit finanziellen Gewinn und Rendite für Anleger abwerfen muss, und das das letzte und entscheidende Beurteilungskriterium ist, zur Maxmine des Handelns erhebt,...

Unter dem Gesichtspunkt verdienen die Pflegenden sogar noch viel zu viel.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Was ist denn Umsatz / Gewinn, Umsatz geteilt durch Gewinn?
Ich bekomme auch deutlich weniger Gehalt als das was ich der Firma in die Kassen bringe. Aber darum geht es auch gar nicht.
 
Lehrerinnen und Polizistinnen werden doch auch ganz ok bezahlt. Die erwirtschaften auch kein Geld.

Die CDU sagt, man könnte nicht alles mit einer Reichensteuer bezahlen. Ich würde sagen, wir führen sie erstmal ein und gucken was dabei rumkommt.

Ansonsten ist in der Pflege wohl auch ein Problem, dass der Beruf von Frauen dominiert wird. Und die gut zu bezahlen, das passt nicht in unser verqueres Gesellschaftsbild.

Ich bin kein Gegner von deutlichen Lohnerhöhungen für Pflegekräfte, allerdings wollte ich auf andere Bereiche hinweisen, auf die das Auswirkungen hätte. Eine deutliche Lohnerhöhung wäre angesichts der aktuellen Mehrheitsverhältnisse politisch auch nicht einfach durchzusetzen.

In den letzten Jahren hat sich die Situation aber schon deutlich verbessert. Im Osten lag der Milo Pflege kürzlich bei unter 8 €, heute bei 11,05€.
 

Holgy

Kommischer Foggel
Moderator
Die Ossis verwechseln da was (und die Westwutbürger auch). Wenn ich was sage und anschließend nicht alle dazu Beifall klatschen, sondern sagen, dass das aus diesen und jenen Gründen zu kritisieren ist, dann heißt das nicht, dass man das nicht sagen darf. Das Gegenteil ist richtig: Die Möglichkeit der Widerrede ist das Wesen der Meinungsfreiheit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Ossis verwechseln da was (und die Westwutbürger auch). Wenn ich was sage und anschließend nicht alle dazu Beifall klatschen, sondern sagen, dass das aus diesen und jenen Gründen zu kritisieren ist, dann heißt das nicht, dass man das nicht sagen darf. Das Gegenteil ist richtig: Die Möglichkeit der Widerrede ist das Wesen der Meinungsfreiheit.
Wenn die Widerrede nicht ins gesellschaftliche Bild passt, kann es dein gesellschaftliches Aus bedeuten.
Im Osten war es der Staat, der deine Entwicklung stoppen konnte, heute sind's die "Qualitätsmedien".
 
Wie soll denn ein Qualitätsmedium Deine Entwicklung stoppen?
Die Kampagnien der Bild sind doch hinlänglich bekannt. Verdrehungen und Halbwahrheiten gehören in deren Redaktionsstuben zum guten Ton.
Der letzte und zum Glück gescheiterte Versuch galt Clemens Tönnies.
Wo übrigens die Poltik mitmischte, war seinerzeit die Ausbootung von Nicolaus Brender, den der damalige hessische Ministerpräsident Koch einleitete.
 

Holgy

Kommischer Foggel
Moderator
Du sagts ja selbst, es ist gescheitert. Denn da Meinungsfreiheit herrscht, schreiben andere auch darüber uns sehen das differenzierter als die scheiß Blödzeitung.

Dass die Bildzeitung ein Drecksblatt ist, das dreckige Methoden anwendet, ist aber ein ganz anderes Thema und hat mit Meinungsfreiheit oder einer eingebildeten Nicht-Meinungsfreiheit eher nix zu tun. Man sollte einfach grundsätzlich nix glauben, was ist dem Drecksblatt steht und es am besten weder kaufen noch lesen.
 
Die Medienkampagnien sind sind ja nicht auf die Blöd beschränkt. Es gibt eine veröffentlichte Meinung zu allen möglichen Themen, ob das Brexit, Ausländerintegration, Russland, China, Israel, USA u.s.w. Verlässt du diese Meinung bist du gleich Antieuropäer, Antidemokrat, Antisemit, Antiamerkaner oder gleich Nazi.
Wer auf solche Pöbeleien keinen Bock hat, behält seine Meinung besser für sich.
 

Hendryk

Forum-Freund
@Sandro...: Ich weiß, wie du es meinst.
Das Problem ist nMn nicht, dass B..d und andere in dieser Form und sehr viel darüber schreiben, sondern das Problem ist, was die Menschen - die Leser - daraus machen.
Wenn B..d z.B. schreibt, dass Tönnies ein Rassist ist und die Leser es so glauben, dann liegt es letztlich an den Lesern.
Niemand muss alles glauben was gedruckt und herausgegeben wird.
Und wenn sich Leser zusammentun und gegen den angeblichen Täter (irgendeiner Sache) vorgehen, dann sind es auch diese Leser...
Kurz gesagt: Die Leser sind es die den Medien viel zu viel Macht und Einfluss geben, indem sie den Medien viel zu oft quasi blind glauben.
 

Holgy

Kommischer Foggel
Moderator
Oder Gutmensch, Grübversiffter, Stalinist usw. Geht ja andersrum genauso. Es werden täglich Meinungen zu den von Dir genannten Theman veröffentlich und zwar sowohl Pro als auch Kontra bzw. eben ganz unterschiedlich. Gepöbelt wird da höchstens bei twitter und facebook. Aber das brauch sich keiner antun, der es möchte.

Es gibt zu den ganzen Theman auch kaum einen gesellschaftlichen Konsens gegen den man "verstoßen" könnte.
 
Zuletzt bearbeitet:

Holgy

Kommischer Foggel
Moderator
Zufällig gerade drüber gestolpert: Über den Man-darf-nicht-mehr-Diskurs: Raus aus der Kollektivierung

Natürlich darf man noch. Wer könnte es denn verbieten? Es ist der Missbrauch des Worts dürfen – in Momenten, in denen es immer ums Wollen geht.

Erst wenn aus Man darf kein Fleisch mehr essen“ ein „Ich möchte weiterhin Fleisch essen“ wird, kann eine Diskussion entstehen. Erst dann kann nachgehakt werden: Wieso möchtest du das weiterhin? Und auch erst dann könnte das Gegenüber sagen: Das geht dich nichts an, das ist meine Privatangelegenheit.


Da geht es genau um das hier gerade besprochene.
 
Zuletzt bearbeitet:

Rupert

Friends call me Loretta
Es sind ja auch Deine Behauptungen, die Du für Dich, ohne weitere Argumentation aufstellst, von daher kannst ja auch nur Du für Dich feststellen, ob Du sie bestätigt siehst oder nicht.
 

Gaudloth

Bratze
Vielmehr ist das Problem, dass mittlerweile wieder viel zu viele Leute ihren chauvinistischen Scheiß ohne Widerrede sagen können. Diese Woche wurde ich von 2 Arbeitskolleginnen ziemlich desillusioniert, was die Rechtsverschiebung des Diskurses betrifft. Ich hielt die bisher eher für gemäßigt konservativ. Aber die haben ordentliche rassistische Klischees ausgepackt. Und einen Menschen in Schutz genommen, der als klarer Nazi geoutet wurde. "Der ist kein Rechter", " Alles nicht so schlimm".

Dank AFD sagen die Leute wieder Dinge, die eigentlich nicht gesagt werden sollten. Und die glauben auch offensichtlich, dass die AFD keine rechte Partei ist.
Und wahrscheinlich steckt da ein kleines bisschen Wahrheit drin. Die Mitte ist einfach nach rechts gerückt. Sehr weit rechts sogar hier im Osten.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Etliche Menschen kommen halt einfach nicht mit Widerspruch klar und sind sich auch selbst gar nicht im Klaren darüber, dass eben ihre Aussagen auch gewertet werden, was an und für sich ja selbstverständlich sein sollte.
 

Fussel

Matt Eagle
Meinungsfreiheit: Bloß keine Fotos von Schiffen

41 Prozent der Ostdeutschen haben das Gefühl, sie könnten sich heute nicht freier äußern als vor dem Mauerfall, ergibt eine Umfrage.

:vogel:
Naja, das ist aber auch eine recht einseitige Interpretation der Zahlen. Ein Großteil dieser 41 % stellen laut der Umfrage keine Änderung in Bezug auf freie Meinungsäußerung fest. Das beinhaltet ja auch diejenigen, die sich weder früher noch heute in irgendeiner Form in ihrer Meinungsfreiheit eingeschränkt fühlen. In vielen ländlichen Gegenden in der DDR hat es z.B. keine Socke interessiert, was irgendwer für ein Zeug von sich gibt. Zudem muss man ja erstmal eine Meinung haben, von der man denkt, dass sie für irgendwen problematisch sein könnte, um sich in seiner Meinungsfreiheit eingeschränkt zu fühlen.
Ja, es gab Zensur und Fälle, in denen Meinungsäußerungen ernsthafte persönliche Konsequenzen nach sich zogen, aber in vielen Darstellungen (wie in dem Artikel) wird da doch arg übertrieben und pauschalisiert. Ostberlin hatte in der DDR in vielerlei Hinsicht (positiv wie negativ) ein Sonderstellung. Da finde ich es immer wieder kurios, wenn Berliner ihre persönlichen Erfahrungen auf die gesamte DDR projizieren.
 
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