Netter Bericht über den RWE auf der Homepage von Preußen Münster

André

Admin
Der FC Rot-Weiß Erfurt, bei dem die Preußen am kommenden Samstag (14.00 Uhr) zu Gast sind, wandelt in dieser Saison auf einem schmalen Grat. In den Heimspielen tritt die junge Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev selbstbewusst und offensiv auf, auswärts dagegen gab es bislang noch nicht viel zu holen.

"Die Jungs sind noch nicht erfahren genug, fast keiner von ihnen hat schon einmal so im Abstiegskampf gesteckt", begründet Trainer Pavel Dotchev die eklatante Auswärtsschwäche. "So etwas habe ich in meiner aktiven Laufbahn und auch als Trainer noch nicht erlebt. Die spielerischen Leistungen nach der Winterpause haben sich verbessert. Beim 2:3 in Düsseldorf haben wir den entscheidenden Gegentreffer kurz vor Schluss durch einen in meinen Augen unberechtigten Elfmeter bekommen, beim 0:1 in Wuppertal war es auch der Siegtreffer für den WSV, der so fiel. Das ist Pech. Irgendwann werden wir aber auch Glück haben", ist Dotchev guter Dinge.

Dotchev übernahm den thüringischen Zweitliga-Absteiger vor der Serie sozusagen als "Notnagel". Er hatte den SC Paderborn in die zweite Bundesliga geführt, durfte dort aber nicht weitermachen. Erfurts "Abstiegstrainer" Jan Kocian hingegen blieb zweitklassig, wechselte zu den Sportfreunden Siegen, wo er aber inzwischen auch beurlaubt wurde. Da Rot-Weiß Erfurt vor der Saison lange um die Lizenz zittern musste und diese auch erst kurz vor Saisonbeginn erteilt bekam, musste die Trainersuche schnell gehen. Pavel Dotchev übernahm die schwierige Mission Klassenerhalt. "Mehr als den Klassenerhalt darf man angesichts des großen Umbruchs nach dem Abstieg in die Regionalliga im vergangenen Sommer nicht erwarten", weiß Dotchev, dass es "bis zum Ende spannend bleibt".

Vor der Saison verließen gestandene Akteure wie Enrico Neitzel (zum VfB Lübeck) oder Torsten Traub (zum FC Augsburg) den Club. Dafür verpflichteten die finanziell angeschlagenen Erfurter viele junge Akteure. So zum Beispiel Matthias Holst (kam von Hansa Rostock II), der mit 25 Jahren der älteste Akteur in der Abwehr ist.

In der Winterpause zogen die Thüringer zwei weitere Neuzugänge an Land: Vom Ligakonkurrenten Hamburger SV II kam Defensivspieler Stephan Hanke. "Er ist einer, der die Mannschaft führen kann", freute sich Dotchev über die Verpflichtung des gebürtigen Mannheimers. Die Offensive mit dem treffsicheren Stürmer Pavel David (acht Tore) erhält Unterstützung durch den neuseeländischen Angreifer Andrew Aris. Der 28-Jährige kommt vom Bezirksligisten FC Borntal Erfurt, für die er in 14 Partien 15 Treffer markierte. Beide Neuzugänge gaben ihr Heimdebüt in der Winterpause bei einem Benefizspiel gegen den FC Bayern München (1:4), zu dem der Rekordmeister zu Gunsten der Thüringer im Steigerwald-Stadion antrat.

Beim Hinspiel im Preußen-Stadion entführten die Erfurter einen der spärlichen Auswärtspunkte. Der inzwischen nach Berlin abgewanderte Cihan Yilmaz hatte nach zwei Minuten die Führung für den SCP erzielt, doch Silvio Pätz (11.) und Alexander Schnetzler (38.) brachten die Thüringer noch vor der Pause auf die Siegerstraße. Carsten Gockel (82.) verhinderte schließlich mit seinem Treffer den Erfurter Auswärtssieg. Schnetzler wird wohl beim Rückspiel fehlen. Er laboriert an einem Knöchelbruch und muss noch pausieren.

MSPW
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erstellt am 12.04.2006
 
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