Michael Jackson tot!

Gaudloth

Bratze
Das hat dich wirklich entsetzt? Das ist doch mittlerweile Standard, die Pressefutzis schrecken doch vor nix zurück.
 

kleinehexe

SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16
Das hat dich wirklich entsetzt? Das ist doch mittlerweile Standard, die Pressefutzis schrecken doch vor nix zurück.

Ja, mich entsetzt das immer wieder - da bin ich wohl nicht lernfähig. Ich denke immer, dass die das irgendwann raffen die Pressehansel, dass es Grenzen gibt die sie nicht überschreiten sollten.
 

DeWollä

Real Life Junkie
Du meinst, da fehlt es teilweise an Ehrfurcht?

Wegen seinem Tod ist beinahe das Internet zusammengebrochen, google dachte an einen weltweiten Hackerangriff.....

Das macht mich nachdenklich, als die Twin Towers angegriffen wurden, ist mir so eine Meldung nicht untergekommen.

Michael Jackson war wohl weltweit der bekannteste Künstler, vergleichbar mit dem Satz eines John Lennon, der sagte, die Beatles seien bekannter als Jesus.

Ehrfurcht kommt dennoch nicht auf, dazu war Jackson zu arg zu bemitleiden, offensichtlich sehr kranke Seele.

Mitleid ist es auch nicht ganz.


kleinehexe
Zitat:
Ja, mich entsetzt das immer wieder - da bin ich wohl nicht lernfähig. Ich denke immer, dass die das irgendwann raffen die Pressehansel, dass es Grenzen gibt die sie nicht überschreiten sollten.

Zitat von Gaudloth Beitrag anzeigen
Das hat dich wirklich entsetzt? Das ist doch mittlerweile Standard, die Pressefutzis schrecken doch vor nix zurück.


zu diesem Thema denke ich, es wird sogar immer schlimmer, würde mich nicht wundern, wenn bald Fotos von der Obduktion Jacksons auftauchen wo man sehen wird, wie fortgeschritten sein Hautkrebs schon überall war...

Bei der letzten Pressekonferenz, als er sein Comeback angekündigt hatte, streckte er die Hand nach vorne und man sah die hässlichen Flecken in der Innenhand.
 

huelin

Quite clear, no doubt, somehow
@DeWollä: Muss dir übrigens ewtas Abbitte leisten, als ich behauptete, ich kenne die Songs von Michael Jackson. Sicher kannte ich sie damals fast alle, aber richtig bewusst war mir seine Diskographie und seine musikalische Entwicklung im einzelnen wohl nicht.

Deshalb hab ich mich jetzt noch mal reingehört, und mich dabei auf die drei wohl bekanntesten Alben "Off the Wall", "Thriller" und "Bad" konzentriert:

Off the Wall (1979) steht noch ganz in der Tradition des Soul-Funk. Nicht sehr tiefgründig, aber doch angenehm zu hören. Und soundtechnisch natürlich vom Feinsten - im Rahmen der damaligen Möglichkeiten.

Thriller (1982) ist das bekannteste Album und sicherlich brillant gemacht. Fetzige Funk-Rhythmen, ein perfektes Arrangement, und auch seine Stimme war wohl nie so gut. Leider habe ich mir Stücke wie "Thriller" oder "Beat It" damals ziemlich schnell überhört. Ich war ja nicht nur in dieser einen Disco, und - naja, also zumindest "Beat It" lief da glaub ich auch öfters... :floet:

Bad (1987) zeigt einen anderen Michael Jackson. Die Stimme wirkt etwas künstlicher, dafür ist das Album recht abwechslungsreich. Rockiges, wie mein absoluter Favorit von ihm "Dirty Diana", wechselt sich mit eher schnulzigen Balladen ab. Insgesamt muss man doch sagen, dass "Thriller" stringenter ist und weniger schwache Stücke enthält als "Bad".

Was danach kam - und da sind sich wohl die meisten einig - brachte keine Verbesserung mehr, zumal der Mann sich wegen der ständigen Schlagzeilen und Prozesse inzwischen immer weniger auf die Musik konzentrieren konnte...
 

DeWollä

Real Life Junkie
kein Problem huelin...

noch vor 16 Monaten hätte ich genau das gesagt, was Du gesagt hattest....ich hatte den Vorteil, daß mein kleiner 11 jähriger Sohn alle CD`s kaufte von Jackson....gegen meinen Willen übrigens....und dann schlackerte ich mit den Ohren, im wahrsten Sinne des Wortes...


"Zeig mal, ob du Ahnung hast!" - einestages



Der Kunde schaute mich durchdringend an. Dann zog er geschwind Michael Jacksons "Off The Wall" aus dem Regal und hielt mir das Album vor die Nase. Jackson, damals noch mit lockig-flauschiger Afro-Matte, blickte mich fröhlich lächelnd an. "Wie ist es denn mit dieser Platte hier?", fragte er mich, ohne zu lächeln. "Naja, das ist eines der drei besten Alben der letzten zehn Jahre, wir verkaufen es wie blöd, und das zu recht", antwortete ich rasch, "ich dachte, Sie als Kenner hätten es längst! Gibt's schon ein paar Monate, deshalb hab' ich's nicht extra empfohlen, sorry."


ich war früher ziemlich voreingenommen....okay es ist Mainstream, aber es ist
auch außergewöhnliches Talent ( mehr als ich jedenfalls habe )



Was danach kam - und da sind sich wohl die meisten einig - brachte keine Verbesserung mehr, zumal der Mann sich wegen der ständigen Schlagzeilen und Prozesse inzwischen immer weniger auf die Musik konzentrieren konnte...

Ein John Lennon oder Paul Mc Cartney war er natürlich nicht....das ist eine Programmiersprache drüber
 

Gaudloth

Bratze
ich war früher ziemlich voreingenommen....okay es ist Mainstream, aber es ist
auch außergewöhnliches Talent ( mehr als ich jedenfalls habe )

Und das ist jetzt ein Gradmesser, ihn in einen gottgleichen Status zu versetzen? :D

Ich weiß, du hast das nicht getan, aber es gibt genug, die das tun und deshalb bin ich der Meinung er wäre überbewertet.
 

DeWollä

Real Life Junkie
Und das ist jetzt ein Gradmesser, ihn in einen gottgleichen Status zu versetzen? :D

Ich weiß, du hast das nicht getan, aber es gibt genug, die das tun und deshalb bin ich der Meinung er wäre überbewertet.


hehehehe....sag blos Du hast auf die Gelegenheit gewartet....;)


was heißt überbewertet...ich fragte Dich ja...in welchem Zusammenhang denn...? Von wem ? Seine Fans kannst Du ja nicht fragen, die sind benommen bzw. voreingenommen. Die, die ihn verachten auch nicht...also wer überbewertet ihn?

Ich würde da einen Musiker privat fragen....sagen wir mal einen aus anderen Sphären, einen Opernsänger privat fragen, was er nun von der Musik Jacksons hält usw. einen Geiger, einen Musiker von Dream Theater usw.

ich selbst bewerte ihn bestimmt nicht "über"...ich glaube eine gesunde Einstellung zu dem Menschen zu haben.
 
Zuletzt bearbeitet:

huelin

Quite clear, no doubt, somehow
kein Problem huelin...

noch vor 16 Monaten hätte ich genau das gesagt, was Du gesagt hattest....ich hatte den Vorteil, daß mein kleiner 11 jähriger Sohn alle CD`s kaufte von Jackson....gegen meinen Willen übrigens....und dann schlackerte ich mit den Ohren, im wahrsten Sinne des Wortes...
Naja, ich hoffe, du hast mich jetzt nicht missverstanden. Es ging mir mehr darum, dass ich wenig Detailwissen hatte, aber mein Urteil über seine Musik hat sich eigentlich nicht geändert.

Ich muss auch dazusagen, dass ich noch nie ein großer Soul-Fan war, insofern war der Sound Michael Jacksons zur Zeit von "Off the Wall" für mich persönlich damals schon zwar ganz nett, aber nicht unbedingt sonderlich interessant.
 

DeWollä

Real Life Junkie
Naja, ich hoffe, du hast mich jetzt nicht missverstanden. Es ging mir mehr darum, dass ich wenig Detailwissen hatte, aber mein Urteil über seine Musik hat sich eigentlich nicht geändert.

Ich muss auch dazusagen, dass ich noch nie ein großer Soul-Fan war, insofern war der Sound Michael Jacksons zur Zeit von "Off the Wall" für mich persönlich damals schon zwar ganz nett, aber nicht unbedingt sonderlich interessant.

nee, habe es schon verstanden. Über Geschmack streite ich nicht und da ich nie fan von Jackson war, muß ich auch kein Revier verteidigen.
 

DeWollä

Real Life Junkie
mir gefällt das eine oder andere, aber Lieblingslied kann ich nicht sagen...

Dirty Diana finde ich interessant....meinte er da Diana Ross mit....? Da muß doch eine story hinterstehen...



ich hatte mal ein mainstream Lieblingslied in der Zeit, das war aber von Prince

Purple Rain....da bin ich ehrlich gesagt mal gut drauf abgefahren....war live version und herrlich dreckig...
 

huelin

Quite clear, no doubt, somehow
Dirty Diana finde ich interessant....meinte er da Diana Ross mit....? Da muß doch eine story hinterstehen...

"Es wurde seinerzeit darüber spekuliert, ob Michael Jackson mit diesem Stück eine reale Person besungen hat, etwa seine Mentorin Diana Ross. Er selbst erklärte später, er habe darin Erfahrungen mit Groupies verarbeitet.

Als Lady Di 1988 in London die Bad-Tour besuchte, spielte Michael Jackson dieses Lied nicht, weil man ihm nachsagte, bzw. die Engländer davon ausgingen, dass er damit eine Anspielung auf Lady Di machte, und er sie nicht beleidigen wollte. Im Interview mit Barbara Walters 1997 gibt Michael Jackson an, Lady Di hätte ihn jedoch gebeten, unbedingt diesen Song zu spielen. Letzten Endes spielte er ihn an besagtem Abend trotzdem nicht."

(aus Wiki)

Prince find ich auch nicht so übel, zumindest als Musiker. Ästhetisch war er allerdings nie so mein Fall... :rolleyes:

Er ist übrigens der gleiche Jahrgang wie Michael Jackson, mindestens genauso verrückt, aber irgendwie cleverer. Er schirmt sein Privatleben geschickt ab, und macht(e) wesentlich mehr selbst als Jackson: Produzieren, arrangieren, komponieren, auch für viele andere.
 

DeWollä

Real Life Junkie
tja, jeder hat sein eigenes Leben, wir alle wissen, daß Jackson hätte es besser machen können...

aber es war doch nichts als ein einziger Schrei nach Liebe....er hat sie nie gefunden, dieses ganze Theater im showbiz frißt geschwächte Seelen regelrecht auf......Prince hatte offensichtlich auch keinen Sklaventreiber als Vater....
 

DeWollä

Real Life Junkie
gefunden...


"Bad": Für dieses Album des "King of Pop", das 1987 in die Plattenläden kam, gab es bereits vor dem offiziellen Verkaufsstart in Deutschland 370.000 Vorbestellungen. Die darauf folgende Welttournee brach alle Rekorde - allein das Abschiedskonzert im September 1988 in Liverpool war das bis dahin größte Rock-Ereignis Europas.


Rock Ereignis...nicht Pop Ereignis

Frage ist natürlich, hat der Schreiber sich verschrieben oder war Jackson wirklich der Künstler, der schwarz und weiß in der Musik geeint hat ?


http://einestages.spiegel.de/external/ShowAuthorAlbumBackground/a4417/l3/l0/F.html#featuredEntry
 

fernando 9

Die Torgefahr in Person
Man in den Medien nur noch darüber berichtet, gibt wichtigere Sachen auf der Welt. Ich werd ihn nicht vermissen und die sechsjährigen Kinder in Amerika.
 

NK+F

Fleisch.
Anscheinend ja nicht. Sonst würden sie ja nicht den ganzen Tag über Jackson's Tod berichten, oder? Zumal wirklich die ganze Welt um ihn trauert.

Es trauert sicher nicht die ganze Welt um ihn. Wäre ja auch verrückt.
Ich schätze sogar das insgesamt nur eine Minderheit um ihn trauert. Die meisten Menschen haben andere Probleme als der Tod von Michael Jackson.
 

#die miLch

Europapokalist
Moderator
Also sein Tod geht mir am Arsch vorbei

Es trauert sicher nicht die ganze Welt um ihn. Wäre ja auch verrückt.
Ich schätze sogar das insgesamt nur eine Minderheit um ihn trauert. Die meisten Menschen haben andere Probleme als der Tod von Michael Jackson.

Auf allen Kontinenten wird um einen Menschen getrauert. Das sagt schon einiges über seinen Stellenwert bei den Leuten aus. Das nicht jeder einzelne um ihn trauert ist klar.
 
Ein Freund von mir ist mitten der 80iger mit dem Motorrad tödlich verunglückt.
Er war ein großer Michael Jackson Fan.
In der Disco hat er immer getanzt wie Michael Jackson.
Und er hat alle Blicke auf sich gezogen.

Ich wünsche ihm, dass er jetzt mit Michael Jackson tanzen kann!
 

Oldschool

Spielgestalter
Moderator
NK+F schrieb:
Die meisten Menschen haben andere Probleme als der Tod von Michael Jackson.
Was hat der Tod von Michael Jackson denn jetzt für Probleme? Das er arbeitslos ist? Selbst Schuld, sag ich da!
Wenn schon Grammatiknachhilfe im Akkusativ an NK+F, dann aber auch an dich im Nebensatz ;)

Eine Bemerkung zum Thema: Mit MJ konnte ich wenig anfangen, eine Legende war er schon vorher, wenn auch mMn fremdbestimmt. Der war wahrscheinlich öfters unglücklich als mit seinem Leben zufrieden. Der machte auf mich immer den Eindruck, als ob er nicht sein eigenes Leben lebt, sondern das eines anderen, fremdgesteuert eben.
Mein Eindruck seines Hangs zur Pädophilie machte ihn für mich eher unsympathisch. Vllt. tue ich ihm unrecht, aber er war für sein Image halt selbst verantwortlich.
 

Rossi

Berliner Nachteule
Moderator
Wenn nichts mehr geht, hilft Billie Jean

(...) Spannend wurde die Geschichte, als Michael Jackson Ende der Siebziger auf den damals bereits altgedienten Profi Quincy Jones traf. Was das scheue Wunderkind und der coole Trickser im Studio zauberten, landete im Olymp der Pop-Geschichte. Vor 30 Jahren erschien "Off The Wall", produziert von Quincy Jones, co-produziert von Michael Jackson, das sich weltweit zwanzig Millionen Mal verkaufte, und bei dem Michael Jackson zum ersten Mal komplette künstlerische Freiheit gewährt wurde, die er sensationell nutzte.
(...)
Die erste Single war das immer noch erstaunlich klingende, atemlose Disco-Inferno namens "Don't Stop 'Til You Get Enough" das Jackson nicht nur verfasste, sondern bei dem er obendrein noch Percussion spielte und Arrangements beisteuerte.
(...)
Richtig in Fahrt kamen Jackson und Jones aber erst bei ihrem zweiten gemeinsamen Streich: "Thriller". Dafür verfasste Michael: "Wanna Be Startin' Somethin'", "Beat It" und selbstverständlich "Billie Jean". Auch sonst war er hier wieder omnipräsent. Arrangierte die Bläser, den Gesang, die Synthesizer und und und. Das Wolfsgeheul aus "Thriller" nahm er nachts in einer Sackgasse hinter dem Studio auf!

"Billie Jean" ,einen der wenigen Kandidaten auf den Titel als "perfekter Pop Song" lehnte Quincy Jones anfangs noch als läppisch ab. Zum Glück setzte sich Michael Jackson durch. Eine später nachgereichte "Home-Demo-Version" von 1981 belegt, wie weitreichend er seinen Klassiker bereits allein entworfen hatte, bevor Quincy Jones mitmischte. Schon der Basslauf, dieses majestätisch, elegante Wummern mit dem der Song beginnt, darf als Geniestreich verbucht werden, der bis heute nichts von seiner Kraft eingebüßt hat.

Das Album "Thriller" setzte Maßstäbe. Wirtschaftlich - nie zuvor hatte ein schwarzer Musiker so unglaublichen Mengen an Tonträgern abgesetzt -, aber auch künstlerisch. Mit leichter Hand kreuzte Jackson allerlei Genres von Rock bis Soul, von Disco bis Pop und inspirierte mit dieser lässigen Freiheit, mit dieser Haltung, dass der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind, noch Generationen.

Gut zusammengefasst! :top:

Das Künstlerische ist durch seinen Lebenswandel (und vor allen Dingen die immerfort auf ihn gerichteten Kameras) in den letzten Jahren leider in den Hintergrund getreten.

Ich höre ihn sicherlich nicht rauf und runter - aber dennoch: Egal, wie ich stimmungsmäßig drauf bin, wenn der Billie-Jean-Bass einsetzt, wird das Radio aufgedreht. :)
 
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