Lokomotiven, Turbinen und Motoren...

Dieses Thema im Forum "3. Liga & Amateure" wurde erstellt von Oldschool, 25 Januar 2013.

  1. Brandenburger

    Brandenburger Breisgau-Brasilianer

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    @Ostmiez, warum nur die DDR-Oberliga.
    Das war doch unsere höchste Fußball-Liga mit der wir aufgewachsen sind. :top:
    Bei mir war es jeden Samstag Tradition, erst die DDR Oberliga anzuschauen, um danach auf die gute alte ARD Sportschau mit der Bundesliga umzuschalten.
     
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  3. Ostmiez

    Ostmiez Well-Known Member

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    Danke Oldschool, diesen Thread hab ich gesucht. Kleiner Einblick in die Machenschaften Oberliga
    Mit Lok und Dynamo - DER SPIEGEL 44/1983
     
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  4. Hendryk

    Hendryk Freund des Fußballsports

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    Interessanter Artikel! Mir waren es nach der Wende auch zu wenige Vereine aus der ehemaligen DDR.
    Aber hatte man sich zu der Zeit "kurz" nach der Wende Gedanken über die Gründe gemacht? In den Folgejahren konnten sich die "Ostvereine" in der 1.BuLi nicht durchsetzen. Klar wusste ich auch, dass gute Spieler zu den "Westvereinen" gewechselt waren. Das hatte ja auch eine logische Komponente: Wer entsprechend bezahlt, bekommt den Zuschlag. War doch im "kapitalistischen" Westen schon immer so gewesen.
    Helmut Kohl hatte blühende neue Bundesländer versprochen, das Ergebnis seiner Politik war eine ausgetrocknete Wüste. Es gab sicher ein paar Oasen darin.
     
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  5. Leipziger

    Leipziger Well-Known Member

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    Ich sehe das Problem mit den kleinen bzw. nicht vorhandenen Fanszenen nicht in den Namen der Vereine begründet.

    Vereine in größeren Städten haben dieses Problem nämlich eher nicht. Einige Vereine wurden im Zuge von Industrieansiedlungen und Bergbau in Regionen gegründet, die vorher wenige Einwohner und ein kleines Einzugsgebiet hatten. Das bedeutete auch, dass viele Menschen Zugezogene waren und sich nicht so zahlreich mit dem neuen "Heimatverein" identifizierten. Nach der Wende waren diese Regionen überdurchschnittlich stark vom Strukturwandel und dem damit einhergehenden Bevölkerungsschwund betroffen.

    In den 90er Jahren gab es im Osten für viele wichtigeres als Fußball. Da muss man sich nur mal die enttäuschenden Zuschauerzahlen von Dynamo Dresden in der Bundesliga in Erinnerung rufen.

    Und heute ist schlicht kaum noch jemand da, um die (ehemaligen) Stahl Eisenhüttenstadt, Aktivist Schwarze Pumpe oder Stahl Riesa zu unterstützen. Und diejenigen, die noch da sind, sind hauptsächlich in Altersgruppen, aus denen sich aktive Fanszenen eher nicht zusammensetzen.

    Beispielhaft Hoyerswerda/Aktivist Schwarze Pumpe:

    Einwohner:
    bis Mitte 1960er: unter 10.000
    Ende 1970er: ca. 70.000
    heute: um die 30.000
     
  6. Blaubarschbube

    Blaubarschbube FC Schalke 04

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    Wie denn auch? Jeder halbwegs gute Spieler wurde weggelockt, was blieb reichte max. um, mit Glück, den Klassenerhalt im ersten Jahr zu schaffen. Mich hätte es gefreut wenn man die BuLi dauerhaft auf 20 Vereine aufgestockt hätte, eigentlich war man schon so weit sie auf 16 Vereine zu reduzieren. Warum? Keine Ahnung. Das angesprochene Problem hätte man dadurch aber auch nicht gelöst bekommen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27 Juni 2019
  7. Brandenburger

    Brandenburger Breisgau-Brasilianer

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    Da fallen mir noch diese Mannschaften aus dem DDR Fußball ein, Rotation Berlin, SC Aktivist Brieske Senftenberg, BSG Aktivist Schwarze Pumpe Hoyerswerda, Stahl Brandenburg, Stahl Thale, Chemie Leipzig, BSG Stahl Riesa, BSG Chemie Buna Schkopau, BSG Aktivist Espenhain, BSG Chemie Böhlen.

    Wenn ich heute noch Chemie Böhlen höre, dann fällt mir nur ein Name ein, Klaus Havenstein, Spitzname Have.
    Der war früher der Torschütze vom Dienst.

    Klaus Havenstein und die BSG Chemie Böhlen | MDR.DE
     
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  8. Ostmiez

    Ostmiez Well-Known Member

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    Danke für diesen super Beitrag, ja der Havenstein war schon eine Granate. Es gab viele gute Spieler
    die ihrer BSG die Treue hielten. Man denke nur an Jürgen Croy. Er blieb trotz Anweisungen vom Verband
    bei Zwickau, weil er eben die Leistung hatte und Bedingungen stellen konnte. Es gab damals keinen
    besseren Torer in der Oberliga.
     
  9. Brandenburger

    Brandenburger Breisgau-Brasilianer

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    Wenn ich an die alten DDR-Oberliga Zeiten denke, dann muss ich sagen, wir hatten wirklich sehr gute Torhüter.
    Das waren für mich so die geläufigsten.

    Jürgen Croy:
    BSG Motor/Sachsenring Zwickau
    Rene Müller: 1. FC Lokomotive Leipzig
    Bodo (Eierkopp) ;) Rudwaleit: BFC Dynamo
    Dirk Heyne: 1. FC Magdeburg
    Hans-Ulrich-Grapenthin/Perry Bräutigam: FC Carl Zeiss Jena
    Claus Boden/Bernd Jakubowski: SG Dynamo Dresden
    Jörg Weißflog: FC Erzgebirge Aue
     
  10. Ostmiez

    Ostmiez Well-Known Member

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    Auch eine Torwartlegende Dieter Schneider, wird dieses Jahr 70. Immer Hansa treu geblieben. Etwas älter Beitrag, aber der neue wird noch erarbeitet, denk ich mal
    Torwart-Legende Dieter Schneider feiert 60. Geburtstag
     
  11. Oldschool

    Oldschool Spielgestalter Moderator

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