Lokführerstreik

Heinrich

Tetris-Endgegner
E 8 Anfangsentgelt 2.020,34
nach 2 Tätigkeitsjahren i.d. Gruppe 2.108,45
nach 4 Tätigkeitsjahren i.d. Gruppe 2.197,14

Bruttogehalt ohne Zulagen.


Geil werden noch Lokführer gesucht? Ehrlich das ist schon eigentlich ne Frechheit. Unsereiner geht 38 Std. die Woche arbeiten und bekommt netto dafür 900 euro. Wochende darf ich noch Pizza ausfahren weil 900 reichen nu ma halt nicht. Und die stellen sich hin und heulen? Und Streiken? Für mehr Geld?
Ich glaub mir platzt gleich der Arsch!!!
Also mal ehrlich. Was sind das denn für verhältissmässigkeiten?
 

Rupert

Friends call me Loretta
Geil werden noch Lokführer gesucht? Ehrlich das ist schon eigentlich ne Frechheit. Unsereiner geht 38 Std. die Woche arbeiten und bekommt netto dafür 900 euro. Wochende darf ich noch Pizza ausfahren weil 900 reichen nu ma halt nicht. Und die stellen sich hin und heulen? Und Streiken? Für mehr Geld?
Ich glaub mir platzt gleich der Arsch!!!
Also mal ehrlich. Was sind das denn für verhältissmässigkeiten?

So gesehen sollte man die 1 Euro Jobs als Maßstab nehmen - das sind die einzigen, die dann streiken dürften.
 

Gaudloth

Bratze
Geil werden noch Lokführer gesucht? Ehrlich das ist schon eigentlich ne Frechheit. Unsereiner geht 38 Std. die Woche arbeiten und bekommt netto dafür 900 euro. Wochende darf ich noch Pizza ausfahren weil 900 reichen nu ma halt nicht. Und die stellen sich hin und heulen? Und Streiken? Für mehr Geld?
Ich glaub mir platzt gleich der Arsch!!!
Also mal ehrlich. Was sind das denn für verhältissmässigkeiten?

Ganz ehrlich? Mir wär das auch zu wenig, ich mein so ein Lokführer hat nun nicht die ganz hohe Qualifizierung, aber ein bisschen was sollten die schon verdienen. Was für nen Job hast du denn, wo du 900Euro verdienst?
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
Kommt halt immer drauf an, wessen Interessen so ein Richter vertritt. ;) Oder glaubt jemand, die seien unabhängig? :zahnluec:

Sicher glaube ich das. Und...

dessen entscheidung liegt meiner meinung nach hart an der grenze zur rechtsbeugung.

Naja, Rechtsbeugung wäre das schon, wenn er gezielt un dmit Wissen ein Recht oder die Rechtsprechung verletzt bzw. ein Gesetz, welches er zu beachten hat, missachtet hat.

Aber genau da fangen ja wieder die Streitereien an. Der Richter im aktuellen Fall muss 2 widerstreitende Interessen gegeneinander abwägen. Das Streikrecht der Beschäftigten mit den Hoheitsinteressen, Gesellschaftsaufgaben, volkswirtschaftlichen Notwendigkeiten, die die Bahn erfüllt. Und da kann man sicher, ohne Rechtsbeugung zu begehen, auf die eine oder die andere Lösung kommen.

Nicht das wir uns falsch verstehen, ich hätte vermutlich, so aus der Ferne beurteilt, auch Pro Streik entschieden. Aber jemanden, der es anders sieht, Rechtsbeugung zu unterstellen, finde ich schon etwas weit hergeholt.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Dann macht doch. Wo ist das Problem? Dann braucht sich auch keiner mehr über unbotmäßige Lokführer zu beschweren, in der Gewerkschaft wärt ihr ja sowieso nicht. Kostet ja schliesslich Geld.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Sicher glaube ich das.
Ich nicht. Und zwar aus dem einfachen Grund, dass so ein Richter immer Auslegungsspielraum hat. Und den kann er eben je nach je nach Gesinnung oder sonstigen Beweggründen so oder so auslegen. Oder wieso kommen sonst unterschiedliche Bewertungen der gleichen Sachlage zustande, wenn nicht aus irgendwelchen Beweggründen?
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
Ich nicht. Und zwar aus dem einfachen Grund, dass so ein Richter immer Auslegungsspielraum hat. Und den kann er eben je nach je nach Gesinnung oder sonstigen Beweggründen so oder so auslegen. Oder wieso kommen sonst unterschiedliche Bewertungen der gleichen Sachlage zustande, wenn nicht aus irgendwelchen Beweggründen?

Und wo bitte verletzt er damit die Neutralität? Klar haben wir alle unsere Ansichten, sind geprägt durch unsere Vergangenheit, unsere soziale Stellung, Familie usw. Aber das ist keine fehlende Neutralität, sondern eben Ansichtssache. Und ein Richter der eben entscheiden muss, vertritt nunmal eine eigene Ansicht, aber er muss, das schreibt sein Berufsbild so vor, auch die andere Seite hören und deren Argumente mit berücksichtigen.

Nun gut, vielleicht kann man dies unter fehlender Neutralität subsumieren. Aber dann gibt es ja noch weitere Instanzen, die wiederum möglicherweise andere Ansichten vertreten als der erste Richter. Und vielleicht ist ja die Berufungsinstanz nicht neutral. Kann ja sein.

Ich denke, per sé ist die Rechtsprechnung schon relativ neutral und ausgewogen. Manchmal dauert es halt ein bissel. Das gehört dazu.

Ich denke vielmehr, dass es mehr auf die Qualität der Vorträge der Rechtsvertreter ankommt, ob ein Richter sich auf die eine oder die andere Seite schlägt. Das ist vielmehr eine Diskussion würdig als die Neutralität der Richterschaft,
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Ich denke vielmehr, dass es mehr auf die Qualität der Vorträge der Rechtsvertreter ankommt, ob ein Richter sich auf die eine oder die andere Seite schlägt. Das ist vielmehr eine Diskussion würdig als die Neutralität der Richterschaft,
Wie, der schlägt sich auf die eine oder andere Seite. :suspekt: Ist der so leicht zu beeinflussen? Dann hat der ja nicht mal eine eigene Meinung. Ist ja noch viel schlimmer.
 

Princewind

Rassist und Lagerinsasse
Ich glaub ich schule um, mache das sogar ohne 30 % Lohnerhöhung.


Und das dann aber ohne Aussicht in der Lohnleiter weiter nach oben zu klettern.

Warten wir mal ab bis die komplette Bahnbelegschaft aus osteuropäischen Subunternehmern besteht, mal sehen was dann der Tenor hier ist. Die verdienen auch nur 900€ dann (also die Subunternehmer, nicht deren Angestellte)
 

NK+F

Fleisch.
Ich glaub ich schule um, mache das sogar ohne 30 % Lohnerhöhung.

Ob ein Lokführer oder Lokrangierführer wenig oder viel arbeitet mag ich nicht beurteilen.

Aber die Schichten willst du ganz bestimmt nicht machen.

Eine klassische Woche eines Lokrangierführers in Saarbrücken.

Donerstag kommt der Dienstplan.Ganz richtig vor Donnerstag hast du meist gar keine Ahnung wie du die Woche darauf arbeitest.Also nichts mit Terminen abmachen oder gar in einem Verein regelmässig aktiv sein.

Auf dem Dienstplan für die Woche ab Montag steht dann z.B.:
MO->5.45-14.15
DI->3.45-12.35
MI->Ruhe
DO->15.00-1.00
FR->13.00-23.00
SA->11.45-21.35
SO->ÖZB (bedeutet das du kurzfristig noch herangezogen werden kannst)


Dienstag klingelt dann Mittags das Telefon.Der Diensteinteiler ruft an und möchte das man am Mittwoch arbeitet, dafür bekommt man dann z.b. Freitags frei.Für Sonntag hat er natürlich auch noch eine Schicht gefunden.

Ob das dann so bleibt kann man immer noch nicht sagen.Meist wird man dann doch noch einmal Freitags oder so angerufen.Meist dann wenn man am WE mal komplett frei hätte.

Ist also bestimmt nicht so schön wie du dir das vorstellst.


Ich habe hier auch nicht übertrieben, ist eigentlich Woche für Woche so das du angerufen wirst und andere Schichten machen musst.
 

Herr_Tank

Sympathieträger
Ich finde, Menschen, die sich den Traum eines jeden kleinen Jungen erfüllt haben und Lokomotivführer geworden sind, haben das Recht zu Streiken verwirkt.

Hat eigentlich Lukas der Lokomotivführer jemals gestreikt?

Seht ihr?
 

Ichsachma

Loretta-Spezerl
Hat eigentlich Lukas der Lokomotivführer jemals gestreikt?

Hätte Alfons, der Viddelvorzwülfte, NIEMALS zugelassen.

Außerdem: Der Lukas hatte ständig Urlaub, reiste um die ganze Welt, teils mit Emma als Fluggerät.

Lummerland, Kummerland, China, also, wenn der noch gestreikt hätte, dann wäre das doch wohl bodenlos frech gewesen.
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
Wie, der schlägt sich auf die eine oder andere Seite. :suspekt: Ist der so leicht zu beeinflussen? Dann hat der ja nicht mal eine eigene Meinung. Ist ja noch viel schlimmer.

Nein, das wird nicht schlimmer. Grundsätzlich soll ein Richter an einen Fall neutral herangehen. Ähnlich wie ein Schiedsricher im Fussball, der auch noch nicht von vorn herein weiss, wer das spiel gewinnt. Das ist zumindest deren Pflicht.

Nun beginnt das Spiel mit den Argumenten. Und wer im Falle von Auslegungsproblemen die besseren Argumente hat, gewinnt eben. Daran ist aber nix unneutrales oder rechtsbeugendes.

Und wenn du forderst, er möge eine "Meinung" haben, dann ist dies eigentlich schon mit der gleichen Forderung, die Neutralität zu wahren, nicht vereinbar. Insofern mögest du schon recht haben mit der Nicht-Neutralität. Dann aber sind alle Personen, die Entscheidungen fällen, also auch Buli-Schiedsrichter per sé nicht neutral, denn diese schätzen Situationen auch ein und bilden sich eine "Meinung" bevor sie preifen. Ich denke, wer aufgrund dessen, dass ein Urteil gesprochen wird, die Neutralität anzweifelt, der "meinte" eigentlich, dass der Entscheider von vorn herein nicht neutral war. Man möge mich korrigieren, wenn das nicht so war. Nach der Entscheidung auf fehlende Neutralität zu schimpfen, ist müßig, weil natürlich eine Entscheidung pro oder contra nicht mehr neutral sein kann.

Im vorgannnten Fall ist das Problem die Abwägung zwischen dem Streikrecht und den volkswirtschaftlichen Interessen bzw. der der Bahn übertragenen Hoheitsaufgabe. Und da ist eben ein Abwägung notwendig. Und da argumentieren beide Seiten. Und der mit der überzeugenderen Argumentation gewinnt.

Wenn alle Sachverhalte so klar wären, dass keine Argumentation nötig wäre, bräuchte auch kein Anwalt meterlange Schriftsätze einreichen. Der Richter würde auf die Problematik schauen und sofort urteilen können. Leider sind die Sachverhalte aber nicht so einfach. Und deswegen passiert es, dass ein Richter so urteilt, ein anderer eben anders.

KLar kann man dies jeweil mit fehlender Neutralität begründen, und vielleicht ist es das auch. Aber zumindest im öffentlichen Recht und Zivilrecht, und im Verfassungsrecht sowieso, glaube ich schon, dass der oder die Richter zunächst erstmal völlig neutral bezüglich der grunsdätzlichen Fallkonstellation sind.
 
Ich frag mich so langsam aber sicher wirklich, wie lange Hartmut Mehdorn die ganze Sache eigentlich noch mitmachen will.

Die GDL sitzt momentan am längeren Hebel und streikt wie's denen gefällt. Waren's am Anfang nur ein paar Stunden im Regionalverkehr, ist's mittlerweile ne halbe Woche.
Wenn die Bahn nicht bald einlenkt, werden die Streiks bestimmt über eine Woche dauern...:weißnich:


Die GDL kann ich zwar auf der einen Seite verstehen, auf der anderen Seite freue ich mich aber schon auf die kommenden drei Tage, da werde ich statt der üblichen 50 Minuten pro Fahrt wieder knapp 2 1/2 Stunden einplanen können:motz:
 

pauli09

2. Ewige Tabelle "1gg1"
Ich frag mich so langsam aber sicher wirklich, wie lange Hartmut Mehdorn die ganze Sache eigentlich noch mitmachen will.

Die GDL sitzt momentan am längeren Hebel und streikt wie's denen gefällt. Waren's am Anfang nur ein paar Stunden im Regionalverkehr, ist's mittlerweile ne halbe Woche.
Wenn die Bahn nicht bald einlenkt, werden die Streiks bestimmt über eine Woche dauern...:weißnich:


Die GDL kann ich zwar auf der einen Seite verstehen, auf der anderen Seite freue ich mich aber schon auf die kommenden drei Tage, da werde ich statt der üblichen 50 Minuten pro Fahrt wieder knapp 2 1/2 Stunden einplanen können:motz:

auf einzelschicksale wird keine rücksicht genommen!
 
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