Lieblingssongs Top 20

Dilbert

Pils-Legende
Das mit dem veränderten Geschmack im Alter kenn ich. Bei mir äußert sich das (bisher) aber eher so, dass mich beim wirklich harten Zeug kaum noch etwas begeistern kann. "Meine" alten Sachen laufen mir noch gut rein, aber Neuerscheinungen müssen schon wirklich etwas Besonderes haben, um mich packen zu können.
Kenne ich, irgendwie hat man alles schonmal gehört.

Hab mir die letzte Blind Guardian-Scheibe vor ein paar Tagen mal angehört. Ich könnte jetzt keinen einzigen Song davon nennen. Die Musik an sich war okay, aber irgendwie war der Ohrwurmeffekt gleich Null. Es bleibt einfach nicht mehr so hängen wie früher.
 

powerhead

Pfälzer
Dieses Phänomen verfolgt mich schon einige Jahre. Ich bin Dream Theater Fan der ersten Stunde (When Dream And Day Unite 1989) und besitze alle 14 Studioalben. Doch "Astonishing" von 2014 habe ich noch keine 5 x gehört, ähnlich verhält es sich bei meiner Lieblingsgruppe aus Deutschland , RPWL. Auch hier besitze ich alle Scheiben, doch die letzte "Wanted" von 2014 hat bisher keinen echten Zugang in meine Ohren gefunden.
Es ist eher so, dass ich verstärkt auf ältere und alte Alben zurückgreife.
Crippled Black Phoenix ist die einzige Band, für die ich mich in den letzten Jahren begeistern konnte, dass liegt wahrscheinlich an ihrem Retro-Rock, der eher in die 70er Jahre passt.
Nur bei IQ bin ich mir ziemlich sicher, dass die nächste Scheibe mir wieder gefallen wird.
Bei Blind Guardian konnte ich schon mit der "Imagination From The Other Side" nicht mehr viel anfangen.
 
Das habe ich zum Beispiel bei Depeche Mode nicht so, wobei der Sound da nichts mehr mit den Anfängen in den 80ern oder den frühen 90ern zu tun hat. Die 4 Alben seit 2005 angefangen mit "Playing the Angel" haben schon im Sound einen Wiedererkennungswert für mich.

Kings of Leon sind für mich auch so ein Beispiel. Ok, die haben sich ja auch erst 2000 gegründet und sind dann erst 2008 so richtig bekannt geworden. Aber auch die 3 Alben danach waren für mich alle sehr hörenswert und mit absolutem Ohrwurmfaktor.
 
Puh, das klingt hier teilweise ganz schön resigniert. Musik hört doch nicht auf gut zu sein, sobald wir ein bestimmtes Alter erreicht haben. Wenn man sich über Jahre und Jahrzehnte mit Musik als Hobby auseinandersetzt, kommt da im Laufe der Zeit logischerweise eine ordentliche Datenbank im Kopf zusammen. Dagegen kann man sich gar nicht wehren, und das ist der Teil, den man tatsächlich festmachen kann am eigenen Alter, oder besser gesagt: der eigenen Erfahrung. Ich empfinde das aber keineswegs als negativ, denn nur so kann sich natürlich auch eine Art Qualitätsbewusstsein entwickeln.
Dazu kommt dann noch der emotionale Bezug. Wenn man Musik mit Ereignissen aus dem eigenen Lebenslauf verknüpft, hat diese spezielle Musik selbstverständlich einen höheren persönlichen Stellenwert. Und da sich die einprägsamen Erlebnisse in der Kindheit/Jugend eher ballen als im späteren Leben, belegen halt etliche Songs/Alben/Bands schon seit Jahr(zehnt)en einen guten Teil des Musikvolumens, das man auch tatsächlich auf dem Radar behält.

Vermutlich ist es nur natürlich, wenn man angesichts dessen früher oder später an eine Art Grenze stößt. Die kann man aber durchaus auch sprengen. Für mich war die Folge daraus, dass ich bei einem gute Teil mir altbekannter Bands inzwischen immer öfter passe, weil ich innerhalb deren Diskographie schon genug Sachen besitze, die vielleicht gar nicht mal besser sind, aber zu denen der emotionale Bezug größer ist. Stattdessen müssen sich diese Künstler bei mir jetzt wirklich jedes Mal neu beweisen. Parallel dazu setze ich mich immer wieder mit für mich neuen Sachen auseinander. Das betrifft einerseits selbstverständlich auch neue Rock-/Metal-Bands, aber andererseits wirklich für mich unbekanntes Terrain in mir bislang fremden Genres. Das war anfangs ganz schön ungewohnt, weil ich meine Ohren 15, 20 Jahre auf Hard'n'Heavy getrimmt hatte. Wenn dann ein Album in einer völlig ungewohnten Machart daher kam, kostete es echt Zeit und Nerven, mich auf die Sachen auch vollumfänglich einzulassen. Aber letzten Endes habe ich dadurch so dermaßen profitiert, das kann ich gar nicht genug betonen.
Heute besteht mein Fundament immer noch aus Rock und Metal, schon wegen dem oben angesprochenen emotionalen Bezug. Dazu picke ich mir aber aus den verschiedensten Genres meine Perlen heraus, die meine Sammlung in alle Richtungen bereichern. Und ich habe dadurch tatsächlich zwischendurch immer wieder auch diese euphorische Glücksgefühl, das in mir aufsteigt, wenn mich ein neues Album so richtig packt und umhaut. Wahrscheinlich ist das nicht für jedermann praktikabel, aber für mich war dieser Schritt pures Gold.
 
Zuletzt bearbeitet:

Dilbert

Pils-Legende
Bei Blind Guardian konnte ich schon mit der "Imagination From The Other Side" nicht mehr viel anfangen.

Liegt vielleicht auch am Produzentenwechsel. Ich hatte am Anfang auch Schwierigkeiten damit, den Wechsel von Kalle Trapp, der mehr so Wert auf gradliniges gelegt hat, zu (ich meine) Flemming Rasmussen, unter dem der Sound für mich gerade bei den Gitarren etwas dumpfer und das Album weniger flüssig klang und fast schon zu vollgestopft und überproduziert. Es ist aber die letzte Guardian-Scheibe, bei der ich so ziemlich alle Songs nach einiger Zeit auswendig mitgröhlen konnte, und das Konzert auf der Tour dazu in Hamburg war eines der geilsten überhaupt, weil einfach das komplette Docks dabei völlig durchdrehte, und so ziemlich jeder in den ersten 25 Reihen (weiter nach hinten konnte ich nicht gucken, aber die Bude war rappelvoll) sich Mühe gab die Band noch zu übertönen.
 
Rasmussen war's, stimmt. Wenn ich auch meinen Senf dazugeben darf: Wenn's hart auf hart kommt, braucht man in meinem Mikrokosmos nur drei Scheiben von den Gardinen: Die Alben von Somewhere... bis einschließlich Nightfall... Die Tales... und die Opera...-Platten kann man daneben auch noch haben. Die ersten beiden finde ich dagegen komplett entbehrlich, die drei nach der Opera... wirken auf mich... hm, ich nenne es mal: emotionslos.
 

Dilbert

Pils-Legende
Rasmussen war's, stimmt. Wenn ich auch meinen Senf dazugeben darf: Wenn's hart auf hart kommt, braucht man in meinem Mikrokosmos nur drei Scheiben von den Gardinen: Die Alben von Somewhere... bis einschließlich Nightfall... Die Tales... und die Opera...-Platten kann man daneben auch noch haben. Die ersten beiden finde ich dagegen komplett entbehrlich, die drei nach der Opera... wirken auf mich... hm, ich nenne es mal: emotionslos.
Die Opera war die erste, bei der ich überhaupt nicht mehr mitkam. Ich könnte Dir jetzt auch keinen einzigen Song davon nennen, obwohl ich die bestimmt bei diversen Festivalauftritten live gehört habe. Alles was danach kam hörte sich zwar schon irgendwie gut an, aber da die Gardinen inzwischen sowas wie nachvollziehbare Songstrukturen größtenteils aus ihrem Repertoire gekickt haben, mag das zwar alles künstlerisch wertvoll sein, aber Ohrwurmqualitäten bleiben eben leider ziemlich auf der Strecke.
 
Das ging ja nicht nur etlichen Fans so, sondern auch dem Schlagzeuger. Der ist doch anschließend ausgestiegen, um wieder Musik in der Art der frühen BG zu zocken.
Was die Opera angeht: Zumindest Precious Jerusalem, Battlefield und And Then There Was Silence haben auf jeden Fall ihre Berechtigung. Vor allem letzterer Song. Ich kann aber auch jeden Gardinen-Fan verstehen, der der Band spätestens ab da den Rücken gekehrt hat. Mit einer ultrasimplen Mitgröhlnummer wie Valhalla verträgt sich das Opera...-Material nur sehr, sehr eingeschränkt.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Ich kenne von Blind Guardian nur ein Lied bei dem mir auch nur der Refrain im Gedächtnis blieb "Spread Your little wings and fly away" - ich glaube das ist ein Cover eines Queensongs - und fand das recht anstrengend :D
 

Dilbert

Pils-Legende
Das ging ja nicht nur etlichen Fans so, sondern auch dem Schlagzeuger. Der ist doch anschließend ausgestiegen, um wieder Musik in der Art der frühen BG zu zocken.
Was die Opera angeht: Zumindest Precious Jerusalem, Battlefield und And Then There Was Silence haben auf jeden Fall ihre Berechtigung. Vor allem letzterer Song. Ich kann aber auch jeden Gardinen-Fan verstehen, der der Band spätestens ab da den Rücken gekehrt hat. Mit einer ultrasimplen Mitgröhlnummer wie Valhalla verträgt sich das Opera...-Material nur sehr, sehr eingeschränkt.
Muss ja nicht einmal Valhalla-mäßig sein. Bright eyes, And the Story ends, Imaginations, Nightfall, Mirror Mirror, ... Das blieb eben noch hängen. Bei der letzten Platte hab ich nicht einen Refrain behalten können. Falls es sowas gab.
 
Muss ja nicht einmal Valhalla-mäßig sein. Bright eyes, And the Story ends, Imaginations, Nightfall, Mirror Mirror, ... Das blieb eben noch hängen. Bei der letzten Platte hab ich nicht einen Refrain behalten können. Falls es sowas gab.
Mit Opera... vollzogen sie sie halt den letzten Schritt in ihrem Dreisprung "teutonisches Speed-Gerumpel => qualitätsbewusster Fantansy-Bombast => verkopfte Metal-Oper". Das mag man oder eben nicht. Auch wenn ich die Sachen ab den 2000ern jetzt nicht gerade als essentiell einstufe, so würde ich persönlich diese dem Kram aus den 80ern jederzeit vorziehen. Das war mir echt zu dilletantisch, eingängige Refrains hin oder her.
Über die Songs die du da aufzählst brauchen wir uns hingegen nicht zu unterhalten. Zu der Zeit hatten sie ihren unbestrittenen Peak und was mich betrifft in dieser Sparte auch die Pole Position inne. Die hatten richtig geile Nummern im Köcher damals und bei den *hüstel* etwas erfahreneren Semestern wie uns beiden dürften da auch etliche schöne Erinnerungen wach werden, richtig? Somewhere... wird deswegen wohl auf ewig mein Favorit bleiben, weil ich die untrennbar mit unserer Abschlussfahrt im September '92 verbinde. Funktioniert aber auch mit den beiden Nachfolgern. Merkwürdigerweise assoziiere ich Bright Eyes immer mit Metalla und damit mit Donnerstag Abend/Einstimmung auf's Wochenende. Da lag die Arbeitswoche quasi bereits hinter mir, weil wir freitags immer schon um 12:00 Uhr Feierabend hatten. Also hab ich's mir mit einem Bierchen vor der Flimmerkiste gemütlich gemacht und Metal-technisch die Kuh fliegen lassen.
 
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HoratioTroche

Zuwanderer
Über Pink Floyd - genau wie bei Genesis - könnte man auch einen eigenen Thread aufmachen. Um es kurz abzuhandeln, meine Rangliste :
1. Dark Side Of The Moon
2. Animals
3. Meddle
4. Wish You Were Here
5. Ummugumma
6. The Wall
7. Atom Heart Mother
8. A Saucerful Of Secrets
Alle anderen Alben sind zwiespältig für mich, insbesondere die 3 nach The Wall.
Die ersten 4 höre ich jeweils komplett oder gar nicht.
Für Pink Floyd - Cover haben sie, also Hipgnosis:
Einen Mann angezündet
Ein aufgeblasenes Schwein zwischen Schornsteine gespannt
Hunderte Betten an den Strand gestellt
Eine stinknormale Kuh fotografiert

Das mit dem Mann wirkt erst dann verstörend, wenn man die anderen Fotos der Serie sieht und realisiert, dass die den wirklich richtig angezündet haben.
 

Dilbert

Pils-Legende
Mit Opera... vollzogen sie sie halt den letzten Schritt in ihrem Dreisprung "teutonisches Speed-Gerumpel => qualitätsbewusster Fantansy-Bombast => verkopfte Metal-Oper". Das mag man oder eben nicht. Auch wenn ich die Sachen ab den 2000ern jetzt nicht gerade als essentiell einstufe, so würde ich persönlich diese dem Kram aus den 80ern jederzeit vorziehen. Das war mir echt zu dilletantisch, eingängige Refrains hin oder her.
Über die Songs die du da aufzählst brauchen wir uns hingegen nicht zu unterhalten. Zu der Zeit hatten sie ihren unbestrittenen Peak und was mich betrifft in dieser Sparte auch die Pole Position inne. Die hatten richtig geile Nummern im Köcher damals und bei den *hüstel* etwas erfahreneren Semestern wie uns beiden dürften da auch etliche schöne Erinnerungen wach werden, richtig? Somewhere... wird deswegen wohl auf ewig mein Favorit bleiben, weil ich die untrennbar mit unserer Abschlussfahrt im September '92 verbinde. Funktioniert aber auch mit den beiden Nachfolgern. Merkwürdigerweise assoziiere ich Bright Eyes immer mit Metalla und damit mit Donnerstag Abend/Einstimmung auf's Wochenende. Da lag die Arbeitswoche quasi bereits hinter mir, weil wir freitags immer schon um 12:00 Uhr Feierabend hatten. Also hab ich's mir mit einem Bierchen vor der Flimmerkiste gemütlich gemacht und Metal-technisch die Kuh fliegen lassen.
"Somewhere" war mein Einstieg in Blind Guardian, der "Dosenöffner" für meine Ohren war Theatre of Pain"... Die Band war damals schon anders. Allein schon, weil die einfach auf sowas wie Reime geschissen haben, was gewöhnungsbedürftig war. Das Titelstück, Ashes to Ashes, Time what is Time, Theatre of Pain und natürlich die Bard-Nummer... Hammer.

Mein Favorit ist allerdings "Tales from the Twillight-World". Welcome to Dying, The last Candle, Traveller in Time, Lost in the Twillight-Hall... Das war / ist für mich Speed-Metal in Perfektion. Das ist vom um einiges anspruchsvolleren Zeug welches ab "Imaginations...." folgte natürlich kilometerweit entfernt, hat aber für mich einen unvergleichlichen Hurra-Spirit in sich. Den haben sie mit "Mirror Mirror" nochmal rausgeholt, ansonsten ging das mehr und mehr flöten, bis eben jetzt das für mich kaum noch zugängliche, verschachtelte Zeug übrig blieb, was zwar nie schlecht klingt, aber trotzdem nicht mehr kleben bleibt.

Ich hab gestern von der Post die "Live Beyond The Spheres"-3er-CD-Box abgeholt. Wenn ich die durch habe, werd ich wahrscheinlich nach Wacken fahren und da ein Zelt auf den Acker stellen...
 
Was die Opera angeht: Zumindest Precious Jerusalem, Battlefield und And Then There Was Silence haben auf jeden Fall ihre Berechtigung.

And Then There Was Silence übrigens das letzte einzelne Lied, das mir als epischer Kracher im Gedächtnis geblieben ist. And then there was... nimmermehr ;)

Bestes Album: Imaginations. Gleichzeitig das erste dieser Band für mich.

Ob es am Alter liegt (Baujahr 80 bei mir)... das beste hat man halt hinter sich :umarm:

Man selbst oder gewisse Bands :D

Geht mir übrigens mit Grave Digger, Amon Amarth, Suidakra, Iced Earth oder Maiden haargenau so. Die Highlights werden seltener (Maiden) oder sind fast ganz ausgeblieben in den letzten 10 Jahren (Grave Digger). Irgendwie beliebig, austauschbar.

Oder kompletter Wandel um 180° (Opeth). Das liegt dann allerdings nicht an meinem Alter, wenn ich die nicht mehr schnuckelig finde ;)
 

Fussel

Matt Eagle
Puh, mir waere es nicht moeglich einzelne Lieblingssongs rauszupicken, seien es nun 3, 10, 20 oder 100.
Morgen wuerde ich vermutlich schon 20 andere Songs nennen.

Zu Blind Guardian: Meine Lieblingsplatte von denen ist mit Abstand "Imaginations ..." (1995). Danach kommen tatsaechlich "Beyond the Red Mirror" (2015) und "Nightfall ..." (1998). Den Rest (alt wie neu) finde ich Ok, brauche ich aber nicht wirklich.

Puh, das klingt hier teilweise ganz schön resigniert. Musik hört doch nicht auf gut zu sein, sobald wir ein bestimmtes Alter erreicht haben. Wenn man sich über Jahre und Jahrzehnte mit Musik als Hobby auseinandersetzt, kommt da im Laufe der Zeit logischerweise eine ordentliche Datenbank im Kopf zusammen. Dagegen kann man sich gar nicht wehren, und das ist der Teil, den man tatsächlich festmachen kann am eigenen Alter, oder besser gesagt: der eigenen Erfahrung. Ich empfinde das aber keineswegs als negativ, denn nur so kann sich natürlich auch eine Art Qualitätsbewusstsein entwickeln.
Dazu kommt dann noch der emotionale Bezug. Wenn man Musik mit Ereignissen aus dem eigenen Lebenslauf verknüpft, hat diese spezielle Musik selbstverständlich einen höheren persönlichen Stellenwert. Und da sich die einprägsamen Erlebnisse in der Kindheit/Jugend eher ballen als im späteren Leben, belegen halt etliche Songs/Alben/Bands schon seit Jahr(zehnt)en einen guten Teil des Musikvolumens, das man auch tatsächlich auf dem Radar behält.

Vermutlich ist es nur natürlich, wenn man angesichts dessen früher oder später an eine Art Grenze stößt. Die kann man aber durchaus auch sprengen. Für mich war die Folge daraus, dass ich bei einem gute Teil mir altbekannter Bands inzwischen immer öfter passe, weil ich innerhalb deren Diskographie schon genug Sachen besitze, die vielleicht gar nicht mal besser sind, aber zu denen der emotionale Bezug größer ist. Stattdessen müssen sich diese Künstler bei mir jetzt wirklich jedes Mal neu beweisen. Parallel dazu setze ich mich immer wieder mit für mich neuen Sachen auseinander. Das betrifft einerseits selbstverständlich auch neue Rock-/Metal-Bands, aber andererseits wirklich für mich unbekanntes Terrain in mir bislang fremden Genres. Das war anfangs ganz schön ungewohnt, weil ich meine Ohren 15, 20 Jahre auf Hard'n'Heavy getrimmt hatte. Wenn dann ein Album in einer völlig ungewohnten Machart daher kam, kostete es echt Zeit und Nerven, mich auf die Sachen auch vollumfänglich einzulassen. Aber letzten Endes habe ich dadurch so dermaßen profitiert, das kann ich gar nicht genug betonen.
Heute besteht mein Fundament immer noch aus Rock und Metal, schon wegen dem oben angesprochenen emotionalen Bezug. Dazu picke ich mir aber aus den verschiedensten Genres meine Perlen heraus, die meine Sammlung in alle Richtungen bereichern. Und ich habe dadurch tatsächlich zwischendurch immer wieder auch diese euphorische Glücksgefühl, das in mir aufsteigt, wenn mich ein neues Album so richtig packt und umhaut. Wahrscheinlich ist das nicht für jedermann praktikabel, aber für mich war dieser Schritt pures Gold.

Das finde ich mich beinahe 100% drin wieder. Beinahe deshalb, weil es mir nicht sonderlich schwer faellt, mich auf ungewohnte Sachen einzulassen.

Kings of Leon sind für mich auch so ein Beispiel. Ok, die haben sich ja auch erst 2000 gegründet und sind dann erst 2008 so richtig bekannt geworden. Aber auch die 3 Alben danach waren für mich alle sehr hörenswert und mit absolutem Ohrwurmfaktor.

Meine Frau hoert das ab und zu. Kings of Leon gehen mir fuerchterlich auf die Nerven. Ich kann noch nicht mal so richtig sagen wieso. Vielleicht ist es der Gesang, den ich als wehleidig empfinde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das finde ich mich beinahe 100% drin wieder. Beinahe deshalb, weil es mir nicht sonderlich schwer faellt, mich auf ungewohnte Sachen einzulassen.
Glückskind! Mir geht's da leider wirklich immer wieder so, dass ich die Musik wie durch eine Art Schleier wahrnehme. Manchmal blitzt dann die Genialität durch und packt mich völlig und im nächsten Moment zieht sich der Vorhang wieder zu und ich kucke wie die Sau ins Uhrwerk. Ist jetzt vielleicht etwas arg theatralisch beschrieben, weil ich es nicht besser in Worte fassen kann, aber vieles von dem, was mich heute ehrlich in seinen Bann schlägt, musste ich für mich erst dechiffrieren. Tori Amis zum Beispiel. Oder Springsteen und The Cure. Gibt aber schon auch Gegenbeispiele. Depeche Mode liefen mir sofort gut rein, als ich mich mit denen erstmals ernsthaft beschäftigt habe.
 
Ich stelle mal locker zusammen:
Jethro Tull - Locomotive Breath
Deeo Purple - Child in Time
Uriah Heep - Gypsy
Led Zeppelin - Stairway to Heaven
Deep Purple - Fireball
Black Sabbath - Paranoid
Uriah Heep - Easy Living
Queen - Bohemians Rhapsody
Dire Straits - Brothers in Arms
Cogney Rebell / Steve Harley - Sebastian
Susan Vega - Luka
Fleetwood Mac - Tusk
Stevie Nicks - Gypsy
Beatles - Revolution 1
Beatles - I feel fine
EAV - Drei weiße Tauben
Ulrich Roski - Kleiner Mann im Ohr
Ludwig Hirsch - I lieg am Ruckn
Carla Bruni - Quelqu'un m'a dit
Bonnie Tyler - Hide your Hide
 
Es gibt natürlich meine Autofahrer - Gute Laune - Musik
Dave Clark Five - Glad all over
Gary Puckett & Union Gap - Young Girl
Tommy James and the Shondells - Crimson & Clover
The Byrds - Tambourine Man
Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick &Titch - Legend of Xanadu
Manfred Mann - Ha,Ha said the Clown
Dave Davies - Dead of the Clown
Amen Corner - If Paradise is half as nice
Kinks - Apeman
Manfred Mann - Mighty Quinn
MaCoys - Hang on sloopy
CCR - Bad Moon Rising
Thin Lizzy - Whiskey in the Jar
Shocking Blue - Venus
Steppenwolf - Born to be wild
CCR - Hey Tonight
Beach Boys - Barbara Ann
Swing Blue Jeans - Hippy Hippy Shakes
Tommy James & the Shondells - Mony Mony
Roy Orbison - Pretty Woman
Tremeloe - My little Ladys
Tommy Roe - Dizzy
 

powerhead

Pfälzer
Ich stelle mal locker zusammen:
Jethro Tull - Locomotive Breath
Deeo Purple - Child in Time
Uriah Heep - Gypsy
Led Zeppelin - Stairway to Heaven
Deep Purple - Fireball
Black Sabbath - Paranoid
Uriah Heep - Easy Living
Queen - Bohemians Rhapsody
Dire Straits - Brothers in Arms
Cogney Rebell / Steve Harley - Sebastian
Susan Vega - Luka
Fleetwood Mac - Tusk
Stevie Nicks - Gypsy
Beatles - Revolution 1
Beatles - I feel fine
EAV - Drei weiße Tauben
Ulrich Roski - Kleiner Mann im Ohr
Ludwig Hirsch - I lieg am Ruckn
Carla Bruni - Quelqu'un m'a dit
Bonnie Tyler - Hide your Hide
Tolles Liste, besonders die ersten 11. Mein Respekt, hätte ich dir so nicht zugeordnet. :top:
 
Das wird dir sicher genauso gehen, aber ich könnte sicher mehrere komplette Listen machen, die allesamt Anspruch hätten unter den ersten 20 Besten zu sein. Doors mit The End gehört dazu wie Karte Bush/Peter Gabriel mit Don't give up. Das kann man ja beliebig fortsetzen.
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
Top 20??

Unmöglich, da ein Ranking zu erstellen. Und vor allem, die anderen 380 Songs, die es nicht schaffen...
 
Ich stelle mal locker zusammen:
Jethro Tull - Locomotive Breath
Deeo Purple - Child in Time
Uriah Heep - Gypsy
Led Zeppelin - Stairway to Heaven
Deep Purple - Fireball
Black Sabbath - Paranoid
Uriah Heep - Easy Living
Queen - Bohemians Rhapsody
Dire Straits - Brothers in Arms
Cogney Rebell / Steve Harley - Sebastian
Susan Vega - Luka
Fleetwood Mac - Tusk
Stevie Nicks - Gypsy
Beatles - Revolution 1
Beatles - I feel fine
EAV - Drei weiße Tauben
Ulrich Roski - Kleiner Mann im Ohr
Ludwig Hirsch - I lieg am Ruckn
Carla Bruni - Quelqu'un m'a dit
Bonnie Tyler - Hide your Hide

Würde ich direkt so anhören - hätte vielleicht noch den ein oder anderen Queen Song mehr dabei. Finde es auch super, dass du bei den Beatles nicht die mehr oder weniger ausgelutschten fünf Lieder nanntest, die sonst immer überall laufen...
 
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