Landtagswahlen

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Holgy, 6 Juli 2016.

  1. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    In Berlin wird ja dieses Jahr auch gewält. Forsa hat im Auftrag der Berliner
    Zeitung am 04.07.2016 folgendes erfragt:

    Wenn am nächsten Sonntag Abgeordnetenhauswahl wäre …

    CDU 18 %
    SPD 27 %
    Grüne 19 %
    FDP6 %
    Linke14 %
    Afd 8 %
    Sonstige 8 %

    Wahlumfragen zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin (#aghw) – Sonntagsfrage

    Das war vor der Spaltung der Afd-Fraktion in BaWü.
     
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  3. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Der Wahlomat zur Berlinwahl ist da!

    Wahl-O-Mat Berlin Wahl 2016 - SZ.de
     
  4. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Sehr überraschend was bei mir da rauskam :lachweg:
     
  5. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Wie gehabt, Freibeuter knapp vor grün.

    Wobei ich selten so viele Fragen mit "neutral" beantworten musste. Was ein Ergebnis von 73,x % erklärt.
     
  6. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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  7. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    AFD 21%, weniger, als sie selbst prognostiziert hatten, mehr als es gut ist. Fazit: ein Ergebnis der mangelnden Bildungspolitik :weißnich:
     
  8. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    In der Hochrechnung haben die Alternativ-Nazis tatsächlich etwas mehr als die CDU. SPD führt mit 30. Der großen Koalitation dürfte also nix im Wegen stehen.
     
  9. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    In der Zeit hat der Journalist Raphael Thelen die Situation in Mecklenburg Vorpommern ganz gut beleuchtet, wie ich finde: Mecklenburg-Vorpommern : An den Kandidaten liegt es nicht
    Mit ein Grund für die AfD-Erfolge ist natürlich das Thema "Flüchtlingspolitik", das gerade in Mecklenburg Vorpommern ein ziemliches "Geisterthema" ist, wie es die Autoren schön darstellen.
    Der Thelen hat ausserdem einen lesenswerten Blog auf dem er eine Reportage veröffentlichte über die politische Situation in Sachsen, die er bei einer mehrwöchigen Reise durch Sachsen festhielt: Neue Normalität – Eine Reise durch Sachsen
     
  10. derblondeengel

    derblondeengel master of desaster

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    Nazis in alter Tradition, schließlich hatte die NSDAP ihre meisten Wähler im Osten...
     
  11. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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  12. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Mit miesen Lebensbedingungen kann man es jedenfalls nicht erklären, denn 80% sind mit ihrer Situation zufrieden. Und Flüchtlinge haben sie auch relativ wenige aufgenommen.
     
  13. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Weite Teile der AFD/NPD sind Protestwähler, wie man hier bestens nachlesen kann.
    SPIEGEL-Umfrage zur AfD: Frust ohne Not - SPIEGEL ONLINE

    Wie man allerdings ohne wirkliche Not heraus aus Protest rechts wählen kann bleibt eben ein Geheimnis, maximal eben erklärbar mit kognitiver Suboptimiertheit.

    Nun ist es halt so, wie es ist, nun hat die AFD oppositionelle Verantwortung, wie das ausgeht kann eigentlich jeder Vernunftbegabte schon heute prognostizieren. Mit Landesthemen haben die sich ja nicht beschäftigt, die kommen jetzt aber auf sie zu. Das Flüchtlingsthema, mit denen sie gepunktet haben, wird auf Landesebene weitestgehend aussen vor bleiben.
     
  14. fabsi1977

    fabsi1977 Theoretiker

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    Aber es sind doch so viele, viel zu viele. Und denen wird alles in den Hintern geschoben während der brave Deutsche nix bekommt. Und vergiss die ganzen Straftaten nicht, vor allem die Vergewaltigungen. Und überhaupt, wenn das so weitergeht tragen wir bald alle Kopftuch und statt hübscher Dorfkirchen mit romantischem Glockengeläut entstehen überall hässliche Moscheen von denen der Muezzin ruft.
     
  15. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Ganz besonders anscheinend auf Usedom.
    https://pbs.twimg.com/media/CrkoSiPW8AQPHSD.jpg
     
  16. Detti04

    Detti04 The Count

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    Ich denke, dass Usedom zur Belohnung fuer ein solch "schoenes" Wahlergebnis an Polen abgetreten werden sollte.
     
  17. Leipziger

    Leipziger Well-Known Member

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    Primitives Gebashe und dann auch noch sachlich falsch. Überdurchschnittlich viele Stimmen erhielt die NSDAP bei den RT-Wahlen im März 1933 im damaligen Ostpreußen, also in Gebieten, die heute zum allergrößten Teil nicht mehr zu Deutschland gehören. Die Bevölkerung dieser Gebiete ist, soweit sie den Krieg überlebt hat, gleichmäßig auf alle 4 Besatzungszonen aufgeteilt worden. Durch die Fluchtbewegungen bis zum Mauerbau dürfte der Anteil in den 3 westlichen Besatzungszonen noch höher geworden sein. Auf dem Gebiet der späteren DDR erreichte die NSDAP größtenteils "nur" Ergebnisse, die dem Landesdurchschnitt entsprachen - genauso übrigens wie in vielen "westdeutschen" Wahlkreisen - im roten Sachsen lagen die Ergebnisse in 2 von 3 Regionen unter dem Landesdurchschnitt. Schlesien war übrigens auch nicht so braun wie Ostpreußen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 September 2016
  18. derblondeengel

    derblondeengel master of desaster

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    So so....

    Mecklenburg-Schwerin: Übersicht der Reichstagswahlen 1919-1933

    Sachsen: Übersicht der Reichstagswahlen 1919-1933

    Reichstagswahlen 1919-1933 - Köln-Aachen
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 September 2016
  19. Leipziger

    Leipziger Well-Known Member

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    Wenn für dich alles außer Köln/Aachen Osten ist, hast du mit Einschränkungen* recht. Ansonsten empfiehlt sich ein Blick auf die Wahlergebnisse in anderen Regionen.

    *Reichstagswahlen 1919-1933 - Berlin
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 September 2016
  20. Schröder

    Schröder Problembär

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    Wenn 80 % mit ihrer Situation zufrieden sind, bleiben doch genau die ca. 20 % für die AfD übrig.

    Geht einigen wohl auch weniger um die eigene als um die Gesamtsituation dort, da immer mehr soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser etc. geschlossen werden. Warum man dann die AfD wählt, bleibt natürlich deren Geheimnis.
     
  21. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Weil sie halt Populismus, übersteigerte nationale Töne, ausländer- und menschenfeindliche Parolen gutheissen und vielleicht noch meinen das Rad der Zeit zurückdrehen zu können.
     
  22. Leipziger

    Leipziger Well-Known Member

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    Grund für materielle Unzufriedenheit dürften die wenigsten AfD-Wähler haben. Eher fehlt es an Bewusstsein, wie gut es einem eigentlich geht.

    Ich frage mich schon lange, weshalb rechtes Gedankengut v. a. hier im Osten so gut ankommt.
    Die DDR war zwar lange das antifaschistische(re) Deutschland, aber dieser Antifaschismus wurde eben auch von oben oktroyiert. Teile der Bevölkerung haben sich dagegen abgeschottet, so wie sie sich von allem abgeschottet haben, was von oben kam. In der Gesellschaft konnten sich so alte Denkstrukturen erhalten. Die Abschottung des Landes verstärkte diesen Effekt noch.

    Der Umgang mit der NS-Vergangenheit in Westdeutschland war zwar lange Zeit kritikwürdig, aber mit den 68ern hat eine gesellschaftliche Debatte über diesen Themenkomplex stattgefunden, die letztendlich dazu führte, dass rechtes Gedankengut in der Folge weniger verbreitet und weniger akzeptiert wurde.
     
  23. Schröder

    Schröder Problembär

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    Und warum wählen sie dann nicht gleich NPD?
     
  24. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Weiß ich nicht; die ist ihnen evtl. dann doch zu offensichtlich rechtsextrem und hat ja außerdem jetzt schon desöfteren bewiesen, dass gar nichts mehr von ihren Vertretern an Arbeitsleistung kommt, wenn die mal ein paar Sitze in einem Parlament, Kreis-, Stadtrat, etc. besetzt haben.
     
    Chris1983 gefällt das.
  25. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    Das vermute ich auch. Mit der AfD können sich (zum Teil oder auch mehr) sicherlich NPDLer identifizieren und die Möglichkeit da was zu erreichen bei den Wahlen ist nun mal momentan ungleich höher.

    Lt. den Auswertungen die ich im ZDF gesehen habe waren von den Stimmen welche die AfD bekommen hat 16% Ex-NPD-Wähler und u.a. auch 16% Nichtwähler 2015.
     
  26. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Das Bewußtsein fehlt gar nicht. Die Angst ist aber trotzdem da.

    "Die 30- bis 59-Jährigen bewerten persönliche Lebensqualität und wirtschaftliche Lage weiterhin positiv, blicken aber mit Skepsis auf die Lage und Entwicklung in Deutschland... Trotz einer weiterhin guten persönlichen Bilanz sind die Sorgen der "Generation Mitte" im Vergleich zum Vorjahr deutlich gewachsen."

    http://www.pnp.de/nachrichten/politik/2211833_Die-Angst-der-Generation-Mitte-waechst.html

    Und das treibt dann wohl so manchen zu den Alternativnazis.
     
  27. Leipziger

    Leipziger Well-Known Member

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    Dennoch ist bei dieser Gruppe die Denke weit verbreitet, dass man vom Staat im Gegensatz zu den Flüchtlingen, nichts bekomme. Der eigene Status wird als ausschließlich selbst erarbeitet angesehen. Die staatlichen Leistungen, die man erhalten, werden vollkommen ausgeblendet. Das meinte ich mit fehlendem Bewusstsein.
     
  28. Schröder

    Schröder Problembär

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    Oder man legt sich das so zurecht, dass man für die eigenen Staatsleistungen ja auch Steuern etc. bezahlt. Die Flüchtlinge hingegen bekommen was, ohne je in die Sozial- oder Steuerkassen eingezahlt zu haben.

    Mir geht das trotzdem nicht in den Kopp, wenn man gegen die soziale Ungerechtigkeit und zu niedrige Löhne ist, dann eine Partei zu wählen, die gegen Arbeitnehmerrechte wie Kündigungsschutz und Mindestlohn ist. Noch kapitalistischer als die AfD geht doch gar nicht.
     
  29. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Da ist wohl kaum einer gegen soziale Ungerechtigkeit sondern da zieht nur das Prinzip: "Andere dürfen nicht etwas bekommen, was ich vermeintlich nicht bekomme." Wobei die "anderen" gegen die sich das richtet immer Schwächere sind.
     
  30. Leipziger

    Leipziger Well-Known Member

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    Wobei die meisten vergessen, dass man über einen längeren Zeitraum ziemlich gut verdienen muss, um insgesamt (Betrachtung der gesamten Lebensspanne) tatsächlich Nettozahler zu sein.
    Vielen dürfte bspw. nicht einmal bewusst sein, dass etwa Lebensmittel staatlich subventioniert sind.
     
  31. Oldschool

    Oldschool Spielgestalter Moderator

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    Die AfD sieht sich auf dem Wege zur Volkspartei, nachdem sie zur dritten Kraft gewählt worden ist. Sieht sich als "Partei der kleinen Leute", wovon in ihrem Parteiprogramm nichts zu finden ist. ( zB Abschaffung der Erbschaftssteuer ) Der rechte Flügel der AfD ( geht es noch weiter nach rechts ? ) definiert die soziale Frage um: Es geht nicht mehr um die Frage nach der Verteilung zw. arm oder reich sondern zw. "innen und aussen", also deutsch und nicht-deutsch. :isklar: X(
     
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