Laberthread 27. Spieltag 21 / 22 - 1. Bundesliga Mit Magath auf neuen Wegen?

HoratioTroche

Zuwanderer
Wieder mal so ein typischer Post von dir, dass man Flüssigkeiten auch ohne werfens des Bechers verschütten oder im hohen Bogen von den oberen Rängen verteilen kann, passt halt nicht in dein Bild.
Doch das passt durchaus in mein Bild, vor allem habe ich gar nicht behauptet, dass man dafür werfen muss.
Was nicht passt, ist dass das nicht nur der Regelfall ist, sondern wie du sagst in Mainz ausschliesslich so passiert und noch nie ein einziger Becher flog. Das fände ich ziemlich einzigartig. Mehr habe ich nicht gesagt.
 

faceman

Europapokal-Tippspielsieger 2015
Doch das passt durchaus in mein Bild, vor allem habe ich gar nicht behauptet, dass man dafür werfen muss.
Was nicht passt, ist dass das nicht nur der Regelfall ist, sondern wie du sagst in Mainz ausschliesslich so passiert und noch nie ein einziger Becher flog. Das fände ich ziemlich einzigartig. Mehr habe ich nicht gesagt.
Genau das hat er aber eben nicht geschrieben.
 

powerhead

Pfälzer
Doch das passt durchaus in mein Bild, vor allem habe ich gar nicht behauptet, dass man dafür werfen muss.
Was nicht passt, ist dass das nicht nur der Regelfall ist, sondern wie du sagst in Mainz ausschliesslich so passiert und noch nie ein einziger Becher flog. Das fände ich ziemlich einzigartig. Mehr habe ich nicht gesagt.
Und ich habe nur geschrieben, dass ich noch keine Bierbecher habe fliegen sehen, nicht dass nie welche geflogen sein könnten. Ich beobachtet das Spiel, nicht die Zuschauer im Stadion, immerhin stehen wir nur ca 15 Meter unter den Ultras, selbst von da kam, wenn ich im Stadion war, noch kein Becher geflogen.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Hier greift nicht die Spielordnung, sondern die Durchführungsbestimmungen des DFB. Für den Punkt Platzordnung gilt hier § 21:
Der Platzverein ist für den Schutz und die Sicherheit der Spieler, des Schiedsrichters und der Schiedsrichter-Assistenten verantwortlich.

Also der Vfl und und das ist dem VfL ja offensichtlich nicht gelungen. Daher sind die Aussagen des Anwalts auch nix weiter als dämliche Ausreden oder Ablenkungen, weil die damit ja gar nix zu tun haben.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Also der Vfl und und das ist dem VfL ja offensichtlich nicht gelungen. Daher sind die Aussagen des Anwalts auch nix weiter als dämliche Ausreden oder Ablenkungen, weil die damit ja gar nix zu tun haben.
Das ist richtig, aber es wäre wie ich finde mal klärenswert, welche Massnahmen der DFB abschliessend für ausreichend hält.
Denn so wie es in den allermeisten Stadien aussieht, ist der Schutz nirgends gewährleistet. Bis jetzt heisst Sicherheit: wenn nix passiert, ist es ok.
Vielleicht heisst es aber auch: Mal so, mal so. Und wenn das so ist (und da kann man beim DFB ja schon mal drauf kommen), lohnt sich ein Einspruch ja. Vielleicht.

Reichen Regenschirme, so wie hier? Die sieht man ja häufiger.
Auch da wurde der Schiri getroffen, von Abbruch und Wertung gegen den Heimverein ist aber nichts bekannt. Dem kicker war der Treffer keine Zeile wert:
Das war übrigens nach dem Abbruch in St. Pauli. Kann ich nicht nachvollziehen. Vielleicht, weil es nach Schlusspfiff war, aber spielt das eine Rolle?
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Das ist richtig, aber es wäre wie ich finde mal klärenswert, welche Massnahmen der DFB abschliessend für ausreichend hält.
Denn so wie es in den allermeisten Stadien aussieht, ist der Schutz nirgends gewährleistet. Bis jetzt heisst Sicherheit: wenn nix passiert, ist es ok.

Ja klar, ob das in Bochum nun ausreichend war oder nicht, kann nun das Gericht entscheiden. In dem Zusammenhang hätte ich von Anwalt erwartet, dass er sagt: "Der VFL hat das und das getan; und dies ist aus unserer Sicht ausreichend und erfüllt die Vorgaben." Aber nicht so einen Quark den der da abgelassen hat.

Zum zweiten: ist ja eher so: 'Wir machen nix ausreichendes (aus den und den Gründen, z. B. Netze sind doof), das ist für uns ok, weil es passiert ja wahrscheinlich sowieso nichts, aber wenn doch was passiert, dann akzeptieren wir eben die Strafe.'

Das kann man natürlich auch machen - ist halt etwas fies den Leidtragenden gegenüber. Aber dann sagen: Nee, wir haben zwar nichts ausreichendes gemacht, akzeptieren die Strafe aber trotzdem nicht, das ist halt nix.
 

Detti04

The Count
Find ich ja geil, dass man hier echt noch den VfL verteidigen will. Einen Verein, der versucht, wiederkehrendes Fehlverhalten seine Fans per "lustigem" Video zu vermeiden (und damit natuerlich zugibt, dass er sich dieses Fehlverhaltes seiner Fans bewusst ist), sonst aber nichts gegen das Fehlverhalten tut. Und der dann, wenn es wieder zum vorhergesehenen Fehlverhalten kommt, aber natuerlich nichts gewusst haben will.

Aber wer weiss, vielleicht fand man in Bochum ja auch die Geisterspiele so geil, dass man sie gerne zurueck haette...

EDIT: Wo andere schon auf das Spiel St.Pauli - Schalke verwiesen haben: Das war nicht das erste Spiel im deutschen Fussball, das abgebrochen wurde, weil der Linienrichter von einem vollen Bierbecher getroffen wurde. Bei dem hier angesprochenen Spiel war ich damals zugegen:

 
Zuletzt bearbeitet:

jambala

Moderator
Holgy, irgendwie muss das Gehalt ja gerechtfertigt werden.

Die Vorgehensweise mag im Zivilrecht funktionieren, Sportrecht ist da anders aufgestellt und das wird er auch zu spüren bekommen, der Herr Anwalt. Alleine wegen der negativen Signalwirkung wird der DFB hier nicht so reagieren wie gewünscht. Und imagemäßig ist das der Griff ganz tief ins weiße Porzellan.
 

jambala

Moderator
@HT: hier spielt rein, dass die Stadien ja größtenteils nicht den Vereinen gehören und unterschiedliche Strukturen baulicher Art aufweisen. Daher ist eine pauschale Aussage schlicht nur bedingt praktikabel, Details müssen im Sicherheitskonzept hinterlegt werden.

Und ja, es macht einen Unterschied ob laufendes Spiel, was Abbruch bedeutet, oder nach Spielende. Denn da ist die Auswirkung auf den ordnungsgemäßen Ablauf ja nicht gegeben.
 

fabsi1977

Theoretiker
EDIT: Wo andere schon auf das Spiel St.Pauli - Schalke verwiesen haben: Das war nicht das erste Spiel im deutschen Fussball, das abgebrochen wurde, weil der Linienrichter von einem vollen Bierbecher getroffen wurde. Bei dem hier angesprochenen Spiel war ich damals zugegen:


Da war ich auch im Stadion, hab aber den Becher nicht geworfen…….
 

HoratioTroche

Zuwanderer
@HT: hier spielt rein, dass die Stadien ja größtenteils nicht den Vereinen gehören und unterschiedliche Strukturen baulicher Art aufweisen. Daher ist eine pauschale Aussage schlicht nur bedingt praktikabel, Details müssen im Sicherheitskonzept hinterlegt werden.
Diese Sicherheitskonzepte werden genehmigt und für ausreichend befunden, oder?
Und ja, es macht einen Unterschied ob laufendes Spiel, was Abbruch bedeutet, oder nach Spielende. Denn da ist die Auswirkung auf den ordnungsgemäßen Ablauf ja nicht gegeben.
Für den unmittelbaren Spielbetrieb macht es sicher einen Unterschied. Von daher wurde das Spiel in Cottbus ordnungsgemäss beendet, alles weitere ist ein Fall für die Gremien. Für den Getroffenen und ob ausreichend für seine Sicherheit gesorgt wurde, kommt es aber aufs Gleiche raus, ob 1 Minute nach oder vor Spielende. Von daher ging das damals relativ folgenlos für Energie aus.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Ja klar, ob das in Bochum nun ausreichend war oder nicht, kann nun das Gericht entscheiden. In dem Zusammenhang hätte ich von Anwalt erwartet, dass er sagt: "Der VFL hat das und das getan; und dies ist aus unserer Sicht ausreichend und erfüllt die Vorgaben." Aber nicht so einen Quark den der da abgelassen hat.
Den Quark hat er öffentlich abgelassen, was er ausführlich dem DFB gegenüber ablässt, wissen wir nicht. Dafür hat er ja wie man lesen kann bis heute Zeit.
 

Detti04

The Count
[...]
Für den unmittelbaren Spielbetrieb macht es sicher einen Unterschied. Von daher wurde das Spiel in Cottbus ordnungsgemäss beendet, alles weitere ist ein Fall für die Gremien. Für den Getroffenen und ob ausreichend für seine Sicherheit gesorgt wurde, kommt es aber aufs Gleiche raus, ob 1 Minute nach oder vor Spielende. Von daher ging das damals relativ folgenlos für Energie aus.
Noe, ging es nicht:


"Energie Cottbus ist nach der Wurfattacke auf einen Schiedsrichter-Assistenten vom DFB bestraft worden. Im nächsten Heimspiel gegen den FC St. Pauli bleiben drei Blöcke gesperrt. Zudem muss der Club eine hohe Geldstrafe zahlen und einen Spielertunnel errichten. [...]"
 

jambala

Moderator
HT, wenn z.B. mit Verweis auf Präsenz von Ordnern das Konzept eingereicht wird, und diese dann eben nicht verhindern können oder wollen, dass das Konzept wirkungslos bleibt, dann haftet der Verein. Konzepte sind mit Leben zu füllen, damit sie funktionieren, was auch ständiges Hinterfragen bei Problemen beinhaltet. Wenn also regelmäßig geworfen wird, muss ich baulich was machen, wenn Ordner es nicht verhindern können.

Es macht dahingehend einen Unterschied, ob durch Herbeiführen eines Abbruchs der Wettbewerb beeinflusst wird.
 

André

Admin
Stephan Oberholz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, erläutert das Urteil: „Gemäß der für alle Vereine geltenden Rechts- und Verfahrensordnung des DFB ist das Spiel für den VfL Bochum mit 0:2 als verloren zu werten, da der Verein für seine Zuschauer verantwortlich ist und das Verschulden der Zuschauer dem Verein zuzurechnen ist. Die Spielumwertung ist in Paragraph 18, Nummer 4, als Rechtsfolge zwingend und alternativlos vorgeschrieben. Ein Wiederholungsspiel oder ein Nachspielen der letzten gut 20 Minuten ist daher nicht möglich.“

Oberholz weiter: „Die Haftung der Vereine für ein Fehlverhalten der ihnen zuzurechnenden Personen ergibt sich aus § 9a der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB. Danach sind Vereine unter anderem für das Verhalten ihrer Spieler, Offiziellen, Mitarbeiter, Anhänger und Zuschauer verantwortlich. Die verschuldensunabhängige Haftung der Vereine für ein Fehlverhalten ihrer Anhänger ist bereits mehrfach vom Internationalen Sport-Schiedsgericht (CAS) sowie - auf nationaler Ebene - vom Ständigen Schiedsgericht für Vereine und Kapitalgesellschaften der Lizenzligen sowie jüngst vom Bundesgerichtshof (BGH) bestätigt worden.“


 

Dilbert

Pils-Legende
nun ist es offiziell ... das Spiel beim VfL wird für die Borussia gewertet ... dies hat der DFB nun bestätigt
Ein Glück, dass dieser Zirkus vorbei ist.

Der Anwalt der Bochumer hat letztendlich nur seinen Job gemacht, und der ist halt, zu versuchen irgendwie das Beste für seinen Mandanten herauszuholen. Das ist seine Pflicht. Ob man das moralisch gut finden muss, steht auf einem anderen Blatt. Dem Image der Bochumer hat die ganze Geschichte schon mit dem Wurf keinen Gefallen getan, das Nachspiel noch viel weniger.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Aber nicht mit Quark! Gibt halt auch gute und schlechte Anwälte und auch in diesem Fall heiligt der Zweck nicht die Mittel.

Und das: "Der Straftäter hat völlig legal sein Getränk gekauft und der Verein dadurch kein Verschulden an der Straftat!" und deshalb muss es ein Wiederholungsspiel geben, ist nun einfach mal Quark.

Quark gehört nur auf's Brot oder zu Pellkartoffeln. Soll der Typ halt Koch werden.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Und Magath hat mit Quark bei Fulham verletzte Spieler behandelt. Spätestens da wussten die: Hier stimmt was nicht! :D
 

Schröder

Problembär
Spannend. Öftere Bierduschen, bei denen noch nie ein Becher die Hand verliess, sind dann wohl ein spezielles Mainzer Phänomen.
Nö, das passiert des Öfteren und muss nicht mal Absicht sein. Kurz vor Schluss fällt das entscheidende Tor für die eigene Mannschaft, Tausende Arme gehen nach oben, dann wird gerade auf den Stehplätzen sich noch gegenseitig umarmt, man bekommt vielleicht noch `n Schubser von hinten... und schon ist der Becher leer.
 
Nö, das passiert des Öfteren und muss nicht mal Absicht sein. Kurz vor Schluss fällt das entscheidende Tor für die eigene Mannschaft, Tausende Arme gehen nach oben, dann wird gerade auf den Stehplätzen sich noch gegenseitig umarmt, man bekommt vielleicht noch `n Schubser von hinten... und schon ist der Becher leer.
Ja. Das kenne ich aus Erfahrung. Aber das ein gefüllter Bierbecher schwere Verletzungen verursacht, zweifel ich einfach mal an. Allerdings, dass ein Linienrichter alles hinnehmen muss, einen Bierbecher, oder ein Feuerzeug, sehe ich auch nicht.
Die Schiedsrichter und Linienrichter müssen reichlich hinnehmen. Von Beschimpfungen, über Drohungen...........irgendwann dürfen sie auch mal die Schnauze voll haben. Wenn dann man ein Becher geflogen kommt....... . Das jetzt ohne dem be- und getroffenen Linienrichter Schauspielerei zu unterstellen.
 
Zuletzt bearbeitet:

jambala

Moderator
Es ist ja keine Behauptung, sondern eine Diagnose eines Arztes. Die gestellt wurde, nachdem der Assistent sich zum Arzt begeben hat, weil er sich nicht wohl fühlte.

Aus eigener gemachter Erfahrung kann ich das nachvollziehen. Im Schulsport beim Volleyball einen Schmetterball voll auf die Zwölf bekommen. Zuerst etwas schwummrig, dann ging es wieder - und halbe Stunde später Würfelhusten. Diagnose war dann auch Schädelprellung. Geht manchmal schneller als man denkt.
 
Aus eigener gemachter Erfahrung kann ich das nachvollziehen. Im Schulsport beim Volleyball einen Schmetterball voll auf die Zwölf bekommen. Zuerst etwas schwummrig, dann ging es wieder - und halbe Stunde später Würfelhusten. Diagnose war dann auch Schädelprellung. Geht manchmal schneller als man denkt.
Ein Ball ist kein Plastikbecher, der sich auch noch, relativ leicht, eindrücken lässt. Auch wenn er mit Bier gefüllt und eh nicht gefüllt an seinem Ziel ankommt. Da er, davon gehe ich aus, nicht verschlossen ist.
Wenn man von sowas eine Schädelprellung bekommt, stelle ich diese Diagnose mal so in Frage. Aus mMn offensichtlichen Gründen. Ein eher weichen Becher, oben offen, der eh nicht gefüllt an seinem Ziel ankommt, da er seine Entfernung hinter sich bringen muss, also an Flüssigkeit/Fülle und demnach an eh nicht besonderer Härte verliert, mit einem Ball zu vergleichen, halte ich für stark übertrieben. Wohl übetrieben um die Diagnose zu verteidigen, die ich für recht zweifelhaft halte.
 
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