Krieg oder nicht?

DeWollä

Real Life Junkie
So ein Panzer kostet aber auch! Und erst die Hubschrauber, die wir immer noch nicht haben...


Was soll man dazu sagen ?

Eins wissen wir heute, die jungen russischen Soldaten sind unnütz gestorben, darunter viele Hubschrauber Besatzungen, das ist uns bis jetzt erspart geblieben. Je mehr in der Luft sind, je eher graben die Taliban die alten Stinger Bestände aus oder besorgen sich tragbare SAM `s aus China, Russland, Iran usw.


Simtek

Schon wieder.

Angriff auf Bundeswehr Patrouille.
Vier deutsche Soldaten gefallen


Herzliches Beileid an die Familien der getöteten Soldaten.
 

DeWollä

Real Life Junkie
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,689068,00.html


Verteidigungsminister Guttenberg drückt aufs Tempo, die Ausrüstung der Truppe in Afghanistan soll rasch verbessert werden. Laut "Financial Times Deutschland" ordert die Bundeswehr nun im Eilverfahren 60 gepanzerte Fahrzeuge - bei einem Schweizer Hersteller, deutsche Konkurrenten gehen leer aus.

Krieg ist teuer.



Mowag Eagle




Der Eagle IV basiert hingegen auf dem LKW Mowag Duro, weil das Hummer-Chassis für das Gewicht von fast neun Tonnen der erweiterten Panzerung nicht mehr ausreichte. Er bietet Platz für fünf Personen und eine kleinere Ladefläche, Schutz gegen Minen, ballistische Geschosse (Handwaffen) und Sprengsätze. Der Motor ist ein Dieseltriebwerk mit Turboaufladung, permanentem Allradantrieb mit Automatikgetriebe und kann Neigungen bis 60 % bewältigen.[1] Der Fahrzeugführer wird über eine elektronische u. optische Anzeige mit aktuellen Fahrzeugdaten u. Kamerabildern versorgt; außerdem besitzt der Wagen ein Luftregulierungssystem für die Reifen sowie Nebelwerfer-Vorrichtungen.
 

DeWollä

Real Life Junkie
Lebenslang würde ich so einem geben, weil die Todesstrafe abgeschafft wurde....:suspekt:



Welchen Wert man darstellt wenn man Soldat ist , merkt man vorallem, wenn man verletzt wurde.

Robbe prangerte vor allem die Vergabe von Gutachten an „Sachverständige, die von militärischer Materie offensichtlich keine Ahnung haben“ an. „Hier muss unterstellt werden, dass der Dienstherr, der einen Auftrag gibt, ein bestimmtes Ergebnis haben will“, übte Robbe indirekt scharfe Kritik an Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Offenbar, so Robbe weiter, stecke System dahinter. Er müsse manchmal den Eindruck haben, dass in den „Wehrdienstbeschädigungsverfahren immer erst einmal für den Staat entschieden wird und gegen den betroffenen Patienten“.

http://www.focus.de/politik/deutsch...t-verletzte-soldaten-im-stich_aid_498717.html
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil? Mich würde das brennend interessieren.

Um das Recht auf selbstbestimmung der afghanischen Bevölkerung zu verteidigen, die ansonsten von einem totalitären Regime unterdrückt würden, speziell die Frauen.

Noch richtiger wäre es imho, würden dort Truppen islamischer Nationen den Frieden sichern.
 
Zuletzt bearbeitet:
DER SPIEGEL
Nach dem ich diesen Artikel gelesen habe, wurde mir wirklich richtig übel.

Wie ich das hasse. Aus wirtschaftlichen interessen wird die Gesundheit und das Leben unserer Soldaten riskiert.
Man sollte diese verdammten Politiker-*pieps* zu den Familien der getöteten Soldaten schicken und erklären lassen, warum diese die Anschaffung unnötig verzögert haben.

Mir kommt gerade die Galle hoch... *kotz*
 

Rupert

Friends call me Loretta
Rüstung ist halt nun mal einer der wichtigsten Industriezweige in diesem Land - schon seit Jahrzehnten - und schon immer mit den diversesten Interessen, gerade politischen und finanziellen, verbunden.
Solange es keine eigenen Leute trifft, juckt das nur keinen.
 
Zuletzt bearbeitet:

pauli09

2. Ewige Tabelle "1gg1"
meine güte, es geht hier um wirtschaftliche interessen, da muss man auch mal opfer bringen!

ich hab wohl das I-schild vergessen!
ich editiere mal etwas:

es geht hier um wirtschaftliche interessen einiger übler geschäftemacher und einiger korrupter politiker!
da fehlt mir das verständnis für opferbereitschaft, insbesondere, wenn den opfern weisgemacht wird, es gehe dort um werte wie demokratie pp.
 
Zuletzt bearbeitet:

DeWollä

Real Life Junkie
meine güte, es geht hier um wirtschaftliche interessen, da muss man auch mal opfer bringen!

dennoch muß man sagen, daß man die Zweifler auch verstehen kann, aber man kann nicht einerseits vom Balkon springen wollen, wenn man arbeitslos werden würde und andererseits nicht bereit sein die Wirtschaft durch die richtige Regierungsnahe- Meinung zu unterstützen.
Wir stehen hinter unseren Soldaten und werden das solange tun, bis der Krieg vorbei ist...( mit gutem Grund )



Meine Meinung ist so...entweder richtig oder garnicht. Garnicht wäre mir lieber gewesen, aber wenn die Taliban meinen sie könnten einfach so mal paar Deutsche killen und wir würden abziehen, der sollte sich irren. Man kann das Falsche tun und wenn in die Enge getrieben kann man es sogar perfekt tun. Da traue ich uns einiges zu.

Könnte man auch umdrehen, den Satz....Krieg ist keine Lösung ! Basta....es hilft nur den Verbrechern.
 

faceman

Europapokal-Tippspielsieger 2015
Wie ich das hasse. Aus wirtschaftlichen interessen wird die Gesundheit und das Leben unserer Soldaten riskiert.
Man sollte diese verdammten Politiker-*pieps* zu den Familien der getöteten Soldaten schicken und erklären lassen, warum diese die Anschaffung unnötig verzögert haben.

Mir kommt gerade die Galle hoch... *kotz*


Tut mir leid, sehe ich nicht so. Zum Bund geht man freiwillig, nach Afghanistan wirst Du nie gezwungen. Ich betrachte die dortigen Opfer nicht schlimmer, als jeden anderen Arbeitsunfall mit tödlichen Folgen. Über einen Dachdecker, der vom Dach fällt schreibt niemand und er starb auch innerhalb der Arbeitszeit und auf Grundlage seiner Tätigkeit, sorry, ich habe hier nur sehr begrenztes Mitgefühl und bin so gar nicht patriotisch.
 
Um das Recht auf selbstbestimmung der afghanischen Bevölkerung zu verteidigen, die ansonsten von einem totalitären Regime unterdrückt würden, speziell die Frauen.

Noch richtiger wäre es imho, würden dort Truppen islamischer Nationen den Frieden sichern.


Das ist die Sicht, die uns eingetrichtert wird. Aber es trifft absolut nicht zu. Vor 2 Wochen habe ich mich mit 2 (westlich) eingestellten Afghanen unterhalten. Deutsch konnten sie nicht, aber Englisch ging einigermaßen. Jedenfalls haben sie gemeint, dass sie es erschreckend finden wie der Afganisthan-Krieg gerechtfertigt wird.
Es fing damit an, dass die Sowjets einmarschierten, "um das Land zu befreien". 5 Millionen Menschen flüchteten aus Afghanistan. Die Russen zerstörten das Land und die Kultur. Noch heute sind Teile des Landes unbewohnbar, weil alles voller sowjetischer Minen ist. 10 Jahre lang ließen somjetische Soldaten ihr Leben dafür, die kommunistische Riegierung an der Macht zu halten. Mit Hilfe der USA, Pakistan und Saudi-Arabiens schlugen dann Guerillas die Sowjets zurück. Bitte gut merken.
Dann begannen erst mal die Guerillas untereinander zu kämpfen. Und die Extremisten kamen. Die Taliban versprachen Freiheit, Frieden und Sicherheit, genauso wie die Nordallianz. Die Taliban wurden von den westlichen Staaten gestützt, eroberten 90% des Landes und kamen an die Macht. Männer wurden gezwungen Bärte zu tragen, Frauen durften nur in Begleitung von einem Mann und im Ganzkörpergefängnis Burqa auf die Straßen. Der Bevölkerung wurden alle Rechte genommen, Schulen und Unis wurden geschlossen. Musik, Sport, Bilder und Fernsehen waren sowieso verboten. Warum das alles? Weil sie es nicht kannten. Es waren viele (Waisen-)kinder, die vor den Sowjets flüchteten und die in Pakistan gezwungen wurden, Soldaten zu werden. Die afghanische Kultur war ihnen fremd. Eine der heute bekannten Persönlichkeiten? Osama Bin Laden, der von der westlichen Welt an die Macht geputscht wurde. Gegner waren die Nordallianz. Die hielten ungefähr 10 % des Landes waren aber kein bisschen besser. Genauso radikal und genauso verlogen.
Die USA und der Rest der westlichen Welt stellte die Unterstützung der Taliban ein und stellten sich auf die Seite der Nordallianz. Die Nordallianz, das sind die, die sich heute Regierung nennen. Ein zerstrittener Haufen, der kein Mittel gegen ethnische Verfolgung findet. Die Taliban nutzen dies voll und ganz aus.
Was tun die "Retter" aus dem Westen? Kommen mit Soldaten, Waffen, Munition und Krieg. Wieso gibt man den Afghanen, was sie eh schon haben? Man sollte ihnen nichts zum Sterben sondern was zum Leben geben.
So wie es abläuft ist es ein endloser Bürgerkrieg. Durch ausländische Besatzungs- und Kampftruppen wird der nicht enden und die Taliban werden weiter stärker. Statt die Afghanen endlich Afghanen sein zu lassen wird darüber entschieden, ob noch mehr Krieg in das Land gebracht werden soll. Ein Krieg, der keinen Sieger kennt.
 

NK+F

Fleisch.
Tut mir leid, sehe ich nicht so. Zum Bund geht man freiwillig, nach Afghanistan wirst Du nie gezwungen. Ich betrachte die dortigen Opfer nicht schlimmer, als jeden anderen Arbeitsunfall mit tödlichen Folgen. Über einen Dachdecker, der vom Dach fällt schreibt niemand und er starb auch innerhalb der Arbeitszeit und auf Grundlage seiner Tätigkeit, sorry, ich habe hier nur sehr begrenztes Mitgefühl und bin so gar nicht patriotisch.


Was schreibst du denn da für Zeugs?
Es geht doch nicht darum, dass ein Soldaten mehr oder weniger zu bedauern ist als das eines anderen.
Es ging darum, dass die Bundeswehr nicht so ausgerüstet ist, wie sie sein sollte. Und das hier durch einen Lobbyisten und einen Politiker Materiallieferungen bewusst verzögert wurden.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Nicht so ausgerüstet? Bleibt fraglich, ob es so ist. Wahrscheinlich sind die einfach nur zu unfähig.

Zitat:
Die Dörfer am Kundus-Fluss seien unter Kontrolle der Taliban. Bewohner warnten zu kommen, es sei gefährlich. Dennoch: "Man kann viel mehr darüber wissen, was im Distrikt Chardara los ist." Die Ignoranz der Bundeswehr aber sei tödlich - "für beide Seiten". Dass am Karfreitag 80 Taliban einen Hinterhalt legen konnten, hätte die Bundeswehr wissen können, wenn sie bessere Informanten hätte. Drei deutsche Soldaten starben.
Das Nicht-wissen-Wollen erlaube es auch erst, dass Afghanistan "bloß Benutzeroberfläche für innenpolitische Auseinandersetzungen" wie etwa im Untersuchungsausschuss werde, sagt Reuter, der als Stern-Korrespondent in Afghanistan lebt. Über seine Recherche hat er ein Buch geschrieben ("Kunduz, 4. September 2009").
Zitat Ende.

Quelle: 91 Todesopfer in Kundus - taz.de
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
deutschlands oberster banker spricht tacheles, wer haette das gedacht?
 

Bierbaron

Mittelfeldmotor
Ich halte nicht sehr viel auf den Beruf Soldat. Ich gebe auch zu, ich wäre niemals so (manche nennen es tapfer) freiwillig als Soldat nach Afghanistan zu gehen.
Trotzdem machen die Jungs Mädels einen Job der die Taliban davon abhält wieder ein Land zu regieren. Naja, so langsam sollten die Afghanen das selbst hinbekommen. Ein Abzug auf Raten wäre wohl sinnvoll. Deutsche Soldaten kämpfen hier in einem BürgerKRIEG.
 

DeWollä

Real Life Junkie
deutschlands oberster banker spricht tacheles, wer haette das gedacht?

und geht in Rente

Bundespräsident Horst Köhler: Abgang nach Afghanistan-Äußerungen
Paukenschlag in Berlin: Bundespräsident Horst Köhler ist überraschend zurückgetreten. Als Grund nannte das Staatsoberhaupt die Kritik an seinen Äußerungen zum Afghanistan-Einsatz. Er vermisse den Respekt vor seinem Amt.
 

DeWollä

Real Life Junkie
deutschlands oberster banker spricht tacheles, wer haette das gedacht?




http://www.focus.de/finanzen/news/af...id_519042.html


Zitat:

Afghanistan
USA finden gewaltige Bodenschätze
Pentagon-Vertreter und amerikanische Geologen sind in Afghanistan laut einem Bericht auf Rohstoffvorkommen im Wert von einer Billion Dollar gestoßen. US-General Petraeus ist begeistert.
aber so ein Zufall aber auch.....
 

pauli09

2. Ewige Tabelle "1gg1"
ich hab es schon vor geraumer zeit erwähnt, dass es den amis nur um die unermesslichen bodenschätze der afghanen geht.
schön, dass die amis jetzt auch bemerkt haben wollen, wofür sie dort krieg führen.
 

DeWollä

Real Life Junkie
ich hab es schon vor geraumer zeit erwähnt, dass es den amis nur um die unermesslichen bodenschätze der afghanen geht.
schön, dass die amis jetzt auch bemerkt haben wollen, wofür sie dort krieg führen.


was haben die Leute mit Deiner Meinung aber Prügel einstecken müssen, von Vaterlandsverrat bis Verrat an den deutschen Soldaten war sogar die Rede, wie oft wurde mir die Frage gestellt:"Du willst also nicht, daß die armen Mädchen in die Schule können!" usw. Was für ein schlechter Mensch man sein muß, wenn man kein Mitleid mit den armen kleinen Dingern hat. Böse, böse Antiamerikaner war man da ganz schnell.....
Einsatz am Hindukusch: Warum die Nato aus Afghanistan abziehen muss - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

Was abzusehen war, konnten auch nur die absehen, die keine finanziellen oder politischen Ziele in Afghanistan verfolgen, die eben nichts daran verdienen, allerdings muß es eine große Menge Patrioten gegeben haben, die tatsächlich glaubten, wir könnten Deutschland am Hindukush verteidigen.
Wir müssen froh sein, wenn die "Taliban" "nur" in Afghanistan bleiben, so wie sie es eigentlich schon immer gehandhabt haben, eben in ihrer Heimat, wo wir nichts zu suchen haben!


Der Einsatz der westlichen Allianz am Hindukusch ist ein Fiasko, das belegen die Afghanistan-Protokolle ein weiteres Mal. Die ausländischen Truppen sind nicht die Lösung, sondern Teil des Problems. Die Chance auf militärischen Erfolg ist verstrichen - es ist höchste Zeit zu gehen.
 
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