Kommt Hoeneß zurück?

Ok. Vllt. hätten er ja wegen der Bescholtenheit kein Mitglied mehr sein dürfen und so wollten die da ggf. vorbeugen.

Ist mir auch wurscht. Müssen se ja selber wissen wenn die so nen fiesen Möpp da wieder thronen lassen.

Wundert mich nur...nee eigentlich wundert mich das nicht... dass die AG-Teilhaber im Hintergrund da nix zu sagen.

Deren Aufsichtsratsvorsitzender soll Hoeneß ja anscheinend wieder werden.
 

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Ok. Vllt. hätten er ja wegen der Bescholtenheit kein Mitglied mehr sein dürfen und so wollten die da ggf. vorbeugen.

Ist mir auch wurscht. Müssen se ja selber wissen wenn die so nen fiesen Möpp da wieder thronen lassen.

Wundert mich nur...nee eigentlich wundert mich das nicht... dass die AG-Teilhaber im Hintergrund da nix zu sagen.

Deren Aufsichtsratsvorsitzender soll Hoeneß ja anscheinend wieder werden.

Im Vergleich zu Winterkorn, der ebenfalls im Aufsichtsrat sitzt, ist Hoeneß mit seiner Steuerhinterziehung doch 'ne kleine Nummer. :floet:

Ansonsten find ich das nicht schlimm. Hoeness hat seine Strafe abgesessen, warum sollte er nicht wieder einen Posten bekleiden können?
 

Rupert

Friends call me Loretta
Diese Medaille hat halt folgende zwei Seiten:

Die eine:
Dieser Passus, dass nur "unbescholtene Personen" als neue Mitglieder aufgenommen werden können, ist ja per se schon sinnlos, denn a) was ist unbescholten und b) hat der FC Bayern bis dato sicher nicht von einem potentiellen Mitglied ein Führungszeugnis angefordert. Ergo ist das ein "Streichparagraph", weil ja überhaupt nicht mehr relevant, im Sinne von nachprüfbar, ist für eine Mitgliedschaft beim FC Bayern.

Die zweite:
Es ist wirklich saudumm, diese Änderung dann zu beauftragen, wenn der eigene Präsident sich als kriminell herausstellt. Saudumm, weil a) es so ganz selbstverständlich den Anschein erweckt "Schau an, jetzt ändern's für ihren Kriminellen auch noch ihre Regeln" und b) nun auch der Eindruck entsteht dem FC Bayern ist es ohnehin egal, welchen Hintergrund, ob Verbrecher oder nicht, seine Mitglieder haben, Hauptsache sie zahlen den Mitgliedsbeitrag und unterstützen den FC Bayern.

Deswegen meine persönliche Meinung Meinung dazu:
Ob er wieder Präsident werden soll, mögen die Mitglieder entscheiden - es ist ja auch ihr Verein.
Für den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden halte ich ihn für nicht mehr geeignet - aber das ist das Bier der AG und ihrer Anteilseigner.

Ich bin in keinem der drei Kreise vertreten, habe da daher auch nichts mitzuschnabeln, werde es aber sehr gerne mit Lachen, Kopfschütteln, Nicken, was auch immer kommentieren :D
 
Zuletzt bearbeitet:

HoratioTroche

Zuwanderer
Die eine:
Dieser Passus, dass nur "unbescholtene Personen" als neue Mitglieder aufgenommen werden können, ist ja per se schon sinnlos, /QUOTE]
Ja nun, man müsste eben wissen wann und warum dieser Passus eingeführt wurde.
Ich vermute mal schwer, um zumindest im Nachhinein eine Handhabe zu haben gegen unliebsam gewordene Mitglieder. Solls ja gegeben haben, dass man die loswerden wollte.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Ja nun, man müsste eben wissen wann und warum dieser Passus eingeführt wurde.
Ich vermute mal schwer, um zumindest im Nachhinein eine Handhabe zu haben gegen unliebsam gewordene Mitglieder. Solls ja gegeben haben, dass man die loswerden wollte.

Auch wenn das der Grund für diesen Passus wäre, wäre er, um diesen Zweck zu erfüllen, immer noch falsch formuliert, wenn man dem link glauben darf, denn da wird er so zitiert: "Als Mitglied können nur unbescholtene Personen aufgenommen werden."
Sprich, da geht's um die Vorbedingung zur Aufnahme als Mitglied nicht darum, was ein Mitglied nach seiner Aufnahme treibt.

Der Passus/Paragraph/was-auch-immer ist einfach Gülle in meinen Augen :D

Zum Rausschmeissen steht sicher in der Satzung auch irgendwas zu vereinsschädigendem Verhalten geschrieben; wie auch immer das dann formuliert ist und aussieht: I don't know.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Das ist schon absichtlich nebulös gehalten, damit man es auch nebulös auslegen kann. Auch bei Neumitgliedern.

War halt mal ganz praktisch. "Unbescholten" heißt ja nicht vorbestraft. Möglicherweise Sozialdemokrat kann da schon reichen.
 
Oder vegan. So ein umweltbewusster, evangelischer Sozen-Körnerfresser, der auch noch Hochdeutsch spricht.
 

KGBRUS

Mitglied Trainerfindungskommission 2021 psst... RR
Warum sollte Hoeness nicht zurück kommen? Er hat seine Strafe verbüßt, ist resozialisiert, ist ein anständiges Mitglied der Gesellschaft, also warum nicht?
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Oder evangelisch. Das schlimmste wäre wohl ein evangelischer Sozialdemokrat
Ich denke eher, dass der Umgang mit einer andere Glaubensrichtung hier irgendwann einmal eine Rolle gespielt haben könnte, diese Unbescholtenheitsklausel in die Satzung aufzunehmen.
Oder der Umgang mit gewissen nicht dem bayerischen Normfamilienverhalten entsprechender sogenannter Praktiken.

Ihr seid nah dran, aber vielleicht ein paar Jahrzehnte zu spät.
 

Rupert

Friends call me Loretta
Weil es der selbe Posten ist.

Ich für mich, in meiner kleinen Welt, sehe das so:

Vereinspräsi ist nicht so kritisch - lässt man mal die Wirkung außen vor : "Ahja, ein Mensch, der wegen Steuerbetrügereien verurteilt wurde, ist nun der heraussragende Repräsentant des FC Bayern."
Da tendiere ich tatsächlich zu der Ansicht, wenn er von den Mitgliedern gewollt ist, dann soll er es machen, denn erstens glaube ich, wird er sich voll und ganz für den FC Bayern e.V. einsetzen und gemäß der herrschenden Regeln handeln und zweitens würde ich ihm das nicht damit verbauen wollen: "Hey, Du bist ja ein Ex-Knacki."

Für den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden über ein recht großes Unternehmen an dem auch andere ihre Anteile haben, halte ich ihn nicht für die beste Wahl, denn genau bei dem Punkt Aufsicht hat er ja gezeigt, dass er zumindest in hohem Maße "überfordert" war was seine eigenen Belange betrifft.

Ganz trennen lässt sich das aber ja sowieso nie, denn der FC Bayern e.V. ist ja 75% Anteilseigner an der FC Bayern AG.
 
In jedem Dax-Unternehmen ist ein Steuerhinterzieher als Führungskraft ebenso untragbar wie jemand, der Geld von einem Geschäftspartner annimmt (Hoeneß hat bekanntlich mit geborgten Millionen des früheren Adidas-Chefs Louis-Dreyfus gezockt). Warum liegt auf der Hand: Man kann sich nicht beruflich „Coporate Social Responsibility“, also die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen, auf die Fahnen schreiben und für das werbewirksame Image den vorbildlichen Staatsbürger geben, um dann privat die Gesellschaft klammheimlich um Millionen zu prellen.
Nein, der FCB ist natürlich kein Dax-Unternehmen, doch sitzen genau deren Vorstände im Aufsichtsrat: die Topmanager von Telekom, Volkswagen, Audi und Adidas. Was wirft es für ein Licht auf diese Konzernbosse, wenn sie sich im Aufsichtsrat des FCB nicht an die Spielregeln halten, die sie für ihre eigenen Konzerne aufgestellt haben? Müssen die nicht schon aus Sorge um Imageverlust für ihre jeweiligen Unternehmen Abstand nehmen? Was sagt die stillschweigende Akzeptanz des ausgewiesenen „Law and Order“-Politikers Stoiber über das wahre Verständnis der Moralapostelpartei CSU von Recht und Gesetz?

Mit der Re-Installation von Hoeneß sendet der Verein ein klares Signal aus. Im besten Fall, dass es ihn in keinster Weise kümmert, was sein Aufsichtsratsvorsitzender und oberster Repräsentant privat so treibt. Im schlechtesten, dass der Aufsichtsrat mit seiner illustren Runde von Topmanagern Steuerhinterziehung eben doch als lässliche Sünde ansieht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
Gerade der FCB, in dessen Dunstkreis man ja seit eh und je Mauscheleien und Vetternwirtschaft vermutet und dessen Personal so reich an privaten Verfehlungen ist, sollte umso bedachter darauf sein, gar nicht erst den Anschein zu erwecken.

Und was heißt das jetzt konkret? Selbstverständlich verdient auch ein UH die Chance auf Rehabilitation/Resozialisierung, keine Frage. Der Mann hat gebüßt, damit muss es auch gut sein. Aber er es geht nicht, dass er weitermacht wie bisher. Da muss eine andere Aufgabe her. Ob das jetzt die Jugendarbeit bei den Bayern ist, die Vereinsführung beim Club, Fußballexperte in der ARD, die Bratwürstelproduktion für McDonald's - egal. Aber das klare Statement, dass der FCB mit derlei kriminellen Machenschaften nichts zu tun hat, muss abgegeben werden.
 
Zuletzt bearbeitet:

Holgy

Kommischer Foggel Fußballromantiker
Moderator
Ich gebe Dir ja prinzipiell recht, aber Hoeness wurde von seinen Aufgaben entbunden - das hat allerdings recht lang gedauert angesichts der „Coporate Social Responsibility“, das fand ich damals auch - und genau da hab ich Deine Fragen auch gefragt. Hoeness ist dafür verurteilt worden un d hat seine Strafe abgesessen. Daher finde ich nicht, dass seine Wiederverpflichtung gegen die „Coporate Social Responsibility“ verstößt. Ich bin gegen lebenslange Berufsverbote für strafrechtlich Verurteilte.

Bedenkenswerter ist da schon Ruperts Einwand, dass Hoeness' Prozess gezeigt hat, dass ihm wichtige Befähigungen fehlen, den Job auszuführen.

Und übrigens: Herr Winterkorn - der von VW, das sind die mit der Abgasbetrügersoftware - sitzt immer noch im Aufsichtsrat der Bayern. „Coporate Social Responsibility“ irgendjemand?
 
Zuletzt bearbeitet:

KGBRUS

Mitglied Trainerfindungskommission 2021 psst... RR
Na ja Steuerhinterzieher können ja auch Parteivorsitzende werden bzw bleiben.....
 

Rupert

Friends call me Loretta
Mir ging's in Punkto "Hoeness wieder im Aufsichtsrat" auch nicht darum, dass er das auf gar keinen Fall werden sollte; ich halte ihn nur nicht für eine gute Wahl für den Posten.
 
Stimmt, der Einwand geht auf mein Konto.



@Holgy -

Naja, kommt echt auf den Einzelfall an, ob ich ein lebenslanges Berufsverbot billige oder nicht. Aber das ist gar nicht mein Thema. Mir geht es lediglich darum, dass aus meiner persönlichen Sicht unabdingbar ist, dass sich der FCB an dieser Stelle für alle unmissverständlich positioniert. So etwas muss aus Sorge um das eigene Image glasklar nach außen kommuniziert werden. Deswegen muss für Hoeneß kein Berufsverbot gelten, das tut es für die Zumwinkels und Mehdorns dieser Nation schließlich auch nicht. Es geht einzig und alleine um die Aufgabe im Vorstand des FCB und da auch nur deshalb, weil das eben die Position ist, die Hoeneß bei Bekanntwerden bekleidet hat.
 
Warum sollte Hoeness nicht zurück kommen? Er hat seine Strafe verbüßt, ist resozialisiert, ist ein anständiges Mitglied der Gesellschaft, also warum nicht?

Wir reden hier immer noch den angeblichen Vorzeigeverein der Bundesliga. Und über einen zu Recht verurteilten Knacki. Auch und gerade weil es den Uli betrifft, da bleibt immer was hängen.
Ohne da falsch zu liegen darf man getrost sagen, dass kein anderer Fussballfunktionär, der ein ähnliches Verbrechen begangen hätte, im deutschen Fussballbusines jemals wieder Fuss fassen würde.
Schon weil gerade solche Typen wie der Hoeness, oder insbesondere Hoeness, der Mahner, Warner und Prediger, diese Verbrecher förmlich in der Luft zerreissen würde. Und somit dafür sorgen würde, dass es für diese Verbrecher vorbei ist. In Deutschland, bzw. der Bundesliga.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir widerstrebt es, den Hoeneß anders zu beurteilen, oder den Bayern strengere Maßstäbe aufs Auge zu drücken, nur weil der Verein in der BuLi DIE exponierte Position einnimmt. Ansonsten jedoch ein guter Punkt, den ich völlig unterschlagen hatte.
Gemessen daran, wie sehr der Uli jahrelang die Moralkeule geschwungen hat und damit die Karrieren von anderen zumindest beeinflusst hat (siehe etwa den Fall Daum), sollten sich das beide Seiten umso genauer überlegen. Leider gilt aber das mit dem besonderen Verein nicht nur auf der Erfolgsebene. Der FCB ist schon so ein bisschen die CSU des deutschen Fußballzirkus'. Und da laufen die Dinge gerne etwas anders...
 

Oldschool

Spielgestalter
Moderator
UH wird den Bayern trotz der allgemeinen Globalisierung ein Stück ihrer Identität zurückbringen. Er hat der BuLi gefehlt und ich hoffe, er wird den Eindruck vermitteln, als ob er nie weg gewesen wäre. Es gibt halt zu wenig "Typen" an denen man sich reiben kann. Allerdings fürchte ich, dass UH sich in seinem Wesen verändert hat, weil so ein Aufenthalt im Gefängnis Spuren hinterlässt. :weißnich:
 
UH wird den Bayern trotz der allgemeinen Globalisierung ein Stück ihrer Identität zurückbringen. Er hat der BuLi gefehlt und ich hoffe, er wird den Eindruck vermitteln, als ob er nie weg gewesen wäre. Es gibt halt zu wenig "Typen" an denen man sich reiben kann. Allerdings fürchte ich, dass UH sich in seinem Wesen verändert hat, weil so ein Aufenthalt im Gefängnis Spuren hinterlässt. :weißnich:

In seinem Wesen hat sich, offensichtlich, gar nix verändert.
Er lässt seinem mMn dem Trotz geschuldeten Spruch "das wars noch nicht" einfach nur Taten folgen. Und zwar genau so, wie man es, demnach, erwarten durfte. Ich sehe das eher so, dass er sich absolut nicht verändert hat.
Der hatte damals und wohl bis heute gar nicht kappiert, dass er zu Recht in den Knast einwandern durfte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben