Koch droht das Karriereende

Faulix001

Dschungel-Tasmania
Am Sonntag, beim Derby von Rapid Wien gegen die Austria, war in der Nähe des Schlussmanns ein Feuerwerkskörper explodiert, den ein Austria-„Fan“ geworfen hatte. Georg Koch ging zu Boden und musste vom Platz getragen werden. In der Kabine kollabierte der 36-Jährige und musste zwei Stunden unter anderem mit Infusionen behandelt werden, bevor er in die Klinik gebracht wurde. „Ich habe immer noch ein lautes Pfeifen im Ohr und spüre einen extremen Druck. Bei den Gleichgewichts-Tests, die die Ärzte mit mir durchgeführt haben, bin ich immer wieder nach rechts gekippt“, sagte Koch jetzt gegenüber der Bild-Zeitung: „Falls sich das nicht ändert, kann ich nicht mehr Fußball spielen.“
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Koch droht das Karriereende - Kölnische Rundschau


Meine Meinung zu dem Klientel, dass sich bei Fussballspielen immer direkt hinterm Tor platziert verschweige ich besser... :rolleyes:

Der Vollhonk, der das Ding geworfen hat wurde zumindest inzwischen geschnappt, es "drohen" 3 Jahre Knast. Wäre schön, wenn es mal so kommen würde... :rolleyes:

Totale Vidoüberwachung allez!!! Ohne geht es scheinbar nicht mehr...
Plexiglas wäre der nächste Schritt...


Gute Besserung Georg !
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
Totale Vidoüberwachung allez!!! Ohne geht es scheinbar nicht mehr...Plexiglas wäre der nächste Schritt...

Au weia. Ich höre schon wieder die Datenschützer. Völlig unschuldigte Beteiligte, die da nur zufällig mit rumstehen, werde dadurch auch mitgefilmt, das Recht am eigenen Bild verletzt, von der Profiling-Moglichkeit ganz zu schweigen. Plexiglas geht auch nicht, wo bleibt da die Freiheit? :floet:

Sollen sie doch die Überwachung und Kontrolle lieber ganz einstellen, schliesslich passiert da ja dann auch weniger. Liest man auch häufiger in diversen Foren. :suspekt:

Auch von mir Gute Besserung Georg. Und möge der Täter ein Leben lang dein entgangenes Gehalt weiterzahlen müssen.
 

HoratioTroche

Zuwanderer
Ist ja immerhin ein Fortschritt, wenn die Überwachung mal ein Ergebnis hat. Bisher habe ich meistens gehört und gelesen, dass trotz Filmerei keine Erkenntnisse vorliegen. :rolleyes: Z.B. was die VfB-KSC-Sache angeht. Da sind alle möglichen Leute drauf, aber nicht der, der wirft. Und in der Zeitung stehen dann namentlich (!) Leute, die tatsächlich nur daneben stehen, und werden an den Pranger gestellt, so geht's halt nicht. Gegen den richtigen Umgang mit Bildern wenn nichst vorliegt hat ja auch niemand was, allerdings habe ich was den Umgang angeht so meine Zweifel... :floet:

Erstmal gute Besserung, das ist das Wichtigste.
 
Zuletzt bearbeitet:

Indipper

Trink das, Judas Ben Hur
Au weia. Ich höre schon wieder die Datenschützer. Völlig unschuldigte Beteiligte, die da nur zufällig mit rumstehen, werde dadurch auch mitgefilmt, das Recht am eigenen Bild verletzt, von der Profiling-Moglichkeit ganz zu schweigen. Plexiglas geht auch nicht, wo bleibt da die Freiheit? :floet:

Sollen sie doch die Überwachung und Kontrolle lieber ganz einstellen, schliesslich passiert da ja dann auch weniger. Liest man auch häufiger in diversen Foren. :suspekt:

England hat das vermutlich dichteste Überwachungsnetz öffentlicher Räume weltweit und trotzdem ein Niveau an Gewaltkriminalität, auf das jedes Dritte-Welt-Land stolz sein könnte. Ist möglicherweise, nur möglicherweise, ein Indiz dafür, dass Überwachung Verbrechen nicht verhindern kann. Genausowenig wie drakonische Strafen, die ja auch so populär sind.

Auch von mir Gute Besserung Georg.

Dem schließ ich mich an. Hab Koch immer gemocht.
 

BoardUser

Jede Saison ein Titel!
Admin
Moderator
Ist möglicherweise, nur möglicherweise, ein Indiz dafür, dass Überwachung Verbrechen nicht verhindern kann. Genausowenig wie drakonische Strafen, die ja auch so populär sind.

Das wäre schön, wenn Kameras Kriminalität "verhindern" können. Ich denke, sie können wohl eher abschrecken bzw. bei der Aufklärung helfen. Ganz verhindern werden sie es wohl nicht.

Im übrigen ging mein Statement weiter. Nämlich dass sich die Ultra- und Hooliganszene einbildet, ohne Überwachung, Kontrolle und Polizeipräsenz sei es viel friedlicher in den Stadien und rund um den Fussball. So feierte die hallesche Saalefront Ultra's Seite frenetisch den Nicht-Polizeieinsatz in Lübeck als vorbildlich und argumentierte, dass wenn sich die Polizei zurückhalte auch die Meute friedlicher sei. Und das ist nicht die erste Meinung in diese Richtung, die ich höre oder lese.
 

Rupert

Friends call me Loretta
(...) dass wenn sich die Polizei zurückhalte auch die Meute friedlicher sei. (...)

Mal als Gedankenanregung:
Könnte ja auch was dran, daß sich Menschen in einem umzäunten Gebiet anders verhalten, wenn sie nicht von Hunderten von anderen Menschen in schwarzen Kampfanzügen umzingelt sind. Ausserdem lese ich da grad nix von frenetischem Feiern sondern eher ein "Dankeschön".

Aber das hat jetzt nix mit dem Georg Koch zu tun. Dem's anscheinend auch wieder besser geht, Gottseidank.
 
Zuletzt bearbeitet:

HoratioTroche

Zuwanderer
Das wäre schön, wenn Kameras Kriminalität "verhindern" können. Ich denke, sie können wohl eher abschrecken bzw. bei der Aufklärung helfen. Ganz verhindern werden sie es wohl nicht.
Das mit der Abschreckung wird aber immer als Argument für mehr Kameraüberwachung im öffentlichen Raum gebracht, und viele Leute fühlen sich dann tatsächlich sicherer, obwohl sich die Sicherheit tatsächlich gar nicht erhöht. Und dass ein Gewalttäter später überführt wird, ist für das Opfer auch nur ein schwacher Trost.
Im übrigen ging mein Statement weiter. Nämlich dass sich die Ultra- und Hooliganszene einbildet, ohne Überwachung, Kontrolle und Polizeipräsenz sei es viel friedlicher in den Stadien und rund um den Fussball.
Kommt halt immer auf die Art und Weise von Kontrolle, Präsenz und Einsatz an. Und ich habe schon viele Nicht-Ultras gesehen, denen wegen ihrer Meinung nach unangebrachter Härte der Kragen platzte.

Soll ja nicht abgeschafft werden, aber ein bisschen mehr Augenmaß und Zurückhaltung wäre manchmal in der Tat ganz zielführend. Die reden doch immer von Deeskalationspraxis. Sehe ich manchmal überhaupt nicht. Z.B. bei der unglücklichen Kontrollaktion in Bochum. Wo die Verletzung, die einem Polizisten im - von ihr herbeigeführten - Gedränge von eigenen Kollegen beigebracht wurde, natürlich erstmal der anderen Seite zugeschrieben wurde (und so publiziert wurde, die Gegendarstellung wie immer später unter ferner wurde berichtet).
 

faceman

Europapokal-Tippspielsieger 2015
Z.B. bei der unglücklichen Kontrollaktion in Bochum. Wo die Verletzung, die einem Polizisten im - von ihr herbeigeführten - Gedränge von eigenen Kollegen beigebracht wurde, natürlich erstmal der anderen Seite zugeschrieben wurde (und so publiziert wurde, die Gegendarstellung wie immer später unter ferner wurde berichtet).

Tja, dazu fehlt mir ne Quelle und wenn es nur ne kleine ist. :huhu:
 

Holgy

Kommischer Foggel
Moderator
Koch kämpft immer noch mit den Folgen der Böllerattacke. Der Täter wurde noch nicht bestraft.

Fünf Monate nach einer Knallkörper-Attacke im Stadtderby gegen Austria Wien hat Torhüter Georg Koch seinen Vertrag mit dem österreichischen Meister SK Rapid Wien aufgelöst. "Es ist alles unterschrieben. Ich bin in Düsseldorf und absolviere dort meine Reha-Maßnahmen", sagte Koch, der weiterhin mit Koordinationsproblemen und Schwindel kämpft.

(...)

"Ich wurde vom Platz getragen. So Abschied von meiner Karriere zu nehmen, wäre eine Katastrophe", sagte Koch. Deshalb hofft der 36-Jährige auf ein Engagement in der Zweiten oder Dritten Liga in Deutschland, für eine Rückkehr zu seinem langjährigen Verein Fortuna Düsseldorf besteht aber "keine Chance". Unmittelbar neben Koch war im 286. Wiener Derby ein von der Tribüne geworfener Knallkörper explodiert. Kochs Anwälte wollen Schadensersatzansprüche gegen den namentlich bekannten Übeltäter aus Wien-Donaustadt geltend machen.

Quelle: Kurzpässe: Scheich will Chelsea, Koch löst Vertrag - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Sport
 

Faulix001

Dschungel-Tasmania
Keeper Georg Koch hat als Folge der Knallkörper-Attacke im Wiener Derby im August seine Karriere beenden müssen. „Es macht keinen Sinn mehr“, sagte der 37-Jährige.
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"Es sind wohl zwei 16-Jährige gewesen. Mir geht es nicht darum, Geld aus dieser Sache herauszuschlagen. Es waren zwei Idioten, die für mein Karriereende verantwortlich sind. Ich hatte nie Probleme mit Beschimpfungen, aber solche Dinge dürfen in einem Stadion nicht passieren. Das muss Konsequenzen haben"

National: Koch gibt Kampf ums Comeback auf - WM 2010 - FOCUS Online


Und die armen kleinen Juendlichen kommen wahrscheinlich mit ein paar Monaten Stadionverbot davon :motz:

Ich könnte kotzen... :kotzer:
 
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