Klasnic verklagt Werder-Ärzte

Holgy

Kommischer Foggel
Moderator
Ich halte das für einen starken Image-Verlust sowohl für den Spieler als auch für Werder. Man kennt eigentlich keine negativen Schlagzeilen aus dem Verein, aber in diesem Fall will Werder und auch Klasnic die Öffentlichkeit zum Narren halten.
Was sollte denn der Auftritt bei Beckmann ? Er kreuzt da mit Ehefrau und Anwalt auf, der Anwalt droht mit 1,5 Mio Schadenersatz gegen der Bremer Arzt und einen Tag später ist Eierkuchen ?
Es geht mE um seine Vertragsverlängerung, was die einzig plausible Erklärung für den Sinneswandel ist:

--> Quelle "Ivan Klasnic darf für Werder Bremen weiter Tore schießen"

Fand ich nicht so dolle, mal eben ein paar Schlagzeilen gemacht und dann alles im Sande verlaufen, ein Nachgeschmack bleibt auf jeden Fall. X(

Jup, seh ich auch so. Das war ein Treffen um offiziell die Wogen zu glätten und alle ihr gesicht wahren können. Aber ich glaube nicht, dass Ivan nach der Saison noch weiter bei Werder sein wird.
 
Ich möchte noch ein paar andere Gesichtspunkte einbringen:

1. bin ich sehr enttäuscht von Allofs, den ich bisher für einen souveränen - und untadeligen - Manager hielt. Aber trotz der gegenseitigen Versicherung, daß es keine Angriffe gibt, bleibt Fakt, daß Frau Klasnic im Beckmann-Interview sehr deutlich ihre Enttäuschung zum Ausdruck brachte, daß sich der Verein während und nach der Operation nie um ihren schwerkranken Mann gekümmert hat

2. bleibt die Frage offen, warum der Verein sich 2005 nicht eingeschaltet hat, als anläßlich der Blinddarmoperation die Nierenschädigung offensichtlich wurde. Dimanski konnte weitermachen, ohne daß Fragen gestellt wurden.

3. finde ich völlig unverständlich, wieso Klasnic mit einer transplantierten Niere weiter Leistungssport treiben kann (ich finde das nicht "bewundernswert", sondern seltsam angesichts der vielen Medikamente und Einschränkungen, die zu beachten sind. Geldgier kann (sollte) es wohl mit seinen 28 Jahren nicht mehr sein!?

4. finde ich es noch seltsamer, daß jetzt Vertragsverhandlungen für die nächste Saison stattfinden, als ob nichts geschehen sei. Mit dem Hinweis, daß sich die Klage ja gegen die Ärzte und nicht den Verein richtet, ist das nicht abgetan. Soll hier jemand ruhig gestellt bzw. etwas unter den Teppich gekehrt werden?
 
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